Dienstag, 11. Februar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Bullen-Tag in Frankfurt: Dax erklimmt neue Höhen

98211261.jpg

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

In Frankfurt waren heute die Bullen los: Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete kräftige Gewinne. Kurz nach Eröffnung des Handels in den USA schwang sich der Dax zu neuen Höhen auf und erreichte mit 13.668 Punkten ein neues Allzeithoch - bislang hatte es bei 13.640 Stellen gelegen. Nach Ertönen der Schlussglocke notierte der Leitindex 1,0 Prozent höher bei 13.628 Punkten. Auch der MDax legte ordentlich zu und ging mit plus 1,4 Prozent auf 29.195 Zähler aus dem Handel. Der TecDax stieg um 2,2 Prozent auf 3251 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3829 Punkte nach oben.

Getrieben wurde der Dax von der Aktie der Deutschen Telekom, die im Zuge der Genehmigung für eine Fusion ihrer Tochter T-Mobile US mit dem Mobilfunkanbieter Sprint um 3,8 Prozent zulegte. Ansonsten befanden sich fast alle Dax-Werte in der Gewinnzone - den stärksten Zuwachs verzeichneten Lufthansa mit plus 3,9 Prozent. Daimler lagen nach unbefriedigenden Zahlen mit minus 1,0 Prozent am Indexende. Continental und Munich Re verloren nur geringfügig.

Die Sorgen um negative Folgen des Coronavirus auf das Wirtschaftswachstum rückten an den Märkten vorerst in den Hintergrund. Die Analysten von Goldman Sachs sehen den Einfluss des Virus auf die Wirtschaft als begrenzt an. Große Produktionsunterbrechungen in China dürfte es nicht geben, hieß es. Dazu kamen positiv erwartete Auswirkungen von geldpolitischen Stützungsmaßnahmen in China, die auch die Aktienkurse in Asien nach oben getrieben haben.

*Datenschutz

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:18 Uhr

Börsenboom treibt Fondsvermögen auf Rekordhoch

Der Boom an den Börsen hat der deutschen Fondsbranche in Summe das beste Jahr ihrer Geschichte beschert. Ende 2019 verwalteten die Fondsgesellschaften den Rekordwert von fast 3,4 Billionen Euro. Das waren 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2,95 Billionen Euro), wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mitteilte.

Binnen zehn Jahren habe sich das Fondsvermögen fast verdoppelt. Unter dem Strich flossen im vergangenen Jahr gut 120 Milliarden Euro frische Gelder in offene Investmentfonds und damit etwas mehr als ein Jahr zuvor (118 Milliarden Euro). Treiber im Neugeschäft waren erneut Spezialfonds, in die vor allem Versicherer und Pensionskassen investieren, mit 102,7 Milliarden Euro Zuflüssen.

16:42 Uhr

Reaktion auf Brexit: Smartphone-Bank N26 verlässt UK

imago84898439h.jpg

(Foto: imago/Joko)

Die Berliner Smartphone-Bank N26 zieht sich vom britischen Markt zurück. Grund sei der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU, sagten die Unternehmensgründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal. Deshalb würden in den kommenden Monaten alle Konten in Großbritannien geschlossen.

N26 zählt eigenen Angaben zufolge mehr als fünf Millionen Kunden in über zwei Dutzend Ländern. In den USA - wo das Startup seit September 2019 im Geschäft ist - seien in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit der Axos Bank mehr als 250.000 Kunden gewonnen worden. N26 wurde zuletzt mit 3,5 Milliarden US-Dollar bewertet und gilt als wertvollstes deutsches Startup.

16:19 Uhr

Investieren mit Sicherheitspuffer - so geht's!

Nach langer Zeit haben die europäischen Aktienmärkte in den letzten Monaten wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Ist die Zeit der sauren Gurken damit vorbei? Wie sich Anleger, die noch unsicher sind, mit Zertifikaten einen Kurspuffer einbauen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

16:11 Uhr

Dax klettert auf Allzeithoch

Hochstimmung an der Frankfurter Börse: Der Dax springt auf ein neues Allzeithoch von 13.659 Punkten. Die alte Marke lag bei 13.640 Zählern. Beflügelt wurde der Dax-Anstieg durch die positive Handelseröffnung an der New Yorker Wall Street.

Dax
Dax 13.783,89

15:57 Uhr

Rekordhochs bei Nasdaq und S&P - Sprint-Aktie plus 75 Prozent

In Erwartung einer Eindämmung der Coronavirus-Epidemie treiben Anleger die US-Börsen weiter von Rekordhoch zu Rekordhoch. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,6 Prozent. Dabei markierten Nasdaq und S&P jeweils den zweiten Tag in Folge neue Bestmarken.

Bei den Unternehmen stach der Mobilfunker Sprint mit einem Rekord-Kurssprung von knapp 75 Prozent heraus. Der Richter im Schlüsselprozess um die milliardenschwere Fusion mit dem Rivalen T-Mobile segnete den Zusammenschluss ab. Der Deal werde sich langfristig positiv auf die Tochter der Deutschen Telekom auswirken, prognostizierte ein Analyst. T-Mobile-Titel stiegen um 11,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 94,30 Dollar.

Sprint
Sprint 8,69

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:44 Uhr

Russische Eurobonds heiß begehrt - hohe Renditen locken

imago78292195h.jpg

(Foto: imago)

Die Nachfrage nach russischen Eurobonds übersteigt nach Einschätzung von Bankern und Fondsmanagern das Angebot um mehr als das Dreifache. Hohe Renditen bei den Firmenanleihen lassen dabei die Risiken einer Konjunkturabkühlung in den Hintergrund rücken.

Allein seit Jahresanfang haben die Unternehmen 2,4 Milliarden Dollar am westlichen Kapitalmarkt aufgenommen. Die Volatilität steige und Investoren beurteilten Risiken zurückhaltender, sagte Dmitri Gladkow, amtierender Chef des Investmentbanking bei Renaissance Capital (RenCap). Dennoch seien bislang keine größeren Änderungen am Primärmarkt zu erkennen.

15:34 Uhr

Dax notiert knapp unter Allzeithoch

Der Dax hat am Dienstag einen neuen Rekord vorerst nur knapp verpasst. Ungeachtet der Coronavirus-Krise rückte der Leitindex nach Eröffnung der US-Börsen um 1,0 Prozent auf 13.626 Punkte vor. In der Spitze war er der bisherigen Bestmarke von 13.640 Punkten im frühen Handel sogar schon bis auf zwei Zähler näher gekommen. Der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3823 Stellen.

Auf der Unternehmensseite standen vor allem die 4,5 Prozent höheren Papiere der Deutschen Telekom im Mittelpunkt. Die geplante Fusion von T-Mobile US mit dem kleineren Rivalen Sprint hat die Kartellprüfung in den USA überstanden.

15:21 Uhr

Star-Wars-Figuren beflügeln Hasbro-Aktie

imago78558886h.jpg

(Foto: imago/Michael Eichhammer)

Dem US-Spielzeughersteller Hasbro kommt die boomende Nachfrage nach Spielfiguren von Star Wars und der Eiskönigin zugute. Im vorbörslichen US-Handel schossen die Aktien rund neun Prozent nach oben, weil der Gewinn im wichtigen Schlussquartal überraschend stark anzog.

Hasbro profitierte sowohl von dem Geschäft mit Spielartikeln zu den beiden Blockbuster-Filmen als auch von gesunkenen Kosten.

15:07 Uhr

AHK-Chefrepräsentant in Hongkong: "Müssen das Chaos managen"

Das Coronavirus hat in China zu beträchtlichen Einschränkungen in den Bereichen Produktion und Warentransport geführt. Wolfgang Niedermark, Chefrepräsentant der Industrie und Handelskammer in Honkong, spricht mit ntv über mögliche Lieferengpässe und die Folgen.

14:48 Uhr

Verdacht auf Insidergeschäfte bei Grammer-Verkauf

Grammer
Grammer 30,30

Bei der Übernahme des fränkischen Autozulieferers Grammer durch den chinesischen Konzern Ningbo Jifeng besteht der Verdacht illegaler Insidergeschäfte. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat dazu bundesweite Durchsuchungen veranlasst. Beschuldigt werden fünf Verdächtige im Alter zwischen 35 und 70 Jahren, wie die Behörde mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, entsprechende Insider-Informationen über den bevorstehenden Deal gewinnbringend für Aktien- und Derivategeschäfte verwendet zu haben. Einer der Beschuldigten steht zudem im Verdacht, bei vier weiteren Aktiengesellschaften aus dem In- und Ausland Informationen aus Übernahmeverhandlungen zu eigenen Zwecken genutzt zu haben.

Zusätzlich führt die Staatsanwaltschaft ein Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen Grammer in Amberg und drei ehemalige Vorstände. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 2018 eine entsprechende ad-hoc-Mitteilung verspätet veröffentlicht zu haben.

14:30 Uhr

US-Richter stimmt Fusion von T-Mobile und Sprint zu

122693450.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Telekom-Tochter T-Mobile hat sich im wichtigen US-Kartellrechtsprozess um die Fusion mit dem kleineren Rivalen Sprint durchgesetzt. Der zuständige Richter Victor Marrero stimmte dem mehr als 26 Milliarden US-Dollar teuren Deal zu, wie aus seinem Urteil hervorgeht.

Die Unternehmen hatten ihren Zusammenschluss bereits im April 2018 vereinbart. Die Fusion stieß jedoch auf wettbewerbsrechtlichen Widerstand. Zwar stimmte das Justizministerium unter Auflagen zu und auch die Branchenaufsicht FCC gab grünes Licht, doch 13 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington klagten, weil sie Jobverluste und Preiserhöhungen fürchten. Im Dezember war es in New York zum Showdown vor Gericht gekommen, doch erst jetzt wurde das Urteil gefällt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:21 Uhr

Stellenabbau kommt Daimler sehr teuer

Der Personalabbau bei Daimler wird den Autobauer viel Geld kosten. Finanzchef Harald Wilhelm bezifferte die Kosten für den Konzernumbau auf insgesamt rund 2 Milliarden Euro. Davon würden etwa 1,2 Milliarden Euro in diesem Jahr anfallen, sagte der Manager während der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Daimler-Chef Ola Källenius will mit Stellenstreichungen die jährlichen Personalkosten bis Ende des Jahres 2022 um 1,4 Milliarden Euro senken. Früheren Angaben zufolge ist dafür ein Stellenabbau im kleineren fünfstelligen Bereich verbunden. Laut dem "Handelsblatt" könnte es sich um bis zu 15.000 Jobs handeln. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau wollte Källenius nicht nennen.

Daimler
Daimler 43,72

13:59 Uhr

Abnehmende Virus-Sorgen schieben Ölpreise an

Die Ölpreise haben heute von der Entspannung in der Coronavirus-Krise profitiert. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 82 Cent auf 54,09 US-Dollar je Barrel und ließ damit das am Vortag erreichte 13-Monats-Tief wieder hinter sich. US-Leichtöl WTI zog 72 Cent auf 50,29 Dollar an.

Angesichts der sinkenden Zahl neuer Infektionsfälle in China, trat die Sorge vor einer anhaltenden Nachfrageschwäche in der Volksrepublik etwas in den Hintergrund.

13:37 Uhr

KKR-Absage lässt Kurs von NMC Health abstürzen

NMC Health
NMC Health 9,60

Schlag ins Kontor von NMC Health: Der Finanzinvestor KKR hat einer Übernahme des angeschlagenen Krankenhausbetreibers mit Hauptsitz in Abu Dhabi eine Absage erteilt. An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktie sackte um etwa 15 Prozent ab und war damit mit Abstand Schlusslicht im Londoner Leitindex FTSE 100. Noch gestern hatten die Papiere etwa ein Drittel an Wert gewonnen, nachdem der größte Krankenhausbetreiber der Vereinigten Arabischen Emirate bekanntgegeben hatte, von KKR und GK Investments wegen einer möglichen Übernahme angesprochen worden zu sein.

In den vergangenen Monaten stand NMC Health wegen angeblicher Bilanz-Tricksereien unter Druck. Der Hedgefonds Muddy Waters begründete seine Spekulation gegen das Unternehmen mit "ernsthaften Zweifeln" an den Bilanzen. Muddy Waters ist dafür bekannt, Firmen unter die Lupe zu nehmen und Leerverkaufspositionen aufzubauen, um auf fallende Kurse zu setzen.

13:14 Uhr

Wall Street funkt grün - Sprint-Aktie "explodiert" schon

01aadc4ee1b4d8fe2e300f12a006dc93.jpg

(Foto: REUTERS)

Nach neuen Rekordhochs für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite am gestrigen Tag sieht es für den Start an den US-Börsen nach einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung aus. Zur guten Stimmung tragen Meldungen bei, wonach sich die Ausbreitung des Coronavirus in China verlangsamt. Marktteilnehmer schließen daraus, dass die zunächst vielfach skeptisch beurteilten Maßnahmen gegen eine Ausweitung Früchte zu tragen beginnen.

Daneben setzen die Akteure darauf, dass es zur Abfederung der negativen konjunkturellen Folgen nicht nur umfangreiche Stimuli seitens Peking geben wird, sondern dass im Bedarfsfall auch die US-Notenbank Fed Gewehr bei Fuß steht. Auch deswegen werde man die Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell im Tagesverlauf vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses genau verfolgen.

Auf Unternehmensseite herrscht gespanntes Warten auf einen Urteilsspruch zur schon lange geplanten Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint. Insidern zufolge soll diese noch heute grünes Licht bekommen. Im vorbörslichen Handel auf Nasdaq.com zieht der T-Mobile-Kurs darauf um 8,9 Prozent an auf 92,05 Dollar. Die Sprint-Aktie "explodiert" geradezu um 66 Prozent auf 7,96 Dollar.

13:02 Uhr

Schwieriges Jahr 2020 - Aktie von Michelin unter Druck

Michelin stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein und schickt damit seine Aktien auf Talfahrt. Die Papiere des Der französischen Reifenherstellers gaben bis zu vier Prozent nach und standen damit am Ende des Pariser Leitindex CAC-40. Sie steuern auf den größten Tagesverlust seit einem Jahr zu.

Der weltweit zweitgrößte Reifenproduzent rechnet für 2020 mit einem leichten Rückgang des Betriebsgewinns. Die Folgen des Ausbruchs des Coronavirus in China seien dabei noch nicht berücksichtigt.

12:53 Uhr

Furcht vor Syrien-Eskalation drückt türkische Lira

Lira.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Furcht vor einer neuen Eskalation des Konflikts in Syrien hat die türkische Lira belastet. Ein US-Dollar kostete mit 6,0446 Lira 0,6 Prozent mehr als zum Wochenauftakt, das ist so viel wie seit Mai 2019 nicht mehr. Investoren befürchten, dass es zu einer Eskalation im Konflikt zwischen den türkischen und den syrischen Truppen in der Provinz Idlib kommt.

  • "Die jüngsten Entwicklungen bereiten Sorgen, dass die Spannungen weiter zunehmen", sagte Jason Tuvey, Schwellenländer-Spezialist beim Finanzdienstleister Capital Economics. Bemühungen der Regierung, die Landeswährung zu stützen, dürften sich als vergeblich herausstellen.
  • "Wenn man sich die niedrigen Devisenreserven der Türkei ansieht und ihre hohe Auslandsverschuldung, kann sie schlichtweg nicht lange durchhalten."

Im vergangenen Jahr haben staatliche türkische Banken mehrere Milliarden Dollar verkauft, um die Lira zu stützen.

12:29 Uhr

Deutscher Bank muss IT erneuern - helfen US-Unternehmen?

23659374.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bank setzt bei der Erneuerung ihrer IT-Systeme Insidern zufolge auf die Hilfe eines großen US-Technologiekonzerns. Das Institut sei in Verhandlungen mit Microsoft, Google und Amazon über eine Partnerschaft, hieß es. Mitarbeiter der US-Unternehmen arbeiteten derzeit Details für eine Kooperation und konkrete Anwendungsfälle aus. In drei Monaten wolle die Bank entscheiden, mit welchem Konzern sie künftig zusammenarbeite. Dieser müsse auch zu gemeinsamen Investitionen bereit sein. Der Aufsichtsrat habe für die Kooperationspläne bereits grünes Licht gegeben.

Die Deutsche Bank erklärte, sie habe eine Ausschreibung laufen, an der sich mehrere Cloud-Anbieter beteiligten. Google und Microsoft lehnten einen Kommentar ab. Amazon gab keine Stellungnahme ab.

12:04 Uhr

Coronavirus: Werden in China Millionen Stellen abgebaut?

c2d35f4381aece4a42b5f187e46a28e5.jpg

(Foto: REUTERS)

Die Ausbreitung des Coronavirus schürt in China die Sorge vor einem spürbaren Arbeitsplatzabbau. Das Medienunternehmen Xinchao Media will 500 Jobs und damit jede zehnte Stelle streichen, um wegen des Virus das eigene "Überleben zu sichern", wie der Konzern mitteilte.

  • "Um die Epidemie zu überwinden, muss man auf die Bremse treten, den Cash-Flow blockieren, die Kosten senken", sagte Firmenchef Zhang Jixue.

Viele Firmen spüren seit Ende Januar Gegenwind - etwa durch verlängerte Werksferien, sinkende Nachfrage oder weniger Konsum.

  • "Es ist möglich, dass das Coronavirus im ersten Quartal zum Abbau von zwei bis drei Millionen Arbeitsplätzen führen könnte", sagte ein chinesischer Analyst.
11:50 Uhr

Autoaktien und Siemens verhindern neues Dax-Hoch

Die Frankfurter Börse ist nach fulminantem Start wieder auf dem Boden der Wirklichkeit. Händler sahen am späten Vormittag kein gutes Zeichen für ein neues Dax-Allzeithoch.

  • "Ohne Autos und Siemens geht das nicht", sagt ein Teilnehmer.

Auffallend sei, dass zunächst die empfindlicheren Zuliefererpapiere ins Minus gedreht hätten, danach sein einige Autowerte gefolgt. Continental fielen nach anfänglich deutlichem Plus zurück und notierten kaum verändert, Daimler kamen nach starkem Start auf plus 0,3 Prozent zurück. Siemens büßten zunächst 0,6 Prozent ein und berappelten sich dann auf plus 0,3 Prozent.

Kurz vor Mittag notierte der Dax 0,7 Prozent höher bei 13.588 Punkten. Zuvor war er bis auf 13.638 Zähler hochgegangen. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 3816 Stellen.

Dax
Dax 13.783,89

11:30 Uhr

Ökonom: Deutsche Wirtschaft steuert wohl auf Stagnation zu

Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Volker Wieland vor der Jahreswende nahezu stagniert. Das Statistische Bundesamt hatte nach einem mageren Wachstum von 0,1 Prozent im Sommer für das vierte Quartal 2019 "Anzeichen einer leichten Erholung" ausgemacht.

  • Wieland sagte Reuters: "Eine leichte Revision der Zahlen nach unten, würde mich nicht überraschen. Da ist dann eine Stagnation nicht mehr weit entfernt und ein mögliches Szenario."

Die offiziellen Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal werden am Freitag veröffentlicht. Experten rechnen mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent. Die Wirtschaft hatte zuletzt mit einem Produktionseinbruch Erinnerungen an die Rezessionszeiten vor mehr als einem Jahrzehnt geweckt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Dezember zusammen 3,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Das war das dickste Minus seit Anfang 2009, als die globale Krise Deutschland mit voller Wucht erfasste.

11:05 Uhr

Britische Wirtschaft stagniert - Brexit bremst Konsum

imago80916986h.jpg

(Foto: imago/Marius Schwarz)

Die Unsicherheit um den Brexit hat die britische Wirtschaft Ende des vergangenen Jahres ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte zwischen Oktober und Dezember zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt ONS in London mitteilte. Zum Vorjahresquartal ging es nur um 1,1 Prozent bergauf und damit so langsam wie seit Anfang 2018 nicht mehr. Der private Konsum, der die Wirtschaft zuletzt angekurbelt hatte, blieb so schwach wie seit vier Jahren nicht mehr.

Großbritannien hat Ende Januar die EU verlassen. Das monatelange Hickhack um den Brexit zuvor sorgte allerdings für Verunsicherung bei britischen Firmen und Verbrauchern. Nach der Trennung müssen Großbritannien und die Europäische Union nun ihre künftigen Beziehungen klären - etwa im Handel.

10:49 Uhr

T-Mobile und Sprint vor Fusion - Telekom-Kurs steigt stark

Die Fusion der US-Mobilfunkanbieter T-Mobile US und Sprint ist offenbar in trockenen Tüchern. Ein Bundesrichter werde das 26 Milliarden US-Dollar schwere Vorhaben genehmigen, sagten Insider.
Mit der Entscheidung, die den Informanten zufolge heute bekanntgegeben wird, fahren die beiden Unternehmen einen Sieg über eine Reihe von Staatsanwälten aus den US-Bundesstaaten ein, die die Fusion aus wettbewerbsrechtlichen Gründen verhindern wollten.

Die Aktie von Sprint war im nachbörslichen US-Handel um knapp 70 Prozent gestiegen. Die T-Mobile-Aktie legte um 8 Prozent zu. In Frankfurt lagen Deutsche Telekom mit plus 4,0 Prozent klar an der Dax-Spitze.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,60

10:17 Uhr

Euro auf Viermonatstief - Unicredit hält 1,08 USD für möglich

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,08

Mit knapp über 1,09 US-Dollar hat sich der Euro am Vormittag im Bereich eines Viermonatstiefs bewegt. Zum einen profitiere der Dollar von der Flucht der Anleger in sichere Häfen wegen der Unwägbarkeiten rund um die Coronavirus-Epidemie, so die Analysten der Unicredit. Zum anderen stünden die Konjunkturdaten aus den USA im Kontrast zu schwächeren Daten aus Europa, beispielsweise zuletzt den Industrieproduktionszahlen aus Deutschland und Italien.

Sollte der Euro unter die Marke von 1,0890 fallen, dann drohe ein weiterer Rückgang zunächst auf 1,08 und dann sogar bis auf 1,05 Dollar, warnen die Analysten.

09:53 Uhr

Metro wird von Klotz am Bein befreit

84864515.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Metro wird seine verlustreiche Marktkette Real endlich los. Wie der MDax-Konzern mitteilte, ist mit dem Konsortium um das Frankfurter Immobilienunternehmen X+bricks und dem Luxemburger Private-Equity-Fonds SCP eine "kommerzielle Einigung" hinsichtlich der Veräußerung des SB-Warenhausgeschäfts und der damit zusammenhängenden Geschäftsaktivitäten erreicht worden. Einzelne offene Punkte seien jedoch noch in Verhandlung.

Das vereinbarte Konzept sehe eine Veräußerung von Real als Ganzes zu einem Unternehmenswert von etwa 1 Milliarde Euro vor. Auf Basis der Einigung erwartet Metro einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro und sieht weiterhin über 1,5 Milliarde Euro Nettomittelzuflüsse nach sämtlichen Transaktionskosten aus dem Verkauf von Real und der Veräußerung eines Mehrheitsanteils am chinesischen Geschäft.

Nach weiteren Angaben der Düsseldorfer sieht die Transaktion außerdem vor, dass Metro Servicegesellschaften für eine Übergangsperiode weiterhin Dienstleistungen für Real erbringen, allerdings in sinkender Ausprägung im Zeitverlauf.

09:37 Uhr

Citigroup: Daimler-Fokus auf Liquidität und freien Cashflow

92378547.jpg

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)

Die Liquidität von Daimler lag nach Angaben der Citigroup mit 11 Milliarden Euro Ende des vergangenen Jahres über dem unteren Ziel von 10 Milliarden Euro, jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau von 13 Milliarden Euro. Dies lege nahe, dass das Management wenig Manövrierraum hat. Für den freien Cashflow 2020 strebe das Management eine deutliche Steigerung von mehr als 25 Prozent an, was etwa 2 Milliarden Euro impliziere.

Der Dividendenvorschlag wurde auf 0,90 Euro nach unten angepasst, wohingegen 1,00 Euro erwartet worden seien. Die im Rahmen der Erwartungen liegenden Zahlen und die Beibehaltung der Kosteineinsparpläne bieten kaum Anlass, negative Einschätzungen auf kurze Sicht zu zerstreuen.

09:29 Uhr

Osram-Mehrheitsaktionär schafft Rekordjahr

Der österreichische Sensorspezialist und neue Osram-Mehrheitseigner AMS hat ein Rekordjahr hinter sich. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von knapp 300 Millionen Euro. Das ist mehr als das Dreifache des Vorjahres. Der Umsatz kletterte von 1,4 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro. Damit füllen sich die Kassen des Unternehmens, um die finanziellen Belastungen aus der Übernahme der Mehrheit am deutlich größeren Münchner Lichtkonzern Osram zu stemmen. Auch für das laufende erste Quartal erwartet AMS deutliches Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zudem hat AMS seine Entschlossenheit bekräftigt, bei Osram einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anzustreben. Dafür muss das Unternehmen seinen bisher bei knapp 60 Prozent liegenden Anteil am Münchner Konzern auf mindestens 75 Prozent erhöhen.

09:15 Uhr

Dax geht in Richtung Allzeithoch - Daimler und Telekom stark

Dax
Dax 13.783,89

Der deutsche Aktienmarkt ist deutlich gestärkt in den heutigen Handel eingestiegen. Der Dax gewann 0,9 Prozent auf 13.620 Punkte und näherte sich damit seinem Allzeithoch von 13.640 Zählern. Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 28.971 Punkte. Mit dem TecDax ging es um 1,2 Prozent auf 3222 Stellen hoch.

Die Aktie von Daimler stieg nach Zahlen um 3,8 Prozent auf 44,70 Euro. Die Anleger überzeugt die Aussage der Stuttgarter, dass das der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) 2020 deutlich über dem von zahlreichen Einzelproblemen belasteten Niveau des Vorjahres liegen soll. An der Dax-Spitze notierten Deutsche Telekom mit plus 4,2 Prozent. Die Aussicht auf grünes Licht für die Fusion des Mobilfunkanbieters Sprint mit T-Mobile sorgte für Rückenwind.

09:05 Uhr

737-Max-Misere bremst Tui aus

Das anhaltende Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max macht dem weltgrößten Reisekonzern Tui weiter zu schaffen. "Wir erwarten in diesem Geschäftsjahr keine Auslieferung der Max-Jets mehr", sagte Konzernchef Fritz Joussen bei der Vorlage der Quartalszahlen vor der Hauptversammlung in Hannover. Allerdings erwartet er nach der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook jetzt einen kräftig wachsenden Reiseabsatz für den Sommer.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember wuchs bei Tui der saisontypische operative Verlust (bereinigtes Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent auf rund 147 Millionen Euro. Die Miete und die Mehrkosten für Ersatzflugzeuge summierten sich auf 45 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust allerdings um fast acht Prozent auf 129 Millionen Euro.

Tui
Tui 10,49

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:51 Uhr

Pluszeichen in China - kein Handel in Japan

Die asiatischen Aktienmärkte haben nach den positiven Vorgaben aus den USA zugelegt. Die Sorgen vor den Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs in China rückten etwas in den Hintergrund. Allerdings verwiesen einige Analysten am Dienstag darauf, dass die Fabriken in China nach dem Ende der Zwangspause nur langsam wieder in Schwung kämen. Investoren könnten die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie unterschätzen. Die Fachleute der US-Bank JP Morgan kappten ihre Konjunkturprognose für China für das erste Quartal

In China legten die Kurse an der Börse in Shanghai um 0,5 Prozent zu, der Index der wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen gewann 1,1 Prozent. Die Tokioter Börse war wegen eines Feiertags geschlossen.

08:41 Uhr

Daimler vermeldet Gewinneinbruch

128726329.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Dunkle Wolken in Stuttgart: Daimler hat 2019 deutlich weniger Gewinn eingefahren als im Vorjahr. Wie der Autobauer mitteilte, betrug das Konzernergebnis 2,7 Milliarden Euro. Das sind 64 Prozent weniger als 2018, als sich der Gewinn auf 7,6 Milliarden Euro summiert hatte. Das auf die Daimler-Aktionäre entfallende Konzernergebnis lag bei 2,4 Milliarden Euro; 2018 waren es 7,2 Milliarden Euro gewesen.

Den Konzern belastet neben dem Strukturwandel der Autobranche auch der Dieselskandal. So hatte Daimler Ende Januar erklärt, voraussichtliche zusätzliche Aufwendungen zwischen 1,1 und 1,5 Milliarden Euro im Zusammenhang mit Dieselfahrzeugen würden das operative Ergebnis drücken.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:37 Uhr

Ölpreise erholen sich etwas

Brent Rohöl
Brent Rohöl 57,65

Die Ölpreise sind im frühen Handel nach der jüngsten Talfahrt gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 54,11 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls geringfügig um 67 Cent auf 50,24 Dollar. Die Coronavirus-Krise bleibt nach wie vor ein bestimmendes Thema an den Finanzmärkten. Die jüngste Entwicklung konnte die Ölpreise aber zuletzt nicht weiter belasten.

Gestern Abend war der Preis für Rohöl aus der Nordsee noch bis auf 53,11 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa einem Jahr. Als ein weiterer wesentlicher Grund für die niedrigen Ölpreise gelten Zweifel an der Geschlossenheit der Opec+, einem Zusammenschluss von Staaten des Ölkartells und verbündeter Förderländer wie Russland.

07:44 Uhr

Euro zeigt sich schwächer als am Vortag

Im Devisenhandel gibt der Euro am zweiten Tag der Woche leicht nach. Im Vergleich zur Vorwoche befindet sich die Gemeinschaftswährung auf einem leichten Trend nach unten.

  • Am frühen Morgen liegt der Euro bei 1,0910 Dollar und damit 0,04 Prozent unter dem Niveau des Vortags.
  • Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 109,85 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,9773 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9781 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2918 Dollar.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

07:23 Uhr

Trotz Coronavirus: Anleger in Asien sind optimistisch

Die asiatischen Aktienmärkte sind dem Aufschwung der Wall Street gefolgt. Die Anleger scheinen auf das Beste zu hoffen, obwohl sich das Coronavirus in China weiterhin ausbreitet und die Zahl der Toten steigt.

  • Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.