Der Börsen-Tag
1. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dax tritt den Rückzug an - SAP-Aktie schnellt hoch

Lange Zeit sah es nach einem ruhigen Handel an der Frankfurter Börse aus. Doch am Nachmittag hielt eine negative Dynamik Einzug ins Handelsgeschehen. Der Dax, der zuvor bis auf 25.302 Punkte gestiegen war, trat den Rückzug an und schloss 0,4 Prozent tiefer bei 25.003 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 6017 Stellen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass der Iran die indirekten Kontakte mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. Grund dafür seien die israelischen Angriffe auf den Libanon. 

Diese Nachricht ließ auch wieder die Ölpreise in die Höhe schnellen. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich am Abend um 5,1 Prozent auf 96,30 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um 5,8 Prozent auf 92,92 Dollar. US-Präsident Donald Trump zeigte sich dennoch zuversichtlich und erklärte auf einer Social-Media-Plattform, der Iran wolle "wirklich ein Abkommen erreichen". Er wies Kritik an den Verhandlungen zurück und rief zur Gelassenheit auf.

Bei den Einzelwerten setzten im Dax SAP die jüngste Erholungsbewegung fort und schossen um 8,1 Prozent nach oben. Neue fundamentale Nachrichten zu dem Titel gab es nicht. Im Handel war vielmehr von einem besseren Sentiment für das Papier die Rede. Es gebe Anzeichen für eine Bodenbildung. Die SAP-Aktie liegt auf Jahressicht noch immer rund 20 Prozent hinten. Grund ist die Sorge, dass das SAP-Geschäftsmodell unter KI-Disruptionen leiden könnte. Die jüngste Sapphire Konferenz scheint aber etwas zur Beruhigung beigetragen zu haben. KI sei nun Teil der Kernstrategie von SAP, urteilte Jefferies in einer Studie.

Dax tritt den Rückzug an - SAP-Aktie schnellt hoch
17:20 Uhr

Dax trotzt dem "Sell in May"

Eigentlich gilt der Mai an den Börsen als schwacher Monat - doch in diesem Jahr hat der Dax deutlich zugelegt. Gleichzeitig zeigen die Inflationsdaten: Die Gesamtteuerung geht zurück, aber ohne Öl betrachtet bleibt der Preisdruck weiter bestehen. Wie Trader auf die weitere Entwicklung setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Annchristin Jahnel von der HSBC.

Dax trotzt dem "Sell in May"
16:40 Uhr

Nvidia steigt mit neuem Prozessor in PC-Markt ein

Mit einem neuen Zentralprozessor für handelsübliche PCs greift Nvidia die bisherigen Platzhirsche Intel und AMD an. Jensen Huang, der Chef des weltgrößten Halbleiterkonzerns, stellte den Chip für Rechner mit dem Betriebssystem "Windows" von Microsoft bei einem Auftritt anlässlich der Messe Computex in Taiwan vor. Der "RTX Spark" sei darauf ausgelegt, möglichst viele KI-Berechnungen direkt auf dem PC auszuführen, statt sie in die Cloud auszulagern. Er sei gemeinsam mit dem taiwanischen Chip-Entwickler MediaTek konzipiert worden und ab Herbst erhältlich.

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Jensen Huang bei der Computex. (Foto: REUTERS)

"Der RTX Spark soll den traditionellen, App-zentrierten PC in einen Rechner verwandeln, bei dem KI-Agenten die zentrale Rolle spielen", sagte Neil Shah, Mitbegründer des Research-Hauses Counterpoint. "Dies wird für den PC-Bereich der 'RTX-Spark'-Moment sein, so wie es zuvor das iPhone, ChatGPT oder DeepSeek waren." Intel und AMD haben bereits Chips im Angebot, die für KI-Anwendungen optimiert sind. Qualcomm ist seit einiger Zeit ebenfalls in diesem Markt aktiv. Nvidia belieferte den PC-Markt bislang mit Grafikprozessoren.

Nvidia steigt mit neuem Prozessor in PC-Markt ein
16:13 Uhr

Vier Prozent aufs Tagesgeld - wo ist der Haken?

Der Juni dürfte für Sparer ein guter Monat werden. Die aktuellen Tagesgeldangebote sind mitunter vielversprechend. Doch welche davon sind nur Lockangebote? ntv-Börsenreporter Raimund Brichta ordnet ein.

Vier Prozent aufs Tagesgeld - wo ist der Haken?
16:06 Uhr

KI-Optimismus treibt Wall Street an

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Spekulationen auf weitere Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz treiben die US-Börsen zu Wochenbeginn in die Nähe neuer Rekordhochs. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg zur Eröffnung um 0,25 Prozent auf 51.161 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 zeigte sich stabil bei 7582 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen leicht um knapp 0,1 Prozent auf 26.953 Punkte nach. Vor allem Kursgewinne bei Nvidia und Microsoft drängten bei den Anlegern die anhaltenden Sorgen über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran in den Hintergrund.

Nvidia kletterten um mehr als drei Prozent, nachdem der KI-Chip-Hersteller zuvor einen neuen Prozessor vorgestellt hatte, der KI-Funktionen direkt in Laptops und Desktop-Computer integriert. Microsoft gewannen ebenfalls mehr als drei Prozent. Bei anderen Halbleiterwerten fiel die Reaktion gemischt aus: Während Micron mehr als sechs Prozent auf bis zu 1036 Dollar zulegten und damit erstmals die Marke von 1000 Dollar knackten, brachen Qualcomm um rund sechs Prozent ein. Auch die PC-Chiphersteller AMD und Intel gaben drei beziehungsweise vier Prozent nach.

KI-Optimismus treibt Wall Street an
15:57 Uhr

Dax fällt unter 25.000

Europas Börsen haben die Gewinne abgegeben und sind ins Minus gedreht. Der Dax verlor 0,6 Prozent auf 24.958 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 6025 Stellen. Im Handel wurde auf Berichte verwiesen, laut denen ein Waffenstillstand im Libanon Bestandteil einer Einigung zwischen dem Iran und der USA sein müsste. Israel hat zuletzt die Offensive im Nachbarland ausgeweitet. Wirklich überraschend sei das allerdings nicht, hieß es in Frankfurt.

Dax fällt unter 25.000
15:40 Uhr

Erholungspotenzial des Euro begrenzt 

Ein Ende des Iran-Krieges und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus würden dem Euro zwar eine Erholung gegenüber dem US-Dollar ermöglichen, die Gewinne dürften aber begrenzt sein, schreibt Jane Foley von der Rabobank in einer Research Note. "Während eine Zinssenkung der Federal Reserve im Oktober dem Euro in der zweiten Jahreshälfte einen Aufwärtstrend ermöglichen sollte, erwarten wir nicht, dass der [Euro gegenüber dem Dollar] in diesem Zeitraum deutlich an Fahrt gewinnen wird."

Der Markt habe bereits zwei Zinserhöhungen der EZB in diesem Zeitraum eingepreist und der Gegenwind für das Wachstum in der Eurozone bedeute, dass der Euro in diesem Jahr Schwierigkeiten haben könnte, 1,20 Dollar zu erreichen, meint sie. Der Euro fällt um 0,1 Prozent auf 1,1646 US-Dollar.

Erholungspotenzial des Euro begrenzt 
15:17 Uhr

Milliardendeal in Drohnenabwehr-Branche

Motorola Solutions kauft im Bereich der Anti-Drohnen-Technologie zu. Das US-Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Übernahme von D-Fend Solutions für 1,5 Milliarden Dollar vereinbart. Die Sicherung des Luftraums gegen unbefugte Drohnen sei eine rasant wachsende globale Notwendigkeit, so Motorola Solutions. Private und kommerzielle Drohnen würden immer häufiger für böswillige Aktivitäten genutzt. Die Technologie von D-Fend hilft autorisierten Drohnen bei der Erfüllung zugewiesener Aufgaben. Sie isoliert feindliche Drohnen und entfernt diese sicher aus dem Luftraum. Dies hilft, Kollateralschäden und kostspielige flächendeckende Abschaltungen zu vermeiden.

Milliardendeal in Drohnenabwehr-Branche
14:50 Uhr

Goldpreis gibt nach

Der Goldpreis gibt leicht nach, da die Märkte auf Anzeichen für Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran warten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine Einigung über das iranische Atomprogramm bleiben die wichtigsten Knackpunkte. Trump habe gesagt, in dem vorgeschlagenen Abkommen sei klar festgelegt, dass Teheran keine Atomwaffe haben werde, während die iranischen Unterhändler auf eine Lockerung der Sanktionen und das Einfrieren von Vermögenswerten gedrängt hätten. Die großen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Seiten blieben ungelöst und militärische Spannungen in der Nähe der Meerenge würden die geopolitischen Risikoprämien an den Märkten anheizen, so die Analysten von Guoxin Futures. Der Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen schwanken weiterhin auf hohem Niveau, was den Edelmetallen keinen klaren Richtungsimpuls gibt. Gold notiert 0,7 Prozent niedriger bei rund 4507 Dollar je Unze.

Goldpreis gibt nach
14:25 Uhr

Moderna entwickelt Impfstoff gegen Ebolavirus im Kongo

Der US-Biotechkonzern Moderna entwickelt mit Unterstützung der internationalen Impfallianz CEPI einen Impfstoff gegen das Bundibugyo-Ebolavirus. Damit reagieren die Partner auf den anhaltenden Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wie Moderna mitteilte. Gesundheitsbehörden weltweit suchen derzeit mit Hochdruck nach medizinischen Lösungen, um die Ausbreitung einzudämmen. Bislang wurden mehr als 900 Verdachtsfälle und über 220 mutmaßliche Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheitswelle registriert.

CEPI stellt Moderna bis zu 50 Millionen Dollar für die präklinische Entwicklung und erste klinische Tests des Impfstoffkandidaten zur Verfügung. Zudem investiert CEPI nach eigenen Angaben zunächst maximal 8,6 Millionen Dollar in ein Vakzin, das von der Universität Oxford und dem Serum Institute of India entwickelt wird. Weitere 3,2 Millionen Dollar fließen in ein Projekt der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI).

Moderna entwickelt Impfstoff gegen Ebolavirus im Kongo
14:00 Uhr

Bitcoin fällt

Der Bitcoin steht unter Druck, da die Beschlagnahmung iranischer Kryptowährungsbestände durch die USA die Stimmung belastet, schreibt Chris Beauchamp von IG in einem Kommentar. Finanzminister Scott Bessent habe am Freitag gesagt, die USA hätten im Rahmen der Kampagne "Operation Economic Fury" iranische Krypto-Vermögenswerte im Wert von rund einer Milliarde Dollar beschlagnahmt, um die Einnahmequellen des Iran zu drosseln. "In einer Welt, in der Kryptowährungen darum kämpfen, die Aufmerksamkeit zu halten, die sie einst hatten, sind solche Nachrichten kaum hilfreich", meint Beauchamp.

Eine weitere Bedrohung für den Bitcoin sei eine Umkehr der jüngsten, von künstlicher Intelligenz angetriebenen Rally bei US-Aktien, angesichts der anhaltenden Schließung der Straße von Hormus und des Abbaus der Rohöllagerbestände, meint er. Der Bitcoin fällt um 1,4 Prozent auf 72.607 US-Dollar, wie Daten von LSEG zeigen.

Bitcoin fällt
13:41 Uhr

Wall Street dürfte Rekordserie fortsetzen

Die US-Börsen dürften zum Start in die neue Woche auf Rekordkurs bleiben, auch wenn die Kursgewinne zunächst eher klein ausfallen dürften. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen vorbörslich etwa 0,2 Prozent im Plus. Die Anleger setzen offenbar weiter auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran, auch wenn sich beide Seiten neue Scharmützel geliefert haben. Zusätzlich erschwert werden die Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch einen neuen Vorstoß israelischer Streitkräfte in den Libanon.

An Konjunkturdaten werden heute der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe und die Bauausgaben jeweils aus dem April veröffentlicht. Unternehmensnachrichten sind rar. Nach Börsenschluss wird Hewlett Packard Enterprise die Zahlen des zweiten Geschäftsquartals vorlegen.

Wall Street dürfte Rekordserie fortsetzen
13:25 Uhr

US-Investor prüft Übernahme: Easyjet-Aktie schießt hoch

Easyjet pocht angesichts einer möglichen Übernahmeofferte des US-Investors Castlelake auf möglichst gute Konditionen für seine Aktionäre. Der Aktienkurs der britischen Airline stehe wegen der Lage im Nahen Osten und deren Folgen für das Verbrauchervertrauen und die Treibstoffkosten unter Druck, teilte das Unternehmen mit. Bisher habe es weder Gespräche mit Castlelake gegeben noch einen Vorschlag des US-Unternehmens. Die Easyjet-Aktie stieg in London um 6,3 Prozent.

Der Verwaltungsrat von Easyjet werde jedes Angebot von Castlelake prüfen und sei sich der Aufgabe bewusst, den Wert für die eigenen Aktionäre zu maximieren. Castlelake hatte am Freitag bestätigt, über eine Übernahmeofferte für Easyjet nachzudenken. Die Überlegungen befänden sich aber noch in einem frühen Stadium.

US-Investor prüft Übernahme: Easyjet-Aktie schießt hoch
13:01 Uhr

"SpaceX lenkt von eigentlicher technischer Revolution ab"

Der Boom der Chiphersteller setzt sich fort - "das Halbleitersegment explodiert aktuell", beschreibt Börsenexperte Ascan Iredi. Nvidia sei weiterhin "the place to be", obwohl sich im Juni alle auf den SpaceX-Börsengang konzentrieren würden. Dies lenke von der eigentlichen technischen Revolution ab.

"SpaceX lenkt von eigentlicher technischer Revolution ab"
12:45 Uhr

Gute PMIs kommen nicht am Markt an - Geldmenge M3 bremst

Trotz überwiegend guter Konjunkturbotschaften von der Revision der Einkaufsmanager-Indizes (PMI) springt der Funke nicht an Europas Börsen über. Dabei ist selbst Deutschland unerwartet knapp über der Expansionsmarke von 50 Punkten geblieben. Angesichts der Auftrags- und Produktionsschwäche hatten Volkswirte mit einer Revision unter diese Marke gerechnet.

Als Bremsklotz erweisen sich unter anderem die Daten der EZB zum Wachstum der Geldmenge M3. Mit plus 2,7 Prozent blieb es im April klar hinter der Erwartung von plus 3,2 Prozent. Dies wird im Markt als gesunkene Investitionsbereitschaft der Unternehmen interpretiert. Zumindest gilt das für den Euro-Raum, der unter abgezogenen Investitionen in Richtung USA leidet.

Gute PMIs kommen nicht am Markt an - Geldmenge M3 bremst
12:33 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Der europäische Geldmarkt ist wenig verändert in den neuen Monat gestartet. Stabil zeigen sich die Zinserwartungen am Markt. Laut der Deutschen Bank werden für den Euroraum bis Jahresende Zinserhöhungen von 53 Basispunkten eingepreist. Das entspricht den Erwarungen von Ökonomen, die für das Restjahr zwei Zinserhöhungen durch die EZB einpreisen, eine erste in der kommenden Woche.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,83 - 2,13 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 2,16 - 2,46 (2,00 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,20 - 2,45 (2,09 - 2,39), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,21 - 2,31), 12-Monats-Geld: 2,58 - 2,71 (2,61 - 2,78), Euribors: 29.05. 28.05. 3 Monate: 2,268 2,231, 6 Monate: 2,547 2,502, 12 Monate: 2,804 2,761

Neues vom Geldmarkt
12:15 Uhr

Folgt der neue Berkshire-Chef Warren Buffetts Strategie?

Für 8,5 Milliarden US-Dollar übernimmt Berkshire Hathaway das Wohnungsbauunternehmen Taylor Morrison. Der neue Konzernchef Greg Abel setzt damit erste eigene Akzente - bleibt der Strategie von Investmentlegende Warren Buffett aber treu, sagt ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.

Folgt der neue Berkshire-Chef Warren Buffetts Strategie?
12:09 Uhr

Dax mit kleinem Plus - Ölpreise steigen deutlich

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nur wenig bewegt. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,2 Prozent auf 25.162 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 6049 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1650 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI legten um 2,5 beziehungsweise 3,1 Prozent auf 93,86 beziehungsweise 90,53 Dollar zu..

Dax mit kleinem Plus - Ölpreise steigen deutlich
11:50 Uhr

OECD: Mehrheit der chinesischen Marktanteilsgewinne durch Subventionen

Der größte Teil des Anstiegs des globalen Marktanteils chinesischer Unternehmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist auf staatliche Subventionen zurückzuführen. Laut einer Mitteilung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhielten sie drei- bis achtmal mehr Unterstützung als ihre Konkurrenten. Die Analyse der Forschungsorganisation befasst sich mit den Subventionen, die große Unternehmen in 15 Industriesektoren zwischen 2005 und 2024 erhalten haben. Sie wird zu einer Zeit veröffentlicht, in der die Spannungen zwischen der Europäischen Union und China zunehmen, da sich das Handelsdefizit der EU gegenüber China vergrößert hat.

Die Analyse basiert auf der Datenbank "Manufacturing Groups and Industrial Corporations" der OECD, die Schätzungen zu Subventionen und Finanzinformationen für 525 der weltweit größten Konzerne des verarbeitenden Gewerbes aus 15 wichtigen Industriesektoren enthält.

OECD: Mehrheit der chinesischen Marktanteilsgewinne durch Subventionen
11:26 Uhr

Rüstungskonzern rechnet mit mehr Barmittelzufluss

Neues von Hensoldt: Der Rüstungskonzern schraubt angesichts höherer Anzahlungen seine Prognose für den Barmittelzufluss in die Höhe. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Free Cash Flow, der etwa der Hälfte des bereinigten Betriebsgewinns entspricht. Bislang war der Sensor- und Radarspezialist von rund 40 Prozent des Gewinns ausgegangen.

Die höhere Prognose spiegle die starke Cash-Dynamik des Geschäfts wider, sagte Hensoldt-Finanzchef Christian Ladurner. "Beschleunigte Beschaffungsprozesse und höhere Kundenanzahlungen unterstützen unsere Fähigkeit, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die aktuelle und zukünftige Kundennachfrage zu bedienen." Bei den anderen Kennzahlen bleibe Hensoldt bei seiner bisherigen Vorhersage. 

Rüstungskonzern rechnet mit mehr Barmittelzufluss
11:01 Uhr

45-Milliarden-Euro-KI-Deal geht nicht nach Deutschland

Gute Nachrichten für französische KI-Zulieferer sehen Händler in dem Investitionsschub von Softbank in Frankreich. Anders als Deutschland ist es Staatschef Emmanuel Macron gelungen, den japanischen Technologiekonzern als Investor zu gewinnen. Softbank will 45 Milliarden Euro in den Ausbau von KI-Rechenzentren in Frankreich stecken. Die Komponenten sollen zusammen mit Schneider Electric hergestellt werden. 

45-Milliarden-Euro-KI-Deal geht nicht nach Deutschland
10:35 Uhr

Zwischen Inflation und KI-Boom: Wohin steuern die Märkte?

Iran-Krieg, Ölpreis, Inflation und der KI-Boom prägen das aktuelle Marktgeschehen. Wie sich Anleger und Trader in diesem Umfeld positionieren können, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas und dem Finanzjournalisten Egmond Haidt.

Zwischen Inflation und KI-Boom: Wohin steuern die Märkte?
10:11 Uhr

Rote Welle bei den Rüstungswerten

Etwas überrascht über das Minus der globalen Rüstungswerte zeigen sich Börsianer. "Das zeigt, dass der Markt eine Iran-USA-Einigung spielt, auch wenn es absolut keine belastbaren Hinweise dafür gibt", sagt ein Händler. Schon in Südkorea und Japan hätten sich Branchenwerte wie Hanwha (minus drei Prozent) schwächer gezeigt. In Europa setzt sich das fort, der Sektor-Index ist mit zwei Prozent der schwächste aller Branchen. Für Thales, BAE Systems sowie Saab und Dassault Aviation geht es um bis zu 2,5 Prozent abwärts. Rheinmetall fallen um 0,9 Prozent und Hensoldt um 2,5 Prozent.

Rote Welle bei den Rüstungswerten
09:50 Uhr

Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise

Die Eskalation im Nahen Osten und Berichte über neue iranische Seeminen in der Straße von Hormus treiben die Ölpreise an. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 93,08 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,6 Prozent fester bei 89,63 Dollar. Analyst Tony Sycamore von IG warnt, dass selbst bei einem Waffenstillstand die Räumung der Minen Zeit in Anspruch nehmen werde und eine schnelle Entlastung beim Angebot ausbleiben dürfte.

Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise
09:32 Uhr

"Einzelhandelsumsatz hat einen Knacks" 

Der deutsche Einzelhandel ist schwach ins Frühjahrsquartal gestartet. Der Umsatz wuchs im April nur dank Preiserhöhungen um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Inflationsbereinigt (real) gab es dagegen einen Rückgang von 0,3 Prozent - das vierte Minus in Folge. Ökonomen hatten hier sogar einen Rückgang von 0,5 Prozent vorausgesagt. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die realen Umsätze um 0,3 Prozent.

Experten führen das schwache Abschneiden auf die erhöhte Inflation infolge der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiepreise zurück, die an der Kaufkraft der Kunden nagt. "Der Einzelhandelsumsatz hat einen Knacks, von dem er sich zurzeit nicht erholt", sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. "Mit den gestiegenen Energiepreisen liegt die Ursache auf der Hand." Wegen der hohen Unsicherheit dürften die Verbraucher ihr Geld vorerst beisammen halten.

"Einzelhandelsumsatz hat einen Knacks" 
09:16 Uhr

Es ist noch Luft nach oben

Der Dax startet verhalten in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex hatte zwar in der Vorwoche und auch in der gesamten Mai-Bilanz Gewinne verbucht. Eine klare Richtung lässt sich aber auch weiterhin nicht ausmachen. Der Grund liegt in der verfahrenen Situation im Nahen Osten. Aktuell notiert der Dax im Bereich von 25.130 Punkten, nachdem er am Freitag mit 25.105 Zählern geschlossen hatte.

Es ist noch Luft nach oben
08:59 Uhr

Toyota ist nicht mehr Japans wertvollster Konzern

Zum Start in die neue Woche lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Auf der Stimmung lastet vielerorts der ungelöste Nahostkonflikt. Die Ölpreise ziehen wieder an in Reaktion auf den jüngsten Vorstoß israelischer Streitkräfte im Libanon.

Technologiewerte profitieren derweil weiter von KI-Euphorie. Das zeigt sich besonders am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi steigt nach starken Exportdaten um 4,4 Prozent auf ein Rekordhoch. Im Mai stiegen die südkoreanischen Exporte so stark wie zuletzt vor rund 40 Jahren. Die durch künstliche Intelligenz (KI) angetriebene Nachfrage nach Chips ließ den Wert der Lieferungen auf ein Rekordhoch steigen. Die Aktien von LG Electronics machen einen Satz von rund 30 Prozent. Samsung Electronics verteuern sich um gut 9 Prozent. SK Hynix hinken mit einem Plus von 1,3 Prozent hinterher. Medienberichten zufolge wird Nvidia-CEO Jensen Huang Ende dieser Woche nach Südkorea reisen, um Vertreter der dortigen Chipbranche zu treffen. Das befeuere die KI-Euphorie zusätzlich, heißt es.

Am japanischen Aktienmarkt klettert der Nikkei um 0,9 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix liegt derweil 0,5 Prozent im Minus. Gebremst wird der Index von Kursverlusten im Autosektor, während Technologiewerte auch hier gefragt sind. Softbank verbessern sich um 11,4 Prozent und überholen damit Toyota Motor als wertvollstes japanisches Unternehmen. Im Chipsektor geht es für Kioxia um 8,5 und für Fujitsu um 8,9 Prozent nach oben.

Toyota ist nicht mehr Japans wertvollster Konzern
08:36 Uhr

Die Situation ist verfahren

Mit einer Fortsetzung der abwartenden Seitwärtsbewegung rechnen Händler zum Start in die neue Handelswoche. Die Ölpreise legen zwar wieder um gut 2 Prozent zu, echte Enttäuschung über eine ausgebliebene Einigung zwischen den USA und dem Iran gibt es aber nicht. Der Aktienmarkt hatte den Beteuerungen der US-Administration schon am Freitag keinen Glauben geschenkt und daher auch keine Vorschusslorbeeren verteilt. Die Terminkontrakte auf den Dax geben nur 20 Punkte nach und notieren über der 25.100er-Marke.

US-Präsident Donald Trump sagte, man sei "nahe an einem sehr guten Deal", deutete jedoch als Alternative eine mögliche Rückkehr zu Kampfhandlungen an. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf erklärte aber, es werde keinen Deal geben, solange die Rechte Irans nicht gesichert seien. Sorgen macht sich der Markt inzwischen mehr über die Ausdehnung der Angriffe Israels auf den Libanon, die die USA/Iran-Verhandlungen gefährden könnten, denn Teheran hat ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und Libanon zu einer Bedingung für einen Deal gemacht.

Marktteilnehmer wollen darauf setzen, dass eine Lösung für die Situation in der Straße von Hormus gefunden wird, aber ein entsprechender Deal bleibt nach sieben Wochen Verhandlungen weiterhin aus", sagt Amarpreet Singh von Barclays Commodities Research. "Die Straße von Hormus bleibt geschlossen und unterbricht mehr als 15 Millionen Barrel pro Tag der weltweiten Ölversorgung", so Analysten von ANZ Research.

Die Situation ist verfahren
08:21 Uhr

LG-Aktie schießt fast 30 Prozent nach oben

Die Hoffnung auf eine engere Zusammenarbeit mit dem US-Chipkonzern Nvidia beflügelt die Aktien südkoreanischer Technologiekonzerne. Die Titel von LG steigen um fast 30 Prozent, die von Samsung um knapp zehn Prozent. Händler und Experten verweisen auf den Besuch von Nvidia-Chef Jensen Huang in Südkorea im Laufe der Woche und Treffen mit Managern der koreanischen Konzerne. "Jensens Besuch in Südkorea ist von großer Bedeutung. Nvidia braucht Südkorea", sagte Jeff Kim, Analyst bei KB Securities. Auch starke Exportdaten ermunterten die Anleger zu Aktienkäufen im südkoreanischen Technologiesektor. Die südkoreanischen Halbleiterausfuhren erreichten im Juni dank des KI-Booms ein Rekordhoch. 

LG-Aktie schießt fast 30 Prozent nach oben
08:03 Uhr

Ex-Fed-Chef Powell warnt 

Der frühere Chef der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, hat vor einer Politisierung der Zentralbank gewarnt. In seiner ersten öffentlichen Rede seit dem Ende seiner Amtszeit als Fed-Vorsitzender sagte Powell, demokratische Institutionen wie die Notenbank, Gerichte und Universitäten seien derzeit einem Stresstest ausgesetzt. Wenn eine Regierung einen Weg finde, Fed-Vertreter wegen politischer Differenzen zu entlassen, würden künftige Regierungen dies ebenfalls tun, sagte Powell bei der Verleihung des "John F. Kennedy Profile in Courage"-Preises. Die Öffentlichkeit würde dann das Vertrauen verlieren, dass die Notenbank ihre Entscheidungen ausschließlich im besten Interesse aller US-Bürger treffe. Er äußerte sich in seiner Rede nicht zur aktuellen Geldpolitik oder den wirtschaftlichen Aussichten.

Powells achtjährige Amtszeit als Fed-Chef war am 15. Mai zu Ende gegangen. Sein Nachfolger Kevin Warsh wurde am 22. Mai vereidigt. Powell entschied sich jedoch, weiterhin als Mitglied des Fed-Gouverneursrats im Amt zu bleiben. Er begründete diesen Schritt unter anderem mit anhaltenden Bedrohungen für die Unabhängigkeit der Fed. Die Entscheidung verhindert zugleich, dass US-Präsident Donald Trump vorerst ein weiteres Mitglied in das Gremium berufen kann. Trump hatte in der Vergangenheit versucht, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, Powells Rücktritt gefordert und strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Die Struktur der Fed soll sicherstellen, dass geldpolitische Entscheidungen frei von politischen Erwägungen getroffen werden.

Ex-Fed-Chef Powell warnt 
07:45 Uhr

Das ist los im Devisengeschäft

Die Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen in den USA und die Abhängigkeit Europas und Japans von Energieimporten stützen die US-Währung. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 159,46 Yen und legt leicht auf 6,7678 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,3 Prozent höher bei 0,7830 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1643 Dollar und zieht um 0,2 Prozent auf 0,9118 Franken an.

Das ist los im Devisengeschäft
07:28 Uhr

Berkshire Hathaway tätigt milliardenschweren Zukauf

Berkshire Hathaway baut sein Immobiliengeschäft mit einer milliardenschweren Übernahme aus. Der US-Konzern übernimmt das Wohnbauunternehmen Taylor Morrison in einer reinen Bartransaktion im Volumen von rund 8,5 Milliarden Dollar. Die Aktionäre sollen 72,50 Dollar je Anteilsschein erhalten, teilten die beiden Unternehmen mit. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die Transaktion bewertet das Eigenkapital von Taylor Morrison mit etwa 6,8 Milliarden Dollar. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Der Zukauf ist eine der ersten großen Weichenstellungen unter Abel, der das Ruder von Investorenlegende Warren Buffett übernommen hat. An den Finanzmärkten war zuletzt mit Spannung erwartet worden, wie der neue Konzernchef die auf den Rekordwert von 380,2 Milliarden Dollar angewachsenen Barreserven von Berkshire einsetzen wird. Auf der Hauptversammlung Anfang Mai hatte Abel den Aktionären einen besonnenen Umgang mit dem Kapital zugesichert. Er werde das Geld klug investieren, dabei jedoch an Buffetts Prinzip der Geduld festhalten.

Berkshire Hathaway tätigt milliardenschweren Zukauf
07:10 Uhr

Asien-Börsen trotzen Nahost-Sorgen

Der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) verleiht den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart Auftrieb. In Tokio steigt der Nikkei um 0,5 Prozent und knüpft damit an seine jüngsten Rekordhochs an. Auch die Börse in Südkorea verzeichnet ein Plus von 1,3 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans legt um 0,2 Prozent zu. Zu den großen Gewinnern zählt erneut der Markt in Taiwan, der von der Vorfreude auf den Auftritt von Nvidia-Chef Jensen Huang auf der Computex-Messe profitierte. Die starke Nachfrage nach Halbleitern überlagerte dabei die Sorgen der Anleger über die festgefahrenen Friedensgespräche im Nahen Osten.

In Japan bremsen jedoch steigende Kosten die Euphorie etwas. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie fiel im Mai leicht auf 54,5 Punkte. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere das Vorrücken Israels in den Libanon und die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, treiben die Rohstoffpreise in die Höhe. Um sich abzusichern, füllen viele japanische Unternehmen ihre Lager. "Die aktuelle Expansionsphase wird teilweise durch den Bestandsaufbau bei Herstellern und ihren Kunden angetrieben, die sich gegen Produktknappheit und Preisrisiken infolge des Krieges im Nahen Osten absichern wollen", erklärt S&P-Global-Ökonomin Annabel Fiddes.

Auch in China hinterlassen die weltweiten geopolitischen Spannungen gemischte Spuren. Zwar wuchs die Industrie laut dem privaten RatingDog-Index im Mai den sechsten Monat in Folge, doch fielen die neuen Exportaufträge erstmals seit fünf Monaten. Die hohen Energiepreise infolge der blockierten Straße von Hormus dämpfen die weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern. Dennoch zeigte sich RatingDog-Gründer Yao Yu zuversichtlich: "Insgesamt setzte der verarbeitende Sektor seine Expansion im Mai fort, wenn auch in langsamerem Tempo.

Asien-Börsen trotzen Nahost-Sorgen
06:54 Uhr

Japanisches Industriewachstum verlangsamt sich

Das Wachstum der japanischen Industrie hat sich im Mai wegen stark steigender Kosten infolge des Nahost-Konflikts leicht abgeschwächt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global fiel auf 54,5 Punkte von 55,1 Zählern im April, wie aus der Umfrage hervorgeht. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Das Barometer bleibt jedoch über der Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Die Produktion stieg den fünften Monat in Folge, wenn auch langsamer als im Vormonat. Dies lag den Angaben zufolge nicht nur an höheren Verkäufen, sondern auch am Aufbau von Lagerbeständen.

Japanisches Industriewachstum verlangsamt sich
06:36 Uhr

Chinas Industrie wächst langsamer

Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich im Mai verlangsamt. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf 51,8 Punkte von 52,2 Zählern im April, wie aus der Umfrage hervorgeht. Der Wert übertraf die Analystenprognose von 51,6 Punkten und blieb den sechsten Monat in Folge über der Marke von 50 Zählern, die Wachstum signalisiert. Die offizielle Umfrage der Regierung vom Sonntag hatte dagegen eine Stagnation der Industrieaktivität bei exakt 50 Punkten gezeigt. Während die Produktion und die Neuaufträge insgesamt weiter stiegen, schrumpfte das Exportgeschäft erstmals seit fünf Monaten. Dies sei ein frühes Zeichen dafür, dass steigende Energiepreise die weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern belasteten, hieß es in der Erhebung.

Chinas Industrie wächst langsamer
06:18 Uhr

Nvidia-Chef Huang meldet sich zu Wort

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Technologiemesse Computex in Taiwan hält Nvidia-Konzernchef Jensen Huang eine Rede. Sie wird sich neben Produktneuheiten wohl auch um die wachsende Bedeutung der Inselrepublik als Standort für KI-Rechenzentren drehen. Vor wenigen Tagen hatte der in Taiwan geborene Gründer des weltgrößten Chipkonzerns angekündigt, jährlich 150 Milliarden Dollar in das "Epizentrum der KI-Revolution" investieren zu wollen. Taiwan ist bislang vor allem als Lieferant hochmoderner Prozessoren bekannt. Mit 1500 Ausstellern erreicht die diesjährige Computex einen Rekord. Mit dabei sind unter anderem die Chefs von Intel, Qualcomm und Arm. 

Nvidia-Chef Huang meldet sich zu Wort
05:59 Uhr

Dax holpert sich einen ab

Mit dem Rekordhoch vor Augen dürften die Dax-Anleger in dieser Handelswoche das Ringen um Frieden im Nahen Osten fest im Blick behalten. Zuletzt machte die Aussicht auf eine verlängerte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Börsianern wieder etwas Mut. Der Dax schloss am Freitag mit 25.105 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von weniger als einem Prozent.  Für den Mai, der traditionell als eher schlechter Börsenmonat gilt, steht für den Dax damit ein Gewinn von knapp drei Prozent in den Handelsbüchern.

"Während der Iran-Konflikt die Weltwirtschaft zunehmend belastet und Inflation sowie Zinsen wieder anziehen, sorgen insbesondere Technologieunternehmen für eine erstaunliche Dynamik an den Börsen", sagen die Analysten der Weberbank. Die Nachfrage nach Rechenleistungen für Künstliche Intelligenz (KI) sei enorm. "Anders als in früheren Technologiephasen werden die steigenden Aktienkurse von stark wachsenden Unternehmensgewinnen getragen." Das gelte insbesondere für die US-Konzerne. Anleger werden auf Aussagen der Platzhirsche Nvidia und Intel auf der jährlichen Technologiemesse Computex achten, die vom zweiten bis fünften Juni in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh stattfindet.

Wichtige Konjunkturdaten könnten die Kurse in dieser Woche ebenfalls bewegen. Die Spannungen im Iran hinterlassen zunehmend Spuren in der Wirtschaft, vor allem wegen der steigenden Inflation. Die Schifffahrt durch die wichtige Wasserstraße von Hormus bleibt weitgehend lahmgelegt und die Ölpreise verharren auf hohem Niveau. "Es ist klar geworden, dass der Weg hin zu einer Verständigung zwischen den USA und dem Iran holpriger wird, als wir kurz nach Beginn des Kriegs angenommen hatten", sagen die Ökonomen der Commerzbank. "Wir erwarten nun im Rahmen eines Übergangsszenarios von zwei Monaten ein Wechselbad aus guten und schlechten Nachrichten."

Im Dax könnte es zu einem Stühlerücken kommen: Die Index-Tochter der Deutschen Börse, Stoxx, entscheidet am Mittwoch über die künftige Zusammensetzung der Dax-Indizes. Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank gute Aussichten auf einen Dax-Aufstieg. Auch die Lufthansa hat eine Chance auf eine Rückkehr in den Dax, nachdem die Airline den Wiederaufstieg in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst hatte. Als Wackelkandidaten für einen Abstieg aus dem Dax gelten der Online-Modehändler Zalando und die Porsche Holding. Erwartet wird die Entscheidung nach Börsenschluss, wirksam werden die Änderungen zum 22. Juni.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

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