DAX beginnt Schlussquartal mit kräftigem Verlust
Nach einer freundlichen Eröffnung ist es mit den deutschen Aktienindizes kräftig nach unten gegangen. Die Anleger hielten sich angesichts der steigenden Zinsen mit dem Einstieg in Aktien zurück und setzten auf niedrigere Kurse, auch weil Anleihen zunehmend an Attraktivität gewannen. Der Euro kam nach der Zwischenerholung der Vorwoche wieder zurück, weil in den USA die Zinsen weiter kräftig anzogen und dem Dollar Zulauf bescherten.
Dazu kam, dass neue Konjunkturdaten in China durchwachsen ausfielen, was zusätzlich Konjunktursorgen am Leben hielt. Dazu dürften viele Anleger in Deutschland dem Markt am Brückentag zum Tag der Deutschen Einheit ferngeblieben sein. Gehandelt wird in Frankfurt am Dienstag aber dennoch.
Der DAX büßte zum Quartalsbeginn 0,9 Prozent ein und schloss bei 15.247 Punkten, sein Tagestief lag bei 15.192 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 4135 Stellen.
Deutsche Bank sackten um 3,2 Prozent ab. Das Kundenchaos bei der Postbank hat nun auch für den Mutterkonzern Konsequenzen. Die Finanzaufsicht BaFin hat einen Sonderbeauftragten entsandt, der die Bank bei der Behebung ihrer Probleme überwacht.
Hauptverlierer im DAX waren Fresenius mit minus 3,6 Prozent. Hier belasteten Spekulationen über einen möglichen Dividendenausfall. Wegen der für die Kliniktochter Helios in Anspruch genommenen staatlichen Energiehilfe darf der Konzern für 2023 möglicherweise weder eine Dividende an seine Aktionäre noch Boni an seine Manager zahlen.
BASF verloren 2,5 Prozent. Hier gab es Berichte über den eventuellen Verkauf von Geschäftsbereichen im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro.
Für Hella ging es im MDAX um 2,5 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen den Verkauf der Anteile am Joint Venture Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) an das taiwanische Unternehmen AUO Corporation bekannt gegeben hat. Hella rechnet mit einem Buchgewinn von rund 100 Millionen Euro.
China Evergrande beantragt Wiederaufnahme des Aktienhandels
Der ins Wanken geratene chinesische Immobilienkonzern China Evergrande strebt eine Wiederaufnahme des Handels mit seinen Aktien am Dienstag an. Das Unternehmen teilte mit, es habe bei der Hongkonger Börse einen entsprechenden Antrag gestellt. Weitere Details nannte der Konzern nicht. Am vergangenen Donnerstag war der Handel mit Evergrande-Aktien ausgesetzt worden.
Warum die Zeiten für Gold schwierig sind
Die höheren Zinsen und die nachlassende Inflation machen eine Anlage in Gold derzeit weniger attraktiv. Zum einen locken die Zinsen so manchen Anleger in Anleihen oder Tagesgeld. Und zum anderen lässt der Drang nach, sich unbedingt vor der Inflation schützen zu müssen. Wie Anlegerinnen und Anleger die Bewegungen des Goldpreises mit Zertifikaten trotzdem nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas.
US-Industrie stark - Fed nicht zu Zinssenkung gezwungen - DAX reagiert verschnupft
Nicht gut für den DAX ist auch die gute Lage der US-Industrie. Denn dieser Umstand spricht für straffe Geldpolitik der Federal Reserve. Der ISM-Index als Stimmungsbarometer der US-Industrie ist im September überraschend auf 49,0 von 47,6 gestiegen. Ökonomen hatten lediglich einen Wert von 48,0 geschätzt.
Zwar liegt er noch knapp im Kontraktionsbereich, dennoch scheinen die konjunkturellen Gefahren abzunehmen. Mit Blick auf die Geldpolitik der Fed dürften die Zinserhöhungserwartungen damit wieder zunehmen. Am US-Anleihemarkt ging es mit den Renditen weiter bergauf.
Leichtes Minus an der Wall Street - DAX nun ein Prozent tiefer
Die US-Aktienmärkte sind mit leichten Verlusten in das vierte Quartal gestartet. Die Investoren warteten mit Spannung auf Kommentare des Fed-Chefs Jerome Powell im weiteren Tagesverlauf. Powell und der Präsident der Niederlassung der US-Notenbank Fed in Philadelphia, Patrick Harker, kommen am frühen Abend MESZ zu Gesprächen mit Arbeitgebern und Kleinunternehmern über Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft zusammen. Die Marktteilnehmer erhofften sich daraus auch Hinweise zu den weiteren geldpolitischen Schritten der Fed.
Derweil vergrößerte der DAX sein Minus. Der deutsche Leitindex verlor nunmehr 1,0 Prozent auf 15.233 Punkte.
Tesla bei Auslieferungen unter den Erwartungen - Aktienkurs rutscht ab
Der Elektroautoriese Tesla hat im dritten Quartal mehr als 430.000 Fahrzeuge produziert und mehr als 435.000 Stück ausgeliefert. Das ist ein Rückgang gegenüber dem zweiten Quartal, da Fabriken modernisiert wurden und deswegen zeitweise stillstanden. Analysten hatten im vergangenen Quartal mit der Auslieferung von rund 461.000 Fahrzeugen gerechnet. Tesla bekräftigte das Absatzziel für das Gesamtjahr von rund 1,8 Millionen Fahrzeugen.
Die Anleger reagierten verschnupft. Die Tesla-Aktie verbilligte sich an der Nasdaq um zwei Prozent.
Shutdown könnte die USA ihr letztes AAA-Rating kosten
Die immer noch drohende Schließung von Regierungsbehörden Mitte November könnte die USA nach Aussage von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, ihr letztes AAA-Rating kosten. "Nachdem die Bonitätshüter von S&P und Fitch den USA bereits ihr erstklassiges Rating entzogen hatten, ist Moody´s gewissermaßen unter Zugzwang. Das Einstellen der Arbeit der Bundesbehörden ist für die Ratingagentur eine perfekte Vorlage für ein Streichen des AAA-Ratings", so Gitzel zu der am Wochenende erzielten Einigung über eine Übergangsfinanzierung des Staatshaushalts. An der Zahlungsfähigkeit der USA gebe es allerdings keinen Zweifel.
DAX nun klarer in der Verlustzone
Die Billigung einer Überbrückungsfinanzierung zur Vermeidung eines Behörden-Shutdowns in den USA hat die Anleger an der Frankfurter Börse nur kurzeitig zu Käufen animiert. Der DAX vergrößerte am Nachmittag sein Minus und verlor 0,5 Prozent auf 15.310 Punkte. Der EUROSTOXX50 sackte um 0,6 Prozent auf 4151 Stellen ab.
Analysten wiesen darauf hin, dass die in den USA am Wochenende beschlossene Maßnahme keine dauerhafte Lösung sei.
Deutschland liegt bei Innovationen weit hinten
Deutschland ist einer Studie zufolge in Sachen Innovationskraft nur europäisches schlechtes Mittelmaß. Bei einem Vergleich lande die Bundesrepublik wie schon im Vorjahr auf Platz 16 der untersuchten 20 Euro-Länder, wie die ING zu ihrer Untersuchung mitteilte. Schlechter schneiden demnach nur die Slowakei, Griechenland, Kroatien und Schlusslicht Italien ab, während Luxemburg, Irland und Estland die Spitzenplätze belegen. 2020 kam Deutschland noch auf den achten Platz.
"Eine hohe Forschungsaktivität und viele Patentanmeldungen genügen nicht, um die alternde Gesellschaft und die unzureichende Versorgung mit schnellem Internet zu kaschieren", sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski zu der Platzierung.
Ölpreise bleiben auf hohem Niveau und steigen weiter
Die Ölpreise sind mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 92,76 US-Dollar, das waren 0,7 Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,5 Prozent auf 91,15 Dollar.
In den vergangenen drei Monaten haben die Ölpreise kräftig um etwa 20 Dollar je Barrel zugelegt. Wichtigster Grund ist das knappe Angebot großer Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland. Hinzu kommen geringe Rohölvorräte, vor allem in den USA. Die Nachfrage ist robust, weil die Vereinigten Staaten bisher nicht in die vielfach befürchtete Rezession gefallen sind und die angeschlagene Wirtschaft Chinas sich etwas stabilisiert hat.
US-Arzneimittelkonzern verkauft Geschäftsbereiche
Der US-Arzneimittelhersteller Viatris trennt sich von mehreren Geschäftsbereichen, darunter die Sparten Women's Healthcare und Active Pharmaceutical Ingredients (API). Darüber hinaus liege von dem europäischen Hersteller von rezeptfreien Medikamenten Cooper Consumer Health ein Angebot für sein OTC-Geschäft (Over-the-Counter) vor, teilt das Unternehmen mit. Die Entscheidung sei Teil seiner langfristigen Strategie, sich auf die drei therapeutischen Kernbereiche Augenheilkunde, Magen-Darm und Dermatologie zu konzentrieren. Der Bruttoerlös aus allen Veräußerungen belaufe sich auf bis zu 6,94 Milliarden Dollar. Die Rechte an Viagra, Dymista und anderen ausgewählten OTC-Produkten in bestimmten Märkten verbleiben bei Viatris, was einem zurückbehaltenen Wert von rund 1,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Viatris ist aus der Fusion des Generikaherstellers Mylan mit einem Geschäftsbereich von Pfizer hervorgegangen.
Playmobil-Mutterkonzern streicht Hunderte Stellen
Der Playmobil-Mutterkonzern baut weltweit rund 700 Stellen ab, davon rund 370 in Deutschland. Das gab die Horst Brandstätter Group in Zirndorf bei Nürnberg bekannt. Der Stellenabbau entspreche einem Anteil von 17 Prozent weltweit und 16 Prozent der Gesamtbelegschaft in Deutschland. Der Konzern verzeichnete den Angaben zufolge in den beiden vergangenen Geschäftsjahren Umsatz- und Gewinneinbußen.
Birkenstock packt Börsengang in den USA an - Ziel ist ein Milliardenerlös
Der deutsche Gesundheitsschuh-Hersteller Birkenstock steht vor einem milliardenschweren Börsengang in den USA. Dem veröffentlichten Börsenprospekt zufolge will das Unternehmen aus Linz am Rhein 32,3 Millionen Aktien zu einem Preis von je 44 bis 49 Dollar verkaufen. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von 1,42 bis 1,58 Milliarden Dollar.
10,8 Millionen Aktien kommen aus einer Kapitalerhöhung, der Rest vom Eigentümer L Catterton. Financiere Agache, die private Holding von LVMH-Großaktionär Bernard Arnault, Durable Capital Partners und der norwegische Staatsfonds hätten signalisiert, bei der Emission Aktien in nennenswertem Umfang zu zeichnen.
Neues vom Geldmarkt - Blick auf die EZB gerichtet
Die Sätze am europäischen Geldmarkt haben sich zum Start in die Woche wenig verändert präsentiert. Während die Impulse über das Wochenende fehlen, lähmt die weiterhin vorhandene Überliquidität das Geschehen. Nachdem die EZB die Fakten geliefert hat, lauschen die Zinsstrategen der Commerzbank nun den Aussagen der Notenbanker. Geht es nach dem EZB-Vizepräsidenten Luis de Guindos, wird die Zentralbank die Leitzinsen vorerst nicht senken können.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,85 - 4,05 (3,80 - 4,15), Wochengeld: 3,85 - 4,10 (3,83 - 4,18), 1-Monats-Geld: 3,85 - 4,15 (3,87 - 4,18), 3-Monats-Geld: 3,90 - 4,15 (3,91 - 4,26), 6-Monats-Geld: 4,05 - 4,25 (4,07 - 4,42), 12-Monats-Geld: 4,10 - 4,30 (4,13 - 4,48), Euribors: 3 Monate: 3,9510 (3,9520), 6 Monate: 4,1380 (4,1250), 12 Monate: 4,1980 (4,2280)
Wall Street hofft auf starkes viertes Quartal
Für den Start ins Schlussquartal 2023 an den US-Börsen zeichnen sich kleine Gewinne ab. Weil die Jahresschlussperiode traditionell als eine Phase gilt, in der Aktien gut laufen - insbesondere mit Blick auf das Jahresende, könnten die Akteure wieder risikofreudiger unterwegs sein.
Mit einem Minus von 4,9 Prozent für den S&P-500-Index war der September der schwächste Monat des bisherigen Jahres, begleitet von einem Anstieg der Renditen auf die höchsten Niveaus seit 2007, einer beharrlich hohen Inflation und der Aussicht auf länger erhöht bleibende Zinsen. Für Erleichterung sorgt, dass auf den letzten Drücker eine Haushaltssperre des Staates vermieden werden konnte, weil der US-Kongress einen Übergangshaushalt verabschiedete. Der stellt zwar die Finanzierung der Bundesbehörden sicher, aber auch nur bis zum 17. November.
Gold ist so billig wie seit einem halben Jahr nicht mehr
Der Goldpreis hat den tiefsten Stand seit Mitte März markiert. Die Feinunze verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 1831 US-Dollar. Marktteilnehmer verwiesen nach wie vor auf die US-Notenbank Fed. Auf den Preis für das Edelmetall drückten vor allem die Aussagen, nach denen die Zinsen für längere Zeit auf höherem Niveau bleiben müssten.
Da Edelmetalle wie Gold und Silber keine Zinsen abwerfen, leiden sie in Phasen steigender Leitzinsen. Der starke US-Dollar profitiert wiederum von den höheren US-Zinsen - und stellt eine zusätzliche Bürde für Edelmetalle dar.
EZB-Vize: Letzte Meile bei Inflation ist vielleicht die härteste
Die EZB wird ihre Zinsen nach Aussage ihres Vizepräsidenten Luis de Guindos vorerst nicht senken können. In der "Financial Times" bezeichnete der Spanier Reden über Zinssenkungen als "verfrüht" und warnte, dass die "letzte Meile" beim Rückgang der Inflation auf zwei Prozent die schwerste werden könnte.
De Guindos zufolge könnte vor allem der jüngste Anstieg des Ölpreises die Bekämpfung der Inflation erschweren. Neben dem Erdöl könnten auch der rasche Lohnanstieg, ein schwächerer Euro und die robuste Nachfrage nach Dienstleistungen die Inflation hochhalten.
DAX geht in den roten Bereich
Die stehen die Aktien an der Frankfurter Börse: Der DAX ist ins Minus gedreht, am Mittag notierte er 0,3 Prozent tiefer bei 15.341 Punkten. Der EUROSTOXX50 fiel um 0,1 Prozent auf 4169 Stellen.
Bäte bleibt Allianz-Chef - Wechsel bei Finanzvorstandsposten
Der Versicherungsriese Allianz sorgt an der Führungsspitze für Klarheit. Das Mandat von Oliver Bäte als Vorstandsvorsitzender sei bis zur Hauptversammlung 2028 verlängert worden, teilte das DAX-Unternehmen in München mit. Der 58-Jährige ist seit 2008 bei der Allianz und seit Mai 2015 Konzernchef.
Zugleich verliert die Allianz ihren Finanzvorstand Giulio Terzariol an den italienischen Konkurrenten Generali. Der 51-jährige Italiener werde zum 31. Dezember von seinem Amt entbunden, um seine Karrieremöglichkeit außerhalb der Allianz wahrnehmen zu können, hieß es weiter. Claire-Marie Coste-Lepoutre übernimmt zu Beginn 2024 den wichtigen Posten der Allianz-Finanzvorständin.
Bericht: BASF-Chef will milliardenschwere Konzernteile verkaufen
Der Chemieriese BASF steht mit dem Wechsel an der Führungsspitze und angesichts schleppend laufender Geschäfte vor einem größeren Verkaufsprogramm. Der noch amtierende Vorstandschef Martin Brudermüller treibe sieben Monate vor seinem Ausscheiden den Verkauf von Konzernteilen im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro voran, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmens- und Finanzkreise.
Demnach geht es um vier Bereiche. Einerseits die Öl- und Gasfördertochter Wintershall Dea - eine Trennung ist hier bereits seit mehreren Jahren geplant. Interessenten seien unter anderem der französische Ölkonzern Totalenergies und der norwegische Förderer Equinor. Auch ein Staatsfonds aus Abu Dhabi gehöre zum Interessentenkreis. BASF hält rund 73 Prozent an der Firma. Weitere Verkaufskandidaten sollen das Katalysatorengeschäft für Verbrennerautos, Teile der Sparte mit Lacken und Beschichtungen (Coatings) sowie einzelne Werke im Geschäft mit Nahrungszusätzen sein.
Strabag kann Oligarchen-Anteil unter Sperrminorität senken
Dem österreichischen Baukonzern Strabag ist es gelungen, den Einfluss seines russischen Kernaktionärs MKAO Rasperia Trading zu begrenzen. Nach diversen Kapitalschritten sinke die Beteiligung der vom sanktionierten Oligarchen Oleg Deripaska kontrollierten Firma auf rund 24,1 Prozent von 27,8 Prozent, teilte das Unternehmen mit.
Dies gelinge unter anderem durch die Ausschüttung von freien Rücklagen an die Aktionäre, wobei jeder Anteilseigner zwischen einer Aktien- und einer Baroption wählen konnte. Für Deripaska galt das nicht: Er musste die Barvariante wählen, die aber wegen der Sanktionen nicht ausgeschüttet wird.
Softwarefirma will an die Börse - Milliardenbewertung angepeilt
Bei ihrem geplanten Börsengang hofft die Softwarefirma Planisware auf eine Bewertung von 1,11 bis 1,25 Milliarden Euro. Der französische Spezialist für das Management von Projektportfolios gab bekannt, Interessenten 15,1 Millionen Aktien zu je 16 bis 18 Euro anzubieten. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von bis zu 272 Millionen Euro. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 11. Oktober. Die Erstnotiz an der Pariser Börse sei für den 12. Oktober geplant.
Chinas "Goldene Woche" glänzt nur vordergründig - Es gibt viele Probleme
In China findet derzeit die "Goldene Woche" statt. Viele Menschen nutzen die freien Tage für eine Reise. Gleichzeitig ist es traditionell eine wichtige Zeit, um den Konsum anzukurbeln. Doch hinter der glänzenden Fassade der chinesischen Nationalfeiertagswoche kämpft das Land mit zahlreichen wirtschaftlichen Krisen.
Deutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex weit unter Wachstumsschwelle
Die Aktivität in der deutschen Industrie ist im September etwas deutlicher als bisher angenommen geschrumpft. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg in zweiter Veröffentlichung auf 39,6 von 39,1 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 39,8 erwartet, was dem Niveau der ersten Veröffentlichung entsprach. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
"Die Fertigung wurde so stark gedrosselt wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr und auch die Neuaufträge gingen zwar abgeschwächt, aber erneut deutlich zurück. Darüber hinaus blickten die Hersteller pessimistischer in die Zukunft als zuletzt und kürzten entsprechend beim Personal, obgleich das Minus klein ausfiel", heißt es in der Veröffentlichung von S&P Global.
Den USA droht weiterhin Regierungsstillstand
Eine teilweise Stilllegung von US-Behörden ist nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz auch nach der Einigung auf eine Übergangsfinanzierung am Wochenende nicht vom Tisch. "Bis Mitte November muss der Kongress entweder ordentliche Haushaltsgesetze oder eine weitere Übergangsfinanzierung beschließen. Die Positionen im Kongress bezüglich der Höhe der Staatsausgaben und bei Themen wie Ukraine-Hilfe und Grenzsicherung liegen aber weit auseinander." Es drohe also weiterhin der 22. Regierungsstillstand seit 1976.
In Teilen der republikanischen Fraktion herrscht über die Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit den Demokraten Balz zufolge großer Unmut. "Der radikale Flügel will daher den ohnehin erst im 15. Anlauf gewählten republikanischen Sprecher Kevin McCarthy entmachten."
200-Tage-Linie wird zur ernsthaften DAX-Hürde
Auf die 200-Tage-Linie beim DAX als wichtige Hürde auf dem Weg nach oben verweist Thomas Altmann von QC Partners. Sie verläuft bei 15.578 Punkten. Vorbörslich sieht es allerdings trotz des abgewendeten Shutdowns in den USA noch nicht nach einem Test aus.
Deutliche Kurssprunge im nachbörslichen US-Handel
Im nachbörslichen Handel am Freitag hat die Musik vorwiegend in Nebenwerten gespielt. Oragenics sprangen um gut 20 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen die Übertragung von Aktiva an Lantern Bioworks bekanntgegeben hatte. Oragenics fließen dadurch 50.000 Dollar in bar zu. Außerdem erhält das Unternehmen das Recht zum Erwerb von 1 Million Lantern-Aktien und 10 Prozent des Gewinns der übertragenen Aktiva in den kommenden zehn Jahren.
Natuzzi stiegen um 4,3 Prozent. Der italienische Möbelhersteller, dessen Aktien an der Nyse notiert sind, rechnet mit einer geringeren Nachfrage und plant deshalb Kostensenkungen. Daneben soll die Lieferkette optimiert werden.
Für Syndax Pharmaceuticals ging es um gut 15 Prozent aufwärts. Das Unternehmen kündigte für den 2. Oktober die Veröffentlichung von Ergebnissen einer Studie zur Leukämie-Therapie Revumenib an.
DAX zieht nach oben
Der DAX arbeitet sich zum Start in den Oktober zunächst weiter nach oben. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag schon leichte Gewinne verbucht hatte, notiert aktuell 0,3 Prozent fester bei Kursen um 15.430 Punkte. "Nach einem schwachen September gestaltet sich der Start in den Oktober freundlich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist auf den zunächst abgewendeten US-Shutdown und den positiven Tankan-Bericht zum Geschäftsklima in Japan.
US-Übergangshaushalt verhindert Wachstumsverluste
Der Übergangshaushalt erspart den USA Wachstumsverluste. Ulrich Stephan von der Deutschen Bank beziffert sie mit 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts pro Woche. Mit dem Übergangshaushalt wurde ein Shutdown erst einmal abgewendet, er gilt für 45 Tage bis zum 17. November.
Saudi-Arabien will Finanzmärkte anzapfen
Saudi-Arabien erwartet auch wegen der gekürzten Ölförderung ein Haushaltsdefizit und will deshalb die internationalen Finanzmärkte anzapfen. Die Neuverschuldung werde in diesem Jahr bei zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen, wie das Finanzministerium mitteilt. Zuvor war mit einem Überschuss (BIP) gerechnet worden. Im kommenden Jahr werde das Defizit mit 1,9 Prozent ähnlich groß ausfallen. Beide Defizite werden auf jeweils rund 161 Milliarden Riyal – rund 40,5 Milliarden Euro - geschätzt.
Saudi-Arabien arbeite deshalb am "Zugang zu den globalen Schuldenmärkten, um die Position des Königreichs auf den internationalen Märkten zu verbessern", so das Finanzministerium. Das Land ist nach wie vor stark von den Öleinnahmen abhängig, auch wenn es viel Geld für Initiativen zur Diversifizierung seiner Wirtschaft ausgegeben hat. Die Ölpreise liegen nach wie vor unter dem Vorjahresschnitt von 100 Dollar pro Barrel, auch wenn zuletzt die Marke von 90 Dollar übertroffen wurde - nicht zuletzt, weil Riad im vergangenen Monat bekannt gab, seine um eine Million Barrel pro Tag gedrosselte Ölförderung bis Ende 2023 zu verlängern.
Wegen der geringeren Ölproduktion dürfte beim Wirtschaftswachstum in diesem Jahr nur ein Mini-Wachstum von 0,03 Prozent herauskommen, so das Finanzministerium. Bislang war ein Plus von 3,1 Prozent erwartet worden.
Übernehmen Pessimisten das DAX-Ruder?
Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag hatte er 0,4 Prozent auf 15.386 Punkte gewonnen, im Monat September aber 3,9 Prozent eingebüßt. Ob die Börsenpessimisten in der neuen Woche den Rückzug antreten oder doch ein Crashmonat startet, dürften also unter anderem die anstehenden Wirtschaftsdaten entscheiden.
Heute werden zunächst Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in der Euro-Zone und USA veröffentlicht. Nach der am Wochenende abgelaufenen Frist zur Einigung blicken die Anleger zudem verstärkt auf den Stand im US-Haushaltsstreit. Die Börsen in China bleiben die Woche feiertagsbedingt geschlossen. Im Aufsichtsrat der Allianz, der am Montag tagt, geht es Insidern zufolge um Personalien. Im Vordergrund steht die erwartete vorzeitige Vertragsverlängerung von Vorstandschef Oliver Bäte.
Starker Tankan stützt Tokioter Börse
Zum Start in die neue Woche zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien uneinheitlich. Der Erleichterung darüber, dass ein "Shutdown" in den USA abgewendet wurde, stehen durchwachsene chinesische Konjunkturdaten gegenüber. Die Börsen in Shanghai und Hongkong sind am Montag allerdings feiertagsbedingt geschlossen. Auch in Seoul wird wegen eines Feiertags nicht gehandelt.
In den USA hat sich das Repräsentantenhaus am Wochenende noch rechtzeitig auf einen Übergangshaushalt geeinigt. Andernfalls hätte zum 1. Oktober die Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen gedroht. In China sanken derweil im September die Caixin-Einkaufsmanagerindizes sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor, wobei beide Indizes aber im Expansionsbereich blieben.
An der Börse im australischen Sydney sinkt der S&P/ASX-200 0,2 Prozent. An der Tokioter Börse liegt der Nikkei-Index 0,5 Prozent im Plus, nachdem der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank positiv überrascht hat. Die Stimmung unter den großen japanischen Industrieunternehmen hat sich deutlicher aufgehellt als erwartet. Etwas Unterstützung kommt auch von der Währungsseite, denn der Dollar legt nach der Einigung im Ausgabenstreit zum Yen und anderen Währungen zu.
Bafin will Aufpasser bei Deutscher Bank
Das Kundenchaos bei der Postbank hat offenbar Konsequenzen für den Mutterkonzern Deutsche Bank. Die Finanzaufsicht Bafin wolle einen Sonderbeauftragten entsenden, der die Fortschritte der Bank bei der Behebung ihrer Probleme im Kundenservice überwache, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mehrere mit dem Sachverhalt vertraute Personen. Der Sonderaufpasser solle auch überprüfen, ob die Bank dabei den ehrgeizigen Zeitplan einhalte, zu dem sie sich im September der Bafin gegenüber verpflichtet habe. Eine formale Entscheidung über die geplanten Anordnungen und Maßnahmen habe die Bafin zwar noch nicht getroffen. Es gelte allerdings als sehr unwahrscheinlich, dass sie darauf verzichten werde, so das Blatt.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte Fehler bei der IT-Umstellung der Postbank eingeräumt. "Wir sind hier unserer Verantwortung nicht gerecht geworden", sagte Sewing kürzlich auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Man habe die Kunden sehr enttäuscht. Die Deutsche Bank müsse nun umso härter dafür arbeiten, die Probleme schnell vollständig zu beheben und das Vertrauen zurückzugewinnen. In den vergangenen Wochen habe sich die Lage aber deutlich verbessert, sagte Sewing.
Bei der Migration der Postbank-IT auf die Systeme der Deutschen Bank, die im Juli eigentlich als abgeschlossen erklärt worden war, gibt es erhebliche Probleme. Kunden konnten zeitweise nicht auf ihre Konten zugreifen, der Kundenservice war kaum erreichbar. Die vielen Beschwerden riefen Verbraucherschützer und die Bafin auf den Plan.
Deutscher Zertifikatepreis: Das war die Strategie des Gesamtsiegers
Bereits zum zweiten Mal wurde jetzt in Frankfurt am Main der Deutsche Zertifikatepreis verliehen. Mit welcher Strategie hat es der Gesamtsieger aufs Treppchen geschafft? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und dem Veranstalter Benjamin Feingold von Feingold Research.
Tokioter Börse baut auf zwei positive Nachrichten
Die japanischen Märkte erhalten zu Beginn der Handelswoche Auftrieb durch die Abwendung eines Regierungsstillstands in den USA. Eine am Wochenende verabschiedete Überbrückungsfinanzierung ermöglicht es der US-Regierung, bis zum 17. November handlungsfähig zu bleiben. Die Risiken eines Shutdowns seien jedoch nur aufgeschoben, nicht aufgehoben, so die Strategen von TD Securities. "Das Gefühl einer geringeren Unsicherheit wird wahrscheinlich zu einer leichten Erleichterung an den Märkten führen", aber die Marktvolatilität werde sicherlich hoch bleiben, da die Anleger auf den nächsten Impuls in Form neuer Inflationsdaten warteten. Japanische Aktien wurden auch von der vierteljährlichen Tankan-Umfrage der BOJ beflügelt, die eine weitere Verbesserung des Geschäftsklimas zeigte.
Der Nikkei liegt im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 32.306 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 1,2 Prozent auf 2350 Zähler. Die Märkte auf dem chinesischen Festland sind seit Freitag bis Ende dieser Woche wegen Feiertagen ("Goldene Woche") geschlossen.
Chinas Dienstleistungssektor hat ein Problem
Die chinesischen Dienstleister wachsen trotz zahlreicher Konjunkturmaßnahmen von Regierung und Zentralbank kaum noch. Der Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor fiel im September um 1,6 auf 50,2 Punkte, wie aus dem Caixin-Bericht hervorgeht. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2022. Das Barometer liegt damit nur noch hauchdünn über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. "Angebot und Nachfrage im Dienstleistungsbereich wuchsen im September langsamer, da sich die Marktbedingungen weniger als erwartet verbesserten", erklärt Caixin-Ökonom Wang Zhe. Zugleich kämpfen die Unternehmen mit höheren Kosten, etwa für Personal.
Auch in der Industrie ließ das Wachstum nach: Hier fiel der Einkaufsmanagerindex um 0,4 auf 50,6 Punkte. Ökonomen hatten einen leichten Anstieg erwartet. "Der wirtschaftliche Aufschwung muss aufgrund unzureichender Inlandsnachfrage, externer Unsicherheiten und Druck auf dem Arbeitsmarkt noch eine solide Basis finden", sagt Ökonom Zhe dazu. Rasche Besserung ist nicht in Sicht: Die Aussichten wurden so schlecht bewertet wie seit einem Jahr nicht mehr. Die Hersteller von Konsum-, Investitions- und Vorleistungsgütern bauten allesamt Personal ab.
Japans Geschäftsklima so gut wie seit Ende 1991 nicht mehr
Die Stimmung in der japanischen Wirtschaft hat sich laut einer Umfrage der Bank of Japan (BOJ) verbessert. Der entsprechende Gesamtindex der großen Hersteller stieg im September auf neun von fünf im Juni, wie der vierteljährliche Tankan-Bericht der Zentralbank zeigt. Damit übertraf er die Marktprognosen von sechs Punkten und verbesserte sich das zweite Quartal in Folge. Der Index für den Dienstleistungssektor kletterte gegenüber dem Vormonat auf 27 von 23 und verbesserte sich damit das sechste Quartal in Folge. Dies ist der höchste Wert seit November 1991. Analysten hatten mit einem Wert von 24 gerechnet.
"Die unerwartet starke Verbesserung in der jüngsten Tankan-Umfrage deutet darauf hin, dass die Wirtschaft weiterhin überdurchschnittlich schnell wächst, was zu zunehmenden Personalengpässen und anhaltendem Preisdruck beiträgt", sagt Marcel Thieliant, Leiter Asien-Pazifik bei Capital Economics. Die wichtigsten Hersteller erwarten eine Verbesserung der Bedingungen in den kommenden drei Monaten, obwohl die schleppende globale Nachfrage und Anzeichen einer Schwäche der chinesischen Wirtschaft die Aussichten trüben.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,3 Prozent auf 149,78 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 7,3010 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9158 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,0567 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 0,9678 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,2189 Dollar.
Euro / Dollar
Goldener Oktober oder DAX-Crash?
Hinfallen, Krone richten und Aufstehen - nach einem der bislang schlechtesten Börsenmonate in diesem Jahr hoffen Anleger auf einen goldenen Oktober. Saisonal gesehen ist der Herbstmonat Strategen zufolge durchaus eine gute Zeit, um Aktien zu kaufen. "Der Börsenmonat ist jedoch auch bekannt für seine Crashs und Paniken wie der Bankenpanik von 1907, der Weltwirtschaftskrise 1929 und dem Schwarzen Montag von 1987", warnt Konstantin Oldenburger, Marktanalyst von CMC Markets.
In der letzten Septemberwoche hatte der DAX erneut mehr als ein Prozent eingebüßt. Insgesamt waren es in zurückliegenden Börsenmonat damit knapp vier Prozent. Immerhin konnte der deutsche Börsenleitindex am Freitag aber den Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent und 15.386 Zählern abschließen.
Die Chance auf eine Jahresendrally sei aber weiter vorhanden, sagt Sven Streibel, Chef-Aktienstratege der DZ Bank. "Wir sehen in der jüngsten Misere aber nur eine gewöhnliche Korrektur nach einem unerwartet erfolgreichen Börsenjahr." Eine echte Panik wie beim Bankenbeben im März gebe es nicht, wenn auch die Krisenherde Energie, Zinsen und China die Anlegerstimmung auf ein neues Tief gedrückt hätten. "Der ökonomische Meltdown ist bisher ausgeblieben und die Resilienz der Unternehmensgewinne in den Blue Chip Indizes wird immer noch verdrängt", sagt Streibel. "Wir sehen deshalb weiterhin gute Gründe, investiert zu bleiben und nicht zu verkaufen."
Ob die Börsenpessimisten in der neuen Woche den Rückzug antreten oder doch ein Crashmonat startet, dürften also unter anderem die anstehenden Wirtschaftsdaten entscheiden. Am Montag werden zunächst Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in Deutschland, der Eurozone, Frankreich, Großbritannien und USA veröffentlicht. Jenseits des Atlantiks stehen zudem noch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sowie Zahlen zu den Bauausgaben auf der Agenda. Weitere Wochentermine finden Sie hier.