Wirtschaft

Neuzulassungen legen deutlich zuTesla gelingt in Europa der Weg aus dem Jammertal

01.07.2026, 22:15 Uhr
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Ein geparkter Tesla in Süddeutschland. (Foto: picture alliance / Winfried Rothermel)

Für US-Autobauer Tesla läuft das Jahr 2025 schlecht, besonders in Europa. So langsam berappelt sich das Unternehmen aber wieder. In Frankreich, Schweden und Co. werden mittlerweile wieder deutlich mehr Wagen zugelassen. In Norwegen geht es dagegen massiv bergab.

Die Neuzulassungen von Tesla sind im Juni in mehreren europäischen Ländern deutlich gestiegen. In Frankreich haben sich die Zulassungen mit 105 Prozent mehr als verdoppelt, wie aus Daten von Branchenverbänden und Ministerien hervorging. In Schweden gab es ein Plus von 56 Prozent, in Italien und Portugal von jeweils 43 Prozent sowie in Dänemark von 39 Prozent. In Spanien fiel das Wachstum mit 5,6 Prozent geringer aus. Eine Ausnahme bildete Norwegen, wo die Neuzulassungen des US-Elektroautobauers um 43 Prozent einbrachen.

Die Zahlen deuten auf eine Erholung des Absatzes in Europa hin, bevor Tesla in Kürze seine weltweiten Auslieferungszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten erwarten hierbei einen Anstieg um fünf Prozent. Die Tesla-Aktie lag im US-Handel im Verlauf 1,1 Prozent im Plus.

Die jüngste Entwicklung folgt auf eine Schwächephase von Tesla in Europa. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern Marktanteile an chinesische Konkurrenten verloren. Zudem belasteten eine begrenzte Modellauswahl sowie die politische Haltung von Firmenchef Elon Musk, die bei einigen Käufern auf Ablehnung stieß, das Geschäft.

Norweger zogen Käufe vor

In Frankreich wurde die Nachfrage dem ING-Ökonomen Rico Luman zufolge von staatlichen Subventionen für Elektroautos und einer schnelleren Elektrifizierung von Firmenflotten angekurbelt. In Norwegen führte das Vorziehen von Käufen wegen einer anstehenden Kürzung von Steuervorteilen zu einer vorübergehenden Marktabkühlung. Die Zulassungszahlen für Deutschland und Großbritannien, die beiden größten Automärkte Europas, werden im Laufe der Woche erwartet.

Ende Mai hatte es für Deutschland geheißen, die Elektroauto-Skepsis vieler Autobesitzer schwinde demnach zunehmend: Im ersten Quartal war der Anteil der Autokäufer, die von einem traditionellen Motor auf ein Fahrzeug mit Batterieantrieb umgestiegen sind, nach Angaben des Versicherers HUK Coburg so hoch wie noch nie. Laut "E-Barometer" des Unternehmens lag die Quote von Anfang Januar bis Ende März bei 7,5 Prozent und damit über dem bisherigen Spitzenwert von knapp 7 Prozent aus dem Jahr 2022.

Quelle: ntv.de, als/rts

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