Der Börsen-Tag
27. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:40 Uhr

Dax trotzt Iran-Krise und Zollturbulenzen

Am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenausklang Vorsicht geherrscht. Mit Sorge schauten die Akteure in Richtung Iran, wo ein US-Angriff befürchtet wird. Impulse könnten noch von Neuigkeiten von den US-iranischen Gesprächen in Genf ausgehen, wo das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt stehen dürfte. Der vermittelnde omanische Außenminister sagte, die Verhandlungen auf Expertenebene würden nächste Woche in Wien fortgesetzt.

Der Dax schloss kaum verändert bei 25.284 Punkten, das Rekordhoch von 25.508 Punkten liegt damit weiter in greifbarer Nähe. Der EuroStoxx50, der bereits am Vortag ein Rekordniveau erreicht hatte, notierte 0,3 Prozent tiefer bei 6142 Stellen.

Nach Einschätzung von Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck, besteht trotz der erneuten Zollunsicherheit und aller geopolitischen Sorgen weiter Aufwärtspotenzial für die globalen Aktienmärkte. Die Börsen hätten sich inzwischen an viele anhaltende Unsicherheiten wie etwa an der Zollfront gewöhnt, meint der Experte.

Ausgebremst wurde der Dax-Anstieg durch den mit Enttäuschung aufgenommenen Ausblick von BASF. Der weltgrößte Chemiekonzern stellt sich nach einem Gewinneinbruch auf ein weiteres schwieriges Jahr ein und reagiert mit einem verschärften Sparkurs. Die ausbleibende Gewinndynamik schicke die Aktien in die Verlustzone, erläuterte Andreas Lipkow von CMC Markets. BASF gaben um 1,9 Prozent nach.

Dax trotzt Iran-Krise und Zollturbulenzen
17:14 Uhr

So stehen die Chancen für einen neuen Aufschwung im Techsektor

In den vergangenen Jahren gab es für die großen Tech-Werte in den USA quasi nur eine Richtung - und zwar nach oben. In den letzten Monaten ist diese Rally allerdings eher ins Stocken geraten. Doch selbst dann, wenn sich der Markt seitwärts oder sogar nach unten bewegt, lässt sich mit Discountzertifikaten noch Rendite machen. Wie das genau funktioniert, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

So stehen die Chancen für einen neuen Aufschwung im Techsektor
16:55 Uhr

Trump Media erwägt Abspaltung von Truth Social

Trump Media and Technology führt Gespräche über die Abspaltung von Vermögenswerten, einschließlich der Social-Media-Plattform Truth Social, in ein neu börsennotiertes Unternehmen. Dies soll nach dem Abschluss der geplanten Fusion mit dem Fusionsenergieunternehmen TAE Technologies im Wert von sechs Milliarden US-Dollar erfolgen. Die Aktien des abgespaltenen Unternehmens würden an die zum Stichtag vor Abschluss des TAE-Deals eingetragenen Aktionäre von Trump Media ausgeschüttet, und das abgespaltene Unternehmen würde dann mit dem SPAC Texas Ventures Acquisition III fusionieren, wie die Unternehmen mitteilen.

Die Abspaltung zielt darauf ab, das Social-Media-Geschäft von Trump Media von seiner Wette auf die kommerzielle Kernfusion zu trennen, da das Unternehmen vom unersättlichen Energiebedarf des Booms bei künstlicher Intelligenz profitieren will. Die Gespräche dauern an und es sei noch keine endgültige Vereinbarung getroffen worden, merken die Unternehmen an.

Trump Media erwägt Abspaltung von Truth Social
16:37 Uhr

VW erreicht Marke von zwei Millionen E-Autos

Volkswagen hat bei der Auslieferung von E-Autos die Marke von zwei Millionen erreicht. Das Jubiläumsfahrzeug vom Typ ID.3 sei in Zwickau gebaut und in der Gläsernen Manufaktur in Dresden an eine Kundin übergeben worden, teilte das Dax-Unternehmen mit.

VW-ID
VW ID.3 Pure (Foto: Autohaus Moll)

Volkswagen hat seine Palette an vollelektrischen Fahrzeugen in den vergangenen Jahren ausgebaut. Angefangen hat es 2013 mit der Einführung des e-Up, später folgten der e-Golf und die ID-Modelle. Am Standort Zwickau in Sachsen werden seit einigen Jahren ausschließlich E-Autos produziert - auch für die Marken Audi und Cupra. Den größten Anteil an den zwei Millionen verkauften E-Autos haben laut VW die Modelle ID.4 und ID.3.

VW erreicht Marke von zwei Millionen E-Autos
16:12 Uhr

Ist Open AI bald eine Billion Dollar wert?

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 110 Milliarden Dollar gesichert und kommt damit auf eine Bewertung von 840 Milliarden Dollar. Zu den größten Investoren zählen Amazon mit einer Zusage über 50 Milliarden Dollar sowie SoftBank und Nvidia mit jeweils 30 Milliarden Dollar, wie das KI-Unternehmen mitteilte. Die Kapitalspritze erfolgt im Vorfeld eines für später im Jahr erwarteten Börsengangs. Amazon werde zunächst 15 Milliarden Dollar investieren. Weitere 35 Milliarden Dollar sollen in den kommenden Monaten fließen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt seien.

Teil der Vereinbarung ist eine vertiefte technologische Partnerschaft mit Amazon. OpenAI werde zwei Gigawatt (GW) Rechenkapazität nutzen, die auf Amazons eigenen "Trainium"-Chips basiert. Zudem werde die Amazon-Cloudsparte AWS der exklusive Drittanbieter für die Unternehmensplattform OpenAI Frontier. Die enge Bindung an den Großinvestor Microsoft bleibe davon jedoch unberührt, hieß es weiter.

Ist Open AI bald eine Billion Dollar wert?
15:49 Uhr

Iran-Krise sorgt für stark sinkende Kurse an der Wall Street

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Anzeichen einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sorgen an der Wall Street für nachgebende Kurse. Hintergrund sind laut Händlerangaben Medienberichte, laut denen die USA Mitarbeitern der Botschaft in Israel die sofortige Ausreise empfehlen. Das schürt die Sorgen vor einem möglichen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlag gegen den Iran. Für den Fall eines Angriffs schließen Beobachter nicht aus, dass der Iran auch Ziele in Israel angreifen könnte.

Der Dow-Jones-Index verliert im frühen Handel 1,1 Prozent auf 48.979 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,9 Prozent nach und der Nasdaq-Composite fällt um 1,3 Prozent. Im Gegenzug legen die Ölpreise deutlich zu. Die Notierungen von Brent und WTI steigen um bis zu 3,3 Prozent. Der "sichere Hafen" Gold holt die zwischenzeitlichen Verluste wieder auf und dreht ins Plus. Die Feinunze steigt um 0,6 Prozent auf 5219 Dollar.

Iran-Krise sorgt für stark sinkende Kurse an der Wall Street
15:28 Uhr

US-Zoll-Urteil: China ist größter Gewinner 

China ist der größte Gewinner des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA gegen Notfallzölle. Davon gehen die Ökonomen von Natixis aus. Die effektiven US-Zölle auf chinesische Waren könnten laut der Berechnung von Natixis um 15,6 Prozent sinken. Chinesische Exporteure könnten ihre Lieferungen vorziehen, da die Aussichten über den 150-Tage-Zeitraum hinaus höchst unsicher blieben, merken sie an. Die US-Regierung könnte nach alternativen Maßnahmen suchen, um die Zölle für China wieder auf ein Niveau nahe dem ursprünglichen zu bringen, so die Ökonomen weiter. Allerdings habe sich der direkte Handel zwischen den USA und China in den vergangenen Jahren angesichts der Handelsspannungen verringert, und chinesische Unternehmen könnten ihre "Go-Global-Strategie" fortsetzen und ausländische Produktionsstätten für den Eintritt in den US-Markt nutzen, fügen sie hinzu.

US-Zoll-Urteil: China ist größter Gewinner 
14:58 Uhr

Um Iran braut sich was zusammen - Dax im Minus, Gold- und Ölpreise steigen

Der Dax ist am Nachmittag unter Abgabedruck geraten und um 0,3 Prozent abgerutscht. Hintergrund waren laut Händlerangaben Medienberichte, laut denen die USA Mitarbeitern der Botschaft in Israel die sofortige Ausreise empfehlen. Das schürt Sorgen vor einem möglicherweise unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlag gegen den Iran. Im Falle eines Angriffs schließen Beobachter nicht aus, dass der Iran auch Ziele in Israel angreifen könnte. Der Ölpreis baut mit der Meldungslage seine Gewinne aus und steigt um drei Prozent, Gold zog auf 5214 US-Dollar je Feinunze an.

Um Iran braut sich was zusammen - Dax im Minus, Gold- und Ölpreise steigen
14:54 Uhr

Risikoprämien ziehen zum Wochenschluss an

Die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen gehen zum Wochenschluss merklich hoch. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf sind ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. Auch wenn Gespräche "auf technischer Ebene" kommende Woche in Wien fortgeführt werden sollen, werden bei Credits angesichts der Unsicherheiten höhere Risikoprämie gefordert. Ungeachtet davon gehen von den Anleihemärkten und der Berichtssaison derzeit keine negativen Impulse aus.

Risikoprämien ziehen zum Wochenschluss an
14:26 Uhr

Wie groß ist die Crash-Gefahr?

Die jüngsten Zollkapriolen haben die politische Unsicherheit in den USA weiter verstärkt. Die Aktienmärkte scheint das allerdings weitestgehend kalt zu lassen. Wie groß ist die Gefahr, dass es doch noch zu einem Crash kommt und wie können Anleger sich dagegen wappnen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kay-Peter Tönnes von der Fondsgesellschaft Antecedo.

Wie groß ist die Crash-Gefahr?
14:17 Uhr

Experte: Geringere Inflation durch Entlastungen bei Strompreisen

Hier eine Stimme zu den deutschen Inflationsdaten: "Die Inflationsrate fällt etwas zurück, das Preisziel bleibt erfüllt", sagte der Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. "Geholfen haben vor allem Entlastungen der Politik bei den Strompreisen. In der Gesamtbetrachtung sind lediglich die Dienstleistungspreise ein Schönheitsfehler. Auf Sicht der nächsten Monate dürfte das preisstabile Umfeld anhalten. Vieles spricht für einen engen Inflationsverlauf um 2,0 Prozent. Dabei richtet der Euro den Inflationsblick nach unten und der Rohölpreis nach oben. Die deutsche Vorgabe zementiert die Warteposition der EZB."

Der Dax reagierte kaum auf die Daten aus Wiesbaden. Der deutsche Leitindex verharrte nahezu unverändert bei 25.297 Punkten. Auch der Euro blieb stabil bei 1,1803 US-Dollar.

Experte: Geringere Inflation durch Entlastungen bei Strompreisen
14:05 Uhr

Deutsche Inflationsrate überraschend unter zwei Prozent

Die Inflation in Deutschland ist im Februar deutlicher als erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Januar war die Teuerungsrate auf 2,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember mit 1,8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr gefallen war. Ökonomen hatten mit einem Rückgang der Inflationsrate auf 2,0 Prozent gerechnet. Von Januar auf Februar zogen Verbraucherpreise um 0,2 Prozent an.

Preistreiber blieben einmal mehr die Dienstleistungen: Sie verteuerten sich um 3,2 Prozent (Januar: 3,2 Prozent). Für Energie mussten Verbraucher dagegen 1,9 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (Januar: -1,7 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel zogen um 1,1 (Januar: +2,1) Prozent an. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, blieb bei 2,5 Prozent.

Deutsche Inflationsrate überraschend unter zwei Prozent
13:40 Uhr

Insider: VW-Dieselmotorentochter ist wertvoller als erwartet

Die Volkswagen-Dieselmotorentocher Everllence wird Insidern zufolge von möglichen Käufern höher bewertet als Analysten vermutet hatten. VW habe Angebote erhalten, in denen Everllence einschließlich Schulden mit rund acht Milliarden Euro bewertet werde, hieß es. Der Wolfsburger Autokonzern habe Interessenten aufgefordert, bis Mitte Februar Gebote einzureichen, und jüngst einige der Bieter darüber informiert, dass sie in die zweite Runde kämen, sagten zwei der Insider.

Finanzinvestoren wie Brookfield, CVC und Blackstone hätten Interesse an dem Augsburger Unternehmen, das Schiffsmotoren und industrielle Wärmepumpen herstellt, sagten die beiden Insider, weil sie auf der Suche nach Beteiligungen seien, mit denen sie sich gegen mögliche KI-Verwerfungen rüsten könnten. Brookfield, CVC und Blackstone lehnten eine Stellungnahme ab.

Insider: VW-Dieselmotorentochter ist wertvoller als erwartet
13:23 Uhr

Aktie von Cloud-Unternehmen stürzt ab

Die Aktie von CoreWeave bricht um elf Prozent ein, nachdem das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Cloud-Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss seine Ergebnisse bekannt gegeben hat. Der Zulieferer von OpenAI teilte mit, dass er Investitionsausgaben zwischen 30 und 35 Milliarden US-Dollar erwarte, nach 14,89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Die Ausgaben für Nvidia-Chips und Investitionen in Rechenzentren seien der Grund für den Anstieg der Investitionsausgaben, teilte das Unternehmen mit. Der Anstieg der Ausgaben werde die Margen im ersten Quartal 2026 belasten, so das Unternehmen, das für das erste Quartal einen Umsatz zwischen 1,9 und 2,0 Milliarden Dollar in Aussicht stellt. Diese Prognose impliziert laut LSEG ein Ergebnis, das unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 2,24 Milliarden US-Dollar liegt.

Aktie von Cloud-Unternehmen stürzt ab
13:08 Uhr

TKMS-Chef: Plane keinen Wechsel zu Volkswagen

Oliver-Burkhard-leitet-TKMS-seit-Mai-2022
Oliver Burkhard leitet TKMS seit Mai 2022.

Der Chef der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS, Oliver Burkhard, hat Berichte über einen geplanten Wechsel zu Volkswagen zurückgewiesen. "Ein Wechsel zur Volkswagen AG, den Sie da in den Raum stellen, ist nicht geplant", sagte der Manager auf der virtuellen Hauptversammlung. Ein Aktionär hatte den Manager mit Verweis auf Medienberichte um Klärung gebeten.

TKMS-Chef: Plane keinen Wechsel zu Volkswagen
12:48 Uhr

Bericht: Telefonica verhandelt über Kauf von 1&1

Der spanische Telekomkonzern Telefonica verhandelt laut einem Medienbericht über die Übernahme des deutschen Konkurrenten 1&1. Die Transaktion werde mit 4,5 Milliarden bis fünf Milliarden Euro bewertet, berichtet die spanische Online-Zeitung "El Espanol" unter Berufung auf ungenannte Quellen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Erste Gespräche fanden laut dem Bericht bereits im November statt. Inzwischen seien jedoch formelle Verhandlungen aufgenommen worden. Ziel sei es, bis zum Ende des ersten Halbjahres Klarheit über die Details der Transaktion zu haben, heißt es weiter. Telefonica lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Bericht: Telefonica verhandelt über Kauf von 1&1
12:32 Uhr

Duolingo setzt sich neue Ziele - was das für Anleger bedeutet

Die Sprachlern-App Duolingo will 2026 mehr KI nutzen. Das Unternehmen will "Nutzerwachstum und nicht maximale Monetarisierung priorisieren", berichtet ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne. Er erklärt, was das für Nutzer und Anleger bedeutet.

Duolingo setzt sich neue Ziele - was das für Anleger bedeutet
12:11 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Von einem ruhigen Wochenausklang am europäischen Geldmarkt berichtet ein Treasurer. Während die Sätze am kurzen Ende stabil seien, kämen die langen Laufzeiten deutlicher nach unten. Damit verflache sich die Zinskurve weiter. Auch bei der Bundkurve setze sich der Verflachungstrend fort, der Renditespread zwischen zehn- und zweijährigen Papieren engte sich im Verlauf des Februars um etwa 20 Basispunkte ein und unterschritt jüngst 65 Basispunkte.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,92 - 2,12 (1,92 - 2,12), 1-Monats-Geld: 1,96 - 2,16 (1,95 - 2,15), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,22 (2,02 - 2,22), 6-Monats-Geld: 2,11 - 2,31 (2,07 - 2,27), 12-Monats-Geld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Euribors: 26.02. 25.02. 3 Monate: 2,0130 2,0410, 6 Monate: 2,1340 2,1390, 12 Monate: 2,2170 2,2080

Neues vom Geldmarkt
11:56 Uhr

Dax mit eingedampftem Plus - Öl deutlich teurer

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat seine mühsame Klettertour fortgesetzt. Am Mittag stieg der deutsche Leitindex um 0,1 Prozent auf 25.306 Punkte, zuvor war er bereits bis auf 25.406 Zähler gestiegen. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 6163 Stellen. Der Euro lag ebenfalls nur wenig verändert bei 1,1802 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI gingen deutlich um je 1,8 Prozent hoch.

Dax mit eingedampftem Plus - Öl deutlich teurer
11:40 Uhr

Analyst: Abkühlung des deutschen Arbeitsmarktes endet

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg erwartet, dass die während der vergangenen Quartale zu beobachtende Abkühlung des deutschen Arbeitsmarkts ein Ende gefunden hat, wofür auch die höhere Zahl der gemeldeten offenen Stellen spreche. "Hinter dieser Stabilisierung steht jedoch weiterhin ein starker Strukturwandel in der Beschäftigung. Gemäß der jüngsten Zahlen vom Dezember gingen im verarbeitenden Gewerbe im Vorjahresvergleich 180.000 Stellen verloren", schreibt er in einem Kommentar. Dieser Verlust sei jedoch unter anderem durch den Aufwuchs im Öffentlichen Dienst sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen ausgeglichen worden.

Analyst: Abkühlung des deutschen Arbeitsmarktes endet
11:17 Uhr

Der Chef baut vor: BASF erwartet weiteres Krisenjahr - Aktie knallrot

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF stellt sich nach einem Gewinneinbruch auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. "2026 wird voraussichtlich ein weiteres Übergangsjahr, in dem unsere Industrie mit deutlichem Gegenwind rechnen muss", sagte Vorstandschef Markus Kamieth in Ludwigshafen. "Die meisten der angestrebten Verbesserungen werden wir aus eigener Kraft erzielen müssen."

Eine schnelle Besserung sei nicht in Sicht, formulierte Kamieth seinen Blick auf die Zukunft. Weder sei mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage zu rechnen. Eine schrittweise Erholung des globalen Marktumfeldes erwartet der Manager erst später im Jahr und vor allem 2027. Anleger reagierten verschnupft. Die BASF-Aktie verlor drei Prozent.

Der Chef baut vor: BASF erwartet weiteres Krisenjahr - Aktie knallrot
11:01 Uhr

Netflix will Warner Bros nicht mehr - Anleger erfreut - Aktie springt

Netflix steigt aus dem milliardenschweren Bieterstreit um Warner Brothers Discovery aus - trotz eines Angebots über 82 Milliarden Dollar. Für den Rückzug werden 2,5 Milliarden fällig. Anleger reagieren erleichtert, die Aktie legt nachbörslich deutlich zu.

Netflix will Warner Bros nicht mehr - Anleger erfreut - Aktie springt
10:35 Uhr

Aktienkurse von United Internet und 1&1 schießen hoch

Die Aktien von United Internet und deren Mobilfunk-Tochter 1&1 ziehen stark an. Die Titel legen jeweils mehr als zehn Prozent zu. Ein Händler verweist auf einen Bericht des Nachrichtenportals "El Espanol", wonach Telefonica über die Übernahme von 1&1 in Deutschland verhandeln soll. Die Aktien von Telefonica notieren 2,7 Prozent fester.

Aktienkurse von United Internet und 1&1 schießen hoch
10:23 Uhr

Inflation in einigen Bundesländern unter EZB-Zielmarke

Die Inflationsrate ist im Februar in mehreren Bundesländern unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen. In Bayern stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 1,9 Prozent, nachdem sie im Januar noch um 2,1 Prozent zugelegt hatten. In Nordrhein-Westfalen gab die Teuerungsrate von 2,0 auf 1,8 Prozent nach, in Niedersachsen von 2,1 auf 1,9 Prozent und in Baden-Württemberg von 2,1 auf 1,8 Prozent.

Im Januar war die bundesweite Teuerung auf 2,1 Prozent gestiegen, nachdem im Dezember mit 1,8 Prozent der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahr erreicht wurde. Das Statistische Bundesamt will noch am Nachmittag eine erste Schätzung zur Entwicklung im Februar abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Rückgang der bundesweiten Inflationsrate auf 2,0 Prozent.

Inflation in einigen Bundesländern unter EZB-Zielmarke
10:13 Uhr

Keine Warnstreiks 2026 und 2027 - Bahn einigt sich mit GDL

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mal eine gute Nachricht von der Tariffront: Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich bei ihren Tarifverhandlungen auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter geeinigt. Wie beide Seiten mitteilten, steigen die Entgelte am 1. August 2026 und am 1. August 2027 um jeweils 2,5 Prozent. Die Beschäftigten bekommen im April zudem eine Einmalzahlung von 700 Euro, für Auszubildende und Dual Studierende sind es 350 Euro. Die GDL konnte zudem ihre Forderung nach einer zusätzlichen Entgeltstufe für Beschäftigte mit besonders langer Berufserfahrung durchsetzen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet Ende 2027 - zeitgleich mit dem Tarifvertrag zwischen der Bahn und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG.

Damit wird es dieses und nächstes Jahr keine Warnstreiks bei der Deutschen Bahn geben. Anfang 2028 muss der bundeseigene Konzern dafür dann mit beiden Gewerkschaften gleichzeitig neue Tarifverträge aushandeln. Mit der GDL wurde vereinbart, dass im ersten Quartal 2028 noch die Friedenspflicht gilt, die Lokführergewerkschaft kann also frühestens im April 2028 wieder zu Arbeitskämpfen bei der Deutschen Bahn aufrufen.

Keine Warnstreiks 2026 und 2027 - Bahn einigt sich mit GDL
10:03 Uhr

Reallöhne steigen 2025 erneut - Niveau von 2019 aber verfehlt

Trotz der im vergangenen Jahr erneut kräftig gestiegenen Reallöhne liegt die Kaufkraft der deutschen Arbeitnehmer noch immer knapp unter dem Niveau von 2019. Die Bruttomonatslöhne wuchsen um durchschnittlich rund 4,2 Prozent, bei einer Inflationsrate von 2,2 Prozent. Daraus ergibt sich ein reales Lohnplus von 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2024 lag der Zuwachs auch wegen der steuerfreien Inflationsausgleichsprämie mit 2,9 Prozent deutlich höher.

Damit sei "fast wieder das Reallohnniveau des Jahres 2019" erreicht worden - dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Insbesondere 2022 hatte es wegen der hohen Inflation infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einen Einbruch der Kaufkraft von 4,1 Prozent gegeben.

Reallöhne steigen 2025 erneut - Niveau von 2019 aber verfehlt
09:58 Uhr

Kein Schwung im deutschen Jobmarkt - Arbeitslosenzahl steigt im Februar schwach

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar weniger stark als erwartet gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 1000, nachdem sie im Januar um ebenfalls 1000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,3 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5000 und eine unveränderte Quote von 6,3 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren sank die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 auf 3,070 Millionen. Die Arbeitslosenquote ging auf 6,5 (6,6) Prozent zurück.

"Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über drei Millionen", sagte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles in Nürnberg.

Kein Schwung im deutschen Jobmarkt - Arbeitslosenzahl steigt im Februar schwach
09:49 Uhr

Preisdaten rücken in den Fokus

Der Datenkalender ist heute gut bestückt. Am Vormittag stehen Verbraucherpreise aus deutschen Bundesländern und aus Frankreich an, um 14.00 Uhr werden die Daten für Gesamt-Deutschland veröffentlicht. Gerechnet wird gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 2,0 Prozent, entsprechend dem EZB-Inflationsziel. Im Januar hatte der Anstieg 2,1 Prozent betragen. Sollten die Daten tatsächlich so ausfallen, dürften das die Notenbanker wohlwollend zur Kenntnis nehmen.

Um 14.30 Uhr werden die US-Erzeugerpreise für Januar berichtet . Sie sind nach Einschätzung von Pepperstone-Marktstratege Michael Brown für die US-Notenbank schon zu veraltet, um eine Rolle zu spielen. Sie könnten aber helfen, die Erwartungen für die Mitte März anstehenden PCE-Inflationsdaten zu schärfen. Ebenfalls kaum für Impulse dürfte der Chicagoer Einkaufsmanagerindex sorgen.

Preisdaten rücken in den Fokus
09:33 Uhr

Delivery Hero liefert Kurssturz

Zunehmender Wettbewerbsdruck bremst das Wachstum von Delivery Hero. Der Essenslieferant veröffentlichte Geschäftszahlen unter den Markterwartungen. Die Aktien des Unternehmens fielen daraufhin fünf Prozent.

Das über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) sei 2025 nach vorläufigen Berechnungen um neun Prozent auf 49,2 Milliarden Euro gewachsen, teilte Delivery Hero mit. Der Konzernumsatz habe um rund 23 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro zugelegt. Der operative Gewinn liege bei über 900 Millionen Euro. Analysten hatten für GMV und Erlöse Werte von 49,53 beziehungsweise 14,92 Milliarden Euro prognostiziert. Die Entwicklung des vierten Quartals blieb ebenfalls hinter den Vorhersagen zurück. Das GMV wuchs um knapp acht Prozent auf 12,4 Milliarden Euro und der Konzernumsatz um etwa 21 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro.

Delivery Hero liefert Kurssturz
09:18 Uhr

Dax gibt den Punktesammler

Zum Start ins Wochenschlussgeschäft stagniert der Dax zunächst. Der deutsche Börsenleitindex, der im gestrigen Handel 0,5 Prozent auf 25.289 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.275 Zählern.

"Neben Preisdaten schauen die Anleger heute wieder auf die Berichtssaison", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. "Das was BASF geliefert hat, ist eher durchwachsen ausgefallen", erläutert er. "Verschärfte Sparanstrengungen auf der einen Seite, eine gleichbleibende Dividende auf der anderen."

Dax gibt den Punktesammler
08:57 Uhr

Rekordlauf an Asien-Börsen stockt

Nach dem Rekordlauf an den Börsen in Tokio, Seoul und Sydney setzt sich im späten Handelsverlauf eine positive Tendenz an den asiatischen Handelsplätzen durch. Insbesondere die drei genannten Börsen steuern auf starke Februar-Gewinne und den besten Februar überhaupt zu. Asiatische Aktien haben europäische und US-Titel klar hinter sich gelassen - befeuert in erster Linie von Technologiewerten und den Hoffnungen zum KI-Boom. Heute folgen Technologiepapiere aber überwiegend ihren US-Pandents nach unten. Dort vermochten selbst starke Geschäftszahlen des KI-Dickschiffs Nvidia keine positiven Akzente zu setzen. Vermehrt wurde die Nachhaltigkeit der eigentlich überzeugenden Geschäftsentwicklung in Frage gestellt. Händler sprechen von den bekannten KI-Sorgen.

Der Nikkei steigt um 0,2 Prozent auf 58.897 Punkte und erholt sich damit von zwischenzeitlichen Abgaben. Nachdem der Leitindex zwei Handelstage in Folge auf Rekordhochs geschlossen hat, ist von einer Konsolidierung die Rede. In Südkorea dreht der Kospi nach deutlichen Verlusten im frühen Handel ins Plus und steigt um weitere 0,5 Prozent - damit steuert er auf den sechsen Aufschlag in Folge zu. Angeführt wird er vom schwer gewichteten Halbleiterwert Samsung Electronics. Der Shanghai Composite steigt derweil um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent.

Rekordlauf an Asien-Börsen stockt
08:40 Uhr

"Es bleibt nur wenig Zeit"

Der ungewisse Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran stimmt die Anleger am Ölmarkt vorsichtig. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI steigen um jeweils 0,7 Prozent auf 71,23 beziehungsweise 65,69 Dollar je Fass. Die jüngste Gesprächsrunde mache etwas Hoffnung auf eine friedliche Lösung, aber angesichts der bisherigen Erfahrungen seien Militärschläge keineswegs ausgeschlossen, sagt DBS-Analyst Suvro Sarkar. Der Iran rechnet Außenminister Abbas Araghtschi zufolge in weniger als einer Woche mit der nächsten Runde der Atomgespräche mit den USA. "Es bleibt wenig Zeit, um vor der von Präsident Trump gesetzten Frist vom 1. bis 6. März eine Einigung zu erzielen", sagt Daniel Hynes, Analyst bei der ANZ.

Am Donnerstag hatten indirekte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stattgefunden. Im Fokus steht der seit Jahrzehnten anhaltende Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. Allerdings geht es den USA auch um das iranische Raketenprogramm. Die USA haben mit einem Militärschlag gedroht, sollte keine Einigung gelingen. Analysten zufolge sind bereits acht bis zehn Dollar an Risikoprämie in den Ölnotierungen eingepreist. Anleger befürchten, dass ein militärischer Konflikt die Ölversorgung aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus unterbrechen wird.

"Es bleibt nur wenig Zeit"
08:21 Uhr

Dell lockt mit Rekordergebnis

Der wachsende Bedarf an KI-Rechnern beschert Dell Umsatz- und Gewinnrekorde. Zudem legte der Computerhersteller einen überraschend optimistischen Ausblick vor. "Wir haben im Geschäftsjahr 2025/2026 Aufträge für KI-optimierte Server im Volumen von 64 Milliarden Dollar verbucht und starten mit einem Rekordauftragsbestand von 43 Milliarden Dollar in das neue Geschäftsjahr", sagte der für das Tagesgeschäft verantwortliche Chef Jeff Clarke. Dell-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um sechs Prozent.

Der US-Konzern peilt für 2026/2027 Erlöse von 138 bis 142 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 12,90 Dollar je Aktie an. Das Geschäft mit Servern werde sich voraussichtlich auf etwa 50 Milliarden Dollar verdoppeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 113,5 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn um 27 Prozent auf 10,30 Dollar je Aktie.

Dell lockt mit Rekordergebnis
08:03 Uhr

BASF verschärft Sparprogramm

BASF stellt sich nach einem deutlichen Ergebnisrückgang auf ein weiteres durchwachsenes Jahr ein und verschärft sein Sparprogramm. Für 2026 stellte der weltgrößte Chemiekonzern einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden von 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr in Aussicht. Analysten hatten zuletzt im Schnitt 7,02 Milliarden Euro erwartet. Die laufenden Kosteneinsparprogramme werden beschleunigt: Bis Ende 2026 rechnet das Unternehmen nun mit jährlichen Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro statt der zuvor geplanten 2,1 Milliarden.

BASF hatte im Januar vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und dabei seine eigene Prognose verfehlt. Der Umsatz sank um rund drei Prozent auf 59,7 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis fiel um mehr als neun Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 2,25 Euro je Aktie erhalten. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 1,6 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr.

BASF verschärft Sparprogramm
07:45 Uhr

Seitwärts – mit einigen Fallstricken

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss in der Seitwärtsspanne der vergangenen Tage erwartet. Für den Dax zeichnet sich ein Start bei 25.320 Zählern ab, nach einem Schluss bei 25.289 Punkten. Während die europäischen Indizes am Vortag neue Hochs erreichten, fehlen dem DAX noch rund 200 Punkte.

Entscheidend für den Tag könnte werden, ob es Neuigkeiten von den Gesprächen in Genf gibt, wo die USA und der Iran wohl weiter verhandeln. Der vermittelnde omanische Außenminister sagte, die Verhandlungen auf Expertenebene würden nächste Woche in Wien fortgesetzt. Dies habe die Sorgen über eine bevorstehende US-Militäraktion zerstreut, so die Analysten von ANZ Research. Bei den Ölpreisen tut sich aktuell erneut wenig.

Die Berichtssaison schaltet derweil einen Gang zurück. Aus der Schweiz legte Holcim Zahlen vor, die Aktie stand am Vortag mit anderen Baustoffaktien stärker unter Druck. Aus Deutschland legt Delivery Hero Zahlen vor.

Seitwärts – mit einigen Fallstricken
07:29 Uhr

"Grund zur Sorge": KI-Cloudfirma steckt tief in roten Zahlen

Der Siegeszug Künstlicher Intelligenz (KI) verhilft CoreWeave zu einem überraschend deutlichen Wachstum. Wegen steigender Kosten vervielfachte sich jedoch der Verlust des Cloudanbieters. Die Aktien des US-Unternehmens fielen daraufhin im nachbörslichen Handel um mehr als acht Prozent.

CoreWeave verdoppelte seinen Umsatz im vierten Quartal auf 1,57 Milliarden Dollar und übertraf damit die Markterwartungen. Ähnlich stark stiegen auch die operativen Ausgaben, die einen Umfang von 1,66 Milliarden Dollar erreichten. Dadurch lag der bereinigte Verlust mit 284 Millionen Dollar fast achtmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Dies sei ein Grund zur Sorge, sagte Analyst Alexander Platt vom Research-Haus D.A. Davidson. CoreWeave-Chef Michael Intrator verwies auf die ungebrochene Nachfrage und den Auftragsbestand von 66,8 Milliarden Dollar. "Wir sind bereit, die sich daraus ergebenden enormen Chancen zu nutzen."

CoreWeave gehört zu den sogenannten Neoclouds. Diese Firmen spezialisieren sich auf den Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren. Da die großen Technologiekonzerne dringend zusätzliche Rechenkapazitäten für ChatGPT, Gemini & Co. benötigen, wachsen diese Cloudfirmen stürmisch. Im dritten Quartal hatte CoreWeave ein Umsatzplus von 134 Prozent verbucht.

"Grund zur Sorge": KI-Cloudfirma steckt tief in roten Zahlen
07:11 Uhr

Und immer wieder die Tech-Aktien …

Die Stimmung an den asiatischen Börsen ist gedrückt. Sorgen über die Bewertungen von Technologieunternehmen und die Spannungen im Nahen Osten belasten die Kurse. In Japan folgen die Aktienkurse den schwachen Vorgaben der Wall Street. "Künstliche Intelligenz und Geopolitik standen für die Finanzmärkte weiterhin im Vordergrund und führten zu einem Rückzug aus Risikoanlagen und einer Umschichtung in sichere Häfen", so Mantas Vanagas, leitender Ökonom bei der Westpac Group.

In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 58.745,75 Punkten. Der breiter gefasste Topix notiert dagegen 1,1 Prozent höher bei 3922,84 Zählern. Mit einem Monatsplus von neun Prozent steuert er auf den größten Sprung seit November 2020 zu. Die Titel des Chip-Ausrüsters Advantest fallen 4,62 Prozent, die von Tokyo Electron um 3,77 Prozent. Die Aktien des Technologie-Investors Softbank Group geben um 3,4 Prozent nach.

In China verliert der Shanghai Composite 0,2 Prozent auf 4139,53 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,7 Prozent auf 4693,19 Punkte.

Und immer wieder die Tech-Aktien …
06:52 Uhr

Japanische Industrieproduktion hinkt hinterher

Die japanische Industrieproduktion ist im Januar laut Regierungsdaten um 2,2 Prozent zum Vormonat gestiegen. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 5,3 Prozent gerechnet. Vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie befragte Hersteller erwarten zudem, dass die saisonbereinigte Produktion im Februar um 0,5 Prozent und im März um 2,6 Prozent sinken wird.

Japanische Industrieproduktion hinkt hinterher
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 155,79 Yen und legt 0,2 Prozent auf 6,8547 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7729 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1803 Dollar und zieht leicht auf 0,9123 Franken an.

Die chinesische Zentralbank kündigt an, sie wolle die Devisenrisiko-Reserven für einige Termingeschäfte abschaffen. Das würde die Kosten für den Kauf von Dollar senken. Der Yuan hatte im vergangenen Jahr den größten Jahresgewinn gegenüber dem Dollar seit 2020 verzeichnet.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:18 Uhr

Netflix zieht die Reißleine

Netflix zieht sich aus dem Bieterkampf um die Streaming- und Studiosparte von Warner Bros Discovery zurück. Das Geschäft sei finanziell nicht mehr attraktiv, nachdem Paramount Skydance sein Angebot auf 31 Dollar je Aktie erhöht habe, teilte der Streaming-Anbieter mit. "Wir waren schon immer diszipliniert. Bei dem Preis, der erforderlich wäre, um mit dem jüngsten Angebot von Paramount Skydance gleichzuziehen, ist das Geschäft jedoch finanziell nicht mehr attraktiv. Daher lehnen wir es ab, mit dem Gebot von Paramount Skydance mitzuziehen", hieß es. Die Aktie von Netflix legte im nachbörslichen Handel um rund zehn Prozent zu.

Warner Bros Discovery hatte zuvor erklärt, das überarbeitete Angebot von Paramount sei dem bestehenden Vertrag mit Netflix überlegen. Paramount begrüßte die einstimmige Bestätigung des Warner-Bros-Verwaltungsrats, dass sein Angebot das stärkere sei.

Netflix zieht die Reißleine
06:00 Uhr

Stimmt die Chemie?

Der Dax bastelt an seinem Wochengewinn. Im gestrigen Handel, der von den US-Geschäftsberichten von Nvidia und Salesforce bestimmt war, schloss der deutsche Börsenleitindex 0,5 Prozent fester mit einem Stand von 25.289 Zählern. Dabei hatte vor allem das Indexschwergewicht SAP gestützt.

Und heute? Da sollten die Anleger zweigleisig fahren. Zum einen steht die Inflationsentwicklung im Blick. Dabei dürfte der Preisauftrieb in Deutschland im Februar nachgelassen haben. Volkswirte erwarten eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent, nach 2,1 Prozent zu Jahresbeginn. Die Inflation dürfte damit genau auf den Zielwert fallen, den die Europäische Zentralbank als ideal für die Wirtschaft im Euroraum ansieht. Steigende Preise für Lebensmittel hatten die Inflationsrate hierzulande zum Jahresanfang in die Höhe getrieben, nachdem sie im Dezember bei 1,8 Prozent gelegen hatte.

Zum anderen heißt es: Augen auf die Berichtssaison, denn der Chemiekonzern BASF legt seine endgültige Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 sowie den Ausblick auf das laufende Jahr vor. Nachdem das Unternehmen bereits im Januar vorläufige Eckdaten veröffentlicht hatte, richtet sich das Hauptaugenmerk der Anleger nun auf die neue Prognose. 2025 verfehlte BASF seine Ergebnisprognose, überraschte jedoch beim freien Barmittelzufluss (Free Cashflow) positiv. Der Ausblick des Branchenprimus wird angesichts der Krise in der Chemieindustrie und der weltweit schwachen Nachfrage mit besonderem Interesse erwartet.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Stimmt die Chemie?