Der Börsen-Tag
12. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
11:12 Uhr

Auftragsboom bei Nordex - Aktie legt kräftig zu

Nordex hat im dritten Quartal zahlreiche Aufträge eingeheimst. Der Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Servicegeschäft) habe von Juli bis September bei 2810 Megawatt (MW) gelegen, ein Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, teilte der Windkraftanlagenbauer mit.

Der Auftragseingang summiere sich in den ersten neun Monaten damit auf 7733 MW, einem Plus von 16 Prozent. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt Leistung habe im dritten Quartal bei rund 900.000 (Vorjahr: 930.000) Euro gelegen. Von Juli bis September hätten Kunden 427 Windkraftanlagen für Projekte in zehn Ländern bestellt. Die stärksten Einzelmärkte waren laut Nordex die Türkei, Deutschland und die USA. Die Nordex-Aktie gewinnt 2,9 Prozent.

Auftragsboom bei Nordex - Aktie legt kräftig zu
10:40 Uhr

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter in Brüssel. Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Die EU befürchtet, dass chinesische Autos europäische Hersteller vom Markt verdrängen könnten, weil sie billiger sind. 2024 hat die EU deshalb bereits Sonderzölle auf Elektroautos aus China verhängt. Seitdem verkauft China aber deutlich mehr Plugin-Hybride nach Europa. Die EU-Kommission schätzt nach Angaben von Beamten, dass ihre Zahl in diesem Jahr auf rund 800.000 steigen könnte. Künftig sollen die europäischen Zollbehörden keine Hybridautos aus Chinas mehr genehmigen, sobald die jährliche Obergrenze erreicht ist.

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe
10:15 Uhr

Vermögensaufbau-Gipfel 2026: So stellen Sie Ihre Altersvorsorge neu auf

Vermögensaufbaugipfel

Für Millionen Deutsche bedeutet das neue Altersvorsorgedepot einen Quantensprung: Dank großzügiger staatlicher Förderung können sie ab 2027 mit Fonds und ETFs bis zur Rente ein Vermögen aufbauen. Welche neuen Produkte gibt es? Und wie sollte die Anlage in Zeiten globaler Konflikte und technologischer Umbrüche ausgerichtet sein?

Auf dem Vermögensaufbau-Gipfel von Capital und ntv analysieren Ökonomen, Fondsmanager und Politiker die Lage und Aussichten an den Märkten. Sie diskutieren über langfristige Entwicklungen und erklären, wie sich Anleger am besten aufstellen - am 15. Oktober 2026 in Frankfurt am Main oder digital. Hier können Sie sich Tickets sichern.

Vermögensaufbau-Gipfel 2026: So stellen Sie Ihre Altersvorsorge neu auf
09:49 Uhr

VW-Absatzschwund beschleunigt sich - Riesenprobleme in China

Die Nachfrageschwäche bei Fahrzeugen von Volkswagen verschärft sich. Der konzernweite Absatz sei im dritten Quartal um 14,3 Prozent auf 1,88 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen, teilte der Wolfsburger Dax-Konzern mit. Der schwächste Markt war erneut China, wo die Verkäufe um 38,5 Prozent einbrachen. Lediglich in Zentral- und Osteuropa verbuchte VW ein Mini-Plus von 1,4 Prozent. Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres summiere sich der Absatz auf 6,01 Millionen Fahrzeuge. Dies sei ein Minus von neun Prozent. Das China-Geschäft schrumpfte in diesem Zeitraum um rund 30 Prozent.

Auf Markenebene mussten Volkswagen und Audi im dritten Quartal jeweils Rückgänge von knapp 20 Prozent hinnehmen. Skoda konnte den Absatz stabil halten. Ein Lichtblick war dagegen die Nutzfahrzeugsparte Traton. Sie wuchs um gut zehn Prozent. An der Börse legte die VW-Vorzugsaktie um 1,4 Prozent zu.

VW-Absatzschwund beschleunigt sich - Riesenprobleme in China
09:37 Uhr

Schwierige Gemengelage für die Weltwirtschaft

In Bangkok beginnt heute die siebentägige Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Das Treffen der Finanzminister und Notenbanker aus aller Welt wird überschattet von Konflikten im Nahen Osten, einem Energiepreisschock und weltweit steigenden Zinsen. Diese Faktoren bergen zusammen Risiken für das ohnehin schleppende globale Wirtschaftswachstum. Auf der Agenda der Beratungen stehen außerdem die hohe Staatsverschuldung mancher Länder, die die Renditen nach oben treibt, und die Auswirkungen auf die Finanzstabilität. Zudem rücken die wirtschaftlichen Folgen der Künstlichen Intelligenz in den Fokus.

Schwierige Gemengelage für die Weltwirtschaft
09:17 Uhr

Audis China-Geschäft bricht ein

Der Einbruch auf dem chinesischen Automarkt und die Zölle von US-Präsident Donald Trump setzen Audi unter Druck. Die Volkswagen-Tochter verkaufte nach Angaben in den ersten Monaten des laufenden Jahres 1,04 Millionen Autos, das sind 11,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Allein auf dem wichtigsten Einzelmarkt China brachen die Verkäufe um fast ein Viertel auf 328.042 Fahrzeuge ein, in den USA lag der Rückgang bei 17,3 Prozent auf 128.749 Autos.

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich weiter verschärft, hieß es. Hohe Kraftstoffpreise, intensiver Wettbewerb, steigender Exportdruck aus China sowie die Auswirkungen der US-Zölle erhöhten den Druck auf die gesamte Autoindustrie. Lichtblick bei Audi war dagegen das Europa-Geschäft, wo die Ingolstädter 1,3 Prozent mehr Fahrzeuge verkauften. In Deutschland waren es 1,8 Prozent mehr.

Audis China-Geschäft bricht ein
09:08 Uhr

Dax schraubt sich weiter nach oben

Der Dax setzt da an, wo er am Freitag aufgehört hat: Er legt zu. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.190 Punkten, nachdem er mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent und einem Stand von 25.087 Zählern ins Wochenende gegangen war. Der Ölpreis gibt zwar leicht nach, notiert aber nach wie vor über der 100-Dollar-Marke je Barrel Brent. Händler rechnen mit einem ruhigen Wochenstart, auch in Asien gab es keine großen Indexbewegungen.

Dax schraubt sich weiter nach oben
09:00 Uhr

Amazon will KI-Startup schlucken

Amazon verhandelt offenbar über die Übernahme des KI-Startups Decart für rund sieben Milliarden Dollar. Ein Abschluss könnte bald erfolgen, sofern die Gespräche nicht scheiterten oder ein anderer Interessent auftauche, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Das Startup hat nach eigenen Angaben das von Nvidia unterstützte Modell "Lucy" zur Echtzeit-Bearbeitung von Live-Videos sowie das Modell "Oasis" für simulierte Umgebungen zum Training von Robotik und autonomen Fahrsystemen entwickelt. Decart sammelte im Mai in einer von Radical Ventures angeführten Finanzierungsrunde 300 Millionen Dollar ein und gewann dabei Nvidia als neuen Investor. Das Unternehmen wurde dem Zeitungsbericht zufolge damals auf Basis von PitchBook-Daten mit knapp vier Milliarden Dollar bewertet. 

Amazon will KI-Startup schlucken
08:40 Uhr

Schwergewichte ziehen Kospi abwärts

Mehrheitlich mit leicht positiven Vorzeichen zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien zu Wochenbeginn. Der negative Ausreißer ist die Börse in Seoul, wo es nach der Feiertagspause am Freitag für den Kospi um 3,0 Prozent nach unten geht. Hier belasten die Abgaben der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix.

Zudem wartet der Markt mit Spannung auf die Quartalszahlen von Taiwan Semiconductor am Donnerstag, an dem der weltgrößte Chip-Hersteller voraussichtlich das sechste Quartal in Folge Rekordgewinne vermelden wird, da die Nachfrage nach KI-Chips weiterhin stark ist. Die Aktien von Taiwan Semiconductor liegen 0,4 Prozent im Minus. Dagegen steigen in Hongkong Tencent um 0,5 Prozent und Alibaba rücken um 1,5 Prozent vor.

Für den Hang-Seng-Index geht es um 0,1 Prozent aufwärts, der Shanghai Composite verliert dagegen 0,1 Prozent. In Tokio ruht zu Wochenbeginn der Börsenhandel aufgrund des Feiertages "Tag des Sports". In Australien geht es für den S&P/ASX-200 um 0,7 Prozent nach oben.

Übergeordnet sprechen Markteilnehmer von einer abwartenden Haltung der Teilnehmer. Es stehen im Wochenverlauf eine ganze Reihe von wichtigen US-Konjunkturdaten auf der Agenda. So am Mittwoch die US-Verbraucherpreise für September und das Beige Book der US-Notenbank, am Donnerstag folgen dann die Erzeugerpreise für September. Hier erhoffen sich die Teilnehmer Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank.

Schwergewichte ziehen Kospi abwärts
08:20 Uhr

Ruhiger Wochenstart erwartet

Europas Börsen dürften mit Aufschägen in die neue Woche starten. US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende mit sofortiger Wirkung eine "Energie-Waffenruhe" im ukrainisch-russischen Krieg erklärt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer "guten Nachricht", nun müsse die Waffenruhe nur noch umgesetzt werden. Derweil hat Russland die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur fortgesetzt. Trump hatte zudem eine Vereinbarung zur Lieferung russischen Diesels in die USA und den Weltmarkt verkündet.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage zu Wochenbeginn dünn - der Handel dürfte entsprechend ruhig verlaufen. Aufgrund des "Columbus Day" bleiben die US-Anleihebörsen geschlossen. Zunehmend dürfte die Berichtssaison Akzente setzen. Strategen setzen ähnlich wie bereits im zweiten Quartal auf ein gutes drittes, was zu einer wichtigen Stütze der Börsen werden könnte.

Ruhiger Wochenstart erwartet
08:07 Uhr

Der Autosektor blickt nach Paris

Auf dem Pariser Autosalon zeichnet sich ein Kräftemessen zwischen europäischen und chinesischen Autobauern ab. Mit einer Rekordzahl von 20 Marken aus der Volksrepublik, darunter BYD und Chery, verdoppelt sich die chinesische Präsenz im Vergleich zur vorherigen Messe im Jahr 2024. Heimische Hersteller wie Volkswagen und Stellantis stehen wegen der Konkurrenz, einer schwachen Nachfrage und hoher Kosten für den Übergang zur Elektromobilität unter Druck. Sie wollen mit der Vorstellung neuer, erschwinglicherer Elektromodelle ihre Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen.

Der Autosektor blickt nach Paris
07:45 Uhr

Nobelpreis-Finale: Wer bekommt den Wirtschaftspreis?

Das letzte Nobelpreis-Geheimnis in diesem Jahr wird heute in Stockholm gelüftet: Frühestens um 11.45 Uhr wird bekannt gegeben, wer den Wirtschaftspreis in Gedenken an Alfred Nobel bekommt. Spannend dürfte sein, ob diesmal eine Frau mit der prestigeträchtigen Auszeichnung geehrt wird. Bislang sind unter den 99 Preisträgerinnen und Preisträgern nur drei Frauen. Damit ist der Wirtschaftspreis der Nobelpreis, der in der Vergangenheit am seltensten Frauen zugesprochen wurde.

Im Vorfeld wurden zahlreiche Namen gehandelt, darunter auch der Ökonom Michael Woodford von der Columbia University. Er hat theoretische Grundlagen für die sogenannte "Forward Guidance" gelegt, mit der Zentralbanken den Finanzmärkten Orientierungshilfen zum weiteren Kurs an die Hand geben. Als mögliche Kandidaten für den von der schwedischen Notenbank gestifteten Preis gelten auch Susan Athey von der Universität Stanford und Hal Varian von der Universität Berkeley, die zur Ökonomie der Informationstechnologie forschen.

Der Wirtschaftspreis geht als einzige Auszeichnung nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurück und heißt deshalb offiziell auch nicht Nobelpreis. Er wird erst seit 1969 vergeben.

Nobelpreis-Finale: Wer bekommt den Wirtschaftspreis?
07:28 Uhr

Wie ist es um VW bestellt?

Europas größter Autobauer Volkswagen legt seine Absatzzahlen für das dritte Quartal vor. Der Konzern leidet derzeit insbesondere unter dem Zusammenbruch des chinesischen Marktes, der jahrelang die wichtigste Einnahmequelle war. Dazu kommt die harte Konkurrenz durch chinesische Anbieter auf dem europäischen Heimatmarkt. Ein Lichtblick ist hier die steigende Nachfrage nach Elektroautos.

Wie ist es um VW bestellt?
07:10 Uhr

Ölpreise zwischen Huthi-Angriffen und Trump-Äußerungen

Am Rohstoffmarkt geben die Notierungen nach, da die Aussicht auf höhere russische Exporte die Sorgen über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten überwiegt. Zwar stützen Angriffe der Huthi-Miliz auf den Flughafen in Riad und auf Tanker in der Straße von Hormus die Preise zunächst, doch Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe sorgt für Entspannung. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 1,6 Prozent auf 103,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,9 Prozent schwächer bei 90,09 Dollar.

Ölpreise zwischen Huthi-Angriffen und Trump-Äußerungen
06:53 Uhr

Tencent-Pläne schüren Ängste

Die asiatischen Aktienmärkte kommen zum Wochenstart angesichts der anlaufenden US-Berichtssaison und geopolitischer Unsicherheiten kaum vom Fleck. Der Shanghai Composite bewegt sich kaum und bleibt fast unverändert bei 3810,15 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,1 Prozent auf 4312,02 Punkte. An der japanischen Börse wird dagegen feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Im Fokus der Anleger in China steht der Technologiekonzern Tencent. Das Unternehmen plant die Ausgabe von Anleihen in US-Dollar und Offshore-Yuan, um sich frisches Kapital zu sichern. Weltweit nutzen Tech-Konzerne derzeit den Anleihemarkt, um die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren, was jedoch zunehmend Sorgen über die Refinanzierungskosten weckt. "Insgesamt deuten die größeren Spreads darauf hin, dass die Anleger sich fragen, ob die KI-Einnahmen mit den steigenden Kreditkosten Schritt halten können", sagte die Ökonomin My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Die Emission von Unternehmensanleihen werde die Kosten in den kommenden Jahren in die Höhe treiben.

Tencent-Pläne schüren Ängste
06:35 Uhr

Industrie warnt vor zunehmender russischer Sabotage 

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer wachsenden Gefahr durch russische Sabotageakte gegen heimische Unternehmen. Die Industrie stelle sich darauf ein, dass die Bedrohung anhalte und die Angriffsmethoden vielfältiger würden, sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch der Zeitung "Handelsblatt". Unternehmen gerieten nicht zufällig ins Visier. Russische Einfluss- und Sabotageaktivitäten seien längst kein abstraktes Szenario mehr. Unternehmen, kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten stünden bereits heute im Fokus der Angriffe. Eine leistungsfähige Industrie sei die Voraussetzung für die Verteidigungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit.

Der Schutz der Wirtschaft müsse deshalb ein Grundbaustein der nationalen Sicherheit sein und politische Priorität haben, forderte Lösch vor dem Hintergrund der jüngsten Russlandwarnung des Bundesnachrichtendienstes (BND). Es brauche eingespielte Prozesse und einen engen Austausch zwischen Staat und Wirtschaft, da sich Art und Ziel möglicher Angriffe nur schwer vorhersagen ließen. Der Verband sehe bei der Abwehr jedoch erhebliche Defizite. Die größte Schutzlücke liege beim Übergang von Warnungen der Sicherheitsbehörden zum Handeln. Unternehmen würden zwar zunehmend über Gefährdungen informiert und die Zusammenarbeit mit den Behörden habe sich deutlich verbessert. "Was weiterhin fehlt, sind gemeinsame Verfahren, um aus Warnungen schnell konkrete Maßnahmen abzuleiten", sagte Lösch.

Industrie warnt vor zunehmender russischer Sabotage 
06:17 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel behauptet der Dollar seine jüngsten Gewinne, da die drohende Intervention der japanischen Notenbank Spekulanten vorerst abschreckt. Die US-Währung gewinnt geringfügig auf 158,19 Yen und legte licht auf 6,6922 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar etwas auf 0,8296 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro angesichts der Sorgen über die Staatsdefizite in Europa fast unverändert bei 1,1210 Dollar und zieht leicht auf 0,9299 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

"An Börsen staut sich wachsendes Korrekturpotenzial auf"

Die Turbulenzen am Öl- und Anleihemarkt werden die Anleger wohl auch in dieser Handelswoche beschäftigen. "Die angespannte Stimmung an den Finanzmärkten dürfte bis mindestens Anfang November - dem Termin der US-Zwischenwahlen - anhalten", kommentieren die Experten der Helaba. "Vielleicht ergibt sich dann wenigstens eine Lösung im US-Iran-Konflikt." Die entscheidende Frage für die Märkte sei derzeit, ob die Unternehmensgewinne hoch genug blieben, um die Belastung durch gestiegene Finanzierungskosten aufzufangen, sagt Analystin Daniela Hathorn vom Broker Capital.com. Im Blick stehe dabei nach wie vor vor allem der Technologiesektor.

Die Kluft zwischen dem Dax und den technologielastigen US-Indizes, die in der alten Woche neue Rekorde verzeichnet haben, weite sich dabei laut Ulrich Kater von der DekaBank erneut aus. "Das wirft die Frage auf, wie nachhaltig der Anstieg ist." Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Tage schloss der deutsche Leitindex am Freitag bei 25.087 Punkten und damit unter dem Vorwochenschluss.

Bislang hätten die Aktienmärkte den stetigen Renditeanstieg recht gut wegstecken können, die Korrelation zwischen Aktien- und Rentenkursen sei jedoch stark gestiegen, kommentierten die LBBW-Analysten. "Damit staut sich an den Börsen ein wachsendes Korrekturpotenzial auf."

Die Anleiherenditen zeigten auf Wochensicht zwar Anzeichen einer Stabilisierung, lagen jedoch weiterhin nahe ihren Mehrjahreshochs. Im Fokus der europäischen Rentenmärkte stand Frankreich, wo die Aussichten für die Staatsfinanzen mittelfristig herausfordernd bleiben. Nach oben trieben die Renditen zudem Inflations- und Zinsängste der Anleger infolge der hartnäckig hohen Energiekosten.

Im Mittelpunkt dieser Konjunkturdatenwoche steht daher der US-Inflationsbericht am Mittwoch. "Im September sind die US-Verbraucherpreise wohl deutlich gestiegen, wofür hauptsächlich teureres Benzin verantwortlich war", prognostiziert Commerzbank-Ökonom Christoph Balz. Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel dürfte zwar moderater ausfallen. "Aber dies wird die Notenbank wohl nicht von einer weiteren Zinserhöhung im Dezember abhalten."

Im Fokus steht zudem der Auftakt der Bilanzsaison in den USA mit den Quartalsergebnissen großer Banken. Die Anleger wollen laut Experten vor allem wissen, wie sich der jüngste starke Anstieg der Anleiherenditen auf das Geschäft mit Übernahmen, die Kreditvergabe und die Refinanzierungskosten auswirkt. Vier der sechs größten US-Geldhäuser, JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo, legen ihre Ergebnisse am Dienstag vor. Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

"An Börsen staut sich wachsendes Korrekturpotenzial auf"