DAX befindet sich weiter auf unsicherem Terrain
Der DAX hat am Tag nach seinem tiefsten Stand seit März keinen erneuten Fall unter die 15.000-Punkte-Marke verzeichnet. Der deutsche Leitindex wechselte mehrmals vom roten in den grünen Bereich und umgekehrt. Insgesamt war seine Handelsspanne eng bemessen. Die Situation auf dem Frankfurter Parkett blieb weiter fragil.
Der DAX schloss 0,2 Prozent leichter bei 15.070 Punkten, er bewegte sich zwischen 15.052 und 15.158 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte kaum verändert bei 4098 Stellen. In den Mittelpunkt rückt nun der am Freitag erwartete offizielle US-Arbeitsmarktbericht.
Auf Unternehmensseite hat sich die Nachrichtenlage belebt. Auffällig war der schwere Verlust von 11,5 Prozent bei Puma, in deren Fahrwasser es für Adidas um 3,7 Prozent nach unten ging. Es gab Analystenkommentare, die sich etwas vorsichtiger für das dritte Quartal von Puma positionierten. An der Börse wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen im Hinblick auf den Konsens Redebedarf mit den Analysten hatte.
SMA Solar haussierten um 7,4 Prozent, nachdem der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen seinen Gewinnausblick deutlich angehoben hat. Nach der Anhebung der Unternehmensprognose von SMA Solar erhöhte Oddo BHF die Einstufung auf Outperform.
An den Finanzmärkten "kann es ruhig noch etwas holpern"
Volvo startet Suchdienst für E-Ladestationen
Der schwedische LKW-Hersteller Volvo führt einen neuen Dienst ein, mit dem Spediteure E-Ladestationen finden und nutzen können. Der neue Service stehe allen LKW-Marken offen und zeige alle Ladestationen an, die für schwere Nutzfahrzeuge geeignet seien, teilte der Konzern mit. Bald soll dann auch die Buchung von Ladezeiten möglich sein.
Die Dienstleistung werde zunächst in Schweden eingeführt und dann in Europa und weltweit. In den Jahren 2023 und 2024 soll in Schweden ein landesweites Netz von rund 130 öffentlichen Schnellladestationen für schwere Elektro-LKW eröffnet werden.
DAX zeitweilig unter 15.000 - Schlechtes Omen für das Schlussquartal?
Die jüngsten Rücksetzer beim DAX lassen manchen Anleger vielleicht an einer Jahresendrally zweifeln. Wie hat sich das letzte Quartal des Jahres eigentlich in der Vergangenheit entwickelt? Und wie lässt sich mit Bonuszertifikaten ein Puffer einbauen, der auch dann noch eine Rendite ermöglicht, wenn der Dax nicht zu stark fällt? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Julius Weiß von der HSBC.
Blackberry plant Aufspaltung
Das kanadische Softwareunternehmen Blackberry will die Geschäftsbereiche IoT (Internet of Things) und Cybersicherheit voneinander trennen. Für das IoT-Geschäft sei später ein Börsengang geplant, teilt das Unternehmen mit. Blackberry hatte im Mai angekündigt, strategische Alternativen wie eine mögliche Abspaltung eines Geschäftsbereichs zu prüfen. Das 1984 gegründete Unternehmen stellt Software für Autos und Cybersicherheit her. Bekannt wurde es durch seine Business-Smartphones, die in den frühen 2000er Jahren von Führungskräften, Politikern und zahlreichen Fans genutzt wurden. Vergangenes Jahr wurde das Smartphone-Geschäft eingestellt. Seitdem versucht Blackberry, seine alten Patente im Zusammenhang mit seinen mobilen Geräten zu verkaufen.
Wall Street nach US-Jobdaten mit Abschlägen
Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten machen die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung 0,1 Prozent schwächer bei 33.099 beziehungsweise 4259 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor genauso viel auf 13.228 Stellen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist zuletzt kaum gestiegen. Dies schürte Sorgen um die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed.
Im Fokus bei den Einzelwerten standen die Aktien der E-Autobauer. So brachen Rivian nach einer enttäuschenden Prognose um rund 15 Prozent ein. Die US-notierten Titel des vietnamesischen Rivalen VinFast kletterten dagegen nach überraschend starken Quartalszahlen um gut fünf Prozent.
Metro Bank in Schieflage - Aktienkurs bricht ein
Nachdem zunächst Medien über einen Kapitalbedarf der britischen Metro Bank berichtet haben, bestätigte das Geldinstitut, dass es Optionen für eine Kapitalaufstockung prüfe. Es gebe jedoch noch keine Entscheidung darüber, welche gewählt werde. Seit Februar hat das Unternehmen zwei Drittel seiner Marktkapitalisierung verloren. Inzwischen ist die Bank, die zur Jahresmitte 15,5 Milliarden Pfund Kundeneinlagen in den Büchern hatte, nur noch 87 Millionen Pfund wert.
Da die Probleme der Bank hausgemacht sind, erwarten die Analysten von Shore Capital kein Übergreifen auf die Wettbewerber. Die Bank hätte genügend Zeit und Ressourcen gehabt, zu gesunden. Sie fügen hinzu, dass Investoren und Anleihegläubiger besser bedient wären, wenn sie anderswo investieren würden. Die Aktie brach um 27 Prozent auf 36,50 Pence ein.
USA verringern Handelsdefizit deutlich
Die US-Exporteure haben im August der schwachen Weltkonjunktur getrotzt. Ihre Ausfuhren wuchsen um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf gut 256 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Im Juli hatte es bereits ein Plus von 1,7 Prozent gegeben. Dagegen schrumpften die Importe, und zwar um 0,7 Prozent auf gut 314 Milliarden Dollar.
Daraus ergibt sich ein Handelsdefizit von mehr als 58 Milliarden Dollar, weil die Vereinigten Staaten weit mehr importieren als exportieren. Im Juli war es allerdings mit fast 65 Milliarden Dollar noch deutlich größer ausgefallen.
Gespräche mit Investor für Ford-Werk in Saarlouis gescheitert
Die Hoffnungen auf eine Perspektive für das von Schließung bedrohte Ford-Werk in Saarlouis sind vorerst gescheitert. Die Gespräche mit einem Investor für den Standort im Saarland hätten sich zerschlagen, bestätigte der US-Autobauer. Nach einer eingehenden Machbarkeits-Prüfung und intensiven Verhandlungen, an denen auch die saarländische Landesregierung beteiligt gewesen sei, habe der Investor nun entschieden, die Verhandlungen nicht fortzusetzen.
Ford werde nun einen alternativen Plan verfolgen, hieß es weiter. Deutschlandchef Martin Sander sagte dem "Handelsblatt": "Ich weiß, das ist enttäuschend für die Belegschaft und für uns alle." Ford bekräftigte, 1000 Arbeitsplätze an dem Standort zu erhalten beziehungsweise schaffen zu wollen. Diese könnten auch als Basis für ein künftiges Technologiezentrum in Saarlouis dienen. Medienberichten zufolge soll der chinesische Autobauer BYD unter den Interessenten gewesen sein.
Verivox: Gaspreise deutlich niedriger als im Vorjahr - Niveau aber weiter hoch
Die Heizperiode beginnt in diesem Herbst auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau als noch vor einem Jahr. Die Kosten für Erdgas fielen im Jahresvergleich um durchschnittlich 43 Prozent, die Heizölpreise um rund ein Viertel, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt. Eine Kilowattstunde (kWh) Gas kostete demnach vor einem Jahr im bundesweiten Durchschnitt 20,54 Cent, zuletzt waren es 11,73 Cent.
Der Großhandelspreis für Erdgas an der niederländischen Börse TTF sank den Angaben zufolge von oftmals über 100 Euro pro Megawattstunde im zweiten Halbjahr 2022 auf aktuell 40 Euro. Das langjährige Mittel von vor Beginn der Gaskrise 2021 liege mit Preisen zwischen zehn und 25 Euro pro Megawattstunde aber noch deutlich darunter.
Puma-Aktienkurs rauscht in die Tiefe
Spekulationen über ein schwaches drittes Quartal haben die Aktie des Sportartikelkonzerns Puma einbrechen lassen. Das Papier rutschte prozentual zweistellig ab, zuletzt stand es noch mit 10,9 Prozent im Minus. Am kommenden Montag beginnt eine Phase, in der der MDAX-Konzern im Vorfeld des Quartalsberichts Ende Oktober seine Finanzkommunikation mit Marktteilnehmern einstellt. Börsianer sorgen sich nun, dass Puma in den letzten Analystenrunden die Erwartungen dämpft.
Die Adidas-Aktie geriet in den Sog. Sie lag mit einem Abschlag von 4,1 Prozent am DAX-Ende.
Konjunkturskepsis am Ölmarkt - Preise fallen stark
Mit den Ölpreisen ist es kräftig nach unten gegangen. Nach teils deutlichen Abschlägen in den vergangenen Tagen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember am Nachmittag 85,10 Dollar. Das waren 1,0 Prozent weniger als am Mittwochabend. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fiel um 1,3 Prozent auf 83,28 Dollar.
Am Rohölmarkt scheint die Konjunkturskepsis die Oberhand zu gewinnen. Von den kräftigen Preiszuwächsen, die das Bild bis Ende September geprägt haben, ist derzeit wenig zu sehen. Vielmehr waren die Erdölpreise zuletzt auf den tiefsten Stand seit etwa einem Monat gefallen.
Wall Street funkt rote Signale
Nach der Erholungsbewegung am Vortag dürfte die Wall Street mit leichten Abgaben in den Handel starten. Der Future auf den S&P 500 gibt vorbörslich um 0,4 Prozent nach. Im Blick der Anleger stehen weiter die Entwicklungen am Anleihemarkt und Konjunkturdaten. Der Fokus der Anleger richtet sich nun vor allem auf den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht für September.
Konjunkturseitig stehen noch vor Handelsbeginn die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA an sowie die US-Handelsbilanz für August. Zudem stehen Reden von Mitgliedern der US-Notenbank im Tagesverlauf an.
Vermögens-Ranking: BMW-Erben verdrängen Lidl-Gründer von der Spitze
Die BMW-Erben Susanne Klatten und Stefan Quandt führen wieder die Liste der reichsten Deutschen an. Das "Manager Magazin" schätzt das Vermögen der Großaktionäre des Münchener Autokonzerns in seiner aktuellen Liste der 500 reichsten Menschen des Landes auf 40,5 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr waren die Geschwister von Lidl-Gründer Dieter Schwarz an der Spitze abgelöst worden und nur auf Platz drei gelandet.
Schwarz kommt im Ranking nun mit 39,5 Milliarden Euro auf Platz zwei, vor der Familie Merck, die über 32 Milliarden Euro verfügt und den gleichnamigen Pharma- und Chemiekonzern kontrolliert. Abgefallen auf Platz vier ist hingegen die Familie Reimann, die Anteile an mehreren Konsumgüterherstellern hält und 2022 noch auf Platz zwei und 2020 sogar auf Platz eins lag. Der Vermögenszuwachs von Klatten und Quandt resultiert laut "Manager Magazin" aus der gestiegenen Börsenbewertung von BMW.
Renks IPO-Absage erntet "überraschte Reaktionen"
Der Panzer-Getriebehersteller Renk zieht seinen geplanten Börsengang zurück und überrascht mit der Entscheidung viele Anleger. ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer berichtet über die Reaktionen auf dem Parkett und die generelle Stimmung mit Blick auf den DAX.
Neues vom Geldmarkt
Die Sätze am europäischen Geldmarkt haben sich in einem impulsarmen Handel wenig verändert präsentiert. Einmal mehr haben im Laufe des Tages EZB- und Fed-Vertreter Auftritte und dabei die Chance, sich zum jüngsten starken Renditeanstieg zu äußern. Das Spektrum dürfte einmal mehr weit gefächert sein, je nachdem, welchem Lager die Redenden angehören.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,90 - 4,10 (3,80 - 4,15), Wochengeld: 3,90 - 4,10 (3,83 - 4,18), 1-Monats-Geld: 3,90 - 4,10 (3,84 - 4,26), 3-Monats-Geld: 3,90 - 4,15 (3,85 - 4,25), 6-Monats-Geld: 4,05 - 4,30 (3,95 - 4,35), 12-Monats-Geld: 4,10 - 4,35 (4,01 - 4,41), Euribors: 3 Monate: 3,9720 (3,9620), 6 Monate: 4,1250 (4,1300), 12 Monate: 4,2120 (4,2120)
Gerresheimer-Aktie schmiert erst ab, grenzt Verlust dann aber ein
Trotz eines Wachstumssprungs ist es für Gerresheimer bergab gegangen. Die Aktie des für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierenden Verpackungsherstellers verlor bis zu 8,2 Prozent auf ein Fünf-Monats-Tief von 92,15 Euro und war damit zeitweilig schwächster Wert im MDAX. Momentan notiert das Papier 1,5 Prozent leichter bei 98,90 Euro. Einem Händler zufolge blieb der Umsatz im dritten Quartal hinter den Markterwartungen zurück.
DAX und EUROSTOXX kaum verändert
Wasserstandsmeldung von der Frankfurter Börse: Der DAX hat am Mittag nach mehrmaligem Auf und Ab kaum verändert notiert, der deutsche Leitindex wies 15.094 Punkte auf. Auch der EUROSTOXX50 stagnierte bei 4099 Stellen.
Ex-Wirecard-Kontrollchef verlor Hunderttausende Euro
Der frühere Wirecard-Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann hat im Zuge der Pleite des Skandalkonzerns Wertpapierverluste in Höhe von 616.000 Euro erlitten. Diese Zahl nannte Eichelmanns Rechtsbeistand im Münchner Wirecard-Prozess bei der Zeugenvernehmung des Managers.
Danach gefragt hatte Alfred Dierlamm, der Verteidiger des wegen Milliardenbetrugsverdachts angeklagten ehemaligen Vorstandschefs Markus Braun. Zunächst wollte Eichelmann nicht antworten: "Dazu mache ich keine Angabe." Nach anschließendem Wortgefecht erklärte der Vorsitzende Richter Markus Födisch die Frage für zulässig. Eichelmann selbst betonte, dass er während seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat keine Geschäfte mit Wirecard-Papieren gemacht und nach dem Ende seiner Tätigkeit die "Niederlegungsperiode" eingehalten habe - eine mehrmonatige Frist nach dem Ausscheiden, während derer er keine Wirecard-Papiere verkaufen durfte. Wie viele Wirecard-Aktien Eichelmann ehedem besaß, blieb unklar.
Deutscher Automarkt stagniert im September - Ford sticht negativ heraus
Nach den teils kräftigen Anstiegen in den vergangenen Monaten hat der deutsche Automarkt im September eine Pause eingelegt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, wurden im vergangenen Monat 224.502 Pkw neu zugelassen, das waren 0,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten des Jahres stand ein Wachstum von 14,5 Prozent auf 2,14 Millionen Autos zu Buche.
Marktführer Volkswagen wies im September ein Plus von 4,1 Prozent auf 42.044 Autos auf. Die Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz verbuchten ebenfalls Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich. Opel, Smart und Mini wuchsen zweistellig. Ford musste dagegen einen Rückgang um 16,2 Prozent verkraften.
Warum der Panzer-Zulieferer Renk seinen Börsengang auf Eis legt
Der Augsburger Panzergetriebe-Hersteller Renk wird vorerst doch nicht an die Börse zurückkehren. Ein geplanter Börsengang wird kurzfristig abgesagt. Als Begründung nennt der Konzern ein "spürbar eingetrübtes" Marktumfeld.
Handelsriese Casino entgeht der Insolvenz
Der französische Handelskonzern Casino hat mit wichtigen Gläubigern unter Führung des Metro-Miteigners Daniel Kretinsky eine Vereinbarung zur Umstrukturierung der Schulden geschlossen und damit eine Insolvenz abgewendet. Die Grundsatzvereinbarung sieht vor, dem angeschlagenen Konzern 1,2 Milliarden Euro frisches Kapital zuzuführen und die Schulden um 6,1 Milliarden zu reduzieren, wie Casino mitteilte.
Die Anteile der Aktionäre werden dadurch verwässert. Casino habe einen wichtigen Meilenstein in seinem finanziellen Umstrukturierungsprozess erreicht, erklärte der 74-jährige Firmenchef und Mehrheitsaktionär Jean-Charles Naouri. Die ausgesetzten Casino-Aktien sollen ab heute wieder gehandelt werden können.
Alstom-Aktie stürzt regelrecht ab
Siemens hat einen besseren DAX-Start in den Handelstag verhindert. Der Kurs des Index-Schwergewichts fiel bei einem um 0,4 Prozent steigenden DAX um 0,3 Prozent. Damit geriet die Aktie in den Sog von Alstom, die um 35,1 Prozent abstürzten nach einer extrem schwachen Prognose für den Cashflow.
Alstom rechnet für das kommende Jahr nun mit einem negativen Cashflow von 500 bis 750 Millionen Euro, die Markterwartung habe aber bei plus 280 Millionen gelegen. Im ersten Halbjahr hatte sich das Minus des freien Cashflows bei dem Bahntechnikkonzern bereits auf 1,15 Milliarden von 45 Millionen massiv ausgeweitet. Alstom begründete dies unter anderem mit einer höheren Fertigungsrate und Verzögerungen bei einem Auftrag aus Großbritannien.
De Beers vermeldet geringeren Diamantenumsatz
Der Diamantenumsatz von De Beers ist im achten von zehn Verkaufszyklen im Jahr verglichen mit dem vorherigen Zyklus deutlich gesunken. Der Mutterkonzern Anglo American sprach davon, dass er die Verfügbarkeit gesenkt habe, nachdem bestimmte Branchen ihre Lagerbestände neu ausbalanciert hätten.
De Beers hat im achten Zyklus des Jahres Rohdiamanten im Wert von 200 Millionen US-Dollar verkauft, verglichen mit 370 Millionen im siebten Zyklus und 508 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
Tesla-Rivale hebt Umsatzziel an
Der Elektroautohersteller Rivian Automotive schraubt seine Quartalsprognose nach dem Hochfahren der Produktion von Pick-up-Trucks und SUVs nach oben. Der Tesla-Konkurrent erwartet für die drei Monate bis zum 30. September einen Umsatz zwischen 1,29 und 1,33 Milliarden Dollar verglichen mit knapp 540 Millionen Dollar im Vorjahr. Analysten hatten im Mittel mit 1,30 Milliarden Dollar gerechnet. Das von Amazon unterstützte Start-up hatte Anfang der Woche die Erwartungen für die Auslieferungen im dritten Quartal übertroffen.
Rivian hat wie andere EV-Konkurrenten Barmittel verbrannt, um die Produktion hochzufahren und im Preiskampf mit dem Marktführer Tesla mitzuhalten. Tesla hatte seine Preise aufgrund von Bedenken über die nachlassende Nachfrage in den USA gesenkt.
Delisting-Drohung bestimmt US-Nachbörsenhandel
Blackberry haben am Mittwoch im nachbörslichen Handel von Plänen des Unternehmens profitiert, sich in zwei Gesellschaften aufzuspalten. Das Internet-der-Dinge-Geschäft soll danach in der ersten Hälfte des kommenden Geschäftsjahrs an die Börse gebracht werden. Blackberry gewannen 4,9 Prozent
Rivian sackten um 7,8 Prozent ab. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hatte die Ausgabe von Wandelanleihen für 1,5 Milliarden Dollar über eine Privatplatzierung angekündigt.
Clorox fielen 2,9 Prozent. Der Hersteller von Reinigungsmitteln rechnet infolge eines Cyberangriffs mit einem deutlichen Umsatzrückgang.
Rite Aid gaben um 2,5 Prozent nach. Nach dem drastischen Kursrückgang im laufenden Jahr und dem Fall unter die Marke von 1,00 Dollar erfüllt die Aktie nicht mehr die Anforderungen für die Notierung an der New Yorker Börse, weshalb die Drogeriekette verwarnt wurde. Rite Aid hat nun sechs Monate bzw bis zur nächsten Hauptversammlung Zeit, die Bedingungen zu erfüllen.
Hohe Nervosität begleitet DAX-Stabilisierungsversuch
Der DAX legt zum Start ins Donnerstagsgeschäft erneut ein paar Punkte zu: Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell bei Kursen um 15.110 Zähler. Bereits zur Wochenmitte hatte er leichte Aufschläge ins Ziel retten können, hatte mit 15.100 Stellen geschlossen. Allerdings war er auch zeitweise unter die 15.000er-Marke gerutscht - erstmals seit März.
"Der Stabilisierungsversuch des DAX' dauert an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. "Positive Vorgaben von Seiten der Wall Street und aus Asien helfen dabei", erläutert sie. "Allerdings herrscht nach wie vor eine hohe Nervosität am Markt."
Deutsche Exporte sinken unerwartet deutlich
Die deutschen Exporte sind im August wegen der schwachen Nachfrage auf den Weltmärkten den zweiten Monat in Folge gefallen. Die Ausfuhren sanken um 1,2 Prozent zum Vormonat auf 127,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Minus von 1,9 Prozent im Juli. Die Importe gaben ebenfalls nach: Sie fielen um 0,4 Prozent auf 111,4 Milliarden Euro. Hier hatten Volkswirte mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet.
"Die globale Nachfrageschwäche setzt den Unternehmen mehr und mehr zu", kommentiert Ökonom Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank die Entwicklung. "Zudem werden die Auftragsbücher dünner."
Hohe Ölpreise bescheren Exxon Mobil fast Rekordgewinn
Stark gestiegene Öl-, Gas- und Treibstoffpreise lassen bei Exxon Mobil im dritten Quartal die Kasse klingeln. Der größte US-Ölproduzent rechnet für die drei Monate bis zum 30. September nun mit einem operativen Gewinn zwischen 8,3 und 11,4 Milliarden Dollar, wie aus Zahlen von Exxon hervorgeht. Die Einnahmen aus der Öl- und Gasproduktion profitierten in diesem Zeitraum von einem Anstieg der durchschnittlichen Rohölpreise um rund 30 Prozent.
Die Prognose liegt unter dem Rekordgewinn des Vorjahres, aber über dem des zweiten Quartals. Analysten gehen für das dritte Quartal im Durchschnitt von einem Gewinn von 9,22 Milliarden Dollar oder 2,37 Dollar pro Aktie aus. Im Vorjahresquartal hatte Exxon einen Gesamtgewinn von 19,7 Milliarden Dollar erzielt, im zweiten Quartal dieses Jahres 7,9 Milliarden Dollar. Die vollständigen Ergebnisse werden am 27. Oktober veröffentlicht.
Gerresheimer glänzt mit Wachstumssprung
Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Verpackungshersteller Gerresheimer hat in den ersten neun Monaten einen Wachstumssprung geschafft. Bei einem Umsatzplus von 12,6 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro legte das operative Ergebnis (EBITDA) um knapp 21 Prozent auf 285,2 Millionen Euro zu, wie der Konzern mitteilt. Der Vorstand bestätigte seine Jahresziele, die ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent und eine operative Umsatzrendite (EBITDA-Marge) von 23 bis 25 Prozent vorsehen.
Aktuell verzeichne Gerresheimer Rekord-Auftragseingänge. Gerresheimer habe im dritten Quartal langfristige Aufträge für Spritzen, Pens und Autoinjektoren für die neuen Medikamente zur Behandlung von Übergewicht gewonnen. "Entsprechende Kapazitätsausweitungen werden wir mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung finanzieren", kündigt Vorstandschef Dietmar Siemssen an. "Die neuen Aufträge verleihen uns Rückenwind für unser profitables Wachstum in den Folgejahren."
Musk beschert X Horror-Werbebilanz
Die monatlichen US-Werbeeinnahmen beim Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) sind seit der Übernahme des Unternehmens durch den Milliardär Elon Musk im Oktober 2022 gesunken. Die Erlöse seien jeden Monat um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, geht aus Daten des auf Werbeanalysen spezialisierten Unternehmens Guideline hervor. Im Dezember 2022 seien die Werbeeinnahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 78 Prozent gesunken. Dies sei der stärkste monatliche Rückgang seit der Übernahme. Im August, den letzten verfügbaren Daten von Guideline, gingen sie im Jahresvergleich um 60 Prozent zurück.
Breite Erholung an Börsen in Tokio und Hongkong
An den Börsen in Ostasien und Australien kommt es zu einer Gegenbewegung auf die teils heftigen jüngsten Kursverluste. Marktteilnehmer verweisen auf die positive Vorgabe der Wall Street und darauf, dass der Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP schwächer als erwartet ausgefallen war und Zinserhöhungsängste etwas zerstreute. Dazu kamen deutlich sinkende Ölpreise. Darauf waren die Renditen am US-Anleihemarkt nach dem vorangegangenen starken Anstieg etwas gesunken. Im Gegenzug erholten sich die Aktienkurse, wobei die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte überproportional profitierten.
Während die festlandchinesischen Börsen feiertagsbedingt die ganze Woche geschlossen bleiben, legt der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,8 Prozent zu. Der Subindex der Technologiewerte gewinnt 1,2 Prozent. Unter den Einzelwerten im Sektor steigen Baidu um 1,8 und Tencent um 1,7 Prozent. Einen kräftigen Kursgewinn von 5,8 Prozent verzeichnet die Aktie des Elektroautoherstellers Xpeng.
An der Börse in Tokio steigt der Nikkei um 1,7 Prozent. Gefragt sind Aktien von Versorgern und Fluggesellschaften, nachdem der Ölpreis am Mittwoch um rund 5 Prozent kräftig nachgegeben hat. Für Chubu Electric Power geht es um 3,5 Prozent aufwärts und für Kansai Electric Power um 2,5 Prozent. ANA Holdings gewinnen 3,8 Prozent und Japan Airlines 3,6 Prozent.
"Getrieben wird die Erholung vor allem von Shortdeckungen"
Die Erholung am deutschen Aktienmarkt dürfte sich erst einmal ausdehnen. Der DAX wird am frühen Morgen gut 0,4 Prozent im Plus erwartet bei 15.165 Punkten. Positiv bewertet wird, dass sich die asiatischen Börsen der Erholung der europäischen und der US-Märkte anschließen.
Trotzdem bleiben Händler skeptisch: "Getrieben wird die Erholung vor allem von Shortdeckungen", meint ein Marktteilnehmer. Längerfristig orientierte Käufe seien noch Mangelware, auch wegen des Umfelds mit der politischen Unsicherheit in den USA. Mit dem parlamentarischen Stillstand in Washington dürften sich die Indizes kaum nachhaltig nach oben absetzen.
Die Shortdeckungen bei den Aktien wiederum würden vom starken Rücksetzer bei den Ölpreisen am Vortag ausgelöst. Das drückte auch auf die Renditen der Langläufer. Am Ölmarkt ziehen die Notierungen am Morgen allerdings schon wieder leicht an.
Im Blick stehen am Nachmittag die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA, am Freitag folgt dann der Arbeitsmarktbericht für September. Am Dienstag war die Zahl der offenen Stellen in den USA klar höher gemeldet worden als erwartet, am Mittwoch war dann der ADP-Arbeitsmarktbericht klar hinter den Erwartungen geblieben bei der Zahl der neu geschaffenen Stellen.
Renk verschiebt Börsengang kurzfristig
Der Rüstungskonzern Renk hat seinen geplanten Börsengang verschoben. In den vergangenen Tagen habe sich das Marktumfeld spürbar eingetrübt, teilt der Hersteller von Panzergetrieben mit. Die Option eines Börsengangs zu einem späteren Zeitpunkt werde von der Gesellschaft und dem Mehrheitsaktionär, dem Finanzinvestor Triton, geprüft.
Der Handelsstart der Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse war für den heutigen Donnerstag geplant. Die Renk Group AG mit Sitz in Augsburg hatte die Preisspanne Anfang vergangener Woche auf 15 bis 18 Euro je Aktie festgesetzt und ein Platzierungsvolumen zwischen 405 und 486 Millionen Euro angestrebt.
Renk ist ein Hersteller von Getrieben, Fahrzeugantrieben, sogenannten Powerpacks, hybriden Antrieben, Federungssystemen, Gleitlagern, Kupplungen und Prüfsystemen für die militärische und zivile Nutzung.
Gelinderte Zinsängste schieben Tokioter Börse an
Die japanischen Märkte erholen sich von ihren 11-Monatstiefs. Ein Einbruch der Ölpreise und ein schwächer als erwartet ausgefallener ADP-Umfrage zum US-Arbeitsmarkt hoben die Stimmung der Anleger. Die US-Notenbank will im Kampf gegen die Inflation gleichzeitig den aus dem Gleichgewicht geratenen Arbeitsmarkt stabilisieren, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Die Anleger warten daher gespannt auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird. Analysten erwarten, dass im September 170.000 neue Stellen geschaffen wurden, ein Rückgang gegenüber 187.000 im August, während die Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent auf 3,7 Prozent sinken dürfte. "Ich denke, dass diese Zahlen weit von den Erwartungen entfernt sein müssen, um die Fed zu bewegen, aber Zahlen, die nahe an den Erwartungen liegen, könnten die Nervosität am Markt für Staatsanleihen beruhigen", sagt Stephen Miller, Investmentstratege bei GSFM in Sydney.
Der Nikkei-Index steigt zunächst 1,2 Prozent auf 30.887 Punkte. Der breiter gefasste Topix legt 1,4 Prozent auf 2251 Zähler zu. Der Hongkonger Hang Seng Index zieht 0,3 Prozent an. Die Märkte auf dem chinesischen Festland bleiben wegen eines Feiertags geschlossen.
"Nach den Jobs ist vor den Jobs"
Deutlich weniger neugeschaffene Jobs in der US-Privatwirtschaft: Ist das nur eine Eintagsfliege? Oder doch ein Trend und damit der Beginn der Abkühlung der US-Volkswirtschaft?
Euro hält die 1,05
Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,4 Prozent auf 148,56 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 7,3010 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,4 Prozent niedriger bei 0,9138 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,0522 Dollar und gibt 0,2 Prozent auf 0,9616 Franken nach. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,2154 Dollar.
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Haken Anleger den DAX-Schock ab?
Kurzzeitig unter die 15.000er-Marke abgetaucht, hat der DAX zur Wochenmitte am Ende doch noch darüber geschlossen. Positive Daten aus dem deutschen Dienstleistungssektor auf der einen, nach wie vor herrschende Zinsängste auf der anderen Seite bestimmten das Handeln. Und dieser Trend dürfte sich auch im Donnerstagsgeschäft fortsetzen.
Für Impulse in die eine oder andere Richtung könnten am Morgen bereits frische Konjunkturdaten aus Deutschland sorgen: Daten zu den Exporten stehen an. Sie dürften im August wegen der mauen Weltwirtschaft erneut gesunken sein. Ökonomen rechnen mit einem Rückgang um 0,4 Prozent zum Vormonat. Im Juli waren die Ausfuhren bereits um 0,9 Prozent gefallen. Der schwächelnde Außenhandel ist ein Grund dafür, warum Ökonomen mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im gerade beendeten dritten Quartal rechnen.
Am Nachmittag blicken die Anleger in Richtung USA. Dort geht es um das Defizit in der US-Handelsbilanz. Es dürfte sich im August etwas verringert haben. Die Importe dürften die Exporte nur noch um gut 62 Milliarden Dollar übertroffen haben. Im Juli lag das Minus noch bei 65 Milliarden Dollar. Ökonomen erhoffen sich aus Daten neue Erkenntnisse darüber, wie stark die gestiegenen Zinsen und die weltweite Konjunkturschwäche auf die heimische Wirtschaft durchschlagen. Weitere Wochentermine finden Sie hier.