Samsung will eigene Aktien für mehr als 50 Milliarden Euro kaufen
Nach der Einigung im jüngsten Tarifstreit bereitet Samsung offenbar einen Aktienrückkauf vor. Der Elektronikkonzern wolle eigene Anteilsscheine im Volumen von umgerechnet rund 51 Milliarden Euro einsammeln, so die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Insider. Die Pläne würden demnächst offiziell bekannt gegeben.
Samsung hatte sich im Mai mit den Gewerkschaften auf eine Anhebung der Mitarbeiterboni geeinigt, um einen Streik in der wichtigen Speicherchipsparte abzuwenden. Künftig sollen 10,5 Prozent des operativen Gewinns in Form von Aktien an die Beschäftigten ausgeschüttet werden. Durch die rasant steigende Nachfrage und die explodierenden Preise für Speicherchips hatte sich das Konzernergebnis von Samsung im ersten Quartal verachtfacht.
Der Preis des neuen "Grand Theft Auto" macht Anleger glücklich
Details zum Verkaufsstart des Videospiels "Grand Theft Auto VI" (GTA VI) im November versetzen die Anleger in Kauflaune. Die Aktien des Entwicklers Take-Two Interactive Software legen im vorbörslichen US-Geschäft mehr als drei Prozent zu. Das Konsolenspiel soll in der Basisversion zum Preis von 79,99 Dollar auf den Markt kommen, teilte die Take-Two-Tochter Rockstar Games mit. Damit liegt er zehn Dollar oberhalb der Preisgrenze für vergleichbare Blockbuster-Spiele. Eine "Ultimate Edition" soll 99,99 Dollar kosten. Am Starttermin 19. November hält die Firma fest, nachdem dieser zuvor bereits mehrfach verschoben worden war.
Die Erwartungen an das Spiel sind extrem hoch - Spieler haben mehr als 13 Jahre auf den neuen Teil der Reihe gewartet. Der Vorgänger "GTA V" ist mit fast 230 Millionen verkauften Exemplaren eines der meistverkauften Spiele aller Zeiten.
Chip-Spezialist will mit US-Zweit-Börsengang 29 Milliarden Dollar einnehmen
Der Speicherchip-Hersteller SK Hynix strebt für seine geplante Zweitnotiz an der Wall Street einen Emissionserlös von bis zu 29 Milliarden Dollar an. Das Volumen könne sich im Verlauf des Preisbildungs-Verfahrens noch ändern, gab der südkoreanische Konzern in einer Pflichtmitteilung bekannt. Für den Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq würden 17,79 Millionen neue Aktien ausgegeben, die dort über sogenannte American Depositary Receipts (ADRs) gehandelt werden können. Der Handelsstart in den USA sei für den 10. Juli geplant.
SK Hynix ist der führende Anbieter sogenannter HBM-Speicher (High Bandwidth Memory). Hynix will die Produktion in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. Hynix ist inzwischen Mitglied im Club der Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar und hat Samsung als wertvollsten börsennotierten Konzern Südkoreas abgelöst.
Dollar auf höchstem Stand seit über einem Jahr
Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA lässt den Dollar auf den höchsten Stand seit 13 Monaten steigen. Auch die Suche nach sicheren Häfen angesichts des jüngsten Ausverkaufs bei Technologie-Aktien treibt Börsianern zufolge die Nachfrage. Der Dollar-Index klettert in der Spitze um 0,3 Prozent auf 101,69 Punkte und damit auf das höchste Niveau seit Mai 2025.
"Der US-Dollar ist nach wie vor der bevorzugte sichere Hafen", sagte Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank. Zugleich verdichteten sich die Anzeichen für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Laut dem FedWatch-Tool der CME-Börse preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 36 Prozent für eine Zinserhöhung im Juli ein, verglichen mit neun Prozent in der Vorwoche. Für September stieg die Wahrscheinlichkeit auf über 70 von zuvor 29 Prozent.
Dies drückte den Euro um 0,4 Prozent auf ein über einjähriges Tief von 1,134 Dollar.
Wall Street steuert auf leichte Erholung zu
Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street in den Handel starten. Vor allem bei den Technologiewerten dürfte es nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag zu einer leichten Erholung kommen. Der Future auf den Nasdaq-100 steigt um 0,5 Prozent, nachdem die Nasdaq-Indizes am Dienstag um bis zu 3,3 Prozent eingeknickt waren. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 steigt um 0,2 Prozent.
Mit den jüngsten Turbulenzen im Technologie-Sektor stehen die Ergebnisse von Micron Technology für das dritte Quartal nach der Schlussglocke besonders im Fokus - einem der weltweit größten Hersteller von Speicherchips. Das Unternehmen gilt als wichtiger Indikator für KI-bezogene Ausgaben, da seine Chips in Rechenzentren und fortschrittlichen Computersystemen genutzt werden. Die Aktie legt vorbörslich um 3,9 Prozent zu, nachdem sie am Vortag um gut 13 Prozent eingebrochen war. Die Papiere von Intel erholen sich um 1,9 Prozent und Nvidia klettern um 0,7 Prozent.
Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist recht übersichtlich. Vor der Startglocke wird die Leistungsbilanz für das erste Quartal bekannt gegeben. Eine halbe Stunde nach Sitzungsbeginn folgen die Neubauverkäufe für Mai. Für Bewegung könnten dagegen die Ergebnisse des Bankenstresstests der US-Notenbank nach der Schlussglocke sorgen.
Bei den Einzelwerten fällt die Fedex-Aktie vorbörslich um 7,6 Prozent. Fedex hat im vierten Geschäftsquartal dank höherer Versandtarife und -volumina einen höheren Umsatz verzeichnet. Der Gewinn ging allerdings leicht zurück. Belastend sei vor allem die Margenentwicklung. Diese fiel aufgrund höherer Transport- wie auch Treibstoffkosten. Die Ergebnisse folgten auf die Abspaltung der Frachtsparte von Fedex in ein separates, börsennotiertes Unternehmen zum 1. Juni. Die Aufspaltung, die im Mai die Zustimmung des Fedex-Boards erhalten hatte, soll den Fokus von Fedex auf sein Kernnetzwerk für Pakete und Logistik schärfen.
Rheinmetall-Kursdesaster lastet schwer auf dem Dax
Der Leitindex des deutschen Aktienmarktes rutscht am Mittag tiefer ins Minus. Der Dax notiert 1 Prozent tiefer bei 24.649 Punkten. Er wird vor allem zurückgehalten von einem 15-prozentigen Kurseinbruch der Rheinmetall-Aktie.
Der Ifo-Index aus Deutschland bewegt zunächst kaum. Das Geschäftsklima hat sich im Juni wie erwartet leicht aufgehellt. Der Index gilt als der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Laut Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, könnte der Index der jüngsten Entwicklung hinterherlaufen, die begonnenen US-iranischen Verhandlungen dürften nicht voll enthalten sein.
"Hormus bleibt eine Waffe" - mehr als 1000 Schiffe stecken weiter fest
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nimmt wieder Fahrt auf - allerdings nur langsam. Frank Meyer ordnet ein, was das unter anderem für die Energiepreise bedeutet.
Katar will LNG-Produktion innerhalb von "einigen Wochen" hochfahren
Katar will innerhalb einiger Wochen wieder normal Flüssigerdgas (LNG) produzieren. "Innerhalb weniger Wochen wird die Produktion wieder auf ein normales Niveau steigen", sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani der "Financial Times" in einem heute veröffentlichten Interview. Eine Ausnahme sei die Gasanlage Ras Laffan, die durch iranische Angriffe im Krieg und zuletzt durch eine Explosion beschädigt wurde.
"Unsere Teams werden schon seit ein paar Wochen mobilisiert", sagte Scheich Mohammed. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy bereite sich auf einen normalen Betrieb vor, sobald sich auch die Lage in der Straße von Hormus wieder normalisiere. Der Zustand der "höheren Gewalt" (Force Majeure) für die ausgesetzten LNG-Lieferungen soll aber erst aufgehoben werden, wenn "alle Fragen geklärt" seien und der Betrieb sicher sei.
Chip-Aktien erholen sich leicht
Bei den am Vortag stark unter Druck stehenden Chipaktien kommt es zu leichten Erholungen. So ziehen ASML um 1,1 oder STMicro um 1,8 Prozent an. Infineon gewinnen 0,8 Prozent oder BE Semiconductor 0,4 Prozent. Im Hinblick auf die jüngst ins Straucheln geratene KI-Rally sind die Blicke bereits auf den Abend gerichtet, wenn nach US-Börsenschluss Micron Technology seine Bücher öffnet. Der Spezialist für Hochleistungs-Speicherlösungen war vor einigen Wochen in den Club der mit über 1 Billion Dollar bewerteten Unternehmen aufgestiegen.
Goldpreis weitet Verluste aus
Der Goldpreis gibt nach und weitet damit seine Vortagesverluste aus, da ein stärkerer US-Dollar und die zunehmenden Erwartungen von Zinserhöhungen in diesem Jahr die Stimmung belasten.
"Eine begrenzte Unterstützung kam von steigenden Staatsanleihen, da niedrigere Energiepreise die Inflationssorgen lindern", sagen Analysten der Saxo Bank. Gleichzeitig "belastet die ungewöhnlich starke positive Korrelation von Gold mit dem S&P 500 weiterhin die Preise und drückt das Metall in die wichtige Unterstützungszone von 4.000 bis 4.100 US-Dollar."
Im frühen europäischen Handel geben die New Yorker Futures um 1,2 Prozent auf 4.098,70 US-Dollar je Feinunze nach. Unterdessen steigt der US-Dollar-Index um 0,1 Prozent auf 101,55, was in Dollar notierte Rohstoffe für Käufer aus Übersee verteuert.
Ifo: "Deutsche Wirtschaft macht einen Schritt vorwärts"
Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich dank der Friedenssignale im Iran-Krieg etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 85,6 Punkte nach 85,0 Zählern im Mai und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten mit diesem Anstieg gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation", erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken weniger skeptisch auf ihre Lage und Geschäftsaussichten.
"Die deutsche Wirtschaft macht einen kleinen Schritt vorwärts", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe der Nachrichtenagentur Reuters. Das Geschäftsklima habe sich in allen Sektoren aufgehellt. "Die Unsicherheit in den Unternehmen nimmt ab, es gibt mehr Planungssicherheit."
Bitcoin in enger Spanne
Der Bitcoin legt leicht zu. Die Kryptowährung dürfte sich laut K33 Research in einer engen Spanne bewegen. Der Verkaufsdruck lasse im Vergleich zu vor einigen Wochen nach und die Nachfrage bleibe schwach. Obwohl sich die ETF-Abflüsse verlangsamen, bewegt sich die Handelsaktivität in der Nähe von Mehrjahrestiefs und die Beteiligung institutioneller Anleger bleibt verhalten. "Das Ergebnis ist ein Markt mit sehr wenigen engagierten Verkäufern und sehr wenigen engagierten Käufern", fügt K33 hinzu.
Das Research-Unternehmen meint, Anleger sollten bedenken, was passieren könnte, wenn die Überzeugung zurückkehrt. Denn selbst relativ kleine Kapitalflüsse könnten im aktuellen Umfeld eine überproportionale Auswirkung auf die Kurse haben, was das Risiko starker Bewegungen erhöht, sobald sich die Stimmung zu ändern beginnt. Der Bitcoin steigt 0,6 Prozent auf 62.747,49 Dollar.
Pistorius entzieht Großauftrag? Rheinmetallaktie rutscht ab
Die Rheinmetall-Aktien litten mit bis zu 13 Prozent Minus darunter, dass ein Großauftrag der Bundeswehr für neue Fregatten laut Medienberichten zugunsten des Schiffsbauers TKMS umgeleitet werden soll. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plane, das Projekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126 nicht weiter fortzusetzen und stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 von TKMS zu kaufen, berichtete der "Spiegel". Ein Händler verwies auf einen weiteren Bericht der "Financial Times".
Analyst David Perry von JPMorgan sieht darin einen größeren Rückschlag für den Rüstungskonzern. Die TKMS-Titel dagegen zogen im MDax mächtig an.
Ölpreise nähern sich Viermonatstiefs
Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort und notieren nahe ihrer Viermonatstiefs. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,9 Prozent auf 76,38 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,0 Prozent schwächer bei 72,50 Dollar. Händler verweisen auf Anzeichen, dass nach einer Einigung im Iran-Konflikt wieder mehr Öltanker die Straße von Hormus passieren können.
Run auf humanoide Roboter?
Die Auslieferungen humanoider Roboter dürften höher ausfallen als bisher erwartet. Davon gehen die Experten von Morgan Stanley aus. Die Bank prognostiziert nun Auslieferungen von 50.000 Einheiten für das Jahr, nach zuvor geschätzten 28.000 Einheiten. Da immer mehr Unternehmen in China - wie beispielsweise XPeng - eine Massenproduktion ab Ende 2026 ankündigten, könne diese Zahl bis 2030 stark auf 446.000 steigen, heißt es weiter. Die Bank verweist zudem auf Überprüfungen der Lieferkette, die auf einen konstruktiven Ausblick für das Volumen und den Beginn automatisierter Produktionslinien hindeuten.
Dax bleibt vorsichtig
Der Dax startet mit Abgaben in den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern 1,0 Prozent auf 24.894 Punkte verlor, notiert aktuell im Bereich von 24.770 Zählern. Die Schwäche bei Technologieaktien, die sich an der Wall Street und auch an den asiatischen Märkten fortsetzte, sorgt für die Zurückhaltung der Anleger hierzulande.
Diese Rüstungsaktie ist vorbörslich gefragt
Nach einem Medienbericht über einen Auftrag der Marine greifen Anleger bei TKMS zu. Die Titel des Herstellers von U-Booten und Marine-Schiffen ziehen im vorbörslichen Handel 5,7 Prozent an. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plane, das Projekt zum Bau der Fregatten von Typ F126 nicht weiter fortzusetzen und stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 von TKMS zu kaufen, berichtete der "Spiegel". Dies sorge für positive Stimmung, konstatierte ein Händler.
Nun ist TSMC dran …
Eine zaghafte Stabilisierung an den asiatischen Aktienmärkten nach dem gestrigen Ausverkauf bei Technologiewerten prägt das heutige Bild. Während der besonders heftig unter die Räder geratene Kospi in Südkorea sich hochgradig volatil zeigt und zwischen positivem und negativem Terrain pendelt, geht es in Japan weiter abwärts. An den übrigen Börsen der Region tut sich derweil nicht viel. Laut Analysten hat ein Bericht in Südkorea die massiven Verluste am Vortag im Technologiesektor verstärkt, denn in diesem wurde die Expansion der KI-Speicherproduktion heimischer Hersteller in Frage gestellt. "Erneute Sorgen über die Bewertungen von KI-Aktien haben die globalen Aktienmärkte über Nacht belastet", merken CBA-Analysten an.
Denn mit TSMC verliert ein Branchenriese mit 3,4 Prozent in Taipeh erneut deutlich, wobei sich die Aktie am Vortag dem Ausverkauf weitgehend entziehen konnte. Andere Sektortitel erholen sich dagegen etwas. Das volatile Umfeld dürfte die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Geschäftszahlen des Speicherchipherstellers Micron Technology richten, der nach Börsenschluss in den USA berichten wird. Insgesamt suchen Marktteilnehmer Antworten auf die Frage, ob es eine KI-Blase gibt oder die Bewertungen gerechtfertigt sind. Es mehren sich die skeptischen Stimmen.
Der Kospi steigt um 1,3 Prozent, hat aber auch schon über 1 Prozent im Minus gelegen. Samsung Electronics erholen sich um 4,2 Prozent - gestützt durch einen Bericht, wonach das Unternehmen möglicherweise ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen könnte. Im Chipsektor fallen SK Hynix um weitere 3,7 Prozent. Der Nikkei zeigt sich ebenfalls sehr volatil und gibt nun 1,2 Prozent auf 68.963 Punkte ab. In China tut sich derweil nicht viel: Der HSI in Hongkong stagniert und der Shanghai Composite gibt 0,3 Prozent ab.
FedEx-Marge ist für Anleger ein Problem
FedEx hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen, Anleger jedoch mit einem Margenrückgang in seinem Kerngeschäft enttäuscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um knapp sechs Prozent.
Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 12,6 Prozent auf 25 Milliarden Dollar und lag damit über den Schätzungen von 24,04 Milliarden. Der bereinigte Gewinn betrug 6,31 Dollar pro Aktie, während Experten mit 5,96 Dollar gerechnet hatten. Dennoch sank die Marge in der wichtigen Express-Sparte von 8,4 auf 7,7 Prozent, was auf gestiegene Personal-, Transport- und Treibstoffkosten zurückzuführen sei. Der Umsatz in diesem Segment legte um 14 Prozent zu.
Für das Jahr 2026 stellte der Konzern ein Umsatzwachstum von etwa elf Prozent sowie einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar in Aussicht. Zudem rechnet FedEx mit einem Gewinn von 16,90 bis 18,10 Dollar je Aktie. Dabei stellt das Unternehmen sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um, weshalb Analysten noch keine vergleichbaren Schätzungen vorliegen haben.
Erneuerbare Energien sind Jobmotor
Die Zahl der Beschäftigten in der Branche der erneuerbaren Energien hat einer Studie zufolge einen Rekord erreicht: 2025 waren hier rund 436.000 Personen tätig - fast vier Prozent mehr als im bisher besten Jahr 2023, wie die Bertelsmann Stiftung berichtete. Allerdings: Der sich abzeichnende Kurswechsel der Bundesregierung in der Energiepolitik könne "Tausende von Jobs" gefährden.
Die Windenergie bleibe der stärkste Bereich innerhalb der erneuerbaren Energien bei den Beschäftigtenzahlen, hieß es. Zwischen 2023 und 2025 sei es zu einem Plus von etwa 30 Prozent auf 131.000 Arbeitsplätze gekommen. "Die Windenergie stellt damit knapp ein Drittel aller Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien."
Wichtige Säule ist laut Untersuchung auch nach wie vor die Photovoltaik mit fast 100.000 Beschäftigten. An dritter Stelle folge die Produktion und Installation von Wärmepumpen - mit etwa 72.000 Beschäftigten im vergangenen Jahr.
Bund lässt sich KNDS-Einstieg einiges kosten
Die Bundesregierung zahlt für ihr Aktienpaket am deutsch-französischen Panzerbauer KNDS mehr als den Emissionspreis bei dessen Börsengang. Mit den Familieneigentümern habe sich der Bund "auf eine Kaufpreisformel für den Erwerb von 40 Prozent der Anteile an KNDS geeinigt, welche auf dem IPO-Preis zuzüglich eines marktüblichen Paketaufschlags basiert und außerdem die Kursentwicklung der Monate nach IPO berücksichtigt", heißt es in einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages. Ursprünglich hatte der Bund darauf gepocht, nicht mehr zu zahlen als die übrigen künftigen Aktionäre von KNDS.
Nach Reuters-Informationen wird mit einer Bewertung von 15 bis 18 Milliarden Euro als Grundlage für den Preis gerechnet, den der Bund zahlt. Der Haushaltsausschuss soll dem Vorhaben einem Insider zufolge in einer Sondersitzung am Freitag zustimmen. Noch vorher wird die offizielle Ankündigung des Börsengangs durch KNDS erwartet. Damit könnte KNDS bis Mitte Juli sein Börsendebüt in Paris und Frankfurt feiern.
Dax knapp behauptet erwartet
Nachdem die europäischen Aktienmärkte gestern unter dem globalen Abverkauf vor allem hoch bewerteter Technologiewerte litten, deutet sich heute eine knapp behauptete Eröffnung an. Die Experten von IG Markets sehen den Dax bei 24.885 Punkten nach einem Schluss von 24.894 Zählern am Vortag. Im Fokus steht am Vormittag der IFO-Index aus Deutschland. Der IFO-Geschäftsklimaindex gilt als der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Erwartet wird ein Anstieg von 84,9 auf 85,6 Punkte.
Ein weniger starker Anstieg oder sogar ein Rückgang bedeutet für Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, nicht zwangsläufig, dass sich die Aussichten für Deutschland verschlechtert haben. Der Index könnte den jüngsten Entwicklungen hinterherlaufen, der US-iranische Deal also kaum sichtbar sein. Der IFO-Index dürfte somit vor allem zeigen, wie die deutsche Wirtschaft vor der jüngsten Entspannung im Nahen Osten aussah.
Über 1000 Schiffe sitzen im Persischen Golf fest
Im Persischen Golf sitzen nach einer Analyse der Allianz ungeachtet des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs nach wie vor an die 1.150 Schiffe fest. Der größte deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar. Eine Auflösung dieses Staus würde demnach auch bei einer Normalisierung der Verhältnisse mehrere Wochen dauern. "Die Schifffahrt ist eine Geisel dieses Konflikts", sagte Justus Heinrich, ein leitender Schifffsversicherungsexperte der Tochtergesellschaft Allianz Commercial.
Der Iran hatte am Wochenende eine neuerliche Sperrung der Straße von Hormus angekündigt und das mit der Nichteinhaltung der vereinbarten Waffenruhe im Südlibanon begründet. Folge ist nach Worten des Allianz-Fachmanns anhaltende Unsicherheit auf dem Meer: "Die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) und auch deutsche Reeder (VDR) sagen, dass sie die Gefahr für Mannschaften und Schiffe noch nicht abschätzen können." So lange fahren die Schiffe auch nicht."
"Zeichen der Instabilität"
Ein Ausverkauf bei Technologiewerten an der Wall Street belastet die asiatischen Börsen und erhöht die Volatilität. "Wenn sich die Märkte so schnell bewegen, egal in welche Richtung, ist das ein Zeichen von Instabilität", sagt Michael McCarthy, Marktanalyst bei Moomoo Securities.
Der Nikkei-Index gibt 0,4 Prozent auf 69.523,79 Punkte nach. Der Shanghai Composite verliert ebenfalls 0,4 Prozent. Der südkoreanische Kospi-Index erholt sich hingegen und legte 2,2 Prozent zu, nachdem er am Vortag den stärksten Tagesverlust seit März erlitten hatte. Hintergrund waren Sorgen über steigende schuldenfinanzierte Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) und Spekulationen, dass die US-Notenbank Federal Reserve eine restriktivere Haltung einnehmen könnte.
Chinesischer Supercomputer ist Maß der Dinge
Der schnellste öffentlich ausgewiesene Supercomputer der Welt steht erstmals seit 2017 wieder in China. Das System LineShine aus der südchinesischen Metropole Shenzhen verdrängte den US-Rechner El Capitan vom ersten Platz der neuen TOP500-Liste. Diese wird zweimal jährlich veröffentlicht und gilt als Rangliste der leistungsstärksten bekannten Supercomputer weltweit. Geordnet werden die Systeme nach dem Ergebnis in einem einheitlichen Leistungstest. Der chinesische Rechner steht demnach im Nationalen Supercomputing-Zentrum in Shenzhen.
LineShine erreichte nach Angaben der Tester 2,198 Exaflops. Das bedeutet vereinfacht: Der Rechner schaffte mehr als zwei Trillionen Rechenoperationen pro Sekunde. El Capitan am Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien kam auf 1,809 Exaflops.
Supercomputer werden unter anderem für Klimamodelle, Materialforschung, Industrieanwendungen und Künstliche Intelligenz genutzt. Der Spitzenplatz hat deshalb auch symbolische Bedeutung im Technologiewettbewerb zwischen China und den USA.
Auf den weiteren Plätzen folgen in der neuen Liste El Capitan, Frontier und Aurora aus den USA. Auf Platz fünf liegt der Jupiter Booster des Forschungszentrums Jülich in Deutschland.
Sorgen über Yen-Schwäche
Am Devisenmarkt hält die Schwäche des Yen an. Der Dollar gewinnt geringfügig auf 161,56 Yen und notiert damit in der Nähe eines 40-Jahrestiefs, was die Sorge vor einer Intervention der japanischen Notenbank schürt. Zum chinesischen Yuan legt er leicht auf 6,7941 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar etwas auf 0,8099 Franken vor. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1372 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9211 Franken an.
Ist die KI-Euphorie verflogen?
Am Montag geht es für den Dax über die 25.000er-Marke, gestern schließt er wieder darunter. Im Tagestief noch bei 24.729 Punkten gelegen, endet der Handel für den deutschen Börsenleitindex mit einem Abschlag von 1,0 Prozent und 24.894 Zählern. Unter Abgabedruck, europaweit, standen dabei vor allem Aktien mit KI-Hintergrund. Das gleiche Bild hatte sich schon an den technologielastigen asiatischen Börsen gezeigt. Gesucht waren jeweils defensive Titel.
Das Thema dürfte die Anleger auch zur heutigen Wochenmitte beschäftigen, auch wenn erst einmal die Konjunktur im Vordergrund steht, denn: Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft dürfte sich angesichts der Friedenssignale im Nahost-Konflikt weiter aufgehellt haben. Für den IFO-Geschäftsklimaindex im Juni rechnen Ökonomen mit einem Anstieg auf 85,6 Punkte nach 84,9 Zählern im Mai. Für mehr Optimismus sorgen könnten das neu ausgehandelte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die geplante Öffnung der Straße von Hormus - ein Nadelöhr im internationalen Öltransport.
Unternehmensseitig öffnet Micron Technology die Bücher. Dabei gelten die Quartalsergebnisse des Speicherchip-Herstellers als Gradmesser für die Aussichten der Branche. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, ob ein anhaltender Bauboom bei KI-Rechenzentren den Bedarf weiter anheizt. Micron stellt einen Umsatz von 32,75 bis 34,25 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn zwischen 18,75 und 19,55 Dollar je Aktie in Aussicht. Im Vorjahreszeitraum hatten die Erlöse bei 9,3 Milliarden Dollar und der Überschuss bei 1,91 Dollar je Aktie gelegen.
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