Der Börsen-Tag
25. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
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17:45 Uhr

Der Dax erobert die 25.000 Punkte zurück

Nach dem schwachen Wochenauftakt zeigen sich Anleger am Frankfurter Aktienmarkt wieder zuversichtlicher. Der deutsche Leitindex Dax gewinnt 0,7 Prozent auf 25.175 Punkte.

Nach Börsenschluss in den USA legt der US-Chipkonzern Nvidia frische Quartalszahlen vor. "Es wird ein überragendes Ergebnis erwartet, da der Chiphersteller weiter von den massiven Investitionsausgaben der Hyperscaler profitiert", urteilt Analystin Kathleen Brooks von XTB. Ein starkes Ergebnis allein werde nicht ausreichen, um die Anleger zu überzeugen, so Kollegin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. "Der Teufel wird im Detail stecken."

Der Dax erobert die 25.000 Punkte zurück
17:27 Uhr

Achtung! Nvidia legt Zahlen vor

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(Foto: BM, REUTERS, Brendan McDermid)

Heute Abend wird die Rally bei Künstlicher Intelligenz auf die Probe gestellt: Nach US-Börsenschluss legt der Chip-Gigant Nvidia seine mit Spannung erwarteten Quartalszahlen vor.

Befürchtungen, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren nicht auszahlen werden, haben in den vergangenen Monaten immer wieder für Unruhe gesorgt. Nvidia hat für das abgelaufene Quartal Erlöse von 63,7 bis 66,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die Erwartungen sind riesig: Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinnsprung von 62 Prozent und einem Umsatzplus von 68 Prozent. Da Nvidia die Prognosen in den vergangenen 13 Quartalen regelmäßig übertroffen hat, dürften viele auf noch bessere Zahlen hoffen.

Börsianern zufolge hat vor allem der Ausblick auch das Potenzial, für einen gehörigen Dämpfer zu sorgen. "Verfehlt Nvidia in irgendeiner Art und Weise die Schätzungen, könnte nicht nur der Aktienkurs des Big Tech-Konzerns unter die Räder geraten, auch der gesamte Aktienmarkt würde darunter leiden", sagt IG-Analyst Christian Henke.

Achtung! Nvidia legt Zahlen vor
16:17 Uhr

Boom bei Tasern und Bodycams treibt Axon

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(Foto: REUTERS)

Steigende US-Ausgaben für Sicherheit lassen beim Taser-Hersteller Axon die Kassen klingeln. Nach einem überraschend starken vierten Quartal greifen die Anleger zu: Die Aktien gewinnen im US-Handel 16 Prozent.

Die Nachfrage nach den Sicherheitsgeräten und Softwareprodukten der US-Firma steigt. So investiert der Staat angesichts der verschärften Einwanderungspolitik zunehmend, und auch Unternehmen geben mehr für ihre Sicherheit aus. Axon erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum zwischen 27 und 30 Prozent.

Boom bei Tasern und Bodycams treibt Axon
15:42 Uhr

Zölle machen First Solar zu schaffen - Aktie bricht ein

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(Foto: REUTERS)

Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump macht dem weltgrößten Hersteller von Solarmodulen First Solar zu schaffen. Die Aktien brechen im US-Geschäft um mehr als 15 Prozent ein.

Der Nettoumsatz soll in diesem Jahr zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar liegen, während Analysten im Schnitt von 6,12 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Der Konzern verwies auf Gegenwind durch Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen unter der Trump-Regierung. Zollbedingte Kosten schlügen sich auf die Bruttomarge nieder. Für 2026 sei mit einer Auswirkung der Zölle in Höhe von 125 bis 135 Millionen Dollar zu rechnen.

Zölle machen First Solar zu schaffen - Aktie bricht ein
15:19 Uhr

Aston Martin streicht noch mehr Stellen

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(Foto: REUTERS)

Als Reaktion auf enttäuschende Geschäftszahlen tritt Aston Martin auf die Kostenbremse. Der angeschlagene britische Sportwagenbauer gab den Abbau von 15 Prozent der Stellen bekannt. Sie kämen zu der im vergangenen Jahr angekündigten Streichung von fünf Prozent der bis dahin rund 3000 Arbeitsplätze hinzu.

Das Unternehmen, dessen Fahrzeuge in den James-Bond-Filmen zu Berühmtheit gelangten, verspricht sich davon jährliche Einsparungen von umgerechnet 46 Millionen Euro. Auch bei den Investitionen setzt Aston Martin den Rotstift an.

Bei Anlegern kamen diese Ankündigungen gut an, die Aktien stiegen an der Londoner Börse um fünf Prozent.

Das mit 1,58 Milliarden Euro verschuldete Traditionsunternehmen musste 2025 einen Umsatzrückgang von 21 Prozent auf umgerechnet 1,44 Milliarden Euro hinnehmen. Der operative Verlust stieg dagegen um etwa 160 Prozent auf 297 Millionen Euro.

Aston Martin streicht noch mehr Stellen
14:43 Uhr

Oddity Tech im freien Fall

Die Aussicht auf einen Umsatzschwund vergrault die Anleger von Oddity Tech. Die Aktien brechen im vorbörslichen US-Geschäft um 40 Prozent ein, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass die Erlöse im ersten Quartal um voraussichtlich 30 Prozent schrumpfen sollen.

Im vierten Quartal hatte die Konsumgüterfirma die Erwartungen der Analysten noch übertroffen. Der Umsatz hatte bei 153 Millionen Dollar gelegen.

Das Unternehmen nutzt KI und Computeranwendungen zur Haut- und Haaranalyse, um personalisierte Pflegeprodukte zu verkaufen.

Oddity Tech im freien Fall
14:01 Uhr

KI-Optimismus schiebt Börsen an

Abflauende KI-Sorgen und eine Erholung im Finanzsektor treiben die europäischen Aktienmärkte an. Nach dem schwachen Wochenauftakt steigt der Dax um ein halbes Prozent auf bis zu 25.103 Punkte. Der EuroStoxx50 klettert um 0,7 Prozent auf 6161 Zähler und markierte damit ein frisches Rekordhoch.

"Wegen Trumps neuer Zölle ist der Dax nur kurzzeitig aus dem Tritt gekommen", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. In der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation seien neue Zolldrohungen ausgeblieben.

Für Zuversicht sorgte der US-Softwareentwickler Anthropic. Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Start-up stellte bereits am Dienstag neue Software-Werkzeuge für Geschäftskunden vor, die bei Aufgaben im Investmentbanking, in der Vermögensverwaltung und im Personalwesen helfen sollen. Ziel sei nicht, die Kunden zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen.

Eine andere KI-Anwendung von Anthropic für juristische Aufgaben hatte zuletzt einen massiven Ausverkauf bei Software-Aktien ausgelöst. Anleger befürchteten, dass die KI-gestützte Automatisierung große Teile der Einnahmequellen traditioneller Anbieter untergraben könnte. Der Ausverkauf hatte binnen sechs Handelstagen weltweit einen Börsenwert von 830 Milliarden Dollar vernichtet.

KI-Optimismus schiebt Börsen an
13:37 Uhr

Heidelberg Materials freut sich auf die Zwischenwahlen in den USA

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials erwartet für seinen wichtigen Markt USA Impulse für die Baukonjunktur durch die Zwischenwahl im November. "Im Anlauf zu Wahlen passiert in der Regel etwas auf der Bauseite, weil das ein Riesenmarkt ist, der mit Wählerstimmen zu tun hat", sagte Vorstandschef Dominik von Achten. "Wir sind optimistisch."

Der Präsident selbst wird dann zwar nicht gewählt, allerdings der Kongress. Für Donald Trump und seine Republikanische Partei stehen die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat auf dem Spiel.

Heidelberg Materials freut sich auf die Zwischenwahlen in den USA
12:58 Uhr

WMF-Eigentümer schwingt die Job-Axt

Der französische Hausgerätekonzern SEB will in diesem und im nächsten Jahr bis zu 2100 Arbeitsplätze abbauen, davon 1400 in Europa. Der Eigentümer von Marken wie WMF, Rowenta, Tefal, Moulinex und Krups beschäftigt weltweit 32.000 Mitarbeiter.

SEB will unter anderem damit die Kosten um 200 Millionen Euro senken, wie das Unternehmen mitteilte. Die Pläne trieben die SEB-Aktie in Paris um elf Prozent nach oben.

SEB hatte im vergangenen Jahr zweimal seine Umsatz- und Gewinnziele zurücknehmen müssen und dabei auf die schwächere Nachfrage in Europa sowie eine abwartende Haltung von Kunden in den USA verwiesen. Letztlich schrumpfte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft bei SEB 2025 um 25 Prozent auf 601 Millionen Euro.

WMF-Eigentümer schwingt die Job-Axt
12:27 Uhr

TikTok-Mutter ist mehr als 500 Milliarden Dollar wert

Die Bewertung der TikTok-Mutter ByteDance ist Insidern zufolge deutlich auf 550 Milliarden Dollar gestiegen. Diese Summe liege einem geplanten Anteilsverkauf des Finanzinvestors General Atlantic zugrunde, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

General Atlantic war 2017 bei dem chinesischen Konzern eingestiegen, als dieser etwa 20 Milliarden Dollar wert war.

ByteDance ist gemessen am Umsatz der weltgrößte Betreiber von Online-Netzwerken. Im vergangenen Jahr überholte der Konzern die Facebook-Mutter Meta. Schätzungen zufolge erwirtschaftete ByteDance 2025 einen Gewinn von 48 Milliarden Dollar. Vor einigen Wochen hatte das Unternehmen auf politischen Druck hin das US-Geschäft von TikTok in ein Gemeinschaftsunternehmen ausgelagert.

TikTok-Mutter ist mehr als 500 Milliarden Dollar wert
11:56 Uhr

Inflation auf dem Rückzug

Die Inflation im Euroraum sinkt weiter. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um durchschnittlich 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Dezember hatte die jährliche Inflationsrate noch bei 2,0 Prozent gelegen.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden im Januar in Frankreich (0,4 Prozent), Finnland und Italien (je 1,0 Prozent) verzeichnet. Den stärksten Preisauftrieb gab es in der Slowakei (4,3 Prozent) und Estland (3,8 Prozent). Deutschland lag mit einer Rate von 2,1 Prozent über dem Durchschnitt im Euroraum.

Inflation auf dem Rückzug
11:39 Uhr

Nachfrageboom beschert Nordex Rekord

Der Nachfrageboom nach Windkraft hat Nordex 2025 einen Rekordwert beim Auftragseingang und einen Gewinnsprung beschert. Wie der Windanlagenbauer mitteilte, schnellte der Überschuss 2025 auf 274 Millionen Euro von 8,8 Millionen im Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte auf 7,6 von 7,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte mit 10,2 Gigawatt im Gesamtjahr einen Rekordwert. "Das vergangene Jahr war ein wichtiger Meilenstein für die Nordex Group", erklärte Vorstandschef José Luis Blanco. Wegen der guten Entwicklung hob er sein mittelfristiges Ziel für die operative Marge (Ebitda) auf zehn bis zwölf Prozent von bislang acht Prozent an. Der Spezialist für Windkraftanlagen profitiert neben der anziehenden Nachfrage auch von schnelleren Genehmigungsverfahren.

Nachfrageboom beschert Nordex Rekord
11:08 Uhr

DIW macht Hoffnung

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin hat im Februar einen kräftigen Sprung auf 101,6 Punkte gemacht. Damit liegt der Indikator 7 Punkte über dem Vormonatswert und notiert erstmals seit knapp drei Jahren wieder über der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft signalisiert.

DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik sieht darin ein stärkeres Anzeichen dafür, dass Deutschland den Weg aus der Stagnation findet, da insbesondere die finanzpolitischen Impulse nun zunehmend die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen.

Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor hellt sich die Stimmung spürbar auf. "Der lang ersehnte Aufschwung dürfte nun langsam Realität werden", so Konjunkturexperte Guido Baldi. Entscheidend sei nun jedoch die Umsetzungsgeschwindigkeit: Die bereitgestellten öffentlichen Mittel müssten ohne Verzögerungen durch Planung und Genehmigung in konkrete Investitionen fließen, um das Wachstum langfristig zu sichern und die Kauflaune der privaten Haushalte weiter zu stützen.

DIW macht Hoffnung
10:40 Uhr

China vor ungleichmäßiger wirtschaftlicher Erholung

China dürfte im Jahr 2026 eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung erleben. Davon gehen die Analysten von Morgan Stanley aus. Der allgemeine Konsumtrend während der jüngsten Neujahrsfeiertage habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert, so Morgan Stanley. Allerdings sei die Entwicklung in den einzelnen Sektoren uneinheitlich gewesen: Die Einnahmen aus dem Tourismus seien um 19 Prozent gestiegen, während die Kinoeinnahmen um fast 40 Prozent zurückgegangen seien. Die Verbraucher seien weiterhin budgetbewusst geblieben, wobei die Ausgaben pro Reisendem im Jahresvergleich um 11 Prozent gesunken seien, so die Analysten: "Eine breit angelegte Trendwende braucht noch Zeit, da wir eine Bodenbildung bei den Trends sehen."

China vor ungleichmäßiger wirtschaftlicher Erholung
10:03 Uhr

Gold wird teurer

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(Foto: REUTERS)

Der Goldpreis steigt wieder in Richtung 5200 US-Dollar. Händler nennen als Gründe die Unsicherheit über die US-Handelspolitik und geopolitische Risiken im Nahen Osten.

"Der Goldpreis hat sich über 5000 US-Dollar je Unze stabilisiert und damit mehr als die Hälfte der Verluste aus seiner scharfen Korrektur zu Beginn dieses Monats wieder wettgemacht", sagte Soojin Kim von der japanischen Bankengruppe MUFG. "Allerdings könnten die Erwartungen, dass die US-Zinsen nach stärkeren Arbeitsmarktdaten und vorsichtigen Signalen von Fed-Vertretern länger hoch bleiben, das weitere Aufwärtspotenzial für das zinslose Gold begrenzen."

Unterdessen legen die Silber-Futures um 3,8 Prozent zu und klettern über 90 US-Dollar je Unze.

Gold wird teurer
09:51 Uhr

Ölpreise im Aufwind

Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise an. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 71,32 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,7 Prozent fester bei 66,11 Dollar.

Ölpreise im Aufwind
09:35 Uhr

Technologieaktien mit Erholungspotenzial

Im Handel macht man Erholungspotenzial bei Technologie-, und hier speziell bei Softwareaktien aus. Letztere erholten sich an der Wall Street um fast 2 Prozent. Damit scheinen die Anleger die Sorge vor Disruptionen im Sofwarebereich durch KI-Anwendungen zumindest kurzfristig verdrängt zu haben. Das Thema dürfte übergeordnet die Börsen aber noch geraume Zeit beschäftigen. Erholen könnte sich damit auch die SAP-Aktie. Für den nächsten Impuls könnten dann nachbörslich in den USA anstehende Salesforce-Quartalszahlen sorgen. Erste Indikationen sehen den Kurs leicht im Plus,

Technologieaktien mit Erholungspotenzial
09:18 Uhr

Die 25.000 steht

Der Dax startet fester in das Geschäft zur Wochenmitte. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.085 Punkten, nachdem er gestern mit 24.985 Zählern geschlossen hatte. Zeitweise hatte er bereits über der 25.000er-Marke gelegen. Börsianern zufolge warten die Anleger vor allem auf die erst nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen des KI-Branchenschwergewichts Nvidia. Vom Ergebnis und vom Ausblick erhoffen sie sich Hinweise über das Geschäftspotenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Anwendungen. Aus dem Dax haben indes Fresenius, EON und Heidelberg Materials ihre Zahlenwerke vorgelegt.

Die 25.000 steht
08:59 Uhr

Kurse von VW-Rivalen schießen nach oben

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Hyundais ioniq-Reihe wächst. (Foto: Hyundai)

Die asiatischen Börsen sind im Rallymodus. Befeuert von der Stärke von Technologiewerten marschieren die Indizes in Japan und Südkorea auf Rekordhochs. In Australien bremst selbst die hohe Inflation, die Zinserhöhungsspekulationen auslöst, die Kauflaune nicht, auch hier erreicht der Index Rekordhöhen. Das Thema KI bleibt das beherrschende. Aktien von Unternehmen, die zu den Gewinnern der KI-Entwicklung gezählt werden, sind besonders gesucht. Der jüngste Impuls kommt von Meta Platforms. Das Unternehmen will für über 100 Milliarden Dollar KI-Chips von Advanced Micro Devices kaufen. Anleger verteilten zudem Vorschusslorbeeren für die KI-Ikone Nvidia, heißt es. Nvidia wird am Abend nach Börsenschluss in den USA Geschäftszahlen vorlegen.

In Tokio schießt der Nikkei 2,6 Prozent auf 58.800 Punkte nach oben. Zu den größten Gewinnern im japanischen Leitindex gehört mit Nomura Research Institute auch die Aktie eines KI-Anwenders, die zuletzt wegen disruptiver KI-Sorgen gelitten hatte. Der Kurs legt um 6,2 Prozent zu. Die Halbleitertitel Advantest und Renesas springen um 7,3 und 4,0 Prozent nach oben.

In Südkorea überspringt der Kospi mit einem Plus von 2,0 Prozent zum ersten Mal die Marke von 6.000 Punkten. Allein in diesem Jahr liegt der technologielastige Index bereits mehr als 40 Prozent im Plus. Halbleiter- und Autoaktien führen die Kursgewinne an. Die Chipwerte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen je rund 2 Prozent. Die Analysten von Macquarie erwarten eine Verfünffachung der Gewinne. Hyundai Motor machen einen Satz um 10,1 Prozent. Für Fantasie sorgt ein Bericht, wonach das Unternehmen milliardenschwere Investitionen plant. Im Sog schnellen Kia um 13 Prozent nach oben.

Kurse von VW-Rivalen schießen nach oben
08:38 Uhr

Es ist der Ausblick - HP-Kurs bröckelt

Eine robuste PC-Nachfrage hat HP zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Wegen steigender Speicherchip-Preise äußerte sich der Computerhersteller dennoch zurückhaltend zu den Aussichten für das verbleibende Geschäftsjahr. Die Ergebnisse würden voraussichtlich am unteren Ende der angepeilten Spanne liegen, sagte Finanzchefin Karen Parkhill. Die Aktien des Unternehmens fielen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um vier Prozent.

HP rechnet für 2026 mit einem bereinigten Reingewinn von 2,90 bis 3,20 Dollar je Aktie. Der Free Cash Flow werde voraussichtlich zwischen 2,8 und drei Milliarden Dollar liegen. Für das angelaufene Quartal stellte der US-Konzern einen Überschuss von 0,70 bis 0,76 Dollar je Aktie in Aussicht. Zum Auftakt des Geschäftsjahres stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 6,9 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar und der Gewinn um neun Prozent auf 0,81 Dollar je Aktie.

Es ist der Ausblick - HP-Kurs bröckelt
08:20 Uhr

"Nvidia hat Potenzial, Sorgen deutlich zu verstärken"

Europas Börsen dürften mit kleinen Aufschlägen in den Handel starten. Die Vorgaben der Wall Street und aus Asien sind positiv - besonders für Technologieaktien. Im Blick haben die Anleger die wie üblich mit großer Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia, am Abend nach Börsenschluss in den USA. Gerechnet wird mit dem 14. Gewinnanstieg in Serie bei dem KI-Flaggschiff. "Mindestens genauso wichtig wie die Zahlen an sich wird der Ausblick sein. Der Nvidia-Bericht hat das Potenzial, die aktuellen KI-Sorgen zu lindern. Er hat aber auch das Potenzial, sie deutlich zu verstärken", heißt es bei QC Partners.

Keine großen Akzente setzt die Rede von US-Präsident Trump zur Lage der Nation. In dieser verteidigte er erwartungsgemäß seine harte Linie bei Zöllen. In der Rede, die längste "State of the Union" aller Zeiten, zeichnete er zudem ein rosiges Bild der Wirtschaft, bekräftigte seine kompromisslose Einwanderungspolitik und sonnte sich im Glanz des US-Eishockeyteams, das bei den Olympischen Spielen Gold gegen Kanada gewann. Dessen ungeachtet hat Trump Umfragen zufolge aber Mühe, die Bevölkerung beim Thema Wirtschaft zu erreichen.

"Nvidia hat Potenzial, Sorgen deutlich zu verstärken"
08:02 Uhr

Heidelberg Materials baut mit Einsparungen Rekordgewinn

Heidelberg Materials hat seine Gewinnprognose für das vergangene Jahr erfüllt und will 2026 eine Schippe drauf legen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) sei dank Kostendisziplin und Preismanagement um sechs Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro gestiegen, wie der Baustoffkonzern bekanntgab. Das laufende Effizienzprogramm führte zu Einsparungen von 380 Millionen Euro. Der Umsatz lag trotz teilweise rückläufiger Absatzmengen mit 21,5 Milliarden Euro ein Prozent über Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt einen RCO von 3,38 Milliarden Euro prognostiziert.

"Für das laufende Geschäftsjahr 2026 sind wir optimistisch gestimmt", erklärte Vorstandschef Dominik von Achten. Auch wenn der Bausektor in manchen Regionen nach wie vor volatil sei, setze sich die die Stabilisierung in den Kernmärkten fort. Der Dax-Konzern peilt daher ein Ergebniswachstum an mit einer Prognosespanne von 3,4 bis 3,75 Milliarden Euro. (Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden

Heidelberg Materials baut mit Einsparungen Rekordgewinn
07:47 Uhr

EON liefert Licht und Schatten

EON hat im vergangenen Geschäftsjahr dank Zuwächsen beim Betrieb der Stromnetze seinen Gewinn gesteigert. Das bereinigte Ebitda sei um neun Prozent auf 9,8 Milliarden Euro verbessert worden, teilte der Energiekonzern mit. Es lag damit am oberen Ende der Prognose von 9,6 bis 9,8 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet EON allerdings einen Rückgang des bereinigten Ebitda auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von 57 Cent je Aktie erhalten nach zuletzt 55 Cent.

EON liefert Licht und Schatten
07:30 Uhr

Italienische Behörde knöpft sich Amazon vor

Italiens Datenschutzbehörde hat einer Amazon-Logistiktochter die Verwendung weitreichender persönlicher Daten ihrer 1800 Mitarbeiter untersagt. Der Umgang mit Daten, die nicht für die Bewertung der beruflichen Fähigkeiten relevant seien, verstoße gegen Vorschriften, so die Behörde. Zu den Informationen, auf die zahlreiche Manager Zugriff hatten, gehörten demnach Angaben zum Gesundheitszustand, die Teilnahme an Streiks und Gewerkschaftsaktivitäten sowie sensible Details über die Familien der Arbeitnehmer. Amazon Italia Logistica darf in ihrem Logistikzentrum in Passo Corese nordöstlich von Rom auch keine Daten mehr verarbeiten, die durch vier Überwachungskameras in der Nähe der Toiletten und in den Pausenbereichen erfasst wurden.

Italienische Behörde knöpft sich Amazon vor
07:09 Uhr

Netflix gerät bei Milliarden-Deal ins Hintertreffen

Warner Bros Discovery hat die Tür für eine Übernahme durch Paramount Skydance geöffnet und setzt damit den Rivalen Netflix unter Druck. Das Board erklärte, das auf 31 Dollar je Aktie nachgebesserte Angebot von Paramount könne zu einem besseren Ergebnis führen als die bisher vereinbarte Fusion mit dem Streaming-Marktführer. Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, man werde die Gespräche mit Paramount jedoch fortsetzen. Netflix hat nun vier Tage Zeit, seine eigene Offerte nachzubessern.

Paramount hatte Warner in der vergangenen Woche mit deutlich verbesserten Konditionen zurück an den Verhandlungstisch geholt. Neben dem höheren Preis je Aktie erhöhte der Konzern die Entschädigungszahlung bei einem Scheitern der kartellrechtlichen Genehmigung auf sieben von zuvor 5,8 Milliarden Dollar. Zudem will Paramount den Warner-Aktionären für jedes Quartal nach dem 30. September, in dem die Übernahme noch nicht abgeschlossen ist, 25 Cent je Aktie zahlen. Sollten Banken Bedenken bei der Finanzierung äußern, will Paramount darüber hinaus mehr Eigenkapital einbringen.

Netflix bietet bislang 27,75 Dollar je Aktie in bar, was Warner Bros mit 82,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Streaming-Pionier will allerdings nur die Filmstudios und das Streaming-Geschäft übernehmen. Warner hatte diesen Deal bisher empfohlen und die Aktionärsabstimmung für den 20. März angesetzt.

Netflix gerät bei Milliarden-Deal ins Hintertreffen
06:54 Uhr

KI-Wette beflügelt asiatische Aktienmärkte

Die Hoffnung auf das boomende Geschäft treibt Künstlicher Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte an. Anleger setzen vor allem auf koreanische Chiphersteller, die als sichere Wette auf den KI-Boom gelten. Zudem warten die Investoren auf die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chip-Herstellers Nvidia. Der japanische Nikkei-Index legt um 1,9 Prozent auf 58.381,78 Punkte zu. Der südkoreanische Kospi steigt fast 1,7 Prozent und notiert erstmals über der Marke von 6000 Punkten. Der Shanghai Composite gewinnt 1,2 Prozent.

KI-Wette beflügelt asiatische Aktienmärkte
06:38 Uhr

"Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen"

Top-Ökonom Michael Hüther hat Bundeskanzler Friedrich Merz vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung zu klaren Ansagen aufgerufen. "Er sollte adressieren, dass unfaire Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern Gegenmaßnahmen provozieren. Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen", sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut." Merz trifft heute zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.

Hüther sagte der Zeitung: "Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden großen Gewinner der Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser." Auf chinesischer Seite nannte der IW-Direktor "die dramatische Alterung der Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor" sowie "eine Überproduktionskrise" vor allem bei E-Autos.

"Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen"
06:16 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 155,83 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 6,8715 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7730 Franken vor. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1788 Dollar und zieht leicht auf 0,9114 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
05:59 Uhr

Das dicke Ende kommt erst noch …

Zum Wochenstart schenkt der Dax die 25.000er-Marke leichtfertig her. Gestern bewegt er sich dann um die psychologisch wichtige Schwelle herum. Zum Handelsende steht dann ein Miniminus bei einem Stand von 24.986 Punkten. Bestimmte im bisherigen Wochenverlauf die allgemeine Geopolitik und das Zollgebaren von US-Präsident Donald Trump die Stimmung der Anleger, könnten heute Impulse sowohl von der Konjunktur- als auch von der Unternehmensseite kommen.

So stellt sich etwa die Frage: Ist die deutsche Wirtschaft vor der Jahreswende gewachsen? Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes für das vierte Quartal 2025. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von 0,3 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt ermittelt worden. Die Bundesbank geht davon aus, dass sich die Wirtschaft auch zu Jahresbeginn in der Wachstumsspur gehalten hat, wenngleich mit schwachem Tempo. Laut einer Unternehmensumfrage hat sich jüngst der angeschlagene Industriesektor wieder berappelt, was Hoffnung auf einen Konjunkturfrühling nährt.

Daneben dürfte sich die Verbraucherstimmung hierzulande weiter aufhellen. Ökonomen prognostizieren für das von den Konsumforschern der GFK und des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erstellte Barometer einen Anstieg - und zwar auf minus 23,1 Punkte im März, nach minus 24,1 Zählern im Februar. Schwindende Inflationsängste hatten die Stimmung der Verbraucher bereits im Februar gehoben. Das Niveau blieb laut den Konsumforschern allerdings niedrig.

Unternehmensseitig blicken die Anleger zunächst auf EON, denn der Energiekonzern legt seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vor. Nach deutlichen Zuwächsen in den ersten neun Monaten wird damit gerechnet, dass auch im Gesamtjahr die Gewinne kräftig gestiegen sind. EON will in den kommenden Jahren Milliardensummen in den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze investieren. EON-Chef Leonhard Birnbaum dürfte einmal mehr die von der Bundesnetzagentur eingeräumten Renditen als zu niedrig kritisieren.

Nach US-Börsenschluss folgt dann der "Hammer des Tages" oder anders ausgedrückt: das Tageshighlight, heiß erwartet von Analysten und Investoren: die Nvidia-Zahlen. Die Quartalsergebnisse des Chipkonzerns gelten als Stimmungsbarometer für Künstliche Intelligenz (KI). Börsianer erhoffen sich Hinweise darauf, ob der aktuelle Boom dieser Technologie anhält. Befürchtungen, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren nicht auszahlen werden, haben in den vergangenen Monaten immer wieder für Unruhe gesorgt. Nvidia hat für das abgelaufene Quartal Erlöse von 63,7 bis 66,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Das dicke Ende kommt erst noch …