DAX hat 18.000 Punkte im Visier
Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten ist auch zur Wochenmitte unverändert gut. Der DAX hat heute den fünften Tag in Folge ein Rekordhoch markiert und schloss 0,5 Prozent höher bei 17.601 Punkten. Zwischenzeitlich hatte der deutsche Leitindex eine neue Bestmarke bei 17.605,29 Zählern gesetzt.
Aston Martin verschiebt Markteinführung seines ersten E-Autos
Der Verlust schreibende britische Sportwagenbauer Aston Martin hat die Markteinführung seines ersten Elektro-Autos verschoben. Statt 2025 soll der batteriebetriebene Sportflitzer nun erst 2026 in die Autohäuser kommen, wie die durch die James-Bond-Filme bekannte Marke mitteilte.
Aston MartinIm Juni vergangenen Jahres hatte Aston Martin eine Liefervereinbarung mit der von Saudi-Arabien unterstützten Lucid Group unterzeichnet, um seine Elektrifizierungsstrategie voranzubringen. Wie Aston Martin stellen sich viele Autobauer und Zulieferer auf die künftige Nachfrage nach E-Autos ein, die allerdings schwächelt.
So sind derzeit die hohen Investitionen in den Kapazitätsausbau und die Technologieentwicklung mit der tatsächlichen Nachfrage nicht im Einklang, was die Hersteller veranlasst, ihre Produktionspläne anzupassen. So hat etwa Mercedes Benz seine Ausbauziele eingedampft und stellt sich auf einen späteren Abschied vom Verbrennungsmotor ein.
US-Aufsichtsbehörde setzt Boeing Ultimatum
Boeing muss der US-Aufsichtsbehörde FAA innerhalb von 90 Tagen einen überzeugenden Plan zur Lösung seiner "systematischen Qualitätssicherungsprobleme" vorlegen. "Boeing muss sich zu echten und tiefgreifenden Verbesserungen verpflichten", so FAA-Chef Mike Whitaker.
Die Luftsicherheitsbehörde zieht damit die Konsequenzen aus einem Vorfall von Anfang Januar, als bei einer Boeing 737 MAX-9 von Alaska Airlines kurz nach dem Start in Portland in knapp fünf Kilometern Höhe ein Teil der Kabinenwand herausgefallen war, hinter der sich der Notausgang befindet. Danach hatte sich herausgestellt, dass vier Bolzen an der Kabinentür fehlten.
Boeing steht seit langem im Fokus der Behörden, seit zwei Boeing-Abstürze in den Jahren 2018 und 2019 das Leben von 346 Menschen gekostet hatten. Ein Expertengremium hatte in einem Anfang der Woche vorgelegten Bericht scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen in der Produktion von Boeing geübt.
Noch 14 Wochen bis zur Zinssenkung?
Der Notenbankchef der Slowakei, Peter Kazimir, sieht die Europäische Zentralbank trotz der abebbenden Inflation nicht unter Druck, rasch die Zinsen zu senken. "Es gibt keinen Grund, eine Zinssenkung zu überstürzen", sagte er. "Juni wäre mein bevorzugter Termin. April würde mich überraschen, und März kommt nicht infrage." Kazimir sitzt im Rat der EZB, der über die Geldpolitik entscheidet.
Die nächsten Zinssitzungen der EZB:
7. März
11. April
6. Juni
Im Januar lag die Teuerungsrate in der Eurozone bei 2,8 Prozent. Noch im Herbst 2022 hatte sie zeitweise bei über zehn Prozent gelegen. Von der EZB werden 2,0 Prozent angestrebt.
Ist die Luft raus beim Gold?
US-Anleger treten auf die Bremse
Einen Tag vor wichtigen Preisdaten haben sich die Anleger an den US-Börsen zurückgezogen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt 0,5 Prozent im Minus bei 38.774 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,3 Prozent auf 5063 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,4 Prozent auf 15.967 Punkte nach.
Der am Donnerstag erwartete Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der US-Notenbank Fed, dürfte zeigen, dass die Preise im Januar monatlich angezogen haben. Anzeichen einer bleibenden Inflation, einer robusten US-Wirtschaft und Kommentare einiger Fed-Vertreter haben Händler bereits dazu veranlasst, Wetten auf eine erste Zinssenkung von März auf Juni zu verschieben.
Stellantis kauft ab heute Aktien für eine Milliarde Euro zurück
Stellantis startet heute die erste Tranche seines Aktienrückkaufprogramms. Bis einschließlich 5. Juni will der Autokonzern bis zu 1 Milliarde Euro dafür aufwenden. Eine Investmentgesellschaft sei damit beauftragt, sie werde ihre Handelsentscheidungen über den Zeitpunkt der Käufe unabhängig von Stellantis treffen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Zu dem französisch-italienische Autokonzern gehören die Marken Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Lancia, Opel, Peugeot und Vauxhall.
Stellantis hatte Mitte Februar angekündigt, eigene Aktien im Wert von insgesamt 3 Milliarden Euro zurückkaufen zu wollen. Die erworbenen Aktien sollen überwiegend eingezogen werden. Papiere im Wert von rund einer halben Milliarde Euro dienen für künftige Mitarbeiteraktienprogramme und aktienbasierte Vergütungen.
Bitcoin immer teurer
Erstmals seit November 2021 ist der Bitcoin-Kurs über die Marke von 60.000 Dollar gestiegen. Ein Bitcoin kostet zeitweise 60.757 Dollar und liegt damit 7,1 Prozent im Plus. "Den Preisfantasien der Anleger scheinen derzeit nur wenige Grenzen gesetzt zu sein", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Ausgesprochene Warnungen und Ausrufezeichen vor einem Investment in Bitcoin und Co. werden einmal mehr ignoriert.“
Öl etwas billiger
Die Aussicht auf steigende US-Rohölbestände hat Nachfragesorgen am Ölmarkt geschürt. Im Zuge dessen verbilligen sich die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI um je rund ein Prozent auf 82,90 und 78,05 Dollar je Barrel.
Marktteilnehmern zufolge zeigten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) einen Anstieg der US-Rohölvorräte in der Woche bis zum 23. Februar um 8,43 Millionen Barrel. Zudem signalisierten mehrere Fed-Vertreter zuletzt, dass die amerikanische Notenbank es angesichts der hartnäckigen Inflation nicht eilig hat, die Zinsen zu senken. Längerfristig höhere Zinssätze könnten das Wirtschaftswachstum und die Nachfrage nach Öl dämpfen.
US-Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 3,2 Prozent
Die US-Wirtschaft hat im vierten Quartal 2023 ein kräftiges Wachstum erzielt, das in einer zweiten Veröffentlichung jedoch etwas nach unten revidiert wurde. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In einer ersten Schätzung war ein Plus von 3,3 Prozent gemeldet worden.
Einzelhändler schreibt Milliarden-Verlust - Tscheche übernimmt trotzdem
Der vor der Übernahme durch den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky stehende französische Einzelhändler Casino ist im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Hohe Kosten für den Konzernumbau und die erbitterte Konkurrenz im französischen Lebensmittel-Markt bescherten dem angeschlagenen Einzelhändler 2023 einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro, wie er heute mitteilte. Im Jahr zuvor belief sich das Minus noch auf 316 Millionen Euro.
Casino-Aktien geben um mehr als 15 Prozent auf 0,60 Euro nach. Casino soll unter Führung eines Kretinsky-Konsortiums umstrukturiert werden. Der Milliardär ist auch Großaktionär des deutschen Metro-Konzerns.
Tesla will neuen Sportwagen 2025 auf den Markt bringen
Tesla will seinen lange verzögerten Sportwagen Roadster der zweiten Generation im kommenden Jahr auf den Markt bringen. In einer Reihe von Beiträgen auf seiner Social-Media-Plattform X erklärte Tesla-Chef Elon Musk, dass das Design des Fahrzeugs eine Zusammenarbeit zwischen Tesla und dem Raketenunternehmen SpaceX sei. Das Produktionsdesign sei nun abgeschlossen und werde Ende des Jahres vorgestellt, so Musk.
Tesla hatte den Roadster der ersten Generation 2008 auf den Markt gebracht und 2017 die Markteinführung einer überarbeiteten Version des Roadsters zunächst für 2020 angekündigt. 2021 erklärte Tesla dann, die Markteinführung weiter zu verschieben. Tesla hatte dies mit Engpässen in der Lieferkette begründet. Der neue Roadster soll in der Lage sein, in weniger als einer Sekunde auf 60 Meilen pro Stunde zu beschleunigen.
Idorsia-Aktien gehen durch die Decke
Nach einer Finanzspritze für Idorsia geht es für die Aktien der Schweizer Biotechfirma aufwärts. Sie steigen an der Börse in Zürich zeitweise um 30 Prozent und notieren derzeit immerhin noch 12 Prozent im Plus.
Das Unternehmen erhält von der US-Arzneimittelfirma Viatris im Gegenzug für die Vermarktungsrechte für zwei in der spätklinischen Entwicklung steckende Medikamente eine Vorauszahlung von 350 Millionen Dollar. Zudem können weitere erfolgsabhängige Zahlungen und Umsatzbeteiligungen fällig werden. Idorsia kämpft mit schleppenden Verkäufen seines Schlafmittels Quviviq und hat Kapitalbedarf.
Aston Martin verbrennt sehr viel Geld
Der britische Sportwagenbauer Aston Martin hat 2023 dank höherer Preise und neuer Modelle seine Verluste halbiert und damit die Markterwartungen übertroffen. Doch vor Steuern lag das das Minus der durch die James-Bond-Filme bekannten Marke immer noch bei knapp 172 Millionen Pfund - nach einem Verlust von 451 Millionen im Jahr zuvor. Als Hauptgründe für die Verluste nennt der Vorstand Inflation und Lieferkettenprobleme.
Gewinn von "ERNIE"-Erfinder Baidu schießt nach oben
Der chinesische Technologiekonzern Baidu hat von einem wachsenden Werbegeschäft und der Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) profitiert. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse um sechs Prozent auf 34,95 Milliarden Yuan (rund 4,5 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Der bereinigte Nettogewinn schnellte um 44 Prozent auf 7,76 Milliarden Yuan (knapp 1 Milliarde Euro).
Baidu erwirtschaftet einen Großteil seines Umsatzes mit Werbung. Doch da die Wirtschaft Chinas seit der Pandemie nicht richtig in den tritt kommt, hat Baidu zunehmend in KI investiert. Das bisher wichtigste Projekt ist der Chat-Bot "ERNIE".
"Wirklich übel" - Reckitt Benckiser stürzen ab
Mit einem Kurseinbruch von 9 Prozent reagieren Reckitt Benckiser auf die Geschäftszahlen 2023. Bei dem Hersteller von Reinigungsprodukten und Haushaltswaren habe es nicht nur Buchhaltungsprobleme gegeben, sondern auch jeder einzelne Geschäftsbereich habe die Wachstumserwartungen verfehlt, so die Analysten von RBC Capital Markets. Man habe sich zwar schon auf nicht so gute Ergebnisse eingestellt, aber alles zusammengenommen seien die Ergebnisse "wirklich übel“.
Der Hersteller von Sagrotan und Clearasil verbuchte ein Umsatzplus von 1,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Pfund und einen Rückgang des Betriebsergebnisses um rund 22 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
DAX setzt Rekordjagd fort
Der DAX nähert sich weiter den 18.000 Punkten und markiert den fünften Tag in Folge ein Rekordhoch. Allerdings stellen sich viele Anleger angesichts mauer Vorgaben der Wall Street und den morgen anstehenden US-Inflationsdaten lieber an die Seitenlinie.
Der Leitindex legt 0,1 Prozent zu auf 17.574 Punkte, zuvor hatte er eine neue Bestmarke bei 17.605 Zählern gesetzt. In diesem Monat hat der Leitindex bereits mehr als 3 Prozent zugelegt. "Geht es in dem Tempo weiter, könnten die Sektkorken auf dem Frankfurter Börsenparkett für die nächste, runde Zahl bereits Mitte März knallen", meint Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Broker RoboMarkets.
Die Anleger schienen jegliche Bedenken über Bord geworfen zu haben, so IG-Stratege Christian Henke vom Broker IG. "Doch eine Korrektur wird immer wahrscheinlicher."
Unerfreuliche Überraschung - Geschäftsklima im Euroraum trübt sich ein
Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel um 0,7 auf 95,4 Punkte, wie aus Angaben der EU-Kommission hervorgeht. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg gerechnet.
In der Industrie, in der Baubranche, bei den Einzelhändlern und bei den Dienstleistern trübte sich die Stimmung jeweils ein. Bei den Verbrauchern ging es hingegen leicht bergauf, nachdem sich die Inflation zuletzt merklich abgeschwächt hatte.
Die maue Stimmung ist kein gutes Omen für die Konjunktur im Euroraum. Die EU-Kommission erwartet für 2024 nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 0,8 Prozent, wie aus der kürzlich vorgelegten Winterprognose hervorgeht. Im Herbst hatte sie noch ein Plus von 1,2 Prozent vorhergesagt.
Wirtschaftsforscher mit unerfreulicher Prognose
Die deutsche Wirtschaft schrumpft nach Einschätzung des DIW-Instituts voraussichtlich auch Anfang des neuen Jahres. Das im Februar deutlich gesunkene DIW-Konjunkturbarometer signalisiere, dass das Bruttoinlandsprodukt auch im laufenden Vierteljahr von Januar bis März zum Vorquartal leicht fallen werde, teilten die Berliner Forscher und Regierungsberater mit.
"Die deutsche Wirtschaft tut sich schwer damit, einen Weg aus dem Konjunkturtief zu finden", sagt Timm Bönke, Co-Leiter des Bereichs Prognose und Konjunkturpolitik im DIW Berlin. "Sie kämpft weiter mit den Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine, den höheren Zinsen, unklaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie der nur moderat zulegenden Weltwirtschaft.“
Das Frühwarnsystem für Zinsschritte meldet sich
Investoren haben heute nach Neuseeland geblickt, um Hinweise auf die Zinspolitik der größeren Notenbanken wie US-Fed und EZB zu finden.
Der Grund: Die neuseeländische Zentralbank RBNZ gilt einigen Anlasten als "Frühwarnsystem", da sie 2021 als erste Zentralbank eines Industrielandes ihre Zinsen angehoben hatte. Heute ließ sie die ihren Leitzins stabil bei 5,50 Prozent und signalisierte damit, dass die Geldpolitik noch einige Zeit straff bleiben dürfte. Die Finanzmärkte hatten eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung der RBNZ eingepreist.
Die wichtigsten Zentralbanken haben signalisiert, dass Zinssenkungen in diesem Jahr wahrscheinlich sind. Doch wann es so weit ist, steht in den Sternen.
Aktien von Country Garden kommen unter die Räder
Die asiatischen Börsen haben heute nachgegeben. Sorgen vor einer Verschärfung der Immobilienkrise zogen die Märkte in China nach unten. Die Börse in Shanghai verlor 1,9 Prozent, der Hongkonger Hang-Seng-Index 1,4 Prozent. Aktien des finanziell angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzerns Country Garden brachen um rund zwölf Prozent ein. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Gläubiger einen Antrag auf Liquidation eingereicht hatte - wegen Nichtzahlung eines 205-Millionen-Dollar-Darlehens.
Das trübt die Aussichten für das Gelingen einer Schuldensanierung. Das Unternehmen ächzt unter einem umgerechnet 180 Milliarden Euro hohen Schuldenberg und kämpft ums Überleben.
In Japan legten die Märkte derweil eine Verschnaufpause ein. Der Nikkei-Index verlor 0,1 Prozent auf 39.208 Punkte, nachdem er gestern ein Allzeithoch erreicht hatte. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls 0,1 Prozent nach.
Uniper erwartet Gewinnrückgang wegen niedriger Großhandelspreise
Der in der Energiekrise verstaatlichte Versorger Uniper erwartet nach einem Rekordergebnis 2023 im neuen Geschäftsjahr wegen gesunkener Strom- und Gaspreise deutlich niedrigere Gewinne. Der bereinigte Konzernüberschuss werde 2024 zwischen 0,7 bis 1,1 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen mit.
Im vergangenen Jahr war er auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen - nach einem Fehlbetrag von 7,4 Milliarden Euro im Krisenjahr 2022. Uniper habe im vergangenen Jahr auch von der Auflösung von Rückstellungen profitiert, die der Konzern wegen ausbleibender Gaslieferungen aus Russland gebildet hatte. Uniper war 2022 durch den Gaslieferstopp Russlands in Schieflage geraten und verstaatlicht worden.
Google kämpft "rund um die Uhr" mit KI: Chatbot-Antworten beleidigen Nutzer
Googles Bemühungen bei Künstlicher Intelligenz (KI) wachsen sich zu einem Reputations-Albtraum aus. Google-CEO Sundar Pichai schrieb in einer Mail an die Belegschaft, es sei inakzeptabel, dass einige der Antworten des Chatbots Gemini Nutzer beleidigt haben und teils einseitig waren. Der Manager kündigte strukturelle Veränderungen an. Teams bei Google arbeiteten "rund um die Uhr".
"Keine KI ist perfekt, gerade zu Beginn der Entwicklung in der Branche, aber wir wissen, dass die Messlatte für uns hoch liegt und wir werden dranbleiben, so lange wie es erforderlich ist", schrieb Pichai. "Und wir werden prüfen, was vorgefallen ist, und sicherstellen, dass es repariert wird."
Saudi-Arabien ordert über 100 Airbus-Hubschrauber
Airbus hat drei Aufträge für die Produktion von Hubschaubern erhalten. Auftraggeber sind Unternehmen im Besitz des saudi-arabischen Staatsfonds, die deutsche DRF Flugrettung sowie ein Betreiber von flugmedizinischen Diensten im US-Bundesstaat West Virginia.
Wie der europäische Flugzeughersteller mitteilte, hat die Helicopter Company, die sich im Besitz des saudi-arabischen Public Investment Fund befindet, einen Rahmenvertrag für eine Festbestellung von acht H125-Hubschraubern sowie zehn H145-Hubschrauber unterzeichnet. Der Rahmenvertrag umfasst auch bis zu 120 Airbus-Hubschrauber verschiedener Typen, die in den nächsten fünf bis sieben Jahren geliefert werden sollen.
Die DRF Luftrettung hat bis zu 10 Hubschrauber des Typs H145 bestellt. Der Auftrag umfasst sieben Festbestellungen und eine Option auf drei weitere. Vier H135-Hubschrauber hat die HealthNet Aeromedical Services in Charleston, West Virginia, geordert. Über die finanziellen Details ist nichts bekannt.
Dudenhöffer: "Apple begräbt mehr als nur das Apple Car. Steve Jobs' Nachfolger sind gescheitert"
Der überraschende Ausstieg aus dem Projekt Apple Car ist der Beweis, dass Apple "mit Steve Jobs auch der Mut verloren gegangen ist", sagt Ferdinand Dudenhöffer ntv.de.
AppleDas E-Auto sei ein wichtiger Puzzlestein im neuen digitalen Kosmos, in dem alles, angefangen von der Waschmaschine über das Auto bis zum Büro, vernetzt werde. Steve Jobs habe das früh erkannt. Doch seine Nachfolger hätten sich immer wieder daran probiert und seien gescheitert. Der Autoexperte zieht ein bitteres Fazit: "Es ist mehr als nur das Apple Car, das hier beerdigt wird. Es ist das Eingeständnis, das digital Universe nicht bauen zu können."
DAX begibt sich wieder auf Kraxeltour
Die Rekordserie am deutschen Aktienmarkt hält weiter an. Der DAX notiert kurz nach Handelsbeginn 0,5 Prozent höher bei 17.571,82 Punkten und markierte damit den fünften Tag in Folge ein Allzeithoch. Am Dienstag hatte er bei 17.556,49 Punkten geschlossen. Neben einer Reihe weiterer Firmenbilanzen richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf Konjunkturdaten.
In Europa wird unter anderem das Barometer für die Stimmung in der Wirtschaft veröffentlicht. Experten erwarten für Februar einen leichten Anstieg auf 96,7 Punkte von 96,2 Zählern. In den USA steht die zweite Schätzung für das Wachstum im vierten Quartal 2023 auf dem Terminplan. Hier sagen Analysten wie zuvor ein Plus von 3,3 Prozent voraus.
Größter Gewinner bei den Einzeltiteln sind Zalando. Die rote Laterne halten Commerzbank.
Studie: Insolvenzen nehmen 2024 an Fahrt auf
Die Coronahilfen sind ausgelaufen, die Rahmenbedingungen schwieriger: Nach Einschätzung des Kreditversicherers Allianz Trade werden die Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr weltweit zum dritten Mal in Folge zunehmen. "Dieser Trend gilt – wenn auch verzögert im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern – auch für Deutschland", prognostizieren die Volkswirte der Allianz-Tochter. Als Gründe werden die anhaltende Wirtschaftsschwäche, strukturelle Herausforderungen und engere Finanzierungsbedingungen genannt.
Die Insolvenzen bei deutschen Unternehmen dürften 2024 um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. "Dieser Anstieg hat bereits insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 begonnen", sagte der Allianz-Trade-Chef für den deutschsprachigen Raum, Milo Bogaerts.
DAX greift bereits nach den 18.000 - Und was ist beim MDAX los?
IT-Werte, Autobauer, Versicherungen, Banken, Logistik, ... - Anleger greifen derzeit quer durch den DAX nach allem, wo investiert werden kann. Der Index eilt entsprechend von einem Rekord zum nächsten und hat die 18.000er-Marke im Blick. Ganz anders läuft es derweil in der zweiten Reihe: Der MDAX rutscht ab. Was ist da los?
Huawei-Manager soll VWs Software-Probleme in China lösen
Volkswagens Softwaresparte Cariad bekommt einen neuen China-Chef. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise schreibt, soll der ehemalige Huawei- und Changan-Manager Frank Han ab 1. März die VW-Tochter in der Volksrepublik leiten. In dieser Funktion werde der 53-Jährige auch in den China-Vorstand von Volkswagen aufrücken. Der bisherige Softwarechef in China, Chang Qing, soll zurück in den Konzern nach Deutschland wechseln. Ein Cariad-Sprecher bestätigte die Personalie, die noch an diesem Mittwoch offiziell verkündet werden soll.
DAX hastet von Rekord zu Rekord
Die europäischen Börsen dürften zum Auftakt auf der Stelle treten. Der DAX wird 0,2 Prozent höher erwartet und mit 17.585 Punkten indiziert - das wäre erneut ein Rekordhoch. Der Euro-Stoxx-50 wird mit 4886 Zählern fast unverändert gesehen. Die Vorgaben aus den USA und Asien sind gemischt, hier hätten sich die Anleger auf Einzelunternehmen konzentriert, heißt es im Handel.
Bei den übergeordneten Themen rücken die Zinserwartungen wieder in den Vordergrund, denn am Donnerstag steht der PCE-Deflator auf dem Kalender. Er gilt als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren, auf den auch die US-Notenbank achtet. Sollte er höher ausfallen als erwartet, passend zu zuletzt vielfach stärkeren US-Wirtschaftsdaten, könnten die Zinssenkungshoffnungen zeitlich noch weiter nach hinten rücken.
Konjunkturseitig steht am Nachmittag die Revision des US-BIP im vierten Quartal auf dem Kalender. Eine etwaige Aufwärtsrevision könnte die Zinssenkungserwartungen noch weiter nach hinten verschieben.
Bei den Branchen stehen die Autohersteller mit dem Ausstieg von Apple aus der Entwicklung von E-Autos besonders im Blick. Dies könne positiv als Wegfall eines Konkurrenten oder negativ als geringe Erwartung an das Marktpotenzial gesehen werden, heißt es im Handel.
Vorbörslich um 3,7 Prozent nach unten geht es für Lanxess. Das Chemieunternehmen hat am Vorabend eine Wertminderung von 413 Millionen Euro auf den Firmenwert mitgeteilt. Auf das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen soll sie keine Auswirkung haben, dieses erwarte man im Rahmen der Markterwartung. "Das ist negativ, aber der Markt dürfte nach den schwachen Zahlen von IFF vorgewarnt gewesen sein", meint ein Händler mit Blick auf den US-Aromenhersteller. Sollte die Kursreaktion deutlich negativ ausfallen, könnten davon auch die Aromenhersteller Symrise und Givaudan tangiert werden.
Lieferando-Mutter dampft Verluste gewaltig ein - starke Prognose für 2024
Europas umsatzstärkster Essenlieferant Just Eat Takeaway.com hat seinen Verlust 2023 trotz hoher Abschreibungen deutlich eingegrenzt. Das bereinigte operative Ergebnis steigerte die Lieferando-Mutter kräftig. Es soll im laufenden Jahr weiter verbessert werden.
Der Nettoverlust betrug im vergangenen Jahr 1,85 Milliarden Euro nach einem Fehlbetrag von 5,7 Milliarden im Vorjahr. Just Eat nahm eine Wertberichtigung von 1,54 Milliarden Euro auf die Bücher, hauptsächlich für Abschreibungen auf Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte aus Akquisitionen in der Vergangenheit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), die zentrale Steuerungskennziffer, stieg auf 324 Millionen von 19 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte zuletzt 320 Millionen in Aussicht gestellt.
Für das Jahr 2024 wird ein Anstieg des bereinigten Kerngewinns um fast 40 Prozent prognostiziert. Das Unternehmen begründet dies mit der starken Dynamik in den Schlüsselmärkten Großbritannien und Irland und der guten Performance in anderen Segmenten.
Erst KI, dann Rüstung: Anleger machen bei Modethemen Kasse
Nach dem Kursrutsch von Google vom Montagabend infolge von Kritik an deren KI-Modell, sprechen Händler von einer sehr stark erhöhten Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen in Modethemen. "Alle sind überinvestiert in den Modethemen und sitzen mit dem Finger am Abzug, um bei kleinsten Negativ-Nachrichten auszusteigen", warnt einer. Dies könne schnell und abrupt zu deutlichen Kursverlusten führen, weil der Ausstieg der ersten Investoren meistens diverse Stop-Batterien von weiteren Anlegern auslöse und damit für einen Dominoeffekt sorge.
"In Deutschland war das gestern bei Rheinmetall zu beobachten", so der Händler. Hier hätten Algo-Trader wohl eine Nachricht negativ gesehen und seien sofort aus der Aktie ausgestiegen, was einen Kurseinbruch von rund 6 Prozent verursacht habe. Dies zeige, dass auch dem Thema "Rüstung" ebenso wie "KI" starke Gewinnmitnahmen drohten.
Projekt "Peak": ThyssenKrupp verdoppelt Sparanstrengungen - Standort Duisburg im Fokus
Thyssenkrupp will seine Kosten kurzfristig um weitere rund 400 Millionen Euro senken. Hierfür hat der Vorstand von Thyssenkrupp Steel ein Sparprogramm unter dem firmeninternen Namen "Peak" erarbeitet. Konkret werde geprüft, die Investitionen am Standort Duisburg möglicherweise auszusetzen, oder auf ein nötiges Minimum zu beschränken, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen dem "Handelsblatt". Dabei gehe es vor allem um die Basisinvestitionen, die jährlich etwa eine halbe Milliarde Euro an Kosten erfordern und unter anderem für die Instandhaltung der Anlagen aufgewendet werden. Ein Beschäftigungsabbau soll in dem Programm aber bisher nicht geplant sein, sagten die Insider.
Kürzlich hatte der Konzern bei der Vorlage der letzten Quartalsbilanz einmal mehr Verluste für den Stahlbereich bekannt gegeben. Mit "Peak" ergänzt das Unternehmen ein schon laufendes Sparprogramm, das bereits die Kosten um 400 Millionen Euro drücken soll. Insgesamt plant Thyssenkrupp somit 800 Millionen Euro einzusparen.
Zement-Weltmarktführer mit Rekordergebnis - Ziele zwei Jahre früher erreicht
Der vor der Aufspaltung stehende Zementkonzern Holcim hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. Das bereinigte operative Ergebnis (wiederkehrendes Ebit) stieg um 14,7 Prozent auf 4,76 Milliarden Franken, wie das Schweizer Unternehmen mitteilte. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge durchschnittlich 4,72 Milliarden Franken erwartet.
Ein Treiber der Ergebnisverbesserung war, dass Holcim stärker auf den Gewinn als auf das Volumen achtet und etwa an umweltfreundlichen Produkten besser verdient. Die Kapitalrendite (ROIC) kletterte auf 10,6 (Vorjahr 9,5) Prozent. Damit erreichte der Zement-Weltmarktführer das eigentlich erst für 2025 angepeilte Renditeziel zwei Jahre früher als geplant.
Hier mehr:
Asien-Anleger bibbern vor US-Inflationstest
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich im Vorfeld der für diese Woche erwarteten US-Inflationsdaten verhalten. Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt auf dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Januar, dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed, das am Donnerstag veröffentlicht wird.
Laut einer Reuters-Umfrage wird erwartet, dass der PCE im Januar im Monatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen ist, was leicht über dem Plus von 0,2 Prozent im Dezember liegt. Eine Reihe guter Wirtschaftsdaten und eine stabile Inflation haben Händler dazu veranlasst, ihre ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich einer starken und frühen Zinssenkung durch die Fed drastisch zu reduzieren. Die Märkte rechnen nun mit einem Beginn des Lockerungszyklus im Juni, während es zu Beginn des Jahres noch März war.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte nahezu unverändert bei 39.227 Punkten, nachdem er am Vortag mit 39.426 ein neues Tageshoch und mit 39.239 ein Allzeithoch erreicht hatte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent auf 2680 Punkte. Zwei Börsenschwergewichte, der Uniqlo-Betreiber Fast Retailing und der Startup-Investor SoftBank, verloren zusammen 71 Indexpunkte und damit genauso viel wie der Nikkei insgesamt. Angesichts des Tempos der Rally zeige der Markt Anzeichen einer Überhitzung, sagte Maki Sawada von Nomura Securities. Unterdessen stach das E-Commerce- und Spieleunternehmen DeNA mit einem Plus von mehr als 24 Prozent hervor, nachdem bekannt wurde, dass es ein neues Handyspiel auf Basis der Pokemon-Sammelkarten auf den Markt bringen wird. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,3 Prozent.
Und so lief es gestern an der Wall Street:
Ebay besser als erwartet - Gebraucht kaufen liegt voll im Trend
Und hier noch eine wichtige Meldung aus der Nacht: Dank einer kräftigen Nachfrage nach gebrauchten Artikeln und Autoteilen hat Ebay die Markterwartungen im vierten Quartal übertroffen. Der Online-Händler gab nach US-Börsenschluss gestern einen Umsatz von 2,56 Milliarden Dollar bekannt, was einem Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten hatten im Durchschnitt mit 2,51 Milliarden Dollar gerechnet.
Ebay profitierte auch von einem florierenden Weihnachtsgeschäft. Der Online-Händler setzte zuletzt nach eigenen Angaben auf kostenbewusste Kunden, die sich angesichts der hohen Inflation für gebrauchte und runderneuerte Artikel interessieren. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,07 Dollar je Aktie verglichen mit den Erwartungen der Analysten von 1,03 Dollar je Anteilsschein. Zudem gab das US-Unternehmen einen zusätzlichen Aktienrückkauf im Volumen von zwei Milliarden Dollar bekannt.
Ebay-Aktien legten im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent zu!
Apple begräbt E-Autopläne? - Anleger jubeln, Aktie steigt
Guten Morgen! Das hier war der Kracher am Abend: Apple gibt laut Insidern die Entwicklung eines eigenen Elektroautos auf. Die zuletzt knapp 2000 Mitarbeiter des Projekts seien am Dienstag von der Ankündigung überrascht worden, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Viele von ihnen sollen künftig an Künstlicher Intelligenz arbeiten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar zu dem Bericht. Der iPhone-Konzern hält sich bei potenziellen künftigen Produkten traditionell bedeckt.
Apple wollte sein E-Auto ursprünglich 2028 auf den Markt bringen. Anleger atmen nach der nachricht auf. Die Apple-Aktie gewann im NASDAQ-Handel 0,81 Prozent auf 182,64 US-Dollar.
Apple
Mit Argusaugen dürften Börsianer heute die Kursreaktionen der europäischen Autohersteller beobachten. Eine Underperformance besonders bei E-Auto-abhängigen Produzenten ist Marktbeobachtern zufolge möglich.
Hier mehr zum Thema:
Bleibt der DAX auf der Überholspur? US-BIP und Salesforce stehen heute im Fokus
Die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt ist auch am Dienstag nicht abgerissen. Nach einem trägen Start erreichte der DAX am Nachmittag einen weiteren Höchststand und ließ erstmals die Marke von 17.500 Punkten hinter sich. 17.563,41 Punkte ist nun die neue DAX-Bestmarke, die mit Sicherheit nicht lange Bestand haben wird. Es war der vierte Börsentag in Folge mit einem Rekordhoch. Zum Handelsschluss gewann der Leitindex 0,8 Prozent auf 17.556 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Börsentitel stieg um 0,7 Prozent auf 25.965 Zähler.
"Viele Aktienmärkte haben neue Hochs erreicht. Warum auch nicht? Die Zinsen dürften nicht weiter steigen, und mit einer Rezession ist nicht zu rechnen, schon gar nicht in den USA", schrieb Marktexperte Chris Iggo von Axa Investment Managers. Eine Antriebsfeder für die Gewinne der Unternehmen seien neue Technologien. Diese hätten eine höhere Produktivität zur Folge.
Was liegt heute an? Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) treffen sich in Sao Paulo. Brasilien als Gastgeber will Streitpunkte wie die Bewertung des russischen Angriffs auf die Ukraine oder das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen ausklammern. Der Schwerpunkt soll auf wirtschaftspolitischen Themen liegen wie die Überschuldung vieler Entwicklungsländer.
Der in der Energiekrise verstaatlichte Versorger Uniper präsentiert seine vollständige Bilanz für 2023. Die Blicke werden sich auf die Prognose richten, da Uniper bereits vor zwei Wochen einige vorläufige Kennziffern veröffentlicht hat. Dank Zuwächsen in der Stromerzeugung aus Kohle- und Gaskraftwerken fuhr Uniper im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn ein. Eine zentrale Frage ist, wann die Bundesregierung mit dem Verkauf ihres Staatsanteils von 99 Prozent an Uniper beginnt. Insidern zufolge könnte das noch in diesem Jahr geschehen.
Zudem legt Salesforce Zahlen für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres 2023/2024 vor, das am 31. Januar zu Ende ging. Der US-Softwarekonzern profitiert derzeit von einem robusten Cloud-Geschäft.
Außerdem gibt es die zweite Schätzung zu den Zahlen des US-Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal. In einer ersten Schätzzahl war ein aufs Jahr hochgerechnetes Plus beim BIP von 3,3 Prozent ermittelt worden. Damit gilt die größte Volkswirtschaft der Welt als weiter robust – trotz Hochzinsphase.
Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.