Der Börsen-Tag
22. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
16:41 Uhr

Neue EU-Regeln für Kryptoanbieter - ohne Lizenz geht bald nichts mehr

Ab Juli gelten neue Regeln für Kryptoanbieter in der EU - wer bis dahin keine Lizenz nach dem neuen EU-Standard Mica hat, dem droht ein Betriebsverbot und muss das Geschäft geordnet rückabwickeln. Das kann für Anleger weitreichende Folgen haben, zumal Mitte Juni noch längst nicht alle die nötige Lizenz erteilt bekommen haben. Wie Anleger prüfen können, ob sie betroffen sind und was dann zu tun ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Stijn Vander Straeten von Crypto Finance.

Neue EU-Regeln für Kryptoanbieter - ohne Lizenz geht bald nichts mehr
16:14 Uhr

Aktie von Biotechfirma geht durch die Decke - SpaceX tiefrot

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Trotz der jüngsten Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen haben sich Anleger zum Handelsstart an der Wall Street zunächst zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte zog um 0,3 Prozent auf 51.717 Punkte an. Der breiter gefasste S&P 500 notierte leicht fester bei 7510 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab dagegen leicht auf 26.483 Punkte nach. Vertreter der USA und des Iran hatten bei ihrer ersten Gesprächsrunde in der Schweiz "ermutigende Fortschritte" erzielt, wie die Vermittler mitteilten. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um 3,3 Prozent auf bis zu 77,95 Dollar je Barrel.

Unter den Einzelwerten sprangen zudem die Aktien von Apogee Therapeutics um rund 47 Prozent in die Höhe. Der Pharmakonzern Abbvie hatte eine Übernahme des Biotech-Unternehmens für 10,9 Milliarden Dollar angekündigt. Die Papiere von SpaceX setzten hingegen ihren Abwärtstrend nach dem Börsendebüt fort und fielen um mehr als sechs Prozent.

Aktie von Biotechfirma geht durch die Decke - SpaceX tiefrot
15:51 Uhr

Volkswagen entdeckt Usbekistan

Volkswagen nimmt auf der Suche nach Absatzmöglichkeiten für seine in China gefertigten Autos das zentralasiatische Usbekistan ins Visier. Zum Marktstart würden ausgewählte Fahrzeuge der Marke VW sowie Modelle der Marke Jetta aus chinesischer Produktion angeboten, teilte das Dax-Unternehmen mit. Erstmals werde ein Exportmarkt ganz von China aus gesteuert. In einem ersten Schritt werde ein Händlernetz aufgebaut, noch in diesem Jahr solle eine Endmontage mit dem Partner Alyans Auto in der usbekischen Hauptstadt Taschkent aufgebaut werden.

Usbekistan gehört nach Unternehmensangaben zu den am stärksten wachsenden Fahrzeugmärkten Zentralasiens. Der Eintritt in weitere Märkte insbesondere in Südostasien, im Mittleren Osten, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sowie in ausgewählten afrikanischen Staaten werde derzeit geprüft, teilte Volkswagen weiter. Ziel sei es, die internationale Präsenz von Volkswagen nachhaltig auszubauen. VW will China zur Export-Drehscheibe ausbauen. Dabei gehe es vor allem um Ausfuhren in die Länder, die von Europa aus nicht wirtschaftlich bedient werden könnten, neben Usbekistan etwa Thailand oder Vietnam, sagte der für das China-Geschäft zuständige Vorstand Ralf Brandstätter.

Volkswagen entdeckt Usbekistan
15:34 Uhr

Robinhood plant Milliardenanleihe - Aktie fällt

Die jüngsten Finanzpläne des Online-Brokers Robinhood stimmen die Anleger vorsichtig. Die Titel des kalifornischen Unternehmens geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund 1,5 Prozent nach. Robinhood will nach eigenen Angaben eine privat platzierte Wandelanleihe im Volumen von zwei Milliarden Dollar ausgeben, die am 1. Oktober 2029 fällig wird. Der Erlös solle für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, darunter Investitionen in organisches Wachstum und mögliche Übernahmen. Zudem sind rund 300 Millionen Dollar für den Rückkauf eigener Aktien vorgesehen, um den Anleiheinvestoren Absicherungsgeschäfte zu erleichtern.

Robinhood plant Milliardenanleihe - Aktie fällt
15:15 Uhr

US-Anleiherenditen und Dollar legen zu - Iran-Gespräche stocken

Die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar steigen angesichts der angespannten Verhandlungen im Nahen Osten. Die Ölpreise geben nach, da Vermittler mitteilen, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach einem holprigen Start in dieser Woche fortgesetzt werden. Die langwierige Störung der globalen Ölversorgung hält jedoch die Inflationsängste hoch. Im weiteren Verlauf der Woche stehen Daten zum US-BIP sowie der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan an.

Der WSJ Dollar Index steigt um 0,1 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe liegt bei 4,485 Prozent, nach 4,450 Prozent am Donnerstag, da die US-Märkte am Freitag geschlossen waren. Die Rendite der zweijährigen Anleihe steigt auf 4,213 Prozent von 4,177 Prozent.

US-Anleiherenditen und Dollar legen zu - Iran-Gespräche stocken
14:47 Uhr

Ryanair steht bei Branchenpleiten Gewehr bei Fuß

Ryanair dürfte schnell auf alle Marktaustritte im europäischen Luftfahrtsektor reagieren, schreiben die Bernstein-Analysten Alex Irving und Antoine Madre. Die Luftfahrt sei eine margenschwache, zyklische Branche, und Insolvenzen seien ein häufiges Merkmal des Sektors, so die Analysten. Fluggesellschaften könnten mit hohen Verschuldungsgraden arbeiten und lange Zeit Verluste schreiben, aber sobald das Geld ausgehe, werde der Betrieb eingestellt, fügen sie hinzu. Die Analysten erwarten, dass kleinere und schwächere Fluggesellschaften - die vor allem in den Märkten Mittel- und Osteuropas anzutreffen sind - in finanzielle Schwierigkeiten geraten und Insolvenz anmelden werden. Im Vergleich dazu verfüge Ryanair über eine der besten Bilanzen mit einer Nettoliquidität von 2 Milliarden Euro per März 2026, fügen sie hinzu. Die Aktie des irischen Billigfliegers notiert 0,6 Prozent höher bei 25,88 Euro.

Ryanair steht bei Branchenpleiten Gewehr bei Fuß
14:22 Uhr

Milliardendeal in der Pharmabranche

Der US-Pharmakonzern Abbvie übernimmt Apogee Therapeutics für 10,9 Milliarden Dollar und lässt den Aktienkurs des Biotechunternehmens mit der Nachricht vorbörslich haussieren. Abbvie erklärte, dass man 135,11 US-Dollar je Aktie in bar zahlen wolle. Dies entspricht einem Aufschlag von 49 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag bei 90,38 Dollar. Der Aktienkurs von Apogee stieg im vorbörslichen Handel zum Wochenauftakt um fast 52 Prozent auf 136,96 Dollar, bevor der Handel ausgesetzt wurde.

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Abbvie nimmt kräftig Geld in die Hand. (Foto: imago images / ZUMA Press)

Abbvie kauft sich mit der Übernahme das experimentelle Medikament Zumilokibart von Apogee ein. Dieses befindet sich derzeit in Phase-3-Studien und gilt als potenzieller Konkurrent für Dupixent von Regeneron Pharmaceuticals und Sanofi bei der Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, der häufigsten Form von Neurodermitis. Abbvies Blockbuster-Medikament Rinvoq ist für die Anwendung bei mehreren Autoimmunerkrankungen zugelassen, darunter auch Neurodermitis.

Milliardendeal in der Pharmabranche
14:00 Uhr

Rötliche Vorzeichen an der Wall Street

Leichte Abgaben deuten sich zu Wochenbeginn an der Wall Street an. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,1 Prozent. Im Fokus stehen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für einen dauerhaften Frieden. Fortschritte bei den Verhandlungen, einschließlich der Bemühungen um eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Herausforderungen bezüglich des Libanon, haben die Sorgen um die Unterbrechungen der Energieversorgung gemindert und die Befürchtungen eines breiteren Inflationsschocks verringert, heißt es von der Saxo Bank.

Im Blick könnten auch diverse Veränderungen bei den Zusammensetzungen von S&P-500 und Nasdaq-100 stehen. So werden die Aktien von Flex und Marvell Technology in den S&P-500 aufgenommen. Dagegen müssen Campbell's und Pool ihren Platz in dem Index räumen. Neue Mitglieder des Nasdaq-100 werden Astera Labs, Coreweave, Nebius, Rocket Lab und Teradyne. Entnommen werden die Papiere von Charter Communications, Cognizant, Insmed, Verisk und Zscaler.

Rötliche Vorzeichen an der Wall Street
13:36 Uhr

Neues vom Geldmarkt - Experte äußert sich zu EZB-Zinspolitik

Die Sätze am europäische Geldmarkt treten nahezu auf der Stelle, und geht es nach Berenberg-Volkswirt Holger Schmieding, dürfte dies noch lange so bleiben. Schmieding sieht keine Notwendigkeit für EZB-Zinserhöhungen vor 2028. Er begründet das unter anderem mit der Inflationsentwicklung. Im März und April nächsten Jahres werde der mit dem Iran zusammenhängende Anstieg der Energiepreise aus dem Vorjahresvergleich herausfallen. Darüber hinaus erwartet Berenberg, dass der Ölpreis im Jahr 2027 um 75 Dollar pro Barrel der Sorte Brent schwanken wird. Die daraus resultierenden Basiseffekte dürften die Gesamtinflation im nächsten Frühjahr unter 2,0 Prozent drücken.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,36 (2,13 - 2,36), 1-Monats-Geld: 2,19 - 2,44 (2,19 - 2,44), 3-Monats-Geld: 2,18 - 2,53 (2,18 - 2,53), 6-Monats-Geld: 2,53 - 2,70 (2,53 - 2,70), 12-Monats-Geld: 2,63 - 2,67 (2,63 - 2,67), Euribors: 19.06. 18.06 3 Monate: 2,3300 2,3860, 6 Monate: 2,6220 2,6060, 12 Monate: 2,7890 2,7480 

Neues vom Geldmarkt - Experte äußert sich zu EZB-Zinspolitik
13:18 Uhr

Langjähriger Fed-Chef Greenspan gestorben

Der langjährige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, ist tot. Der einflussreiche Ökonom, der während seiner fünf Amtszeiten als Vorsitzender der Fed unter vier Präsidenten die US-Geldpolitik leitete, sei am Montag verstorben, zitierte NBC Greenspans Frau Andrea Mitchell. Er wurde 100 Jahre alt. Greenspan war von 1987 bis 2006 Chef der Fed.

Greenspan hat den modernen amerikanischen Kapitalismus von den letzten Jahren des Kalten Krieges bis zum Beginn des digitalen Zeitalters mitgeprägt. Er leitete die Fed während einer der längsten Wirtschaftsexpansionen in der Geschichte der USA, einem Boom, der von 1991 bis 2001 andauerte. Aber er wurde auch für Entscheidungen kritisiert, die Kritiker als Grundlage für die globale Finanzkrise 2007/08 bezeichnen. Greenspan war Befürworter der Deregulierung des Finanzsektors.

Langjähriger Fed-Chef Greenspan gestorben
13:00 Uhr

Raumfahrtkonzern OHB braucht frisches Geld

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB will sich eine halbe Milliarde Euro frisches Kapital von den Aktionären für den erwarteten Raumfahrt-Boom besorgen. Der Großaktionär KKR nutzt das für einen Teilausstieg. Insgesamt sollen bis zu 2,93 Millionen OHB-Aktien für zusammen 879 Millionen Euro an neue und bestehende Aktionäre verkauft werden, wie das Unternehmen mitteilte. 510 Millionen Euro davon fließen OHB zu, der Rest geht an KKR. Mit dem frischen Geld wolle der Konzern die eigenen Kapazitäten ausbauen und mögliche Übernahmen im Zuge einer Konsolidierung des europäischen Raumfahrtmarkts in Angriff nehmen. Der Streubesitz steigt damit auf bis zu 19,2 Prozent von bisher nur 5,7 Prozent.

Der Kaufpreis für die neuen Aktien liegt bei 300 Euro und damit um gut ein Viertel unter dem Schlusskurs von 405,50 Euro vom vergangenen Freitag. Die OHB-Aktie hat ihren Kurs seit September 2025 mehr als versechsfacht. Die Familie Fuchs lässt ihre Beteiligung von 65 auf gut 60 Prozent abschmelzen, indem sie ihre Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung nicht ausübt, sondern die neuen Aktien über den Markt verkaufen lässt. 

Raumfahrtkonzern OHB braucht frisches Geld
12:39 Uhr

Anleger in Gilts und Pfund handeln nach Starmer-Rücktritt vorsichtig

Britische Staatsanleihen, oder Gilts, und das Pfund Sterling haben sich nach dem weithin erwarteten Rücktritt von Premierminister Keir Starmer stabil gezeigt. Gilts und das Pfund Sterling hätten im Vorfeld der Entscheidung nachgegeben und seien weiterhin anfällig, da Großbritannien mit politischer und fiskalischer Unsicherheit konfrontiert sei, schreibt Susannah Streeter von Wealth Club in einer Research Note.

"Nach Jahren des politischen Hin und Her dürften Anleger Stabilität, Glaubwürdigkeit und einer klaren langfristigen Wirtschaftsstrategie eine Prämie beimessen", schreibt Susannah Streeter von Wealth Club in einer Research Note. Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen liegen laut Daten von Tradeweb kaum verändert bei 4,840 Prozent. Das Pfund Sterling notiert unverändert bei 1,3229 US-Dollar.

Anleger in Gilts und Pfund handeln nach Starmer-Rücktritt vorsichtig
12:21 Uhr

Hochtief verdrängt Porsche im Dax: "Aktienkurs fast verdreifacht"

Der Baukonzern Hochtief ist seit heute im Dax. Das Unternehmen hatte im Mai "hohe Gewinnzuwächse" und einen "Rekord-Auftragsbestand" vermeldet. Womit Hochtief Kasse macht und wie die Analysten die weitere Entwicklung der Aktie einschätzen - das sagt uns ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.

Hochtief verdrängt Porsche im Dax: "Aktienkurs fast verdreifacht"
12:00 Uhr

Dax leicht im Minus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich an diesem nachrichtenarmen Tag bislang in einem sehr engen Rahmen bewegt. Der Leitindex fiel am Mittag um 0,3 Prozent auf 24.907 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,1 Prozent auf 6288 Stellen. Der Euro lag stabil bei 1,1460 US-Dollar.

Dax leicht im Minus
11:40 Uhr

Iran-Gespräche: "Wir werden so manche Überraschung erleben"

Die USA verhandeln mit den USA über ein Ende der Kriegshandlungen. Für die Märkte ist die Situation an der Straße von Hormus jedoch weiterhin instabil. Finanzmarktexperte Ascan Iredi fordert von den US-Verhandlern eine harte Linie und warnt vor Zugeständnissen bei der Verwaltung der Meerenge.

Iran-Gespräche: "Wir werden so manche Überraschung erleben"
11:24 Uhr

Trotz Nahost-Abkommens bleiben Anleger vorsichtig

Mit dem Nahost-Abkommen zwischen den USA und Iran können die Börsen erst einmal aufatmen. Zwar reagierte der Ölpreis sofort und ging deutlich zurück. Doch nach der Achterbahnfahrt im ersten Halbjahr bleiben viele Anleger vorsichtig. Die im November anstehenden Zwischenwahlen in den USA zwingen Donald Trump geradezu, rechtzeitig Erfolge vorzuweisen. Doch was danach ist, lässt sich mit dem Stand von heute nur schwer prognostizieren. Diese Unsicherheit lässt sich an der Börse unter anderem an einer höheren erwarteten Volatilität ablesen. Und genau diese Volatilität können Anleger für sich nutzen. Speziell Discountzertifikate weisen umso bessere Konditionen auf, je höher der Unsicherheitsfaktor an der Börse ist. Was das für Anleger bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Peter Bösenberg von der Société Générale und Sven Gundermann von Taunus Investments.

Trotz Nahost-Abkommens bleiben Anleger vorsichtig
10:57 Uhr

Gaspreise gehen hoch - Explosion in Katar

Die europäischen Erdgaspreise steigen. Händler wägen die Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab und warten auf Einzelheiten über die Schäden an einer wichtigen Gasanlage in Katar nach einer Explosion. Im frühen Handel steigt der richtungsweisende niederländische TTF-Kontrakt um 1,5 Prozent auf 42,67 Euro je Megawattstunde. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran wegen dessen Unterstützung der libanesischen Gruppierung Hisbollah gedroht, was zu einem Wiederaufflammen der Spannungen geführt habe. Nun teilten die Vermittler Pakistan und Katar jedoch mit, die beiden Seiten hätten sich auf einen Fahrplan geeinigt, um innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung zu erzielen.

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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

Unabhängig davon erschütterte eine Explosion die katarische Gasversorgungsanlage Barzan, während das Land daran arbeitet, die durch den Krieg unterbrochenen LNG-Exporte wiederherzustellen. "Je weiter wir in die Einspeichersaison vorrücken und uns dem Winter 2026/27 nähern, desto empfindlicher wird der europäische Gasmarkt auf die Entwicklungen im Nahen Osten reagieren", meinen die Analysten von ING. Dies gelte insbesondere, da die EU-Speicherstände weiterhin deutlich unter den saisonalen Normen lägen.

Gaspreise gehen hoch - Explosion in Katar
10:41 Uhr

Milliardengebot eines US-Investors für Easyjet - Briten lehnen ab

Der US-Finanzinvestor Castlelake will den britischen Billigflieger Easyjet für 4,74 Milliarden Pfund (5,46 Milliarden Euro) kaufen. Das öffentliche Übernahmeangebot bewertet die Airline mit 625 Pence je Aktie und entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag, wie Castlelake mitteilte. Castlelake will den Easyjet-Aktionären zudem eine teilweise Beteiligung anbieten. Damit könnten sie als Partner von Castlelake an der Fluglinie beteiligt bleiben, die dann nicht mehr börsennotiert wäre. Easyjet hat die eigenen Aktionäre derweil aufgefordert, die Übernahmeofferte nicht anzunehmen.

Nach britischem Übernahmerecht hatte Castlelake bis zum 26. Juni Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich zurückzuziehen. Analysten zufolge machen die niedrige Bewertung, die Start- und Landerechte an wichtigen Flughäfen und die stabile Flotte Easyjet zu einem attraktiven Übernahmeziel. 

Milliardengebot eines US-Investors für Easyjet - Briten lehnen ab
10:16 Uhr

Berlin und Paris einigen sich bei deutscher KNDS-Beteiligung

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt. Wie der Elysée-Palast in Paris mitteilte, machten beide Staaten damit einen "entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer gemeinsamen Souveränität" im Verteidigungsbereich. Regierungssprecher Stefan Kornelius bekräftigte in Berlin, die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an KNDS an - damit würde Deutschland mit Frankreich gleichziehen.

Berlin und Paris einigen sich bei deutscher KNDS-Beteiligung
09:55 Uhr

Bitcoin steigt – nachhaltige Erholung gestartet?

Der Bitcoin steigt um 0,5 Prozent auf 64.092,87 US-Dollar. Die Kryptowährung stabilisiere sich nach einem monatelangen Rückgang, so das Krypto-Research-Unternehmen Ecoinometrics. Die Phase der Panikverkäufe scheine vorüber zu sein, wobei sich die ETF-Abflüsse nicht mehr beschleunigten. Obwohl die allgemeine Risikobereitschaft am Markt netto positiv bleibe und die Anleger weiterhin Wachstums- statt defensiver Werte bevorzugten, fließe zunehmend Kapital in Anleihen und Wachstumsaktien statt in Bitcoin, erklären die Experten: "Solange Bitcoin nicht wieder anfängt, Kapital anzuziehen, dürfte eine Stabilisierung allein [für eine nachhaltige Erholung] nicht ausreichen."

Bitcoin steigt – nachhaltige Erholung gestartet?
09:32 Uhr

Geopolitik bleibt für Anleger wichtiger Faktor

Die Geopolitik bleibt angesichts einer fragilen Normalisierung in der Straße von Hormus ein Faktor, den Anleger berücksichtigen müssen. Das sagt Dana Malas von SEB. "Die Geopolitik ist jetzt ein kontinuierlicher Risikofaktor sowohl für Investitionsentscheidungen als auch für Prognosen", so die Datenwissenschaftlerin und Junior-Strategin. Der Iran und die USA hätten sich auf die Schaffung eines Mechanismus geeinigt, um die Beendigung der Militäroperationen im Libanon sicherzustellen, so Vermittler. In einer Erklärung teilten Katar und Pakistan - die beiden Vermittler in den Friedensgesprächen mit dem Iran - mit, dass eine Kommunikationslinie zwischen dem Iran und den USA eingerichtet worden sei, um Zwischenfälle zu vermeiden und eine sichere Durchfahrt für Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.

Geopolitik bleibt für Anleger wichtiger Faktor
09:14 Uhr

Die 25.000 ist wieder da

Der Dax startet mit Aufschlägen ins heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag mit leichten Verlusten und 24.986 Punkten ins Wochenende gegangen war, notiert aktuell im Bereich von 25.070 Zählern. Der etwas undurchsichtige Lage im Iran-Krieg auf der einen Seite, steht die Wiederaufnahme der Tech-Rally an den asiatischen Märkten gegenüber, wie es von Marktteilnehmern zum Wochenstart heißt. Nach der feiertagsbedingten Pause vom Freitag, wird heute auch wieder an der Wall Street gehandelt.

Die 25.000 ist wieder da
08:55 Uhr

Tech-Rally: LG-Aktie klotzt ran

An den asiatischen Börsen erholen sich die Indizes vielfach von anfänglichen Verlusten aufgrund von Anzeichen für Fortschritte in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. Händler beobachten eine Rally bei Technologiewerten - der japanische Nikkei springt auf Allzeithoch - auch die technologielastigen Indizes Kospi und Taiex in Südkorea und Taiwan ziehen zwischenzeitlich deutlich an, kommen dann aber wieder zurück.

In Japan klettert der Nikkei um 1,6 Prozent auf 72.377 Punkte. Die Begeisterung über die Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz halte an, heißt es im Handel. Elektronik- und Metallaktien führen die Gewinnerliste an - Murata Manufacturing steigen um 6,7 Prozent, Softbank Group um 2,4 Prozent.

Der Kospi in Seoul legt zunächst um bis zu 1,4 Prozent zu, anschließend fällt der Index aber wieder und verliert aktuell 0,4 Prozent. Das Schwergewicht LG Electronics schnellt um 10,4 Prozent nach oben. Führungskräfte des Konzerns sollen laut Berichten das Nvidia-Hauptquartier besuchen, um über Kooperationen im Bereich KI und Robotik zu beraten. Im Schlepptau geht es für SK Hynix um 5,1 Prozent nordwärts.aufwärts. In China hinken die Börsen erneut der Entwicklung hinterher: Der Shanghai-Composite gewinnt 0,2 Prozent, der HSI in Hongkong verliert 1 Prozent und nähert sich einem Bärenmarktmodus.

Tech-Rally: LG-Aktie klotzt ran
08:39 Uhr

Ölpreise trotzen erneuter Hormus-Blockade

Trotz der erneuten Schließung der Straße von Hormus durch den Iran und der holprigen Friedensgespräche geben die Ölpreise nach. Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 78,83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent schwächer bei 76,00 Dollar. Händler verweisen auf die Aussicht auf ein höheres Angebot, da unter anderem der Irak seine Produktion schrittweise wieder hochfahren will und Millionen Barrel iranisches Öl die Blockadelinie bereits passiert haben.

Ölpreise trotzen erneuter Hormus-Blockade
08:22 Uhr

Deutlich mehr Batteriespeicher gebaut

In Deutschland werden immer mehr Batteriespeicher gebaut. Alleine in den ersten fünf Monaten des Jahres wurden etwa 225.000 Speicher mit einer Kapazität von 3,4 Gigawattstunden installiert, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis des Marktstammdatenregisters mitteilt. Das sind 70 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wichtigster Treiber des Wachstums waren dabei Großspeicher, auf die 1,47 Gigawattstunden entfielen. Das ist mehr als eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr. Sie überholen damit auch Photovoltaik-Heimspeicher, die nur leicht zulegten.

Batteriespeicher können laut BSW-Solar überschüssigen Solar- und Windstrom zwischenspeichern, Netzengpässe reduzieren und den Bedarf an kostspieligen Eingriffen in das Stromsystem verringern. Eine Gigawattstunde entspricht in etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von rund 300.000 Menschen in Deutschland.

Die Speicher seien "eine Schlüsseltechnologie für die Integration erneuerbarer Energien und damit für den Erfolg der Energiewende", sagt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Diese stehe und falle mit einem schnelleren Ausbau. "Angesichts des schleppenden Netzausbaus können neue Solarparks kaum noch ohne einen Batteriespeicher rentabel betrieben werden. Rund zwei Drittel der in den nächsten zwei Jahren geplanten Solarparks werden zusammen mit Speichern geplant."

Deutlich mehr Batteriespeicher gebaut
08:04 Uhr

Die Marktlage ist fragil

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in die Woche kaum verändert erwartet. Die Experten von IG Markets sehen den Dax bei 24.940 Punkten, nachdem er am Freitag mit 24.986 Zählern knapp behauptet geschlossen hatte. Beim Bund-Future tut sich wenig, ebenso beim Euro.

Beim marktbestimmenden Thema Iran-Krieg hat es am Wochenende keinen Durchbruch gegeben, die Nachrichtenlage ist teils widersprüchlich. Weiterhin bestehen Sorgen über die Passierbarkeit der Straße von Hormus mit entsprechenden Auswirkungen auf globale Lieferketten und die Inflation. Laut dem Iran wurde die Passage als Reaktion auf israelische Angriffe auf den Libanon wieder gesperrt. Völlig undurchlässig scheint sie aber dennoch nicht zu sein.

Und von den US-iranischen Verhandlungen in der Schweiz heißt es mal, sie seien unterbrochen wurden, dann aber wieder, es gebe Fortschritte. Alles in allem bezeichnen Marktteilnehmer die Lage als fragil. Das sorge für Unsicherheit und Zurückhaltung.

Die Marktlage ist fragil
07:45 Uhr

Hochtief-Aktien immer wertvoller

Hochtief ist ab heute im Dax. Das Unternehmen wird damit zu den 40 führenden börsennotierten Firmen in Deutschland gezählt. Hochtief verdrängt dort den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den Index für mittelschwere Werte MDax absteigt. Hochtief steigt zum ersten Mal in den deutschen Leitindex auf. Wichtig sind die Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden.

Die Aufnahme in den Dax folgt genau festgelegten Regeln. Entscheidend für Auf- oder Abstieg sind der Wert der Streubesitzaktien an einem bestimmten Tag sowie die Handelsumsätze an der Börse. Alle drei Monate wird überprüft, welche Unternehmen in die Indizes Dax, TecDax, MDax und SDax aufgenommen werden oder sie verlassen müssen.

Der Anfang Juni angekündigte Aufstieg von Hochtief in den Dax kommt nach einem starken Lauf der Aktien in den vergangenen Monaten nicht überraschend. Das Essener Unternehmen profitiert massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) - vor allem in den USA - aber auch von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern. Der Aktienkurs hat sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht, der Börsenwert liegt bei rund 38 Milliarden Euro.

Hochtief-Aktien immer wertvoller
07:27 Uhr

Industrie-Branchengipfel sucht nach Lösungen

Die massiv unter Druck stehende Industrie lädt zu einem Branchentreffen nach Berlin ein. Der Industrieverband BDI dürfte dabei aktuelle Zahlen und Prognosen für dieses Jahr nennen. Zuletzt waren zig Tausende Jobs abgebaut worden. Als prominentester Redner wird am Nachmittag Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil reden. Auf dem Podium werden auch die Chefs von Siemens, Bayer und der Deutschen Bank sein.

Industrie-Branchengipfel sucht nach Lösungen
07:12 Uhr

KNDS-Einstieg des Bundes wohl in trockenen Tüchern

Die Bundesregierung und die deutschen Eigentümerfamilien von KNDS haben sich einem Insider zufolge auf einen Einstieg des Bundes mit 40 Prozent bei dem Panzerbauer geeinigt. Der deutsch-französische Konzern werde dabei mit rund 15 bis 18 Milliarden Euro bewertet, je nachdem wie sich die Aktie nach dem Börsengang entwickle, sagte eine mit dem Vorgängen vertraute Person. KNDS will noch vor dem Sommer an die Börse gehen; die Einhaltung des Zeitplans hing aber noch an der Einigung. Die offizielle Ankündigung der milliardenschweren Emission sei nun in der ersten Wochenhälfte zu erwarten, sagte der Insider. 

KNDS-Einstieg des Bundes wohl in trockenen Tüchern
06:52 Uhr

KI-Euphorie ist zurück

Die Hoffnungen auf Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie ein anhaltender KI-Boom treiben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart an. Der Nikkei steigt um 1,4 Prozent auf 72.247,21 Punkte und überspringt damit erstmals die Marke von 72.000 Zählern. Zuvor hatte er ein Rekordhoch von 72.269,64 Punkten erreicht. Der breiter gefasste Topix gewinnt 1,1 Prozent auf 4089,59 Zähler. Auch in Südkorea geht es bergauf: Der Kospi legt dank einer starken Nachfrage nach Halbleiterwerten um 2,6 Prozent zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verbucht ein Plus von 1,0 Prozent. Die chinesischen Blue Chips treten dagegen auf der Stelle.

In Tokio überwiegt die Euphorie über Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) die geopolitische Unsicherheit. "KI-bezogene Unternehmen spielen wieder einmal eine führende Rolle bei der Marktentwicklung", sagt Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities. "Eine hohe Wachsamkeit hinsichtlich der Entwicklungen im Iran und im Nahen Osten dürfte jedoch anhalten." Zu den größten Gewinnern zählen J.Front Retailing mit einem Kurssprung von 16,2 Prozent nach dem Einstieg eines aktivistischen Investors. Auch der Roboterbauer Fanuc und Yaskawa Electric legen um rund acht beziehungsweise neun Prozent zu.

In China hält die Zentralbank unterdessen die Füße still und belässt die Leitzinsen den 13. Monat in Folge unverändert. Der einjährige Referenzzins (LPR) verharrt bei 3,00 Prozent, der fünfjährige bei 3,50 Prozent. Dies signalisiert, dass die Währungshüter trotz der anhaltenden Immobilienkrise keine Eile haben, die Geldpolitik weiter zu lockern. "Das hartnäckige Problem der Gesamtwirtschaft ist nicht ein Mangel an Liquidität, sondern eine fehlende Kreditnachfrage", erklärt Jing Sima, Chefstratege bei BCA Research. Die Regierung setze offenbar eher auf fiskalische Unterstützung in der zweiten Jahreshälfte als auf direkte Zinssenkungen.

KI-Euphorie ist zurück
06:35 Uhr

China verhängt Sanktionen gegen US-Firmen

China hat im Streit um Technologie- und Handelsbeschränkungen Vergeltungsmaßnahmen gegen insgesamt 56 US-Unternehmen ergriffen. Das Handelsministerium teilte mit, zehn mit dem US-Militär verbundene Firmen seien auf eine Exportkontrollliste gesetzt worden. In einer separaten Mitteilung erklärte das Finanzministerium, Maßnahmen gegen 46 weitere US-Unternehmen ergriffen zu haben. Das Vorgehen sei eine Reaktion auf die "böswillige Praxis" der US-Regierung und diene der Wahrung der nationalen Sicherheit, hieß es aus dem Handelsministerium.

Zu den zehn auf der Exportkontrollliste geführten Unternehmen gehören der Motorenhersteller Aveox sowie die Produzenten von Seltenen Erden MP Materials und USA Rare Earth. Chinesischen Exporteuren ist es ab sofort untersagt, diesen Firmen sogenannte Dual-Use-Güter zu verkaufen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Laufende Exportgeschäfte müssten umgehend gestoppt werden. Die Sanktionen des Finanzministeriums gegen die 46 anderen US-Firmen zielen dagegen auf den Import ab: Chinesischen Käufern ist es nun verboten, Produkte dieser Hersteller zu erwerben. Ausgenommen davon sind in China tätige Unternehmen mit US-Kapital.

China verhängt Sanktionen gegen US-Firmen
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt profitiert der Dollar von der Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen in den USA, die durch robuste Inflationsdaten gestützt wird. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 161,51 Yen und legt leicht auf 6,7722 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8074 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1464 Dollar und zieht leicht auf 0,9256 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Hoffnung auf ruhige Sommerbörse ist verflogen

Trotz der jüngsten Fortschritte dürften die US-Iran-Gespräche auch in dieser Woche weiter für schwankende Kurse an den Aktienmärkten sorgen. "Eine Lösung für die Atomambitionen des Iran bleibt eine genauso große Hürde in den Verhandlungen wie die Marke von 25.000 Punkten für den Dax", sagt Andreas Lipkow, Chefanalyst des Brokers CMC Markets. Am Mittwoch hatten die USA und der Iran ein 14-Punkte-Abkommen geschlossen, das unter anderem die im April verkündete Waffenruhe verlängert und eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen, die auch den Umgang mit dem iranischen Atomprogramm regeln sollen, wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. Die Anleger zeigten sich vorsichtig optimistisch. Der Dax legte auf Wochensicht insgesamt rund 1,5 Prozent auf 24.986 Punkte zu.

Für die nervösen Anleger, die von Lieferketten- und Benzinpreissteigerungen geschädigten Unternehmen sowie die von Inflation gestressten Verbraucher dürfte die Beurteilung des ausgehandelten Rahmenabkommens eher eine untergeordnete Rolle spielen", schreiben die Experten der Helaba. "Hauptsache, der Ölpreis ist wieder deutlich niedriger." Die Preise für die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI lagen zum Wochenschluss bei rund 80 und 77 Dollar je Fass (159 Liter). Vor dem US-Iran-Krieg hatten sie zwischen 60 und 70 Dollar geschwankt.

Die entscheidende Frage wird sein, ob die geopolitischen Schlagzeilen vollständig abklingen und die Märkte sich den offenen Rechnungen der Weltwirtschaft zuwenden", sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Auch nach den jüngsten Notenbanksitzungen sei die Hoffnung auf eine ruhige Sommerbörse verflogen. Die Anleger warten daher mit Spannung auf frische Konjunkturdaten. Daraus erhoffen sie sich Hinweise auf das Ausmaß der langfristigen Auswirkungen des Iran-Krieges und auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Zentralbanken. Die neue Woche eröffnen heute Daten zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone im Juni.

Auf der Unternehmensseite stehen in dieser Woche die Hauptversammlungen einiger großer Unternehmen an. In Deutschland laden unter anderem Porsche AG, Qiagen und Porsche SE zum jährlichen Aktionärstreffen ein. Im Rampenlicht in den USA steht die Hauptversammlung des Chipriesen Nvidia am Mittwoch. Davon erhoffen sich Börsianer Hinweise auf die Nachhaltigkeit der boomenden Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz (KI).

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

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