Freitag, 19. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:42 Uhr

Dax kämpft hart, legt zu - und verfehlt sein Ziel

Zum Wochenschluss macht es der Dax spannend. Der Leitindex lässt die Verluste der vorherigen Handelstage hinter sich, legt ordentlich zu und klettert im Tageshoch mit 14.026 Punkten auch wieder über die psychologisch wichtige Marke, die er im Mittwochsgeschäft hergeschenkt hatte. Am Ende verabschiedet er sich mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent und einem Stand von 13.993 Zählern aber wieder darunter ins Wochenende.

"Nimmt der Dax die 14.000 mit ins Wochenende? Das war die bestimmende Frage im heutigen Handelsgeschehen. Am Ende hat es knapp nicht gereicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger schenkten aber, wie auch schon am Donnerstag, Einzelnachrichten Aufmerksamkeit. Das schob beispielsweise die Allianz-Aktien an."

Dax
Dax 13.879,33

Die Titel des Versicherers gehören zwar zu den Gewinnern. Größere Aufschläge fahren aber Deutsche Bank und Infineon mit mehr als drei bis knapp vier Prozent ein. Auf der Gegenseite büßen büßen Beiersdorf und SAP jeweils rund ein Prozent ein.

Infineon
Infineon 34,68
SAP
SAP 102,72

 

17:08 Uhr

EU-Kommission erlaubt Siemens Healthineers Milliardendeal - mit Auflagen

Die EU-Kommission hat Siemens Healthineers unter Auflagen grünes Licht für die Übernahme des amerikanischen Krebs-Spezialisten Varian gegeben. Damit sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zusammenführung der beiden Unternehmen erreicht, sagt Healthineers-Chef Bernd Montag. Die Genehmigung der EU sei aber an die Bedingung geknüpft, dass Siemens Healthineers seine Zugeständnisse vollständig umsetze, teilt die Kommission mit. Dabei geht es um die Interoperabilität der Geräte, also um die Frage, inwieweit sie mit Computersystemen und Software anderer Anbieter kombinierbar seien. "Unser Beschluss stellt sicher, dass die Wettbewerber von Siemens Healthineers und Varian alle Informationen und jede Unterstützung bekommen werden, die sie benötigen, um ihre Produkte gut auf die der beteiligten Unternehmen abzustimmen und weitere Innovationen zu erzielen", sagt Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Die Siemens-Tochter will 16,4 Milliarden Dollar für Varian zahlen. Die Übernahme des weltgrößten Anbieters von Strahlentherapien wäre die größte der Firmengeschichte. Das Unternehmen erklärte, es gehe weiterhin davon aus, dass der Zusammenschluss bis Mitte des Jahres vollzogen werde. In den USA haben die Aufsichtsbehörden FTC und CFIUS bereits grünes Licht gegeben. In China steht die Erlaubnis dagegen noch aus. Siemens Healthineers und Varian arbeiten seit 2012 in einer strategischen Partnerschaft zusammen, bei der sie in der Krebsbehandlung die Röntgengeräte und Scanner von Healthineers mit den Therapiesystemen von Varian kombinieren. Siemens Healthineers-Aktien geben leicht nach, Varian können dagegen leicht zulegen.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 45,89
Varian Medical Systems
Varian Medical Systems 145,00

 

16:20 Uhr

Negativzinsen sind für britischer Notenbank ein Thema

Die britische Notenbank wird aus Sicht eines ihrer führenden Vertreter im späteren Jahresverlauf oder im kommenden Jahr Negativzinsen einführen müssen, sollte die Konjunkturerholung nach der Pandemie enttäuschen. Vor allem eine weiterhin hohe Arbeitslosigkeit könne diesen Schritt erforderlich machen, sagt Bank von England-Mitglied Gertjan Vlieghe. Am wahrscheinlichsten sei aber, dass sich die Wirtschaft von den Folgen der Pandemie deutlich erholen werde.

Es gebe das Risiko einer anhaltenden Schwäche auf dem Arbeitsmarkt, sagte Vlieghe. Und dies würde die Lohn- und Preisentwicklung bremsen. "Bei einem solchen Szenario bin ich der Auffassung, dass mehr geldpolitische Anreize angemessen sind, und ich würde einen negativen Banksatz als Werkzeug favorisieren, um die Unterstützung umzusetzen", sagt er. Die britischen Währungshüter um Notenbankchef Andrew Bailey hatten negativen Zinsen Anfang Februar vorerst eine Absage erteilt. Zugleich erklärten sie, dass die Geldhäuser auf der Insel mindestens ein halbes Jahr Zeit benötigten, um sich auf ein von negativen Leitzinsen geprägtes Umfeld einzustellen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) haben bereits vor Jahren negative Zinsen eingeführt. Der sogenannte Einlagezins liegt bei der EZB bereits seit 2014 im Minusbereich und wurde zuletzt im September 2019 von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Bei der SNB liegt der sogenannte Zins auf Sichteinlagen noch tiefer bei minus 0,75 Prozent.

16:09 Uhr

Wall Street startet mit Gewinnen: Tech-Sektor und Deere im Blick

Die US-Börsen sind am Freitag auf einen versöhnlichen Wochenabschluss zugesteuert. Nach einer mehrtägigen Verlustserie greifen Aktienanleger wieder zu, allerdings nur zögerlich. Der Dow-Jones-Index liegt 0,1 Prozent höher bei 31.529 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 steigt 0,2 Prozent auf 3921 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zieht 0,4 Prozent auf 13.924 Punkte an. "Die Nachrichtenlage bleibt positiv, die Stimmung aber verhalten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch.

Bedenken wegen hoher Bewertungen, vor allem bei technologielastigen Aktien, hatten die Kurse in den Tagen zuvor gedrückt. "Die Anleger ziehen sich nicht wirklich aus dem Markt zurück, werden jedoch vorsichtiger", sagt Chefökonom Peter Cardillo vom Vermögensverwalter Spartan Capital Securities.

Positiv überraschen können Applied Materials, die mit einem optimistischen Ausblick die Stimmung im Halbleitersektor aufhellten. Der Chipindustrie-Zulieferer rechnet für das laufende zweite Quartal mit einem Umsatz über den Analystenschätzungen. Die Aktien kletterten 7,5 Prozent.

Eine angehobene Gewinnprognose für das laufende Jahr beflügelt Deere & Co. Die Aktien des Landmaschinenherstellers steigen um 6,7 Prozent. Deere hatte seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt, vor allem dank einer stärkeren Nachfrage nach Landwirtschafts- und Baumaschinen.

Deere
Deere 289,15

 

15:51 Uhr

Umstrittene Nutzungsbedingungen: Facebook-Tochter trotzt Kritik

Die Messengertochter Whatsapp des weltgrößten Online-Netzwerks Facebook hält trotz der weltweiten Kritik an den neuen Nutzungsbedingungen fest. Allerdings könnten Nutzer die Richtlinien "in ihrem eigenen Tempo" lesen und es würden weitere Informationen zur Verfügung gestellt, teilte das US-Unternehmen mit. Im Januar hatte Whatsapp eine Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen angekündigt, die es dem Messenger ermöglichen soll, Nutzerdaten mit der Mutter Facebook und anderen zum Konzern gehörenden Akteuren wie Instagram zu teilen. Dies sorgte weltweit für einen Aufschrei, weswegen Whatsapp das Inkrafttreten auf Mai verschob. Messenger-Rivalen wie Telegram und Signal erhielten zuletzt starken Zulauf.

15:12 Uhr

Hapag-Lloyd hofft auf Entspannung in der Container-Schifffahrt

Nach den zuletzt beispiellosen Staus vor Häfen weltweit setzt Deutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd auf Entspannung in den kommenden Monaten. "Die Dinge werden sich hoffentlich im Verlauf des zweiten Quartals oder zu Beginn des dritten Quartals normalisieren", sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen. Dann könnte die rasant gestiegene Nachfrage von Verbrauchern im Lockdown nach Möbeln, Fitnessgeräten und IT-Ausrüstung nachlassen, so Habben Jansen. Durch den Boom brummt bei Hapag-Lloyd zwar derzeit das Geschäft. Engpässe rund um Terminals, beim Weitertransport über Straße und Schiene sowie eine Container-Knappheit erschweren aber die Prognose für 2021.

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 121,20

14:48 Uhr

Impf-Fortschritte stimulieren britische Wirtschaft

Die deutlichen Fortschritte bei den Impfungen gegen das Coronavirus stärken die Zuversicht der britischen Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, sprang im Februar um 8,6 auf 49,8 Punkte nach oben, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage des Institut IHS Markit unter Hunderten Unternehmen hervorgeht. Damit ist die Marke von 50 Zähler in Reichweite, ab der Wachstum signalisiert wird.

"Obwohl die Daten auf eine erneute Schrumpfung der Wirtschaft im ersten Quartal hindeuten, haben sich die Geschäftserwartungen für das kommende Jahr auf den höchsten Stand seit fast sieben Jahren verbessert", sagt Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. In Großbritannien wurden inzwischen rund 23,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, in den großen EU-Ländern sind es weniger als vier Prozent.

"Was eine erfolgreiche Impfstrategie mit einem Land macht, zeigt derzeit Großbritannien", so der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. "Die Zuversicht im Dienstleistungssektor legt massiv zu. Die Einzelhändler auf dem europäischen Festland dürften neidisch über den Ärmelkanal blicken." Die britischen Einzelhändler hatten allerdings auch einen unerwartet schwachen Jahresauftakt erwischt: Im Januar setzten sie 8,2 Prozent weniger um als im Vormonat Dezember, wie das Statistikamt ONS mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen waren lediglich von minus 2,5 Prozent ausgegangen.

Die britische Wirtschaft ist 2020 mit zehn Prozent so stark eingebrochen wie seit mehr als 300 Jahren nicht mehr. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von fünf Prozent. Anfang 2022 soll das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden.  

14:29 Uhr

Infineon und Aixtron profitieren von Applied Materials

Applied Materials hellt mit seinem Ausblick die Stimmung im Halbleitersektor auf. Der Chipindustrie-Zulieferer rechnet für das laufende zweite Quartal mit einem Umsatz über den Analystenschätzungen. Die Aktien klettern im vorbörslichen US-Handel um knapp fünf Prozent. Infineon steigen im Sog dessen um zwei Prozent, Aixtron gewinnen mehr als acht Prozent.

Infineon
Infineon 34,68
Aixtron
Aixtron 18,91

 

14:01 Uhr

Angst vor Engpass: Anleger decken sich mit Kupfer ein

Aus Furcht vor einem Angebotsengpass decken sich weitere Anleger mit Kupfer ein. Das Industriemetall gewinnt mehr als zwei Prozent und ist mit 8737 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor neun Jahren. Die Kupferbestände in den Lagern der Rohstoffbörse LME liegen mit 76.025 Tonnen nahe ihren Tiefs von 2005.

13:43 Uhr

Danone schmeckt den Anlegern: deutliches Kursplus nach Zahlen

Der unter geschlossenen Restaurants und Bars leidende französische Lebensmittelkonzern Danone will ab dem zweiten Quartal 2021 die Trendwende schaffen und in der zweiten Jahreshälfte wieder nachhaltig wachsen. "Wir konzentrieren uns darauf, die Rückkehr zum Umsatzwachstum bereits im zweiten Quartal vorzubereiten", sagt Konzern-Chef Emmanuel Faber. Er zeigte sich zuversichtlich, "dass wir die richtigen Voraussetzungen und das richtige Momentum schaffen, um bereits im zweiten Halbjahr wieder an unser profitables Wachstum anzuknüpfen." Im vergangenen Jahr schrumpfte der flächenbereinigte Umsatz des weltgrößten Joghurtherstellers, der zu seiner Produktpalette auch Wasser der Marken Evian und Badoit zählt, um 1,5 Prozent. Die operative Marge sank auf vergleichbarer Basis um 150 Basispunkte auf 14 Prozent des Umsatzes.

Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschreibt die Citigroup die Viertquartalszahlen von Danone. Die Anleger sind positiver gestimmt: Der Aktienkurs klettert rund fünf Prozent.

Danone
Danone 58,48

13:13 Uhr

Wall Street blickt auf Konjunkturdaten

Die Wall Street dürfte mit moderaten Aufschlägen in den Handel starten. Darauf deuten die bis zu 0,3 Prozent höheren Futures der Indizes hin. In den vergangenen Tagen hatten Sorgen über das Tempo der wirtschaftlichen Erholung, die hohe Bewertung von Technologieaktien und steigende Anleihe-Renditen die Stimmung etwas belastet. Die Blicke der Anleger dürften sich daher weiter auf die Anleihemärkte richten. Aktuell liegt die Rendite 10-jähriger US-Papiere bei 1,30 Prozent nach 1,29 Prozent am Vorabend. Mit höheren Renditen gewinnen Anleihen an Attraktivität als Alternative zu den risikoreicheren Aktien. "Ein Haupttreiber für die Aktienmärkte in den vergangenen Monaten war ein Mangel an Wettbewerb", bemerkt Kiran Ganesh dazu, Strategin bei UBS Global Wealth Management.

Für Bewegung könnten kurz nach Handelsbeginn US-Konjunkturdaten sorgen. Vor allem die Markit-Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe für Februar haben hierfür Potenzial. In Europa sorgten teils sehr gut ausgefallene Einkaufsmanagerdaten bereits für einen leichten Impuls nach oben. Zudem werden Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser für Januar veröffentlicht.

12:25 Uhr

Chefwechsel bei Honda soll für mehr E-Power sorgen

Der japanische Autobauer Honda wechselt seinen Chef aus. Takahiro Hachigo übergibt am 1. April die Zügel an den bisherigen Entwicklungsvorstand Toshihiro Mibe, wie das Unternehmen mitteilt. Hachigo begründete seinen Schritt damit, dass so der Umbau zu mehr Elektroautos beschleunigt werden solle. Mibe sagt, er setze dabei auch auf Kooperationen. Der 59-Jährige arbeitet seit 1987 bei dem Autohersteller und leitet seit 2019 die Entwicklungsabteilung.

Honda Motor
Honda Motor 23,40

12:01 Uhr

Margenproblem schickt Valeo-Kurs auf Talfahrt

Im Handel kämpfen Valeo-Aktien mit deutlichen Abgaben. Die Papiere fallen rund 4,5 Prozent. Marktteilnehmer führen das Zahlenwerk des Konzerns als Grund an: Die Zahlen bewegten sich zwar im Rahmen der Erwartungen, sagt ein Händler. Negativ komme aber der Druck auf die Marge an. Zudem seien die Aussichten für den Autozulieferer weiterhin schwierig.

Valeo
Valeo 33,09

11:30 Uhr

Hermes-Zahlen beflügeln Aktienkurs: Rekord

Ein 16-prozentiges Umsatzplus im abgelaufenen Quartal hievt Hermès auf ein Rekordhoch. Die Aktien des für Seidenschals bekannten Luxusgüter-Anbieters steigen in Paris um zeitweise neun Prozent auf 1018 Euro. Dank eines starken Asien-Geschäfts erreichten die Quartalserlöse den Angaben zufolge 6,39 Milliarden Euro. Analysten von JP Morgan weisen darauf hin, dass sich sämtliche Sparten besser entwickelt hätten als erwartet, wobei das Lederwaren-Geschäft positiv hervorsteche.

Hermes International
Hermes International 929,00

11:17 Uhr

Euro-Industrie beschleunigt Aufschwung

Die Wirtschaft in der Eurozone hat einer Umfrage zufolge ihre Talfahrt im Februar etwas gebremst. Der Einkaufsmanagerindex - der Industrie und Dienstleister zusammenfasst - stieg auf 48,1 Zähler von 47,8 Punkten im Januar, wie das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilt. Das Barometer näherte sich damit der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Auch dank der laut Markit "beeindruckenden" deutschen Performance stieg das Barometer für die Industrie in der Euro-Zone um 2,9 Punkte auf 57,7 Zähler. Das ist der höchste Wert seit drei Jahren. Bei den Dienstleistern ging es hingegen weiter bergab - auf 44,7 Punkte nach 45,4 im Januar. "Der anhaltende Corona-bedingten Lockdown schadete dem Eurozone-Servicesektor im Februar weiter erheblich", so das Fazit von Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit, dass das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone auch im ersten Quartal 2021 sinke: "Der beschleunigte Aufschwung in der Industrie milderte die Auswirkungen immerhin etwas ab, womit der jetzige Rückgang deutlich schwächer ausfallen dürfte als in der ersten Jahreshälfte 2020", heißt es dazu.  

10:54 Uhr

Renault fährt Rekordverlust ein: 2021 kostet Chip-Krise Absatz

Renault-Aktien verlieren stärker als der Markt und büßen mehr als drei Prozent ein. 2020 litt der französische Autobauer wie der Rest der Branche unter den Corona-Maßnahmen. Unter dem Strich fiel ein Rekordverlust von acht Milliarden Euro an. Das Minus ist damit größer als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank um gut ein Fünftel auf 43,5 Milliarden Euro.

Zwar rechnet die Konzernführung mit einer Trendwende im laufenden Jahr. Gleichzeitig wird Renault wegen mangelnder Elektronikbauteile im laufenden Jahr voraussichtlich rund 100.000 Autos weniger bauen als zunächst geplant. Das teilt der Hersteller mit. Engpässe bei wichtigen Halbleiter-Produkten wie Elektronik-Chips und Sensoren alarmieren auch die deutsche Autoindustrie.

Renault erwartet einen besonders ausgeprägten Mangel im Zeitraum von April bis Ende Juni. Im zweiten Halbjahr solle dann so weit wie möglich aufgeholt werden. Die Lage sei aber schwer einzuschätzen und verändere sich von Stunde zu Stunde, hieß es aus dem Unternehmen.

Renault
Renault 37,26

10:24 Uhr

Bitcoin marschiert auf Allzeithoch

Vor dem Wochenende nimmt die Bitcoin-Rally wieder Fahrt auf. Die wichtigste Cyber-Devise steigt 1,4 Prozent und markiert mit 52.789,86 Dollar ein Rekordhoch. Die Zulassung eines Bitcoin-ETFs in Kanada nähre die Hoffnung, dass ein solcher börsennotierter Fonds demnächst auch in den USA starte, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Dann wären Bitcoin und Co wohl endgültig im Mainstream angekommen."

Bitcoin
Bitcoin 46.751,00

09:56 Uhr

Switchen Anleger zu Allianz?

Allianz-Aktien gewinnen 0,8 Prozent. Ein Händler stellt sich darauf ein, dass Anleger aus Swiss Re aus- und in Allianz-Titel einesteigen. Swiss Re sei bei weitem nicht so gut durch die Corona-Krise gekommen wie der deutsche Konkurrent, sagt er. Swiss Re hat wegen Schadensbelastungen durch die Pandemie vergangenes Jahr einen hohen dreistelligen Millionenverlust verzeichnet. Swiss Re gewinnen 0,2 Prozent.

Allianz
Allianz 200,20
Swiss Re
Swiss Re 79,02

 

09:06 Uhr

Dax schielt in Richtung 14.000

Am deutschen Aktienmarkt versucht sich der Dax an einem positiven Wochenschluss. Zum Start in den Freitagshandel legt der deutsche Börsenleitindex 0,4 Prozent auf 13.938 Punkte zu. Damit rückt am Verfallstag die 14.000er Marke wieder in greifbare Nähe. Am Mittwoch, als der Dax 1,1 Prozent eingebüßt hatte, war er unter die psychologisch wichtige Marke gerutscht. Am Donnerstag war er weitere 0,2 Prozent gefallen. "Ein versöhnlicher Wochenabschluss winkt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel.

08:47 Uhr

Gewinnmitnahmen beim Nikkei, Chinas Börsen legen zu

Vor dem Wochenende gehen einige Japan-Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Der Nikkei-Index fiel 0,7 Prozent auf 30.018 Punkte. Die Börse Shanghai legte dagegen am zweiten Tag nach der Rückkehr aus der rund einwöchigen Pause wegen der chinesischen Neujahrsfeiern 0,6 Prozent auf 3696 Zähler zu. Die japanischen Aktienkurse seien zuletzt recht schnell recht stark gestiegen, sagte Anlagestratege Hideyuki Ishiguro vom Brokerhaus Daiwa. Daher sei die Zeit reif für eine Korrektur. Gleiches gelte für das Index-Schwergewicht Fast Retailing, sagte Fumio Matsumoto, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Okasan. Die Geschäfte der Mutter der Modekette Uniqlo liefen zwar gut, die Aktie sei inzwischen aber recht teuer. Die Papiere schlossen 2,4 Prozent im Minus, nachdem sie zunächst ein Rekordhoch von 107.750 Yen erreicht hatten.

08:38 Uhr

Ethereum zieht auf Rekord, Bitcoin stabilisiert Allzeithoch-Niveau

Der Höhenflug von Ethereum geht weiter. Die nach Bitcoin zweitwichtigste Cyber-Devise steigt an der Börse Bitstamp um 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 1951,93 Dollar. Unterdessen bleibt Bitcoin mit 51.565 Dollar auf Tuchfühlung mit seiner jüngsten Bestmarke, nachdem Tesla-Chef Elon Musk per Twitter verkündet hatte, in Zeiten negativer Realzinsen sei die Kryptowährung im Vergleich zu Euro, Dollar & Co die bessere Wahl.

08:25 Uhr

Möglicher Angebotsüberhang drückt Ölpreis

Die Schließung zahlreicher Raffinerien infolge des Kälteeinbruchs im US-Bundesstaat Texas drückt auf den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 63,40 Dollar je Barrel. Durch die fehlende Nachfrage texanischer Raffinerien müsse in den kommenden Wochen trotz der Förderausfälle mit steigenden US-Rohölbeständen gerechnet werden, prognostizieren die Analysten der ANZ Bank.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

 

08:09 Uhr

Verfallstag dürfte Dax Schub geben

Zum Verfall an den Terminmärkten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Donnerstag war er um 0,2 Prozent tiefer auf 13.886,93 Punkten aus dem Handel gegangen, nachdem überraschend viele US-Amerikaner in der Vorwoche einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt hatten. Im Terminkalender stehen zum Wochenschluss die Stimmungsbarometer der deutschen und der europäischen Einkaufsmanager. Die nicht direkt von den Lockdowns betroffenen Dienstleistungsbranchen entwickelten sich wohl weiter recht robust, schätzt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. "Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie dürfte die fortgesetzte Erholung in diesem Bereich bestätigen, auch wenn das Tempo etwas nachlassen sollte."

07:49 Uhr

Allianz übertrifft Erwartungen - Corona kostet viel

Die Allianz hat mit einem Endspurt 2020 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und will im neuen Jahr an die Ergebnisse vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Der operative Gewinn fiel im abgelaufenen Jahr um neun Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, wie der Münchner Versicherungsriese mitteilte. Analysten hatten der Allianz im Schnitt nur 10,4 Milliarden zugetraut.

Allianz
Allianz 200,20

Die Folgen der Pandemie haben den Versicherer nach eigenen Angaben insgesamt 1,3 Milliarden Euro gekostet. "Bereinigt um die negativen Auswirkungen von Covid-19 lag unser operatives Ergebnis über den Rekordwerten des Vorjahres", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 9,60 Euro bekommen, obwohl der Nettogewinn nach Anteilen Dritter um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro schrumpfte. Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Oliver Bäte ein operatives Ergebnis von zwölf Milliarden Euro in Aussicht - allerdings mit einer Schwankungsbreite von einer Milliarde nach oben und unten, die doppelt so groß ist wie bei der Allianz üblich.

07:36 Uhr

Asien-Börsen im Abwärtssog der Wall Street

Die ostasiatischen Aktienmärkte folgen der leichteren Tendenz an der Wall Street vom Vorabend. Dort hatten unter anderem wieder gestiegene Anleiherenditen die Anleger vorsichtig agieren lassen. Für etwas Ernüchterung sorge in Asien außerdem das nur moderate Plus in Schanghai vom Vortag, nach der dortigen einwöchigen Handelspause, heißt es. An den meisten Nachbarbörsen war es in dieser Zeit deutlicher nach oben gegangen mit den Indizes.

Wie schon am Vortag zu beobachten, tendieren die Indizes auch zum Wochenausklang im Verlauf nach unten. In Tokio gibt der Nikkei-Index mittlerweile um rund 0,8 Prozent nach auf 29.992 Punkte. Der Kospi in Seoul liegt knapp im Minus (3085 Punkte), nachdem er zuvor noch freundlicher tendierte. In Schanghai (3674 Punkte) und in Hongkong (30.437 Punkte) lautet die Tendenz knapp behauptet bis leichter. Die Börse in Sydney (6794 Punkte) ist mit einem noch größeren Minus bereits ins Wochenende gegangen.

Nikkei
Nikkei 29.219,15
Kospi
Kospi 2.994,98