Der Börsen-Tag
26. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

KI-Sorgen sorgen für knallroten Dax

Sorgen um die Aussichten für die KI-Branche haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss belastet. Der Dax verlor nach einem Tech-Ausverkauf insbesondere an den asiatischen Börsen 1,3 Prozent auf 24.671 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 6206 Stellen. "Die Anleger sind zwischen den Möglichkeiten und Chancen der Künstlichen Intelligenz und den Risiken hoher Bewertungen hin- und hergerissen", resümierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Zusätzlich sorgen sich die Investoren laut Thomas Altmann von QC Partners vor einer Knappheit von Speicherchips. "Immer mehr fragen sich, wo die Impulse für weitere Kursgewinne herkommen könnten", meinte der Experte.

Unruhe stiftete ein Zeitungsbericht, wonach der ChatGPT-Entwickler OpenAI dazu tendiert, seinen geplanten Börsengang wegen einer möglicherweise geringen Nachfrage von Kleinanlegern auf das kommende Jahr zu verschieben. Auch Preiserhöhungen beim US-Konzern Apple, um den steigenden Kosten für Speicherchips entgegenzuwirken, drückten auf die Stimmung.

Europaweit gingen Chipwerte zum Wochenschluss auf Talfahrt. Im Dax rutschten Infineon um 4,5 Prozent ab, im MDax gaben Aixtron um 1,5 Prozent nach. Deutlich nach oben ging es im Mittelwerte-Index für Renk mit einem Plus von 3,2 Prozent. Ein Kommentar der US-Investmentbank Jefferies verwies auf einen knapp 700 Millionen Dollar schweren Auftrag des US-Verteidigungsministeriums für die Renk-Tochter in den USA.

Zalando gaben um 6,3 Prozent nach. Grund war die Nachricht, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin den Konzernabschluss des Online-Bekleidungshändlers für das vergangene Jahr einer genauen Prüfung unterzieht. Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass man darin gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, heißt es von der Bafin zur Begründung.  

KI-Sorgen sorgen für knallroten Dax
17:11 Uhr

Zinserhöhungen statt Zinssenkungen durch die Fed?

Die US-Notenbank unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh hat die Erwartungen an den Finanzmärkten deutlich verschoben. Während zu Jahresbeginn noch über Zinssenkungen spekuliert wurde, gelten inzwischen wieder Zinserhöhungen als realistisches Szenario. Welche Rolle Inflation, Arbeitsmarkt und die Entwicklung der US-Zinsen spielen und wie Anleger auf die Zinsbewegungen setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Julius Weiß von der HSBC.

Zinserhöhungen statt Zinssenkungen durch die Fed?
16:52 Uhr

Commerzbank wirbt mit Brief um Treue der Aktionäre

Kurz vor Ende des Übernahmeangebots der Unicredit wirbt die Commerzbank bei ihren Aktionären um Treue. "Nehmen Sie das Angebot der Unicredit nicht an und bleiben Sie bei der Commerzbank investiert", heißt es in einem veröffentlichten Brief an die Anteilseigner, der von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp unterzeichnet ist. Das laufende Angebot der Unicredit biete unverändert "keine angemessene Prämie" für die Aktionäre, so das Schreiben, dass den Aktionären in den nächsten Tagen auch per Post zugehen soll. Einen belastbaren Plan, der auf den Stärken des Commerzbank-Geschäftsmodells aufbaue, habe die Unicredit bisher nicht vorgelegt. Zudem wolle der Bund seinen Aktienanteil von rund zwölf Prozent nicht verkaufen.

Die Unicredit hatte im Mai ein Tauschangebot für Deutschlands zweitgrößte Privatbank vorgelegt und bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Die Offerte war nach Angaben der Unicredit in der regulären Übernahmefrist für 12,51 Prozent der Commerzbank-Aktien angenommen worden, zuletzt wurde die Frist bis 3. Juli verlängert. Damit hätte die Unicredit, die vorher schon ein Aktienpaket von 26,77 Prozent hielt, rechnerisch fast 40 Prozent der Commerzbank-Aktien sicher. Zudem verfügt sie über Finanzinstrumente, mit denen sie auf weitere Aktien zugreifen kann. 

Commerzbank wirbt mit Brief um Treue der Aktionäre
16:31 Uhr

"Dimension des VW-Stellenabbaus kommt überraschend"

Zum 100-Jährigen von Mercedes hagelt eine neue Hiobsbotschaft der deutschen Auto-Industrie herunter: 100.000 Stellen will VW in den nächsten Jahren abbauen. Die Dimension der Zahl ist "überraschend", findet Helena Wisbert. Die Automobilexpertin erörtert, wo die Zukunft deutschen Traditionskonzerne liegt.

"Dimension des VW-Stellenabbaus kommt überraschend"
16:12 Uhr

Sorge um OpenAI-Börsengang belastet Techsektor

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(Foto: picture alliance / Sipa USA)

An der Wall Street geht es mit den Kursen zum Start nach unten. Vor allem der Technologiesektor neigt zur Schwäche. Hier belastet ein Bericht, wonach das KI-Startup OpenAI seinen geplanten Börsengang in das kommende Jahr hinein verschieben könnte. Überdies geht die Sorge um, ob sich die hohen KI-Investitionen wirklich rechnen. Genährt wurden diese Zweifel schon am Donnerstag von Apple. Der Konzern erhöht aufgrund der stark gestiegenen Speicherchip-Kosten die Verkaufspreise für seine Macs und iPads.

Der Dow-Jones-Index fällt um 0,6 Prozent auf 51.623 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,1 Prozent. Mit dem Nasdaq-100 geht es um 1,6 Prozent abwärts.

Sorge um OpenAI-Börsengang belastet Techsektor
15:48 Uhr

KI gestaltet Handelskarte Asiens neu

Künstliche Intelligenz schafft auf der Handelskarte Asiens neue Routen und Strukturen. Davon gehen die Volkswirte von HSBC aus. Der Gesamthandel Taiwans mit den Asean-Staaten mit KI-fähigen Gütern hat laut Daten der WTO im ersten Quartal 47,4 Milliarden US-Dollar erreicht, was einem Anstieg von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ausländische Investitionen seien ein wichtiger Treiber, da führende taiwanische Chipunternehmen wie die United Microelectronics Corporation ihre Aktivitäten in Singapur ausgeweitet hätten, so die Marktexperten weiter. Auch die Importe Taiwans aus den Asean-Staaten hätten sich beschleunigt, was die Diversifizierung der Lieferketten und die gestärkten zweiseitigen Ströme über den Korridor hinweg zeige.

Eine weitere KI-getriebene Verschiebung sei die Vertiefung des Handelskorridors zwischen Südkorea und Taiwan, heißt es weiter. Infolgedessen habe Taiwan im Jahr 2025 Hongkong überholt und sei zu Koreas viertgrößtem Exportmarkt aufgestiegen.

KI gestaltet Handelskarte Asiens neu
15:23 Uhr

OHB-Aktie stürzt ab

Für die Aktie des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB geht es zum Wochenschluss bergab. Das Papier verliert 13,3 Prozent auf 270,50 Euro. Insgesamt drei Millionen Aktien aus dem Besitz des Finanzinvestors KKR und aus einer Kapitalerhöhung sind zu einem Festpreis von je 300 Euro bei Investoren untergebracht worden. OHB will mit der deutlichen Ausweitung des Streubesitzes, die einer Rückkehr an die Börse gleichkommt, vom Raumfahrt-Boom profitieren. Das Unternehmen sieht sich nun als Kandidat für den Nebenwerteindex MDax.

OHB-Aktie stürzt ab
15:02 Uhr

Navidi: "Wir sehen bei SpaceX extreme Überbewertungen"

Während die deutsche Wirtschaft lahmt, jagt in der KI-Branche ein Rekord den nächsten. Auch andere Tech-Unternehmen wie SpaceX können sich kaum retten vor Investoren. Finanzmarkt-Expertin Sandra Navidi von Beyond Global erklärt, warum sie eine Blasenbildung für realistisch hält.

Navidi: "Wir sehen bei SpaceX extreme Überbewertungen"
14:42 Uhr

Wall Street rot - Techwerte haben wieder Schmerzen

Mit teils deutlichen Abgaben dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Vor allem Technologiewerte werden schwach erwartet. Der Future auf den Nasdaq-100 verliert 1,1 Prozent. Für den Terminkontrakt auf den S&P-500 geht es um 0,4 Prozent nach unten. Dass Apple mit Preiserhöhungen gestiegene Chipkosten ausgleichen will, belastet weiter. Zudem gibt es einen Bericht, wonach OpenAI ihren Börsengang möglicherweise verschieben könnte.

Dies befeuert die jüngsten Sorgen um den KI-Bereich und dessen hohe Bewertung wieder. Für die Aktien von Nvidia geht es vorbörslich um 0,9 Prozent nach unten, Intel geben 3,1 Prozent nach und Qualcomm fallen um 1,5 Prozent. Dagegen legen die Apple-Papiere um 0,3 Prozent zu. Der Kurs hatte aber bereits am Vortag mit den Preiserhöhungen um gut sechs Prozent verloren.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist heute übersichtlich. Es werden der Index der Frühindikatoren für Mai und der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Juni in zweiter Lesung veröffentlicht.

Wall Street rot - Techwerte haben wieder Schmerzen
14:21 Uhr

Überraschung bei Bosch: Konzernchef Hartung geht

Der Autozulieferer Bosch bekommt überraschend zum 1. Juli einen neuen Chef. Stefan Hartung lege sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung am 30. Juni auf eigenen Wunsch nieder, teilte der Stiftungskonzern in Stuttgart mit. Dabei war der Vertrag des heute 60-Jährigen erst im vergangenen Jahr bis 2031 verlängert worden. Sein Nachfolger wird der Chef der Konsumgütersparte, Christian Fischer. Der 58-Jährige ist seit Hartungs Amtsantritt dessen Stellvertreter. Er war auch maßgeblich am Kauf des Lüftungs- und Klima-Geschäfts von Johnson Controls und Hitachi beteiligt, dem mit umgerechnet 7,4 Milliarden Euro größten Zukauf der Firmengeschichte.

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Stefan Hartung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

"Er wird die Umsetzung der Strategie konsequent vorantreiben, um das Unternehmen in Zeiten multipler Herausforderungen in seinen Märkten weiter zukunftsfest zu machen", sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer. "Christian Fischer hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er strategisch denkt, unternehmerisch handelt und weitsichtig führt." Fischer hatte nach einem Wirtschaftsstudium 1996 als Trainee bei Bosch angefangen und später zwölf Jahre lang für andere Unternehmen gearbeitet, ehe er 2018 als Mitglied der Geschäftsführung zurückkehrte. Dort ist er für unter anderem für die Hausgeräte-Tochter BSH und die Werkzeug-Sparte zuständig. 

Überraschung bei Bosch: Konzernchef Hartung geht
14:00 Uhr

Reitz: Dieser Jobkahlschlag geht weit über VW hinaus

VW will bis zu 100.000 Stellen abbauen. Vier deutsche Werke stehen vor dem Aus: Zwickau, Hannover, Emden, Neckarsulm. Das würde ganze Regionen hart treffen, kommentiert unser Chefkorrespondent Wirtschaft, Ulrich Reitz. Die Schocknachricht sei ein Warnruf für die gesamte deutsche Industrie.

Reitz: Dieser Jobkahlschlag geht weit über VW hinaus
13:36 Uhr

"Es ist einfach so: Chinas Industrie trifft unsere Kernindustrien"

Der einem Bericht zufolge drohende Abbau von bis zu 100.000 Stellen bei Volkswagen ist Ökonomen zufolge ein Zeichen für die schlechtere Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die zunehmende Konkurrenz aus China. "So sieht leider Strukturwandel aus", sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank (HCOB), Cyrus de la Rubia. "Es ist einfach so: Chinas Industrie trifft unsere Kernindustrien - Auto, Maschinenbau, Chemie - wie ein Tsunami." Hätte man einige wichtige Reformen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit früher angegangen, wäre der Effekt weniger dramatisch. "Aber spürbar wäre er dennoch."

Das sieht ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski ganz ähnlich. "Das ist natürlich konjunkturell relevant", sagte der Ökonom. Es zeige erneut, dass sich strukturelle Schwäche, Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Transformation auf den Arbeitsmarkt und die Realwirtschaft auswirken. Genauso machten sich sieben Jahre faktischer konjunktureller Stagnation irgendwann auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. "Insgesamt zeigt das alles, dass es immer noch kein Ende an Hiobsbotschaften in der deutschen Industrie gibt", sagte Brzeski mit Blick auf VW.

"Es ist einfach so: Chinas Industrie trifft unsere Kernindustrien"
13:19 Uhr

Ifo: Unternehmen planen wieder vermehrt Stellenabbau

Keine guten Nachrichten für viele Arbeitnehmer: Die Unternehmen in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge wieder vermehrt Arbeitsplätze abbauen. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts sank von 93,9 Punkten im Mai auf nunmehr 92,3 Punkte im Juni, wie Ifo mitteilte. "Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt", erklärte Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe. Besonders schwierig bleibt die Lage dem Institut zufolge bei Leiharbeitsfirmen und im Tourismus.

In der Industrie verbesserte sich das Barometer leicht, "dennoch überwiegen die Pläne zum Stellenabbau", wie die Forschenden weiter mitteilten. Stärker legt demnach der Abbau von Arbeitsplätzen im Groß- und Einzelhandel zu. Die Unternehmen im Baugewerbe planen hingegen kaum Personalabbau.

Ifo: Unternehmen planen wieder vermehrt Stellenabbau
12:53 Uhr

Fallende Ölpreise setzen Energieaktien zu

Europäische Energieaktien geben im Vormittagshandel nach, da die Ölpreise trotz des Angriffs auf ein Schiff in der Straße von Hormus weiter fallen. Die Preise geben weiter nach, da die Anleger darauf setzen, dass das Angebot aus der Golfregion weiter steigen wird, wenn die Schiffe die Wasserstraße verlassen. Die Sorgen um die Schifffahrt bleiben jedoch nach einem iranischen Angriff auf ein Frachtschiff bestehen. In London fallen BP um 1,9 Prozent, während Shell um 1,0 Prozent nachgeben. Die spanische Repsol notiert 0,9 Prozent niedriger und die italienische Eni fällt um 1,0 Prozent. Die französische TotalEnergies gibt ebenfalls um 1,0 Prozent nach.

Fallende Ölpreise setzen Energieaktien zu
12:32 Uhr

Auch der neue Fed-Chef könnte die Zinsen erhöhen

Neue Führung, neuer Kurs: wie viel Macht hat Kevin Warsh wirklich, was will er anders machen als seine Vorgänger? Sicher ist: die US-Notenbank wird in Sachen Zinsen weiter auf datenabhänge Entscheidungen setzen, auch wenn US-Präsident Donald Trump gerne niedrigere Zinsen hätte. Was Anleger jetzt wissen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Marcus Hüttinger von Gané.

Auch der neue Fed-Chef könnte die Zinsen erhöhen
12:10 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Es zeichnet sich ein ruhiger Wochenausklang bei wenig veränderten Sätzen am europäischen Geldmarkt ab. Am Vormittag war bereits die kurzfristige Inflationserwartung der Konsumenten im Euroraum im Mai gesunken, und damit schon vor dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni. Wie die EZB im Ergebnis ihrer Konsumentenumfrage mitteilte, erwarteten die Konsumenten für die nächsten zwölf Monate nur noch einen Anstieg der Verbraucherpreise um 3,5 (April-Umfrage: 4,0) Prozent. Die Erwartungen auf die Sicht von drei Jahren blieben bei 2,9 Prozent und die Erwartungen an die Sicht von fünf Jahren bei 2,4 Prozent.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), 1-Monats-Geld: 2,20 - 2,40 (2,20 - 2,40), 3-Monats-Geld: 2,22 - 2,40 (2,22 - 2,40), 6-Monats-Geld: 2,32 - 2,50 (2,27 - 2,41), 12-Monats-Geld: 2,53 - 2,65 (2,56 - 2,70), Euribors: 25.06. 24.06. 3 Monate: 2,2930 2,3030, 6 Monate: 2,6060 2,6140, 12 Monate: 2,7850 2,7810

Neues vom Geldmarkt
11:47 Uhr

US-Futures rot, Nikkei tiefrot - das ist zu viel für den Dax

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax ist am Mittag in die knallrote Phase übergegangen. Der deutsche Leitindex verlor 1,2 Prozent auf 24.707 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 0,8 Prozent auf 6220 Stellen ab. Ein Grund sind nachgebende US-Aktienfutures, nach dem vierten Rückgang in Folge für den S&P 500 und den Nasdaq am Donnerstag. Auch globale Indizes mit engem Bezug zur KI gaben heute nach. Der japanische Nikkei rutschte um mehr als vier Prozent ab, belastet von einem Kurseinbruch der Aktie der Softbank Group um 13 Prozent. Zuvor hatte ein Medienbericht nahegelegt, dass OpenAI seinen Börsengang auf das nächste Jahr verschieben könne.

US-Futures rot, Nikkei tiefrot - das ist zu viel für den Dax
11:37 Uhr

Zalando-Aktienkurs rauscht in den Keller

Eine Prüfung des Jahresabschlusses von Zalando durch die Bafin hat die Anleger des Online-Modehändlers schwer verunsichert. Die Zalando-Aktie brach zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 23,77 Euro ein, erholte sich danach wieder etwas. Derzeit verliert die Aktie 5,5 Prozent auf 25,13 Euro. Die Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte mitgeteilt, es gebe "konkrete Anhaltspunkte dafür (...), dass die Zalando SE gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen" habe. Es gehe darum, dass im Anhang des Jahresabschlusses 2025 vorgeschriebene Angaben im Zusammenhang mit der Übernahme der Otto-Tochter About You fehlten, hieß es in der Mitteilung.Die BaFin, die nach dem Wirecard-Skandal auch als "Bilanzpolizei" fungiert, habe deshalb eine Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts eingeleitet.

"Auf den ersten Blick scheint das eher ein handwerklicher Fehler zu sein", sagte ein Händler. "Es gibt zwar Unsicherheit, aber so wild scheint es nicht zu sein."

Zalando-Aktienkurs rauscht in den Keller
11:17 Uhr

IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert - es gibt dafür zwei wichtige Gründe

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet für Juni eine Stagnation. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verharrte im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 99,6 Punkten. Das European Labour Market Barometer trat im Juni ebenfalls auf der Stelle und lag mit 100,1 Punkten den dritten Monat in Folge weiterhin leicht über der neutralen Marke von 100 Punkten.

"Die demographische Schrumpfung ist endgültig am Arbeitsmarkt angekommen: Die Beschäftigung sinkt, während die Zunahme der Arbeitslosigkeit zu einem Ende kommt", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs.

IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert - es gibt dafür zwei wichtige Gründe
10:55 Uhr

Mercedes verschärft Sparkurs - Verschiebung der Sonderzahlung

Auch Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Der Dax-Konzern verschiebt eine für den Juli vorgesehene tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Das geht aus einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland hervor, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Um welche Summe es insgesamt geht, war zunächst unklar. Bei der Sonderzahlung handelt es sich um den jährlichen "Transformationsbaustein", der 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt beträgt.

Die strukturellen Kosten in Deutschland - insbesondere die Arbeitskosten - seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, hieß es. Zugleich will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Laut Tarifvertrag arbeiten die Beschäftigten zurzeit 35 Stunden in der Woche.

Mercedes verschärft Sparkurs - Verschiebung der Sonderzahlung
10:38 Uhr

KI-Inflation ist neues Schreckgespenst an der Börse

Der Hype um künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Computerchips und macht Elektrogeräte teurer. Apple, Microsoft, Sony und Nintendo erhöhen die Preise. Aktuell sieht es so aus, als müssten die Verbraucher die „teure KI-Party zahlen“, analysiert ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.

KI-Inflation ist neues Schreckgespenst an der Börse
10:15 Uhr

Bitcoin steigt wieder über wichtige Marke

Bitcoin erholt sich leicht, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung aufgrund eines erneuten Ausverkaufs bei Technologiewerten ein 21-Monatstief erreicht hatte. Technologiewerte stünden aufgrund von Bewertungs- und KI-Bedenken weiterhin unter Druck, schreibt Jefferies-Ökonom Mohit Kumar in einem Kommentar. "Kapitalflüsse zum Monats- und Quartalsende würden ebenfalls die Technologiewerte belasten, die in diesem Quartal gut gelaufen sind." Bitcoin steigt laut LSEG um 1,0 Prozent auf 60.294 US-Dollar, nachdem er am Donnerstag bis auf 58.075 US-Dollar gefallen war.

Bitcoin steigt wieder über wichtige Marke
09:53 Uhr

Bericht: Volkswagen baut noch radikaler Stellen ab - vier Werke gefährdet

Volkswagen steht einem Medienbericht zufolge vor einem weiteren massiven Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollten im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei demnach noch nicht klar. VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Ein zweiter Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.

Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es. Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu sortiert werden, heißt es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.

Bericht: Volkswagen baut noch radikaler Stellen ab - vier Werke gefährdet
09:50 Uhr

Ölpreise trotzen Angriff auf Frachtschiff

Trotz eines Angriffs auf ein Frachtschiff vor der Küste Omans geben die Ölpreise nach, da nach einem Waffenstillstandsabkommen wieder mehr Tanker die Straße von Hormus passieren. Auch Erdbeben in Venezuela, die Sorgen um die dortige Ölproduktion auslösten, stützen die Preise nicht nachhaltig. Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 74,33 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,1 Prozent schwächer bei 71,13 Dollar.

Ölpreise trotzen Angriff auf Frachtschiff
09:31 Uhr

USA bremsen Polestar komplett aus

Der vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Elektroautobauer Polestar darf ab dem Modelljahr 2027 keine neuen Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen. Grund ist eine Entscheidung des US-Handelsministeriums, dem Unternehmen keine Genehmigung nach der sogenannten Connected Vehicle Rule zu erteilen, wie Polestar mitteilte.

Die Regel beschränkt den Import und Verkauf vernetzter Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik mit Bezug zu China oder Russland. Die US-Regierung begründet dies mit Risiken für die nationale Sicherheit, etwa beim Zugriff auf Fahrzeugdaten oder vernetzte Systeme. Bereits vorhandene Bestände der Modelle Polestar 3 und Polestar 4 sollen in den USA weiter verkauft werden.

Polestar will sich nun stärker auf Europa konzentrieren. Dort erzielt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 80 Prozent seiner Verkäufe. Im ersten Quartal 2026 kamen 94 Prozent der Verkäufe aus Märkten außerhalb der USA. Der Hauptsitz des an der US-Börse Nasdaq notierten Unternehmens liegt im schwedischen Göteborg.

USA bremsen Polestar komplett aus
09:15 Uhr

Apple gibt den Spielverderber

Der Dax startet deutlich schwächer ins Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der im gestrigen Handel noch 1,0 Prozent zugelegt und mit 24.995 Punkten knapp unterhalb der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.830 Zählern.

ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist auf den Ausverkauf im asiatischen Chipsektor, der von der Angst einer durch KI getriebenen Inflation befeuert werde: "Ein Auslöser waren die wegen gestiegener Chippreise angekündigten Preiserhöhungen von Apple."

Apple gibt den Spielverderber
08:59 Uhr

Ausverkauf in Chipsektor

Die asiatischen Aktienmärkte stürzen ab - allen voran die südkoreanische und japanische Börse. Erneut steht der hoch bewertete Technologiesektor im Fokus, wo nun erneut massiv Gewinne eingestrichen werden. Den Auslöser liefert Apple - der US-Technologieriese will mit Preiserhöhungen steigende Chipkosten kompensieren. Für Verunsicherung sorgt zudem ein Bericht, wonach OpenAI ihren Börsengang möglicherweise verschieben könnte. Unter Anlegern kochen damit die bekannten Sorgen hinsichtlich der Bewertungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) wieder hoch - die jüngste Rally im Halbleiterbereich kehrt sich damit um und folgt dem gängigen Muster: Auf Absturz folgt Rally, der dann wieder ein Ausverkauf mit anschließender Rally beziehungsweise Erholung folgt.

Angeführt wird der Ausverkauf wieder einmal vom Kospi in Seoul, der nach diversen Handelsunterbrechungen um 8,5 Prozent einknickt. Die Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 7,8 bzw. 8,8 Prozent ab. Beide Unternehmen planen laut Berichten erhebliche langfristige Investitionen in die Halbleiterkapazität.

Auch in Japan reagieren Anleger mit einem Ausverkauf im Technologiesektor auf die Schlagzeilen zu Apple und OpenAI. Der Nikkei büßt 4,9 Prozent auf 68.798 Punkte ein, ist nach einem Rekordschlusshoch am Vortag aber auch besonders anfällig für Gewinnmitnahmen. Angesichts der Nachhaltigkeit des Gewinnwachstums und der aktuellen Bewertungen in Japan "dürften KI- und Halbleiterwerte jedoch der wichtigste Motor des Marktes bleiben", kommentieren die Citi-Analysten die Marktbewegungen. "Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Bullenmarkt bis zum Jahresende anhalten wird."

In China geben HSI in der Hongkong und der Shanghai Composite im Kernland um die 2 Prozent ab, während in Australien der S&P/ASX-200 stagniert.

Ausverkauf in Chipsektor
08:39 Uhr

Finanzaufsicht knöpft sich Zalando vor

Zalando ist ins Visier der Finanzaufsicht Bafin geraten. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass die Zalando SE gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, teilte die Bafin mit. Daher sei am 19. Juni 2026 eine Prüfung des gebilligten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2025 und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet worden. Laut Bafin wurden im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der About You Holding SE möglicherweise fehlerhaft unterlassen.

Finanzaufsicht knöpft sich Zalando vor
08:20 Uhr

Neue OpenAI-KI kommt stufenweise

Die US-Regierung hat OpenAI Insidern zufolge aus Sicherheitsgründen gebeten, sein neues KI-Modell nur schrittweise zu veröffentlichen. Dies sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. OpenAI-Chef Sam Altman habe der Belegschaft mitgeteilt, dass das neueste Modell, GPT 5.6, zunächst nur ausgewählten Partnern in einer Vorabversion zur Verfügung gestellt werde, berichtete zuvor das Technologieportal "The Information". Dabei werde die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Zugang für jeden einzelnen Kunden genehmigen. Die stufenweise Markteinführung erfolge auf Wunsch der nationalen Cyber-Direktion und des US-Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik. 

Neue OpenAI-KI kommt stufenweise
08:02 Uhr

Autobauer pushen Verbrenner

Am deutschen Neuwagenmarkt wird der Verkauf von Verbrennern wieder stärker gefördert. Handel und Hersteller setzten im Juni erstmals seit einem Jahr wieder höhere Kaufanreize als bei vergleichbaren Elektroautos, wie aus der regelmäßigen Marktstudie des privaten "Center Automotive Research (CAR)" hervorgeht.

Nach den Erhebungen ist bei den 20 meistverkauften Elektrofahrzeugen der durchschnittlich gewährte Preisnachlass von 19,5 Prozent im Januar auf nun 17,8 Prozent des Listenpreises zurückgegangen. Bei den Verbrennern gab es im Schnitt 18,4 Prozent Rabatt. Sie sind damit zumindest in der Anschaffung durchschnittlich 1.997 Euro billiger als die E-Modelle. Im Dezember hatte der Abstand nur gut 1.300 Euro betragen.

Die staatliche Förderung ist bei dem Preisvergleich nicht eingerechnet, weil vom gekauften Auto und den Einkommensverhältnissen des Käufers abhängig. CAR-Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer sieht eine starke Förderung von Elektroautos im günstigen Einstiegssegment. Dies komme insbesondere Importeuren aus China, Korea und Europa entgegen. "Deutsche Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche und ihre Jobs in Deutschland haben wenig davon."

Autobauer pushen Verbrenner
07:46 Uhr

Dax droht Schwächeanfall

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss deutlicher im Minus erwartet. Für den Dax zeichnet sich ein Start bei 24.700 Punkten ab, nach einem Vortagesschluss bei 24.995 Punkten. Damit würde der Index zwar weiterhin in der zuletzt ausgebildeten Handelsspanne von 24.750 bis 25.250 Punkten handeln, allerdings nun deutlich am unteren Ende. Es bleibt abzuwarten, ob die Anleger vor dem Wochenende wieder den Rücksetzer kaufen.

Die Aktien-Futures deuten auf eine schwächere Eröffnung in Europa hin, da der Markt wegen der sprunghaft steigenden Kosten für Speicherchips bei den Einkäufern besorgt ist. Der massive Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt sich zu einem neuen Katalysator für die Inflation - Volkswirte sprechen bereits von der zu erwartenden KI-Inflation. Die Auswirkungen dieser Chip-Knappheit wurden durch die jüngsten Pläne von Apple unterstrichen, die Preise für einige Laptops und Tablets anzuheben.

Dax droht Schwächeanfall
07:29 Uhr

Samsung hat 650-Milliarden-Plan

Samsung will einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden zehn Jahren umgerechnet rund 648 Milliarden Dollar (1000 Billionen Won) in Südkorea investieren. Davon seien 300 Billionen Won für den Bau von Chipfabriken im Südwesten des Landes vorgesehen, berichtete die Zeitung "Maeil Business Newspaper", ohne konkrete Quellen zu nennen. Die Pläne sollen am Montag bei einem Treffen mit Präsident Lee Jae Myung vorgestellt werden. Daran nähmen auch Führungskräfte von Samsung Electronics und dem Konkurrenten SK Hynix teil. Die Chiphersteller, deren Produktionsstätten sich bislang auf den Großraum Seoul konzentrieren, stehen unter Druck, ihre Investitionen stärker auf andere Regionen des Landes zu verteilen.

Samsung hat 650-Milliarden-Plan
07:10 Uhr

Apple verhagelt Tech-Stimmung in Asien

Preiserhöhungen beim US-Konzern Apple und Sorgen um den Tech-Sektor brocken den asiatischen Börsen zum Wochenschluss deutliche Verluste ein. Die japanische Börse in Tokio tendiert schwächer, wobei der Nikkei-Index 3,8 Prozent auf 69.602,72 Punkte nachgibt. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 3965,72 Zählern. Auch in China ziehen sich die Anleger zurück: Der Shanghai Composite verliert 1,8 Prozent auf 4045,48 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 2,5 Prozent auf 4895,68 Punkte.

In Tokio sorgt ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für schlechte Stimmung. Die Aktien des Technologieinvestors Softbank, der stark auf das KI-Unternehmen setzt, brechen um mehr als zwölf Prozent ein. Auch andere KI-Schwergewichte wie Advantest und Tokyo Electron gehören zu den Verlierern. "Die Nachricht war negativ für die SoftBank-Gruppe und die Anleger insgesamt, da KI im Zentrum des Marktes steht", sagt Analyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Gegen den Trend legen der Chipentwickler Renesas Electronics und der Autobauer Toyota zu.

Apple verhagelt Tech-Stimmung in Asien
06:53 Uhr

Japans Inflation zieht an

Die Inflation in der japanischen Hauptstadt Tokio hat sich im Juni beschleunigt und signalisiert einen zunehmenden Preisdruck durch den Nahost-Konflikt. Damit verharrt sie aber den fünften Monat in Folge unter dem Zielwert der Zentralbank Bank of Japan (BOJ). Der Kernindex der Verbraucherpreise, der die schwankungsanfälligen Kosten für frische Lebensmittel ausklammert, stieg im Jahresvergleich um 1,6 Prozent, wie aus aktuellen Daten hervorgeht. Analysten hatten mit diesem Wert gerechnet, nachdem der Anstieg im Mai noch bei 1,3 Prozent gelegen hatte. Ein weiterer Index, der zusätzlich die Energiekosten herausrechnet, kletterte im Juni auf 1,9 Prozent nach 1,6 Prozent im Vormonat.

Japans Inflation zieht an
06:35 Uhr

Verschiebt OpenAI seinen Börsengang?

OpenAI tendiert offenbar dazu, seinen geplanten Börsengang auf das kommende Jahr zu verschieben. Ursprünglich habe das Unternehmen ein Debüt auf dem Parkett für das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres ins Auge gefasst, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf drei mit den Überlegungen vertraute Personen. Angesichts der jüngsten Marktturbulenzen und der Kursverluste von Technologieaktien hätten Berater in der vergangenen Woche jedoch vor einer geringen Nachfrage von Kleinanlegern gewarnt. Sie hätten die Führungsebene vor die Wahl gestellt, mit dem Börsengang bis 2027 zu warten, um die von OpenAI-Chef Sam Altman geforderte Bewertung von einer Billion Dollar zu erreichen, oder die Zielmarke für ein schnelleres Debüt zu senken. Ein Abrücken von dieser Summe komme für Altman jedoch nicht infrage, sagte einer der Insider.

Investoren hinterfragten zunehmend, ob Firmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ihre großen Versprechen einlösen könnten, hieß es weiter. Als abschreckendes Beispiel gelte zudem die Entwicklung bei SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk hatte jüngst zwar den bislang größten Gang an die Börse der Geschichte absolviert. Die Aktie rutschte nach einem Höchststand von 202 Dollar jedoch bis Donnerstag auf 153 Dollar ab.

Verschiebt OpenAI seinen Börsengang?
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt bleibt der japanische Yen nahe seines 40-Jahres-Tiefs, da Händler trotz US-Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen vorsichtig agierten. Der Dollar legt im asiatischen Handel leicht auf 6,8027 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt die US-Devise etwas auf 0,8105 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1358 Dollar und zieht leicht auf 0,9206 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:00 Uhr

Ein teurer Rüstungsspaß

Die 25.000er-Marke steht erst einmal, aber ob der Dax auch mit ihr ins Wochenende geht, wird sich erst am heutigen Nachmittag wohl endgültig entscheiden. Der Grund: Im bisherigen Wochenverlauf lag der deutsche Börsenleitindex mehrfach darüber, aber eben auch wieder darunter. Den gestrigen Handelstag beschloss das Börsenbarometer mit einem Plus von 1,0 Prozent und einem Stand von 24.995 Punkten.

Heute dürfte sich das Augenmerk der Anleger auf einen in Kürze anstehenden Börsengang richten, denn der Haushaltsausschuss des Bundestages schafft die letzte Voraussetzung für den Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS. Das Gremium soll grünes Licht für den milliardenschweren Einstieg des Bundes bei KNDS mit 40 Prozent geben, damit Deutschland dort künftig auf Augenhöhe mit Frankreich agieren kann. Der Einstieg muss noch vor dem für die erste Juli-Hälfte geplanten Börsengang vollzogen sein. In Ausschusskreisen hieß es, der Bund veranschlage mindestens sieben Milliarden Euro für das Aktienpaket. Vereinbart ist, dass der Bund den deutschen KNDS-Eigentümerfamilien einen prozentual zweistelligen Aufschlag auf den Emissionspreis zahlt sowie einen Nachschlag, wenn sich die Aktie nach dem Börsengang gut entwickelt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Ein teurer Rüstungsspaß