Der Börsen-Tag
4. Oktober 2023
imageHeute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
Zum Archiv
17:39 Uhr

DAX geht baden - und taucht wieder auf

Erstmals seit März hat der DAX wieder unter der 15.000er Marke notiert. Im Tagestief, bereits in der ersten Handelsstunde erreicht, stand er bei 14.948 Zählern. Von diesem Absacker erholte sich der deutsche Börsenleitindex im weiteren Verlauf aber, sodass er sich mit einem Plus von 0,1 Prozent und 15.100 Punkten aus dem Mittwochshandel verabschiedet.

Der DAX könnte damit den Versuch einer neuen Gegenreaktion starten, denn seit dem Rekordhoch von Ende Juli hatte der Leitindex in der Spitze fast zehn Prozent an Wert verloren. Für eine mehr als nur kurze Erholung hatten den Anlegern zuletzt aber stets die Kaufargumente gefehlt. Die jüngsten Turbulenzen sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der DAX in diesem Jahr noch auf ein Plus von fast neun Prozent kommt. Der MDAX steht schlechter da, denn mit dem Fall unter die Marke von 25.000 Punkten hatte er seine Jahresgewinne am Mittwoch zeitweise aufgezehrt.

"Alles in allem hat der DAX nach den vergangenen Verlusttagen einen Stabilisierungsversuch gestartet", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. "Nach einem tiefroten Morgen, mit einem Abrutschen unter die 15.000er Marke, kamen bereits am Vormittag erste Käufer wieder in den Markt", erläutert sie. "Positives gab es dazu von den deutschen Dienstleistern. Und auch die etwas zurückgegangenen US-Renditen stützen." Sie verweist aber auch darauf, dass nach wie vor noch viel Unsicherheit im Markt ist, was das Zinsthema betrifft.

"Die Kuh ist noch nicht vom Eis", sagt Holger Struck von hs-livetrading. Zwar hat der DAX seit dem jüngsten Zwischenhoch bei knapp 16.000 bis zum morgendlichen Tief wieder einmal eine Welle von gut 1.000 Punkten abgeliefert, dieses Mal nach unten. Die Gegenbewegung sei nun eine Art "Achtungserfolg". Für eine durchgreifende Besserung benötige der DAX aber den Wiederanstieg über die alten Sommertiefs 15.456/468 und die 200-Tage-Linie.

DAX geht baden - und taucht wieder auf
17:27 Uhr

Ist der EZB-Zinserhöhungskurs abgeschlossen?

Die EZB hat aus Sicht von Portugals Notenbankchef Mario Centeno das Ende ihres Zinserhöhungsszyklus erreicht. Die Inflation im Euro-Raum gehe inzwischen schneller zurück als sie gestiegen sei, sagt das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). "Wir können davon ausgehen, dass der Zinserhöhungszyklus mittlerweile und unter den gegenwärtigen Bedingungen abgeschlossen ist." Die EZB hat seit Sommer 2022 die Zinsen zehn Mal in Folge angehoben - zuletzt Mitte September um einen viertel Prozentpunkt. Der am Finanzmarkt maßgebliche Einlagensatz, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank bekommen, liegt mittlerweile bei 4,00 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion 1999.

Ist der EZB-Zinserhöhungskurs abgeschlossen?
17:17 Uhr

Deutsche Konjunkturschwäche liegt an der Industrie

Die Konjunkturschwäche Deutschlands liegt vor allem an der Industrie, heißt es am Markt. Länder mit hohem Dienstleistungsanteil entwickelten sich stabiler. Die Industrielastigkeit sei auch der Grund für die relative Schwäche des DAX seit Anfang 2022.

Deutsche Konjunkturschwäche liegt an der Industrie
17:01 Uhr

Panzer-Zulieferer erwartet hohen Börsenwert

Die Aktien des Augsburger Panzergetriebe-Herstellers Renk werden beim Börsengang am unteren Ende der Preisspanne zugeteilt. Die begleitenden Investmentbanken teilen den Investoren mit, die bis zu 27,03 Millionen Papiere aus dem Besitz des Renk-Eigentümers Triton würden zu je 15 Euro verkauft. Auf diesem Niveau sei die Emission vielfach überzeichnet. Die Spanne reichte von 15 bis 18 Euro, der offizielle Zuteilungspreis wird für den Abend erwartet. Das Traditionsunternehmen wird damit mit 1,5 Milliarden Euro bewertet. Renk will am Donnerstag seine Rückkehr an die Frankfurter Börse feiern.

Dem Finanzinvestor Triton winkt aus dem Börsengang ein Erlös von 405 Millionen Euro, er bleibt aber mit mindestens 73 Prozent beteiligt. Triton hatte das ehemals zu MAN gehörende Unternehmen Anfang 2020 für knapp 700 Millionen Euro vom Autobauer Volkswagen gekauft und anschließend - nach 97 Jahren - von der Börse genommen. Mit der 300 Millionen Euro schweren Übernahme des Bereichs Combat Propulsion Systems vom US-Konzern L3Harris schaffte Renk unter seiner Ägide den Sprung auf den amerikanischen Markt.

Renk baut Großgetriebe und erlebt angesichts der Aufrüstung derzeit eine Sonderkonjunktur. 70 Prozent des Umsatzes 2022 von knapp 850 Millionen Euro machen Getriebe für Panzer und Schiffe für die Marine aus, der Rest entfällt auf ziviles Geschäft etwa mit Getrieben für Kompressoren. Vorstandschefin Susanne Wiegand will den Umsatz auf eine Milliarde Euro schrauben.

Panzer-Zulieferer erwartet hohen Börsenwert
16:46 Uhr

US-Industrie sammelt kräftig Aufträge

Die US-Industrie hat im August überraschend kräftig Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilt. Ökonomen hatten lediglich mit plus 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von 2,1 Prozent im Juli. Die US-Industrie hat nach einer langen Durststrecke mittlerweile wieder Wachstum vor Augen.

Der Einkaufsmanagerindex legte im September um überraschend kräftige 1,4 Zähler auf 49,0 Punkte zu, wie das Institute for Supply Management (ISM) jüngst zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilt. Das ist der höchste Wert seit November 2022. Damit nähert sich das Barometer der Wachstumsschwelle von 50. Zuletzt blieb es elf Monate in Folge darunter - die längste Negativserie seit der Rezession 2007 bis 2009, die von der Finanzkrise ausgelöst wurde.

US-Industrie sammelt kräftig Aufträge
16:30 Uhr

Renditeanstieg macht "Unfälle" wahrscheinlich

Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid ist wegen der starken Verluste an den Anleihemärkten beunruhigt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die jüngsten Renditebewegungen nicht das Risiko eines Unfalls irgendwo im Finanzsystem erhöhen", kommentiert er. Die Behörden hätten ihre fast ein Jahrzehnt lang betriebene Politik der Renditekontrolle in den jüngsten Quartalen relativ abrupt beendet. "Riskante Zeiten also", meint Reid.

Hauptursache der scharfen Korrektur am Dienstag sei der Job Openings and Labor Turnover Survey des Arbeitsministeriums gewesen, der einen Anstieg der Zahl der offenen Stellen auf ein 2-Jahres-Hoch gebracht habe. Auch den Rauswurf des Sprechers des US-Repräsentantenhauses, des Republikaners Kevin McCarthy, und die nächste Shutdown-Frist am 17. November erwähnt Reid.

Renditeanstieg macht "Unfälle" wahrscheinlich
16:13 Uhr

Zinshoffnungen stützen Wall Street

Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten ziehen die Wall Street ins Plus. Der Dow-Jones-Index notiert aktuell 0,1 Prozent höher bei 33.034 Punkten. Der S&P-500 gewinnt genauso viel auf 4234 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückt 0,3 Prozent auf 13.093 Stellen vor.

Nach Daten des US-Personaldienstleisters ADP entstanden in den USA im September 89.000 neue Stellen. Von Reuters befragte Experten hatten mit 153.000 Stellen gerechnet. "Diese Zahlen sind ein weiterer Beweis dafür, dass die Fed genug getan hat und dass sie sich zurückziehen muss", sagte etwa Thomas Hayes, Vorsitzender der Private-Equity-Firma Great Hill Capital. Die Währungshüter versuchen, mit Zinserhöhungen die Inflation zu bekämpfen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.

Zinshoffnungen stützen Wall Street
16:02 Uhr

Chefwechsel bei Supercomputer-Firma sorgt für Wirbel

Die angeschlagene IT-Firma Atos bekommt den dritten Chef in weniger als zwei Jahren. Yves Bernaert löse mit sofortiger Wirkung Nourdine Bihmane ab, teilt das französische Unternehmen mit. Dieser hatte den Posten im Juli 2022 von Rodolphe Belmer übernommen, der sich wegen eines Streits um die Strategie nach etwa einem halben Jahr verabschiedet hatte. Bihmane bleibe allerdings als Vize-Chef bei Atos und leite weiter die Sparte Tech Foundations. Die Aktie fiel in Paris um bis zu 4,4 Prozent.

Atos steht nach mehreren Gewinnwarnungen vor der Aufspaltung. Vor einigen Wochen hatte der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky Interesse an der verlustreichen Sparte Tech Foundations angemeldet. Nach Bedenken französischer Politiker wegen einer möglichen Gefährdung der nationalen Sicherheit bekräftigte er, lediglich eine Minderheitsbeteiligung und eine "passive" Rolle anzustreben. Atos baut unter anderem Supercomputer, mit denen Atombomben-Tests simuliert werden können.

Chefwechsel bei Supercomputer-Firma sorgt für Wirbel
15:53 Uhr

Intel befriedigt Anleger

Die Pläne für eine Restrukturierung bei Intel kommen bei den Anlegern gut an. Die Titel des Halbleiter-Herstellers gewinnen an der Wall Street gut zwei Prozent. Der Konzern will seine Sparte für programmierbare Chips abspalten. In den kommenden zwei bis drei Jahren will er die Einheit an die Börse bringen.

Intel befriedigt Anleger
15:41 Uhr

Rechtsbeschwerden lassen FMC-Kurs abstürzen

Aktien von Fresenius Medical Care geraten unter Druck und verlieren mehr als vier Prozent. Händler verweisen darauf, dass sich der Geschäftsbereich Fresenius Vascular Care mit einer Beschwerde von Anwälten der US-Bundesstaaten New York, Georgia und New Jersey konfrontiert sehe. Dabei gehe es um die Behandlung von Patienten mit schweren Nierenerkrankungen.

Rechtsbeschwerden lassen FMC-Kurs abstürzen
15:25 Uhr

Wie die USA die Industrie zurückholen

In Zeiten von Krisen und Konflikten die Kontrolle über Lieferketten zu behalten, wird zunehmend schwieriger. Für Unternehmen könnte es deshalb von Vorteil sein, wieder mehr im eigenen Land zu produzieren. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Anja Schneider von der Société Générale.

Wie die USA die Industrie zurückholen
15:07 Uhr

Exxon findet Käufer für Anteil an an italienischem LNG-Terminal

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat für seinen knapp 71-prozentigen Anteil am LNG-Terminal an der Adria Blackrock als möglichen Käufer ausgemacht. "Die Auswahl ist das Ergebnis eines gründlichen Bewertungsprozesses, an dem mehrere potenzielle Käufer beteiligt waren", sagt ein Exxon-Sprecher. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Mindestens vier internationale Konzerne konkurrierten um den Deal. Der Anteilsverkauf stieß auf großes Interesse, da Italien seine LNG-Importe voraussichtlich erhöhen wird, um das Gas, das es bisher über Pipelines aus Russland bezog, teilweise zu ersetzen. Das gesamte Terminal soll einen Wert von etwa 800 Millionen Euro haben.

Exxon findet Käufer für Anteil an an italienischem LNG-Terminal
14:55 Uhr

Sorgen schicken Ölpreise nach unten

Spekulationen auf eine schwächelnde Ölnachfrage haben die Preise abrutschen lassen. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verlieren je ein halbes Prozent auf 90,51 und 88,79 Dollar je Fass. "Die Ölpreise setzen ihren Rückgang fort, da Sorgen über länger anhaltend hohe Zinsen bestehen, was die Nachfrageaussichten beeinträchtigt", sagt Fiona Cincotta, Analystin bei City Index. Zudem macht ein starker Dollar Öl für Inhaber anderer Währungen vergleichsweise teuer, was die Nachfrage dämpfen kann.

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Sorgen schicken Ölpreise nach unten
14:40 Uhr

US-Privatsektor schafft weniger Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im September schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 89.000 Stellen. Ökonomen hatten ein Plus von 160.000 Jobs vorausgesagt. Im August waren unter dem Strich 180.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 3000 mehr als ursprünglich gemeldet.

Lange Zeit hatte der US-Arbeitsmarkt kaum auf die massive Zinserhöhungskampagne der Federal Reserve reagiert; doch nun scheint sich das Stellenwachstum zunehmend abzuschwächen. Die US-Notenbank strebt eine "weiche Landung" der US-Wirtschaft an - die Eindämmung der Inflation, ohne eine tiefe Rezession auszulösen.

US-Privatsektor schafft weniger Stellen als erwartet
14:24 Uhr

BP prüft Teilverkauf

BP untersucht offenbar den Verkauf von Teilen an den Öl- und Gas-Pipelines im Golf von Mexiko. Der britische Ölmulti hoffe auf einen Erlös von bis zu 1 Milliarde US-Dollar, sagten verschiedene Insider. BP würde dies helfen, seine Ziele beim geplanten Schuldenabbau zu erreichen und seine Dividendenzahlungen aufrechtzuerhalten.

Laut Insidern hat BP hat seine Anteile an den verschiedenen Pipelines im Golf von Mexiko in ein neues Unternehmen eingebracht. An diesem wolle BP 51 Prozent der Anteile halten und den Rest verkaufen.

BP prüft Teilverkauf
14:09 Uhr

Neobroker erweitert Geschäfte

Der Neobroker Scalable Capital will den Wegfall von Zahlungen von Handelsplätzen als Einkommensquelle abfedern und steigt deshalb in neue Geschäftsfelder ein. Ab sofort biete Scalable Capital auch Wertpapierkredite an, teilt die Firma mit. Kunden könnten sich künftig Geld leihen und mit ihrem Depot absichern. "Die Beleihungshöhen richten sich danach, wie schwankungsintensiv ein Portfolio ist und welche Diversität ein Portfolio hat," sagt Firmengründer und Co-Chef Erik Podzuweit. Derzeit bestehen bei Scalable Capital die Portfolien zu rund 70 Prozent aus börsengehandelten Fonds (ETFs) und zu etwa 30 Prozent aus Aktien.

Das 2014 gegründete Unternehmen zählt zusammen mit Trade Republic zu den wichtigsten Neobrokern in Deutschland. Das Anlagevermögen liegt inzwischen bei mehr als 15 Milliarden Euro. Scalable bietet auf seiner Plattform unter anderem den Handel mit ETFs, Aktien, Fonds, Kryptowährungen und Derivaten an. Seit März ist auch der Anleihehandel dazu gekommen, wobei der Neobroker insbesondere auf Anleihen-ETFs setzt.

Neobroker erweitert Geschäfte
13:54 Uhr

Italiens Staatsdefizit alarmiert Finanzmärkte

Italien kämpft auch unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit einer hohen Neuverschuldung. In der ersten Jahreshälfte lag das Staatsdefizit bei 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie das Statistikamt Istat mitteilt. Zum Vergleich: Mitte 2022 fiel das Defizit der öffentlichen Haushalte mit 8,4 Prozent ähnlich hoch aus.

Melonis rechtspopulistische Regierung hat erst in der vergangenen Woche ihre Defizitprognose für das Gesamtjahr 2023 angehoben, und zwar von 4,5 auf 5,3 Prozent. Für das kommende Jahr wurde die Vorhersage von 3,7 auf 4,3 Prozent nach oben korrigiert. Als Gründe dafür wurden das langsamere Wirtschaftswachstum, steigende Zinsen und kostspielige Anreize für grünes Bauen genannt, die von früheren Regierungen eingeführt wurden.

An den Finanzmärkten wird die Entwicklung kritisch beäugt. Schließlich leidet Italien - die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone - unter einer chronisch hohen Staatsverschuldung. Dem Industrieländerklub OECD zufolge machen die Verbindlichkeiten inzwischen mehr als 150 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung aus. Nur in Japan und Griechenland ist dieser Anteil noch höher. Zum Vergleich: In Deutschland ist der Schuldenstand weniger als halb so hoch.

Italiens Staatsdefizit alarmiert Finanzmärkte
13:39 Uhr

M&A-Fantasien beflügeln Allfunds

Die Aktien der spanischen Fondsmanagement-Firma Allfunds steigen um mehr als 13 Prozent. Wie spanische Medien berichteten, soll das Unternehmen die Investmentbanken Goldman Sachs und Citi verpflichtet haben, bei der Entwicklung eines möglichen neuen Geschäftsplans zu helfen. Im Zuge dessen könnten Optionen wie ein Verkauf, eine Fusion mit einem Konkurrenten oder eine Allianz geprüft werden, heißt es. Ein möglicher Interessent müsse in diesem Sektor schätzungsweise eine Prämie von mindestens 40 Prozent bieten, was die Transaktionspreise näher an fünf Milliarden Euro rücken würde. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei 3,2 Milliarden Euro.

M&A-Fantasien beflügeln Allfunds
13:20 Uhr

US-Anleger blicken auf ADP-Daten

Nach den kräftigen Dienstagsabgaben dürfte die Wall Street behauptet in den Handel am Mittwoch starten. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich leicht um 0,1 Prozent zu. Im Fokus stehen neben den zuletzt auf neue 16-Jahres-Hochs kräftig gestiegenen Marktzinsen eine ganze Reihe von Konjunkturdaten.

Am Dienstag hatten die Börsen massive Verluste hinnehmen müssen, nachdem die Renditen am Anleihemarkt erneut deutlich gestiegen waren. Überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten ohnehin bestehende Zinsängste weiter angeheizt. Die Daten zeigten, dass die US-Wirtschaft trotz der von der Fed kräftig angehobenen Zinsen weiterhin gut dasteht. Der Notenbank gebe dies Spielraum für einen weiter falkenhaften Zinskurs, heißt es aus dem Markt. Erwartet wird, dass die Fed die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf hohem Niveau belässt, um die Inflation zu bekämpfen.

Hinzu treten neue politische Unsicherheiten, nachdem das US-Repräsentantenhaus seinen republikanischen Vorsitzenden Kevin McCarthy in einem beispiellosen Schritt abgesetzt hat. McCarthy verlor damit den parteiinternen Machtkampf um die Haushaltspolitik und weitere Hilfen für die Ukraine.

Nach der am Wochenende erst in letzter Sekunde gefundenen Übergangslösung im Haushaltsstreit zur Abwendung eines Ausgabenstopps zwischen Demokraten und Republikanern bis Mitte November droht nun die nächste Konfrontation und erneut ein "Shutdown" der US-Regierung.

Konjunkturseitig steht noch vor der Startglocke der ADP-Arbeitsmarktbericht für September auf der Agenda. Nach den am Vortag besser als erwartet ausgefallenen Daten zu den Stellenangeboten in den USA, die sogenannten JOLTS, stehen die neuen Daten nun verstärkt im Blick. Am Freitag folgt dann noch der offizielle Arbeitsmarktbericht für September.

US-Anleger blicken auf ADP-Daten
13:02 Uhr

Mit Barzahlung: In Dubai boomt Verkauf von Luxusimmobilien

In Dubai boomt der Verkauf von Luxuswohnungen. Allein im dritten Quartal habe sich der Umsatz mit Wohnimmobilien ab einem Wert von zehn Millionen Dollar auf 1,6 Milliarden Dollar summiert, wie das Beratungsunternehmen Knight Frank zu seiner Untersuchung mitteilt. Ein Jahr zuvor waren es nur 1,13 Milliarden Dollar. Von Januar bis September wurden damit fast fünf Milliarden Dollar erlöst. Die Geschäfte würden überwiegend per Barzahlung abgewickelt.

"Die Nachfrage nach Luxusimmobilien in Dubai ist nach wie vor ungebrochen", sagt Analyst Faisal Durrani von Knight Frank. "Das Angebot bleibt hartnäckig hinter der Nachfrage zurück." Die Gesamtzahl der Verkäufe von Immobilien im Wert von mehr als zehn Millionen Dollar sei in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 277 auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Emirat baute damit seinen Status als Top-Markt für solche Geschäfte aus - noch vor New York, Hongkong und London, so das Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank.

Mit Barzahlung: In Dubai boomt Verkauf von Luxusimmobilien
12:45 Uhr

Air France-KLM setzt auf Transatlantik

Der Lufthansa-Rivale Air France-KLM und der Investor Castlelake haben zusammen das Bieterrennen um SAS gewonnen, die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft hat sich eine Finanzspritze in Höhe von gut einer Milliarde Euro gesichert, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Durch die Vereinbarung stehen die bisherigen Aktionäre vor dem Nichts, SAS will seine Aktien im zweiten Quartal des nächsten Jahres von der Börse nehmen. Die Analysten der Citi gehen davon aus, dass die geplante Transaktion der Air France-KLM-Gruppe helfen wird, den Marktanteil auf der Transatlantik-Strecke von ca. 9 auf ca. 11 Prozent zu steigern.

Air France-KLM setzt auf Transatlantik
12:28 Uhr

Zinsdifferenz könnte EZB auf den Plan rufen

Mit Interesse wird am Markt die Zinsdifferenz zwischen den italienischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen beobachtet, weil sie die EZB auf den Plan rufen könnte im Hinblick auf ihren geldpolitischen Straffungskurs. Die Differenz liegt mittlerweile knapp an der psychologischen 200 Basispunkte-Marke. Für die Zinsstrategen der DZ Bank ist Italien als "Elefant im Raum" zurückgekehrt, die zwischenzeitliche Ruhe am Markt für Staatsanleihen der Eurozone könnte damit vorbei sein.

Zinsdifferenz könnte EZB auf den Plan rufen
12:07 Uhr

MDAX hat 2023er-Gewinn nahezu abgegeben

Während der DAX seit Jahresbeginn noch immer über 8 Prozent im Plus notiert, schmelzen die Index-Gewinne in der zweiten Reihe dahin. So notiert der MDAX seit Jahresbeginn nur noch 1,6 Prozent im Plus, auf Sicht eines Jahres liegt er bereits im Minus. Im MDAX zeigen mit Delivery Hero, Lanxess, Befesa, Carl Zeiss Meditec und Encavis fünf Werte einen Abschlag von über 30 Prozent seit Jahresbeginn.

Der TECDAX handelt gegenüber dem Jahresultimo noch 1,7 Prozent im Plus. Hier rettet das Plus bei Schwergewicht SAP von 26 Prozent seit Jahresbeginn vor einer negativen Performance.

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MDAX hat 2023er-Gewinn nahezu abgegeben
11:48 Uhr

Energie verbilligt sich massiv - Euroraum-Erzeugerpreise im Sinkflug

Die Preise der Hersteller im Euroraum sind im August spürbar gesunken und lassen auf nachlassenden Inflationsdruck schließen. Die Produzentenpreise in der Industrie gingen um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, wie das Statistikamt Eurostat mitteilt. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 11,6 Prozent gerechnet, nach minus 7,6 Prozent im Juli. Noch Anfang des Jahres waren Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich an der Tagesordnung.

Damals waren steigende Energiepreise Treiber der Inflation, seit einigen Monaten hat sich die Entwicklung umgekehrt: Energie verbilligte sich im August um 30,6 Prozent, im Juli ergab sich ein Rückgang um 24,2 Prozent.

Energie verbilligt sich massiv - Euroraum-Erzeugerpreise im Sinkflug
11:29 Uhr

DAX geht baden - "Sorgenfalten wohin man blickt"

Der DAX startet tiefrot in den Oktober, der Index fällt zeitweise unter die Marke von 15.000 Punkten. Viel Grund für Optimismus gibt es für die Anleger nicht. ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf berichtet über die zahlreichen Gründe für Sorgenfalten auf dem Frankfurter Parkett.

DAX geht baden - "Sorgenfalten wohin man blickt"
11:13 Uhr

Deutsche Dienstleister wachsen wieder, aber …

Die deutschen Dienstleister wachsen wieder. Der Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor legte im September um 3,0 auf 50,3 Punkte zu, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Umfrage unter 400 Unternehmen mitteilt. Damit liegt das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer wieder über der Marke von 50, ab er es Wachstum signalisiert.

"Aber das bedeutet lediglich, dass die Geschäftstätigkeit im Service-Sektor mehr oder weniger auf dem Niveau von August stagniert", warnt der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank (HCOB), Cyrus de la Rubia, vor einer zu euphorischen Interpretation der Entwicklung. "Hinzu kommt, dass das Wachstum der Aktivität hauptsächlich auf die Abarbeitung der Arbeitsrückstände zurückzuführen ist, die bereits jetzt von Monat zu Monat kleiner werden."

Ein Warnzeichen ist, dass die Beschäftigung bei den Dienstleistern zurückgegangen ist - wenn auch nur moderat. "Es ist jedoch das erste Mal seit mehr als drei Jahren, dass überhaupt ein Stellenabbau zu verzeichnen ist", so de la Rubia. "Wir sehen das als klaren Hinweis darauf, dass der Abschwung in der Branche an Fahrt gewinnt."

Deutsche Dienstleister wachsen wieder, aber …
10:52 Uhr

Sandoz-Abspaltung - Novartis bekräftigt Jahresprognose

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat seine Jahresprognose nach der Abspaltung der Generika-Tochter Sandoz bekräftigt. Der Umsatz soll 2023 um einen hohen einstelligen Prozentbetrag steigen, teilt der Arzneimittelhersteller mit. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn soll stärker um einen niedrigen zweistelligen Prozentbetrag oder mittleren Zehen-Prozent-Betrag zulegen. Zudem stellte der Konzern seinen Aktionären eine Anhebung der Dividende in Aussicht.

Die Sandoz-Aktien werden heute erstmals an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Novartis macht mit der vor mehr als einem Jahr angekündigten Abspaltung des vergleichsweise margenschwachen Geschäfts mit Generika und Biosimilars den vorerst letzten Schritt eines fast zehn Jahre dauernden Umbaus, der das Unternehmen ganz auf das lukrative Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten ausrichten soll. Gemessen am Umsatz stößt Novartis mit Sandoz fast ein Fünftel seines Geschäfts ab.

Sandoz-Abspaltung - Novartis bekräftigt Jahresprognose
10:37 Uhr

United Airlines mit Mega-Auftrag: Wer profitiert?

Die US-Fluggesellschaft United Airlines will ihr Streckennetz mit insgesamt 110 neuen Maschinen von Airbus und Boeing ausbauen. United werde Optionen und Kaufrechte in Festbestellungen für 50 Boeing 787-9 zur Auslieferung zwischen 2028 und 2031 sowie für 60 Airbus A321neo zur Auslieferung zwischen 2028 und 2030 umwandeln, teilt das Unternehmen mit.

Ein überproportionaler Teil des Wachstums in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts werde aus dem weltweiten Langstreckenverkehr kommen, so Andrew Nocella, Chief Commercial Officer. "In Zukunft wird sich United verstärkt auf globales Wachstum konzentrieren, um zu expandieren", sagte er in einer Telefonkonferenz.

United Airlines mit Mega-Auftrag: Wer profitiert?
10:20 Uhr

Intel hat weitreichende Pläne

Der Chiphersteller Intel will seine Sparte für programmierbare Chips ausgliedern. Der Geschäftsbereich könnte ab Januar nächsten Jahres als eigenständiges Unternehmen betrieben werden, teilt der US-Konzern mit. In den nächsten zwei bis drei Jahren könnte dann ein Börsengang folgen.

Intel hatte die Sparte erworben, als der Konzern 2015 Altera für 16,7 Milliarden Dollar kaufte. Programmierbare Chips werden in allen Bereichen eingesetzt - von der Verschlüsselung von Daten bis zu 5G-Mobilfunkgeräten. Die Intel-Managerin Sandra Rivera soll das ausgegliederte Unternehmen führen, das weiter die Intel-Fabrik für die Herstellung seiner Chips nutzen werde. Rivera solle später ersetzt werden, die derzeit das Geschäft mit dem Rechenzentrum und der Künstlichen Intelligenz überwacht. Dieses konkurriert mit Nvidia und Advanced Micro Devices.

Intel hat weitreichende Pläne
10:01 Uhr

"Alle Augen auf den amerikanischen Arbeitsmarkt!"

Im Dienstagsgeschäft an der Wall Street bestimmen sehr starke Zahlen zu den offenen Stellen das Handeln: Die Anleihenrenditen ziehen an, die Aktienkurse geben nach. Für ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte liegt das Augenmerk nun auf weiteren frischen Jobmarktdaten.

"Alle Augen auf den amerikanischen Arbeitsmarkt!"
09:40 Uhr

Öl wird etwas billiger

Die Ölpreise geben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostet 90,81 US-Dollar. Das sind 11 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fällt um 13 Cent auf 89,10 Dollar.

Aktuell bewegen sich die Erdölpreise etwas unterhalb ihrer mehrmonatigen Höchststände, die sie in der vergangenen Wochen markiert hatten. Getrieben werden die Preise vor allem durch das knappe Angebot großer Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland. Verschärft wird die Lage durch geringe Lagerbestände insbesondere in den USA.

Etwas Entlastung kam in den vergangenen Tagen allerdings durch den aufwertenden Dollar. Er profitiert von der robusten US-Konjunktur und tendenziell steigenden Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed. Steigt der Dollarkurs, drückt das zumeist auf die Ölpreise, weil der Rohstoff in der US-Währung gehandelt wird. Interessenten außerhalb des Dollarraums müssen daher mehr für ein Barrel Rohöl bezahlen, was die Nachfrage belastet.

Öl wird etwas billiger
09:13 Uhr

Anleger müssen jetzt tapfer sein

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Tag. Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 14.987 Punkte. Bereits gestern hatte der Leitindex 1,1 Prozent tiefer geschlossen. Neu entflammte Zinsängste prägen den Handel. Im Blick behalten Anleger auch den internen Machtkampf bei den US-Republikanern, bei dem der Vorsitzende des Repräsentantenhauses gestürzt wurde.

Ein Trost: Auf Jahressicht liegt der DAX aber immerhin im Plus - er hat rund 8 Prozent zugelegt.

Anleger müssen jetzt tapfer sein
08:55 Uhr

Investoren pumpen mehr als 1 Milliarde in die SAS

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS steht vor der Übernahme durch eine Investorengruppe, die mehr als 1 Milliarde US-Dollar in das angeschlagene Unternehmen pumpen will. Zu dem Konsortium um den US-Investor Castlelake gehört auch die Konkurrentin Air France-KLM.

Insgesamt 1,18 Milliarden Dollar will das Konsortium für die Mehrheit von 86 Prozent an SAS auf den Tisch legen, wobei Castlelake 32 Prozent der Anteile übernimmt und der dänische Staat seinen Anteil von 21,8 auf 25,8 Prozent aufstockt. Air France-KLM steigt mit 19,9 Prozent ein und die dänische Investmentgesellschaft Lind Invest mit 8,6 Prozent. .

Wie die meisten Airlines wurde auch SAS durch die Covid-19-Pandemie stark geschwächt, als die Einnahmen einbrachen, die Barreserven schwanden und die Schulden stiegen. Angesichts der hohen Verschuldung und des Verdrängungswettbewerbs durch Billigfluggesellschaften leitete SAS Anfang vergangenen Jahres eine Umstrukturierung ein, um die Kosten zu senken, Schulden abzubauen oder umzuwandeln und Kapital aufzunehmen. Kurz nach dem Start des Plans traten jedoch rund 1000 SAS-Piloten in den Streik, was die finanzielle Lage der Fluggesellschaft verschlechterte und sie zwang, Insolvenz anzumelden.

Investoren pumpen mehr als 1 Milliarde in die SAS
08:29 Uhr

Trend zum Homeoffice setzt Immobilienmarkt unter Druck

Jedes elfte Unternehmen in Deutschland will wegen des Trends zum Homeoffice seine Büroflächen verkleinern. 9,1 Prozent planen dies, wie das Münchner Ifo-Institut mit Bezug auf eine eigene Umfrage mitteilt.

"Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen lässt ihre Büroflächen unverändert", sagt Ifo-Experte Simon Krause. In einzelnen Branchen seien es allerdings deutlich mehr - bis zu 40 Prozent. "Homeoffice führt also zu einem leichten Rückgang der Nachfrage nach Büroflächen und setzt damit den Immobilienmarkt unter Druck." Diese Entwicklung könne die Krise am Immobilienmarkt verschärfen, der wegen gestiegener Zinsen und Baukosten ohnehin unter Druck steht.

"Nach der Pandemie ist klar: Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben", sagt Krause. Viele Unternehmen hätten bereits reagiert und ihre Büros an die neuen Arbeitsmodelle adaptiert, etwa durch die Einführung von geteilten Schreibtischen und mehr Räume für persönlichen Austausch an den Präsenztagen.

Trend zum Homeoffice setzt Immobilienmarkt unter Druck
07:58 Uhr

Bahn muss wohl komplette Huawei-Infrastruktur ausbauen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Debatte über ein mögliches weitgehendes Verbot von IT-Komponenten aus China für das superschnelle 5G-Mobilfunknetz in Deutschland zieht weitere Kreise. Nun gerät die Deutsche Bahn dem "Handelsblatt" zufolge in den Fokus, weil dort ebenfalls Technologie des chinesischen Herstellers Huawei verbaut wurde.

Für großen Unmut sorge parteiübergreifend, dass der Staatskonzern trotz lange bekannter Sicherheitsbedenken bisher keine Konsequenzen gezogen habe. Als Konsequenz solle die Bahn nun ihre gesamte Huawei-Infrastruktur austauschen.

Anfang August hatte der "Spiegel" mit dem Verweis auf interne Konzernunterlagen berichtet, ein solcher Schritt würde die Bahn bis zu 400 Millionen Euro kosten. Betroffen sei beispielsweise der Zugfunk. Manchen Projekten der Bahn drohe dann ein Zeitverzug von fünf bis sechs Jahren.

Bahn muss wohl komplette Huawei-Infrastruktur ausbauen
07:44 Uhr

Der Euro stabilisiert sich

Der Euro tendiert knapp über seinem gestern markierten Zehn-Monats-Tief. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,0470 US-Dollar.

Der Euro stabilisiert sich
07:30 Uhr

McCarthys Demütigung lässt Kurse stürzen

Angesichts des republikanischen Machtkampfes im US-Repräsentantenhaus und der Absetzung des bisherigen Vorsitzenden Kevin McCarthy fallen die japanischen Märkte auf ein 11-Monats-Tief.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert zwei Prozent tiefer bei 30.621 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um zwei Prozent auf 2230 Punkte.

Der Sturz McCarthys blockiert unter anderem die ohnehin schwierigen und zeitkritischen Verhandlungen mit dem Senat über einen endgültigen Haushalt. Auch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten trüben die Stimmung der Anleger: Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im August unerwartet stark gestiegen, was auf eine erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften im Bereich der freiberuflichen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen zurückzuführen ist. Analysten gehen davon aus, dass die anhaltend angespannte Lage am Arbeitsmarkt die US-Notenbank im kommenden Monat zu einer Zinserhöhung zwingen könnte.

Die Märkte auf dem chinesischen Festland sind wegen Feiertagen ("Goldene Woche") bis Ende dieser Woche geschlossen.

McCarthys Demütigung lässt Kurse stürzen
07:01 Uhr

US-Amerikaner lieben große, schwere Autos

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(Foto: REUTERS)

Trotz relativ hoher Spritpreise sind am US-Automarkt große SUVs und Pickups gefragt. So steigerte der Branchenriese General Motors im dritten Quartal die Auslieferungen seines schweren Pickup-Modells GMC Sierra im Jahresvergleich um rund 46 Prozent auf gut 73.000 Fahrzeuge. Die Verkäufe von GM-Elektrofahrzeugen halten sich derweil weiter in Grenzen: Die Auslieferungen des Elektro-SUV Lyric stiegen von 36 Fahrzeugen vor einem Jahr auf gut 3000, vom Elektro-Pickup Silverado wurden nur 18 Wagen verkauft.

Die Entwicklung am US-Automarkt gilt als ein Indikator für die Stimmung der Verbraucher in Zeiten hoher Spritpreise und Zinsen sowie Konjunktursorgen. Die Lage wird zusätzlich von Streiks der Autogewerkschaft UAW verkompliziert, die für ein knapperes Angebot bei einigen Modellen sorgen könnten. Auffällig war der Erfolg von Hybrid-Ausführungen einiger Modelle, für die es Zuschüsse gab.

US-Amerikaner lieben große, schwere Autos
06:30 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

Neu entflammte Zinsängste und die Erwartung wichtiger Konjunkturdaten sorgen für Beunruhigung am Aktienmarkt. Der DAX schloss am Dienstag 1,1 Prozent tiefer bei 15.085 Punkten. Mehrere Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten bereits am Montagabend mit ihren Aussagen die Hoffnungen der Anleger auf baldige Zinssenkungen zunichtegemacht.

Zudem fielen die Ergebnisse einer Umfrage des US-Arbeitsministeriums zu offenen Stellen im August überraschend hoch aus. Die Federal Reserve versucht, mit Zinserhöhungen den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Die Zahlen der Umfrage sind ein Zeichen für die US-Notenbank, die Zinsen weiter hochzuhalten oder sogar weiter anzuheben. Auch die außergewöhnlich hohen Ölpreise, Anleiherenditen und Dollarkurs machten die Anleger nervös.

Was liegt heute an? Die ehemalige Generika-Tochter des Pharmariesen Novartis, Sandoz, gibt ihr Börsendebüt. Dann wird sich auch zeigen, wie viel der gemessen am Umsatz weltgrößte Hersteller von Nachahmer-Medikamenten wert ist. Die Schätzungen von Analysten gehen weit auseinander, im Schnitt sind es rund 20 Milliarden US-Dollar. Damit wäre Sandoz der größte Neuzugang an der Schweizer Börse SIX seit 2019 und würde sich auch europaweit an die Spitze setzen.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Das wird für den DAX heute wichtig