Dienstag, 23. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Kursrally in Frankfurt - Dax macht kräftigen Satz

Die Haushaltseinigung in den USA und die Aussicht auf noch mehr billiges Geld von den Notenbanken haben heute eine Kursrally am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Der Dax ließ die Höchstkurse der Vorwoche hinter sich und schnellte über die Marke von 12.500 Punkten - der Tageshöchstwert lag bei 12.531 Zählern. Am Ende schloss der Leitindex 1,6 Prozent höher bei 12.491 Punkten. Der Dax übersprang damit wieder die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend beschreibt, und profitierte zudem von dem schwächelnden Euro. Der MDax gewann 1,2 Prozent auf 26.155 Zähler. Der TecDax stieg um 0,6 Prozent bei 2912 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3532 Punkte hoch.

In diesem positiven Umfeld griffen die Investoren vor allem bei den Branchen zu, die in der Regel stark von guten Nachrichten für die Konjunktur profitieren. Besonders deutlich fielen die Kursgewinne auch europaweit bei den Autobauern aus. In den Hintergrund rückte damit die neuerliche Gewinnwarnung des Autozulieferers Continental. Die Anteilsscheine der Hannoveraner hatten nur kurz im Minus gelegen und schnellten zuletzt an der Dax-Spitze um 6,3 Prozent in die Höhe. Auch VW, Daimler und BMW gewannen kräftig hinzu.

17:13 Uhr

Lohscheller wird erster Deutscher im PSA-Vorstand

Michael Lohscheller

Michael Lohscheller

(Foto: Opel AG/opel AG/dpa)

Opel-Chef Michael Lohscheller rückt als erster Deutscher in den engsten Führungskreis des französischen PSA-Konzerns auf. Der 50-Jährige wurde vom Aufsichtsrat des Unternehmens in den vierköpfigen Vorstand berufen, wie PSA in Paris mitteilte. Er folgt zum 1. September Jean-Christophe Quémard, Direktor Mittlerer Osten & Afrika, der im erweiterten Vorstand verbleibt. Diesem "Executive Committee" gehört auch Lohscheller bislang schon an.

Die Amtszeit des Vorstands unter Führung des Portugiesen Carlos Tavares endet am 2. April 2021. Die Berufung Lohschellers belege die Bedeutung der Integration von Opel/Vauxhall in die Groupe PSA, hieß es.

16:43 Uhr

UK-Aktienmarkt stark - harter Brexit zu 50% eingepreist

EU Großbritannien #asdf Symbol 119178236.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der britische Aktienmarkt ist heute in die Nähe eines Elfmonatshochs gestiegen. Im Handel spricht man davon, dass der Markt nicht wegen, sondern eher trotz der Wahl von Boris Johnson zum Tory-Chef zulegte. Der Brexit-Hardliner wird neuer Premierminister des Vereinigten Königreichs.

Laut den Analysten der UBS preist der Markt die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits mit 50 Prozent ein. Damit übertreibe der Markt bei diesen Risiken. Denn auch Johnson stehe vor Hürden. So verfüge seine Partei über keine Mehrheit im Unterhaus. Zudem sei diese gespalten. Zwar bleibe ein harter Brexit im Bereich des Möglichen, allerdings glauben die Experten eher an eine Verlängerung der Austrittsfrist.

16:29 Uhr

Banca Carige steht vor der Rettung

115470248.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die italienischen Banken machen den Weg für eine Rettung des in Genua ansässigen Kriseninstituts Banca Carige frei. Der von ihnen getragene Einlagensicherungsfonds FITD gab grünes Licht, Carige-Anleihen im seinem Besitz im Volumen von 313 Millionen Euro in Aktien umzuwandeln.

Der insgesamt 900 Millionen Euro schwere Rettungsplan sieht laut FITD-Direktor Giuseppe Boccuzzi eine Kapitalerhöhung im Umfang von 700 Millionen Euro vor. Auch eine Wandelanleihe im Volumen von 200 Millionen Euro soll ausgegeben werden.

16:15 Uhr

Gute Geschäftszahlen locken Anleger an Wall Street

87650434.jpg

(Foto: dpa)

Unerwartet gute Geschäftszahlen von Coca Cola und United Technologies haben die US-Anleger in Kauflaune versetzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte, der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gewannen in den ersten Handelsminuten jeweils 0,4 Prozent auf 27.273, 2996 und 8237 Punkte. Auch die Abwendung eines neuerlichen Haushaltsstreits in den USA kam auf dem Parkett gut an.

Die Coca-Cola-Aktien legten 4,1 Prozent zu. United Tech profitiert von der höheren Nachfrage der Luftfahrtbranche und hob nach einem unerwartet guten Quartal seine Prognose an. Die Papiere notierten 1,9 Prozent fester.

16:04 Uhr

US-Dollar wird vor EZB-Sitzung härter

97904792.jpg

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der US-Dollar steigt im Vorfeld der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf breiter Front. Für den WSJ-Dollarindex geht es um 0,3 Prozent nach oben. Der Euro notierte am Nachmittag bei 1,1154 Dollar, nach einem Tageshoch von 1,1226 Dollar am Vortag.

Es wird erwartet, dass die Notenbanker um EZB-Präsident Mario Draghi eine Senkung des Einlagensatzes diskutieren werden. Einige Analysten sind sogar der Meinung, dass die EZB wesentlich schneller handeln könnte als bislang erwartet. Die Möglichkeit einer Zinssenkung in dieser Woche sei gestiegen.

15:44 Uhr

IWF: Weltwirtschaft wächst langsamer

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wegen des anhaltenden Handelskriegs zwischen den USA und China seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft leicht nach unten korrigiert. Das Plus in diesem Jahr wird nur noch bei 3,2 Prozent liegen, wie aus einer aktualisierten Prognose des Fonds hervorgeht. Der IWF musste seine Vorhersage damit in diesem Jahr zum dritten Mal leicht senken. Im April hatte der Fonds noch ein Wachstum von 3,3 Prozent vorausgesagt.

Die erneute Absenkung begründete der IWF unter anderem mit den Strafzöllen, die von den USA und China gegeneinander verhängt wurden. Der ungelöste Konflikt laste auf den Wachstumsaussichten. Auch die vom Brexit ausgelöste Unsicherheit und die geopolitischen Spannungen in der Golfregion dämpften die Konjunkturperspektiven, hieß es. Für das kommende Jahr kürzt der IWF seine Vorhersage ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

15:35 Uhr

n-tv Zertifikate: Optionsscheine mit Rabatt

Seit einiger Zeit geht es für die Finanzmärkte Stück für Stück nach oben. Wer das Risiko nicht scheut, kann mit Discount-Optionsscheinen aber auch noch mehr herausholen. Wie das funktioniert, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC.

15:22 Uhr

Abertis-Beteiligung hilft Hochtief auf die Sprünge

Hochtief
Hochtief 111,30

Der Aufschwung hält an: Die Beteiligung am spanischen Autobahnbetreiber Abertis hat den Gewinn von Hochtief im zweiten Quartal erneut deutlich steigen lassen. Der Essener Baukonzern vermeldete einen um Sondereffekte bereinigten operativen Konzerngewinn von 164 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um knapp ein Viertel. Der nominale Konzerngewinn erreichte 151 Millionen Euro - ein Plus von gut 14 Prozent.

Zu dem Gewinnwachstum trugen alle Geschäftsbereiche mit konstanten Margen bei, erklärte Hochtief. 31 Millionen Euro kamen von der 20-prozentigen Beteiligung an Abertis, die Hochtief rückwirkend seit Juni vergangenen Jahres anteilig bilanziert. 2018 verbuchte Hochtief von Abertis einen Gewinnbeitrag von 12 Millionen Euro.

15:00 Uhr

Wirtschaftsleute über Johnson-Wahl not amused

Die Wahl von Boris Johnson zum Tory-Chef sorgt für so manche Sorgenfalte in den Gesichtern deutscher Wirtschaftskapitäne. So warnte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang den künftigen britischen Premier vor einem ungeordneten Brexit.

  • "Drohungen aus London, ungeordnet aus der EU auszuscheiden, sind schädlich und kommen wie ein Bumerang zurück", sagte er. "Sie verstärken die bereits eingetretenen Schäden in der Wirtschaft."

Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingmann, sagte, mit der Wahl des "Hardliners und Brexiteers" Johnson wachse die Gefahr eines No-Deal-Brexits. Die EU müsse aber zu ihren Entscheidungen stehen, um ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen.

14:44 Uhr

Johnson-Wahl beflügelt britisches Pfund

6f4d0ab18bce7af1ec69d6a6e1850b6f.jpg

(Foto: imago images / i Images)

Das britische Pfund hat mit einem Kursanstieg auf die Wahl von Boris Johnson zum neuen Chef der Konservativen Partei in Großbritannien reagiert. Am frühen Nachmittag machte das Pfund einen Teil der frühen Kursverluste wieder wett und wurde zuletzt bei 1,2457 US-Dollar gehandelt.

Experten sehen nach der Wahl von Johnson Chancen, dass es doch noch zu einem geregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kommen könnte. Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses war der Pfund-Kurs zeitweise bis auf 1,2480 Dollar gestiegen, nachdem er am Vormittag noch bei 1,2418 Dollar gelegen hatte. Zum Euro wurde die britische Währung am Nachmittag bei 1,11 Euro für ein Pfund gehandelt.

14:23 Uhr

Zölle belasten Harley-Davidson

Ein Motorrad mit dem Schriftzug "Harley Davidson USA". Foto: Georg Wendt/Archivbild

(Foto: Georg Wendt/dpa)

Die Probleme reißen nicht ab: Bei dem traditionsreichen US-Motorradbauer Harley-Davidson ist der Quartalsgewinn um 19,3 Prozent gesunken. Auch die Erlöse seien weltweit zurückgegangen, belastet von höheren Zöllen und einer schwächeren Nachfrage in den USA.

Das Unternehmen senkte seine Absatzprognose für das Gesamtjahr auf 212.000 bis 217.000 Motorräder von bisher 217.000 bis 222.000 Stück.

14:02 Uhr

Dax im Billiggeldfieber - zeitweise über 12.500

Dax
Dax 13.241,75

Die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt hat sich weiter aufgehellt. Für gute Laune sorgten unter anderem die Einigung auf ein Haushaltspaket in den USA und die Aussicht auf noch mehr Billiggeld zur Stützung der Wirtschaft. Die EZB entscheidet darüber am Donnerstag.

Der Dax baute seine jüngsten Gewinne am frühen Nachmittag deutlich aus und zog um 1,7 Prozent auf 12.496 Punkte an. Zuvor hatte er bereits die 12.500er-Marke geknackt. MDax und TecDax stiegen um je 0,9 Prozent auf 26.092 beziehungsweise 2920 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,3 Prozent auf 3534 Punkte hoch.

An der Dax-Spitze tummelten sich mit Continental (plus 5,8 Prozent), Daimler (plus 4,5) und BMW (plus 4,4) gleich drei Autowerte.

13:48 Uhr

Santander hat millionenschwere Klage am Hals

Für Santander ist der heutige Tag ein gebrauchter. Das spanische Geldhaus muss sich neben unbefriedigenden Zahlen auch noch mit einer 100 Millionen Euro schweren Klage des ehemaligen UBS-Investmentbankchefs Andrea Orcel herumschlagen. Die Bank werde sich gegen die Klage von Orcel verteidigen, sagte der Sekretär des Verwaltungsrats, Jaime Perez Renovales, auf einer außerordentlichen Hauptversammlung.

Santander hatte Orcel vergangenen September zunächst zum neuen Bankchef ernannt - mit dem Plan, dass der Italiener das Amt Anfang 2019 antritt. Im Januar ließen die Spanier den Investmentbanker dann fallen, nachdem sich beide Seiten nicht auf das Gehalt einigen konnten. Orcel wirft Santander Vertragsbruch vor und hat die Bank deshalb in Madrid verklagt.

13:32 Uhr

Coca-Cola verzeichnet starkes zweites Quartal

Coca-Cola
Coca-Cola 47,77

Der Getränkeriese Coca-Cola hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Der US-Konzern baute seinen weltweiten Marktanteil weiter aus und hob seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr an. Die Aktie legte vorbörslich 1,7 Prozent zu.

Netto verdiente Coca-Cola in den drei Monaten per 28. Juni 2,6 Milliarden US-Dollar bzw. 61 Cent je Aktie, nachdem es im Vorjahreszeitraum 2,32 Milliarden bzw. 54 Cent gewesen waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 4 Prozent auf 63 Cent zu, wie die Coca-Cola Co mitteilte. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 10 Milliarden Dollar, organisch legten die Einnahmen um 10 Prozent zu. Analysten hatten im Konsens mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 61 Cent bei Einnahmen von 9,9 Milliarden Dollar gerechnet.

13:09 Uhr

Adler-Modemärkte kraxeln aus dem Tal

Adler Modemärkte
Adler Modemärkte 3,78

Ist die schwierigste Zeit nun überstanden? Die Adler-Modemärkte sehen sich nach der im Vorjahr eingeleiteten Neuausrichtung im Aufwind. Trotz geschrumpften Umsatzes habe der Gewinn im ersten Halbjahr leicht über dem entsprechenden Vorjahresniveau gelegen, teilte das fränkische Unternehmen mit. Bis Ende Juni habe der Umsatz 236 Millionen Euro betragen. Der etwa dreiprozentige Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 hänge auch mit Filialschließungen zusammen, hieß es. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe im ersten Halbjahr bei 25,1 Millionen Euro gelegen. Dies seien eine Million Euro oder vier Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2018.

In diesem Jahr will Adler bis zu 17 unrentable Filialen schließen, dafür bis zu sechs neue an lukrativen Standorten eröffnen. Zudem setzt das Unternehmen stärker auf die bereits dominierenden Eigenmarken. Auch soll wieder die traditionelle Kundschaft im Alter von 55 plus in den Fokus genommen werden.

12:46 Uhr

Blackrock bereitet sich auf taubenhafte EZB vor

RTX33EEM.jpg

(Foto: REUTERS)

Blackrock macht schon mal Nägel mit Köpfen: Die Fondsgesellschaft stockt ihre europäischen Anlagen auf, weil sie davon ausgeht, dass die EZB in den kommenden Monaten eine entschieden taubenhafte Position einnehmen wird. Damit beendet Blackrock die Untergewichtung europäischer Aktien und Anleihen und erhöht Staatsanleihen auf Übergewichten.

Die EZB wird nach Lage der Dinge mit frischen Stimulierungsmaßnahmen aufwarten, um dem sich stabilisierenden Wachstumsausblick und der hartnäckig niedrigen Inflation zu begegnen. Das Paket an Maßnahmen, das die EZB vorbringen dürfte, ist nach Meinung von Blackrock nicht voll eingepreist an den Märkten.

12:27 Uhr

Pfeile an der Wall Street zeigen nach oben

RTX6NZ3Y.jpg

(Foto: REUTERS)

Die Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China und der Erhalt des finanziellen Handlungsspielraums der US-Regierung dürfte die Wall Street heute etwas stützen. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt.

US-Präsident Donald Trump hat sich mit Vertretern großer Technologieunternehmen im Weißen Haus getroffen und über die Sanktionen gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei zu debattieren. Laut einem Bericht will Trump "zeitnah" über die Vergabe von Lizenzen an US-Unternehmen entscheiden, die Geschäfte mit dem chinesischen Telekomausrüster Huawei machen wollen. Der Markt interpretiert die Entwicklung als ein Entspannungszeichen.

Von Entspannung ist auch im Haushaltsstreit die Rede: Trump hat eine längerfristige Haushaltseinigung mit den oppositionellen Demokraten erzielt, die milliardenschwere Mehrausgaben ermöglicht und eine erneute Haushaltssperre verhindern soll. Außerdem wird die Schuldenobergrenze bis Ende Juli 2021 außer Kraft gesetzt.

12:05 Uhr

Deutsche Elektrobranche trotzt den Widrigkeiten

Trotz schwächer werdender Konjunktur und internationaler Handelskonflikte hat die deutsche Elektroindustrie ihre Exporte im Mai deutlich gesteigert. Die Ausfuhren legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI mitteilte. Dies sei der höchste Exportwert, der bislang jemals in einem Mai registriert wurde. In den gesamten ersten fünf Monaten dieses Jahres lagen die Exporte bei 89,2 Milliarden Euro und damit 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Elektroexporte in die USA zogen um 18,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro an. Auch die Ausfuhren nach Japan (plus 17 Prozent), nach Russland (plus 13,9 Prozent) und in die Schweiz (plus 16 Prozent) kletterten zweistellig. Rückgänge verbuchte die Branche dagegen bei den Lieferungen in die Türkei (minus 19,7 Prozent) und nach Großbritannien (minus 16,7 Prozent).

11:43 Uhr

E-Autos: Höhere Reichweite erhöht Kosten massiv

Ein Elektroauto wird an einer Ladestation aufgeladen. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild

(Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa)

Ein wichtiges Hindernis für den Erwerb eines E-Autos ist die zu geringe Reichweite. Aus Sicht der Bundesregierung ist es derzeit mit erheblichen Kosten verbunden, die Reichweite zu vergrößern. Grund ist die Notwendigkeit von sogenannten großen Traktionsbatterien, wie aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Mario Brandenburg hervorgeht. Diese Batterien seien jedoch "ein wesentlicher Kostenfaktor in einem Elektrofahrzeug".

Eine Erhöhung der Reichweite auf bis zu 1000 Kilometer sei mit einer "erheblichen Steigerung der Anschaffungskosten" verbunden. Das Ministerium rechnet mit circa 4000 Euro mehr pro 100 Kilometer.

11:24 Uhr

Einbruch bei Ausbau: Windbranche schlägt Alarm

Sonnenaufgang mit Regenwolken. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)

Nach einem Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland hat die Branche die Politik zum Handeln aufgefordert. Der Bundesverband Windenergie (BWE) bestätigte, dass der Bau neuer Windkraftanlagen seit Jahresbeginn erheblich zurückgegangen ist. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien berichtete, wurden seit Januar lediglich 97 Anlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 323,5 Megawatt neu installiert.

Der Bundesverband will am Donnerstag Zahlen vorlegen. Als Hauptgrund für den Einbruch nannte der Verband lange Genehmigungsverfahren.

11:02 Uhr

Starke Autowerte treiben Dax nach oben

Gute Laune in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt hat am späten Vormittag seine Gewinne ausbauen können. Der Dax stieg um 1,2 Prozent auf 12.430 Punkte. Der MDax notierte 0,6 Prozent höher bei 26.019 Zählern. Der TecDax gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 2912 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3517 Punkte aufwärts.

Vor allem ein fester Autosektor ließ den Dax steigen. Daimler gewannen 3,9 Prozent - der chinesische Autobauer stieg bei den Stuttgartern ein. VW und BMW verteuerten sich um 3,8 beziehungsweise 4,4 Prozent. Continental sprangen trotz Gewinnwarnung um 4,3 Prozent nach oben.

10:43 Uhr

Aussicht auf Premier Johnson macht Pfund zu schaffen

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,29

Die wachsende Furcht vor einem chaotischen Brexit hat dem Pfund Sterling erneut zugesetzt. Die britische Währung verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1,2441 US-Dollar und steuerte auf ihr Zweieinhalb-Jahres-Tief aus der Vorwoche zu.

Am Mittag soll verkündet werden, wer nach Theresa May Vorsitzender der regierenden Tories und damit Premierminister des Vereinigten Königreichs wird. Es wird erwartet, das Brexit-Hardliner Boris Johnson das Rennen macht.

10:28 Uhr

Bosch und Daimler mit Zulassung für automatisiertes Parken

Bosch und Daimler dürfen fahrerlose Autos künftig komplett ohne menschliche Überwachung im Parkhaus ein- und ausparken lassen. Ihr vor zwei Jahren vorgestelltes Pilotprojekt im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum habe nun die Zulassung der Verkehrsbehörden erhalten - als erstes vollautomatisiertes fahrerloses Parksystem weltweit, teilten die beiden Konzerne mit.

Zwar konnten sich die Autos auch bisher schon ohne Insassen und nur vom Computer gesteuert durch das Parkhaus bewegen und dort ein- und ausparken. Es musste aber immer ein Mensch in der Nähe sein, um im Notfall eingreifen zu können. Das ist nun künftig nicht mehr notwendig. Das Ganze funktioniert über die Verbindung der Fahrerassistenzsysteme in den Mercedes-Fahrzeugen mit der von Bosch entwickelten Leittechnik im Parkhaus. Die Zulassung gilt nur für das Stuttgarter Parkhaus.

10:09 Uhr

Österreichische AMS prüft neuen Anlauf bei Osram

7e02df2c2ab592f9ef8164eb4cdc5aff.jpg

(Foto: dpa)

Das Ringen um Osram hält an: Der österreichische Sensorspezialist AMS erwägt einen neuen Anlauf zur Übernahme des Münchner Lichtkonzerns. Vor einer Woche hatte das Unternehmen aus Premstätten bei Graz umgehend einen Rückzieher gemacht, nachdem Osram die Interessenbekundung von AMS öffentlich gemacht hatte. Nun habe man sich aber entschieden, "eine mögliche Transaktion mit Osram weiter zu prüfen", teilte AMS bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mit.

Osram hatte Zweifel geäußert, ob die deutlich kleinere AMS die avisierte bis zu 4,2 Milliarden Euro schwere Übernahme finanzieren könnte. Seit gestern läuft die Annahmefrist für das Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Bain und Carlyle, die den Osram-Aktionären 35 Euro je Aktie bieten. AMS hatte laut Osram 38,50 Euro in Aussicht gestellt.

09:51 Uhr

Sinnbild für den Brexit? Johnson haute einst Gaudino um

RTX5ZIHE.jpg

Johnson versicherte, er sei zum Ball gegangen.

Action Images

Der neue Premierministerin Großbritanniens heißt aller Voraussicht nach Boris Johnson. Wie wird er den Brexit angehen? Die Analysten der Danske Bank rechnen damit, dass Johnson einen eher rustikalen Ansatz wählen wird - und illustrieren das mit einem sehenswerten Foul.

In einem kurzen Gif ist Boris Johnson zu sehen, wie er 2006 bei einem Fußball-Benefizspiel Maurizio Gaudino eindrucksvoll zu Fall bringt. Kopf voran rannte er auf den Ex-Nationalspieler zu und traf ihn dort, wo es besonders wehtut.

Aber sehen Sie selbst:

*Datenschutz

 

09:29 Uhr

Großbank Santander vermeldet Gewinneinbruch

RTXPEG5.jpg

(Foto: REUTERS)

Die Übernahme der Krisenbank Banco Popular hat dem spanischen Geldhaus Santander im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Das Nettoergebnis sackte im Zeitraum von April bis Juni um 18 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro ab. Ins Kontor schlugen Sonderkosten von 706 Millionen Euro, die für die Integration der im Juni 2017 vor der Pleite geretteten Banco Popular anfielen. Analysten hatten allerdings mit einem noch geringeren Gewinn gerechnet. Deshalb kletterte der Santander-Aktienkurs um knapp zwei Prozent.

Zu kämpfen hatte das größte spanische Kreditinstitut auch in Großbritannien, dort brach der Gewinn unter anderem wegen einer höheren Risikovorsorge um 41 Prozent ein.

09:11 Uhr

Dax startet mit ordentlichem Plus

Dax
Dax 13.241,75

Spekulationen auf baldige Zinssenkungen der Notenbanken EZB und Fed sorgen am deutschen Aktienmarkt für steigende Kurse. Der Dax gewann zu Handelsbeginn 0,8 Prozent auf 12.383 Punkte. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 26.016 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,9 Prozent auf 2919 Stellen.

Am Donnerstag berät die EZB über ihre Geldpolitik. In der kommenden Woche wird dann die US-Notenbank Fed über eine mögliche Zinssenkung entscheiden.

08:52 Uhr

Chipwerte sorgen für steigende Asien-Kurse

Angeführt von Kursgewinnen der Halbleiterhersteller haben die asiatischen Aktienmärkte zugelegt. Der japanische Nikkei-Index stieg um 0,9 Prozent auf 21.619 Punkte, und die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 2896 Zähler.

Auslöser der Käufe war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, rasch eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Geschäfte von US-Unternehmen mit Huawei treffen zu wollen. Der weltgrößte Telekom-Ausrüster aus China steht wegen Spionage-Verdachts auf einer schwarzen Liste der USA. Zur positiven Stimmung trug Börsianern zufolge außerdem ein Zeitungsbericht bei, demzufolge Apple von Intel das Geschäft mit Smartphone-Modemchips übernehmen will.

Vor diesem Hintergrund legten japanische Chipwerte wie Advantest, Tokyo Electron und Disco bis zu drei Prozent zu. Die Apple-Zulieferer Murata, TDK und Alps gewannen jeweils etwa 2,5 Prozent.

08:44 Uhr

Chinesen übernehmen Anteil an Daimler

Daimler
Daimler 50,35

Daimlers Partnerunternehmen BAIC hat einen Anteil an dem Stuttgarter Dax-Konzern gekauft. Die Chinesen hätten insgesamt fünf Prozent an Daimler erworben, teilten die Unternehmen mit. Etwa die Hälfte davon erstand BAIC direkt, auf die andere Hälfte sicherte sich das Unternehmen das Kaufrecht. BAIC und Daimler arbeiten bereits seit mehr als zehn Jahren zusammen. Die Schwaben wiederum sind schon seit 2013 Anteilseigner von BAIC Motor. Mehr dazu lesen Sie hier.

  • "Wir möchten diese Allianz durch eine Beteiligung an Daimler weiter stärken", erklärte Heyi Xu, Chairman von BAIC.
08:39 Uhr

Ölpreise halten höheres Niveau

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,40

Nach den Zugewinnen der vergangenen Tage haben sich die Ölpreise am Morgen nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,31 US-Dollar. Das waren fünf Cent mehr als gestern Abend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte ebenfalls geringfügig um vier Cent auf 56,26 Dollar.

Seit Freitag sind der US-Ölpreis und der Bent-Preis um jeweils mehr als zwei Prozent gestiegen. Am Ölmarkt bleiben die Spannungen in der ölreichen Region am Persischen Golf das bestimmende Thema, nachdem der Iran zuletzt einen britischen Tanker beschlagnahmt hat. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern hält die Sorge vor einer Unterbrechung der Öllieferungen durch die Meerenge von Hormus die Ölpreise auf dem erhöhten Niveau.

08:21 Uhr

Euro rutscht auf tiefsten Stand seit Mitte Juni

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro ist gesunken und unter die Marke von 1,12 US-Dollar gefallen. Am Morgen rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1190 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1215 Dollar festgesetzt.

Laut Marktbeobachtern habe der starke Dollar andere Währungen - darunter den Euro - belastet. Als Ursache für die Dollar-Stärke gilt die Einigung auf eine Schuldenobergrenze in den USA, die einen möglichen Stillstand der Regierungsgeschäfte für einen längeren Zeitraum abgewendet hat. Die US-Regierung hat sich mit Vertretern aus dem US-Kongress auf ein Haushaltspaket mit einer Laufzeit von zwei Jahren geeinigt. Führende Politiker der Republikaner und der Demokraten sagten, dass es nun das Ziel sei, die Einigung so schnell wie möglich in beiden Kammern des Kongresses zu verabschieden und dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorzulegen.

08:07 Uhr

Dax dank Zinssenkungsfantasie höher erwartet

Dax
Dax 13.241,75

Spekulationen auf baldige Zinssenkungen von EZB und Fed werden Börsianern zufolge dem Dax Auftrieb geben. Am Montag war er 0,2 Prozent fester bei 12.289,40 Punkten aus dem Handel gegangen. Am Donnerstag berät die Europäische Zentralbank (EZB) über ihre Geldpolitik. In der kommenden Woche wird dann die US-Notenbank Fed über eine mögliche Zinssenkung entscheiden.

Mit einem Auge schauen Börsianer zudem nach Großbritannien: Dort wird am Mittag bekanntgegeben, wer Nachfolger von Premierministerin Theresa May wird. Als Favorit gilt der Brexit-Hardliner Boris Johnson. Er hat angekündigt, Großbritannien bis zum 31. Oktober aus der Europäischen Union zu führen - mit oder ohne Vertrag.

Daneben stehen eine Reihe von Geschäftszahlen an. So legt Hochtief seine Ergebnisse vor, in den USA öffnen unter anderem United Technologies und Biogen ihre Bücher.

07:51 Uhr

Mit Johnson droht ein Chaos-Brexit

Dass Boris Johnson die Nachfolge von Theresa May antritt, ist so gut wie sicher. Als britischer Premierminister will er vor allem eins: einen schnellen Austritt aus der EU. Die Folgen eines harten Brexits wären für die Wirtschaft enorm.

 

07:23 Uhr

Markt zwingt Continental zu Gewinnwarnung

Continental
Continental 125,10

In der Autobranche stehen die Zeichen auch in diesem Jahr auf Sturm. Nach Daimler hat nun auch der Zulieferer Continental den Ausblick sowohl für den Umsatz als auch den operativen Gewinn für das laufende Jahr gesenkt. Zur Begründung verweist der Dax-Konzern nach einem schwächeren zweiten Quartal in einer Mitteilung auf eine weltweit rückläufige Fahrzeugproduktion.

Den Umsatz sieht die Continental AG 2019 nun bei rund 44 Milliarden bis 45 Milliarden Euro. Die bereinigte Ebit-Marge soll auf rund 7 bis 7,5 Prozent sinken. "Für das zweite Halbjahr sind wir nun weniger optimistisch als zuvor", wird Finanzvorstand Wolfgang Schäfer in der Mitteilung zitiert. Grund dafür sei der fortlaufende Abwärtstrend der Automobilproduktion in Europa, Nordamerika und insbesondere China. Die weltweite Autoproduktion sieht der Konzern nun dieses Jahr um bis zu fünf Prozent sinken.

06:50 Uhr

US-Kursgewinne beflügeln Nikkei

Nikkei
Nikkei 23.323,72

Der japanische Aktienmarkt ist beflügelt von positiven Vorgaben aus den USA mit Kursgewinnen gestartet. Der Leitindex Nikkei gewann 1,0 Prozent auf 21.623 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 0,8 Prozent auf 1569 Zähler zu. Besonders gefragt waren Papiere von Halbleiter-Herstellern. Tokyo Electron gewannen 2,4 Prozent, Advantest 1,7 Prozent und Disco 1,7 Prozent.

Der Euro verlor im fernöstlichen Devisenhandel leicht auf 1,1199 Dollar. Zur japanischen Währung blieb die US-Devise mit 108,04 Yen ebenfalls wenig bewegt.