Dax erklimmt neues Rekordhoch
Der Dax hat seinen Rekordkurs wieder aufgenommen. Mit 24.346 Punkten erreichte der deutsche Leitindex den höchsten Stand seiner Geschichte und schloss mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 24.276 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte erstmals seit drei Jahren wieder über die Marke von 31.000 Punkten und endete mit einem Zuwachs von 0,83 Prozent bei 31.029,82 Punkten.
Steuersenkungspläne in Deutschland gaben vor allem am Vormittag Auftrieb. So will die Bundesregierung mit Steuerentlastungen dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder mehr investiert und aus der Krise kommt. Dafür beschloss das Kabinett in Berlin ein milliardenschweres Paket mit erweiterten Abschreibungsmöglichkeiten für Maschinen und Elektrofahrzeuge.
Eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, dass es schwierig sei, mit Chinas Staatschef Xi einen Handelserfolg zu erzielen, wirkte dem positiven Verlauf letztlich nicht wirklich entgegen.
Jobdaten aus den USA fielen schwächer aus als gedacht. Dies spricht eigentlich dafür, dass die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Fed zunehmen. In den Aktienkursen waren aber diesbezüglich kaum positive Impulse zu sehen.
Bericht: Wacker-Neuson-Großaktionäre lassen Verkauf prüfen
Wacker Neuson ziehen im späten Handel um 9,3 Prozent an. Stützend wirkt ein Bloomberg-Bericht. Danach sollen verschiedene Großaktionäre des Maschinenbauers über einen Verkauf ihrer Beteiligungen nachdenken. Einige Aktionäre hätten einen Berater beauftragt, um mögliches Investoreninteresse zu sondieren, heißt es.
Laut Webseite des Konzerns hält die PIN Privatstiftung 26 Prozent der Anteile, die SWRW Verwaltungs-GmbH 17 Prozent, die Wacker Familiengesellschaft 15 Prozent. 39 Prozent der Stücke befinden sich in Streubesitz.
US-Dienstleister kommen aus dem Tritt
Die US-Dienstleister sind im Mai überraschend aus der Wachstumsspur geraten. Der Einkaufsmanagerindex sank auf 49,9 Punkte, nach 51,6 Zählern im April, wie aus der veröffentlichten monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das Barometer sackte damit knapp unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern ab. Die von Reuters befragten Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 52,0 Zähler gerechnet.
"Das Niveau ist im historischen Vergleich sehr niedrig", sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. Die Konjunktursorgen in den USA könnten seiner Ansicht nach forciert werden, zumal auch das Pendant in der Industrie erneut gesunken sei und unterhalb der wichtigen 50er Marke liege: "Spekulationen auf sinkende Leitzinsen werden mit den Zahlen wohl forciert und die US-Notenbank könnte bei weiteren enttäuschenden Konjunkturzahlen unter Druck kommen, die Leitzinsen zu senken", fügte der Experte hinzu.
Hewlett Packard Enterprise ziehen an
Hewlett Packard EnterpriseUnter den Einzelaktien steigen Hewlett Packard Enterprise um 5,3 Prozent. Der Server- und Cloud-Anbieter hat im zweiten Geschäftsquartal nach einem schwachen Jahresauftakt auch wegen eines Sparprogramms besser abgeschnitten als erwartet. Der Konzern wird für den Gewinn im Gesamtjahr etwas zuversichtlicher, hat aber den oberen Rand seines Umsatzausblicks gekappt.
Die Bankentitel von Wells Fargo klettern um 2,9 Prozent, nachdem die US-Notenbank die ihr auferlegte Wachstumsbeschränkung aufgehoben hat. Hintergrund für die bisherigen Einschränkungen war ein Skandal von 2016 um gefälschte Konten. CrowdStrike büßen dagegen 8 Prozent ein. Guten Gewinnkennziffern stehen bei dem Cybersicherheitsunternehmen Umsätze im ersten Quartal und auch im Ausblick unter Erwartungen gegenüber.
Guidewire Software legen nach angehobenem Ausblick um 12,7 Prozent zu. Auch Lumentum Holdings ziehen nach verbesserter Prognose an - um 7 Prozent.
Wall Street von schwachen Daten kaum gebremst
Konjunktursorgen bremsen die Wall Street etwas aus. Der Start der neuen US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte belastet die US-Börsen dagegen nicht mehr. Hatten zuletzt mehr offene Stellen als vorausgesagt in den USA noch für Zuversicht am Arbeitsmarkt gesorgt, enttäuscht nun der ADP-Bericht. Denn er zeigt einen wesentlich schwächeren Beschäftigungsaufbau als erhofft und drückt die US-Aktien-Futures vorbörslich knapp ins Minus. Bis zum Start des Kassahandels ist die Delle - gestützt von Zinshoffnungen- aber wieder ausgebügelt. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent auf 42.641 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern um 0,2 bzw. 0,3 Prozent.
Händler beschreiben die Stimmung insgesamt als Hoffen und Bangen - ohne große Kauf-, aber auch ohne Verkaufsargumente. Der Markt spekuliert weiterhin darauf, dass US-Präsident Trump im Handelsstreit letztlich nachgeben wird. Möglicherweise wird er dies auch tun müssen, denn eine entsprechende gerichtliche Verfügung ist weiterhin denkbar. Nachdem ein Berufungsgericht einen anfänglichen Entscheid gegen die von Trump verhängten reziproken Zölle ausgesetzt hatte, müssen sich die Kläger nun bis Donnerstag äußern und bis zum 9. Juni die US-Regierung. Zwischen dem 12. und 15. Juni sei dann ein Urteil zu erwarten, heißt es. Zudem hat sich Trump wohlwollend über seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping geäußert. Auch hier setzt der Markt auf eine Einigung, während Trump Xi Jinping als harten Verhandler charakterisiert hat.
Fed hebt Wachstumsbremse für Wells Fargo auf
Die US-Notenbank Fed hat die bislang geltende Vermögensobergrenze für Wells Fargo aufgehoben und damit die Aktie der US-Großbank gestützt. Die Titel rücken im vorbörslichen US-Geschäft um rund 2,5 Prozent vor. Die Fed hat nach eigenen Angaben eine seit 2018 geltende Vermögensobergrenze von 1,95 Billionen Dollar für Wells Fargo aufgehoben.
Als Grund nannte die Notenbank die "erheblichen Fortschritte" des Instituts bei der Beseitigung jener Mängel, die ursprünglich zu der Maßnahme geführt hatten. "Wir sind sehr gespannt, was dieser Schritt langfristig für das Umsatzwachstum bedeutet", schreiben die Experten der Investmentbank TD Cowen. "Jetzt, da Wells Fargo mit anderen Megabanken konkurrieren kann, schauen wir genau hin, ob der schlafende Riese erwacht."
Dollar gerät mit schwachen US-Daten unter Druck
Euro / DollarNach einem schwachen Beschäftigungsaufbau weit unter den Markterwartungen gerät der Dollar am Nachmittag unter Druck. Der Euro steigt um 0,3 Prozent auf 1,1411 Dollar und bewegt sich damit auf Tageshoch. Der ADP-Arbeitsmarktbericht wirft damit ein negatives Schlaglicht auf den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Mai.
Neben dem Greenback geben auch die Renditen am US-Rentenmarkt nach, offenbar spekulieren Marktakteure nun verstärkt auf Zinssenkungen. US-Präsident Donald Trump beruft sich indes auf den Bericht und fordert vehement Zinssenkungen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell in den sozialen Medien.
CEO-Aussagen beflügeln Chipkonzern STMicro
Optimistische Aussagen von Konzernchef Jean-Marc Chery ermuntern Anleger zum Einstieg bei STMicroelectronics. Die Titel des französisch-italienischen Chipherstellers klettern um fast acht Prozent auf 24,19 Euro und sind damit so teuer wie seit Ende Februar nicht mehr. Chery sagte bei einer Konferenz, das Unternehmen sehe Anzeichen für eine Phase steigender Nachfrage, die in den kommenden Quartalen die Ergebnisse stützen dürfte.
"Die Entwicklung ist spannend: Seit Beginn des Quartals übersteigen die Neuaufträge die laufenden Umsätze deutlich, was für einen Aufschwung spricht." STMicro und andere Chipfirmen mit Fokus auf die Bereiche Automobil, Industrie und Unterhaltungselektronik leiden seit einigen Jahren unter einer verhaltenen Nachfrage.
Nachfrage in Deutschland: Tesla kann Talfahrt nicht stoppen
Tesla hat trotz einer allgemein steigenden Nachfrage nach Elektroautos im Mai seine Talfahrt in Deutschland fortgesetzt. Der US-Autobauer setzte nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes nur noch 1210 Fahrzeuge ab, das ist gut ein Drittel weniger als vor Jahresfrist. Der Elektroautoabsatz insgesamt schnellte dagegen zugleich um 44,9 Prozent nach oben. Inzwischen verfügen 18 Prozent der Neuwagen in Deutschland über einen reinen Elektroantrieb.
Allerdings war die Nachfrage nach diesen Autos vor einem Jahr nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung massiv zurückgegangen. Experten erwarten nun für die kommenden Monate einen neuen Schub. Die Bundesregierung will Elektromobilität zusätzlich fördern. Einem verabschiedeten Gesetzentwurf zufolge sollen Unternehmen künftig diese Fahrzeuge bereits im ersten Jahr um 75 Prozent abschreiben können, zudem wird die Preisobergrenze von Dienstwagen um 25.000 Euro auf 100.000 Euro erhöht.
Picasso bis Warhol: Bayer AG verkauft 800 ihrer Kunstwerke
Die Bayer AG ist nicht nur ein großer Player im Gesundheitswesen, sondern sammelt als Bayer Kultur auch zahlreiche Kunstwerke. Ganze 800 davon kommen jetzt unter den Hammer, unter ihnen große Namen wie Pablo Picasso oder Joan Miró. Geldmangel soll jedoch nicht der Grund sein.
Anleger warten auf EZB-Entscheidung
Wenig verändert präsentiert sich der europäische Geldmarkt. Anleger warten auf die geldpolitische Entscheidung der EZB am Donnerstag. Im Vorfeld dürfte nicht mehr viel passieren. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht - unklar ist, wie es in der Folge weitergeht. Die jüngsten - günstig ausgefallenen - europäischen Inflationsdaten haben den Spielraum für weitere Senkungen nach Einschätzung von Beobachtern erhöht.
Analysten der Rabobank sehen derweil die Möglichkeit, dass die EZB den Abbau ihrer Staatsanleihebestände verlangsamt. "In Anbetracht des wohl größeren Kuhhandels, der für die Entscheidungsfindung der EZB erforderlich ist, könnte man sich durchaus vorstellen, dass eine Verlangsamung des Quantitative Tightening (QT) aus einem Kompromiss zwischen den Tauben, die eine weitere Unterstützung für notwendig halten, und den Falken, die ein vorsichtigeres Vorgehen wünschen, resultiert", urteilen sie.
Kanadischer Vermögensverwalter investiert Milliarden in schwedische KI-Rechenzentren
Der Vermögensverwalter Brookfield treibt seine Pläne für den Ausbau der KI-Infrastruktur in Europa voran. Die kanadische Firma gab Investitionen von umgerechnet bis zu 8,7 Milliarden Euro in neue Rechenzentren in Schweden bekannt. "Um bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) wettbewerbsfähig zu sein, ist es wichtig, in großem Umfang in die Infrastruktur zu investieren", sagte Brookfields Europa-Chef Sikander Rashid. Vor einigen Monaten hatte seine Firma Pläne für ähnliche Projekte in Frankreich im Volumen von 20 Milliarden Euro vorgelegt.
Durch den Siegeszug von KI steigt der Bedarf an Rechenzentren mit spezialisierten und stromhungrigen Hochleistungsservern sprunghaft an. Weltweit werden neue Anlagen geplant oder gebaut. In Europa gilt Schweden unter anderem wegen seiner sicheren Energieversorgung bei Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services (AWS), Google oder Microsoft als beliebter Standort.
Hapag Lloyd trotzt dem Zoll-Chaos
Der Chef der Container-Reederei Hapag-Lloyd hält aktuelle Prognosen für eine Stagnation der internationalen Branche für zu pessimistisch. Angesichts der globalen Handelskonflikte und der weiter unsicheren Lage im Roten Meer sei eine Vorhersage zwar schwierig, sagte Rolf Habben Jansen bei einer Online-Konferenz mit Kunden. Er rechne derzeit aber mit einem Zuwachs von vier Prozent, wobei es am Ende auch nur zwei werden könnten. "Es gibt durchaus Anlass zu der Annahme, dass die zweite Jahreshälfte etwas schwächer ausfallen könnte." Allerdings sei die Branche schon öfter von einem höheren Transportvolumen überrascht worden. "Deshalb bleiben wir erst einmal vorsichtig optimistisch."
Neben der schwankenden Nachfrage durch das Hin und Her in der US-Zollpolitik gilt in der Branche als entscheidend, wann eine Durchfahrt durch den Suezkanal wieder möglich ist. Die Annahmen für eine Stagnation der Branche gingen davon aus, dass eine Suezkanal-Passage schon im Juli wieder möglich sein könnte, sagte Habben Jansen. Das glaube er nicht. Nach aktuellem Stand sei für Hapag-Lloyd eine Durchfahrt in absehbarer Zeit keine Option, da dafür erst die Perspektive für eine dauerhafte Sicherheit gegeben sein müsste.
Dax springt auf frisches Rekordhoch
Dax-Anleger geben erneut Gas. Der deutsche Leitindex klettert am Vormittag um 1,0 Prozent auf bis zu 24.340 Punkte und erzielt damit eine neue Rekordmarke.
"Die Stimmung bessert sich auch deswegen langsam, weil die befürchtete Abschwächung des Wirtschaftswachstums durch die Zölle nicht in den täglichen Konjunkturdaten abzulesen ist", sagte Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets. Vor rund zwei Wochen hatte der Dax erstmals in seiner Geschichte die psychologisch wichtige Marke von 24.000 übersprungen.
"Markt verliert offensichtlich Interesse an Trump"
"Trump always chickens out", etwa "Trump macht immer einen Rückzieher", ist inzwischen ein geflügeltes Wort. Trotz des Inkrafttretens von hohen Zöllen auf Stahl und Aluminium sind die börslichen Reaktionen verhalten. Experte Ascan Iredi ordnet die Geschehnisse ein.
Zollstreit trifft Cognac-Konzern heftig
Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Bilanzjahr will der Spirituosenkonzern Remy Cointreau zurück auf Wachstumskurs. Wegen der Unwägbarkeiten der Zollpolitik der USA und Chinas zog der Vorstand allerdings seine Mittelfristziele für 2029/30 zurück, wie der Hersteller des Cognacs Remy Martin und des Orangenlikörs Cointreau mitteilte. Dem neuen Vorstandschef Frank Marilly, der ab dem 25. Juni die Nachfolge von Eric Vallat antritt, werde überlassen, neue Ziele und Strategien auszugeben.
Im abgelaufenen Bilanzjahr 2024/25 sorgte die maue Nachfrage in den USA und China, den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns, für herbe Einbußen. Der Umsatz sank organisch um 18 Prozent auf 984,6 Millionen Euro und der Betriebsgewinn um 30,5 Prozent auf 217 Millionen. Dabei sorgten Kosteneinsparungen von 85 Millionen Euro für Entlastung.
Eine spürbare Erholung der Nachfrage in den USA stimmte den Vorstand zuversichtlich, 2025/26 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erreichen. Ohne Berücksichtigung möglicher Zollerhöhungen in China und den USA peile der Konzern zudem einen Anstieg des Betriebsgewinns im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Potenzielle Zollerhöhungen könnten im schlimmsten Fall allerdings einen Bruttoeffekt von bis zu 100 Millionen Euro auf den Betriebsgewinn haben - 60 Millionen Euro in China und 40 Millionen Euro in den USA.
Wagt der TecDax den Ausbruch?
Mit den günstigen Vorlagen der US-Technologiewerte steht der TecDAX im Blick. "Die Chancen sind gut, dass er zumindest einen Ausbruchsversuch auf neue Jahreshochs startet", so ein Marktteilnehmer. Denn zuletzt hätten sich auch die zollunabhängigen Telekommunikationswerte wieder günstig entwickelt. Sollte der Index auf ein neues Jahreshoch über 3.907 Punkten steigen, sei ein Test der 4.000er Marke drin. Diese hatte der TecDAX zuletzt Ende 2021 getestet, aber nicht nachhaltig überschritten.
Trumps "Rachesteuer" für ausländische Investoren könnte Europa nutzen
Eine Bestimmung in Präsident Trumps Steuergesetz, die als "Strafsteuer" oder "Rachesteuer" bezeichnet wird, könnte nach Einschätzung der Aktienstrategen von Goldman Sachs das Interesse ausländischer Investoren an US-Vermögenswerten schmälern und das Interesse an europäischen Märkten weiter erhöhen.
Die Maßnahme, Abschnitt 899, würde den USA die Möglichkeit geben, Steuern von bis zu 20 Prozent auf Ausländer mit US-Investitionen zu erheben. Die Allokationen europäischer Investoren in den USA stiegen bis zum vierten Quartal 2024 von 15 Prozent im Jahr 2009 auf 45 Prozent, aber es gibt jetzt Anzeichen für eine Umkehr, wie die Strategen in einer Research Note schreiben. Europäische Investoren sähen die Aussichten des Kontinents weniger skeptisch und die Investitionen im Inland gewinnen an Dynamik, so Goldman Sachs. Der Stoxx Europe 600 ist seit Anfang 2025 um 8 Prozent gestiegen.
Switch 2 kommt morgen - Nintendo-Aktie springt in die Höhe
Nintendo sprang im Vorfeld der für morgen angekündigten Switch 2-Konsole um bis zu 3,6 Prozent in die Höhe.
Nintendo rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit dem Verkauf von 15 Millionen Geräten seiner neuen Spielekonsole Switch 2. Der Spielespezialist plant für das Geschäftsjahr auch mit dem Absatz von 4,5 Millionen Geräten verschiedener Versionen der ersten Switch, die 2017 auf den Markt kam.
Nintendo musste die Vorbestellungen der Switch 2 im wichtigen US-Markt wegen der Importzölle von US-Präsident Donald Trump verzögern. Die japanische Firma war nicht sicher, ob an der Preisschraube gedreht werden muss. Am Ende blieb der Preis der Switch 2 unverändert bei 450 Dollar, aber Nintendo machte einiges Zubehör in den USA teurer. Die Spielekonsolen sind die Basis des Nintendo-Geschäfts.
Dax nimmt Rekordhoch wieder ins Visier
Der Dax hat zur Wochenmitte wieder Tuchfühlung zum Rekordhoch aufgenommen. Dieses hatte er in der Vorwoche bei fast 24.326 Punkten erreicht. Kurz nach der Eröffnung auf Xetra gewann der deutsche Leitindex 0,57 Prozent auf 24.229 Punkte.
Klare Gewinne an den US-Börsen und Asien sowie Steuersenkungspläne in Deutschland stützten den Markt. Eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass es schwierig sei, mit Chinas Staatschef Xi einen Handelserfolg zu erzielen, wirkte dem etwas entgegen.
Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,44 Prozent auf 30.909 Punkte zu. Auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent hoch.
Mit Unterstützung der Wall Street hätten die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder Mut gefasst, schrieben die Experten der Landesbank Helaba. Die Gefahr eines erneuten Abrutschens sei aber weiterhin nicht gebannt, auch weil ein Kompromiss im Zollstreit zwischen den USA und der EU sowie China bisher nicht gefunden sei.
Airbus verhandelt mit Chinesen über Mega-Auftrag für Hunderte Flugzeuge
Airbus ziehen vorbörslich um etwa zwei Prozent an und testen die Marke von 170 Euro. Damit liegen sie auch an der Spitze der Gewinnerliste. Wie es bei Bloomberg heißt, könnten chinesische Fluggesellschaften im kommenden Monat Hunderte von Flugzeugen bei Airbus bestellen. "Kein Wunder, dass die Chinesen in dem Zollstreit Boeing links liegen lassen", so ein Händler.
Das Geschäft könnte etwa 300 Flugzeuge umfassen, meldet Bloomberg unter Berufung auf Insider, wobei ein Informant das mögliche Volumen auf 200 bis 500 Maschinen schätzte, darunter sowohl Schmalrumpf- als auch Großraumflugzeuge. Möglicherweise werde der Auftrag im Juli platziert, wenn europäische Staats- und Regierungschefs Peking besuchten. Eine Bestellung sei aber noch nicht sicher. Die Verhandlungen seien noch im Fluss.
Eigner prüfen Börsengang für deutschen Pharmakonzern
Die Pläne um die Zukunft des Pharmakonzern Stada werden konkreter. So erfuhr Welt aus Unternehmenskreisen, dass Stada derzeit mit zwei Private-Equity-Investoren über einen Verkauf verhandelt. Für den Fall, dass die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen sollten, haben die Eigentümer von Stada, die Private-Equity-Fonds Bain Capital und Cinven, offenbar vorgeplant.
"Sollten die Verkaufsgespräche scheitern, werden Bain Capital und Cinven Stada im Oktober an die Börse bringen", sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Insider zu Welt. Stada teilt dazu mit, dass der Konzern mit seinen Eigentümern "grundsätzlich alle Optionen für die weitere Eigentümerschaft" von Stada prüfe. "Dazu gehören sowohl ein Verkauf als auch ein möglicher Börsengang, immer in Abhängigkeit von der Situation an den Finanzmärkten", heißt es von Stada.
Strompreis für Hunderte Stunden negativ
In Deutschland rutschen die Strompreise so oft ins Negative wie nie zuvor. Das geht aus Daten des Fraunhofer-ISE hervor, die das "Handelsblatt" analysiert hat.
Demnach lag der Börsenstrompreis seit Jahresbeginn in insgesamt 248 Stunden unter null - häufiger als je zuvor im Zeitraum bis Ende Mai. Die Negativpreise senken auch die durchschnittlichen Stromkosten. Diese lagen im Mai nahe dem Niveau vor der Energiekrise. Doch Unternehmen profitieren bislang kaum, und der Staat zahlt drauf: Für den Ausgleich der negativen Preise entstehen dem Bund dieses Jahr womöglich so hohe Kosten wie noch nie.
Inflationsdaten lasten auf Euro - Dollar erholt sich von Sechswochentief
Der Dollar erholte sich nach seinem jüngsten Sechswochentief, der Dollarindex stieg um 0,6 Prozent. Gestützt wurde der Greenback dabei vor allem von einer Euro-Schwäche.
Der Kurs der Gemeinschaftswährung gab nach niedriger als gedacht ausgefallenen Inflationsdaten aus dem Euroraum etwas nach. Zwar werde von der EZB am Donnerstag eine Zinssenkung ohnehin schon erwartet, die neuen Preisdaten könnten aber die Aussichten auf eine weitere Zinssenkung danach erhöhen, hieß es im Devisenhandel.
KI-Boom treibt Umsatz von HPE
Der Server-Anbieter Hewlett Packard Enterprise (HPE) profitiert vom Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Das US-Unternehmen steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal währungsbereinigt um sechs Prozent auf 7,63 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.
Damit übertraf HPE die Markterwartungen. Auch im dritten Quartal traut sich der Konzern mit einer Spanne von 8,2 bis 8,5 Milliarden Dollar höhere Erlöse zu als Analysten. Der Gewinn je Aktie fiel im zweiten Quartal zwar um zehn Prozent auf 38 Cent. Aber auch hier waren die Experten weniger optimistisch gewesen und von einem noch größeren Rückgang ausgegangen.
Zahl der Millionäre schrumpft in Deutschland - gegen globalen Trend
Der Club der Dollar-Millionäre weltweit ist erneut größer geworden - vor allem dank steigender Kurse an vielen Aktienmärkten. Geschätzt 23,4 Millionen Menschen und damit 2,6 Prozent mehr als 2023 verfügten im vergangenen Jahr über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar.
Das ist nach Angaben des Beratungsunternehmens Capgemini der höchste Stand seit der ersten Auswertung im Jahr 1997. Die Gesamtsumme des Vermögens der Reichen legte dem jüngsten "World Wealth Report" zufolge auf einen Rekordwert zu: 90,5 Billionen Dollar (79,3 Billionen Euro) bedeuteten den Berechnungen zufolge ein Plus von 4,2 Prozent zum Vorjahr. Der Löwenanteil des Vermögenszuwachses kam einmal mehr aus den USA.
Deutschland behauptet sich auf Platz drei in der Rangliste der Länder mit den meisten Dollar-Millionären - obwohl deren Zahl hierzulande binnen Jahresfrist um gut 40.000 geschrumpft ist: 1,605 (Vorjahr: 1,646) Millionen Menschen zählten der Capgemini-Auswertung zufolge 2024 zur Gruppe der vermögenden Privatpersonen.
Dass der Kreis der Dollar-Millionäre in Deutschland abgenommen hat, ist nach Einschätzung von Capgemini am ehesten mit rückläufigen Immobilienpreisen zu erklären. Das Vermögen der Reichen hierzulande blieb den Berechnungen zufolge in Summe mit 6,32 Billionen Dollar nahezu unverändert.
Dax arbeitet sich wieder an Rekordstand heran
Mit einer freundlichen Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen die Marktteilnehmer. Der Dax wird am frühen Morgen 0,3 Prozent höher errechnet mit 24.146 Punkten. Damit nähert er sich schon wieder dem jüngsten Rekordstand von gut 24.300 Punkten an. Gestützt wird die Stimmung von günstigen US-Vorlagen, die auch an den asiatischen Börsen am Morgen für eine freundliche Tendenz sorgen.
Vor allem bei den US-Technologiewerten ging die Erholungswelle am Dienstag weiter. Zudem setzen die Marktteilnehmer in Europa auf eine weitere Zinssenkung auf der EZB-Sitzung am Donnerstag, es wäre die sechste in Folge. Vom Zins- und vom Währungsumfeld kommt am Morgen zumindest kein Störfeuer.
In Asien hoffen die Anleger auch darauf, dass der zuletzt wieder aufgebrochene Zollstreit zwischen China und den USA über ein Spitzengespräch zwischen Donald Trump und Xi gelöst werden kann.
Impulse könnten von den ADP-Zahlen zum US-Arbeitsmarkt ausgehen. Außerdem werden Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungsbereich veröffentlicht. Am Abend legt dann noch die US-Notenbank ihren neuen Konjunkturbericht vor, das sogenannte Beige Book.
Rohstoffkrise in Deutschland - erste Firmen drosseln Produktion
Die chinesischen Exportkontrollen für seltene Erden stürzen die deutsche Wirtschaft in eine Rohstoffkrise. Wie das "Handelsblatt" aus Unternehmens- und Regierungskreisen erfuhr, müssen erste Firmen ihre Produktion herunterfahren, weil wichtige Komponenten fehlen.
Andere stehen den Informationen zufolge kurz davor. Betroffen sind unterschiedlichste Branchen, darunter die Rüstungsindustrie, Medizintechnikhersteller, Elektronikkonzerne und Autobauer. Wie Industrievertreter berichteten, sind die Exportkontrollen mehr als nur ein Kollateralschaden im Streit mit den USA. Peking setze sie vielmehr gezielt als Druckmittel in den Zollverhandlungen mit der EU ein.
Ölpreise geben leicht nach
Bei den Rohstoffen gaben die Ölpreise nach, belastet von einem sich entspannenden Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach einer Erhöhung der OPEC+-Produktion und anhaltenden Sorgen über die globalen Wirtschaftsaussichten aufgrund von Zollspannungen.
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 65,47 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent schwächer bei 63,22 Dollar.
Trumps neuester Zoll-Hammer ist in Kraft - wie reagiert Europa?
Die von US-Präsident Trump angekündigte Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium ist in Kraft getreten. Seit Mitternacht (Ortszeit; 06:01 Uhr europäische Zeit) gilt für Importe in die USA ein Satz von 50 Prozent - zuvor waren es 25 Prozent gewesen.
Ausgenommen sind Stahl- und Aluminiumimporte aus Großbritannien, für die laut dem Weißen Haus weiter ein Satz von 25 Prozent gilt. Hintergrund ist ein Handelspakt, den die USA mit den Briten geschlossen haben.
Trump besiegelte den Schritt mit einer Anordnung, die er am Dienstag unterzeichnete. Mit diesem neuesten Zoll wollte er eigenen Angaben zufolge in den aus seiner Sicht schleppenden Verhandlungen im von ihm selbst losgetretenen Zollstreit mit diversen Handelspartnern zusätzlichen Druck machen.
Unklar ist bislang, wie die EU reagieren wird. Die EU-Kommission hatte Trumps Ankündigung am Wochenende scharf kritisiert und eine Reaktion noch vor dem Sommer angedroht. Als Affront wird das Vorgehen vor allem wegen der zuletzt intensivierten Verhandlungen um eine Beilegung des Handelsstreits gewertet.
Asiens Autobauer fahren deutscher Konkurrenz davon
Die deutschen Autokonzerne geraten gegenüber der Konkurrenz aus Asien immer mehr ins Hintertreffen. Das zeigt eine Analyse, für die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY die Zahlen der 20 weltweit führenden Hersteller ausgewertet hat. Während die deutschen Konzerne im ersten Quartal dieses Jahres Umsatz und Gewinn einbüßten, konnten vor allem die neuen Konkurrenten aus China deutlich Boden gutmachen.
So nahm der Umsatz der drei deutschen Autobauer zusammengenommen um 2,3 Prozent ab. Nur VW schaffte noch ein leichtes Plus, BMW und Mercedes dagegen rutschten deutlich ab. Der Gewinn brach sogar bei allen dreien ein, zusammengenommen um rund ein Drittel.
Deutlich besser lief es in Asien, vor allem in China. Hersteller aus der Volksrepublik legten beim Umsatz um knapp 15 Prozent zu, beim Gewinn sogar um 66 Prozent. Allen voran BYD und die Volvo-Mutter Geely legten kräftig zu. Auch Hersteller aus Japan und Südkorea schlugen sich besser als Europäer und Amerikaner.
Japanische Aktien beenden dreitägige Talfahrt
Die asiatischen Börsen legen im frühen Handel leicht zu. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich derzeit auf ein mögliches Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im Laufe dieser Woche, da die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wegen der US-Zölle zuletzt wieder zugenommen hatten.
Die japanische Börse tendiert fester und beendete damit eine dreitägige Talfahrt. In Tokio legt der Nikkei-Index 1,0 Prozent auf 37.834,66 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 0,7 Prozent höher bei 2.791,20 Zählern. Die Börse Shanghai gewinnt 0,3 Prozent auf 3.371,77 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,4 Prozent auf 3.866,18 Punkte.
Die chinesischen Aktien zeigten sich im frühen Handel wenig verändert, der Blue-Chip-Index stieg um 0,09 Prozent und der Hang-Seng-Index von Hongkong um 0,27 Prozent. "Die Märkte mögen gegenüber Handelsschlagzeilen desensibilisiert sein, aber die Gespräche zwischen Trump und Xi bleiben im Fokus. Eine große Einigung ist zwar unwahrscheinlich, aber jede Eskalation könnte dennoch einen Anflug von Risikoaversion auslösen", sagte Charu Chanana, Chefanlagestratege bei Saxo in Singapur. Auch das Tempo der Handelsverhandlungen und der Mangel an bedeutenden Fortschritten stehen im Mittelpunkt.
Nach der offiziellen Bestätigung des neuen südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung legten Südkoreas Aktien und seine Währung deutlich zu, da der Wahlsieg des liberalen Lee Hoffnungen auf rasche wirtschaftliche Impulse, Marktreformen und eine Verringerung der politischen Unsicherheit weckte.
Zoll- und Zinsproblematik beschäftigt Dax weiter
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag wenig bewegt gezeigt. Der Dax vollzog keine großen Bewegungen nach oben oder unten. Im Fokus der Anleger stand weiter das Thema Zölle. Aber auch der EZB-Zinsentscheid am Donnerstag rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses.
Auch der heutige Tag wird wieder interessant. Das Bundesfinanzministerium will seinen Gesetzesentwurf zum Anschub von Investitionen ins Kabinett einbringen. Dieser beinhaltet vor allem sogenannte Superabschreibungen von je 30 Prozent für drei Jahre auf Investitionen. Es soll aber auch die ab 2028 beginnende Absenkung der Körperschaftsteuer um je einen Prozentpunkt für fünf Jahre beschlossen werden. Zudem gibt es einen "Investitionsbooster" für E-Mobilität, bei dem nicht nur die Preisobergrenze von 75.000 auf 100.000 Euro pro Wagen erhöht, sondern auch eine 75-prozentige Abschreibemöglichkeit im ersten Jahr der Anschaffung vorgesehen ist. Davon sollen Unternehmen profitieren.
Und dann wäre da wieder die Zollproblematik. Die US-Zölle auf Stahl sollen heute nach dem Willen von Präsident Donald Trump von 25 auf 50 Prozent steigen. Dies hatte der 78-Jährige auf einer Kundgebung in Pennsylvania angekündigt.
Zudem legt die US-Notenbank am Abend (20.00 Uhr MESZ) ihren Konjunkturbericht vor. Der im Fachjargon als "Beige Book" bekannte Report wird nach dem Schwächeln der US-Wirtschaft zu Beginn des Jahres mit besonderer Spannung erwartet. Laut Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller lassen die Daten derzeit darauf schließen, dass die Konjunktur recht gut läuft und der schwelende Zollkonflikt kaum Spuren hinterlässt.
Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.