Der Börsen-Tag
28. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
Zum Archiv
17:42 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Feierabend. Der Dax verliert 0,2 Prozent auf 24.840 Punkte.

Dax schließt schwächer
17:02 Uhr

Öl so teuer wie seit Monaten nicht

Die Rohölpreise haben den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 68,41 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als gestern. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate legte um 97 Cent auf 63,36 Dollar zu. Damit haben die Notierungen den höchsten Stand seit Ende September vergangenen Jahres erreicht.

Am Ölmarkt bleiben geopolitische Spannungen das bestimmende Thema. Der Blick der Anleger richtet sich auf die Entwicklung im Iran, das dem Ölförderländer-Verbund Opec angehört. Die Vereinigten Staaten haben nach den Protesten gegen das Regime in Teheran ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt.

Öl so teuer wie seit Monaten nicht
16:41 Uhr

Steigende Goldpreise - Ansturm auf die Händler

Der rapide Anstieg der Gold- und Silberpreise hat einen Ansturm von Sparern und Privatanlegern auf Deutschlands Edelmetallhändler zur Folge.

Steigende Goldpreise - Ansturm auf die Händler
16:10 Uhr

US-Börsen auf Rekordjagd

Das US-Börsenbarometer S&P 500 steigt erstmals über 7000 Punkte. Der Index legt zur Eröffnung an der Wall Street um 0,3 Prozent auf 7002,28 Zähler zu. Für Rückenwind am US-Aktienmarkt sorgen festere Chip-Aktien nach ermutigenden Zahlen von ASML.Zudem hoffen Börsianer auf positive Zahlen bei den anstehenden Big-Tech-Bilanzen.

Die im späten Verlauf erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank verspricht nur indirekt Spannung. Denn eine Änderung des Zinsniveaus gilt als nahezu ausgeschlossen. Aber US-Notenbankgouverneur Jerome Powell könnte zum Ende seiner Amtszeit die sonst übliche politische Zurückhaltung ablegen und klare Worte finden zum weiteren Zinspfad und vielleicht auch zur Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump.

US-Börsen auf Rekordjagd
15:44 Uhr

Schwere Unwetter bremsen Frachter aus

Die Container-Reederei Maersk hat wegen der schweren Stürme und Schneefälle in Südwest- und Westeuropa vor erheblichen Störungen des Frachtverkehrs gewarnt. "Die schweren Wetterbedingungen verursachen branchenweit erhebliche Störungen, da Schiffe Schutz suchen und Terminals den Betrieb einstellen oder mit reduzierter Produktivität arbeiten müssen", teilte der Konzern mit.

Terminals im westlichen Mittelmeer hätten den Betrieb eingestellt, eine Zeitangabe für eine Wiederaufnahme gebe es derzeit nicht. Die Störungen wirkten sich demnach auch auf die Frachtströme von und nach Nordeuropa aus. Aufgrund der Lage sei weiterhin mit Verzögerungen und Schließungen zu rechnen.

Schwere Unwetter bremsen Frachter aus
15:25 Uhr

Radikalkur bei Starbucks zeigt Wirkung

Die neue Konzernstrategie beim US-Kaffeehausriesen Starbucks zeigt erste Erfolge. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 stiegen die flächenbereinigten Umsätze überraschend stark, wie das Unternehmen mitteilte. Bei den Anlegern an der Wall Street kamen die Nachrichten gut an: Die Aktie legte vorbörslich um zehn Prozent zu.

Der neue Starbucks-Chef Brian Niccol hatte der US-Kaffeerösterkette eine neue Strategie verordnet, um sie wieder auf den Wachstumspfad zu führen. Freundliches Personal, frisch zubereitete Speisen und schneller Service wurden zur Maxime. Zudem wurde die Speisekarte um fast ein Drittel verkleinert, Hunderte Filialen geschlossen und unrentable Produkte wie die mit Olivenöl versetzten "Oleato"-Getränke gestrichen.

Radikalkur bei Starbucks zeigt Wirkung
14:53 Uhr

Jenoptik-Aktie geht durch die Decke

Die starken Zahlen des Chipausrüsters ASML sorgen für einen Kurssprung beim Zulieferer Jenoptik. Die Titel des Anbieters sogenannter Lithografie-Anlagen schießen um fast zehn Prozent nach oben und sind mit 24,56 Euro so teuer wie seit Oktober 2024 nicht mehr. Börsianer führen den Kurssprung auf den überraschend hohen Auftragseingang von ASML zurück. "Jenoptik liefert optische, optoelektronische und mikrooptische Module an ASML. Sie sind größter Kunde."

Jenoptik-Aktie geht durch die Decke
14:24 Uhr

Gold überspringt die Marke von 5300 Dollar

Die anhaltende Dollar-Schwäche hat dem Goldpreis einen neuen Meilenstein beschert. Das Edelmetall verteuert sich um bis zu 2,4 Prozent auf 5311 Dollar je Feinunze und kostet damit erstmals mehr als 5300 Dollar.

Ein schwacher Greenback macht in Dollar gehandelte Rohstoffe billiger und steigert dadurch tendenziell die Nachfrage.

Erst am Montag hatte der Goldpreis die historische 5000-Dollar-Marke geknackt. Laut den Analysten der Deutschen Bank ist es denkbar, dass Gold 2026 über 6000 Dollar steigt. Im vergangenen Jahr verteuerte sich das Edelmetall um rund 65 Prozent, zum Jahreswechsel nahm die Rally weiter Fahrt auf.

Gold überspringt die Marke von 5300 Dollar
14:05 Uhr

Porsche wechselt Designchef aus

Der Sportwagenbauer Porsche bekommt einen neuen Designchef. Tobias Sühlmann übernimmt zum 1. Februar 2026 die Leitung des Bereichs von Michael Mauer, wie das Unternehmen bekanntgab. Der 46-jährige Sühlmann kommt vom britischen Konkurrenten McLaren, wo er als Chefdesigner tätig war. Porsche sprach von einem Generationswechsel, da der 63-jährige Mauer das Erscheinungsbild der Marke mehr als zwei Jahrzehnte lang prägte. "Angesichts der strategischen Neuausrichtung von Porsche ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um auch beim Design neue Perspektiven einzubringen", so Mauer zu seinem Abschied.

Sein Nachfolger Sühlmann studierte wie Mauer an der Hochschule Pforzheim. Er begann seine Karriere 2005 bei Volkswagen und wechselte später zu den Edelmarken Bugatti, Aston Martin und Bentley. "Mit seiner Erfahrung im Design von Sport- und Supersportwagen wird er das Profil von Porsche weiter schärfen", so der neue Porsche-Chef Michael Leiters, der bis Anfang 2025 Chef von McLaren war.

Porsche wechselt Designchef aus
13:34 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie wegen Razzia unter Druck

Die Aktien der Deutschen Bank verlieren knapp 3 Prozent an Wert. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitgeteilt, dass wegen des Verdachts der Geldwäsche die Justiz Gebäude des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt und Berlin durchsuche.

Deutsche-Bank-Aktie wegen Razzia unter Druck
13:13 Uhr

Gaspreis in Europa gibt nach

Der europäische Erdgaspreis fällt nach einer mehrtägigen Rally wieder unter 40 Euro je Megawattstunde, und das trotz der Sorgen über die Auswirkungen eines massiven Wintersturms auf die US-Produktion und -Exporte. Der als Referenz geltende niederländische TTF-Kontrakt gibt um 3,6 Prozent auf 37,35 Euro je Megawattstunde nach.

"Die geschätzten Pipeline-Lieferungen an Exportterminals seien auf etwa 10 Milliarden Kubikfuß pro Tag gesunken, da ein Wintersturm die lokale Versorgung störe", so die Analysten von ANZ. "Sollten sich die Lieferungen nicht erholen, könnten asiatische Importeure gezwungen sein, sich mehr Ladungen zu sichern." Marktbeobachter meinen jedoch, dass der Sturm keine wesentlichen Auswirkungen auf die Importe haben dürfte. Die Störungen seien wahrscheinlich nur von kurzer Dauer und das weltweite Flüssiggas-Angebot werde in diesem Jahr stark ansteigen.

Gaspreis in Europa gibt nach
12:42 Uhr

Amazon schwingt die Job-Axt

Amazon streicht weltweit weitere 16.000 Stellen. Der Konzern begründete den Schritt mit dem Umbau nach dem Einstellungsboom während der Corona-Pandemie sowie dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Insgesamt sollen nun rund 30.000 Bürojobs wegfallen, was etwa zehn Prozent der Belegschaft in der Verwaltung entspricht.

Betroffen sind vor allem die Cloud-Sparte AWS, das Einzelhandelsgeschäft, Prime Video und die Personalabteilung. Dies ist bereits die zweite große Entlassungswelle innerhalb von drei Monaten.

Amazon schwingt die Job-Axt
12:00 Uhr

Finanzaufsicht sieht gefährliche Mischung

Die Finanzaufsicht BaFin warnt angesichts von Rekordständen an den Börsen vor der Gefahr plötzlicher Marktkorrekturen. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe fragil und unsicher, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit. Die gute Stimmung an den Märkten blende stabilitätsbedrohende Faktoren wie militärische und handelsbezogene Konflikte und die hohe Verschuldung wichtiger Industrienationen aus.

Zudem bleibe offen, ob der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig sei. BaFin-Präsident Mark Branson sprach von einer gefährlichen Mischung: "Das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss. Das Potenzial für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen ist hoch."

Zudem seien durch soziale Medien angeheizte Investitionen von Privatleuten in Kryptowerte ein Problem. Eine Erhebung der Aufsicht zeige, dass Verbraucher deutlich risikoreicher investierten, wenn sie sich in sozialen Medien und bei sogenannten Finfluencern über Finanzthemen informierten.

Finanzaufsicht sieht gefährliche Mischung
11:32 Uhr

SpaceX strebt Rekord-IPO an

SpaceX von Elon Musk plant offenbar Mitte Juni den Gang an die Börse. Dabei strebe die Firma Einnahmen von bis zu 50 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar an, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Der Börsengang des Raumfahrtkonzerns wäre der bisher größte gemessen am Volumen und würde den bisherigen Rekordhalter, den saudischen Ölkonzern Aramco, deutlich übertreffen. Dieser hatte bei seinem Debüt 2019 rund 29 Milliarden Dollar eingenommen. Der Schritt fiele in eine Phase der Erholung am US-Emissionsmarkt, in der auch KI-Firmen wie Anthropic und OpenAI Börsengänge erwägen.

SpaceX strebt Rekord-IPO an
11:06 Uhr

Luxus-Aktien rauschen in die Tiefe

A-woman-stands-next-to-shopping-bags-branded-with-Louis-Vuitton-and-Gucci-outside-the-department-store-Kaufhaus-des-Westens-KaDeWe-in-Berlin-Germany-November-16-2022
(Foto: REUTERS)

Die Aktien von LVMH fallen stark und ziehen andere europäische Luxuswerte mit nach unten. Zuvor hatte der Eigentümer von Louis Vuitton und Dior für das Weihnachtsquartal ein schleppendes Umsatzwachstum gemeldet, was bei den Anlegern Vorsicht hinsichtlich des Sektors auslöste.

Die LVMH-Aktie fällt um bis zu 8 Prozent. Sie hatte im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel ihres Wertes verloren.

Der Handelstag ist von breiten Verlusten bei Luxusaktien geprägt. Die Aktien des Gucci-Eigentümers Kering geben um mehr als 5 Prozent nach, während andere Branchenwerte wie die Cartier-Mutter Richemont, Hermes International und Burberry ebenfalls im Minus notieren. Die Aktien von Salvatore Ferragamo, die am späten Dienstagabend eigene Zahlen zum Jahresende veröffentlicht hatten, fallen um 6,5 Prozent.

Luxus-Aktien rauschen in die Tiefe
10:39 Uhr

Anhaltende Euro-Stärke könnte Zinssenkung erfordern

Der österreichische Notenbankchef Martin Kocher hat eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei einer anhaltenden Aufwertung des Euro ins Spiel gebracht. "Sollte der Euro immer weiter aufwerten, könnte dies ab einem gewissen Punkt natürlich eine geldpolitische Reaktion erforderlich machen", sagte Kocher der "Financial Times". Ein stärkerer Euro würde die Importe verbilligen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US-Konkurrenten schmälern.

Der Dollar-Verfall hievte den Euro erstmals seit 2021 über die Marke von 1,20 Dollar. Die jüngsten Kursgewinne des Euro bezeichnete Kocher dennoch als "moderat". Sie erforderten noch keine Reaktion. Mit Blick auf die EZB-Zinsentscheidung in der kommenden Woche sagte er, es gebe keine unmittelbare Notwendigkeit für eine Änderung. Er betonte jedoch, wie wichtig es sei, sich angesichts der Unsicherheit "alle Optionen offenzuhalten".

EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau schrieb auf der Online-Plattform Linkedin, die Notenbank beobachte die Aufwertung der Gemeinschaftswährung und ihre möglichen Auswirkungen auf die Inflation genau. "Dies ist einer der Faktoren, die unsere Geldpolitik und unsere Zinsentscheidungen in den kommenden Monaten leiten werden", schrieb der französische Notenbankchef.

Ein starker Euro verbilligt die Einfuhr von Waren in den Währungsraum und kann so den Preisauftrieb bremsen. Dies erschwert es der EZB, ihr Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Zuletzt hatten sich bereits andere Währungshüter besorgt über den Euro-Kurs geäußert und geldpolitische Reaktionen nicht ausgeschlossen.

Anhaltende Euro-Stärke könnte Zinssenkung erfordern
10:14 Uhr

Dollar stürzt zum Franken auf Rekordtief

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump schicken den Dollar auf Talfahrt. Zum Schweizer Franken sackte die US-Währung auf 0,7605 Franken und damit auf den tiefsten Stand seit Januar 2015 ab. Auslöser war eine Bemerkung Trumps gegenüber einem Journalisten. "Dem Dollar geht es großartig", sagte Trump auf die Frage, ob der Dollar zu stark gefallen sei. Dies löste an den Märkten eine Verkaufswelle aus. "Wenn der Präsident Gleichgültigkeit äußert oder die Bewegung sogar gutheißt, ermutigt das Dollar-Verkäufer, weiter Druck zu machen", sagte Steve Englander, Währungsexperte bei Standard Chartered.

Von den USA ausgehende geopolitische Unsicherheiten sowie wachsende Bedenken darüber, was mit der Glaubwürdigkeit der US-Notenbank nach einem Amtsende von Fed-Chef Jerome Powell im Mai geschehen werde, belasteten den Dollar weiter, sagte Swissquote-Analystin Ipek Ozkardeskaya. Dazu komme das rückläufige US-Verbrauchervertrauen. "Das ergibt ein ziemlich trübes Bild für den Greenback." Bereits im vergangenen Jahr hatte der Dollar angesichts geopolitischer Spannungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank deutlich an Boden verloren.

Dollar stürzt zum Franken auf Rekordtief
09:51 Uhr

Diese Marke halten Experten beim Goldpreis für möglich

gold
Der Goldpreis eilt derzeit von Rekord zu Rekord. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Hausse im Goldpreis setzt sich fort. Mit 5250 Dollar je Feinunze markiert sie neue Rekordstände, und auch in Euro ist sie so teuer wie nie. Damit ist sie bereits den meisten Jahresprognosen enteilt. Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg auf 6000 Dollar noch in diesem Jahr für möglich, genauso Nigel Green von DeVere. Während US-Präsident Donald Trump niedrige Zinsen in Aussicht stellt, wird am Markt unter anderem die polnische Notenbank als Käufer ausgemacht.

Diese Marke halten Experten beim Goldpreis für möglich
09:30 Uhr

Kauflaune verbessert, "Niveau bleibt niedrig"

Angesichts der nachlassenden Inflation in Deutschland steigt die Stimmung der Verbraucher. Das Konsumklima für Februar kletterte um 2,8 Punkte auf minus 24,1 Zähler, wie die GFK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Die Erhöhung des Mindestlohnes zu Jahresbeginn sowie sinkende Inflationsängste der Konsumentinnen und Konsumenten belebten offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen, erläuterte NIM-Experte Rolf Bürkl.

"Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen", fügte er hinzu. "Das Niveau bleibt jedoch niedrig." Der Einkommensindikator gewann im Januar zwölf Zähler hinzu auf nunmehr 5,1 Punkte. Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt aus Sicht des Nürnberger Konsumforschers jedoch abzuwarten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen: "Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen", erklärte NIM-Experte Bürkl.

Kauflaune verbessert, "Niveau bleibt niedrig"
09:15 Uhr

Dax zwischen Gold-Hausse, Dollar-Schwäche und US-Zinsstreit

Den leichten Verlusten von gestern lässt der Dax zum Start ins heutige Geschäft ein paar Pluspunkte folgen: Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von … Zählern, nachdem er gestern mit 24.894 Stellen geschlossen hatte. Die Vorgaben von 24.880 Seiten der Wall Street und von den asiatischen Aktienmärkten fällt überwiegend positiv aus.

"Im Blick haben die Anleger heute Zahlen von ASML sowie etwa von Tesla und Microsoft nach US-Börsenschluss", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf die Zurückhaltung der Anleger. "Auch auf die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend dürften die Investoren vor dem Hintergrund des Streits mit US-Präsident Donald Trump gespannt warten", erläutert sie. "Gold ist auch deshalb weiterhin gefragt. Hier wirkt sich aber auch die anhaltende Dollar-Schwöche preistreibend aus."

Dax zwischen Gold-Hausse, Dollar-Schwäche und US-Zinsstreit
08:58 Uhr

"Wir hatten 2025 ein erneutes Rekordjahr"

Der wachsende Bedarf an hochmodernen Maschinen zur Produktion leistungsstarker Prozessoren hat ASML zu einem erneuten Wachstumsschub verholfen. Dabei verbuchte der weltweit führende Anbieter sogenannter Lithografie-Anlagen einen überraschend hohen Auftragseingang. "Wir hatten 2025 ein erneutes Rekordjahr", sagte Konzernchef Christophe Fouquet. "Daher rechnen wir für 2026 mit weiterem Wachstum, vor allem getrieben durch den Absatz von EUV-Maschinen."

ASML ist der weltweit einzige Anbieter von Anlagen mit dieser Technologie. Die dort verwendeten Laser arbeiten mit extrem ultraviolettem (EUV) Licht. Dadurch können sie besonders feine Strukturen auf Siliziumscheiben belichten, wie sie für Hochleistungsprozessoren benötigt werden.

ASML zufolge lag der Gesamtjahresumsatz bei 32,7 Milliarden Euro und der Gewinn bei 9,6 Milliarden Euro. Der Auftragseingang fiel im vierten Quartal mit 13,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet. Für 2026 prognostizierte der niederländische Konzern Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro.

"Wir hatten 2025 ein erneutes Rekordjahr"
08:37 Uhr

Rüstungs- und Technologieaktien sind in Asien der Renner

Mehrheitlich mit Aufschlägen zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Händler sprechen von Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Zinssenkungen werden dieses Mal nicht erwartet. Da sich die Amtszeit von Notenbank-Chef Jerome Powell allerdings dem Ende nähert, rechnen zahlreiche Teilnehmer damit, dass er die übliche politische Zurückhaltung bei seinen Aussagen aufgeben könnte.

In Asien folgen vor allem technologie-lastige Börsen dem Kursplus der Wall Street. In Taiwan geht es um 0,3 Prozent höher, in Korea springt der Kospi erneut auf ein Rekordhoch und gewinnt aktuell 1,7 Prozent. Vor allem beim Hersteller von knappen RAM-Speichern, SK Hynix, geht es um weitere 4,9 Prozent höher. Auch Rüstungshersteller sind gesucht, Hanwha Aerospace steigen um 4,6 Prozent. Hier treiben starke Vorgaben von den US-Zahlen von RTX (Raytheon).

In Hongkong ist der Hang-Seng-Index aus seiner mehrmonatigen Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen und legt um 2,4 Prozent zu. Stützend wirken Berichte aus dem Finanzministerium über die Bereitschaft zu Steuererleichterung zur Förderung des Wachstums. Allein vergangenes Jahr hätten diese schon über 400 Milliarden Dollar betragen.

Rüstungs- und Technologieaktien sind in Asien der Renner
08:20 Uhr

Tech-Hausse läuft wieder rund

Technologiewerte nehmen ihre Hausse wieder auf. Nachdem am US-Markt der Nasdaq deutlich zugelegt hat, ziehen auch in Asien Technologiewerte überwiegend an. Im Blick stehen aber zunächst die Zahlen von ASML: Am Markt wird erwartet, dass sowohl die Zahlen als auch der Ausblick den Konsens schlagen. Grund ist das starke Geschäft großer Kunden wie TSMC, Samsung und Intel.

Tech-Hausse läuft wieder rund
08:03 Uhr

Wirtschaftsexperten erwarten Wende am Bau

Die kriselnde deutsche Baubranche steht vor einer Trendwende - und mit ihr der stockende Wohnungsbau, der ein Grund ist für die steigenden Mieten in Städten. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach dürfte das Bauvolumen in Deutschland 2026 nach fünf Jahren erstmals wieder preisbereinigt wachsen - um 1,7 Prozent. 2027 soll es dann um 3,4 Prozent zunehmen. Grund sei vor allem der öffentliche Bau, der von den staatlichen Milliardenausgaben etwa für Straßen und Brücken profitiere, während der Bau von Büros und Fabriken in der Wirtschaftskrise schwächle.

"Die Talsohle der Baukonjunktur scheint durchschritten", so Studienautorin Laura Pagenhardt. Vor allem die Stabilisierung der Baupreise und Zinsen, aber auch die Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität trieben die Erholung an. So erwartet das DIW, dass das Bauvolumen im öffentlichen Tiefbau dieses Jahr um fast ein Zehntel wächst.

Aber auch der Wohnungsneubau belebe sich nach Krisenjahren wieder. 2026 erwartet das DIW hier ein Plus von 2,4 Prozent, 2027 soll das Bauvolumen kräftig um 6,1 Prozent zulegen. Mit dem Bauvolumen sind die Bauinvestitionen, aber auch Reparaturen gemeint.

Wirtschaftsexperten erwarten Wende am Bau
07:47 Uhr

Die 25.000er-Marke lockt

it einer wenig veränderten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer. Der Dax wird mit 24.915 Punkten errechnet und damit ein paar Punkte über dem Schlussstand vom Dienstag. "Positiv wäre ein Anstieg über die 25.000er Marke", so ein Marktteilnehmer. "Das würde das Vertrauen der Anleger stärken", meint er. Von den Vorlagen her sei das möglich: Der S&P-500 hat neue Rekorde markiert, in Asien geht es überwiegend nach oben, der Euro kommt auf hohem Niveau etwas zurück, und die Anleihenrenditen liegen stabil im Markt.

Im Blick steht nun die Fed-Sitzung mit den Ergebnissen am Abend. US-Präsident Trump hat erneut niedrigere Zinsen der Fed in Aussicht gestellt, er will bald einen neuen Vorsitzenden der US-Notenbank ernennen. Die Frage ist, wie Fed-Chairman Jerome Powell und die anderen Fed-Mitglieder auf den Druck reagieren.

Die 25.000er-Marke lockt
07:27 Uhr

E-Auto-Boom: Deutscher Markt wächst überdurchschnittlich

Elektroautos gewinnen weltweit immer mehr an Bedeutung. Vergangenes Jahr wurden rund 13,7 Millionen rein batterieelektrisch betriebene Pkw (BEV) neu ausgeliefert, wie eine Analyse der wichtigsten Märkte durch PwC Autofacts und Strategy& ergab. Das waren mehr als 3,1 Millionen BEVs mehr als 2024, ein Plus von 30 Prozent.

Mit großem Abstand wichtigster Markt ist China, wo fast 9 Millionen neue Stromer gezählt wurden. Allerdings ist das Wachstum dort mit 33 Prozent nur noch minimal überdurchschnittlich. Dahinter folgt Europa mit 2,6 Millionen BEVs und einem Wachstum von 30 Prozent. Wichtigste Märkte dabei waren Deutschland mit 545.000 Autos (plus 43 Prozent), UK mit 473.000 (plus 24 Prozent) und Frankreich mit 327.000 (plus 12 Prozent).

E-Auto-Boom: Deutscher Markt wächst überdurchschnittlich
07:09 Uhr

Asien-Anleger verdauen Trump-Aussagen

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump schicken den Dollar auf Talfahrt geschickt. Anleger werteten seine gleichgültige Haltung zum jüngsten Kursverfall als grünes Licht für weitere Verkäufe. "Dem Dollar geht es großartig", sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, ob der Dollar zu stark gefallen sei. "Devisenmarkt-Teilnehmer sind immer auf der Suche nach einem Trend, auf den sie aufspringen können", sagte Steve Englander, Währungsexperte bei Standard Chartered. "Wenn der Präsident Gleichgültigkeit äußert oder die Bewegung sogar gutheißt, ermutigt das Dollar-Verkäufer, weiter Druck zu machen."

An den asiatischen Börsen sorge die Entwicklung für gemischte Kurse. Während der südkoreanische Kospi auf ein Rekordhoch klettert, gibt der japanische Nikkei-Index nach.

Asien-Anleger verdauen Trump-Aussagen
06:52 Uhr

Texas Instruments lockt Anleger

Eine anziehende Nachfrage macht Texas Instruments (TI) optimistisch. Der Spezialist für Analog-Chips übertraf mit seiner Prognose für das laufende Quartal die Markterwartungen. Das Unternehmen peilt Erlöse von 4,32 bis 4,68 Milliarden Dollar und einen Überschuss zwischen 1,22 und 1,48 Dollar je Aktie an. Die TI-Aktie stieg daraufhin im nachbörslichen Geschäft der Wall Street um fünf Prozent.

Im abgelaufenen Vierteljahr wuchs der Umsatz den Angaben zufolge um zehn Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar. Der Gewinn habe bei 1,27 Dollar je Aktie gelegen. Diese Zahlen entsprachen in etwa den Analystenprognosen. Die Geschäftszahlen von TI gelten als Indikator für die Nachfrage in vielen Branchen, da die Chips in etlichen Produkten verbaut werden.

Texas Instruments lockt Anleger
06:36 Uhr

Euro zieht über 1,20er-Marke

Am Devisenmarkt hievt der anhaltende Dollar-Verfall den Euro erstmals seit 2021 über die Marke von 1,20 Dollar. Der australische Dollar steigt auf ein Dreijahreshoch von über 70 US-Cent. Auch der japanische Yen legt deutlich zu.

Euro zieht über 1,20er-Marke
06:20 Uhr

Deal mit Microsoft: Kursexplosion bei Robotikfirma

Die Ankündigung einer Partnerschaft mit Microsoft hat dem Robotik-Spezialisten Richtech ein Kursfeuerwerk beschert. Die Aktien des Roboteranbieters für Restaurants, Hotels und Pflegeheime schießen um fast 40 Prozent nach oben. Microsoft und Richtech wollen nach eigenen Angaben gemeinsam auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Anwendungen für Robotersysteme entwickeln.

Deal mit Microsoft: Kursexplosion bei Robotikfirma
05:59 Uhr

Von KI bis Robotaxis, von Trump bis Powell

Der Dax hat das Ziel klar vor Augen: 25.000 Punkte. Gestern schloss der deutsche Börsenleitindex noch darunter, gab 0,2 Prozent auf 24.894 Zähler nach. Heute könnte er die Marke aber knacken, denn es steht einiges auf der Agenda – sowohl unternehmens-, als auch konjunkturseitig.

So werden am Morgen bereits frische Daten des GFK-Konsumbarometers veröffentlicht. Danebenwill etwa die Bundesregierung ihre neuen Konjunkturprognosen vorstellen. Wie Reuters bereits berichtet hat, wird dieses Jahr nun mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet, 2027 dann von 1,3 Prozent. Das Kabinett soll sich zunächst mit dem Jahreswirtschaftsbericht befassen. Am Nachmittag wird dann Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU die Details daraus vor der Presse erläutern.

In den USA dürfte die Notenbank Federal Reserve den Leitzins nach zwei Senkungsschritten konstant halten. Experten erwarten, dass der geldpolitische Schlüsselsatz in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben wird. Mit Spannung blicken die Finanzmärkte zugleich auf die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell im Anschluss an den Zinsentscheid. Der ist jüngst ins Visier der US-Justiz geraten und sieht darin einen Vorwand, ihn zinspolitisch unter Druck zu setzen. US-Präsident Donald Trump drängt Powell seit langem zu aggressiven Zinssenkungen und hat angekündigt, bald einen Nachfolger für den bis Mai amtierenden Fed-Chef zu küren.

Unternehmensseitig könnten Börsenschwergewichte positiv aufhorchen lassen. So hat etwa der rasant wachsende Bedarf an hochmodernen Computerchips dem Spezialmaschinenbauer ASML voraussichtlich zu einem erneuten Wachstumsschub verholfen. Ein besonderes Augenmerk richten Börsianer bei der Vorlage der Quartalsbilanz auf das China-Geschäft, das durch die US-Beschränkungen für Hochtechnologie-Exporte beeinträchtigt wird. Der kleinere Rivale ASM International verbuchte zum Jahresende eine Erholung der Nachfrage aus der Volksrepublik. ASML hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Zudem legt neben den KI-Boom-Profiteuren Microsoft, Meta und IBM nach US-Börsenschlussauch Tesla Zahlen vor: Investoren achten dabei besonders darauf, ob das Geschäft mit selbstfahrenden Autos inzwischen erste Früchte trägt. Sie begründen die hohe Börsenbewertung vor allem mit der Wette von Tesla-Chef Elon Musk auf Robotaxis und humanoide Roboter. Im Brot-und-Buttergeschäft mit klassischen Elektroautos läuft es dagegen deutlich schlechter als in den vergangenen Jahren. Analysten gehen davon aus, dass zum Jahresende der Umsatz um 3,6 Prozent und der Gewinn um 40 Prozent geschrumpft ist.

Von KI bis Robotaxis, von Trump bis Powell