Der Börsen-Tag
15. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
15:25 Uhr

Brichta: Der Markt hat den Tankrabatt längst ersetzt

Ende Juni läuft der Tankrabatt aus. Trotzdem müssen Autofahrer keinen Preisschock bei Benzin und Diesel fürchten, sagt ntv-Börsenreporter Raimund Brichta. Denn der Ölmarkt hat sich spürbar entspannt, und zwar auch schon vor dem Iran-Deal.

Brichta: Der Markt hat den Tankrabatt längst ersetzt
15:08 Uhr

Wachstum der Industrie im Staat New York verlangsamt sich

Die Industrieaktivität im Staat New York ist im Juni weniger stark als erwartet gewachsen. Dies geht aus der jüngsten monatlichen Ausgabe des Empire State Manufacturing Survey hervor. Die Federal Reserve Bank of New York teilte mit, ihr landesweiter Index für die Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe sei im Juni langsamer gewachsen. Der Indexwert fiel auf 5,7 von 19,6 im Mai. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten im Konsens einen Wert von 13,9 erwartet.

Die-Skyline-von-Manhattan
Die Skyline von Manhattan. (Archivbild) (Foto: Mark Lennihan/AP/dpa)

Der Index für die Auftragseingänge fiel auf 3,5, was auf einen leichten Anstieg der Aufträge hindeutet. Der Index für die Auslieferungen lag bei 8,6 und deutete auf einen moderaten Anstieg der Lieferungen hin. Die Auftragsbestände hätten zugenommen, so die New Yorker Fed.

Wachstum der Industrie im Staat New York verlangsamt sich
14:45 Uhr

Milliarden-Übernahme lässt Fox-Aktie abstürzen

Die geplante Übernahme der Streaming-Plattform Roku schickt die Aktien von Fox Corp auf Talfahrt. Die Papiere des US-Medienkonzerns brechen im vorbörslichen US-Handel mehr als 13 Prozent ein, nachdem Fox einen 22-Milliarden-Dollar-Übernahmedeal für Roku unterzeichnet hat. Die Anteilsscheine von Roku ziehen dagegen knapp drei Prozent auf 147,62 Dollar an.

imago0080288783h
(Foto: imago/Levine-Roberts)

Am Freitag hatten sie sich bereits um rund 20 Prozent verteuert, nachdem die Finanznachrichtenagentur Bloomberg über die Verkaufsgespräche berichtet hatte. Der Kaufpreis von 160 Dollar je Aktie entspreche einem Aufschlag von 11,4 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs von Roku. Das fusionierte Unternehmen wird nach Angaben der Unternehmen gemessen am Zuschaueranteil zum drittgrößten Akteur im US-Fernsehen.

Milliarden-Übernahme lässt Fox-Aktie abstürzen
14:15 Uhr

IW-Studie zu fehlenden Arbeitskräften in Deutschland bis 2036

Der Renteneintritt der sogenannten Babyboomer trifft den deutschen Arbeitsmarkt laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) stärker als bislang befürchtet. Bis 2036 schrumpfe die Erwerbsbevölkerung um rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte, erklärte das arbeitgebernahe Institut. Vor zwei Jahren hatte das IW noch mit einer Lücke von drei Millionen gerechnet. Grund für die neue Prognose ist demnach, dass die Bevölkerung hierzulande früher schrumpft.

Im Jahr 2024 rechnete das IW nach eigenen Angaben noch mit einem Wachstum Deutschlands auf 85 Millionen Einwohner bis 2040. Doch inzwischen schrumpfe die Bevölkerung, erläuterte das Institut: 2025 ging sie erstmals seit vielen Jahren zurück, und zwar um 100.000 Menschen. Bis 2040 werde sie demnach auf unter 82 Millionen sinken. 

IW-Studie zu fehlenden Arbeitskräften in Deutschland bis 2036
13:47 Uhr

SpaceX-Aktie vorbörslich mit dickem Gewinn

Die Wall Street dürfte sich heute in den Reigen der global sehr festen Börsen einreihen. Die Aktienmärkte feiern die Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs - vor allem aber die für Freitag geplante Öffnung der Seestraße von Hormus. Die stark gesunkenen Ölpreise dämpfen Inflationssorgen, was für zusätzliche Spannung bei den in dieser Woche stattfindenden Notenbanksitzungen sorgt. Von der US-Notenbank wird am Mittwoch zwar kein Zinsschritt erwartet, am Zinsterminmarkt ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September allerdings um knapp zehn Prozentpunkte auf gut 25 Prozent gesunken. Entsprechend sinken die Renditen am Anleihemarkt, im Zehnjahresbereich um vier Ticks auf 4,45 Prozent,

Unter den Einzelwerten gilt der Fokus klar dem Börsenneuling SpaceX. Nach dem fulminanten Start am Freitag mit einem Kursplus von rund 20 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs, deuten sich auf Nasdaq.com weitere Gewinne an. Das Papier wird sechs Prozent höher gestellt auf gut 170 Dollar.

SpaceX-Aktie vorbörslich mit dickem Gewinn
13:20 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Wenig verändert ist der Frankfurter Euro-Geldmarkt in die neue Woche gestartet. Die Tendenz zur Entspannung setzt sich nach der Ankündigung eines Iran-US-Vertrages vor allem bei den längerfristigen Sätzen weiter fort. Da die EZB klar auf Aufwärtsrisiken bei der Inflation aufgrund gestiegener Energiepreise hingewiesen hatte, dürfte der Zinserhöhungsdruck nun mit nachgebenden Ölpreisen nachlassen. Auch für den neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte die Arbeit leichter werden. Seine ersten Sitzungsaussagen am Mittwoch werden mit Spannung erwartet.

554690234
(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 2,13 - 2,35 (2,10 - 2,40), 1-Monats-Geld: 2,26 - 2,56 (2,25 - 2,55), 3-Monats-Geld: 2,35 - 2,51 (2,27 - 2,52), 6-Monats-Geld: 2,26 - 2,36 (2,56 - 2,73), 12-Monats-Geld: 2,60 - 2,73 (2,79 - 3,09), Euribors: 12.06 11.06. 3 Monate: 2,3800 2,4010, 6 Monate: 2,6390 2,6170, 12 Monate: 2,8740 2,8460

Neues vom Geldmarkt
12:55 Uhr

Erste humanoide Roboter arbeiten bei BMW in Deutschland

BMW testet erstmals in Europa menschenähnliche, sogenannte humanoide Roboter, und zwar in seinem Werk in Leipzig. Die Maschinen des Schweizer Herstellers Hexagon lernen durch KI und sollen viel flexibler als herkömmliche Roboter arbeiten.

Erste humanoide Roboter arbeiten bei BMW in Deutschland
12:45 Uhr

Rückschlag für die Tech-Rally

Nach monatelangen Kursgewinnen hat die Technologiebörse Nasdaq zuletzt einen kräftigen Rückschlag hinnehmen müssen. Steigende Zinsen und hohe Bewertungen sorgen für Diskussionen über die weitere Entwicklung der Märkte. Ist das nur eine Verschnaufpause oder müssen Anleger sich auf eine längere Phase der Konsolidierung einstellen? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley und Daniel Saurenz von Saurenz & Partner.

Rückschlag für die Tech-Rally
12:23 Uhr

Dax klar im Plus - Ölpreise fallen kräftig

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich mittlerweile wieder unter die 25.000-Punkte-Marke begeben. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 1,3 Prozent höher bei 24.943 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 1,0 Prozent auf 6248 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1604 US-Dollar. Die Ankündigung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran hat die Preise am Ölmarkt deutlich ins Minus gedrückt. Die Preise für Nordsee-Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI fielen um jeweils mehr als fünf Prozent auf rund 80 Dollar je Fass (159 Liter). Vor dem Beginn des Iran-Krieges hatten sie bei rund 70 Dollar gelegen.

Dax klar im Plus - Ölpreise fallen kräftig
12:00 Uhr

"Ich würde die SpaceX-Aktie jetzt nicht mehr kaufen"

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges stellen sowohl die USA als auch der Iran eine Einigung in Aussicht. Am Freitag soll das Abkommen unterschrieben werden. Die Börsen reagieren schon jetzt, wie Finanzjournalist Daniel Saurenz erklärt - und gibt noch eine Einschätzung zum SpaceX-Börsengang ab.

"Ich würde die SpaceX-Aktie jetzt nicht mehr kaufen"
11:43 Uhr

Industrie im Euroraum steigert Produktion minimal

Die Industrie in der Eurozone hat ihre Produktion im April kaum gesteigert. Die Fertigung in den 21 Staaten der Währungsunion legte zum Vormonat nur um 0,1 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent gerechnet, nach revidiert 0,4 Prozent im März. Zunächst war von 0,2 Prozent die Rede gewesen. In der Energiesparte ergab sich im April ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Produktion von Investitionsgütern verringerte sich sogar um 0,5 Prozent, während jene von Vorleistungsgütern um 0,8 Prozent hochgefahren wurde.

Industrie im Euroraum steigert Produktion minimal
11:27 Uhr

Daimler Truck setzt auf Militärgeschäft für neues Wachstum

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck treibt seine Aktivitäten im Verteidigungsbereich voran. Der Dax-Konzern bündelt seine weltweiten Aktivitäten unter der neuen Dachmarke Daimler Truck Defence und richtet sein Geschäft konsequent auf globales Wachstum aus, wie das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte. Daimler Truck sehe im Geschäft mit der Verteidigung einen klaren Wachstumstreiber der kommenden Jahre, hieß es laut Mitteilung. Ziel sei es, bis 2028 hier einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erreichen. Zum Vergleich: 2025 lag der Umsatz des Konzerns insgesamt bei 49,5 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr habe der Umsatz im Verteidigungsbereich einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag ausgemacht, sagte Daimler-Truck-Defence-Chef Dennis Kinzelmann. Vom Absatz machten die Militärfahrzeuge derzeit einen niedrigen einstelligen Prozentsatz aus. Der ganz große Teil der verkauften Fahrzeuge sind also klassische Lkw und Busse.

Daimler Truck setzt auf Militärgeschäft für neues Wachstum
11:16 Uhr

Börsen bejubeln Iran-Deal - aber noch viele Fragen offen

Die Börsen feiern das Abkommen zwischen den USA und dem Iran: Der japanische Leitindex Nikkei markiert ein neues Rekordhoch, die Ölpreise entspannen sich. Allerdings erwarten die Börsianer, "dass den Worten auch Taten folgen", kommentiert ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer.

Börsen bejubeln Iran-Deal - aber noch viele Fragen offen
10:51 Uhr

Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich verschlechtert

Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich laut Ifo-Institut weiter eingetrübt. Das Geschäftsklima dazu sank im Mai leicht von minus 28,2 auf minus 29,3 Punkte, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. "Der Wohnungsbau verharrt in einer Phase der Unsicherheit", sagte Ifo-Fachmann Klaus Wohlrabe. "Viele Unternehmen rechnen derzeit nicht mit einer spürbaren Belebung des Marktes." Die Betriebe beurteilten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Die Erwartungen verbesserten sich dagegen marginal, sind demnach aber immer noch von großem Pessimismus geprägt.

Zwar verbesserte sich die Auftragslage leicht. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, sank von 43,8 auf 42,2 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl der Stornierungen aber zu - von 10,8 auf 11,7 Prozent. Auch die Sorgen um die Materialversorgung bleiben bestehen: 9,7 Prozent der Firmen berichteten von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten. "Die Unternehmen erhalten wieder etwas mehr Aufträge, gleichzeitig bleibt die Verunsicherung der Kunden hoch", erklärte Wohlrabe. "Das zeigt sich nicht zuletzt an den wieder steigenden Stornierungen."

Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich verschlechtert
10:30 Uhr

Goldpreis steigt kräftig

Die Gold-Futures steigen um mehr als zwei Prozent, nachdem eine vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung der Feindseligkeiten und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus die Ölpreise nach unten gedrückt und die Sorgen vor höheren Zinsen gemildert hat. Im frühen Handel steigen die New Yorker Futures um 2,6 Prozent auf 4329,16 US-Dollar je Feinunze.

"Ein Friedensabkommen übt Abwärtsdruck auf den Ölpreis aus und verringert so die Inflationssorgen", meint Kathleen Brooks von XTB. "Dies geschieht zu einem interessanten Zeitpunkt, da wir vor einer wichtigen Woche mit Zentralbanksitzungen stehen." Die Händler werden die erste Sitzung des Offenmarktausschusses unter dem Vorsitz von Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch beobachten, um weitere Hinweise auf den künftigen Kurs zu erhalten. Eine Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf könnte nun vom Tisch sein.

Goldpreis steigt kräftig
10:12 Uhr

Zwischen Unicredit und Commerzbank-Vorstand herrscht Eiseskälte

Die italienische Großbank Unicredit geht im Tauziehen um die Übernahme der Commerzbank auf Konfrontationskurs mit deren Vorstand. Nicht Unicredit, sondern die Commerzbank verbreite "fortgesetzt und unablässig (...) unzutreffende und irreführende Informationen" zu dem als feindlich erachteten Übernahmeangebot, erklärten die Italiener. Die negativen Äußerungen hätten "lediglich den Zweck, von den Vorzügen der Transaktion und den erheblichen Vorteilen abzulenken, die ein Zusammenschluss von HypoVereinsbank und Commerzbank für Aktionäre, weitere Interessengruppen und Deutschland bringen könnte". Sie sorgten für Verwirrung bei den Aktionären.

Die Commerzbank hatte Zweifel daran geäußert, wie sich die Mailänder Großbank nach eigenen Angaben fast zwölf Prozent der Anteile an dem Frankfurter Geldhaus habe sichern können, obwohl der Umtausch in Unicredit-Aktien für ihre Aktionäre finanziell ein Verlustgeschäft wäre. "Behauptungen, die tatsächliche Zahl der eingelieferten Aktien sei niedriger, weil diese Aktien von UniCredit geliehen worden seien, sind falsch und entbehren jeder Grundlage", betonte Unicredit. "Eingelieferte Aktien sind eingelieferte Aktien und unwiderruflich gebunden."

Zwischen Unicredit und Commerzbank-Vorstand herrscht Eiseskälte
09:48 Uhr

EU prüft Folgen der KI-Beschränkung für Anthropic 

Die EU-Kommission prüft die praktischen Auswirkungen einer US-Exportkontrollrichtlinie, die das KI-Unternehmen Anthropic betrifft. Maßnahmen in diesem Zusammenhang sollten Partner nicht diskriminieren, teilte die Brüsseler Behörde mit. "Wir prüfen die praktischen Konsequenzen für die europäischen Nutzer dieser Dienste genau", sagte ein Sprecher. Die Entwicklung sei ein weiteres Beispiel dafür, warum Europa seine technologische Souveränität stärken müsse.

Der auf KI spezialisierte Entwickler Anthropic hatte am Freitag mitgeteilt, seine fortschrittlichsten KI-Modelle für alle Nutzer abrupt zu deaktivieren. Grund ist eine Anordnung der US-Regierung, den Zugang zu den Modellen für ausländische Staatsangehörige auszusetzen. Die Regierung in Washington begründete dies mit Bedenken für die nationale Sicherheit.

EU prüft Folgen der KI-Beschränkung für Anthropic 
09:30 Uhr

Renault baut Militärfahrzeug

Renault entwickelt gemeinsam mit dem Rüstungstechnologiekonzern Thales ein Militärfahrzeug. Ein Prototyp des Fahrzeugs mit dem Namen "4 TROOP" werde auf der Rüstungsmesse Eurosatory bei Paris vorgestellt, teilte Renault mit. Das Allradfahrzeug mit Hybridantrieb sei für jedes Gelände geeignet. Es könne Aufklärungsmissionen, die Überwachung sensibler Standorte und Gebiete sowie den Einsatz von Drohnen und unbemannten Bodenfahrzeugen unterstützen. Über seine "Vehicle-to-Load"-Funktion könne das Fahrzeug zudem bestimmte elektrische Geräte im Einsatz vor Ort mit Strom versorgen. 

Renault baut Militärfahrzeug
09:15 Uhr

Kurssprung zum Dax-Start

Der Dax wartet zum Start ins heutige Geschäft mit einem deutlichen Kursplus auf. Der deutsche Börsenleitindex, der bereits am Freitag mehr als 425 Punkte oder 1,8 Prozent auf 24.635 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.060 Zählern. Ausschlaggebend für die positive Stimmung ist eine Einigung zwischen den USA und dem Iran. Zwar ist noch nichts unterschrieben, die Ölpreise geben aber bereits deutlich nach, weil eine Öffnung der Straße von Hormus damit anstehen dürfte.

Kurssprung zum Dax-Start
08:59 Uhr

Bis zu 20 Prozent - Hausse bei Container-Aktien

Mit massiven Kursgewinnen der Aktien der Containerreedereien rechnen Händler am Montag. Vor allem Titel wie Moeller-Maersk und Hapag-Lloyd sollten in Europa von der Ankündigung der Wiedereröffung der Straße von Hormus profitieren. "Es geht ja nicht nur um den Öl-Transport über Hormus, sondern die damit nicht aktivierte Bedrohung der gesamten Weltwirtschaft durch die Huthis am Roten Meer.", so ein Marktteilnehmer. Bei einer Eskalation hätte der Iran dafür sorgen können, dass die Huthis auch den Transport über das Rote Meer schwierig machen. Viele Reedereien meiden daher schon jetzt diesen Weg und nutzen die viel längere und damit teurere Route rund um Südafrika. Container-Aktien wie Cosco und andere haussieren in Asien um 10 bis 20 Prozent.

Bis zu 20 Prozent - Hausse bei Container-Aktien
08:40 Uhr

Tech-Highflyer fliegen wieder

Unter den asiatischen Einzelwerten legen die Highflyer der vergangenen Monate deutlich zu. So machen etwa in Tokio Softbank Group einen Satz um 11 Prozent, in Seoul verteuern sich SK Hynix um über 7 und Samsung Electronics um rund 4 Prozent.

Zur guten Stimmung trägt auch das gelungene Börsendebüt von SpaceX am Freitag bei, dem größten aller Zeiten. Die Aktie des Raumfahrt- und KI-Konzerns beendete den ersten Handelstag mit einem Kursplus von rund 20 Prozent.

Tech-Highflyer fliegen wieder
08:21 Uhr

Rekordstimmung an Asien-Börsen

Die Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des mittlerweile fast viermonatigen Iran-Kriegs sorgt an den ostasiatischen Börsen und im australischen Sydney für stark steigende Aktienkurse und deutlich sinkende Ölpreise. Die Unterzeichnung des Abkommens ist für Freitag geplant, wie US-Präsident Donald Trump und pakistanische Unterhändler mitteilten. Dann soll auch die unter anderem für Öltransporte so wichtige Wasserstraße von Hormus wieder geöffnet werden.

Anschließend wollen beide Seiten Gespräche über Irans Nuklearaktivitäten aufnehmen. Berichten zufolge könnten die USA ihre Angriffe auf den Iran aber wieder aufnehmen, falls kein Nuklearabkommen zustande kommt. Dennoch schürt die Absichtserklärung die Hoffnung auf eine sofortige Deeskalation.

An den Börsen explodieren die Indizes teilweise, in Seoul und in Tokio steigen sie knapp unter ihre Rekordhochs. Der technologielastige Kospi in Seoul macht einen Satz um 5,4 Prozent, in Tokio geht es für den breiten Topix um 3,2 Prozent nach oben. In Hongkong und in Shanghai fallen die Zuwächse moderater aus, dort geht es um bis zu 0,9 Prozent nach oben, im Sydney um 1,2 Prozent.

Rekordstimmung an Asien-Börsen
08:03 Uhr

Anleger feiern Wiedereröffnung von Hormus

Mit kräftigen Kursgewinnen werden Europas Börsen erwartet. Unabhängig von den Details eines möglichen Iran-US-Vertrages dürfte die Ankündigung gefeiert werden, die Straße von Hormus am Freitag wieder zu öffnen. Die Ölpreise fallen danach rund 5 Prozent, umgekehrt springen die Dax-Futures über 400 Punkte oder rund 1,6 Prozent nach oben.

Dennoch dürften viele Marktteilnehmer vorsichtig bleiben. Denn wie üblich entsprechen die Darstellungen der USA zum Vertrag nicht den Aussagen des Iran. Demnach soll am Freitag nur ein Memorandum of Understanding, also ein Rahmenvertrag für weitere Verhandlungen, unterzeichnet werden. Diese sollen danach noch 60 Tage laufen. Über viele Punkte, wie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, besteht Uneinigkeit.

Im Fokus stehen nun besonders die Zinserwartungen an den Anleihemärkten. Denn die Angst vor ölpreis-getriebener Inflation hatte die Renditen nach oben getrieben. Besonders die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch steht mit ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh im Blick. Sally Auld, Chefvolkswirtin der National Australia Bank meint dazu: "Niedrigere Ölpreise mildern die Inflationssorgen und der Markt hat die Erwartungen für die nächste Zinserhöhung der Fed auf das nächste Jahr verschoben".

Anleger feiern Wiedereröffnung von Hormus
07:45 Uhr

Hohe Zinsen bremsen Tech-Rally aus

Die Erwartung höher bleibender Zinsen wichtiger Notenbanken dürfte die jüngste Rally im Technologiesektor vorerst stoppen. "Die höheren Kapitalkosten belasten vor allem wachstumsorientierte KI-Unternehmen, die im Zuge des Ausbaus ihrer Infrastruktur erhebliche Investitionen tätigen", sagt Weberbank-Experte Martin Zurek. Zusätzlich könnte die Vielzahl geplanter Börsengänge und Kapitalerhöhungen, vor allem aus ebendiesem Sektor, dem Markt Kapital entziehen. "Langfristig sehen wir hier weiterhin Potenzial und betrachten mögliche Rücksetzer als attraktive Einstiegsgelegenheiten." Hintergrund sei die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Diensten und die starken Finanzergebnisse der Anbieter.

Hohe Zinsen bremsen Tech-Rally aus
07:28 Uhr

Komplettschutz der Stromnetze nicht möglich

Ein kompletter Schutz der Stromnetze vor Angriffen ist nach Ansicht von EON-Chef Leonhard Birnbaum nicht möglich. "Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen", sagte Birnbaum der dpa. "Wir können es schwerer machen, und wir können uns besser dafür aufstellen, schnell wiederherzustellen, wenn der Schaden geschehen ist", sagte er. "Aber wir können Angriffe nicht unmöglich machen."

Der Energiekonzern EON ist Deutschlands größter Strom-Verteilnetzbetreiber. Fast ein Drittel aller Leitungskilometer - rund 700.000 Kilometer - gehören dem Essener Konzern.

Stromnetze vor solchen Attacken zu schützen, sei genauso wenig möglich, wie ein Haus komplett einbruchsicher machen zu können, sagte Birnbaum. "Wenn Sie zur Polizei gehen und fragen: Was soll ich machen? Dann sagt man Ihnen: Machen Sie es Einbrechern schwer. Die sagen nie: Machen Sie es unmöglich, weil: Das geht gar nicht. So ist das bei uns auch."

Vor einer Woche hatte ein Feuer ein Umspannwerk in Reutlingen lahmgelegt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Auch in Berlin hatte es Brandanschläge auf die Stromversorgung gegeben. Die Attacken dort richteten sich im September vergangenen Jahres gegen zwei Strommasten und im Januar gegen Kabel auf einer Kabelbrücke. In beiden Fällen dauerte es mehrere Tage, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt war.

Komplettschutz der Stromnetze nicht möglich
07:13 Uhr

100 deutsche Firmen auf Pariser Waffenmesse

Nach dem Scheitern des Kampfjet-Projektes FCAS fordert Deutschlands Rüstungsindustrie-Verband Lehren für künftige Vorhaben. FCAS müsse man zwar abhaken, aber andere europäische Kooperationen seien weiterhin möglich, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, Hans Christoph Atzpodien, der dpa vor der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory.

FCAS steht für "Future Combat Air System" (künftiges Luftkampf-System). Deutschland und Frankreich hatten das milliardenschwere Vorhaben 2017 begonnen, aber nicht wesentlich vorangebracht. Unlängst war es für gescheitert erklärt worden.

"Den Gedanken von mehr europäischer Zusammenarbeit wollen und dürfen wir nicht aufgeben", sagte Atzpodien, der frühere Chef der Thyssenkrupp-Marinetochter. "Wir müssen uns nur noch mehr damit befassen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit solche Projekte erfolgreich werden." Dabei gehe es vor allem darum, die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Regierungen und Firmen "im ehrlichen Schulterschluss" zu harmonisieren.

100 deutsche Firmen auf Pariser Waffenmesse
06:55 Uhr

Einigung in Nahost treibt Asien-Börsen an

Die Leitindizes der Börsen in Japan und Südkorea legen infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran deutlich zu. Der japanische Nikkei gewinnt 5,3 Prozent, der südkoreanische Kospi stieg 5 Prozent. Auch in China und Hongkong geht es nach oben, wenn auch weniger deutlich: Der Shanghai Composite liegt mit 1,1 Prozent im Plus, der Hang-Seng-Index in Hongkong gewinnt 0,8 Prozent.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht laut Angaben von US-Präsident Donald Trump unter anderem eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus vor. Die im Zuge des Iran-Kriegs geschlossene Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Flüssiggas aus den rohstoffreichen Staaten am Persischen Golf.

Einigung in Nahost treibt Asien-Börsen an
06:36 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt sorgen die sinkenden Anleiherenditen und die gestiegene Risikobereitschaft für Bewegung. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 160,13 Yen und legt leicht auf 6,7575 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,4 Prozent niedriger bei 0,7940 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1598 Dollar und gibt um 0,1 Prozent auf 0,9209 Franken nach.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:19 Uhr

Ölpreise rutschen ab

Die Aussicht auf ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus drückt die Ölpreise auf den tiefsten Stand seit März. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligt sich um 4,10 Prozent auf 83,75 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI gibt um 4,72 Prozent auf 80,87 Dollar nach.

US-Präsident Donald Trump und der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi hatten zuvor eine erste Einigung bekanntgegeben. Dem pakistanischen Ministerpräsidenten zufolge, dessen Land als Vermittler auftrat, wollen beide Seiten am Freitag in der Schweiz eine Absichtserklärung unterzeichnen. Trump kündigte an, die Meerenge werde gebührenfrei geöffnet und die Seeblockade iranischer Häfen durch die US-Marine beendet.

Ölpreise rutschen ab
05:59 Uhr

Einigung zwischen den USA und Iran – und nun?

Die weltweiten Finanzmärkte blicken auf ein positives Wochenende und lassen damit auf einen fulminanten Wochenstart hoffen. Der Grund: Die USA und Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt, die bislang blockierte wichtige Straße von Hormus soll nun wieder geöffnet werden. Am Freitag sollen entsprechende Erklärungen unterzeichnet werden. Die entscheidende Frage lautet nun: Wird die getroffene Vereinbarung tatsächlich umgesetzt?

Der Dax dürfte zunächst einmal aber mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Bereits am Freitag hatte der deutsche Börsenleitindex ordentliche Gewinne von mehr als 425 Punkten oder 1,8 Prozent verbucht und war mit einem Stand von 24.635 Zählern ins Wochenende gegangen.

Ebenso interessant sei die Frage, wie lange der Hype rund um den Börsengang von SpaceX die Schlagzeilen beherrscht, erklärte Research-Experte Emden. "Börsianer neigen dazu, rasch vom aktuellen Publikumsliebling zum nächsten Hoffnungsträger weiterzuziehen." Zugleich bestehe die Gefahr, dass die Begeisterung für Wachstumsfantasien in der Technologiebranche den Blick auf ungelöste Risiken verstellt - etwa im Bereich der Geldpolitik.

Im Fokus in der neuen Woche stehen daher die Zinsentscheide der US-Notenbank Fed und der Bank of England am Mittwoch und Donnerstag. Experten und Händler gehen zwar mehrheitlich davon aus, dass die Währungshüter die Zinsen unverändert belassen. Zugleich erhoffen sie sich aus den Aussagen der Notenbanker Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs. Mit Spannung warten Börsianer vor allem auf Äußerungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der als Befürworter niedrigerer Zinsen gilt. "Tiefgreifende Änderungen dürften kurzfristig aber kaum durchsetzbar sein", so die Commerzbank-Experten mit Blick auf die wegen des Iran-Kriegs angestiegene Inflation und den starken US-Arbeitsmarkt. Viele Analysten erwarten, dass der Fed-Ausschuss in seinem Statement vom bisherigen Lockerungskurs abrückt.

Die neue Konjunkturdatenwoche eröffnen heute die Zahlen zur Industrieproduktion und zum Außenhandel in der Euro-Zone im April. Am Nachmittag folgen die Daten zur Produktion in der US-Industrie im Mai.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Einigung zwischen den USA und Iran – und nun?