Der Börsen-Tag
19. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
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17:59 Uhr

Dax kommt nach Verlustserie kaum vom Fleck

Die Unsicherheit unter den Anlegern wegen steigender Anleihezinsen und der problematischen Lage in Nahost hält weiter an. Nach zwei schwachen Handelstagen war beim Dax angesichts letztlich nur geringer Abgaben aber ein Hauch von Stabilisierung erkennbar. Die Anfang August erstmals passierte Marke von 26.000 Punkten geriet zunächst nicht in Gefahr.

Der deutsche Leitindex ging 0,14 Prozent tiefer bei 26.091 Punkten aus dem Handel. Der MDax verlor 0,05 Prozent auf 31.822,47 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls nach, während die Vorzeichen in New York vor allem beim Dow Jones Industrial zuletzt positiv waren.

Im Fokus standen weiter die zinssensitiven Halbleiterwerte wegen ihrer Korrektur, die international unter Schwankungen weiterging. Den Auslöser dafür sieht die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in steigenden Anleiherenditen und der damit größer werdenden Frage, ob die angekündigten KI-Investitionen in einem Umfeld steigender Finanzierungskosten Bestand haben. Die vom US-Finanzministerium signalisierte Bereitschaft, am Anleihemarkt stützend einzugreifen, konnte die Zinssorgen nicht beseitigen.

Am Abend nach Börsenschluss in Europa steht die Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbanksitzung von Ende Juli auf dem Programm. Kursbewegende neue Erkenntnisse dürfte sie aber eher nicht bringen. Am Zinsterminmarkt wird derzeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 33 Prozent eingepreist.

Dax kommt nach Verlustserie kaum vom Fleck
17:19 Uhr

Moderna-Aktie geht nach Impfstofferfolg bei Hautkrebs durch die Decke

Der US-Pharmakonzern Moderna und sein Partner Merck & Co haben mit einem experimentellen Impfstoff einen klinischen Studienerfolg bei schwarzem Hautkrebs erzielt. Der auf mRNA-Basis entwickelte Impfstoff Intismeran hat in einer Studie mit Hochrisiko-Melanom-Patienten erfolgreich das Wiederkehren oder Streuen von Krebs verhindert, teilten die beiden Konzerne mit. Dies ebne den Weg für eine potenziell neue, lebensverlängernde Behandlung für die Tausenden von Menschen, bei denen jedes Jahr die tödliche Krankheit diagnostiziert wird.

Die Moderna-Aktie geht im vorbörslichen US-Handel durch die Decke und verteuert sich um etwa 90 Prozent. Merck & Co notiert vorbörslich gut 7 Prozent im Plus.

An der Studie nahmen Patienten teil, bei denen ein Melanom chirurgisch entfernt worden war. Das Ziel der Behandlung war es, das Risiko eines Rückfalls zu verringern. Die Konzerne gaben bekannt, dass die Studie in der klinischen Spätphase, in der der personalisierte Krebsimpfstoff Intismeran in Kombination mit dem erfolgreichen Krebs-Immuntherapeutikum Keytruda von Merck getestet wurde, ihr Hauptziel erreicht hat: Der Zeitraum bis zum Wiederauftreten der Krebserkrankung wurde bei Hochrisikopatienten verlängert. Zudem wurde ein sekundäres Ziel erreicht, nämlich die Ausbreitung der Erkrankung auf andere Organe zu verhindern.

Moderna-Aktie geht nach Impfstofferfolg bei Hautkrebs durch die Decke
16:51 Uhr

Hapag-Lloyd steigt bei Terminal in Rotterdam ein

Die Hochseereederei Hapag-Lloyd steigt beim niederländischen Betreiber APM Terminals Maasvlakte II ein. Hapag-Lloyd habe mit APM Terminals eine Vereinbarung über den Erwerb einer Beteiligung von 25 Prozent an APM Terminals Maasvlakte II unterzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Die künftigen Partner wollten die weitere Entwicklung, den Kapazitätsausbau und die operative Leistungsfähigkeit des Terminals vorantreiben. Hapag-Lloyd stärke seine langfristige Position in Rotterdam und treibe seine globale Terminalstrategie voran. Zu den finanziellen Details sei Stillschweigen vereinbart worden. 

Hapag-Lloyd steigt bei Terminal in Rotterdam ein
16:34 Uhr

Ölpreis und Zinsängste bremsen Anleger

Anleger an der Wall Street sind zur Wochenmitte auf der Hut geblieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand am Vormittag (Ortszeit) 0,2 Prozent im Plus bei 53.478 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 7716 Punkte zu, während der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,3 Prozent auf 26.230 Punkte nachgab.

Die Ölpreise kletterten angesichts der weiter angespannten Lage im Nahen Osten auf ein Drei-Wochen-Hoch und schürten Inflationssorgen. Anleger warteten vor diesem Hintergrund angespannt auf Signale zur weiteren Zinsentwicklung in den USA. Das Protokoll der Juli-Sitzung der US-Notenbank, das im Laufe des Tages veröffentlicht wird, soll Aufschluss über die geldpolitischen Aussichten der Zentralbank geben. Auch der jüngste Ausverkauf am Anleihemarkt, der die Renditen weltweit auf die höchsten Stände seit mehreren Jahren getrieben hatte, beschäftigte die Investoren, obwohl die Verzinsung der US-Staatsanleihen wieder etwas nachgab.

Die höheren Kreditkosten setzten insbesondere den zinssensiblen Technologiewerten zu. Der Halbleiterindex setzte seine Talfahrt fort und verlor zwei Prozent. Gegen den Negativtrend legten die Aktien von Marvell Technology um sieben Prozent zu. Der Chiphersteller entwickelt laut einer Vereinbarung spezielle Chips für die Alphabet-Tochter Google und räumt dem Internetkonzern dabei eine Option zum Kauf einer Beteiligung ein.

Ölpreis und Zinsängste bremsen Anleger
15:51 Uhr

Was erfolgreiche Trader anders machen

Erfahrung allein reicht beim Trading nicht. Geduld, Disziplin und ein klares Szenario können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Raimund Brichta spricht mit Trading-Experte Jürgen Molnar von RoboMarkets darüber, worauf es beim erfolgreichen Handel ankommt.

Was erfolgreiche Trader anders machen
15:22 Uhr

Target trotz starker Zahlen mit Gewinnmitnahmen

Trotz starker Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose machen Anleger bei Target Kasse. Die Titel des US-Einzelhändlers geben im vorbörslichen Handel 1,5 Prozent nach. Die flächenbereinigten Umsätze von Target im zweiten Quartal stiegen um 3,8 Prozent und übertrafen damit die Schätzungen von 2,5 Prozent. Der bereinigte Gewinn von 4,11 Dollar je Aktie lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen von 2,33 Dollar.

"Target hat ein starkes Quartal vorgelegt, aber die Messlatte lag hoch", sagte Analyst Steven Shemesh von der Royal Bank of Canada. Bis zum Handelsschluss am Dienstag hatte die Aktie seit Jahresbeginn um mehr als die Hälfte zugelegt. Der Konzern unter dem neuen Vorstandschef Michael Fiddelke versucht, mit Preissenkungen und einem aufgefrischten Sortiment bei den Kunden zu punkten. Für das Gesamtjahr rechnet Target mittlerweile mit einem Umsatzwachstum von rund fünf Prozent, nach zuvor vier Prozent. Angehoben wurde auch die Prognose für den Jahresgewinn.

Target trotz starker Zahlen mit Gewinnmitnahmen
14:42 Uhr

Optimistische Prognose beflügelt Estee Lauder

Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder hat mit einem optimistischen Geschäftsausblick die Anleger überzeugt. Die Aktien des Eigentümers von Marken wie Clinique und M.A.C. legten im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast sieben Prozent zu. Estee Lauder rechnet nach einem starken Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 3,10 und 3,35 Dollar für das Geschäftsjahr 2027. Der Mittelwert der Spanne liegt über den Analystenschätzungen von 3,18 Dollar, wie aus LSEG-Daten hervorgeht. Das Unternehmen setzt auf eine anhaltende Nachfrage nach teureren Düften sowie eine starke Entwicklung im Schlüsselmarkt China.

Optimistische Prognose beflügelt Estee Lauder
14:21 Uhr

KI-Boom sorgt für Preisanstieg bei Samsung

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics hat Insidern zufolge wegen des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Preise für seine Chip-Auftragsfertigung deutlich angehoben. Für einige moderne Verfahren seien die Preise für neue Aufträge um bis zu 15 Prozent erhöht worden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Nachfrage sei so hoch, dass die Kapazitäten knapp würden. Besonders stark sei der Andrang von chinesischen Kunden, die wegen US-Exportbeschränkungen auf ausländische Fertiger angewiesen sind und Insidern zufolge die höchsten Aufschläge akzeptieren. Samsung lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Preiserhöhungen markieren eine Wende für die lange verlustreiche Sparte, mit der Samsung versucht, zum Branchenführer TSMC aus Taiwan aufzuschließen. 

KI-Boom sorgt für Preisanstieg bei Samsung
13:42 Uhr

Übernahme zahlt sich für Carlsberg aus

Die Übernahme des britischen Getränkeherstellers Britvic zahlt sich für den Brauereikonzern Carlsberg schneller aus als erwartet. Der weltweit drittgrößte Brauer rechnet nun mit einem Wachstum des organischen Betriebsgewinns zwischen vier und sechs Prozent statt mit zwei bis sechs Prozent, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Als Grund für den Optimismus nannte Carlsberg die Synergien aus der Übernahme von Britvic im vergangenen Jahr. Von den erwarteten Einsparungen von insgesamt 110 Millionen Pfund sollen bereits 2026 rund 50 Prozent realisiert werden, deutlich mehr als die zuvor anvisierten 30 bis 40 Prozent.

Wie seine Konkurrenten, Weltmarktführer Inbev und die Nummer zwei Heineken, leidet Carlsberg unter geopolitischen Verwerfungen wie dem Krieg in der Ukraine und US-Zöllen, die die Kosten treiben. Zudem führt die angespannte finanzielle Lage vieler Verbraucher zu einer Kaufzurückhaltung bei alkoholischen Getränken. "Wir sind der Meinung, dass Erfrischungsgetränke stärkere Wachstumsimpulse geben als Bier", erläuterte Konzernchef Jacob Aarup-Andersen. Bier bleibe aber ein wichtiger Teil des Geschäfts.

Übernahme zahlt sich für Carlsberg aus
13:07 Uhr

Heidelberger Druck setzt auf Drohnen

Heidelberger Druck treibt seinen Umbau zum Technologiekonzern voran und steigt in die Geschäftsfelder Drohnenabwehr und Energiespeicher ein. Zusammen mit dem ukrainischen Entwickler Skyeton sollen autonome Luft-Boden-Systeme entstehen, wie der Druckmaschinenhersteller mitteilte. Zudem wolle das Unternehmen in die Produktion von Natrium-Ionen-Batteriespeichern einsteigen. "Unsere Investitionen anhand der strategischen Agenda prägen das laufende Geschäftsjahr von Heidelberg. Wir wollen die Marktposition des Unternehmens weiter stärken und neue Potenziale erschließen", erklärte Konzernchef Jürgen Otto.

Trotz eines schwachen Starts ins neue Geschäftsjahr bestätigte Otto seine Prognose, die einen stabilen Umsatz und eine spürbar bessere operative Marge vorsieht. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/2027 litt das Unternehmen unter herausfordernden Rahmenbedingungen. Der Umsatz sank auf 404 Millionen Euro von 466 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern weitete sich auf einen Verlust von 32 Millionen Euro aus, nach einem Minus von elf Millionen Euro.

Heidelberger Druck setzt auf Drohnen
12:22 Uhr

Lufthansa hebt mit Starlink-Internet ab 

Schnelles Internet an Bord - diesen Service führt auch die Lufthansa ab sofort in ihrer Flotte ein und setzt dabei auf den Satellitendienst Starlink des Milliardärs Elon Musk. Heute hob der erste Airbus A320neo in Frankfurt mit Highspeed-Internet ab - Zeit vertreiben mit Videospielen oder Arbeiten am Laptop während des Fluges ist damit wie zu Hause oder im Büro möglich. Bis 2029 will die Lufthansa-Gruppe bei all ihren Fluglinien mit ihrer Flotte von insgesamt 850 Maschinen Starlink-Internet ermöglichen.

Ob Lufthansa, British Airways oder Emirates - viele Fluggesellschaften bieten schnelles Internet auf Basis des Starlink-Dienstes von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX an. Die erdnahen Satelliten gelten in der Branche als Goldstandard. Die Kehrseite der Medaille ist die Abhängigkeit von einem US-Unternehmen mit einem Chef, der so visionär wie unberechenbar ist. Die Ukraine nutzt Starlink im Drohnenkrieg gegen Russland. Musks Hinweis auf X im März 2025, die Front der ukrainischen Armee bräche bei einer Abschaltung von Starlink zusammen, machte das Risiko einer solchen Abhängigkeit klar. Er beteuerte kurz darauf aber, das niemals zu tun.

Lufthansa hebt mit Starlink-Internet ab 
11:41 Uhr

"Spektakuläres Börsendebüt mit Kurssprung von 600 Prozent"

Ein Börsengang wie aus dem Lehrbuch für Übertreibung: Der chinesische Roboterbauer Unitree ist heute in Shanghai gestartet - und die Aktie schoss zur Eröffnung um mehr als 600 Prozent nach oben. Schon vorher war die Nachfrage enorm: Nur rund 0,018 Prozent der Privatanleger bekamen überhaupt Aktien zugeteilt.

"Spektakuläres Börsendebüt mit Kurssprung von 600 Prozent"
10:52 Uhr

Australiens Immobilienwerte im Fokus

Bei den Einzelwerten steigen in Sydney die Aktien von Mirvac um 7,0 Prozent. Der Immobilienkonzern vermeldete einen starken Anstieg des Jahresgewinns und prognostizierte verbesserte Ausschüttungen für das laufende Geschäftsjahr. Dagegen fallen Breville Group um 6,4 Prozent, obwohl das Unternehmen für das Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 1,81 Milliarden australischen Dollar meldete. Auslöser für den Kursrückgang sind ein enttäuschend geringes Gewinnwachstum, sinkende Bruttomargen sowie die Warnung vor andauernden Zoll- und Kostenbelastungen ohne konkrete Prognosen für das nächste Jahr.

Australiens Immobilienwerte im Fokus
10:03 Uhr

DocMorris wird optimistischer

DocMorris hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr ihre Jahresziele angehoben. Grund für die positive Entwicklung sei ein kräftiges Wachstum vor allem im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten gewesen, teilte die Online-Apotheke mit. "Unsere Umsatzdynamik und unsere operative Effizienz haben im ersten Halbjahr 2026 in allen Bereichen klar zugelegt", sagte Firmenchef Walter Hess. Für das Gesamtjahr rechne er daher nun mit einem Umsatzwachstum von neun bis 13 Prozent und einem bereinigten operativen Verlust zwischen zehn und 17,5 Millionen Franken.

Das Ziel, in der zweiten Jahreshälfte operativ die Gewinnschwelle zu erreichen, bestätigte Finanzvorstand Daniel Wüest. In den ersten sechs Monaten sei der Umsatz um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen Franken gestiegen, während sich der bereinigte operative Verlust (Ebitda) auf 10,9 Millionen Franken mehr als halbierte. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) sei um 38,3 Prozent in die Höhe geschossen, der Bereich Digital Services wuchs um gut 71 Prozent.

DocMorris wird optimistischer
09:48 Uhr

Ölpreise ziehen erneut an

Die Ölpreise legen weiter zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,7 Prozent auf 91,61 Dollar. Grund dafür sind fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen zur Öffnung der Straße von Hormus für Öltanker. Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent fester bei 85,61 Dollar.

Ölpreise ziehen erneut an
09:32 Uhr

Physische Nachfrage stützt Goldpreis

Der Goldpreis legt zu und erholt sich damit von einem Teil der Verluste, die der Ausverkauf bei globalen Anleihen am Dienstag verursacht hatte. Das Edelmetall bewege sich auf 4400 US-Dollar je Feinunze zu, da schwächere Arbeitsmarktdaten und ein geringerer Inflationsdruck die Erwartungen an Zinserhöhungen durch die Federal Reserve gedämpft hätten, so die Analysten von ANZ Research. Die physische Nachfrage, insbesondere aus China, stütze zusammen mit den stetigen Käufen der Zentralbanken den Markt weiterhin, fügen sie hinzu. Gold legt 0,2 Prozent auf 4341,94 Dollar je Unze zu.

Physische Nachfrage stützt Goldpreis
09:14 Uhr

Wohin geht die Dax-Reise?

Der Dax startet verhalten in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der an den vergangenen beiden Handelstagen 1,2 Prozent eingebüßt und gestern mit 26.128 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 26.125 Zählern. 

Das Fed-Protokoll nach Handelsschluss ist sicherlich das Datenhighlight des Tages, es bleibt allerdings abzuwarten, ob es auch einen Impuls liefern wird.

Wohin geht die Dax-Reise?
08:57 Uhr

OpenAI reagiert auf Hackerangriff eigener KI

OpenAI verlangsamt nach einem Hackerangriff seines eigenen Systems die Entwicklung seiner Modelle für Künstliche Intelligenz (KI). Zudem würden die Forschungs- und Trainingssysteme überarbeitet, teilte der ChatGPT-Entwickler mit. Hintergrund ist ein weltweit Aufsehen erregender Vorfall vom Juli, bei dem ein KI-Agent während eines Tests das Start-up Hugging Face gehackt hatte. OpenAI pausierte nach eigenen Angaben seine Modelltests für zwei Wochen und setzt nun zusätzliche KI-Systeme ein, um die Aktivitäten der Agenten zu überwachen. Das Training der nächsten Modellgeneration namens Astra sowie der bislang größte geplante Trainingslauf seien vorerst auf Eis gelegt.

Der Schritt der Verlangsamung ist ungewöhnlich für OpenAI. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen die Prüfung neuer Modelle und die Produktentwicklung angesichts des intensiven Wettbewerbs in der Branche deutlich beschleunigt. Reuters zufolge liefen oft mehrere Modellevaluierungen gleichzeitig und mit hoher Geschwindigkeit ab, wobei enorme Datenmengen anfielen, mit denen die Mitarbeiter kaum Schritt halten konnten.

OpenAI reagiert auf Hackerangriff eigener KI
08:41 Uhr

Industrie bangt um Wettbewerbsfähigkeit

Mehr als jeder vierte Industriebetrieb in Deutschland bangt um seine Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union. 25,4 Prozent gaben dies im Juli an, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Die Wettbewerbsposition deutscher Industrieprodukte auf dem europäischen Markt verschlechtert sich nach Ansicht von 17 Prozent der Unternehmen. "Die deutsche Industrie kann auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen", sagte IFO-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Gerade außerhalb Europas bleibt der Wettbewerbsdruck hoch."

Besonders schwierig ist die Lage demnach in der Automobilindustrie. Dort berichten 43,0 Prozent der Unternehmen von einer schlechteren Wettbewerbsposition auf Märkten außerhalb der EU. In der Metallerzeugung und -bearbeitung sind es 29,1 Prozent, in der chemischen Industrie 26,0 Prozent und im Maschinenbau 25,5 Prozent. Auch bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen (24,5 Prozent) sieht rund jedes vierte Unternehmen seine Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten geschwächt.

Industrie bangt um Wettbewerbsfähigkeit
08:21 Uhr

Anleihe-Ausverkauf trübt Stimmung

In Europa starten die Aktienfutures etwas leichter in den Tag und folgten damit den Verlusten an den asiatischen Börsen. Ein globaler Ausverkauf am Anleihemarkt hob die langlaufenden Renditen auf den höchsten Stand seit Jahren. Chip-Aktien gerieten in der Folge stark unter Druck, und das Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schürt erneut Befürchtungen einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Dies ist kein Umfeld, um Risiko-Assets nahe der Hochs zu kaufen, vielmehr wird Liquidität momentan in kurzfristigen Anleihen geparkt. So wird der Dax bei 26.120 Punkten gesehen, nach einem Dienstagschluss bei 26.128.

Die Renditen von US-Staatsanleihen verlieren vor der Veröffentlichung des Fed-Protokolls etwas an Dynamik. Die Anleihestrategen bei Barclays sehen die entscheidende Veränderung in diesem Jahr im Ausmaß und der Laufzeitstruktur der Unternehmensanleihen im KI-Sektor."Große Technologiekonzerne hätten in hohem Umfang langlaufende Anleihen begeben, um Rechenzentren und Chipkäufe zu finanzieren, wodurch sie in direkter Konkurrenz zu staatlichen Emittenten um Investorengelder stünden.

Anleihe-Ausverkauf trübt Stimmung
08:03 Uhr

Apple ändert Gebührenordnung

Apple ändert seine Gebühren für Anbieter bestimmter Apps innerhalb der EU. Betroffen sind Anwendungen, die außerhalb des Apple-eigenen App Stores vertrieben werden, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Das Unternehmen ändert damit erneut sein Gebührensystem, um den Anforderungen europäischer Aufsichtsbehörden und des Digital Markets Act der EU gerecht zu werden. Die Neuerungen, die am 1. Oktober in Kraft treten, würden die Streitigkeiten mit der EU und der Europäischen Kommission in dieser Hinsicht beilegen, hieß es weiter. Die Kommission erklärte, sie begrüße den Schritt und werde die Umsetzung überwachen.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Kritik der EU-Kartellbehörden schon die Regeln und Gebühren für Anwendungen innerhalb des App Stores geändert. Zuletzt hatte Apple im Streit mit dem Bundeskartellamt interne Regeln angepasst, nach denen App-Anbieter auf iPhones und iPads Nutzerdaten für personalisierte Werbung verwenden können.

Apple ändert Gebührenordnung
07:46 Uhr

Trump-Zölle gegen Kanada auf Eis: Es geht um Öl

Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Zölle auf eine Reihe von kanadischen Produkten hat US-Präsident Donald Trump seine Pläne auf Eis gelegt. Die Erhebung der Importgebühren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschließen könnten, teilte er mit. Trump wollte ursprünglich ab diesem Mittwoch (Ortszeit) einen Zoll von 50 Prozent auf eine lange Liste kanadischer Produkte erheben.

Unterhändler beider Länder hatten laut Berichten bis zum letzten Moment verhandelt. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte am Montag angekündigt, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, und aus einer "Position der Stärke" zu verhandeln. Nach Bekanntwerden von Trumps Aufschub teilte Carney mit: "Es wurden bereits bedeutende Fortschritte erzielt, auch wenn noch wesentliche Arbeit zu erledigen ist." Er verwies darauf, dass sich sein Land weiter darauf fokussiere, "eine stärkere, unabhängigere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft im eigenen Land aufzubauen".

Trump-Zölle gegen Kanada auf Eis: Es geht um Öl
07:28 Uhr

Mega-Prozess: Meta weist Vorwürfe zurück

Meta hat zum Auftakt eines wegweisenden Prozesses den Vorwurf zurückgewiesen, seine Plattformen absichtlich so gestaltet zu haben, dass Kinder und Jugendliche süchtig werden. Eine Gruppe von 29 US-Bundesstaaten verklagt das Unternehmen und fordert Strafen in Höhe von potenziell hunderten Milliarden Dollar sowie weitreichende Änderungen an den Apps Facebook und Instagram. Die Kläger werfen Meta vor, seine Dienste gezielt so entwickelt zu haben, dass junge Nutzer gefesselt werden. Dies habe zu Angstzuständen, Depressionen und sogar Selbstmorden beigetragen. Zudem habe der Konzern die Öffentlichkeit über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht. Der Prozess, der als bisher größte rechtliche Prüfung der Auswirkungen von sozialen Medien auf junge Menschen gilt, begann vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien.

Das Geschäftsmodell von Meta sei es, "die Nutzer anzufixen, sie so lange wie möglich festzuhalten, ihre Daten zu ernten und dann die Wahrheit vor der Öffentlichkeit zu verbergen", sagte die stellvertretende Generalstaatsanwältin von Kalifornien, Megan O'Neill, vor der Jury. Ein Anwalt von Meta entgegnete, es gebe keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem mangelnden Wohlbefinden von Jugendlichen.

Mega-Prozess: Meta weist Vorwürfe zurück
07:11 Uhr

Roboter zeigen, was geht …

In Peking beginnt heute eine der weltweit wichtigsten Robotermessen. Dort präsentieren mehr als 300 Entwickler ihre neuesten Produkte. Wie in den vergangenen Jahren spielen humanoide Roboter eine große Rolle. Allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt des Interesses von spektakulären Tanzeinlagen hin zu wirtschaftlichem Mehrwert. Daher treten im Rahmenprogramm der World Robot Conference humanoide Roboter nicht nur bei Rennen oder im Fußball gegeneinander an, sondern müssen auch Aufgaben in typischen Haushalts- oder Fabrikszenarien bewältigen. Neben dem chinesischen Börsenneuling Unitree sind auch deutsche Unternehmen wie der Chipkonzern Infineon und der Autozulieferer Schaeffler mit Ständen präsent.

Roboter zeigen, was geht …
06:53 Uhr

Sorgen vor Staatsverschuldung treiben Anleger um

Sorgen über die steigende Staatsverschuldung treiben die Anleiherenditen weltweit auf jahrzehntelange Höchststände und belasten die Aktienmärkte. Der Nikkei-Index gibt 2,6 Prozent nach, der Shanghai Composite verliert 1,8 Prozent.

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe hatte gestern den höchsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht. Auch die Renditen für zehn- und 30-jährige Bundesanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit 2011. Anleger preisen zunehmend das Risiko ein, dass die Staatsausgaben außer Kontrolle geraten könnten.

Sorgen vor Staatsverschuldung treiben Anleger um
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt stützt die risikoscheue Stimmung zwar den Dollar. Er verliert jedoch 0,2 Prozent auf 159,31 Yen und notiert damit in der Nähe der Marke von 160, die als möglicher Auslöser für eine Intervention der japanischen Notenbank gilt. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,1584 Dollar.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:17 Uhr

Möglicher Adlon-Verkauf sorgt für Wirbel

Aus dem Kreis der Gesellschafter des legendären Berliner Hotels Adlon gibt es Kritik an dem geplanten Verkauf der Nobel-Unterkunft. Für Unmut sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen. Angesetzt für die Immobilie ist ein Mindestpreis von 280 Millionen Euro. "Es ist marktüblich, dass bei Überschreiten des Mindestverkaufspreises nicht nur die Gesellschafter profitieren, sondern auch der persönlich haftende Gesellschafter (phG)", teilte Jagdfeld mit.

Das Luxushotel am Pariser Platz ist Teil eines Fonds, dem Fundus-Fonds 31, der von Jagdfeld gemanagt wird. Der Fonds - und damit das Adlon - gehört dem Unternehmen zufolge rund 4.000 Eigentümern, dabei handelt es sich überwiegend um Privatanleger. Weil diese inzwischen in einem Alter seien, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollten, will Jagdfeld die Immobilie eigenen Angaben zufolge verkaufen. Für den Verkauf müssen mindestens 75 Prozent der Anlegerinnen und Anleger zustimmen. Die Frist dafür läuft bis 27. August.

Die kritischen Gesellschafter, die namentlich nicht genannt werden wollen, halten eigenen Angaben zufolge zusammen mehrere Hunderttausend Euro an dem Fonds. Sie halten einen Kaufpreis für das Adlon zwischen 350 Millionen und 400 Millionen Euro für realistisch. Die Erfolgsbeteiligung für Jagdfeld könnte sich dann auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen - zu viel aus Sicht der Anleger. Sie wollen dem Verkauf daher nicht zustimmen. Es brauche aber weitere größere Gesellschafter, um diesen noch zu verhindern, hieß es.

Möglicher Adlon-Verkauf sorgt für Wirbel
05:59 Uhr

Lagarde - und die Roboter

Der Dax hält an seiner Abwärtsbewegung in dieser Handelswoche bislang fest. Nach dem Abschlag von 0,4 Prozent zum Wochenstart folgten im gestrigen Geschäft weitere 0,8 Prozent, sodass der deutsche Börsenleitindex mit einem Stand von 26.128 Punkten schloss. Das Minus ist bislang aber überschaubar, die Umsätze waren zudem dünn. Marktteilnehmern zufolge spricht das aktuell noch gegen einen erhöhten Abgabedruck.

Heute geht es um Geldpolitik und die Zukunft. So debütiert etwa der weltgrößte Anbieter KI-gesteuerter humanoider Roboter, Unitree, an der Börse Shanghai. Das offiziell Yushu Technology genannte Unternehmen hat 40,45 Millionen neue Aktien zu je 150,80 Yuan (etwa 19,30 Euro) zugeteilt. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von umgerechnet 783 Millionen Euro und eine Marktkapitalisierung von 7,8 Milliarden Euro. Der für Privatanleger reservierte Teil der Unitree-Emission war mehr als 8000-fach überzeichnet.

Mit Spannung warten die Finanzmärkte zudem auf eine Rede von EZB-Chefin Christine Lagarde bei einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums. Beim Treffen des sogenannten International Business Councils (IBC) in Genf wird sich die Französin zum globalen Konjunkturausblick äußern. Die EZB hatte zuletzt stillgehalten, steuert nach Ansicht vieler Ökonomen jedoch auf eine Zinserhöhung im September zu.

Und nach Börsenschluss hierzulande legt die US-Notenbank die Protokolle zu ihrem intern umstrittenen Zinsentscheid vom Juli vor. Dabei hatte sie den Schlüsselsatz trotz der anhaltend hohen Inflation in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder im Offenmarktausschuss votierte allerdings für eine Erhöhung. Der seit Mai amtierende Fed-Chef Kevin Warsh bezeichnete das abweichende Stimmverhalten als Teil der von ihm eingeforderten lebhaften Debattenkultur in dem Gremium. Nach zuletzt negativen Nachrichten vom Arbeitsmarkt gilt eine Zinserhöhung im September als eher unwahrscheinlich.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Lagarde - und die Roboter