Der Börsen-Tag
16. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
11:19 Uhr

Zu hohe Inflationsrate in der Eurozone

Der Inflationsdruck im Euroraum hat im September wie erwartet zugenommen. Wie Eurostat in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lagen um 3,8 (August: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die EZB strebt eine Inflation von 2,0 Prozent an. Die Kernverbraucherpreise erhöhten sich mit Raten von 0,2 und 2,5 (2,4) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit wie erwartet die Ergebnisse der ersten Veröffentlichung vom 2. Oktober.

Energie verteuerte sich mit einer Jahresrate von 18,9 (14,3) Prozent und Nahrungsmittel, Alkohol sowie Tabak kosteten 1,3 (1,1) mehr als vor einem Jahr. Industriegüter ohne Energie verteuerten sich um 1,1 (1,2) Prozent und Dienstleistungen um 3,2 (3,0) Prozent.

Zu hohe Inflationsrate in der Eurozone
11:05 Uhr

Nordex-Aktie schießt nach Daten hoch

Der Windturbinenhersteller Nordex hat nach der Veröffentlichung der vorläufigen Quartalszahlen einen Kurssprung hingelegt. Der Aktienkurs des auf Windkraftanlagen an Land spezialisierten Unternehmens schnellte um rund 13 Prozent nach oben. Nordex war damit mit Abstand stärkster Gewinner im MDax.

Nordex-Aktie schießt nach Daten hoch
10:52 Uhr

Dax steigt über wichtige charttechnische Hürde

Der Dax hat seine Gewinne ausgeweitet und ist am Vormittag um 1,0 Prozent auf 25.644 Punkte gestiegen. Der Sprung über die wichtige charttechnische Hürde bei 25.500 beziehungsweise 25.522 Punkte sorgte für zusätzliche Aufwärtsdynamik. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent höher bei 6211 Stellen.

Dax steigt über wichtige charttechnische Hürde
10:27 Uhr

Stimmung im deutschen Wohnungsbau trübt sich ein

Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im September angesichts steigender Zinsen eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 25,1 Punkte, von minus 22,5 Zählern im August, wie das Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Besonders die Geschäftsaussichten für die kommenden Monate wurden von den Unternehmen skeptischer gesehen, ihre aktuelle Lage bewerteten sie weitgehend gleich. "Die Zinserhöhung der EZB dürfte die Zuversicht im Wohnungsbau gedämpft haben", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Die Aussicht auf wieder höhere Finanzierungskosten belastet die Branche."

Die EZB hatte ihren Leitzins im September zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben, und zwar von 2,25 auf 2,50 Prozent. Sie will damit die Inflation bekämpfen, die von den steigenden Energiepreisen infolge des Nahost-Krieges ausgehen. Viele Ökonomen rechnen für Dezember mit einer weiteren Zinserhöhung. Die Bauzinsen sind in den vergangenen Monaten mit nach oben gegangen, was die Finanzierung von Projekten verteuert.

Stimmung im deutschen Wohnungsbau trübt sich ein
10:04 Uhr

Zinserhöhung in den USA? Das sagt Fed-Chef Warsh

Der Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, hält sich vor der anstehenden Zinssitzung Ende Oktober bedeckt. Er nehme Zinsentscheidungen nicht vorweg, sagte Warsh auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. "Ich halte nichts davon, jetzt schon zu sagen, was ich auf den verbleibenden Sitzungen in diesem Jahr tun könnte", erklärte er. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung am 27. und 28. Oktober die Zinsen unverändert lässt. Im September hatte die Zentralbank die Zinsen noch angehoben. Damit habe die Fed deutlich gemacht, dass sie für Preisstabilität sorgen werde, und die Geldpolitik etwas gestrafft, sagte Warsh.

Zinserhöhung in den USA? Das sagt Fed-Chef Warsh
09:38 Uhr

Ölpreise sinken - Investoren wägen Risiken ab

Die Ölpreise geben zunächst leicht nach. Anleger wägen die Risiken im Nahen Osten und mögliche Schritte der USA zur Lockerung der Beschränkungen für die weltweite "Schattenflotte" von Tankern ab. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 105,45 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,7 Prozent schwächer bei 97,29 Dollar.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte am Donnerstag zugestimmt, mehr als 20 Millionen Barrel Diesel auf den Markt zu bringen. Auch soll das restliche Öl aus einer im März zugesagten Rekordfreigabe von Notreserven freigegeben werden, um das Angebot zu erhöhen und die stark gestiegenen Preise zu dämpfen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt zudem, die Sanktionen gegen einige Schiffe der sogenannten Schattenflotte aufzuheben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.

Ölpreise sinken - Investoren wägen Risiken ab
09:19 Uhr

Tesla zeigt Sportwagen mit Raketendüsen

Tesla hat einen Sportwagen vorgestellt, der dank Raketendüsen kurze Entfernungen im Flug zurücklegen kann. Bei der Präsentation in der texanischen Stadt Waco flog der Tesla Roadster dank seiner Kaltgas-Triebwerke unter anderem mit einer Seitenrolle über geparkte andere Modelle des Elektroauto-Herstellers. Der Sportwagen werde 2028 in die Produktion gehen und man werde ihn kaufen können, sagte Tesla-Chef Elon Musk.

Ein Preis wurde nicht genannt. Allerdings werden schon für die Reservierung der Roadster-Version, die dank der Düsen schneller beschleunigen kann, insgesamt 250.000 Euro fällig - erst 5000 Euro und dann weitere 245.000 Euro binnen zehn Tagen. Auf der Tesla-Website heißt es nur bei den 5000 Euro, dass man den Betrag vollständig zurückerstattet bekommen könne. In der Präsentation beschleunigte der Roadster aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde (knapp 96,6 km/h) in 0,81 Sekunden. Das Produktionsmodell werde noch schneller sein, kündigte Tech-Milliardär Musk an.

Tesla zeigt Sportwagen mit Raketendüsen
09:13 Uhr

Dax steuert auf Wochengewinn zu

Der Dax bewegt sich zum Handelsstart weiter aufwärts. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.490 Punkten, nachdem er das gestrige Geschäft 0,3 Prozent fester mit 25.383 Zählern beendet hatte. Damit steuert der Dax auf einen Wochengewinn zu, der sich aber in Grenzen hält. In Asien zeigen die Technologiewerte nach den hohen Vortagesverlusten eine Gegenreaktion. 

Dax steuert auf Wochengewinn zu
08:58 Uhr

 Tech-Werte mit Gegenbewegung nach Ausverkauf

Nach dem gestrigen Kursrutsch kommt es zum Wochenausklang an den ostasiatischen Aktienmärkten zu einer kräftigen Erholung. Teilnehmer sprechen allerdings lediglich von einer Gegenbewegung, am übergeordneten Bild habe sich nur wenig verändert.

Besonders deutlich fällt die Erholung in Seoul aus, wo es für den Kospi um 3,6 Prozent nach oben geht. Am Vortag hatte der Index mit einem Einbruch um 7,6 Prozent das größte Tagesminus seit Ende Juli markiert. Hier geht es für die Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix um 4,6 und 4,3 Prozent aufwärts. In Tokio steigt der Nikkei-225 um 1,9 Prozent, nachdem er am Donnerstag noch den größten Tagesverlust seit März verzeichnet hatte. Der breiter gefasste Topix erhöht sich um 1,8 Prozent. Auch an den chinesischen Börsen kommt es zu einer Erholung. Der Shanghai Composite erhöht sich um 1,0 Prozent und der Hang-Seng-Index legt um 1,2 Prozent zu.

 Tech-Werte mit Gegenbewegung nach Ausverkauf
08:40 Uhr

Globale Nachfrage nach Elektroautos sinkt 

Die weltweite Nachfrage nach Elektroautos ist im September nach sechs Wachstumsmonaten in Folge gesunken. Die Verkäufe gingen um zwei Prozent auf 2,15 Millionen Fahrzeuge zurück, wie aus Daten des britischen Forschungsunternehmens Benchmark Mineral Intelligence hervorgeht. Seit Jahresbeginn liegt das Absatzvolumen demnach mit 15,5 Millionen Fahrzeugen noch drei Prozent im Plus.

Die Entwicklung zeigt eine wachsende Kluft zwischen wichtigen Märkten. Europa profitierte von starker Verbrauchernachfrage und politischer Unterstützung. "Europa hatte seinen stärksten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen, mit fast 600.000 verkauften Elektroautos im September, zehn Prozent über dem bisherigen Höchstwert vom Juni", sagte BMI-Datenmanager Charles Lester. In Nordamerika sanken die Verkäufe dagegen um 44 Prozent, in China um 18 Prozent auf 1,11 Millionen Fahrzeuge. Nordamerika bekam weiter die Folgen des Auslaufens der US-Steuergutschriften für Elektroautos Ende September 2025 zu spüren. Autobauer in China setzten wegen der schwächeren Inlandsnachfrage zunehmend auf Exporte.

Globale Nachfrage nach Elektroautos sinkt 
08:24 Uhr

Dax erholt sich weiter

uropas Börsen dürften mit kräftigen Aufschlägen in den Handel starten. Eine Stabilisierung an Wall Street sowie die Erholung an den asiatischen Börsen stützen das Sentiment. Der stark KI-lastige südkoreanische Kospi-Index zieht um fast vier Prozent an. Damit scheint die Sorge vor einem Platzen der KI-Blase, die am Vortag noch einen Ausverkauf bei Chip-Werten ausgelöst hatte, wieder etwas in den Hintergrund zu treten. Im Handel bleibt man aber vorsichtig, die Volatilität dürfte hoch bleiben.

Am Nachmittag werden in den USA Import- und Exportpreise für den Monat September veröffentlicht. Sie könnten weitere Hinweise über den Inflationsdruck liefern. Daneben werden Daten zur Industrieproduktion bekannt gegeben. Für September wird ein Anstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet. Die jüngsten Wirtschaftsdaten haben häufig positiv überrascht, die Weltwirtschaft hat zumindest bislang den Energiepreisschock besser geschultert als erwartet.

Dax erholt sich weiter
08:03 Uhr

Der frühe Vogel fängt den Rentenwurm

Der Bundestag will heute die sogenannte Frühstartrente beschließen. Damit soll es erstmals eine staatlich geförderte private Altersvorsorge bereits im Kindesalter geben. Sie soll Kindern ab dem Geburtsjahrgang 2020 den Aufbau einer privaten Altersvorsorge erleichtern. Dafür sollen anspruchsberechtigte Kinder vom 6. bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat erhalten, die am Kapitalmarkt angelegt werden. Nach Berechnungen des Finanzministeriums auf der Grundlage zurückliegender Renditen könnten dadurch bis zum Rentenbeginn mehr als 50.000 Euro zusammenkommen. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Der frühe Vogel fängt den Rentenwurm
07:46 Uhr

Anthropic droht geringere Bewertung

Vor dem geplanten Börsengang des KI-Entwicklers Anthropic mit seinem Chatbot Claude im November stellen sich Investoren auf eine geringere Bewertung des Unternehmens ein. Angesichts der explodierenden Kosten zur Finanzierung von Künstlicher Intelligenz (KI) und eines verlangsamten Wachstums werde nun eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar diskutiert, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Zuvor hatten Anleger mit etwa zwei Billionen Dollar gerechnet.

Auf einem Investorentag in San Francisco teilte das Management den potenziellen Käufern der Aktien mit, dass der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 45 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar gestiegen sei. Zudem habe Anthropic auf bereinigter Basis die Gewinnzone erreicht. Diese Zahlen hätten zwar einige Bedenken hinsichtlich der enormen Entwicklungskosten zerstreut, hieß es in bei den Insidern. Einige Investoren zeigten sich aber enttäuscht über das nachlassende Wachstum. Im zweiten Quartal hatte sich der Umsatz im Vergleich zum Jahresauftakt noch auf 11,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.

Anthropic droht geringere Bewertung
07:28 Uhr

Abseits des Tech-Booms: Diese Aktien haben Potenzial

Bei KI- und Chipaktien wird es unruhig - aber die Börse hat ja noch einiges mehr zu bieten. Welche Aktien und Branchen spannende Alternativen sein können, erklärt die Fondsmanagerin Kristina Bambach im Geldanlage-Check. 

Abseits des Tech-Booms: Diese Aktien haben Potenzial
07:11 Uhr

Asien-Börsen zeigen Gegenreaktion

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich nach der heftigen Verkaufswelle am Donnerstag erholt. Der japanische Nikkei-Index steigt nach einer sechstägigen Verlustserie. Die Gewinne halten sich jedoch in Grenzen, da die Anleger vor der anstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen Vorsicht walten lassen. .

Der Shanghai Composite gewinnt 0,8 Prozent auf 3737,31 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,6 Prozent auf 4189,41 Punkte. In Tokio legt der Nikkei-Index 1,8 Prozent auf 65.550,68 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,8 Prozent höher bei 4.072,71 Zählern.

"Die Aktien erholen sich, da die Anleger nach den starken Verlusten am Vortag wieder zugriffen. Es gab keine anderen Gründe für die Gewinne", sagt Daisuke Hashizume, leitender Stratege bei Daiwa Securities. "Die Marktteilnehmer sehen wenig Grund, vor der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen und den US-Zwischenwahlen im nächsten Monat aggressiv Aktien zu kaufen."

Asien-Börsen zeigen Gegenreaktion
06:53 Uhr

Nordex schraubt Prognose hoch

Bei Nordex haben sich die Geschäfte im dritten Quartal besser entwickelt als gedacht. Die Prognose für das Gesamtjahr werde deshalb angehoben, teilte der im MDax notierte Windanlagenbauer mit. Erwartet werde nun eine Ergebnis-Marge (Ebitda) im Bereich von 11,5 bis 12,5 Prozent, nach bislang vorhergesagten 8,0 bis 11,0 Prozent. Alle anderen Kennzahlen der Prognose blieben unverändert.

Das vorläufige, ungeprüfte Ergebnis (Ebitda) im dritten Quartal 2026 liege voraussichtlich bei rund 278 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das entspreche einer Ebitda-Marge von 12,7 Prozent. Der vorläufige, ungeprüfte Umsatz im Quartal liege voraussichtlich bei rund 2,187 Milliarden Euro nach 1,706 Milliarden vor Jahresfrist.

Nordex schraubt Prognose hoch
06:36 Uhr

Wo Elektroautos besonders boomen

Elektroautos boomen in Deutschland - aber nicht überall gleich. Den höchsten Anteil an den Neuzulassungen des laufenden Jahres haben sie in Rheinland-Pfalz, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. 33,1 Prozent bedeuten, dass fast jedes dritte seit Januar neu zugelassene Auto dort rein mit Strom fährt. Das kann man mit etwas gutem Willen auch über Schleswig-Holstein sagen, wo es 32,6 Prozent sind.

Die dritthöchste Quote ergibt sich mit 29,8 Prozent in Niedersachsen. In dem Land, in dem Volkswagen seinen Firmensitz hat, gilt aber besonders, dass Zulassungszahlen nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von kleinen und großen Unternehmen abhängen können. Das könnte auch auf Baden-Württemberg auf Platz vier mit Mercedes und Porsche und 29,7 Prozent zutreffen. NRW folgt mit 29,3 Prozent vor Bremen mit 28,9. Bayern, Berlin, Brandenburg und das Saarland liegen nahe am bundesweiten Durchschnitt von 27,2 Prozent.

Der niedrigste Elektroautoanteil im laufenden Jahr findet sich dagegen in Hamburg - dort ist es mit 16,9 Prozent nur etwas mehr als jedes sechste Auto. Dahinter folgen Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 21,6 und 21,7 Prozent. Auch Thüringen mit 22,4, Hessen mit 22,5 und Mecklenburg-Vorpommern mit 23,2 Prozent haben relativ niedrige Werte.

Wo Elektroautos besonders boomen
06:15 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,00 Yen und rückt bei der Schweizer Währung etwas auf 0,8274 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1215 Dollar und zieht leicht auf 0,9280 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:00 Uhr

Fluchtbewegung in sichere Häfen

Der Dax hat sich im internationalen Vergleich, vor allem mit den asiatischen Leitindizes noch gut geschlagen. Am Ende gewann der deutsche Börsenleitindex sogar 0,3 Prozent auf 25.383 Punkte. Zur Wochenmitte hatte er 0,2 Prozent auf 25.299 Zähler zugelegt.

Für Abgabedruck sorgten die am Mittwoch berichteten stärker als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise in den USA. Sie hatten neue Zinsängste ausgelöst. Das belastete vor allem zinssensible Sektoren und schürte Ängste vor einem Platzen der KI-Blase. Die Marktzinsen fielen dessen ungeachtet am Berichtstag stark. Marktbeobachter vermuten dahinter eine Fluchtbewegung in sichere Anlagen vor dem Hintergrund des Abverkaufs bei KI-Aktien, also Umschichtungen von Aktien in Anleihen. Daneben dürften einige Akteure das Zinsniveau aber auch für Anlagekäufe genutzt haben.

Zum heutigen Abschluss der Börsenwoche steht die Inflation im Euroraum im Blick. Sie dürfte im September kräftig angezogen haben. Klarheit bringen die finalen Daten des EU-Statistikamts. Laut vorläufigen Zahlen erreichte die Inflationsrate mit 3,8 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren. Im August lag sie noch bei 3,2 Prozent.

Die EZB hat dieses Jahr bereits mit zwei Zinserhöhungen auf den starken Preisauftrieb reagiert, der durch den Ölpreisschock durch den Iran-Krieg in Gang gekommen ist. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass noch ein weiterer Schritt der EZB nach oben im laufenden Jahr hinzukommt - womöglich im Dezember, nach einer Zinspause auf der Sitzung Ende Oktober.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Fluchtbewegung in sichere Häfen