Der Börsen-Tag
10. August 2023
imageHeute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Siemens-Schwäche verhindert noch größeres DAX-Plus

Die Erleichterung nach den US-Inflationsdaten hat für gute Stimmung an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. An der Frankfurter Börse baute der DAX nach der Veröffentlichung der nur leicht erhöhten US-Verbraucherpreise seine Gewinne aus und stieg um satte 0,9 Prozent auf 15.997 Punkte, sein Tageshoch lag bei 16.060 Stellen. Der EUROSTOXX50 notierte 1,5 Prozent höher bei 4382 Zählern.

Die US-Inflationsrate stieg im Juli um 3,2 Prozent und damit weniger als die von Analysten im Schnitt erwarteten 3,3 Prozent. Zwar hatten die Verbraucherpreise im Juni nur um 3,0 Prozent zugelegt, die Investoren hoffen aber, dass die US-Notenbank Fed trotz dieses Anstiegs bei ihrer nächsten Sitzung eine Zinserhöhungspause einlegt.

"Der nachlassende Preisdruck in den USA kam an den Börsen gut an und befeuerte zumindest am Berichtstag wieder mal die Hoffnungen auf kommende Zinssenkungen", sagte ntv-Börsenreporter Frank Meyer: "Während die Versicherer mit ihren Quartalszahlen den DAX massiv stützten. Trüge nicht das Schwergewicht Siemens mit einem großen Abschlag die rote Laterne, hätte der DAX weit mehr zulegen können."

Siemens verloren 4,8 Prozent. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal stuften die Analysten der Deutschen Bank als "etwas enttäuschend" ein. Positiv hoben sie die Aufträge und ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,28 hervor, das auf einige Großaufträge im Bereich Mobility zurückzuführen sei.

Allianz lagen mit plus 4,9 Prozent an der DAX-Spitze. Der Versicherer hat im zweiten Quartal von höheren Preisen und Volumina in der Schaden-Unfall-Versicherung sowie von einem starken US-Geschäft in der Leben- und Krankenversicherung profitiert. Er schnitt besser ab als von Analysten erwartet.

Rheinmetall gaben um 0,5 Prozent nach. Das Ergebnis je Aktie lag deutlich unter den Erwartungen, die anderen Kennziffern haben die Prognosen lediglich getroffen. "Der große Trigger nach oben ist in den Zahlen nach wie vor nicht zu sehen", so ein Marktteilnehmer. Das führe nun erst einmal zu Gewinnmitnahmen. Dass der Auftragseingang endlich anziehe, sei bekannt gewesen.

Siemens-Schwäche verhindert noch größeres DAX-Plus
17:20 Uhr

RWE baut weitere Windparks in der Nordsee

RWE hat von der Bundesnetzagentur den Zuschlag für das Nordseecluster B erhalten. Dort will der Energiekonzern zwei Windparks mit einer Gesamtleistung von 900 Megawatt entwickeln, bauen und betreiben. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich RWE die Rechte für zwei Windparks in der deutschen Nordsee mit einer Gesamtleistung von 660 Megawatt (Nordseecluster A) gesichert. Die Inbetriebnahme ist für 2027 beziehungsweise 2029 vorgesehen.

RWE baut weitere Windparks in der Nordsee
17:07 Uhr

Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe legt deutlich zu

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet stark gestiegen. In der vergangenen Woche legte die Zahl der Hilfsanträge um 21.000 auf 248.000 zu, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten einen Anstieg erwartet, waren im Schnitt aber nur von 230.000 Anträge ausgegangen.

Obwohl die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die zweite Woche in Folge gestiegen ist, bleibt sie weiter auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Mit den gestiegenen Zinsen in den USA zeigen sich aber auch erste Anzeichen einer Abschwächung am robusten Arbeitsmarkt. Die Erstanträge gelten als zeitnaher Indikator für den Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt.

Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe legt deutlich zu
16:57 Uhr

Experte: "Die Wirklichkeit ist auch, dass China von uns abhängt"

Die USA wollen Investitionen in China stärker regulieren. Doch was bedeutet das für Europa und Deutschland? Horst Löchel, von der Frankfurt School of Finance & Management, erklärt die Abhängigkeiten zwischen den Staaten und warum Deutschland von den Maßnahmen nicht direkt betroffen ist.

Experte: "Die Wirklichkeit ist auch, dass China von uns abhängt"
16:42 Uhr

Erleichterung nach US-Inflationsdaten stützt Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Die Erleichterung nach den US-Inflationsdaten, die nur einen kleinen Zuwachs der Teuerungsrate gezeigt haben, sorgt für gute Laune an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent höher bei 35.232 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,4 Prozent auf 4487 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 13.818 Stellen.

Die Hoffnung auf eine Zinspause stützte die Aktien der großen US-Technologiekonzerne. Die Titel von Unternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon gewannen jeweils rund ein Prozent. Die Nervosität vor den Daten hatte sie vorbörslich ins Minus gedrückt. Höhere Zinsen schmälern üblicherweise zukünftige Gewinne wachstumsstarker Firmen.

Erleichterung nach US-Inflationsdaten stützt Wall Street
16:24 Uhr

Höhere Zinsen müssen nicht schlecht sein

Steigende Zinsen führen in der Regel zu höheren Kosten für Unternehmen. Für Anleger aber können sie durchaus von Vorteil sein. Warum ausgerechnet Anlagezertifikate bei höheren Zinsen deutlich attraktiver werden, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

Höhere Zinsen müssen nicht schlecht sein
15:53 Uhr

Schwache Konjunktur wirkt sich aus - deutlich weniger offene Stellen

Wegen der schwachen Konjunktur in Deutschland ist die Zahl der offenen Stellen gesunken. Im Quartal von April bis Juni ging sie im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent zurück, auf bundesweit 1,74 Millionen offene Stellen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Gemessen an der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung sei die Personalnachfrage bei den Betrieben aber "weiterhin robust".

Im Vorjahr sei die Zahl der offenen Stellen "besonders hoch" gewesen, erläuterte das IAB. Auch in den drei Monaten von April bis Juni in diesem Jahr seien rund 78 Prozent der offenen Stellen sofort zu besetzen gewesen. "Die Dringlichkeit der Personalbeschaffung bleibt also vielerorts hoch", erläuterte Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis vom IAB.

Schwache Konjunktur wirkt sich aus - deutlich weniger offene Stellen
15:39 Uhr

RWE plant keinen Aktienrückkauf - Papier dreht ins Minus

Der Energiekonzern RWE will seinen Aktienkurs nicht mit einem Rückkaufprogramm antreiben. Das Management habe darüber gesprochen, sagte Finanzchef Michael Müller vor Analysten. Man sei aber eindeutig zu dem Schluss gekommen, Aktienrückkäufe zu unterlassen. Die Mittel sollten besser in Wachstum investiert werden. Die Wachstumsaussichten würden schließlich auch den Kurs des größten deutschen Stromerzeugers befeuern.

Die RWE-Aktie drehte nach den Äußerungen ins Minus und notierte am Nachmittag 1,3 Prozent im Minus.

RWE plant keinen Aktienrückkauf - Papier dreht ins Minus
15:20 Uhr

Disney-Aktie nach Zahlen im Plus

Die Ergebnisse von Walt Disney für das dritte Quartal kommen bei den Investoren gut an. Die Aktien des US-Unterhaltungskonzerns steigen im vorbörslichen Geschäft an der Wall Street um 1,6 Prozent. Disneys Quartalsumsatz von 22,33 Milliarden Dollar verfehlte zwar knapp die Analystenerwartungen. Allerdings fiel sein Gewinn pro Aktie mit 1,03 Dollar über der durchschnittlichen Expertenprognose von 0,95 Dollar aus.

Zudem teilte das Unternehmen mit, es sei auf dem besten Weg, sein Ziel für Kostensenkungen in Höhe von mehr als 5,5 Milliarden Dollar zu erreichen.

Disney-Aktie nach Zahlen im Plus
15:01 Uhr

Milliardendeal in der Luxusbranche

Versace

Ein Deal zur Übernahme der Muttergesellschaft der bekannten Luxusmodemarken Versace, Michael Kors und Jimmy Choo ist in trockenen Tüchern. Tapestry, Eigentümerin der Marke Coach mit Sitz in New York, übernimmt Capri Holdings für 8,5 Milliarden US-Dollar in bar, wie beide Unternehmen mitteilten.

Das fusionierte Modehaus werde einen Umsatz von über zwölf Milliarden Dollar im Jahr erzielen, teilte Tapestry mit. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen Einsparungen von 200 Millionen Dollar erzielt werden. Finanziert wird die Transaktion vor allem über Schulden. Tapestry zahlt in dem Deal, über den monatelang diskutiert wurde, 57 Dollar pro Capri-Aktie, was einer Prämie von 59 Prozent auf den volumengewichteten Kurs der vergangenen 30 Tage entspricht. Per Handelsschluss am Mittwoch wurde Capri mit vier Milliarden Dollar bewertet, Tapestry mit zehn Milliarden.

Milliardendeal in der Luxusbranche
14:35 Uhr

US-Inflationsdruck nimmt wieder zu - Was macht nun die Fed?

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die Inflation in den USA ist wieder auf dem Vormarsch. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli um 3,2 Prozent nach 3,0 Prozent im Juni, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 4,7 (Vormonat: 4,8) Prozent auf Jahressicht. Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,2 Prozent und eine konstante Jahresrate von 4,8 Prozent erwartet. Die US-Notenbank will die Inflation eindämmen und es von der Datenlage abhängig machen, ob sie im September die Leitzinsen weiter erhöht oder nicht.

Spannend wird sein, wie die Federal Reserve auf diesen Fakt reagieren wird. Sie hat in mehreren Schritten die Zinsen massiv angehoben.

US-Inflationsdruck nimmt wieder zu - Was macht nun die Fed?
14:01 Uhr

Massiver Engpass bei Elektrotechnik-Ingenieuren

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat vor einem Ingenieurengpass bei Energie- und Elektrotechnik gewarnt. "Durch Digitalisierung und Klimaschutz wird der Bedarf an Beschäftigten in Ingenieur- und Informatikerberufen deutlich zunehmen", sagte VDI-Arbeitsmarktexperte Ingo Rauhut.

Parallel zeige der Ingenieurmonitor für das erste Quartal 2023 mit rund 175.600 offenen Stellen auf dem Ingenieurarbeitsmarkt einen neuen Rekordwert eines Quartals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Im Vorjahresvergleich nahm die Gesamtzahl der offenen Stellen dabei um 16 Prozent zu.

Massiver Engpass bei Elektrotechnik-Ingenieuren
13:39 Uhr

Metzler: Rheinmetall-Auftragseingang deutet Umsatzsprung an

Das Zweitquartalsergebnis von Rheinmetall entspricht nach Ansicht des Bankhauses Metzler den Markterwartungen. Auf Segmentbasis hätten alle drei Verteidigungsbereiche mit einer EBIT-Marge von 11,9 Prozent das Automobilgeschäft deutlich übertroffen. Die dortige Leistung dürfte sich im zweiten Halbjahr verbessern, wenn Preiserhöhungen dazu beitrügen, die Inflation der Inputkosten zu decken.

Das zweite Quartal sei eindeutig durch das Füllen der Pipeline im Bereich Verteidigung für die zweite Jahreshälfte 2023 gekennzeichnet gewesen. Die enorme Zahl von 545 Millionen Euro an unfertigen Erzeugnissen in der Gewinn- und Verlustrechnung deute auf einen enormen Umsatzsprung im vierten Quartal hin, selbst gegenüber einem sehr starken Vorjahreszeitraum. Dennoch waren die Anleger skeptisch, die Aktie verlor 2,8 Prozent.

Metzler: Rheinmetall-Auftragseingang deutet Umsatzsprung an
13:15 Uhr

Immobilienabwertung beschert LEG Milliardenverlust

Der Immobilienkonzern LEG hat im zweiten Quartal einen Verlust in Milliardenhöhe ausweisen müssen. Grund dafür war die wegen der Turbulenzen auf dem Immobilienmarkt notwendige Abwertung des Immobilienvermögens um mehr als sieben Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich fiel dadurch ein Minus von 1,1 Milliarden Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte LEG Immobilien noch einen Gewinn von 906 Millionen Euro ausgewiesen.

Das Tagesgeschäft lief aufgrund einer starken Nachfrage nach Wohnraum deutlich besser. Die Nettokaltmiete legte in den drei Monaten bis Ende Juni um 4,7 Prozent auf 208 Millionen Euro zu. Die Mieteinnahmen auf vergleichbarer Fläche stiegen mit 6,52 Euro pro Quadratmeter um 4,3 Prozent. Deshalb langten die Anleger zu. Die im MDAX notierte LEG-Aktie gewann 3,7 Prozent.

Immobilienabwertung beschert LEG Milliardenverlust
12:55 Uhr

Tiefrote Siemens-Aktie ist ein dicker Klotz am DAX-Bein

Siemens ist heute ein großes Hindernis für den DAX. Am Mittag kostete der Technologieriese Siemens den Leitindex etwa 100 Punkte oder gut 0,6 Prozent. Allianz brachte dem DAX dagegen etwa 35 Punkte, Munich Re knapp 20 Punkte.

Der DAX stieg um 0,4 Prozent auf 15.921 Punkte. Siemens verloren 6,4 Prozent. Der EUROSTOXX50 notierte 0,8 Prozent höher bei 4350 Stellen.

Tiefrote Siemens-Aktie ist ein dicker Klotz am DAX-Bein
12:38 Uhr

Geldmarktsätze vor US-Verbraucherpreisen stabil

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Die Sätze am europäischen Geldmarkt präsentieren sich auch heute wenig verändert. Vor den Verbraucherpreisen aus den USA am Nachmittag sei eine gewisse Nervosität vorhanden, die in der Regel die Sätze verteuere. Der Inflationsdruck sei unverändert vorhanden und spreche auch für eine weiter restriktive Geldpolitik, so ein Marktteilnehmer. Nach der Entscheidung der Bundesbank, ab Oktober keine Zinsen mehr auf Einlagen inländischer, öffentlicher Haushalte zu zahlen, gebe es momentan erste Gespräche, den Kreis auszuweiten. Dabei könne es sich um bei der Bundesbank unterhaltene Guthaben von Nicht-Euro-Zentralbanken handeln. Deren Einlagen seien bei der Bundesbank wesentliche höher als bei der EZB.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,60 - 3,80 (3,60 - 3,80), Wochengeld: 3,65 - 3,95 (3,65 - 3,95), 1-Monats-Geld: 3,65 - 3,85 (3,62 - 3,87), 3-Monats-Geld: 3,75 - 4,00 (3,65 - 3,95), 6-Monats-Geld: 3,90 - 4,15 (3,90 - 4,10), 12-Monats-Geld: 3,85 - 4,15 (3,85 - 4,10), Euribors: 3 Monate: 3,7880 (3,7590), 6 Monate: 3,9370 (3,9270), 12 Monate: 4,0520 (4,0530)

Geldmarktsätze vor US-Verbraucherpreisen stabil
12:11 Uhr

Immobilienfinanzierer kämpfen mit Kreditausfällen

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Mehrgeschossige Wohnhäuser in Berlin. (Foto: Soeren Stache/dpa)

Die deutschen Immobilienbanken kämpfen mit steigenden Kreditausfällen und stellen sich auf eine längere Durststrecke ein. Die Krise an den Immobilienmärkten werde wegen der steigenden Zinsen und der schwachen Konjunktur "schärfer und länger" anhalten als zu Jahresbeginn gedacht, erklärte die Deutsche Pfandbriefbank (pbb). Etwas besser werde es frühestens Anfang 2024.

Vor allem bei Gewerbeimmobilien werde es aber noch bis Mitte nächsten Jahres mit den Preisen abwärts gehen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp), Jens Tolckmitt. Innerhalb eines Jahres fielen sie um mehr als zehn Prozent, bei Wohnimmobilien um gut fünf Prozent. Immerhin zeichne sich eine Stabilisierung der Kreditzinsen ab, erklärte der vdp. "Der außerordentlich dynamische Zinsanstieg scheint jedenfalls vorbei."

Immobilienfinanzierer kämpfen mit Kreditausfällen
11:47 Uhr

Erdölpreise auf Mehrmonatshochs - "Angebotssorgen"

Nach dem deutlichen Preisanstieg am Ölmarkt am Mittwoch sind die Preise heute bislang leicht angezogen. Das reichte aber, um US-Leichtöl der Sorte WTI auf den höchsten Stand seit rund neun Monaten zu hieven, europäisches Öl der Sorte Brent war so teuer wie seit sieben Monaten nicht mehr.

WTI verteuert sich um 0,1 Prozent auf 84,46 US-Dollar pro Barrel und Brent um 0,3 Prozent auf 87,80 Dollar je Fass. "Angebotssorgen untermauern weiterhin die Preise", hieß es dazu bei der Saxo Bank. Neben den saudi-arabischen und russischen Förderverknappungen verwiesen sie zudem auf die gefährdeten Verschiffungen russischen Öls durch das Schwarze Meer im Zuge des Ukraine-Kriegs.

Erdölpreise auf Mehrmonatshochs - "Angebotssorgen"
11:28 Uhr

Bericht: Fresenius steht vor Verkauf von Kinderwunschkliniken

Der Gesundheitskonzern Fresenius will sich laut einem Medienbericht von seiner Kinderwunschklinik-Gruppe Eugin trennen. Der Bad Homburger DAX-Konzern erwarte in diesen Tagen bindende Angebote für die Tochter, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Eugin könne dabei mit 400 bis 500 Millionen Euro bewertet werden. Die Fresenius-Aktie stieg kräftig um 2,5 Prozent.

Zu den Interessenten zählen demnach Finanzinvestoren. Auch für ein Bündel von Kliniken in Lateinamerika suche die Fresenius-Kliniktochter Helios nach einem Käufer, hieß es. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Bericht: Fresenius steht vor Verkauf von Kinderwunschkliniken
11:04 Uhr

Kommt jetzt der nächste Ölpreisschock?

Das OPEC-Kartell hält die Ölproduktion weiter auf Sparflamme. Wird das den Ölpreis immer weiter nach oben treiben? Was für Autofahrer eine Belastung wäre, bietet Anlegern durchaus Chancen. Wie sie auf den Ölpreis setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Société Générale.

Kommt jetzt der nächste Ölpreisschock?
10:48 Uhr

Weiterer Jobabbau bei Thyssenkrupp? Konzernchef hält sich bedeckt - Aktie steigt kräftig

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(Foto: REUTERS)

Bei Thyssenkrupp könnte es unter dem neuen Vorstandschef Miguel Lopez nach früheren Abbaurunden zu weiteren Stellenstreichungen kommen. Der Manager, der den MDAX-Konzern seit Anfang Juni führt, wollte sich in der Telefonkonferenz zwar dazu nicht äußern, schloss eine solche Option auf Nachfrage aber auch nicht ausdrücklich aus. Gegenwärtig wird im Konzern unter seiner Führung unter Hochdruck an einem umfassenden Performance-Programm gearbeitet.

Gegenwärtig werde alles analysiert, sagte Lopez. "Zu einem eventuellen Stellenabbau kann ich nichts sagen." Schon in wenigen Wochen seien aber Details zu dem Programm zu erwarten. Die Aktionäre sind schonmal damit zufrieden. Die Aktie ging um 4,1 Prozent hoch.

Weiterer Jobabbau bei Thyssenkrupp? Konzernchef hält sich bedeckt - Aktie steigt kräftig
10:31 Uhr

Preise für Wohnimmobilien sinken weiter - Mieten steigen

Wohnungen und Häuser verbilligen sich im zweiten Quartal um 5,4 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresquartal. Das geht aus dem vdp-Immobilienpreisindex hervor. Mieten steigen hingegen kräftig, besonders in Berlin. Experten rechnen damit, dass sich zumindest die Kaufpreise bald einpendeln könnten.

Preise für Wohnimmobilien sinken weiter - Mieten steigen
10:14 Uhr

Anleger werfen Siemens aus den Depots - Aktie ziert das DAX-Ende

Kräftig bergab ist es am Vormittag mit der Siemens-Aktie gegangen, sie lag mit minus 4,5 Prozent am DAX-Ende. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal stuften die Analysten der Deutschen Bank als "etwas enttäuschend" ein. Positiv hoben sie die Aufträge und ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,28 hervor, das auf einige Großaufträge im Bereich Mobility zurückzuführen sei.

Anleger werfen Siemens aus den Depots - Aktie ziert das DAX-Ende
09:54 Uhr

K+S hat sehr schwieriges Halbjahr hinter sich

Der Düngerkonzern K+S rechnet nach einem trägen ersten Halbjahr und der jüngsten Senkung des Jahresgewinnziels mit positiveren Trends in den kommenden Monaten. Nachdem der Kalidüngerpreis in Brasilien die Bodenbildung hinter sich habe, dürften die positiven Impulse nun überwiegen, sagte Konzernchef Burkhard Lohr.

Wie bereits bekannt, brach das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 97 Prozent auf 24 Millionen Euro ein. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis belief sich auf minus 54,9 Millionen Euro, nach 436,3 Millionen Gewinn vor einem Jahr. Für 2023 geht Lohr seit Ende Juli von einem EBITDA von rund 600 bis etwa 800 Millionen Euro aus. Zum Vergleich: 2022 hatte K+S einen Rekordgewinn von 2,4 Milliarden Euro eingefahren.

K+S hat sehr schwieriges Halbjahr hinter sich
09:31 Uhr

Aktionäre scheitern mit millionenschwerer Epstein-Klage

Aktionäre der US-Großbank JP Morgan sind in den USA mit einer Klage gegen den Vorstand im Zusammenhang mit Geschäften mit dem mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gescheitert. Ein Bundesgericht in Manhattan wies die Klage gegen Vorstandschef Jamie Dimon und den Verwaltungsrat ab, Warnungen vor dem Ex-Kunden ignoriert zu haben.

Vor dem Gericht sind noch zwei weitere Klagen gegen JP Morgen anhängig: Die Jungferninseln fordern mindestens 190 Millionen Dollar Schadenersatz, während ein Vergleich mit den Opfern über 290 Millionen Dollar noch nicht endgültig gerichtlich abgesegnet ist. Auch die Klage von JP Morgan gegen ihren früheren Spitzenmanager Jes Staley wegen Verheimlichung seiner Kontakte zu Epstein ist weiterhin anhängig.

Epstein hatte sich 2019 in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen, nachdem er wegen Sexhandels und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verhaftet worden war. Er war bis 2013 ein wichtiger Kunde im Privatkundengeschäft von JP Morgan.

Aktionäre scheitern mit millionenschwerer Epstein-Klage
09:07 Uhr

DAX startet schwungvoll

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Tag. Der DAX legt 0,5 Prozent auf 15.936 Punkte zu.

Die Berichtssaison für das zweite Quartal hat ihren letzten großen Höhepunkt erreicht, allein aus dem DAX haben Allianz, Deutsche Telekom, Henkel, Munich Re und Siemens ihre Geschäftszahlen vorgelegt - viele Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe am deutschen Aktienmarkt ebenfalls.

Während die Quartalszahlen für die Einzelwerte die Impulse liefern, sind es die US-Verbraucherpreise, die für den Gesamtmarkt von hoher Bedeutung sind. Heute Nachmittag gibt es frische Inflationszahlen aus den USA: In der Jahresrate wird ein leichter Anstieg erwartet auf 3,3 nach 3,0 Prozent, die Kernrate soll aber auf 4,7 von 4,8 Prozent zurückgegangen sein.

DAX startet schwungvoll
08:45 Uhr

Gewinn von Hapag-Lloyd schmilzt zusammen

Das Ende der Corona-Sondernachfrage und die Konjunkturflaute haben das Ergebnis von Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd gedrückt. Der Betriebsgewinn (Ebitda) brach im ersten Halbjahr um fast zwei Drittel auf 3,8 (Vorjahr: 10,9) Milliarden Dollar ein. Der Umsatz sank um 42 Prozent 10,8 Milliarden Dollar.

In der Corona-Pandemie waren die Gewinne der großen Container-Reedereien wegen Lieferkettenproblemen und knapper Transportkapazitäten in die Höhe geschnellt und hatten die Kassen der Eigner gefüllt.

Gewinn von Hapag-Lloyd schmilzt zusammen
08:14 Uhr

Rheinmetall verdient weniger

Rheinmetall profitiert weiter vom Rüstungsboom nach der russischen Invasion in der Ukraine. Der zivile Bereich des Konzerns rund um das Automobilgeschäft habe dagegen im ersten Halbjahr eine "teils gebremste Geschäftsentwicklung" verzeichnet, teilte Rheinmetall mit.

Der Düsseldorfer Konzern fuhr im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von sieben Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro ein. Das operative Ergebnis schrumpfte dagegen um sieben Prozent auf 191 Millionen Euro.

Rheinmetall verdient weniger
08:05 Uhr

Henkel schraubt Prognose in die Höhe

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Halbjahr auch durch höhere Preise den Umsatz gesteigert und blickt nun optimistischer auf das Jahr 2023. Der Hersteller von Pritt und Persil erwartet nun im Gesamtjahr ein organisches Umsatzplus von 2,5 bis 4,5 (zuvor: 1,0 bis 3,0 Prozent) Prozent. Konkurrent Beiersdorf hatte Anfang August die Umsatzprognose ebenfalls erhöht.

Im Halbjahr stieg bei Henkel der organische Umsatz um 4,9 Prozent auf rund 10,9 Milliarden Euro, das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes Ebit) legte im ersten Halbjahr um 7,6 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro zu.

Henkel schraubt Prognose in die Höhe
07:49 Uhr

Deutsche Telekom wird optimistischer

Die Deutsche Telekom hat nach ihrer Tochter T-Mobile US ebenfalls die Jahresziele feingeschliffen. Für 2023 soll nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) von 41 Milliarden Euro zustande kommen. Das ist aber nur minimal mehr als bislang erwartet.

Unterdessen gewann die Telekom in Deutschland im zweiten Quartal unter eigenen Marken 319.000 Mobilfunkkunden - fast zwei Drittel mehr als von Analysten erwartet. Der Wettbewerber Telefonica Deutschland (O2) hatte einen ähnlich starken Zuwachs gemeldet.

Auf Konzernebene ging der Umsatz des zweiten Quartals gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Telekom mit 1,5 Milliarden Euro gut 5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Deutsche Telekom wird optimistischer
07:46 Uhr

Münchener Rück bekräftigt Prognose

Die Münchener Rück hält nach einem unerwartet deutlichen Gewinnrückgang im zweiten Quartal an ihrer Jahresprognose fest. Der weltgrößte Rückversicherer geht weiterhin davon aus, dass das Konzernergebnis 4 Milliarden Euro erreichen wird. "Die Wahrscheinlichkeit, dieses Ziel zu übertreffen, ist mit dem starken Halbjahresergebnis gestiegen", fügte das Unternehmen hinzu.

Im zweiten Quartal wurde ein Konzernergebnis von 1,154 Milliarden Euro erzielt nach 1,585 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Im ersten Halbjahr sank der Gewinn auf 2,425 Milliarden Euro von 3,066 Milliarden Euro. Analysten hatten im Quartal 1,226 Milliarden Euro erwartet.

Münchener Rück bekräftigt Prognose
07:36 Uhr

Allianz überrascht

Die Allianz steht nach einem unerwartet starken Gewinnwachstum im zweiten Quartal zu ihrer Prognose für das Gesamtjahr. "Wir bestätigen unseren Ausblick auf ein operatives Ergebnis von 14,2 Milliarden Euro für das Gesamtjahr, plus oder minus eine Milliarde Euro", so Finanzvorstand Giulio Terzariol.

Im zweiten Quartal stieg das operative Ergebnis von Deutschlands größtem Versicherungskonzern um 7,1 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, was etwas über den Schätzungen der Analysten lag. Das Geschäftsvolumen wuchs um 5,9 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro.

Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch die Geschäftsbereiche Lebens- und Krankenversicherung und Schaden- und Unfallversicherung.

Allianz überrascht
07:29 Uhr

Media Markt und Saturn verdoppeln Verlust

Europas größte Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn haben im dritten Quartal wegen höherer Preise und eines anziehenden Filialgeschäfts den bereinigten Umsatz gesteigert. Den operativen Verlust konnten die Ketten eindämmen. Beim Ausblick ist die Muttergesellschaft Ceconomy nun leicht optimistischer.

Die währungs- und portfoliobereinigten Erlöse stiegen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 um 7,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, der bereinigte operative Verlust (Ebit) sank um rund 43 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro.

Unter dem Strich verdoppelte die Eignerin von Media Markt und Saturn aber den Verlust auf 186 Millionen Euro.

Beim Ausblick erwartet Ceconomy nicht mehr ein Szenario einer deutlichen Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds. Im Geschäftsjahr 2022/23 werde es wohl eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses und eine moderate Steigerung des Umsatzes geben.

Media Markt und Saturn verdoppeln Verlust
07:22 Uhr

Gewinn von Thyssenkrupp schrumpft kräftig

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat im vergangenen Quartal wegen schwächelnder Geschäfte mit Stahl und im Materialhandel deutlich weniger verdient. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 (per Ende September) auf 243 Millionen Euro zurück. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 721 Millionen Euro verdient.

Der Konzern präzisierte die Prognose und erwartet nun im Gesamtjahr einen operativen Gewinn im hohen dreistelligen Millionenbereich statt bislang im mittleren bis hohen Bereich. Im Vorjahr hatte Thyssenkrupp allerdings noch 2,1 Milliarden Euro eingefahren.

Gewinn von Thyssenkrupp schrumpft kräftig
07:13 Uhr

Siemens verdient wieder Geld

Siemens hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres einen soliden Gewinn erwirtschaftet. Unter dem Strich verdiente der Münchner Konzern trotz erneuter Belastungen aus seiner Beteiligung an der kriselnden früheren Energiesparte Siemens Energy 1,4 Milliarden Euro. Noch vor einem Jahr hatte Siemens - als Folge des Absturzes der Energy-Aktie und von Russlandeffekten - 1,5 Milliarden Euro Verlust melden müssen. Auch Umsatz und Auftragseingang entwickelten sich stark. Dennoch wird Siemens in der Prognose für seine wichtigste Sparte etwas vorsichtiger.

Siemens verdient wieder Geld
07:01 Uhr

Was passiert an Asiens Börsen?

Die japanischen Aktienmärkte sind in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Grund seien starke Unternehmensgewinne, heißt es im Handel. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index tendiert 0,4 Prozent höher bei 32.339 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,6 Prozent auf 2296 Zähler.

Unter den Einzelwerten steigen Honda um 5,1 Prozent, nachdem der Autohersteller einen Anstieg des Quartalsgewinns um 78 Prozent aufgrund höherer Verkäufe und eines schwächeren Yen gemeldet hatte. Inpex legen 15 Prozent zu, nachdem der Öl- und Gasexplorer seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben und Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswertes und der Aktionärsrendite angekündigt hatte.

Die Ankündigung eines US-Investitionsverbots für sensible Technologien China bremsten die dortigen Börsen. Shanghai liegt 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,3 Prozent.

Was passiert an Asiens Börsen?
06:30 Uhr

Das wird heute wichtig für den DAX

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Ein wirklich klarer Trend zeichnet sich nicht ab, nachdem der DAX in der Vorwoche deutlich Federn lassen musste. Die US-Inflationszahlen könnten bei der Richtungssuche helfen. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Rücksetzer zum Wochenauftakt ging es am Vortag an den Börsen wieder nach oben. Für die 16.000er Marke hat es allerdings nicht gereicht. Viele Anleger witterten jedoch eine gute Einstiegsmöglichkeit: Der DAX kletterte am Ende immerhin um knapp 0,5 Prozent auf 15.852 Punkte.

Heute stehen endlich die an den Finanzplätzen weltweit mit Spannung erwarteten Inflationszahlen aus den USA für Juli auf der Agenda, was bei der Richtungssuche helfen könnte. Experten rechnen mit einer Verstärkung des Preisauftriebs: Die Teuerungsrate könnte demnach auf 3,3 Prozent ansteigen, was für die Notenbank im Kampf gegen die Inflation einen Rückschlag bedeuten würde. Die Notenbank hat offengelassen, ob sie im September bei den Zinsen nachlegt. Ein Anziehen der Inflation würde Befürwortern einer Erhöhung Argumente an die Hand geben.

Die Anleger und Anlegerinnen haben dazu auch wieder jede Menge Zahlen zu verdauen: Mit robusten Geschäftszahlen der US-Tochter T-Mobile im Rücken legt die Deutsche Telekom ihre Zwischenbilanz vor. Zum Jahresauftakt hatte der Bonner Konzern das Gewinnziel für 2023 leicht angehoben. Analysten rechnen für das zweite Quartal im Schnitt mit Erlösen von 27,33 Milliarden Euro, einem operativen Ergebnis von 10,021 Milliarden Euro und einem Free Cash Flow von 3,768 Milliarden Euro.

Die Verluste und Abschreibungen im Windkraft-Geschäft von Siemens Energy dürften die guten operativen Zahlen von Siemens im dritten Quartal überschatten. Der Technologiekonzern muss die Verluste der ehemaligen Energietechnik-Tochter zum Ärger von Finanzchef Ralf Thomas noch anteilig bilanzieren, auch wenn er den Anteil kurz vor dem Quartalsende auf 25 von 32 Prozent reduziert hat. Das verzerrt den Gewinn. Deshalb zweifeln Analysten, ob Siemens die Prognose für den Gewinn je Aktie halten kann, auch wenn das Kerngeschäft weiter brummt.

Dann stellt sich noch die Frage: Wie groß ist der Optimismus von Europas größtem Versicherer Allianz? Die Antwort darauf wird Finanzvorstand Giulio Terzariol geben, wenn er die Zahlen für das zweite Quartal vorstellt. Zuletzt hatte er an der breiten Spanne von 13,2 bis 15,2 (Vorjahr nach dem neuen IFRS-Standard: 13,8) Milliarden Euro festgehalten, als es um die Gewinnprognose für das Gesamtjahr ging.

Das beste Jahr beim Auftragseingang in der Rheinmetall-Geschichte erwartet der Chef des Düsseldorfer Konzerns, Armin Papperger, 2023. Die russische Invasion in der Ukraine hat einen Rüstungsboom ausgelöst. Auch die Bundeswehr hat zahlreiche Aufträge an die Düsseldorfer Waffenschmiede vergeben. Rheinmetall berichtet nun über die Entwicklung im zweiten Quartal.

Thyssen Krupp legt seinen Bericht zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 vor. Dabei dürfte besonders die Stahlsparte des Industriekonzerns im Blick stehen, für die das Management verschiedene Optionen prüft. Eine Verselbstständigung gehört ebenso dazu wie Partnerschaften oder ein Verkauf. Die Stahlbranche steht wegen der Zurückhaltung wichtiger Kunden wie der Automobilindustrie und fallender Stahlpreise unter Druck. Schatten wirft der österreichische Konkurrent Voestalpine voraus, der für das vergangene Quartal einen Gewinneinbruch gemeldet hat.

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