Dax knickt ein
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Feierabend. Der Dax verliert 0,7 Prozent auf 24.603 Punkte.
Rindfleisch teurer, Chipotle-Aktie billiger
Hohe Rindfleischkosten und eine schwächelnde Nachfrage setzen der Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill zu und schicken die Aktien auf Talfahrt. Die Papiere verlieren im US-Geschäft 0,5 Prozent, nachdem der Burrito-Anbieter einen stagnierenden Umsatz und Margendruck für 2026 in Aussicht stellte.
Der Ausblick sei enttäuschend und spreche dafür, dass die Nachfrage in der Restaurantbranche noch nicht besser geworden sei, sagen die Analysten von Piper Sandler. Die Preise für Rindfleisch sind in den USA auf Rekordhoch, da die Dürre die Viehzüchter dazu zwang, Herden zu verkleinern.
Für die Aktien von Eli Lilly geht es steil aufwärts
Die Aktien von Eli Lilly springen um 9 Prozent in die Höhe. Der Pharmakonzern hatte dank der anhaltend starken Nachfrage nach seinen Abnehm-Medikamenten für 2026 ein deutliches Gewinnwachstum in Aussicht gestellt. Damit setzt sich der Konzern von dem wachsenden Preisdruck ab, der den Rivalen Novo Nordisk zuletzt zu einer düsteren Prognose gezwungen hatte.
Ford und Volvo-Mutter vor Kooperation
Ford und der chinesische Konzern Geely loten Insidern zufolge eine weitreichende Partnerschaft aus. Im Zentrum der seit Monaten laufenden Gespräche stünden die Nutzung von Ford-Werken in Europa durch Geely sowie der Austausch von Technologien, sagten acht mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ford habe in dieser Woche eine Delegation nach China entsandt, um die Verhandlungen zu intensivieren. Vergangene Woche hätten sich Führungskräfte von Geely mit dem Ford-Management im US-Bundesstaat Michigan getroffen.
Ein Schwerpunkt der Gespräche liegt den Insidern zufolge auf der Fertigung von Geely-Fahrzeugen in europäischen Ford-Werken. Damit könnte der chinesische Konzern die von der EU verhängten Strafzölle auf Elektroautos aus der Volksrepublik umgehen, die bis zu 37,6 Prozent betragen. Einem der Insider zufolge ist das Ford-Werk im spanischen Valencia der wahrscheinlichste Standort für eine solche Kooperation.
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US-Börsen starten orientierungslos
Die US-Börsen gehen mit Gewinnen in den Tag. Der Dow Jones legt 0,5 Prozent auf 49.496 Punkte zu. Der S&P 500 verharrt dagegen bei 6.916,29 Punkten. Und die Nasdaq? Für den Composite-Index geht es 0,5 Prozent abwärts.
BYD hängt Tesla in Deutschland ab - Verkäufe verzehnfacht
Die Verkäufe von BYD in Deutschland sind im Januar um mehr als das Zehnfache gestiegen. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrzeug-Bundesamts hervor. Demnach verkauften die Chinesen 2.629 Neuwagen in Deutschland. Das sind deutlich mehr als die nur 235 Fahrzeuge im Vorjahr und mehr als doppelt so viele wie die 1.301 Januar-Zulassungen von Tesla.
Die chinesischen Marken BYD,MG, Leapmotor und Xpeng expandieren seit Monaten in Europa, während sie sich zu Hause einen erbitterten Preiskampf um Elektrofahrzeuge liefern und damit den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Hersteller erhöhen.
US-Jobdaten schlechter als erwartet
Der US-Arbeitsmarkt kühlt leicht ab: Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtet, wurden im Januar im Privatsektor gegenüber dem Vormonat 22.000 Stellen geschaffen. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Plus von 45.000 Jobs gerechnet. Im Dezember waren unter dem Strich 37.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 4.000 weniger als ursprünglich gemeldet.
"Die Schaffung von Arbeitsplätzen verlangsamte sich 2025", sagte ADP-Chefvolkswirtin Nela Richardson - wobei private Arbeitgeber 398.000 zusätzliche Stellen schufen, gegenüber 771.000 im Jahr 2024.
Der ADP-Bericht stützt sich auf rund 500.000 US-Unternehmen mit etwa 25 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht. Der ADP-Bericht umfasst nur die Beschäftigung in der Privatwirtschaft, während der offizielle Bericht auch den Staatsbereich einschließt.
Für Gold und Silber geht es aufwärts
Die Preise für Gold und Silber setzen ihren Aufwärtstrend nach den jüngsten Turbulenzen fort. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg in der vergangenen Nacht an der Metallbörse in London wieder auf mehr als 5.000 US-Dollar. Derzeit liegt der Preis bei 5.035 Dollar und damit 1,8 Prozent höher als gestern. Der Preis für Silber steigt 6 Prozent auf rund 90 Dollar.
Europas größter Vermögensverwalter reduziert US-Engagement
Europas größter Vermögensverwalter Amundi reduziert sein Engagement in US-Dollar-Anlagen und wendet sich europäischen und Schwellenmärkten zu. Das berichtet die "Financial Times". Amundi werde den Kunden raten, sich im kommenden Jahr vom US-Dollar abzuwenden, sagte die Vorstandsvorsitzende Valerie Baudson. Amundi verwaltet ein Vermögen von 2,4 Billionen Euro.
"Amundi hat in den letzten 12 bis 15 Monaten stark diversifiziert und [Kunden] zu einer starken Diversifizierung geraten. Auch für das kommende Jahr wird Amundi seinen Kunden weiterhin zu einer Diversifizierung ihrer Positionen raten", so Baudon.
Amundi ist ein damit ein weiterer Großinvestor, der angesichts der volatilen Wirtschaftspolitik von Donald Trump erklärt hat, sein Engagement in US-Vermögenswerten reduzieren oder absichern zu wollen. Baudon warnte, "dass "wir weiterhin eine [Abschwächung] des Dollars sehen werden", wenn die US-Wirtschaftspolitik unverändert bleibt".
AMD fallen tief
Die Aktien von Advanced Micro Devices stürzen im vorbörslichen Handel um 7,1 Prozent ab, nachdem der Chiphersteller gestern nach Börsenschluss seine Zahlen vorgelegt hatte. Dabei gab AMD ein Ergebnis und einen Umsatz über den Analystenerwartungen sowie starke Verkäufe in China bekannt.
"Es fühlt sich zunehmend so an, als ob die KI-Rallye zurückgenommen wird, egal wie stark die Ergebnisse sind", schreibt die Swissquote-Analystin Ipek Ozkardeskaya. Zudem seien die Markterwartungen im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung zu hoch gewesen, meinen die Analysten von Jefferies.
Europas Börsen setzen Abwärtskurs fort
Nach dem globalen Ausverkauf im Technologiesektor gestern dominiert an den europäischen Börsen heute die Vorsicht. Der Dax tendiert leicht schwächer bei 24.753 Punkten. Der EuroStoxx50 verliert 0,3 Prozent auf 5118 Zähler. "Die Sorge, dass die Disruption durch immer besser werdende KI-Anwendungen etablierten Softwarekonzernen die Kundschaft abgraben könnte, versetzt viele Anleger in Habachtstellung", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Das belastet die Stimmung im Dax zusätzlich - zumal SAP lange Zeit zu den wichtigsten Zugpferden des Index gehörte."
Santander will US-Bank für zehn Milliarden kaufen
Es wäre einer der größten Deals dieser Art: Die spanische Großbank Santander plant eine milliardenschwere Übernahme in den USA. Wie Santander mitteilte, soll sich der Kaufpreis für die US-Bank Webster auf 12,2 Milliarden US-Dollar (10,3 Milliarden Euro) belaufen. Damit wäre es eine der größten Übernahmen einer europäischen Bank in den Vereinigten Staaten.
Santander, eine der größten Banken Europas, hatte ihre eigene Investmentbank in den USA zuletzt ausgebaut und ist dort besonders in der Autofinanzierung vertreten. Mit der Übernahme von Webster würden die Spanier eine große Präsenz im Nordosten der Vereinigten Staaten gewinnen. Webster ist besonders in New York, Massachusetts und Connecticut stark vertreten. Der Konzern betreibt fast 200 Filialen.
Nach Anthropic-Hammer: Was macht die Wall Street?
Die US-Börsen dürften kaum verändert in den Mittwochshandel starten und sich somit nach dem Rücksetzer von gestern erst einmal stabilisieren. Ein Ausverkauf im Softwaresektor hatte die Tech-Aktien nach unten gezogen.
Auslöser waren die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI) durch die Einführung eines Zusatzmoduls für den Chatbot Claude des KI-Unternehmens Anthropic. Dabei handelt es sich um ein Plugin, mit dem sich das Sprachmodell für juristische Aufgaben einsetzen lässt.
Das könnte bedeuten, dass die neue Analyse-Software von Anthropic zu einer ernsthaften Konkurrenz im Bereich Datenanalyse werden könnte. Aktien der Anbieter von Daten oder Datenanalyse gerieten heftig unter Druck und rissen auch die Aktien von Software-Unternehmen mit nach unten.
Wella-Börsengang in USA geplant
KKR will den Kosmetikkonzern Wella Insidern zufolge noch in diesem Jahr an die US-Börse bringen. Dabei könnte das Unternehmen deutlich höher bewertet werden als die 4,3 Milliarden Dollar, die KKR beim Einstieg gezahlt hatte, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Wella arbeite bei dem Vorhaben mit den Investmentbanken Bank of America und Goldman Sachs zusammen.
Der Finanzinvestor hatte 2020 zunächst die Mehrheit an Wella vom US-Konzern Coty übernommen und im Dezember 2025 die restlichen Anteile erworben. Coty profitiert jedoch weiterhin von einem Ausstieg: Dem Konzern stehen 45 Prozent der Erlöse aus einem Börsengang oder Verkauf zu, sobald KKR eine bestimmte Rendite erzielt hat. Zu Wella gehören neben den gleichnamigen Friseurprodukten auch Marken wie OPI, ghd und Clairol. Das Unternehmen unterhält ein großes Forschungszentrum in Darmstadt.
Inflation sinkt kräftig
Die Inflation im Euroraum hat zu Jahresbeginn weiter nachgelassen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um durchschnittlich 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt auf Basis einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit fast fünf Jahren.
Im Dezember hatte die jährliche Inflationsrate bei 2 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von 2 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft in der Eurozone ansieht.
Gleichzeitig setzt sich der Preisdruck "ab Werk" weiter nach unten fort: Die Erzeugerpreise lagen im Dezember um 2,1 Prozent niedriger als Vorjahr. Da die Erzeugerpreise als Vorläufer für die Konsumentenpreise gelten, signalisiert dies weiteren Entspannungsspielraum.
Die Rufe nach einer EZB-Zinssenkung dürften lauter werden. Bei der morgigen EZB-Sitzung dürfte das ein zentrales Thema sein.
Bier verhagelt Carlsberg die Bilanz
Der dänische Brauereikonzern Carlsberg hat 2025 zwar dank der Übernahme des britischen Erfrischungsgetränke-Herstellers einen Britvic einen überraschend hohen Gewinn erzielt, rechnet derzeit aber nicht mit einer Besserung im schwierigen Konsumumfeld.
Das Unternehmen verbuchte für 2025 zwar einen Nettogewinn von umgerechnet 800 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Nettogewinn noch bei 1,1 Milliarden Euro gelegen.
Dass sich Carlsberg mit Marken wie Astra, Holsten, Kronenbourg und Tuborg besser als einige Konkurrenten wie Anheuser-Busch InBev und Heineken schlug, lag auch an der Übernahme des Softdrink-Herstellers Britvic. Dadurch verdoppelte sich der Anteil von Erfrischungsgetränken am Portfolio auf 30 Prozent des Volumens. Zudem sparte der Konzern bei Reisen, Beratern und Personal.
Dennoch gingen die organischen Umsätze und Volumina im Gesamtjahr zurück, was die branchenweite Nachfrageschwäche unterstreicht.
Chefin von chinesischer Supermarkt-Kette verschwunden
In China ist erneut jemand aus dem Top-Management eines großen Unternehmens verschwunden. Der Supermarktriese Sun Art Retail Group teilte mit, es habe den Kontakt zu seiner Vorstandschefin Li Weiping verloren. Ein chinesisches Branchenmedium hatte gestern unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen berichtet, Li sei von der Polizei zur "Unterstützung einer Untersuchung" abgeführt worden. Sun Art bezeichnete den Bericht gegenüber der staatlichen Zeitung "Securities Times" jedoch als "Fälschung".
Das ungeklärte Verschwinden von Li dürfte die Sorgen der Anleger über das harte Vorgehen der chinesischen Regulierungsbehörden neu entfachen. In den vergangenen Jahren waren im Zuge der von Präsident Xi Jinping vorangetriebenen Antikorruptionskampagne wiederholt hochrangige Manager plötzlich nicht mehr auffindbar.
Sun Art betreibt in China Hunderte Großmärkte. Die 47-jährige Li war erst vor zwei Monaten zu dem in Hongkong börsennotierten Unternehmen gestoßen. Zuvor war sie in verschiedenen Positionen bei der Supermarktkette Freshippo des Alibaba-Konzerns tätig gewesen.
Im Februar 2023 war der Gründer der Investmentbank China Renaissance Holdings, Bao Fan, plötzlich nicht mehr aufzufinden. Er wurde 2025 nach mehr als zweijähriger Haft wieder freigelassen. Der Gründer der Streaming-Plattform Douyu, Chen Shaojie, verschwand Ende 2023. Das Unternehmen teilte später mit, er sei von der Polizei verhaftet worden.
Novo-Nordisk-Aktien brechen ein
Die unerwartet schwache Prognose für das laufende Jahr schickt die Aktien von Novo Nordisk auf Talfahrt. Die Papiere des dänischen Pharmakonzerns rauschen um bis zu 19,5 Prozent nach unten. Für 2026 rechnet der Hersteller der Abnehmspritze Wegovy mit einem Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn von 5 bis 13 Prozent.
Alles für KI: Oracle kündigt Kapitalerhöhung an
Zur Finanzierung weiterer Rechenzentren hat Oracle eine Kapitalerhöhung angekündigt. Der SAP-Rivale gab bekannt, neue Aktien im Volumen von bis zu 20 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen. Insgesamt will der Softwarekonzern im laufenden Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar aufnehmen, unter anderem durch die Emission von Anleihen.
Oracle hat sich ehrgeizige Ziele für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur gesetzt. Investoren beobachten dies mit Sorge, weil das US-Unternehmen bereits auf einem Schuldenberg von etwa 100 Milliarden Dollar sitzt. Gleichzeitig blieb das Wachstum der Cloud-Sparte zuletzt hinter den Erwartungen zurück.
USA schießen iranische Drohne ab: Gold und Öl ziehen an
Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise zu. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 67,78 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent fester bei 63,72 Dollar. Händler verweisen auf die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran, nachdem das US-Militär eine iranische Drohne abgeschossen hatte. Der Goldpreis erholt sich von jüngsten Verlusten und legt um 1,5 Prozent auf 5014,31 Dollar je Feinunze zu.
Dax lässt es ruhig angehen
Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage lässt es der Dax zum Start ins heutige Geschäft ruhig angehen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.860 Punkten. Gestern hatte er lange Zeit und zum Teil deutlich im Plus gelegen, am Ende aber etwas schwächer mit 24.781 Zählern geschlossen. Uneinheitliche Vorgaben sorgen für keine klare Richtung.
Novo-Absturz bringt Pharmasektor in Bedrängnis
Mit Druck auf die Aktien von einigen Pharmaherstellern rechnen Händler. Schon am Vorabend waren Novo Nordisk in der Nachbörse fast 15 Prozent eingebrochen. Dort zeigen sich die Spuren des Wettbewerbs um Abnehmspritzen immer deutlicher: Novo warnte vor geringeren Preisen für Ozempic und Wegovy in den USA. Dies könnte den Jahresumsatz um 5 bis 13 Prozent drücken.
Dazu meldete auch Pfizer trotz eines guten Quartals eine stark rückläufige Nachfrage nach Covid-Produkten. So ging es beim antiviralen Medikament Paxlovid um 70 Prozent nach unten, bei Comirnaty um 35 Prozent.
KI-Geschäft pusht Infineon
Gestützt auf eine steigende Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren hat Infineon Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Quartal gesteigert. Der Chipkonzern kündigte einen beschleunigten Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in diesem Bereich an. Die Investitionen sollen im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 rund 2,7 statt 2,2 Milliarden Euro betragen. Die Umsätze mit KI-Chips würden voraussichtlich auf 1,5 Milliarden Euro und im Jahr darauf auf 2,5 Milliarden Euro steigen.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres verbuchte das Münchener Unternehmen im Jahresvergleich einen Zuwachs der Konzernerlöse um sieben Prozent auf 3,66 Milliarden Euro. Das Segmentergebnis legte doppelt so stark auf 655 Millionen Euro zu. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 17,9 Prozent von 16,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Nintendo-Aktie als Belastungsfaktor
An den asiatischen Börsen zeigt sich kein einheitliches Bild. Nach schwach aufgenommenen Geschäftszahlen von Nintendo geht es an der Börse Tokio mit den Kursen kräftiger nach unten. Dagegen steigen die Notierungen in Sydney dank sich weiter erholender Rohstoffpreise. Edelmetalle scheinen die jüngste Korrektur abgeschlossen zu haben. Der Goldpreis notiert wieder über der Marke von 5000 Dollar die Feinunze. Nintendo-Aktien brechen um 12 Prozent ein, und das trotz solider Zahlen. Hauptbelastungsfaktor ist ein nur bestätigter Ausblick auf das laufende Jahr.
Stützend wirken indes neue Konjunkturdaten aus der Region. In China zog der von Ratingdog (ex Caixin) ermittelte Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Service-Bereich auf 52,3 an und damit auf ein Drei-Monats-Hoch. Noch besser sei allerdings die Breite des Aufschwungs durch ganz Asien. Wie S&P Global mit seinem Asien-Sektor-Index feststellt, zeigt die Mehrheit aller Branchen ein Rekordwachstum bei der Aktivität im Januar: In 16 von 18 Sektoren ging es nach oben.
Santander kauft US-Bank für Milliardensumme
Santander baut seine Präsenz in den USA mit einer Milliardenübernahme aus. Die spanische Großbank kündigte den Kauf der US-Regionalbank Webster Financial für 12,2 Milliarden Dollar an. Durch die Transaktion steige Santander gemessen an der Bilanzsumme in den Kreis der zehn größten Geschäftsbanken in den USA auf. Verwaltungsratschefin Ana Botin bezeichnete den Zukauf als strategisch bedeutend für das US-Geschäft. Santander ist seit dem Erwerb der Sovereign Bank im Jahr 2005 auf dem US-Markt aktiv und gehört dort bereits zu den größten Autofinanzierern.
Zudem legten die Spanier Geschäftszahlen vor: Der Nettogewinn kletterte im Jahr 2025 um zwölf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Experten. Botin betonte, die Übernahme stehe den Plänen zur Vergütung der Anteilseigner nicht im Wege. So genehmigte die Bank zudem einen Aktienrückkauf im Volumen von fünf Milliarden Euro.
Super Micro ganz groß: Kurssprung
Der reißende Absatz von Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz (KI) hat Super Micro Computer (SMCI) einen überraschend deutlichen Wachstumsschub beschert. Daraufhin hob der Server-Anbieter sein Jahresziel an. Er stellte Erlöse von mindestens 40 statt 36 Milliarden Dollar in Aussicht. "Die Auftragslage ist unverändert stark", betonte Finanzchef David Weigand. SMCI-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als sechs Prozent.
Im abgelaufenen Quartal stiegen die Einnahmen den Angaben zufolge um etwa 123 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Der Reingewinn habe um 17 Prozent auf 0,59 Dollar je Aktie zugelegt. Für das aktuelle Vierteljahr prognostizierte das Unternehmen Umsätze von mindestens 12,3 Milliarden Dollar und einen Überschuss von mindestens 0,60 Dollar je Aktie.
KI-Sorgen setzen Asien-Börsen zu
Sorgen vor einer Verdrängung klassischer Software durch Künstliche Intelligenz (KI) belasten die asiatischen Aktienmärkte. Die Börsen folgen damit den deutlichen Verlusten an den US-amerikanischen und europäischen Märkten. Auslöser war die Vorstellung von Erweiterungen für den KI-Agenten Claude Cowork des Anbieters Anthropic am Freitag, die Sorgen vor einer Umwälzung der Branche schürte. "Der KI-Handel spaltet sich in relative Gewinner und Verlierer", sagt Ben Bennett, Anlagestratege für Asien bei L&G Asset Management. "Dieses Wackeln bei der Software hat sich diese Woche fortgesetzt."
Der Nikkei-Index gibt in Tokio 0,6 Prozent auf 54.390,11 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,2 Prozent zulegt. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert.
Nvidia-Rivale weist Rekordwerte aus
Der zunehmende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat AMD zu einem überraschend starken Wachstum verholfen. Der Quartalsumsatz sei um 34 Prozent auf ein Rekordhoch von 10,27 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der US-Chipkonzern mit. Der bereinigte Gewinn habe um 40 Prozent auf 1,53 Dollar je Aktie zugelegt.
"Wir sind in sämtlichen Geschäftsbereichen mit Schwung ins Jahr 2026 gestartet", sagte Konzernchefin Lisa Su. Sie stellte für das angelaufene Quartal Erlöse zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar in Aussicht.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,4 Prozent auf 156,33 Yen und legt leicht auf 6,9379 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7755 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1821 Dollar und gibt leicht auf 0,9168 Franken nach.
Rechenzentren im All? Das sagt Amazons AWS-Chef dazu
Der Chef von Amazons Cloud-Sparte AWS, Matt Garman, hält Rechenzentren im Weltraum für wirtschaftlich unrealistisch. Auf dem "Cisco AI Summit" in San Francisco sagte Garman, die Schwierigkeiten beim Transport von Servern und anderer Ausrüstung in eine Umlaufbahn machten die Umsetzung extrem schwierig. "Es gibt noch nicht genug Raketen, um eine Million Satelliten zu starten, also sind wir davon noch ziemlich weit entfernt", erklärte er. Die Kosten, um eine Nutzlast ins All zu bringen, seien heute immens. "Es ist einfach nicht wirtschaftlich", sagte er.
Der explosionsartige Zuwachs bei Künstlicher Intelligenz (KI) erfordert riesige Mengen an Rechenleistung und Kühlung und bringt die Kapazitäten von landgestützten Rechenzentren an ihre Grenzen. Eine Reihe von Start-ups sowie die von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegründete Raketenfirma Blue Origin arbeiten jedoch an entsprechenden Konzepten. Auch die Fusion von Elon Musks SpaceX und xAI soll Rechenzentren im Weltraum ermöglichen. Die Google-Mutter Alphabet kündigte im November mit "Project Suncatcher" ein eigenes Projekt für ein orbitales Rechenzentrum an.
Wenn das Thema KI den Dax ins Schwanken bringt
Der Dax sucht in dieser Woche noch eine klare Richtung. Den deutlichen Gewinnen vom Wochenstart ließ der deutsche Börsenleitindex gestern zunächst weitere Aufschläge folgen, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten und das Börsenbarometer am Ende 0,1 Prozent schwächer mit einem Stand von 24.781 Zählern schloss. Marktteilnehmern zufolge bereitet das aktuelle Niveau charttechnisch aber noch kein Problem, da im Bereich von 24.480 Stellen eine Unterstützung liegt.
Heute dreht sich alles um Preise und Zahlen. So dürfte der Inflationsdruck im Euroraum zu Jahresbeginn weiter an Kraft verloren haben. Laut Ökonomen könnte die Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen im Januar auf 1,7 Prozent gefallen sein, nach 1,9 Prozent im Dezember. Damit würde die Inflationsrate weiter unter das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) abrutschen. Diese sieht eine Rate von 2,0 Prozent als ideal für die Wirtschaft an. Die frischen Inflationsdaten kommen einen Tag vor der anstehenden EZB-Ratssitzung, für die Experten eine erneute Zinspause erwarten.
Unternehmensseitig ist da schon mehr los: So nimmt etwa die Deutsche Telekom ihre industrielle KI-Cloud offiziell in Betrieb. Hierfür hat das Dax-Schwergewicht ihr Rechenzentrum in München mit 10.000 Spezialprozessoren von Nvidia aufgerüstet. Unternehmen wie der Roboter-Bauer Agile Robots oder der Militärdrohnen-Anbieter Quantum Systems wollen diese Rechner zum Training ihrer Künstlichen Intelligenzen (KI) nutzen. Die Telekom bemüht sich auch um den Auftrag zum Bau einer KI-Gigafactory. Dabei handelt es sich um besonders leistungsfähige Rechenzentren, von denen in Europa insgesamt fünf entstehen sollen.
In den Quartalsergebnissen des Chipkonzerns Infineon werden Anleger vor allem Hinweise auf eine anziehende Nachfrage der Autobauer suchen. Daneben richten sie ihr Augenmerk auf den Absatz von Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren. Diese waren in den vorangegangenen Quartalen der Wachstumstreiber für Infineon. Im laufenden Geschäftsjahr sollen sich die Einnahmen aus diesen Produkten auf 1,5 Milliarden Euro verdoppeln.
Und dann öffnet Alphabet nach US-Börsenschluss noch die Bücher: Dabei stehen erneut die Investitionen in KI-Infrastruktur im Mittelpunkt. Die Frage ist, ob sich die milliardenschweren Ausgaben für neue Rechenzentren in beschleunigtem Wachstum niederschlagen. Sollte Alphabet hier enttäuschen, könnten die Aktien ähnlich wie die Papiere von Microsoft unter Druck geraten.
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