Dax kämpft mit 25.000er-Marke - TecDax dick im Plus
An der Frankfurter Börse ist am späten Nachmittag wieder etwas Hoffnung aufgekommen. Die USA und der Iran haben sich einem Bericht der Nachrichtenwebsite "Axios" zufolge auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe verständigt. Die US-Indizes drehten daraufhin ins Plus. Der Dax macht einen Teil seiner Verluste wett, nachdem er zuvor bis auf 24.973 Punkte abgesackt war. Aber die Anleger trauten der Sache nicht ganz: Der deutsche Leitindex ging am Ende 0,3 Prozent leichter mit 25.092 Zählern aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,3 Prozent tiefer bei 6050 Stellen.
Im Fokus der Börsen stand zudem das Thema Inflation und Zinsen: So hat die Bank of Korea ihre Leitzinsen zwar unverändert gelassen, dürfte sie aber spätestens im Juli erhöhen. Dazu kamen gleich drei Warnungen von der US-Notenbank Fed: So sagte Neel Kashkari, der Arbeitsmarkt sei in guter Form, daher sei Inflationsbekämpfung nun das Wichtigste. Austan Goolsbee warnte vor Stagflations-Risiken durch steigende Energiepreise, und Lisa Cook ist für Zinserhöhungen, falls sich nicht schnell disinflationäre Effekte zeigen.
Der TecDax konnte sich den Konsolidierungstendenzen im Dax entziehen und gewann 1,4 Prozent. Haupttreiber waren die im Index enthaltenen Chipwerte beziehungsweise Anlagenbauer, die von der KI-Euphorie direkt oder indirekt profitieren. Infineon gewannen 4,4 Prozent, Suss Microtec 2,8 Prozent und Aixtron 3,5 Prozent.
Bafin prüft Insiderverdacht in der Rüstungsindustrie
Die Finanzaufsicht Bafin hat seit Beginn der sogenannten Zeitenwende zahlreiche Verdachtsfälle auf möglichen Insiderhandel in der Rüstungsindustrie geprüft. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Fraktion hervor, die dem Wirtschaftsmagazin "Capital" vorliegt. Demnach leitete die Behörde seit Anfang 2022 insgesamt 48 konkrete Überprüfungen im Zusammenhang mit Aktien von Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen ein. In einem Fall sei Strafanzeige wegen des Verdachts auf Insiderhandel gestellt worden, heißt es in der Antwort. In den anderen Fällen seien keine Anhaltspunkte für verbotene Geschäfte festgestellt worden.
Um welches Unternehmen es bei der Strafanzeige geht, ließ das Bundesfinanzministerium offen. Auf Anfrage von "Capital" teilte die Bafin mit, sie dürfe sich zu einzelnen Fällen nicht äußern. Die Rüstungsbranche profitiert seit dem russischen Angriff auf die Ukraine von dem Aufrüstungsprogramm des Bundes. Zu den größten Profiteuren zählt Rheinmetall. Auch Unternehmen wie Hensoldt und Renk verzeichneten starke Kursanstiege.
SpaceX-IPO entfacht Wirbel - "Anleger sind gespalten"
Reifenhersteller schwingt die Jobaxt
Der französische Reifenhersteller Michelin will in Frankreich in den nächsten drei Jahren bis zu 1500 Stellen streichen. Die Arbeitsplätze würden nicht über Kündigungen abgebaut, sondern über freiwilliges Ausscheiden, sagte der Personalverantwortliche des Konzerns für Frankreich und Südeuropa, Olivier Faure-Vauris. Zwei Drittel der Stellen sollen im Dienstleistungsbereich entfallen, ein Drittel in der Industrie. Insgesamt handelt es sich um neun Prozent der insgesamt 17.000 Michelin-Beschäftigten in Frankreich. Der Konzern verweist in einer Stellungnahme auf hohe Produktionskosten in Frankreich, vor allem für Arbeit und Energie, sowie eine Steuerbelastung, "die zu den höchsten unter den Industrieländern zählt".
Bereits 2024 hatte Michelin 1200 Stellen gestrichen und zwei Produktionsstätten geschlossen. Michelin-Chef Florent Ménégaux hatte vor einem Ausschuss der Nationalversammlung im vergangenen Jahr gesagt, die industriellen Aktivitäten in Frankreich seien "defizitär".
Wall Street schwächelt
Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und der anhaltende Iran-Krieg machen die US-Aktienanleger vorsichtig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 50.542 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 7518 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,1 Prozent tiefer bei 26.639 Punkten.
Zu den Verlierern am Aktienmarkt zählten Aktien von Fluggesellschaften wie United und Delta, die bis zu 1,7 Prozent nachgaben. Aktien des PC-Herstellers HP verloren 1,2 Prozent. Der Konzern warnte, dass steigende Speicherkosten die Margen belasten würden. Hintergrund sind Engpässe bei Speicherchips, da der Ausbau von KI-Rechenzentren die Kapazitäten aufzehrt und die Preise in die Höhe treibt.
Dax vor dem Durchbruch?
Trotz des Iran-Krieges hält der Dax Kurs auf sein Allzeithoch. Wie belastbar der Markt wirklich ist und welche Szenarien Anleger jetzt im Blick haben sollten, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Nicolas Saurenz von Feingold Research.
Milliardär mischt Las Vegas auf
Megadeal in Las Vegas: Der US-Milliardär Tilman Fertitta kauft den legendären Kasino-Betreiber Caesars Entertainment und nimmt ihn von der Börse. Für die Übernahme legt Fertittas Firma insgesamt 17,6 Milliarden Dollar auf den Tisch, inklusive Schulden in Höhe von 11,9 Milliarden, wie Caesars mitteilte. Die Aktionäre dürfen sich über ein großzügiges Angebot freuen: Mit 31 Dollar pro Aktie bietet Fertitta einen Aufschlag von fast 50 Prozent auf den Kurs, bevor erste Gerüchte über den Deal die Runde machten.
Mit dem Kauf schmiedet Fertitta, dem bereits die Golden-Nugget-Kasinos und das Basketball-Team Houston Rockets gehören, ein gewaltiges Freizeit-Imperium. Zu seinem Reich zählen neben Restaurants wie dem Rainforest Cafe und Bubba Gump Shrimp mehr als 600 weitere Betriebe. Zusammen mit den über 50 Kasinos von Caesars entsteht ein neuer Gigant in der US-Unterhaltungsbranche, zu dem dann auch das berühmte Caesars Palace Hotel gehören wird, in dem Stars wie Frank Sinatra, Elvis Presley, Dean Martin, Elton John, Cher oder Adele auf der Bühne standen. Das bisherige Management von Caesars soll an Bord bleiben und die Geschäfte weiterführen.
Krieg mit Iran treibt US-Inflation auf Drei-Jahres-Hoch
Die Inflation in den USA hat sich im April wegen des Kriegs mit dem Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed maßgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Dies ist der stärkste Anstieg seit Mai 2023. Dieser Wert entsprach den Erwartungen von Ökonomen. Die Daten stützen die Einschätzung von Experten, dass die Fed ihren Leitzins bis weit ins nächste Jahr hinein unverändert lassen könnte. Die sogenannte Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, zog im April auf 3,3 Prozent an, von 3,2 Prozent im März.
"In den USA hat sich der Inflationsdruck nochmals verstärkt. Der von der Fed angestrebte 2-Prozent-Zielwert rückt damit in noch weitere Ferne", sagte Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe. "Eine Rückkehr zu einem preisstabileren Umfeld steht erst für das Frühjahr 2027 in Aussicht. Angesichts des getrübten Inflationsausblicks verschiebt sich eine Leitzinssenkung der Fed in immer weitere Ferne. Trumps Erwartung auf ein deutlich tieferes Leitzinsniveau wird sich dieses Jahr wohl nicht mehr erfüllen."
Chinesischer Autobauer schreibt rote Zahlen
Li Auto ist im Quartal in die Verlustzone gerutscht. Der chinesische Autobauer verkaufte ältere Hybridmodelle mit Rabatten und verstärkte zugleich seinen Vorstoß in den umkämpften Markt für batterieelektrische Fahrzeuge. Das an der Nasdaq notierte Unternehmen hat mit einer nachlassenden Nachfrage nach den Plug-in-Hybridfahrzeugen zu kämpfen, auf die es sich spezialisiert hat. Es hat versucht, auf batterieelektrische Fahrzeuge umzuschwenken, steht aber vor einem harten Kampf, seinen Platz in einer von Preiskämpfen geprägten Branche zu finden.
Der Nettoverlust von Li Auto belief sich im ersten Quartal auf 2,29 Milliarden Yuan, was 337,8 Millionen US-Dollar entspricht, verglichen mit einem Nettogewinn von 650,3 Millionen Yuan im Vorjahr. Analysten hatten laut einer Konsenserwartung von Visible Alpha mit einem Verlust von 2,4 Milliarden Yuan gerechnet. Der Umsatz sank um elf Prozent auf 22,98 Milliarden Yuan und lag damit unter der Markterwartung von 23,25 Milliarden Yuan.
US-Techaktie stürzt ab
Die Aktie von Photronics sind eingebrochen, nachdem das Unternehmen Ergebnisse für das zweite Quartal und einen Ausblick für das dritte Quartal vorgelegt hat, die unter den Schätzungen der Wall Street lagen. Die Aktien gaben im vorbörslichen Handel um 26 Prozent auf 39,80 Dollar nach. Am Mittwoch hatte die Aktie mit einem Minus von 1,7 Prozent bei 53,51 Dollar geschlossen, was seit Jahresbeginn einem Plus von 67 Prozent entspricht.
Das Technologieunternehmen wies für das zweite Quartal einen Gewinn von 31,4 Millionen Dollar oder 54 Cent je Aktie aus, verglichen mit 8,9 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 42 Cent je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 53 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz sank leicht von 211 Millionen auf 209,9 Millionen Dollar. Analysten hatten 216,5 Millionen Dollar erwartet.
"Über Delivery Hero ist Übernahmeschlacht entbrannt"
Der Fahrtdienstvermittler Uber, der inzwischen einen guten Teil seiner Gewinne über Essenslieferungen generiert, kauft beim Konkurrenten Delivery Hero zu - ein Vorgeschmack auf eine baldige Übernahme? ntv-Börsenreporter Friedhelm Tilgen blickt auf die Situation.
Milliardenklage wegen Ewigkeitschemikalien belastet 3M
Eine Milliardenklage wegen sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) setzt die Aktien des US-Mischkonzerns 3M unter Druck. Die Titel geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund 2,5 Prozent nach. Die australische Regierung fordert mehr als zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen der Kontamination durch PFAS-haltigen Löschschaum auf Militärstützpunkten. Sie wirft 3M vor, garantiert zu haben, dass die Substanz sicher zu entsorgen, biologisch abbaubar und ungiftig sei.
Der Konzern habe jedoch eigene Testergebnisse zurückgehalten, die "erhebliche schädliche Umweltauswirkungen" belegten, sagte Justizministerin Michelle Rowland. 3M teilte mit, sich vor Gericht gegen die Ansprüche verteidigen zu wollen. Bei PFAS handelt es sich um eine Gruppe von Stoffen, die in der Umwelt nicht natürlich abbaubar sind. 3M sieht sich mit Tausenden von Klagen wegen der Chemikalien konfrontiert.
Positive Analystenkommentare befeuern Infineon-Aktie
Positive Analystenkommentare geben den Aktien von Infineon Rückenwind. Die Titel des Chipherstellers verteuern sich um rund 2,3 Prozent auf 78,49 Euro. Die Deutsche Bank schraubte ihr Kursziel auf 90 von 70 Euro nach oben, Morgan Stanley auf 91 von 63 Euro.
Die Deutsche-Bank-Experten verwiesen auf ein Treffen mit dem Infineon-Management am Mittwoch. Dabei habe das Unternehmen positive Aussichten für das Wachstum im Autogeschäft und eine starke Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) hervorgehoben. Das höhere Kursziel begründete die Bank zudem mit der starken Positionierung im KI-Geschäft, erheblichem Potenzial für Margensteigerungen und weiteren Marktanteilsgewinnen.
Neues vom Geldmarkt
Kaum verändert präsentiert sich der europäische Geldmarkt. Ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA lässt weiter auf sich warten. Ganz im Gegenteil, militärische Scharmützel zwischen beiden Ländern am zweiten Tag in Folge stellen den Waffenstillstand auf eine harte Probe. Der Ölpreis zeigt sich zuletzt volatil, genauso wie die Renditen an den Anleihemärkten. An den Zinserwartungen hat sich wenig geändert. Bis Jahresende werden für den Euroraum laut der Deutschen Bank Zinssenkungen von 58 Basispunkten (Bp) eingepreist, ein Minus von zwei Bp zum Vortag. Für den Dollarraum wird eine Zinssenkung bis Jahresende nun mit 62 Prozent nach 66 Prozent eingepreist.
Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,88 - 2,13 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,25 (2,12 - 2,42), 3-Monats-Geld: 2,10 - 2,40 (2,17 - 2,42), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,48 - 2,64), 12-Monats-Geld: 2,58 - 2,71 (2,56 - 2,67), Euribors: 27.05. 26.05. 3 Monate: 2,2290 2,1900, 6 Monate: 2,4920 2,4460, 12 Monate: 2,7420 2,7220
Analysten: Ferrari geht hohes Risiko ein - Aktie steigt
Ferraris Elektroauto ist noch immer Thema am Markt. Der Luce stelle ein enormes Wagnis dar, um das Portfolio zu erweitern und Käufer aus einem zunehmend technikaffinen, vermögenden Kundenkreis zu gewinnen, wobei der Ruf einer 80 Jahre alten Marke auf dem Spiel stehe, schreiben Analysten von Berenberg in einer Research Note.
Das Design sei eine eklatante Abkehr vom Erbe des italienischen Autobauers, und während die ersten Kundenreaktionen auf Bilder des Wagens teils schockiert und mit scharfer Kritik ausfielen, habe sich die Stimmung gedreht, nachdem das Auto und insbesondere sein Innenraum persönlich in Augenschein genommen worden seien. "Einige Kunden könnten sich schwertun, den Luce als echten Ferrari anzusehen, und die Gegenreaktionen in den sozialen Medien werden wahrscheinlich anhalten, aber das dürfte für die Investmentthese keine Rolle spielen." Berenberg rechnet mit 25 Luce-Auslieferungen im vierten Quartal und 1000 im Jahr 2027. Die Ferrari-Aktie steigt um 1,7 Prozent.
Wie lange trägt die Rally noch?
Die KI-Rally geht weiter - wenn auch ihr Tempo etwas abgenommen hat. Was jetzt für Anleger wichtig wird, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Rüstungswerte schießen hoch
Nach der erneuten Eskalation im Iran-Krieg sind Rüstungswerte gefragt. Im Dax stehen Rheinmetall mit einem Plus von 3,6 Prozent an der Spitze des Leitindex - der Konzern vermeldete einen Auftrag der Bundeswehr im Volumen von knapp über einer Milliarde Euro brutto. Im MDax rücken TKMS, Renk und Hensoldt zwischen 6,7 und drei Prozent vor. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 1,4 Prozent zu. Die USA haben trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarde der Islamischen Republik reagierte mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region.
Dax verliert leicht - Öl teurer
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich überwiegend im roten Bereich bewegt. Der deutsche Leitindex verlor am Mittag 0,2 Prozent auf 25.128 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 6059 Stellen ab. Der Euro lag 0,1 Prozent schwächer bei 1,1612 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je rund ein Prozent.
MediaMarktSaturn und die Chinesen: Brüssel schaut genauer hin
Die Europäische Kommission prüft die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com genauer. "Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren könnten", teilte die Brüsseler Behörde mit.
Die Kommission habe Bedenken, dass Gelder an JD.com, die möglicherweise dem chinesischen Staat zuzurechnen seien, den Übernahmeprozess verzerrt haben könnten, indem sie JD.com ein höheres Angebot ermöglichten. Dabei gehe es um Vorzugsfinanzierungen, steuerliche Anreize und Zuschüsse.
Geschäftsklima im Euroraum steigt im Mai überraschend
Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im Mai trotz des anhaltenden Iran-Krieges aufgehellt. Das Barometer stieg auf 93,5 Punkte, von revidiert 93,2 Zählern im April, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 92,8 Punkte gerechnet. Allerdings liegt das Barometer nach wie vor deutlich unter seinem langjährigen Schnitt von 100.
In der Industrie trübte sich die Stimmung im Mai etwas ein. Hauptgrund dafür: Die befragten Manager stuften ihre Produktionserwartungen herab. Bei den Dienstleistern zeigte das Barometer nach dem Einbruch im April wieder nach oben. Auch die Verbraucher zeigten sich zuversichtlicher, ihre Inflationserwartungen fielen geringer aus als im April.
Dollar steigt mit Blick auf Iran
Der Dollar notiert weiterhin auf hohem Niveau, nachdem er über Nacht ein Siebenwochenhoch erreicht hat, da die Ölpreise steigen und Anleger aufgrund der erneuerten Spannungen im Iran-Krieg sichere Häfen suchen. Die US-Streitkräfte haben am Mittwoch neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gestartet hatte. Präsident Trump wies zudem einen Bericht der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur zurück, demzufolge der Iran einen inoffiziellen Entwurf eines Abkommens zur Wiederherstellung der Schifffahrt durch die Meeresenge erhalten habe. Der DXY-Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent auf 99,359, nachdem er über Nacht bis auf 99,544 gestiegen war.
"Trump will Iran-Experiment beenden"
Der Iran-Krieg und die hohen Ölpreise halten die Wirtschaft in Atem. An der Börse ist davon eher wenig zu spüren. Die Anleger würden sehen, dass Washington kein Interesse an einer Ausweitung des Krieges habe, sagt der Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, Robert Halver.
Bitcoin fällt
Bitcoin fällt auf ein Sechs-Wochen-Tief, da neue Militärschläge zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft dämpfen. US-Streitkräfte haben am Mittwoch neue Angriffe gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gestartet hatte. US-Präsident Donald Trump sagte, er werde sich nicht zu einem Friedensabkommen drängen lassen, und wies einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens über eine Vereinbarung zur Wiederherstellung der Schifffahrt durch die Meerenge zurück. Bitcoin fällt um 1,6 Prozent auf bis zu 73.160 US-Dollar, wie Daten von LSEG zeigen.
Klage in den USA drückt Bayer-Aktie runter
Zu den größten Verlierern im Dax zählte in den ersten Minuten die Bayer-Aktie mit einem Abschlag von zwei Prozent. Gegen den Agrar- und Pharmakonzern ist in den USA eine Klage wegen illegaler und wettbewerbswidriger Praktiken erhoben worden. Bayer wies die Vorwürfe bereits zurück.
US-Anleiherenditen steigen
Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, da die Ölpreise angesichts neuer Angriffe in der Straße von Hormus zugelegt haben. Laut US-Vertretern haben die US-Streitkräfte am Mittwoch neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran Drohnen auf Handelsschiffe in der Meerenge gestartet hatte. Dies geschah trotz der fortgesetzten Bemühungen Washingtons und Teherans, eine diplomatische Lösung für den Konflikt zu finden und einen brüchigen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. Die Renditen von Staatsanleihen steigen über alle Laufzeiten hinweg.
Stimmung in Chemiebranche trübt sich ein
Materialmangel, steigende Preise, trübe Exportaussichten: Die ohnehin schlechte Stimmung in den Chefetagen der deutschen Chemieindustrie hat sich im Mai weiter eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank auf minus 30,2 Punkte, von minus 28,6 Zählern im April, wie das Ifo-Institut mitteilte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage besser bewerteten als im Vormonat, brachen die Erwartungen weiter ein. "Die Unternehmen schätzen die aktuelle Belebung im laufenden Geschäft als vorübergehend ein", sagt Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Die im April begonnene Sonderkonjunktur setzte sich demnach fort: Teile der Branche profitieren von einer höheren Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen infolge der gestörten globalen Lieferketten, die durch den seit Ende Februar währenden Krieg im Nahen Osten ausgelöst wurde. "Die vorübergehende Sonderkonjunktur verschafft der Branche zwar kurzfristig Luft, die strukturellen Kernprobleme bleiben jedoch ungelöst", so Wolf.
Dax muss um die 25.000 bangen
Der Dax startet mit Abschlägen in das heutige Geschäft. Der Grund dafür liegt in weiteren US-Militärschlägen im Iran, die den Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Konflikts einen Dämpfer versetzt haben. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.130 Punkten. Gestern hatte er mit 25.178 Zählern, am Dienstag mit 25.185 Punkten geschlossen. Zum Wochenstart hatte er noch 2,0 Prozent in Richtung 25.400 zugelegt.
Bei Biopharma könnte etwas gehen …
Mit leicht steigenden Kursen beim Biopharmeunternehmen Formycon rechnen Händler im Handelsverlauf. "Die Zahlen sind unspektakulär bis ordentlich", sagt ein Händler: "Da die Aktien aber im Vorfeld ohne jede Spekulation nur seitwärts gelaufen sind, könnte sich der Markt auf die positiven Aspekte konzentrieren". So habe die Umsatzprognose im erwarteten Rahmen gelegen, die Gewinnprognose sei jedoch etwas höher ausgefallen.
Militärschläge auf Iran wirken am Ölmarkt
Die Ölpreise legen kräftig zu. Am Markt wird auf die neuen Angriffe in der Golfregion und eine weitere Sanktionsrunde der USA gegen den Iran verwiesen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli steigt um mehr als 3,58 Prozent auf 97,67 US-Dollar. Damit blieb die Notierung aber weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise noch um mehr als fünf Prozent gefallen.
Die USA und der Iran haben sich in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitige Angriffe geliefert. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten", hieß es von der US-Regierung. Zudem setzte das US-Finanzministerium auf seine Sanktionsliste eine iranische Behörde, die für die Gebührenerhebung für die Durchfahrt der Straße von Hormus verantwortlich ist. Der Plan, eine Gebühr für das Passieren der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das US-Finanzministerium.
Trump beendet KI-Rekordrally
Mit teils deutlichen Abgaben zeigen sich die asiatischen Börsen. Neuerliche Angriffe der USA auf den Iran dämpfen die jüngsten Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern. Das US-Militär hat nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden. US-Präsident Trump sagte überdies, der Iran verkalkuliere sich, wenn er glaube, er werde seine Position aufweichen, um eine längere Pattsituation mit Teheran zu vermeiden.
Besonders kräftig fällt das Minus in Seoul aus, wo der Kospi um 4,6 Prozent zurückfällt. Der Index war zuletzt von einem Allzeithoch zum nächsten gestiegen. Teilnehmer sprechen von einer Pause der jüngsten KI-Rally. Zudem bauten die Anleger mit den neuen Entwicklungen im Iran-Krieg Risikopositionen ab, heißt es weiter. Keinen positiven Einfluss haben die Quartalszahlen von Marvell Technology. Der Chip-Hersteller hat die Umsatzerwartungen für das erste Quartal leicht übertroffen und einen überzeugenden Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. In Seoul verlieren die Aktien der Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix 5,2 und 2,5 Prozent.
In Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 2,3 Prozent nach unten, der Shanghai Composite reduziert sich lediglich um 0,1 Prozent. In Tokio fällt der Nikkei um 1,7 Prozent und der S&P/ASX 200 in Sydney verzeichnet einen Abschlag von 1,8 Prozent. Auch in Tokio stehen Technologiewerte unter Druck. Hier verliert die Softbank-Aktie 5,0 Prozent.
Inflations- und Zinssorgen drängen in den Blick
Die Börsen in Europa dürften leichter eröffnen. Nach neuerlichen Angriffen der USA auf den Iran rutschen die Märkte in Asien wieder ab. Auch die Dax-Terminkontrakte fallen über 200 Punkte, zeigen allerdings mit geringen Umsätzen, dass keine Panik dahintersteht. Der Brent-Ölpreis steigt um 4 Prozent auf knapp 98 Dollar. Dazu stehen Inflations- und Zinssorgen im Blick: In Korea wurde die Wachstumsprognose des Landes drastisch erhöht, die Zinsen aber noch unverändert gelassen. Marktteilnehmer rechnen daher spätestens im Juli mit einer Zinserhöhung der Bank of Korea, was auch Technologiewerte belastet.
Dazu kommen gleich drei Warnungen von der US-Notenbank: So sagte Neel Kashkari, der Arbeitsmarkt sei in guter Form, daher sei Inflationsbekämpfung nun das Wichtigste. Austan Goolsbee warnte vor Stagflations-Risiken durch steigende Energiepreise, und Lisa Cook ist für Zinserhöhungen, falls sich nicht schnell disinflationäre Effekte zeigen. Besonders im Marktfokus steht daher der PCE-Preis-Index, der am Nachmittag im Rahmen der Daten zu den persönlichen Ausgaben- und Einnahmen in den USA veröffentlicht wird. Hier wird mit einem Anstieg der Kosten um 3,8 Prozent gerechnet.
In Europa stehen nur wenige Daten an, so das Geschäftsklima in der Eurozone. Sowohl das Vertrauen in der Industrie als auch bei Verbrauchern wird im freien Fall erwartet. Dazu legt die EZB ihr Protokoll von der jüngsten Ratssitzung vom 29./30. April vor. Marktteilnehmer dürften es wieder auf Hinweise auf die künftige Zinspolitik durchforsten. In den USA wird noch auf den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und die BIP-Revision geblickt.
Uber beißt sich bei Delivery Hero fest
Uber treibt seine Ambitionen für eine Übernahme des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero verstärkt voran. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hielt Uber zum 25. Mai 24,99 Prozent der Stimmrechte, nach zuvor 19,5 Prozent. Zugleich reduzierte der Hongkonger Vermögensverwalter Aspex seinen Anteil an dem Berliner Unternehmen von 14,55 auf 7,56 Prozent. Der "Financial Times" zufolge hat sich Uber direkt und über Derivate den kompletten Aspex-Anteil unter den Nagel gerissen - für einen Preis von knapp unter 40 Euro je Aktie. Das würde Delivery Hero mit etwa zwölf Milliarden Euro bewerten. Uber habe sich fast 37 Prozent an Delivery Hero gesichert.
Ein weiterer Großaktionär von Delivery Hero ist der niederländische Technologie-Investor Prosus. Dieser hält noch 21,8 Prozent an dem Berliner Unternehmen, nachdem er im April 4,5 Prozent an Uber verkauft hatte. Damals hatte Uber mit 20 Euro je Aktie noch deutlich weniger gezahlt. Prosus muss seine Beteiligung an Delivery Hero bis August auf weniger als zehn Prozent abbauen. Das ist eine EU-Auflage, nachdem der Investor den britischen Rivalen Just Eat Takeaway übernommen hatte. Einem Medienbericht zufolge hat Prosus bei der EU offiziell eine Befreiung von weiteren Zwangsverkäufen beantragt.
Bitcoin tänzelt um wichtige Marke
Der Bitcoin gibt im frühen asiatischen Handel nach, belastet von makroökonomischem Gegenwind. Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran und die Unsicherheit bezüglich der Straße von Hormus hätten Risikoanlagen auf breiter Front unter Druck gesetzt, obwohl sich Bitcoin immer noch besser entwickelt habe als viele andere traditionelle Anlageklassen, meint Rachael Lucas, Krypto-Analystin bei BTC Markets. Sie sehe 75.800 US-Dollar als eine wichtige technische Marke für den Bitcoin, wobei die Kursentwicklung um diese Marke herum wahrscheinlich die kurzfristige Richtung bestimmen werde. Der Bitcoin notiert 1,4 Prozent tiefer bei 74.162,15 Dollar.
"SaaSpocalypse" lässt SAP-Rivalen zittern
Eine rasant wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen gibt Salesforce Rückenwind. "Es war ein herausragendes Quartal: Rekordumsätze, Rekord-Vertragsabschlüsse, Rekord-Mittelzuflüsse", sagte der Chef des SAP-Rivalen, Marc Benioff. Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer "SaaSpocalypse" neue Nahrung. Daraufhin büßten die Aktien im nachbörslichen Handel an der Wall Street rund drei Prozent ein.
Unter "SaaSpocalypse" verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware (Software-as-a-Service, SaaS) durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software für Buchhaltung oder Lagerverwaltung zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & Co programmieren lassen. Vor allem das Startup Anthropic hat in den vergangenen Monaten mit Zusatzmodulen für seine KI "Claude" wiederholt für Unruhe gesorgt. Daher haben die Aktien von Unternehmen wie Salesforce oder SAP seit Anfang 2025 bis zu 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Salesforce rechnet im laufenden Quartal mit Umsätzen zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang im Schnitt 11,36 Milliarden vorhergesagt. Finanzchefin Robin Washington zufolge wird sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 jedoch beschleunigen. Daher hebe sie das untere Ende des Zielkorridors für die Gesamtjahreserlöse leicht an. Sie rechne nun mit einer Spanne von 45,9 bis 46,2 statt 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal steigerte der US-Konzern seinen Gewinn überraschend deutlich um 50 Prozent auf 3,88 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um zwölf Prozent und lag mit 11,1 Milliarden Dollar im Rahmen der Markterwartungen. Der Auftragseingang wuchs ähnlich stark auf 33,6 Milliarden Dollar.
Asien-Anleger schauen in den Iran
Die Anleger in Asien verhalten sich zögerlich. Nachrichten über einen neuen US-Militärschlag im Iran dämpfen ihre Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Zudem sorgen die bevorstehenden US-Inflationsdaten für Unsicherheit mit Blick auf Anleihen und Zinsen. Die Angriffe verstärken die widersprüchlichen Signale zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
"Wir erwarten in den nächsten zwei Wochen entweder eine Einigung auf einen neuen Waffenstillstand oder den Zusammenbruch des derzeitigen Waffenstillstands mit einer Wiederaufnahme der aktiven Feindseligkeiten", erklärt Madison Cartwright, leitender Geoökonomie-Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia. Er beziffere die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf 70 Prozent, doch die Zukunft der Meerenge sei weiterhin ungewiss. Die Versicherung für eine Durchfahrt sei "unerschwinglich teuer" geworden. Zudem sei unklar, ob der Iran eine Mautgebühr erheben werde.
Der japanische Nikkei gibt 0,11 Prozent auf 64.928,28 Punkte nach. Am Vortag war der Index zeitweise um bis zu 2,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 66.428,81 Punkten gestiegen, bevor er unverändert schloss. Der breiter gefasste Topix-Index verliert 0,22 Prozent auf 3909,21 Zähler. Während die Aktien von Taiyo Yuden und Murata Manufacturing um 17,1 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent zulegen, geben die Papiere von Fuji Electric und Furukawa Electric um 7,1 Prozent und 5,3 Prozent nach.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Der Dollar profitiert von seiner Rolle als sicherer Hafen und gewinnt leicht. Hintergrund ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über neue US-Angriffe auf ein Militärgelände im Iran. Der Yen gibt dagegen nach.
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,54 Yen und legt leicht auf 6,7828 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,7882 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1611 Dollar und zieht leicht auf 0,9153 Franken an.
Rekord bei Umstieg auf Elektroautos
Die Elektroauto-Skepsis vieler Autobesitzer in Deutschland schwindet zunehmend: Im ersten Quartal war der Anteil der Autokäufer, die von einem traditionellen Motor auf ein Fahrzeug mit Batterieantrieb umgestiegen sind, nach Angaben des Versicherers HUK Coburg so hoch wie noch nie. Laut "E-Barometer" des Unternehmens lag die Quote von Anfang Januar bis Ende März bei 7,5 Prozent, und damit über dem bisherigen Spitzenwert von knapp 7 Prozent aus dem Jahr 2022.
Im März - also nach Beginn des Irankriegs und des damit einhergehenden Anstiegs der Benzinpreise - lag diese Quote demnach mit 8,9 Prozent noch höher. Laut einer begleitenden YouGov-Umfrage mit 4.114 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dürfte auch der neue E-Auto-Zuschuss der Bundesregierung für Mittel- und Niedrigverdiener zur wachsenden Beliebtheit von Elektroautos beitragen. Die Anträge können zwar erst seit kurzem gestellt werden, aber rückwirkend bis Anfang Januar.
Der Fokus liegt auf Präsenz
Der Dax hat dem Zwei-Prozent-Gewinn vom Wochenstart am Dienstag einen 0,8-Prozent-Abschlag folgen lassen. Im gestrigen Wochenmittegeschäft hielt sich der deutsche Börsenleitindex mit großen Ausschlägen dann zurück, schloss 0,1 Prozent schwächer mit 25.178 Punkten. Dabei hielt sich der Dax lange in der Gewinnzone, gab das Plus aber mit Öffnung der Wall Street ab. Charttechnisch interessant ist laut Marktteilnehmern die Marke von 25.150 Punkten. Hält er diese, seien weiterhin Rekordstände möglich, hieß es.
Ob heute etwas Schwung in den Handel kommt? Das dürfte fraglich sein. Lediglich ein Termin sticht heute heraus und der betrifft die Deutsche Bank. Denn: Deutschlands größtes Geldhaus lädt erstmals seit 2019 wieder zur Hauptversammlung in Präsenz ein. Zuletzt hatte das Frankfurter Institut mit einem Rekordgewinn im ersten Quartal die Markterwartungen übertroffen. Bei dem Aktionärstreffen dürften neben der operativen Entwicklung die geplanten steigenden Ausschüttungen sowie das laufende Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro im Mittelpunkt stehen. Überschattet wird die Veranstaltung von einem Tarifkonflikt: Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 9000 Beschäftigten der Tochter Postbank zu Warnstreiks aufgerufen und plant eine Protestaktion auf dem Frankfurter Messegelände. Verdi fordert für die Beschäftigten unter anderem acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro im Monat.
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