Dax springt über 25.000 - Euro wertet kräftig auf
Nach einem vorsichtigen Wochenstart hat der deutsche Aktienmarkt im Verlauf des Tages an Fahrt gewonnen. Dabei stützten die internationalen Vorgaben. Mit einem Freudensprung an den japanischen Börsen wurde der überwältigende Wahlsieg der LDP in Japan unter Premierministerin Sanae Takaichi gefeiert. Die Anleger setzen nun auf Abenomics 2.0, also zukünftig stärkere fiskalische Impulse. Zudem verbesserten sich die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft nach Ansicht von Investoren deutlich. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex stieg weiter an.
Der Dax gewann 1,2 Prozent auf 25.015 Punkte, damit schloss er in der Nähe seines Tageshochs. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent höher bei 6053 Stellen. Der Yen hat auf den LDP-Sieg in Erwartung höherer Staatsschulden zunächst abgewertet, liegt nun aber vorne nach Berichten über mögliche Interventionen durch die japanische Notenbank. Der Euro wertet auf 1,1898 Dollar auf, was ebenfalls auf die Bewegungen im Yen zurückzuführen sein dürfte. An den Anleihemärkten geht es mit den Renditen leicht nach oben.
Gut kamen die Geschäftszahlen von Unicredit zum vierten Quartal im Handel an. Im Fokus stehe allerdings mehr der Ausblick bis 2028, heißt es dort. Gespannt ist man nun an der Börse auf die Geschäftszahlen der Commerzbank, die ebenfalls diese Woche noch vorgelegt werden. Die Unicredit hält 29 Prozent der Commerzbank-Titel. Die Italiener haben in der Vergangenheit Interesse an einer vollständigen Übernahme der Commerzbank signalisiert. Commerzbank gewannen 4,2 Prozent.
Bayer handelten 1,1 Prozent höher. Das Unternehmen kann sein Herbizid Stryax in den USA nach behördlicher Genehmigung anbieten. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat Dicamba-Herbizide mit geringer Flüchtigkeit in 34 Bundesstaaten registriert. Dies öffnet den Leverkusenern die Tür für die Markteinführung von Stryax, einem Pestizid mit eingeschränkter Anwendung.
Hapag-Lloyd meldet Gewinneinbruch
Die Container-Reederei Hapag-Lloyd hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 trotz höherer Transportmengen einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Vorläufigen Zahlen zufolge brach der Betriebsgewinn (Ebit) binnen Jahresfrist auf 1,1 Milliarden US-Dollar von 2,8 Milliarden Dollar ein, wie Hapag-Lloyd mitteilte. Damit habe das Unternehmen allerdings das obere Ende der eigenen Gewinnprognose erreicht.
Unter anderem wegen eines robusten Welthandels stieg das Transportvolumen um acht Prozent auf 13,5 Millionen Standardcontainer (TEU). Der Umsatz wuchs auf 21,1 Milliarden Dollar von 20,7 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Belastet wurde das Jahresergebnis durch höhere Kosten für die Umleitung von Schiffen auf die Route um die Südspitze Afrikas aufgrund der Krisen im Nahen Osten. Zudem sei die durchschnittliche Frachtrate im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 1376 Dollar je TEU gesunken. Den vollständigen Geschäftsbericht mit den geprüften Zahlen und einem Ausblick auf das laufende Jahr will Hapag-Lloyd am 26. März veröffentlichen.
"Ich sehe beim Softwaresektor gewisse Risiken"
Hunger nach Abnehmpillen belastet Einzelhändler
Der Nachfrageboom nach appetitzügelnden Medikamenten macht Lebensmittelhändlern in Großbritannien zu schaffen. Der Griff zu GLP-1-Medikamenten beginnt Analysten und Einzelhändlern zufolge, die Einkaufsgewohnheiten im Vereinigten Königreich zu verändern. In den vier Wochen bis Weihnachten seien die Lebensmittelumsätze im Wert zwar um 2,5 Prozent gestiegen, mengenmäßig aber leicht zurückgegangen, teilte der Branchendienst NielsenIQ mit. Dies sei vielleicht der klarste Hinweis auf die Auswirkungen der Medikamente auf die Essgewohnheiten der Briten, sagte Verbraucherforscher Clive Black von Shore Capital.
Unter die Räder kamen zum Wochenauftakt die Aktien der für ihre kalorienreichen Würstchen im Blätterteig, Steak-Pasteten und süßen Teilchen bekannten Bäckereikette Greggs. Die Titel der britischen Fast-Food-Kette brachen in der Spitze um sechs Prozent ein und reagierten damit auf eine Herabstufung von Jefferies.
So geht es nach dem Tech-Absturz weiter
Die Dominanz des Tech-Sektors ist in den letzten Wochen ein bisschen ins Wanken geraten. Wie ist die Situation nach dem jüngsten Kursrutsch einzuschätzen? Wie es nach dem Tech-Absturz weitergeht und warum gerade Discountzertifikate in einem schwächelnden Tech-Sektor sinnvoll sein können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
"Europäischer Markt beste Alternative zu US-Anleihen"
Der Währungskurs des Euro im Vergleich zum Dollar ist heute weiter gestiegen. Gegen Mittag lag die Gemeinschaftswährung 0,44 Prozent im Plus. Der Euro gilt mehr und mehr als sicherer Hafen. Auch gegenüber dem britischen Pfund legte die europäische Gemeinschaftswährung um 0,45 Prozent zu.
Zuletzt sorgte ein Pressebericht für Aufsehen, wonach chinesische Regulierungsbehörden Finanzinstituten rieten, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu begrenzen. Peking habe auf Konzentrationsrisiken und die Volatilität des Marktes verwiesen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Chris Turner, Analyst bei ING, führt darauf den Kurs-Anstieg des Euro zurück: "Der europäische Markt bietet trotz seiner Fragmentierung die beste Alternative zu US-Anleihen."
Wenig Bewegung an der Wall Street
Die US-Börsen starten wenig verändert in die neue Woche. Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,3 Prozent auf 49.969 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich kaum verändert, der Nasdaq-Composite gewinnt 0,1 Prozent. Nach dem kräftigen Anstieg vom Freitag kommt es zu kleineren Gewinnmitnahmen. Ermutigende Daten zur Verbraucherstimmung in den USA hatten den Dow-Jones-Index zum Ausklang der vergangenen Woche erstmals über die Marke von 50.000 Punkten gehievt. Im Hintergrund schwelten jedoch weiter Befürchtungen, dass sich viele Unternehmen mit ihren hohen Investitionen in KI-Projekte übernehmen könnten, heißt es.
Heute ist die Nachrichtenlage eher dünn. Weder stehen wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda, noch sind Quartalszahlen bedeutender Unternehmen angekündigt. Im Wochenverlauf wird jedoch die Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar nachgeholt. Auch Verbraucherpreisdaten sind angekündigt.
Borussia Dortmund profitiert von Transfergeschäft
Borussia Dortmund hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 von einem besseren Ergebnis aus Transfergeschäften profitiert. Das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich um 14,4 Millionen Euro auf 23,2 Millionen Euro, während das Ergebnis aus Transfergeschäften im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 32,7 Millionen Euro auf 54,9 Millionen Euro kletterte. Die Konzernumsatzerlöse legten auf 246,4 (Vorjahr: 244,5) Millionen Euro zu und das Konzernergebnis verbesserte sich auf 18,7 (7,7) Millionen Euro.
Neues vom Geldmarkt
Kaum verändert präsentiert sich der europäische Geldmarkt. Größere Impulse zeichnen sich in der laufende Woche aus europäischer Sicht nicht ab. Das Thema KI wird zunehmend auch in geldpolitischen Kreisen diskutiert werden. Der für die Nachfolge von Jerome Powell an der Fed-Spitze nominierte Kevin Warsh ist der Meinung, dass es die durch KI ausgelösten Produktivitätsgewinne der US-Notenbank erlauben werde, die Zinsen zu senken. Die meisten Ökonomen teilen diese Meinung indes nicht. Derweil rechnen die Großunternehmen des Euroraums nach EZB-Erkenntnissen mit einer nur schwachen Beschäftigungsentwicklung.
Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,92 - 2,09), 1-Monats-Geld: 1,94 - 2,12 (1,96 - 2,14), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (2,02 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,06 - 2,26), 12-Monats-Geld: 2,17 - 2,36 (2,16 - 2,35), Euribors: 06.02. 05.02. 3 Monate: 1,9990 2,0200, 6 Monate: 2,1520 2,1720, 12 Monate: 2,2270 2,2250
Defensive US-Aktien so billig wie 1990
Die zuletzt an Fahrt gewonnene Rotation aus US-Techwerten in defensive US-Aktien hat bislang nach Einschätzung der Deutschen Bank keine Spuren in den Bewertungen hinterlassen. Wie die Analysten anmerkten, liegt die Bewertung der defensiven Titel praktisch auf dem niedrigsten Stand seit 1990. Zwar wiesen Technologieaktien weiterhin das größte Gewinnwachstum aus, die attraktive Bewertung defensiver Titel könnte aber ausreichen, um die Anleger zu überzeugen, Allokationsverschiebungen vorzunehmen, heißt es.
Weiterer Milliardendeal in Pharmabranche bahnt sich an
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will die Biotechfirma Orna Therapeutics übernehmen und sich damit im Zukunftsfeld der Zelltherapien verstärken. Für die Übernahme zahlt Lilly bis zu 2,4 Milliarden Dollar, wie die beiden US-Unternehmen mitteilten. Mit dem Zukauf sichert sich Lilly den Zugang zu einer neuartigen Technologie, die es ermöglichen soll, Zelltherapien direkt im Körper des Patienten zu erzeugen. Bislang hat der Konzern keine Zelltherapien in der klinischen Entwicklung.
Orna entwickelt eine neue Klasse von Therapien, bei denen der Körper des Patienten dazu angeregt wird, selbst Zelltherapien zur Behandlung von Krankheiten zu entwickeln. Dazu nutzt das Unternehmen eine spezielle ringförmige RNA in Verbindung mit Lipid-Nanopartikeln. Das am weitesten fortgeschrittene Programm von Orna ist eine sogenannte CAR-T-Therapie, die auf die Behandlung von B-Zell-gesteuerten Autoimmunerkrankungen abzielt.
Nikkei auf Rekordhoch - Was hinter dem Japan-Boom steckt
Japan hat gewählt, kurz darauf schnellt der Nikkei auf einen Rekordstand. Auch Staatsanleihen steigen leicht. Wie diese Ereignisse miteinander zusammenhängen und was Europa von Japan lernen kann, erklärt Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management.
Chinas Notenbank hilft Gold und Silber
Ein Zukauf der chinesischen Zentralbank hat die Edelmetallpreise gestützt. Gold und Silber verteuerten sich um knapp ein und zwei Prozent auf rund 4995 und 79,34 US-Dollar je Feinunze. Damit weiteten sie ihre Gewinne vom Freitag aus. Die Preise waren Ende Januar um fast zehn und 30 Prozent eingebrochen und befinden sich seither auf Zickzackkurs.
Die People's Bank of China setzte ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge fort. "Das Update dürfte die Überzeugung stärken, dass die jüngste Preiserholung bei Gold auf stabilen Füßen steht", sagte Consorsbank-Experte Stanzl. "Damit schwindet auch die Sorge vor Notverkäufen."
Wie lange trägt der Optimismus die Märkte noch?
Es bleibt weiter turbulent an den Aktienmärkten. Nach der fulminanten Edelmetallrally der vergangenen Monate wird es auch dort plötzlich extrem volatil. Und auch an den Aktienmärkten scheinen die Schwankungen ein bleibender Begleiter für dieses Börsenjahr zu werden. Dennoch notieren die meisten Aktien weiter auf hohen Niveaus. Wenn aber die Nervosität doch zunimmt, wie lange kann dann der Optimismus der vergangenen Monate den Markt noch tragen? Welche Strategien sich vor diesem Hintergrund für Anleger anbieten könnten, darüber diskutiert Nancy Lanzendörfer mit Paulina Michel von J.P. Morgan und Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.
Bericht: Linde baut in Deutschland Hunderte Jobs ab
Der Industriegase-Hersteller Linde will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in seiner Anlagen-Sparte einige hundert Stellen abbauen. Betroffen sind die Standorte in Höllriegelskreuth bei Pullach und Dresden. Die Rede ist derzeit von bis zu 400 Jobs bis Ende Mai, das wäre immerhin fast jede vierte Stelle im Anlagenbau an den beiden Standorten. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern und dem Betriebsrat dazu liefen auf Hochtouren, berichten Betroffene.
Linde teilte dazu mit, der Anlagenbau sei "einem intensiven und zunehmenden internationalen Kosten- und Technologiewettbewerb ausgesetzt". Die Wettbewerbsfähigkeit müsse gestärkt werden. Das erfordere eben "eine kontinuierliche Anpassung von Organisation und Ressourcen der Anlagenbau-Sparte". In einem Schreiben an die Mitarbeitenden, das der SZ vorliegt, heißt es, die Beschäftigten könnten in den kommenden Wochen zwischen drei Optionen wählen, nämlich bis Ende März einem Aufhebungsvertrag zustimmen, sich bis Ende April in eine Transfergesellschaft verlegen lassen oder, wenn möglich, bis Ende März einer Altersteilzeit-Vereinbarung zustimmen. Wer alle Fristen verstreichen lasse, müsse mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.
Linde, der weltweit größte Anbieter von Gasen für die Industrie, wird seit der Fusion mit dem Konkurrenten Praxair aus den USA geführt und macht hohe Gewinne. Der Anlagenbau, dessen Zentrale in Höllriegelskreuth bei München ist, steht nur für einen kleinen Teil von Umsatz und Gewinn.
Moeller-Maersk ordert bei Chinesen große Containerschiffe
Der Reedereikonzern A.P. Moeller-Maersk hat acht große Containerschiffe bestellt, die von der Werft New Times Shipbuilding in China gebaut werden sollen. Die acht Schiffe mit einer Kapazität von jeweils l8.600 Standardcontainern (TEU) sollen in den Jahren 2029 und 2030 ausgeliefert werden, wie der Konzern mitteilte. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.
"Der Auftrag ist Teil unserer laufenden Flottenerneuerung und trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Flotte zu erhalten", sagte Anda Cristescu, Leiterin Chartering und Neubau bei Maersk. Die Schiffe sind mit einer Länge von 366 Metern und einer Breite von 58,6 Metern kompakter als die derzeitige Maximallänge für Containerschiffe von 400 Metern. Sie werden mit sogenannten "Dual-Fuel"-Motoren ausgestattet sein, die sowohl mit herkömmlichem Bunkerkraftstoff als auch mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden können, hieß es weiter.
Mögliche Änderungen im Mietrecht drücken Immobilienaktien runter
Die Aussicht auf mögliche Änderungen im deutschen Mietrecht setzt die Aktien von Immobilienunternehmen unter Druck. Die Titel von Deutsche Wohnen, TAG Immobilien, LEG Immobilien und Vonovia geben zwischen rund 1,5 und 2,5 Prozent nach. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will den Schutz von Mietern ausweiten: Konkret sollen Indexmieten ebenso stärker reguliert werden wie Kurzzeitvermietungen und die Vermietung möblierter Wohnungen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf veröffentlichte das SPD-geführte Ministerium. Die Union als Koalitionspartner der SPD im Bund signalisierte grundsätzliche Zustimmung, warnte aber davor, dass die Maßnahmen Vermieter nicht überfordern dürften.
Dax lahm - Euro fester - Öl teurer
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax ist bislang nicht so richtig in Fahrt gekommen. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,2 Prozent auf 24.769 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 5999 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1859 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je 0,7 Prozent.
Anleger suchen Rüstungswerte
Wie erwartet nach oben geht es an den europäischen Börsen. Händler sind jedoch überrascht über die geringen Aufschläge. Klare Kursgewinner sind Rüstungswerte mit 1,3 Prozent Indexplus. Für Dassault Aviation und Kongsberg geht es bis 3,3 Prozent höher, Rheinmetall, Hensold und Leonardo legen je rund 2,5 Prozent zu. Renk schaffen 4,3 Prozent Plus dank positiver Analystenstimmen.
Fiskalpaket hebt die Stimmung - Sentix-Index für Deutschland geht hoch
Die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich nach Ansicht von Investoren deutlich verbessert. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex steigt im Februar auf minus 6,9 (Januar: minus 16,4) Punkte. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Der Index der Lagebeurteilung erhöht sich auf minus 27,5 (minus 36,9) Punkte und der Erwartungsindex auf plus 16,3 (plus 5,5) Punkte. Alle Werte sind die jeweils höchsten seit Juli 2025. Nach Aussage von Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner waren die Anleger besonders von den guten Auftragseingängen der Industrie beeindruckt. Der Sentix-Index des Euroraums klettert auf plus 4,2 (minus 1,8) Punkte, wobei die Lagebeurteilung auf minus 6,8 (13,0) Punkte anzieht und die Erwartungen auf plus 15,8 (plus 10,0) Punkte steigen.
"Nach dem Zollchaos 2025 stehen die Zeichen auf Besserung", meinte der Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. "Für 2026 wird ein solides Wachstum der Weltwirtschaft signalisiert. Die Wachstumsmusik spielt vor allem in Asien und den USA. Das größte Rückschlagrisiko geht von der Trump-Regierung aus. Das Fiskalpaket dürfte die Stimmung in Deutschland kräftig angeschoben haben. Weitere Stimmungsaufhellungen scheinen hier vorgezeichnet zu sein."
Commerzbank-Interessentin wird noch ehrgeiziger
UniCredit hebt nach einem überraschend starken Schlussspurt im Geschäftsjahr 2025 ihr Gewinnziel für das laufende Jahr 2026 auf elf Milliarden Euro an. Im vierten Quartal 2025 erzielte die Bank einen Nettogewinn von 2,17 Milliarden Euro und lag damit über den Analystenprognosen von 1,96 Milliarden Euro, wie die italienische Großbank mitteilte. Dabei profitierte die um die Frankfurter Commerzbank werbende UniCredit von Steuergutschriften aus früheren Verlusten in Höhe von 336 Millionen Euro.
Hinter dem Erfolg steht die Expansionsstrategie von Vorstandschef Andrea Orcel. Der Investmentbanker hat Milliarden aus den hohen überschüssigen Barreserven der Bank investiert, um sich an Konkurrenten zu beteiligen. So wurde UniCredit zu einem bedeutenden Aktionär der Commerzbank und der griechischen Alpha Bank.
Aktie von Novo Nordisk macht kräftigen Satz nach oben
Kräftig nach oben ist es mit der Novo-Nordisk-Aktie gegangen, sie notierte 8,2 Prozent höher. Hims & Hers Health das Nachahmerprodukt im Bereich Abnehm-Medikamente nicht auf den Markt bringen wird. Am Wochenende erklärte das Unternehmen, wegen juristischer Drohungen auch von der Gesundheitsbehörde FDA darauf zu verzichten.
Obwohl diese Nachrichten den dänischen Pharmariesen eine Atempause bei der oralen Semaglutid-Kopie verschaffen und Novo Nordisks Bemühungen unterstützen könnten, die Auswirkungen von injizierbaren Semaglutid-Rezepturen in Zukunft zu begrenzen, behalten die Analysten der Citi ihre Bewertung auf "Neutral" bei, da sie weiterhin mehrere Umsatz- und Preis-Gegenwinde für 2026 und darüber hinaus sehen.
EU-Kommission: Meta muss auf Whatsapp konkurrierende KI-Anbieter zulassen
Die EU-Kommission hat den Meta-Konzern angewiesen, neben dem hauseigenen Chatbot auch die KI-Anbieter der Konkurrenz in seiner Messenger-App Whatsapp zuzulassen. Die Kommission drohte Meta mit Konsequenzen, sollte der US-Konzern anderen Anbietern weiter den Zugang versperren. Kleinere Wettbewerber könnten durch den Ausschluss von Whatsapp aus dem Markt verdrängt werden, begründete die Kommission ihr Vorgehen.
SoftwareOne übertrifft Umsatzziele
SoftwareOne hat 2025 dank eines Schlussspurts seine Umsatzprognose übertroffen. Auf vergleichbarer Basis legten die Erlöse im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf 1,52 Milliarden Franken zu, wie der Schweizer IT-Dienstleister auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Bisher hatte SoftwareOne eine Stagnation der Geschäfte prognostiziert. Im vierten Quartal, in dem der Umsatz dank der Übernahme der norwegischen Firma Crayon um rund 65 Prozent sprang, profitierte SoftwareOne zudem von einer hohen Nachfrage im deutschsprachigen Raum und Asien, während sich das Nordamerika-Geschäft verhalten entwickelte.
An der Prognose einer bereinigten operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von mehr als 20 Prozent für 2025 hielt das Management fest. Der vollständige Jahresabschluss soll Ende März veröffentlicht werden.
Optimisten schielen auf das Dax-Allzeithoch
Optimistisch für den Dax zeigt sich Chartexperte Holger Struck von hslivetrading.de. Mit der "durchaus wundersamen Übung der US-Aktien am Freitag" stünden die Chancen gut, nun auch wieder gen Norden Boden gutzumachen. Ein Frühindiz dafür seien ab Montag Kurse über 24.737, besser später über 24.877 und über 24.903 Stellen. Danach könne ein Optimist über den Vorgängerhochs von 25.098, 25.020 und 25.070 "auch das Wort Allzeithoch wieder in den Mund nehmen", unterstreicht Struck.
Asien-Rally liefert Dax-Impuls
Der Dax startet deutlich fester in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der sich am Freitag mit einem Stand von 24.721 Punkten ins Wochenende verabschiedet hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.885 Zählern.
"Die Vorgaben von Seiten der Wall Street und vor allem aus Tokio stützen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Als Kurstreiber in Japan erweist sich der klare Wahlsieg der Regierungspartei LDP bei den Parlamentsneuwahlen. An der Wall Street hatten sich die Technologiewerte stark gezeigt."
Billig-Pille? Aufatmen bei Novo Nordisk
Fester werden die Aktien von Novo Nordisk erwartet, weil Hims & Hers Health ihr Nachahmerprodukt im Bereich Abnehmmedikamente nicht auf den Markt bringen will. Am Wochenende erklärte das Unternehmen, wegen juristischer Drohungen auch von der US-Gesundheitsbehörde FDA darauf zu verzichten. "Am Grundproblem des anscheinend leichten Nachahmens solcher Produkten ändert das aber nichts", kommentiert ein Händler. Novo Nordisk ist in den USA beispielsweise mit seinem Abnehmmittel Wegovy stark vertreten, wobei vor allem Eli Lilly der dänischen Firma Konkurrenz macht.
Kaufrausch an Asien-Börsen
Der klare Sieg der Regierungspartei LDP unter Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in der vorgezogenen Parlamentsneuwahl sorgt an den japanischen Börsen für eine Hausse. Takaichis Liberaldemokratische Partei gewann 316 der 465 Sitze im Unterhaus des Parlaments. Mit dieser Mehrheit kann sie Gesetze auch ohne Zustimmung des Oberhauses verabschieden. Takaichi gilt als Befürworterin höherer staatlicher Ausgaben zur Ankurbelung der Konjunktur und präferiert zugleich eine lockere Geldpolitik.
Der Nikkei macht einen Satz um 4,4 Prozent auf 56.643 Punkte, nachdem es zum Handelsstart sogar noch stärker um über 5 Prozent nach oben gegangen war auf das Rekordhoch von 57.337 Punkte. "Der Sieg der Koalition verschafft Takaichi mehr Freiheit bei politischen Entscheidungen und stärkt ihre Fähigkeit, wirtschafts- und außenpolitische Ziele zu verfolgen", kommentieren die Analysten der ING. Die Märkte erwarteten, dass Takaichis Regierung verstärkte öffentliche Ausgaben, Steueranreize und Maßnahmen zur Anhebung von Löhnen und Unternehmensinvestitionen initiieren werde, begleitet von anhaltender Unterstützung für strategische Sektoren wie Technologie, Verteidigung und Energie.
Auch an den anderen Börsen der Region geht es kräftig nach oben, nachdem es am Freitag an der Wall Street zum Ende zu einer kräftigen Erholung gekommen war, angeführt von Technologiewerten, insbesondere solchen mit KI-Fantasie. Am stärksten geht es an der stark technologielastigen Börse in Seoul nach oben. Der Kospi gewinnt 3,7 Prozent auf 5.279 Punkte. Die Halbleiterschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix verteuern sich mit der wieder stärker gespielten KI-Fantasie um jeweils rund fünf Prozent.
War es eine reine Bärenmarkt-Rally?
Mit deutlichen Kursgewinnen werden Europas Börsen zum Start in die neue Handelswoche erwartet. Die extrem starke Erholung der Wall Street vom Freitag ist auch auf Asien übergesprungen und dürfte auch hierzulande zunächst für gute Laune sorgen. Gerade der Dax und klassische Branchen könnten outperformen, da auch in den USA der Dow-Jones-Index stärker als der technologielastige Nasdaq angesprungen war. Dies wird als klares Indiz für weitere Sektorrotation in klassische Branchen und raus aus dem investitionslastigen Technologiethema gesehen. Die scharfe Erholung vom Freitag sehen einige Händler sogar als reine Bärenmarkt-Rally.
In Südkorea feiert der Kospi Gewinne von 3,8 Prozent, da hier die Gewinner unter den Chip-Firmen sitzen. Sie profitieren von den Ausgaben der US-Unternehmen ebenso wie Taiwan mit plus 2,3 Prozent. An der Spitze mit plus 4,2 Prozent steht der Nikkei-Index. Dank des Erdrutschsieges von Premierministerin Takaichi herrschen nun klare Verhältnisse bei Politik und Wirtschaft. In Europa dürfte davon vor allem das Sentiment profitieren, nachdem in der Vorwoche KI-Sorgen für einen Kursrutsch in der Software-Industrie gesorgt hatten.
Gewartet wird hierzulande jedoch auf Mittwoch, wenn der verspätete monatliche US-Arbeitsmarktbericht vorgelegt wird. Die fast noch wichtigeren US-Verbraucherpreise (CPI) stehen erst am Freitag an. Denn hier gehen Volkswirte davon aus, dass erst diese Januar-Daten die echten Folgen der US-Strafzölle enthüllen werden. Ein zu hoher Anstieg dürfte die Börsen belasten: Denn rund um den Globus versteilern sich die Zinskurven und spiegeln das Misstrauen des Marktes gegenüber der ausufernden Staatsverschuldung wider. Wichtige Daten stehen heute noch nicht an. Geschaut wird auf den Sentix-Konjunktur-Index in Deutschland.
Entspannung im Atomstreit - Ölpreise auf Talfahrt
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise gedrückt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 49 Cent auf 67,56 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI fällt um 42 Cent auf 63,13 Dollar. "Der Rohölpreis hat zu Beginn der Woche nachgegeben, da der Markt auf die konstruktiven Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran erleichtert reagiert", sagt Marktanalyst Tony Sycamore von IG. Die unmittelbare Angst vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten habe deutlich nachgelassen.
Nach den als positiv bewerteten Gesprächen am Freitag in Oman hatten sich der Iran und die USA auf eine Fortsetzung der Verhandlungen verständigt. Dies linderte die Sorge, dass ein Scheitern der Gespräche die Kriegsgefahr im Nahen Osten erhöhen könnte. Anleger befürchten bei einem Konflikt Lieferunterbrechungen, da durch die Straße von Hormus zwischen dem Oman und dem Iran etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Bereits in der vergangenen Woche hatten beide Ölsorten wegen der nachlassenden Spannungen mehr als zwei Prozent nachgegeben.
Allerdings ist die Gefahr eines Konflikts nicht gebannt. Der iranische Außenminister hatte am Samstag erklärt, Teheran werde im Falle eines Angriffs US-Stützpunkte im Nahen Osten angreifen. Zudem stehen weiterhin die Bemühungen im Fokus der Anleger, die Einnahmen Russlands aus seinen Ölexporten wegen des Krieges in der Ukraine zu drosseln.
Liegen deutsche E-Autos im Wettbewerb vorn?
Hoffnung für die zuletzt gebeutelte deutsche Autoindustrie: Viele Menschen in Deutschland glauben einer Umfrage zufolge, dass hierzulande die wettbewerbsfähigsten Elektrofahrzeuge hergestellt werden. 43 Prozent der Befragten sahen demnach Deutschland vorne, gefolgt von China mit 23 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Dafür wurden nach Angaben des Unternehmens im November vergangenen Jahres etwas über 1.000 Menschen in Deutschland online befragt. Die Umfrage sei repräsentativ.
Allerdings würden der Umfrage zufolge 42 Prozent der Befragten den Kauf eines E-Autos einer chinesischen Marke anstelle einer deutschen Marke in Erwägung ziehen, vor allem wegen eines besseren Preises. 34 Prozent der Befragten würden dies hingegen nicht in Erwägung ziehen und gaben als Gründe dafür am häufigsten Bedenken hinsichtlich der Qualität und Sicherheitsstandards an.
2025 sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) mehr als 545.000 reine Batterieautos (BEV) neu auf die Straße gekommen. Chinesische Anbieter spielten zuletzt noch eine überschaubare Rolle. Jedoch verzeichnete zum Beispiel der Elektroriese BYD starke Wachstumsraten.
Topix rückt nach Japan-Wahl in den Fokus
Der Erdrutschsieg der japanischen LDP bei den Wahlen dürfte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Topix bis Ende 2026 einen Stand von 4250 Punkten erreicht. Davon gehen Analysten von Morgan Stanley MUFG Securities aus. Das Ziel sei das sogenannte Bull-Case-Szenario des Brokerhauses für den Index. In diesem Szenario "würden ausgeweitete Staatsausgaben und Investitionen in die wirtschaftliche Sicherheit und die Verteidigung die Ertragsaussichten verbessern und die Risikoprämien senken, was das erwartete KGV auf etwa das 17-fache anheben würde", so die ;arltexperten.
Fed-Bilanzsumme rückt in den Vordergrund
US-Finanzminister Scott Bessent rechnet auch unter dem designierten Notenbankchef Kevin Warsh nicht mit einem raschen Abbau der Bilanzsumme der Federal Reserve (Fed). Die Entscheidung über die Bilanz liege bei der Notenbank, sagte Bessent dem Sender Fox News. "Ich denke, sie werden sich wahrscheinlich zurücklehnen und sich mindestens ein Jahr Zeit nehmen, um zu entscheiden, was sie tun wollen." Bessent betonte, Warsh werde als Fed-Chef sehr unabhängig agieren. Die Bilanzsumme umfasst das Gesamtvermögen der Fed, hauptsächlich US-Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere.
Warsh, der von 2006 bis 2011 im Direktorium der Fed saß, gilt eigentlich als Kritiker der Anleihekäufe. Er hatte in der Vergangenheit argumentiert, dass die großen Bestände der Fed die Finanzmärkte verzerrten und drastisch reduziert werden sollten. Dies könnte jedoch im Widerspruch zu den Zielen von US-Präsident Donald Trump stehen. Dieser fordert deutlich niedrigere Hypothekenzinsen. Experten zufolge würde eine Verkleinerung der Fed-Bilanz dieses Ziel gefährden und könnte zudem die Finanzstabilität beeinträchtigen.
Die US-Notenbank hatte ihre Bilanzsumme während der globalen Finanzkrise und der Corona-Pandemie massiv ausgeweitet, um die langfristigen Zinsen zu drücken. Im Sommer 2022 erreichte sie einen Höchststand von neun Billionen Dollar.
Nikkei schreibt Geschichte
Ein deutlicher Wahlsieg der Regierungspartei in Japan gibt den Börsen in Asien Auftrieb und stärkt zugleich den Yen. Der japanische Leitindex Nikkei steigt um 4,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 56.647,36 Punkte. Der breiter gefasste Topix notiert 2,5 Prozent höher bei 3792,13 Zählern. Anleger hoffen auf weitere Konjunkturprogramme der Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. Zudem sorgte eine Erholung bei US-Chipwerten vom Freitag für Erleichterung.
Die japanische Währung macht ihre Verluste aus den vergangenen sechs Handelstagen wett. Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura sagt, die Regierung beobachte die Devisenbewegungen "mit großer Aufmerksamkeit". Der Wahlsieg verschaffe Takaichi eine stabile Mehrheit, die entschlossenes Vorgehen in den Bereichen Konjunkturimpulse, Künstliche Intelligenz, Halbleiter und strategische Reformen ermögliche, sagte Marc Jocum, Anlagestratege bei Global X ETFs. "Japan galt lange als eine antizyklische Anlage, profitiert aber jetzt von einer Reformdynamik", fügt er hinzu. "Politische Stabilität, steigende Kapitalrenditen, die Mobilisierung von heimischem Kapital und moderate Bewertungen deuten alle in die gleiche Richtung."
Im Fokus der Märkte stehe nun, wie die Fiskalpolitik gestaltet werde, sagt Shoki Omori, Stratege bei Mizuho. Die Risiken einer fiskalischen Expansion seien bereits vor der Wahl weitgehend eingepreist gewesen. Die Aussicht auf eine höhere Verschuldung treibt jedoch die Renditen für zweijährige japanische Staatsanleihen auf 1,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1996.
Drei Themen bestimmen die Handelswoche
Im Fokus der Anleger in dieser Handelswoche steht nach wie vor der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. "Ein 'Deal', wie immer dieser auch aussehen mag, scheint möglich, eine militärische Eskalation ist jedoch ebenfalls nicht auszuschließen", so die Experten der Helaba. Am Freitag begannen im Oman trotz erheblicher Spannungen Gespräche zwischen den beiden Staaten. Die Positionen des Iran und der USA liegen weit auseinander - auch was die Agenda der Beratungen betrifft. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben. Die USA haben bereits etliche Kriegsschiffe in die Region entsandt.
Der Konflikt schickte die Ölpreise in der abgelaufenen Woche auf eine Achterbahnfahrt. "Die Stimmung der Anleger hängt vom Ausgang der Gespräche ab", sagt Tamas Varga vom Ölmakler PVM. Viele Investoren fürchten Versorgungsengpässe, da eine Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Öllieferungen beeinträchtigen könnte. Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs wird durch die Straße von Hormus zwischen dem Oman und dem Iran transportiert. Angesichts von Spekulationen auf eine diplomatische Lösung ging es für die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI insgesamt nach unten:
Auch die als "sichere Häfen" angesehenen Edelmetalle schlugen in der alten Woche einen Zickzackkurs ein. So unterbrach Silber seine fulminante Jahresanfangsrally und verlor insgesamt mehr als zehn Prozent auf 74,57 Dollar je Feinunze. Gold trat im Wochenvergleich mit rund 4882 Dollar nahezu auf der Stelle. Dies, zusammen mit den jüngsten Kursschwankungen im Technologiesektor, verunsicherte auch Anleger am Aktienmarkt: Trotz kurzfristiger Kursanstiege konnte der Dax die psychologisch wichtige Hürde von 25.000 Punkten nicht nachhaltig zurückerobern. Ins Wochenende hatte er sich dann mit einem Stand von 24.721 Zählern verabschiedet.
Im Mittelpunkt der neuen Konjunkturdatenwoche steht der US-Arbeitsmarktbericht für Januar, dessen Veröffentlichung wegen des zwischenzeitlichen Stillstands der US-Verwaltung vom Freitag auf Mittwoch verschoben wurde. Zudem warten Anleger unter anderem auf das Barometer der Beratungsfirma Sentix für Februar. Dieses zum Wochenstart erscheinende Barometer zeigt an, wie Börsianer auf die Konjunktur in der Euro-Zone blicken. Experten gehen von einer Verbesserung auf 0,0 nach minus 1,8 Punkten im Januar aus.
Zugleich geht es mit der Bilanzsaison weiter. In Deutschland legen Unternehmen wie Tui, TeamViewer, Talanx, Ceconomy, Siemens Energy, Commerzbank, Douglas, Deutsche Börse, Thyssenkrupp, Mercedes-Benz, Siemens und Carl Zeiss Geschäftszahlen vor. In den USA stehen unter anderem die Finanzberichte von McDonald's, Ford, Marriott, Hasbro, Coca-Cola, Robinhood, Lyft, Mattel, Hilton, T-Mobile US, Kraft Heinz, Airbnb und Moderna an. Zum Wochenauftakt bleibt es aber erst einmal ruhig.
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