Der Börsen-Tag
2. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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09:16 Uhr

Dax hat klaren Fokus

Der Dax hält sich zum Start ins heutige Tagesgeschäft bedeckt. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.035 Punkten, nachdem er sich bereits zur Wochenmitte kaum bewegt hatte. Allerdings hatte er die 25.000er-Marke zurückerobert. "Der heutige Fokus liegt klar auf den US-Arbeitsmarktdaten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Am Nachmittag wissen wir dann mehr."

Dax hat klaren Fokus
08:59 Uhr

Chinas Autoaktien preschen vor

Aktien chinesischer Autohersteller profitieren von den Absatzzahlen für Juni. Diese zeugten von einer hohen Nachfrage aus dem Ausland. Geely Automobile gewinnen 3,6, Xpeng 2,7 und Xiaomi 4,8 Prozent, 

Chinas Autoaktien preschen vor
08:40 Uhr

Ausverkauf bei Asiens Chipwerten

Erneut uneinheitlich tendieren die Börsen in Ostasien und Australien. Heftige Kursverluste verzeichnen Aktien von Chipherstellern. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. Belastend wirkten unter anderem Pläne von Meta Platforms zum Aufbau eines Cloud-Geschäfts mit dem Ziel, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen. Auch nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr gut gelaufen war.

In Seoul sackt der Kospi um rund fünf Prozent ab. Kräftige Verluste der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix ziehen den Index in die Tiefe. Dagegen legen im Rüstungssektor Hanwha Ocean um 3,1 Prozent zu. Der Schiffsbaukonzern hat das Ausschreibungsverfahren der südkoreanischen Seestreitkräfte für einen neuen Zerstörer gewonnen. Neue Inflationsdaten haben derweil keinen Einfluss auf das Geschehen am Aktienmarkt; der Preisauftrieb in Südkorea erreichte zwar im Juni das höchste Niveau seit 30 Monaten, deckte sich aber mit der Konsensschätzung von Ökonomen.

Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Nikkei um 1,9 Prozent, während der breiter gefasste Topix um 0,5 Prozent steigt. Auch hier stoßen Anleger Aktien des Chipsektors ab. Kioxia verbilligen sich um 13,3 und Advantest um 8,2 Prozent. Gesucht sind Takeda Pharmaceuticals, die nach Bekanntgabe einer KI-Entwicklungspartnerschaft mit dem Biotech-Unternehmen Insilico um 2,3 Prozent zulegen.

Ausverkauf bei Asiens Chipwerten
08:21 Uhr

Hohe Volatilität im Bitcoin-Handel

Der Bitcoin legt im asiatischen Handel leicht zu. Carsten Menke von Julius Bär erwartet, dass die Volatilität im Bitcoin-Handel hoch bleiben wird. Die Überzeugung der Anleger, ihre Positionen zu halten, scheine zu bröckeln, da die Kurse unter Druck blieben, sagt er. Die Märkte kämpfen zudem mit Verkaufsängsten nach der Ankündigung von Strategy, dem größten Unternehmenshalter von Bitcoin, Barmittel zu beschaffen. "Zwangsverkäufe durch solche Unternehmen sind ein Belastungsfaktor für digitale Vermögenswerte im Allgemeinen, aber das ist nicht das, was die Märkte im Moment einpreisen", meint Menke. Anhaltende Abflüsse aus ETFs deuten unterdessen auf eine wachsende Unzufriedenheit mit der Wertentwicklung von Bitcoin und auf Sorgen über mögliche US-Zinserhöhungen und einen stärkeren Dollar hin.

Der Bitcoin steigt 0,1 Prozent auf 60.147,87 Dollar.

Hohe Volatilität im Bitcoin-Handel
08:03 Uhr

Die Musik spielt an der Wall Street

Der Dax wird wenig verändert in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex mit 25.040,28 Punkten knapp im Plus geschlossen. Die stockenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran grenzten die Gewinne ein. An der Wall Street gingen die Indizes im Minus aus dem Handel.

Im heutigen Mittelpunkt steht der US-Arbeitsmarktbericht, der damit einen Tag früher als sonst veröffentlicht wird. Am Freitag bleiben die Börsen in den USA wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli geschlossen. Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hat nach einer schwächeren Phase zuletzt drei Monate hintereinander kräftig zugelegt. Im Juni dürfte sich der Jobaufbau auf dem US-Arbeitsmarkt hingegen spürbar abgeschwächt haben. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll.

Die Musik spielt an der Wall Street
07:44 Uhr

USA wollen Freihandelsabkommen nicht verlängern

Anstelle einer Verlängerung des Freihandelsabkommen USMCA in seiner jetzigen Form wollen die USA den Wirtschaftspakt mit Mexiko und Kanada künftig jährlich überprüfen. US-Vertreter hätten dies auf einer virtuellen Konferenz mit ihren Kollegen der anderen Länder bekanntgegeben, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mit. Washington bemängelte, dass die Belange von US-Bauern, Herstellern und Geschäften nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Zugleich betonte ein hochrangiger US-Regierungsbeauftragter: "Die Vereinigten Staaten werden den Dialog mit Mexiko und Kanada gegebenenfalls fortsetzen, und während dieser Zeit bleibt das Abkommen in Kraft." Bei der Neugestaltung des Abkommens wolle die Regierung unter Präsident Donald Trump den Kongress einbeziehen.

Der neue Mechanismus sieht eine Maximallaufzeit von zehn Jahren vor, in denen sich die USA, Kanada und Mexiko auf eine Verlängerung um 16 Jahre einigen können. Trifft dies nicht zu, läuft das USMCA aus. Der US-Regierungsbeamte betonte, dass Trump zugleich die Möglichkeit habe, bei Bedarf früher aus dem Abkommen auszutreten. Am 20. Juli wollen sich die beteiligten Länder zu einer dritten Gesprächsrunde treffen.

USA wollen Freihandelsabkommen nicht verlängern
07:28 Uhr

Bundesregierung hält an KNDS-Einstieg fest

Die Bundesregierung hält trotz der Verschiebung des KNDS-Börsengangs an ihrem geplanten Einstieg bei dem deutsch-französischen Panzerbauer fest. Die Regierung respektiere die Entscheidung des Unternehmens, den Börsengang zu pausieren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Man sei weiterhin daran interessiert, gemeinsam mit den französischen Partnern das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. In Verhandlungen mit Frankreich und der Anteilseignerfamilie sei bereits eine Verständigung über Eckpunkte für eine Beteiligung erzielt worden. Diese sichere ausgewogene Einflussrechte beider Länder und schütze die gegenseitigen Sicherheitsinteressen auf Augenhöhe.

KNDS hatte mitgeteilt, den Börsengang wegen der Marktbedingungen vorerst auszusetzen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte erst am Freitag grünes Licht für den Einstieg des Bundes bei KNDS für bis zu 7,2 Milliarden Euro gegeben.

Bundesregierung hält an KNDS-Einstieg fest
07:12 Uhr

Bayer bündelt US-Glyphosat-Geschäft 

Bayer bündelt sein US-Geschäft mit dem weit verbreiteten und umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft. Die neue Gesellschaft werde den Namen Ruveon tragen, teilte der Dax-Konzern mit. Ziel sei es, das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten. Ruveon werde von St. Louis aus alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts verantworten, von der Preisgestaltung bis zur Produktion, bleibe jedoch Teil des Bayer-Konzerns.

Die Ausgliederung ist Teil eines im vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Agrarsparte Crop Science. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit besser auf die Wettbewerbsdynamik in dem von Nachahmerprodukten geprägten US-Markt reagieren, hieß es weiter. "Der heutige Schritt ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unseres Fünfjahresprogramms", sagte Brian Naber, Leiter von Crop Science für Nordamerika. "Mit dem Start von Ruveon bekräftigen wir unser Engagement im Glyphosatmarkt." Die neue Gesellschaft wird von Alfonso Alba Ordonez geleitet.

Bayer bündelt US-Glyphosat-Geschäft 
06:54 Uhr

Tesla-Absatz weckt Fantasie

Die Neuzulassungen von Tesla sind im Juni in mehreren europäischen Ländern deutlich gestiegen. In Frankreich haben sich die Zulassungen mit 105 Prozent mehr als verdoppelt, wie aus Daten von Branchenverbänden und Ministerien hervorging. In Schweden gab es ein Plus von 56 Prozent, in Italien und Portugal von jeweils 43 Prozent sowie in Dänemark von 39 Prozent. In Spanien fiel das Wachstum mit 5,6 Prozent geringer aus. Ene Ausnahme bildete Norwegen, wo die Neuzulassungen des US-Elektroautobauers um 43 Prozent einbrachen. Die Zahlen deuten auf eine Erholung des Absatzes in Europa hin, bevor Tesla in Kürze seine weltweiten Auslieferungszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten erwarten hierbei einen Anstieg um fünf Prozent. Die Tesla-Aktie lag im US-Handel im Verlauf 1,1 Prozent im Plus.

Tesla-Absatz weckt Fantasie
06:35 Uhr

Niedrigere Sojaölpreise belasten Palmöl 

Palmöl gibt nach und folgt damit den gefallenen Sojaölpreisen. Niedrigere Rohölpreise könnten ebenfalls belasten, da nachgebende Energiepreise die Attraktivität von Palmöl als Rohstoff für Biokraftstoff verringern. Allerdings könnte die jüngste Schwäche des Ringgit für etwas Unterstützung sorgen, was malaysisches Palmöl für Käufer aus Übersee wettbewerbsfähiger macht. Das erklärtiert PhillipCapital. PhillipCapital erwartet, dass die Preise bei 4.700 Ringgit pro Tonne auf einen Widerstand stoßen und bei 4.433 Ringgit pro Tonne eine Unterstützung finden werden. Der an der Bursa Malaysia Derivatives gehandelte Kontrakt mit Lieferung im September notiert um 11 Ringgit niedriger bei 4.546 Ringgit pro Tonne.

Niedrigere Sojaölpreise belasten Palmöl 
06:20 Uhr

Panzerbauer bläst Börsengang ab

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS schiebt seinen Börsengang angesichts der Kursverluste bei Rüstungsaktien auf die lange Bank. Die Aktionäre hätten das Unternehmen informiert, sie wollten die Börsenpläne erst wieder aufnehmen, wenn sich das Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa wieder verbessere, teilte KNDS mit. KNDS hatte eigentlich noch vor der Sommerpause an die Börsen in Paris und Frankfurt gehen wollen. Die Vorbereitungen seien praktisch abgeschlossen, in den Gesprächen mit Investoren habe sich gezeigt, dass diese auch an die langfristige Strategie von KNDS glaubten, erklärte der Konzern.

Die Branche war an der Börse allerdings unter Druck geraten, der größte Rivale Rheinmetall hatte in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren. Die "Financial Times" hatte berichtet, dass wichtige Investoren gegenüber KNDS erklärt hätten, sie sähen die Bewertung des Unternehmens beim Börsengang nur bei rund zwölf Milliarden Euro. Banker hatten zuvor 15 Milliarden Euro für realistisch gehalten.

Panzerbauer bläst Börsengang ab
06:00 Uhr

Fed-Chef Warsh muss ganz genau hinschauen

Der Dax ist mit einem Aufschlag in die zweite Jahreshälfte gestartet. Der deutsche Börsenleitindex, der im Dienstagsgeschäft bereits 1,5 Prozent zulegen konnte, zog zur gestrigen Wochenmitte immerhin 0,2 Prozent an. Das wichtigere dabei: Der Dax eroberte die psychologisch wichtige 25.000er-Marke zurück, schloss mit einem Stand von 25.040 Zählern. Dabei half etwa eine Beruhigung der geopolitischen Lage. Stützend wirkten zudem Gewinne im Rüstungssektor.

Heute steht dann endlich das konjunkturelle Wochenhighlight an: die US-Arbeitsmarktdaten. So dürfte sich der Jobaufbau im Juni spürbar abgeschwächt haben. Einzelheiten werden im Arbeitsmarktbericht erwartet, der um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht wird. Experten erwarten ein Stellenplus von nur noch 110.000, nach 172.000 im Mai. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Angesichts des vom Iran-Krieg ausgelösten Inflationsschubs in den USA rechnen viele Anleger damit, dass die Fed die Zinsen unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh im Laufe des Jahres anheben wird.

Unternehmensseitig rückt Alphabet in den Fokus, denn der Europäische Gerichtshof entscheidet (9.30 Uhr MESZ) über die Klage der Google-Mutter gegen eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe. Die Wettbewerbshüter hatten dem US-Konzern vorgeworfen, mit seinem mobilen Betriebssystem Android Konkurrenten behindert zu haben. Eine niedrigere Instanz hatte die ursprüngliche Strafe von 4,34 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 4,1 Milliarden Euro gesenkt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Fed-Chef Warsh muss ganz genau hinschauen