Der Börsen-Tag
3. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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18:04 Uhr

Kämpfe am Golf und Zolldrohungen entmutigen die Dax-Anleger

Das neue Aufflammen der Kampfhandlungen im Iran-Krieg und Zolldrohungen der USA lassen die Ölpreise wieder steigen und den deutschen Aktienmarkt einknicken. Der Dax fällt um 1,31 Prozent unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten auf 24.795,94 Zähler. Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor 0,64 Prozent auf 32.736,35 Punkte.

Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Trump bekräftigte am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise legten wieder zu.

Zudem drohten die USA 60 Volkswirtschaften neue Zölle an, weil sie Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen unter anderem die Europäische Union, Großbritannien, Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.

Der erneute Aufstieg auf Rekordhöhen werde für den Dax zunehmend beschwerlicher, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Statt neuer Friedenssignale im Iran-Konflikt drückten Meldungen über militärische Eskalationen und frische US-Zolldrohungen die Stimmung.

Kämpfe am Golf und Zolldrohungen entmutigen die Dax-Anleger
17:23 Uhr

Kaufhaus meldet erstmals seit Jahren wieder wachsenden Umsatz

Die starke Nachfrage nach Luxusartikeln hat der US-Kaufhauskette Macy's das erste Umsatzwachstum in einem Quartal seit fast vier Jahren beschert. Daraufhin hob der Konzern seine Jahresprognose an. "Die Kunden von Macy's, die überwiegend über mittlere bis hohe Einkommen verfügen, haben sich im ersten Quartal als widerstandsfähig erwiesen", sagte Konzernchef Tony Spring .

Im abgelaufenen Quartal stiegen die Erlöse um 1,8 Prozent auf 4,68 Milliarden Dollar, nachdem sie zuvor 15 Quartale in Folge gefallen waren. Auch beim Gewinn überraschte Macy's die Experten. Besonders gut liefen die Geschäfte bei den Luxuskaufhäusern Bloomingdale's, deren flächenbereinigter Umsatz um 10,2 Prozent anzog. Die Zahlen unterstreichen eine zweigeteilte Entwicklung beim US-Konsum: Während einkommensstarke Kunden weiterhin Geld für Luxusgüter ausgeben, halten sich ärmere Haushalte angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit zurück. Konzernchef Spring treibt derzeit einen 2024 eingeleiteten Umbau voran, der sich auf teurere Marken, mehr Verkäufe zum vollen Preis, Investitionen in gut laufende Filialen und die Schließung unrentabler Filialen konzentriert. 

Kaufhaus meldet erstmals seit Jahren wieder wachsenden Umsatz
17:01 Uhr

"Nur aufs Altersvorsorgedepot setzen, macht keinen Sinn"

Das neue Altersvorsorgedepot kann im Vergleich zu anderen Produkten "Schwung" in die Vorsorge bringen, sagte Expertin Lisa Hassenzahl. Doch es gibt einiges zu beachten. Ein vollständiger Ersatz, etwa für einen ETF-Sparplan, ist es nicht.

"Nur aufs Altersvorsorgedepot setzen, macht keinen Sinn"
16:52 Uhr

Rheinmetall wird zur reinen Waffenschmiede

Auf dem Weg zum reinen Rüstungskonzern ist Rheinmetall einen großen Schritt weitergekommen. Das Unternehmen gab in Düsseldorf bekannt, dass es einen Vertrag zum Verkauf des größten Teils seiner Kfz-Zuliefersparte an die Münchner Industrieholding Aequita unterschrieben hat. Die Transaktion soll im vierten Quartal vollzogen sein. Der Verkaufspreis liegt bei 350 Millionen Euro. In dem verkauften Unternehmensteil sind rund 6.200 Beschäftigte tätig, bei Rheinmetall verbleiben 34.000. 

Es geht um die sogenannten zivilen Aktivitäten, also Bauteile für Autos. Angesichts der schwachen Nachfrage nach Autos aus Europa ist dieser Geschäftszweig schon länger eine Wachstumsbremse für Rheinmetall, das mit seinem Militärgeschäft von einem Firmenrekord zum nächsten eilt. Die Verkaufsgespräche begannen bereits vergangenes Jahr, nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht. 

Im Kfz-Werk in Neuss werden künftig Satelliten hergestellt

Die Kfz-Sparte kam 2025 auf einen Umsatz von zwei Milliarden Euro, das Waffengeschäft hingegen auf rund 10 Milliarden Euro. Das bisherige Kfz-Werk von Rheinmetall in Neuss wird schon jetzt schrittweise umgewidmet - dort werden künftig Satelliten und andere Rüstungsgüter hergestellt und keine Kfz-Bauteile mehr. Ein spanisches Werk soll ebenfalls umfunktioniert werden. 

"Wir konzentrieren uns auf das margenstarke Geschäft mit den militärischen Kunden, wo wir hervorragende Wachstumschancen haben", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Man gebe die zivile Sparte "in gute Hände". "Die international erfolgreiche Industrieholding vereint viel Erfahrung im Bereich Industrial und Automotive mit einem Fokus auf Unternehmertum, Transformation und langfristige Perspektive." 

Rheinmetall wird zur reinen Waffenschmiede
16:45 Uhr

US-Dienstleister nehmen Fahrt auf

Die US-Dienstleistungsbranche hat mehr Fahrt aufgenommen als gedacht. Der Einkaufsmanagerindex für die Service-Unternehmen stieg im Mai auf 54,5 Punkte von 53,6 Zählern im Vormonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Damit bleibt das Barometer deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Das Barometer für die Aufträge sprang deutlich um 3,8 Punkte auf 57,3 Zähler. Zugleich kletterte der Index für die Kosten auf 71,3 Zähler - das ist der höchste Stand seit 2022 zu Zeiten der Corona-Krise.

Die Daten signalisierten eine konjunkturell stabile Entwicklung in den USA, sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. "Die US-Notenbank dürfte sich daher in der Einschätzung bestätigt sehen, dass das Zinsniveau tendenziell erhöht werden sollte." Dafür spreche auch das anhaltend hohe Niveau der Energiekosten infolge des Iran-Kriegs.

Derweil zog die US-Industrie im April mehr Aufträge an Land als erwartet. Die Bestellungen stiegen um 4,8 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit plus 4,6 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert 1,8 Prozent im März. Bereinigt um den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich kletterte das Neugeschäft um 1,3 Prozent. 

US-Dienstleister nehmen Fahrt auf
16:28 Uhr

Kampfhandlungen in Nahost stoppen Rekordjagd an der Wall Street

Steigende Ölpreise infolge neuer Spannungen im Nahen Osten haben die Rekordjagd an der Wall Street vorerst gestoppt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent tiefer bei 51.155 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq lagen jeweils 0,2 Prozent im Minus bei 7595 und 27.018 Zählern.

Ungeachtet der von US-Präsident Donald Trump befeuerten Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges sind die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran in der Nacht zum Mittwoch eskaliert. Jefferies-Ökonom Mohit Kumar zeigte sich jedoch zuversichtlich. "Es liegt weder im Interesse der USA noch des Iran, Kampfhandlungen und Bombardierungen wieder aufzunehmen", sagte der Experte. "Wir gehen weiterhin von einer Einigung aus, selbst wenn es sich nur um einen faulen Kompromiss handelt, um die Straße von Hormus zu öffnen."

Kampfhandlungen in Nahost stoppen Rekordjagd an der Wall Street
16:01 Uhr

Gewerkschaft: Personalmangel gefährdet Flugpläne der Lufthansa

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat die Lufthansa wegen ihrer Personalplanung für den Sommer kritisiert. Die Ufo-Vizevorsitzende Sara Grubisic warnte vor negativen Folgen auch für die Passagiere: "Personalmangel kann dazu führen, dass Flugpläne nicht halten, Anschlüsse wegbrechen oder Verbindungen kurzfristig gestrichen werden". Das Premiumversprechen passe nicht zur Personalplanung auf Kante. 

Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Man sei für den Sommer sehr gut aufgestellt und werde den Flugplan verlässlich und in gewohnter Qualität darstellen können, erklärte eine Sprecherin. 

Die Gewerkschaft kritisiert die Einstellung der Regionalgesellschaft Cityline im April, deren rund 800 Kabinenbeschäftigte zu Hause säßen oder sich in unsicheren Übergangssituationen befänden. "Mit der Betriebsstilllegung der Cityline wurde Flugprogramm zur Lufthansa verlagert, ohne die Menschen dafür zu haben. Schon jetzt zeigt sich: Diese Rechnung geht nicht auf", sagte Grubisic. 

Gewerkschaft: Personalmangel gefährdet Flugpläne der Lufthansa
15:28 Uhr

Mutter der Meme-Aktien: Kurssprung bei Gamestock

Ein Umsatzsprung und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm geben den Aktien von GameStop Auftrieb. Die Papiere des Videospielhändlers steigen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast zwölf Prozent. Der Umsatz von GameStop kletterte im ersten Quartal um 14 Prozent auf 835,3 Millionen Dollar. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Dollar an.

GameStop richtet sich strategisch neu aus und profitiert zuletzt von einer starken Nachfrage nach Sammelobjekten. Das Unternehmen wendet sich vom traditionellen Geschäft mit Spielen auf CDs und DVDs ab, da Kunden zunehmend auf Online-Käufe umsteigen. Zugleich treibt GameStop seine Pläne zur Übernahme von eBay voran. Konzernchef Ryan Cohen bekräftigte seine Absicht, den Online-Marktplatz zu kaufen, an dem GameStop einen Anteil von 6,6 Prozent hält. Ein früheres Angebot über 56 Milliarden Dollar hatte eBay jedoch abgelehnt.

Mutter der Meme-Aktien: Kurssprung bei Gamestock
15:03 Uhr

Die lange Liste Elon Musks gebrochener Versprechen

Elon Musk gilt als großer Visionär. Vor seinem geplanten Mega-Börsengang von SpaceX sind Investoren besonders interessiert, wie viele von seinen Versprechen er bisher einlösen konnte. Die New York Times hat sich das genauer angesehen.

Die lange Liste Elon Musks gebrochener Versprechen
14:44 Uhr

Bitcoin bleibt unter Druck

Bitcoin bleibt nach einem Schusswechsel zwischen US-amerikanischen und iranischen Streitkräften unter Druck. Die USA und der Iran hatten sich am Dienstag gegenseitig angegriffen, nachdem die USA einen leeren Öltanker außer Gefecht gesetzt hatten, der nach ihren Angaben versucht habe, ihre Blockade zu durchbrechen. Anhaltende Abflüsse aus börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) belasten die Kryptowährung ebenfalls. Hinzu komme die Ankündigung des Bitcoin-Treasury-Unternehmens Strategy vom Montag, erstmals seit 2022 Bitcoin zu verkaufen, schreiben die Analysten der Saxo Bank in einem Kommentar. Darüber hinaus haben die Märkte ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve vorgezogen.

Laut Daten von LSEG ist ein solcher Schritt nun für Januar fast vollständig eingepreist, verglichen mit März zuvor. Bitcoin fällt laut LSEG um 0,5 Prozent auf 67.135 US-Dollar, nachdem er zuvor ein Zweimonatstief von 65.394 US-Dollar erreicht hatte.

Bitcoin bleibt unter Druck
14:06 Uhr

Online-Apotheken profitieren von Kabinettsbeschluss

Gesucht sind die Online-Apotheken. Für Redcare geht es um 9,2 Prozent nach oben, für DocMorris um 7,7 Prozent. Kurstreiber ist nach Händlerangaben, dass endlich das neue Fixum für verschreibungspflichtige Medikamente (Rx) vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Es soll ab Juli auf 9 Euro und ab Januar auf 9,50 Euro steigen. Hier habe es lange Unsicherheiten gegeben, so ein Händler.

Online-Apotheken profitieren von Kabinettsbeschluss
14:02 Uhr

Solarbranche erlebt Sonderkonjunktur

Der Irankrieg hat Deutschlands Solarfirmen zu einem unverhofften Auftragsboom verholfen. Der kriegsbedingte Anstieg der Öl- und Gaspreise hat die Nachfrage privater Hausbesitzer nach Photovoltaikanlagen auf dem Dach sprunghaft steigen lassen, wie Bundesverband Solarwirtschaft und einzelne Unternehmen berichten. Ein Sekundärfaktor ist die von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) geplante Kürzung der Solarförderung

"Aufgrund der Energiekrise und der Angst der Verbraucher vor möglichen Fördereinschnitten sehen wir Anzeichen einer solaren Sonderkonjunktur", sagt Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Sichtbar war das bei den Neuanlagen bereits im April: Im Vergleich zum Vorjahr legte die neu installierte PV-Leistung im sogenannten Heimsegment um vier Prozent auf 0,33 Gigawattpeak zu, wie der Verband auf Basis des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur errechnet hat.

In den Vormonaten war es deutlich abwärts gegangen: Von Januar bis Ende April wurden auf den Dächern privater Häuser neue Solaranlagen mit einer Leistung von 1,24 Gigawattpeak installiert, das waren 16 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Solarbranche erlebt Sonderkonjunktur
13:55 Uhr

Wall Street vor unveränderter Eröffnung

Zur Wochenmitte zeichnet sich an den US-Börsen ein verhaltener Handelsauftakt ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes bewegen sich in der Nähe ihrer Schlussstände vom Vortag. Ein Ende des Iran-Kriegs scheint wieder weiter in die Ferne gerückt, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran neue heftige Gefechte geliefert haben, wobei die USA allerdings behaupten, der vereinbarte Waffenstillstand halte. Daneben treibt Anleger die Frage um, ob die Unternehmen ihre angekündigten massiven Investitionen in die KI überhaupt stemmen können.

Mit dem Ölpreis steigen die Inflationssorgen, was wiederum am Anleihemarkt die Renditen etwas nach oben treibt. Die Zehnjahresrendite klettert um 3 Basispunkte auf 4,48 Prozent. Der Dollar verzeichnet als "sicherer Hafen" etwas Zulauf; der Dollarindex zieht um 0,1 Prozent an. Gold gibt angesichts des festeren Dollar und der höheren Marktzinsen leicht nach. Der Preis für die Feinunze sinkt um 0,5 Prozent.

Konjunkturseitig steht zunächst der ADP-Arbeitsmarktbericht für Mai auf der Agenda. Er dürfte einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag geben. Ferner werden die Auftragseingänge der Industrie aus dem April, der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index, jeweils für den Servicesektor und für den Monat Mai veröffentlicht. Später folgt dann der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank. Daneben wird US-Finanzminister Scott Bessent vor dem Finanzausschuss des US-Senats zum Haushalt 2027 sprechen.

Wall Street vor unveränderter Eröffnung
13:21 Uhr

ZEW: EZB legt "schnellen, scharfen Kurswechsel" hin

Eine Analyse des ZEW-Instituts deutet auf eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche hin. Demnach hat sich die Kommunikation im EZB-Rat seit der Eskalation des Iran-Konflikts deutlich in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik verschoben, wie am Mittwoch aus einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hervorgeht. Die öffentlichen Äußerungen der Ratsmitglieder signalisierten eine zunehmende Sorge vor neuen Inflationsrisiken. "Vor diesem Hintergrund erscheint eine Zinserhöhung bei der nächsten EZB-Ratssitzung am 11. Juni 2026 sehr wahrscheinlich", erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut.

"Die Eskalation des Iran-Konflikts hat die geldpolitische Debatte in der Eurozone binnen weniger Wochen vollständig neu geordnet", sagte Friedrich Heinemann, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs Unternehmensbesteuerung und öffentliche Finanzwirtschaft. "Was wir sehen, ist kein langsamer Richtungswechsel, sondern ein schneller, scharfer Kurswechsel in Richtung restriktiver Kommunikation." Die Gefahr einer zweiten Inflationswelle werde ernst genommen und die Bereitschaft zu einem Zinsschritt sei vorhanden.

ZEW: EZB legt "schnellen, scharfen Kurswechsel" hin
12:47 Uhr

Probleme bei Fonds: Aktien eines Schweizer Vermögensverwalters rutschen ab

Schlechte Nachrichten kommen vom Schweizer Finanzplatz: Nach der Begrenzung von Rücknahmen eines milliardenschweren Private-Equity-Fonds sackten die Aktien des Vermögensverwalters Partners Group um 17 Prozent ab und waren damit auf Kurs zum größten Tagesverlust der Firmengeschichte. Der europäische Finanzdienstleistungssektor verzeichnete mit einem Minus von 1,7 Prozent die größten Branchenverluste. Im vorbörslichen US-Handel gerieten die Aktien von Finanzinvestoren wie KKR, Blackstone und Carlyle unter Druck. Investoren befürchten, dass private Kredit- und Beteiligungsgesellschaften zu stark in mittelständischen Unternehmen engagiert sind, die anfällig für Störungen durch aufkommende KI-Modelle sind.

Probleme bei Fonds: Aktien eines Schweizer Vermögensverwalters rutschen ab
12:17 Uhr

Erzeuger-Preise zu hoch: Dax vor Durchbruch nach unten?

Der massive Anstieg der Erzeugerpreise (PPI) in der Eurozone könnte dem Dax nun nachrichtlich den nötigen Schlag verpassen, um ihn durch seine bislang verteidigte Unterstützungszone um 24.900 Punkte zu drücken. Das Abwärtspotenzial liegt dann bei über 300 Punkten.

Die Preise legten um 4,9 Prozent zum Vorjahr zu. "Vor allem die befürchteten Zweitrundeneffekte bei der Inflation, die man beim Anstieg der Verbraucherpreise noch nicht sehen konnte, zeigen sich hier", so ein Händler. Wenn es ölpreisbedingt Erhöhungen der Frachttarife gebe, dürften die nicht mehr zurückgenommen werden, wenn der Ölpreis sinken würde: "Dasselbe Phänomen sah man bei der Rückzahlung der Trump-Zölle, das hat einfach die Gewinnmarge erhöht". Die Inflation würde dadurch nicht mehr aus dem System herausgenommen werden. Der Dax verliert 1,1 Prozent auf 24.856 Punkte.

Erzeuger-Preise zu hoch: Dax vor Durchbruch nach unten?
11:29 Uhr

Musk wählt "Friss oder stirb"-Strategie für den SpaceX-Börsengang

Elon Musk hält sich generell nicht daran, was "üblich" ist in der Geschäftswelt. Das gilt auch für den Rekord-Börsengang von SpaceX.

Das US-Unternehmen biete seine 555,6 Millionen Aktien potenziellen Investoren zu einem Festbetrag von 135 Dollar je Aktie, sagte ein Insider Reuters. Bei einer Zuteilung zu diesem Preis würde das Emissionsvolumen mit 75 Milliarden Dollar einen Rekordwert erreichen. Die Marktkapitalisierung läge bei 1,75 Billionen Dollar. Diese Werte waren allgemein erwartet worden.

"Musk verfolgt einfach eine 'Friss oder stirb'-Strategie, die bei seinen Anhängern gut ankommt", sagte Weiheng Chen, Partner bei der Anwaltskanzlei Wilson Sonsini Goodrich & Rosati. Zudem fehle es an vergleichbaren Unternehmen. SpaceX startet jährlich mehr Weltraummissionen als sämtliche anderen staatlichen und privaten Anbieter zusammen. Die Tochter Starlink betreibt die Mehrheit aller Satelliten in der Erdumlaufbahn. Zum Konzern gehören zudem der KI-Entwickler xAI und der Kurznachrichtendienst X.

Üblicherweise bieten Börsenkandidaten ihre Anteilsscheine mit einer Preisspanne zur Zeichnung an. Anhand der Rückmeldungen aus den Investorenveranstaltungen und des allgemeinen Interesses ermitteln sie dann den Zuteilungspreis. Dieser kann in den USA auch unter- oder oberhalb der ursprünglichen Angebotsspanne liegen. Die offizielle Roadshow von SpaceX beginnt am Donnerstag, nachdem der Konzern bereits erste Sondierungsgespräche geführt hat. Details wie das Emissionsvolumen könnten sich daher in den kommenden Tagen noch ändern, betonten einige Insider.

Musk wählt "Friss oder stirb"-Strategie für den SpaceX-Börsengang
11:07 Uhr

Entscheidung über Index-Aufstieg: Deutscher Chip-Ausrüster mit Rekordhoch

Aktien von Suss Microtec steigen im SDax um 5,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 98,85 Euro. Der Chip-Ausrüster gilt als heißer Aufstiegskandidat für den Nebenwerteindex MDax. Experten zufolge könnte die Online-Apotheke Redcare Pharmacy ihren Platz in dem Auswahlindex räumen. Die Indexentscheidung der Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx wird gegen 20 Uhr erwartet. Seit Jahresbeginn haben die Aktien von Suss rund 140 Prozent zugelegt. Dank der wachsenden KI-Nachfrage verzeichnete die Firma zuletzt einen Auftragsboom.

Entscheidung über Index-Aufstieg: Deutscher Chip-Ausrüster mit Rekordhoch
10:50 Uhr

Goldpreis fällt unter 4500-Dollar-Marke

Gold gerät unter die Marke von 4500 US-Dollar je Unze, da der Markt vor dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht vorsichtig agiert, wie Simon-Peter Massabni von XS.com in einer E-Mail schreibt. Die Anleger scheinen vor der Veröffentlichung der Daten davon abzusehen, größere neue Positionen zu eröffnen, so der Leiter der Geschäftsentwicklung. Diese Daten könnten die Erwartungen an den Zinspfad der Fed beeinflussen. "Ohne ein klares Signal von den Daten dürfte sich Gold weiter konsolidieren", fügt Massabni hinzu. Der Gold-Spotpreis notiert 0,4 Prozent niedriger bei 4.469,31 US-Dollar je Unze.

Goldpreis fällt unter 4500-Dollar-Marke
10:18 Uhr

61 Prozent Bruttomarge: Zara-Mutter liefert ab

Als "relativ gut" werden die Zahlen von Inditex im Handel eingestuft. Der spanische Modekonzern traf bei allen relevanten Kennzahlen die Erwartungen. "Es könnte aber sein, dass der Markt verwöhnt ist", sagt ein Händler. Denn in rund drei Viertel aller Fälle habe Inditex in der Vergangenheit die Erwartungen leicht überbieten können. Daher könnten auch Gewinnmitnahmen auftreten. Allerdings halte man sich mit den aktuellen Zahlen auch auf einem Rekordniveau, vor allem bei der Profitabilität mit einer Bruttomarge von über 61 Prozent.

61 Prozent Bruttomarge: Zara-Mutter liefert ab
09:57 Uhr

OECD senkt Wachstumsprognose

Steigende Energiepreise wegen des Krieges im Nahen Osten gefährden nach aktueller Prognose der OECD den Aufschwung in Deutschland. Das Wachstum wird demnach in diesem Jahr nur um 0,7 Prozent zulegen und damit um 0,1 Prozentpunkte weniger, als noch im vorherigen Wirtschaftsausblick Ende März prognostiziert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Für 2027 wird nur noch mit einem Wachstum um 1,1 Prozent gerechnet, 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März. Höhere Energiepreise dürften auch die Inflation weiter steigen lassen. 

Eine längere Dauer oder eine weitere Eskalation des Nahostkonflikts würden zu weiter steigenden Energiepreisen und einer höheren Inflation führen, was Konsum und Investitionen belaste, warnte die OECD. Das weltweite Wachstum schwächt sich von 3,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,8 Prozent im laufenden Jahr ab, bevor es sich 2027 wieder auf 3,1 Prozent erholt, prognostizierte die OECD. Je länger allerdings der Konflikt im Nahen Osten andauere, desto höher würden die wirtschaftlichen und sozialen Kosten.

OECD senkt Wachstumsprognose
09:37 Uhr

Hoffnungsschimmer für deutsche Autoindustrie

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im Mai etwas aufgehellt. Der Indikator für das Geschäftsklima stieg auf minus 20,8 Punkte, von minus 23,5 Zählern im April, wie das IFO-Institut mitteilte. Die befragten Unternehmen bewerteten dabei ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Vormonat. Zugleich blicken sie weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. "Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt", sagte IFO-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Auf das Auslandsgeschäft schaut die Branche skeptischer. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel deutlich von 11,7 Zählern auf minus 16,4 Punkte im Mai. Hierfür dürften die erneuten Zolldrohungen der USA Anfang Mai eine wichtige Rolle gespielt haben, erklärten die IFO-Forscher. Zuletzt haben sich jedoch EU-Kommission, Europaparlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, das Zollabkommen mit den USA umzusetzen. Das dürfte in der Automobilbranche für ein gewisses Aufatmen gesorgt haben. "Allerdings stellen auch die weiterhin geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Autos und deren Teile immer noch eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar", sagte Wölfl. Das macht deutsche Produkte in der weltgrößten Volkswirtschaft teurer.

Hoffnungsschimmer für deutsche Autoindustrie
09:17 Uhr

Die 25.000 ist gefallen

Der Dax bleibt auf Zickzackkurs in dieser Woche. Nachdem er zum Wochenstart verloren und er gestern zugelegt hat, geht es für den deutschen Börsenleitindex zum Start ins heutige Wochenmittegeschäft wieder abwärts. Der Dax notiert aktuell im Bereich von 24.945 Punkten, nachdem er gestern mit 25.125 Zählern geschlossen hatte. "Die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Iran-Krieg schwindet wieder", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. In der Nacht hatte es wieder vereinzelte Scharmützel gegeben: Die Ölpreise zogen daraufhin erneut an.

Die 25.000 ist gefallen
09:00 Uhr

Wie Anleger vom KI-Hype profitieren können

Noch in diesem Jahr will der KI-Riese Anthropic an die Börse. Die Aktienplatzierung könnte neben denen von Rivale OpenAI und SpaceX zu den Top drei des Jahres gehören. Wie Anleger mitmischen können und warum es die KI-Riesen nun aufs Parkett zieht, erklärt Börsenreporter Patrick Dewayne.

Wie Anleger vom KI-Hype profitieren können
08:40 Uhr

Tokioter Börse sticht Shangjai aus

Kräftige Kursgewinne in Tokio und ein deutliches Minus in Hongkong prägen das Kursbild an den Börsen in Ostasien. An den anderen Plätzen der Region fallen die Bewegungen moderater aus, wobei grüne Vorzeichen überwiegen. Stützend wirken neue Rekorde der US-Indizes am Vortag, wozu aber schon kleinere Aufschläge reichten.

Der Topix in Tokio gewinnt 2,1 Prozent und markiert erneut ein Rekordhoch. Treiber ist die Aussicht auf neue Maßnahmen der Regierung zur Stützung der Konjunktur. Das Kabinett hat einen Entwurf für einen Nachtragshaushalt in Höhe von umgerechnet 19,5 Milliarden Dollar zur Bewältigung der hohen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Kriegs genehmigt. Nun muss das Parlament noch zustimmen. Premierministerin Sanae Takaichi erwägt außerdem eine Senkung von Verbrauchssteuern.

Der HSI in Hongkong verliert 1,7 Prozent. Marktteilnehmer sprechen nach der KI-getriebenen Rally vom Vortag von Gewinnmitnahmen. In Shanghai kommt der Composite um 0,6 Prozent voran, gestützt vom Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, der im Mai deutlich gestiegen und damit noch weiter in den Expansion anzeigenden Bereich vorgedrungen ist. In Sydney gewinnt der S&P/ASX-200 mit der Hoffnung auf zunächst ausbleibende weitere Zinserhöhungen 0,8 Prozent.

Tokioter Börse sticht Shangjai aus
08:23 Uhr

Ölpreise steigen dritten Tag in Folge

Wieder aufflammende Kampfhandlungen im Nahen Osten lassen die Ölpreise den dritten Tag in Folge steigen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 1,2 Prozent auf 97,15 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,3 Prozent fester bei 94,93 Dollar. Nach Angaben der USA hat der Iran Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert. Daraufhin hätten US-Streitkräfte die iranische Insel Qeschm in der Straße von Hormus angegriffen. Die Hoffnung der Anleger auf ein Abkommen sei geschwunden, sagt Chris Weston, Analysechef beim Broker Pepperstone. "Die Lage sieht jetzt prekärer aus. Das deutet darauf hin, dass die Parteien mit weniger Spielraum an den Verhandlungstisch zurückkehren."

Ölpreise steigen dritten Tag in Folge
08:03 Uhr

Vorsicht heißt das Motto des Tages

Mit einem vorsichtigen Start werden die europäischen Aktienbörsen erwartet. Die Terminkontrakte der europäischen Indizes zeigten sich in der Nacht relativ resistent gegen schlechte Nachrichten vom Persischen Golf. Dort kam es wieder zu Scharmützeln zwischen den USA und dem Iran. Jedoch betonen beide Seiten, dass der Waffenstillstand dadurch noch nicht gefährdet sei. Diese Aussagen gefallen den Börsen bisher, der Ölpreis klettert nur um 1 Prozent, die Dax-Futures geben gerade einmal 25 Punkte ab.

"Devisen-, Anleihe- und Aktienmärkte waren in den letzten 24 Stunden sehr ruhig", sagt Ray Attrill von der NAB. Grund sei, dass "der entscheidende Knackpunkt bezüglich des Waffenstillstands zwischen USA und Iran ist, ob Israel bereit ist, seine Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Libanon einzustellen (und umgekehrt)", so der Leiter der Devisenstrategie.

Dazu werden die Börsen von guten Konjunkturdaten gestützt. Die Welle der Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes (PMI) rund um den Globus geht weiter, diesmal für den Service-Bereich. Hier ging es in China deutlich stärker nach oben als erwartet. Dies zeigte sich bereits zuvor bei den Industriegewinnen. "Vielleicht haben wir die Konjunkturerholung in China unterschätzt", so ein Händler. Für Europas Exportwerte sei das eine gute Nachricht.

Vorsicht heißt das Motto des Tages
07:45 Uhr

Glyphosat-Produktion: Bayer warnt 

Bayer schließt eine Abspaltung von Monsanto vorerst aus und warnt angesichts der anhaltenden Klagewelle vor einem Ende der Glyphosat-Produktion in den USA. "Wenn es keine Lösung für die rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit Glyphosat gibt, wird in den USA kein Glyphosat mehr produziert werden", sagte Konzernchef Bill Anderson.

Ein Unternehmensvertreter sagte zudem, ein Umbau des Konzerns komme grundsätzlich infrage, sei derzeit jedoch nicht geplant. Stattdessen konzentriere sich Bayer darauf, die Geschäftsergebnisse zu verbessern und die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup beizulegen, in denen nach Unternehmensangaben rund 100.000 Kläger Ansprüche geltend machen. Bayer ist das einzige Unternehmen, das Glyphosat in den USA herstellt. Die US-Landwirtschaft importiert jedoch auch große Mengen glyphosathaltiger Produkte anderer Anbieter aus China. Bayer hatte Monsanto 2018 für 63 Milliarden Dollar übernommen und damit auch die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Roundup geerbt.

Glyphosat-Produktion: Bayer warnt 
07:29 Uhr

Neuer Fed-Chef Warsh plant Reformen 

Der neue Chef der US-Notenbank (Fed), Kevin Warsh, strebt weitreichende Reformen an und will sich künftig weniger konkret zu möglichen Zinsschritten äußern. "Wir werden nicht an bisherigen Praktiken festhalten, wenn wir bessere Alternativen finden", erklärte er zu Beginn seiner vierjährigen Amtszeit in einem Schreiben an die mehr als 20.000 Mitarbeiter. In den kommenden Quartalen erwarte er eine offene Debatte über Strategie und Arbeitsweise der Fed. Zugleich schlug er einen versöhnlichen Ton gegenüber der Belegschaft an, deren Arbeit er zuvor kritisiert hatte.

 Warsh plant zudem, andere Inflationsmaße zu prüfen und die Bilanzsumme der Zentralbank von 6,7 Billionen Dollar zu verringern. Seine erste Zinssitzung als Vorsitzender findet am 16. und 17. Juni statt. Es wird erwartet, dass die Notenbank die Zinsen dann zunächst unverändert lässt.

Neuer Fed-Chef Warsh plant Reformen 
07:11 Uhr

Microsoft stellt neuen Quantenchip vor

Microsoft läutet im Wettlauf um die Entwicklung von Quantencomputern die nächste Runde ein. Der Softwarekonzern stellte eine überarbeitete Version eines Spezialchips vor, der mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) verbessert wurde. Der erste kommerzielle Rechner auf Basis dieser Technologie werde voraussichtlich 2029 auf den Markt kommen.

Damit nennt Microsoft erstmals einen konkreten Zeitrahmen und zieht mit IBM gleich. Der IT-Konzern will ebenfalls ab 2029 zuverlässig funktionierende Quantencomputer verkaufen. Dafür investiert er in den kommenden Jahren zehn Milliarden Dollar in diesen Bereich. Daneben arbeiten der Internetkonzern Google und der Online-Händler Amazon sowie einige chinesische Firmen an dieser zukunftsträchtigen Technologie. In Europa gelten IQM aus Finnland sowie die deutschen Startups EleQtron, SaxonQ und PlanQC als Vorreiter. Der Münchener Konzern Infineon beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema.

Quantencomputer arbeiten nach völlig anderen Prinzipien als klassische Rechner. Sie können daher bestimmte Aufgaben um ein Vielfaches schneller erledigen. Ihre Stärken spielen sie bei der Ver- und Entschlüsselung von Daten, der Berechnung optimaler Routen für Speditionen oder bestimmten KI-Anwendungen aus.

Microsoft stellt neuen Quantenchip vor
06:54 Uhr

Chip- und KI-Rally ist ungebrochen

In Asien setzt sich die KI-Rally weiter fort. Die Aktienindizes in Taiwan und Japan klettern auf Rekordstände. "Nach den Vorgaben der Wall Street und weiteren positiven Impulsen gehören Halbleiter- und KI-Werte heute erneut zu den größten Gewinnern", sagte Maki Sawada von Nomura Securities.

Der Halbleiterausrüster Tokyo Electron und der Prüfgerätehersteller Advantest treiben den Nikkei gemeinsam um fast 840 Punkte nach oben. Die Aktien der beiden Unternehmen legen um 10,3 beziehungsweise 4,1 Prozent zu. So steigt der japanische Leitindex erstmals über die Marke von 68.000 Punkten. Er notiert 2,5 Prozent im Plus bei 68.415,45 Punkten. Die Marke von 67.000 Punkten hatte der Index erst zwei Tage zuvor überwunden.

Chip- und KI-Rally ist ungebrochen
06:36 Uhr

Das soll die SpaceX-Aktie kosten

SpaceX fasst für seinen geplanten Börsengang Insidern zufolge einen Stückpreis von 135 Dollar ins Auge. Der Raumfahrt- und Satellitenunternehmen wolle 555,6 Millionen Aktien zu diesem Kurs platzieren, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Damit werde die Firma von Elon Musk wie zuvor bekanntwurde 75 Milliarden Dollar einsammeln und auf eine Gesamtbewertung von 1,75 Billionen Dollar kommen. Um die große Fangemeinde des Milliardärs einzubinden, sollen früheren Informationen zufolge bis zu 30 Prozent der Papiere an Privatanleger gehen – eine bemerkenswert hohe Quote.

Dass zu diesem frühen Zeitpunkt ein fester Zielpreis genannt wird, ist äußerst ungewöhnlich. Normalerweise rufen Börsenkandidaten vor den Präsentationen für Investoren – der sogenannten Roadshow – zunächst eine Preisspanne aus. Der endgültige Ausgabepreis wird dann meist erst am Tag vor dem Debüt festgelegt. Bei SpaceX soll die Roadshow an diesem Donnerstag beginnen. Die begleitenden Investmentbanker stehen nun vor der Aufgabe, ausreichend Nachfrage für das beispiellose Auftragsbuch zu generieren.

Die hohe Bewertung stützt sich auf die Erwartung, dass SpaceX künftige Technologien und Märkte dominieren wird, die heute noch gar nicht existieren. Das Spektrum reicht dabei von Marsmissionen bis hin zu Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) im Weltraum. Der Börsengang ist für den 12. Juni geplant.

Das soll die SpaceX-Aktie kosten
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel steht der Dollar kurz davor, die Marke von 160 Yen zu erreichen; er steigt geringfügig auf 159,85 Yen und legt leicht auf 6,7662 Yuan zu. Gegenüber dem Franken notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7878 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1628 Dollar und zieht leicht auf 0,9159 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
05:59 Uhr

Ein Mega-IPO wirft seine Schatten voraus

Der Dax hat zwar im gestrigen Geschäft die Verluste vom Wochenstart wettgemacht. Der deutsche Börsenleitindex schloss 0,5 Prozent im Plus mit 25.125 Punkten. Stützend wirkten dabei vor allem wieder größer werdende Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten und eine Tech-Rally vor allem an einigen asiatischen Aktienmärkten. Hierzulande blieb die Stimmung aber gedämpft und die Anleger hielten sich vergleichsweise zurück, auch weil das Thema Inflation wieder hochkochte.

Und heute? Da hat zumindest die Agenda einiges zu bieten: So veröffentlicht etwa die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) neue Konjunkturprognosen. Bislang rechnet sie mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 0,8 Prozent in diesem Jahr. Der seit mehr als drei Monaten währende Iran-Krieg hat die Konjunkturaussichten allerdings eingetrübt, da die hohen Kraftstoffpreise an der Kaufkraft der Verbraucher nagen und auch die Unternehmen belastet.

Zudem stellt die EU-Kommission den "Chips Act 2.0" und den "Cloud and AI Development Act" (Cada) offiziell vor. Die Gesetzespakete sollen die technologische Abhängigkeit Europas verringern. Mit dem überarbeiteten "Chips Act" will die EU unter anderem den Kauf von Chips heimischer Startups fördern. Das ursprüngliche Ziel, den Weltmarktanteil in Europa gefertigter Halbleiter bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln, gilt jedoch als unerreichbar. Cada zielt auf den Aufbau souveräner Rechenkapazitäten und die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI). So soll die Vergabe von Cloud-Aufträgen in bestimmten Bereichen an strenge Auflagen geknüpft werden.

Unternehmensseitig dürfte der Baukonzern Hochtief Index-Experten zufolge erstmals in die erste deutsche Börsen-Liga, den Dax, aufsteigen. Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Der Kurs hat sich binnen eines Jahres fast verdreifacht. Ein Börsenwert von 37 Milliarden Euro reicht für den Dax, auch wenn 77,5 Prozent der Aktien in den Händen des spanischen Bau- und Infrastruktur-Riesen ACS liegen. Dafür weichen müsste wohl der Online-Modehändler Zalando oder der Volkswagen -Großaktionär Porsche SE. Die Lufthansa dürfte den Experten zufolge abermals knapp an der Rückkehr in den Dax scheitern.

Und dann gibt es auch noch das: Der Raumfahrtkonzern des Milliardärs Elon Musk, SpaceX, läutet die heiße Phase seines geplanten Rekord-Börsengangs ein. SpaceX präsentiert sich zunächst ausgewählten Analysten. In den kommenden Tagen sind Veranstaltungen für potenzielle Investoren geplant. Das Unternehmen peilt einen Emissionserlös von bis zu 75 Milliarden Dollar an. Nach dem für den 12. Juni anvisierten Debüt könnte SpaceX auf eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar kommen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Ein Mega-IPO wirft seine Schatten voraus