Donnerstag, 10. Januar 2019Der Börsen-Tag

18:04 Uhr

Dax schafft trotz schwacher Autozulieferer Sprung ins Plus

Dax
Dax 12.486,56

  Am deutschen Aktienmarkt rettet sich der Dax nach einem schwachen Start zum Handelsschluss noch ins Plus. Der Leitindex knüpft damit an seine jüngsten Gewinne an und legt letztlich um 0,3 Prozent auf 10.922 Punkte zu.

Unter Druck stehen die Titel der Automobilzulieferer: Eine Gewinnwarnung drückt Osram um 6 Prozent. Continental fallen um 2,4 Prozent, Covestro um 2,6 Prozent. Für Hella geht es um 2,2 Prozent nach unten. Bereits im Vorjahr war Osram eines der ersten Unternehmen aus dem Sektor gewesen, das eine Gewinnwarnung geliefert hatte - und viele andere folgten. "Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück", sagte Osram-Chef Olaf Berlien.

Continental
Continental 115,80

Verkauft wurde auch die Luftfahrt-Aktien nach einem schwachen Ausblick von American Airlines. Vergangene Woche hatte bereits Delta Airlines die Sorge geweckt, höhere Ticktepreise seien nicht mehr durchsetzbar. Zudem stieg der Ölpreis zuletzt weiter an. Lufthansa sind mit 2,7 Prozent Minus schwächster Wert im Dax.

Top-Gewinner in Europa sind hingegen die Versorgertitel, nachdem sich Goldman Sachs am Vortag positiv zur Branche geäußert hatte. Eon steigen um 1 Prozent und RWE um 1,4 Prozent. Gute Nachrichten treiben auch Lanxess um 3,9 Prozent. Das Spezialchemieunternehmen will für bis zu 200 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Dazu erhöhte JP Morgan die Einstufung auf "Overweight".

17:17 Uhr

Versorgertitel führen Gewinnerliste an

Europaweit gesucht sind die Versorgertitel, nachdem sich Goldman Sachs am Vortag sehr positiv zur Branche geäußert hatte. Eon steigen um 1,2 Prozent und RWE um 1,4 Prozent. Der Sektor führt die Gewinnerliste in Europa an. Gute Nachrichten kommen auch von Lanxess, die um 3,7 Prozent steigen. Das Spezialchemieunternehmen will für bis zu 200 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Dazu erhöhten JP Morgan die Einstufung auf "Overweight". Der britische Supermarkt Tesco überrascht positiv.

16:46 Uhr

Smartphone-Bank N26 ist jetzt milliardenschwer

Eine Kapitalspritze in Höhe von 300 Millionen Dollar katapultiert die Berliner Smartphone-Bank N26 in den exklusiven und begehrten Club der sogenannten Einhörner. N26 ist nun 2,7 Milliarden Dollar wert. "Einhörner" werden in der Startup-Szene junge Unternehmen genannt, die auf eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar kommen. Wie das Unternehmen bekanntgab, führte die mittlerweile vierte Finanzierungsrunde - und bisher größte eines deutschen Fintechs - der New Yorker Risikokapitalgeber Insight Venture Partners an.

Im Interview mit der "Welt" sagte der 33-jährige Firmenchef Valentin Stalf: "Wer mehr als 100 Millionen Dollar Risikokapital sucht, wird diese Summe in Europa alleine nicht finden." Mit 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) ist N26 mehr wert als die im Mittelwerteindex notierte Aaeral Bank, die auf 1,7 Milliarden Euro kommt. Stalf sieht dies als Zeichen der Stärke.

Der "Welt" sagte er, dass N26 zumindest für eine deutsche Bank spätestens jetzt kein Übernahmeziel mehr sei: "Dafür sind wir schlicht zu groß." Inzwischen hat N26 in vier Runden mehr als 500 Millionen Dollar eingesammelt, auch der chinesische Internet-Riese Tencent, der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel und Mitglieder des Zalando-Managements sind beteiligt.

16:24 Uhr

An der Wall Street schwindet Hoffnung auf Handelslösung

Dow Jones
Dow Jones 26.802,15

Die Euphorie an den US-Börsen über die Annäherung im Handelsstreit mit China flaut ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verliert im frühen Handel 0,7 Prozent auf 23.707 Punkte.

Bei den Einzelwerten geraten die Aktien des Buchhändlers Barnes & Noble nach einem enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal unter Druck. Sie brachen um mehr als zwölf Prozent ein.

Auch die Fluglinie American Airline rechnet mit weniger Umsatzwachstum als erhofft im Schlussquartal und schickte ihre Aktien auf Talfahrt. Die Papiere geben mehr als neun Prozent nach. Andere Airlines wie JetBlue und Southwest verzeichneten Kursabschläge von mehr als vier Prozent.

China zufolge waren die dreitägigen Gespräche zur Beilegung des Zollstreits mit den USA "umfangreich, tief und detailliert". Dies bilde die Grundlage für eine Klärung der Bedenken, die beide Seiten hegten. Börsianer hatten sich allerdings konkretere Aussagen erhofft.

15:36 Uhr

Gericht urteilt: Amazons Bestellknopf ist gesetzeswidrig

Amazon
Amazon 1.739,53

Der Internethändler Amazon muss seine Wlan-Bestellknöpfe vom Markt nehmen. Das Oberlandesgericht München hat dem Unternehmen verboten, Waschmittel, Kaffee und andere Waren des täglichen Bedarfs in Deutschland weiter so zu verkaufen.

Die aufklebbaren, nur mit dem jeweiligen Hersteller-Logo versehenen Knöpfe führten zu intransparenten Bestellungen. Klare Informationen zu Inhalt, Preis und der klare Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten, urteilten die Richter. Damit verstoße Amazon gegen die Gesetze für den Internethandel. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

15:12 Uhr

Übernahme von Air Berlin beflügelt Lufthansa

Lufthansa
Lufthansa 14,80

Die Lufthansa verteidigt durch die Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin ihre Spitzenposition als größte Airline Europas. Im Jahr 2018 flogen 142,3 Millionen Menschen mit der Lufthansa und ihren Töchtern wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines, wie der Dax-Konzern mitteilte.

  • Das waren 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Europas größter Billigflieger Ryanair, der der Lufthansa den Spitzenplatz 2016 vorübergehend abgejagt hatte, blieb mit gut 139 Millionen Fluggästen dahinter zurück.
  • Alle Airlines des Lufthansa-Konzerns legten 2018 zu. Dabei blieben auch weniger Sitzplätze in den Maschinen leer. Die Auslastung verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf den neuen Höchstwert von 81,4 Prozent.
14:34 Uhr

Schwäche in China: Bei Volkswagen brechen die Auslieferungen ein

VW Vorzüge
VW Vorzüge 161,26

Die Marke Volkswagen hat im Dezember mit 594.200 Fahrzeugen 9 Prozent weniger Wagen ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2019 reichte es aber noch für ein Plus von 0,2 Prozent auf weltweit 6,24 Millionen Auslieferungen, wie die Wolfsburger mitteilten.

  • Schwer schlug insbesondere die Schwäche in China ins Kontor, dem größten Markt für Volkswagen. Hier brachen die Auslieferungen im Dezember um 15,3 Prozent auf 342.100 Fahrzeuge ein.
  • Auch in Nordamerika ging es mit einem Minus von 3,7 Prozent und in Europa mit 4,5 Prozent abwärts. In Deutschland wurden 6,4 Prozent weniger Wagen ausgeliefert. Nur für Südamerika berichtete die Marke über ein Plus von 31,3 Prozent.

Die zweite Jahreshälfte sei von erheblichen Unsicherheiten in einigen Regionen geprägt gewesen. Dazu zählen beispielsweise die Herausforderungen durch die Tests für den neuen Abgasstandard WLTP. In China leidet der Markt unter der Kaufzurückhaltung der Kunden angesichts des Handelsstreits mit den USA.

13:55 Uhr

An der Wall Street kehrt Ernüchterung ein

Die Hoffnung auf ein Zustandekommen eines Handelsabkommens zwischen China und den USA trägt den US-Aktienmarkt die letzten vier Sitzungen ganz entscheidend. Doch der Optimismus wurde enttäuscht.

Bei den Gesprächen zwischen den USA und China zur Beilegung ihres Handelsstreits sind Kreisen zufolge zwar Fortschritte gemacht, ein Durchbruch aber nicht erreicht worden. "Bei einigen dieser wirklich schwierigen Themen wie Marktzugang und geistiges Eigentum wollen die USA mehr als nur Zusagen sehen", sagt Volkswirt Steve Friedman von BNP Paribas Asset Management. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt hin.

Nach dem vorläufigen Ende der chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche rücken nun wieder andere Störfaktoren in den Vordergrund, dazu zählen Händler auch den Regierungsstillstand in den USA. Die Fronten im Haushaltsstreit haben sich weiter verhärtet. US-Präsident Trump brach am Mittwoch eine Sitzung mit Spitzenvertretern der oppositionellen Demokraten abrupt ab, weil diese ihm weiter die geforderte Milliardensumme für die Grenzmauer zu Mexiko verweigerten.

13:36 Uhr

Fed-Protokolle drücken Dollar

*Datenschutz

Am Devisenmarkt sorgt vor allem die Fed für Gesprächsstoff. Nach den insgesamt vier Zinsanhebungen im vergangenen Jahr will es die US-Notenbank nun ruhiger angehen lassen.

Viele Teilnehmer der Dezember-Sitzung sind laut den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Ansicht, dass die Zentralbank bei der weiteren geldpolitischen Straffung "Geduld" aufbringen sollte.

Die Fed-Protokolle fielen vorsichtiger aus als erwartet, stellten die Analysten der BayernLB fest. "Der Dollar ist daher unter Druck." Der Euro stieg in der Spitze um 0,3 Prozent auf 1,1570 Dollar, den höchsten Stand seit fast drei Monaten.

13:04 Uhr

Sind die fetten Börsenjahre vorbei?

Auch wenn die Märkte zuletzt nur noch wenig hergegeben haben, können Trader Kursschwankungen nutzen. Und das geht nicht nur nach oben, sondern auch auf dem Weg nach unten. Worauf es beim Trading mit Hebelinstrumenten ankommt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS.

 

12:25 Uhr

Chrysler-Gebäude sucht neuen Besitzer

12306291.jpg

Das 1930 eingeweihte Chrysler Building in der 42. Straße Ecke Lexington Avenue gilt als Meisterwerk des Art Déco.

picture-alliance/ dpa

Fiat Chrysler USD
Fiat Chrysler USD 13,10

Eines der berühmtesten Gebäude von New York, das knapp 320 Meter hohe Chrysler-Gebäude im Herzen von Manhattan, steht zum Verkauf. Das Investmentunternehmen Mubadala aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Immobilienfirma Tishman Speyer wollten sich von dem Wolkenkratzer trennen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Quelle und bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journal".

  • Einen Preis setzten die beiden Unternehmen den Angaben zufolge nicht fest. Mubadala hatte 2008 für 800 Millionen Dollar (696 Millionen Euro) von Tishman Speyer einen 90-prozentigen Anteil am Chrysler Building erworben.
  • Die restlichen zehn Prozent blieben im Besitz der Immobilienfirma. Diese hatte 1997 für das ganze Gebäude schätzungsweise zwischen 210 und 250 Millionen Dollar bezahlt.

Mubadala und Tishman Speyer bringen das Chrysler-Gebäude in für die Immobilienbranche schwierigen Zeiten auf den Markt. Das Viertel Hudson Yards am Westrand von Manhattan mit 1,6 Millionen Quadratmetern brandneuen Wohnungen und Büros, das kurz vor der Fertigstellung steht, dürfte die ohnehin fallenden Preise für Büros in älteren Gebäuden weiter nach unten drücken.

11:33 Uhr

Muss die Deutsche Bank Schadenersatz zahlen?

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,85

Die negativen Nachrichten bei der Deutschen Bank reißen nicht ab. Im größten deutschen Steuerskandal, bei dem der Fiskus um mehr als 10 Milliarden Euro betrogen worden sein soll, gibt es schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank.

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR hat das Hamburger Geldinstitut Warburg beim Landgericht Frankfurt Klage gegen die Deutsche Bank eingereicht. Demnach wirft Warburg der Deutschen Bank vor, bei den Aktiengeschäften jahrelang "pflichtwidrig" unterlassen zu haben, fällige Steuern einzubehalten und an die Finanzämter abzuführen. Bei Warburg sei so ohne eigenes Zutun und Wissen eine Steuerschuld entstanden. Die Deutsche Bank war als Depotbank tätig.

Der Deutschen Bank liegt die Klageschrift nach Angaben eines Sprechers des Frankfurter Dax-Konzerns bislang nicht vor: "Zu einer etwaigen Klage der Warburg gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften von Warburg können wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern, da uns eine solche Klage bisher nicht zugestellt wurde." Für die Aktie geht es um 2 Prozent nach unten.

10:36 Uhr

Stillstand wegen Brexit: Rolls-Royce unterbricht seine Produktion

Rolls-Royce
Rolls-Royce 8,45

Der mögliche harte Brexit könnte die Produktion des Luxusautoherstellers Rolls-Royce zum Stillstand bringen. Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös kündigt in der Wirtschaftswoche für Anfang April eine zweiwöchige Schließung seines Werks im britischen Goodwood an, um eventuelle Lieferengpässe abzufedern.

  • "Wir haben uns entschlossen, unsere alljährliche Produktionspause vorzuziehen und das Werk ab 30. März für zwei Wochen zu schließen", sagte Müller-Ötvös dem Magazin. Dennoch würden sich spürbare Einschränkungen in der Produktion vermutlich nicht vermeiden lassen.
  • Ein ungeordneter Brexit würde die Logistikketten an die Belastungsgrenze führen. "Wir haben weltweit über 600 Zulieferer", sagte Müller-Ötvös. "Würde nur ein Teil der rund 32.000 täglich ankommenden Komponenten fehlen, dann würde in unserem Werk in Goodwood die Produktion zum Stillstand kommen."

Die BMW-Tochter hat bereits Vorkehrungen getroffen: So wurden die Lagerkapazitäten deutlich erweitert und alternative Logistiklösungen erarbeitet. "Im Zweifelsfall werden wir Teile einfliegen", sagte der Automanager der Wirtschaftswoche.

10:08 Uhr

Osram leidet unter rückläufiger Autokonjunktur

Osram
Osram 38,07

Im MDax geht es für Osram 6,7 Prozent bergab. Der Lichttechnik-Konzern hat vor einem wohl unerwartet schlechten Start in das laufende Geschäftsjahr gewarnt.

Marktteilnehmer schließen nicht aus, dass der gesamte Sektor der Automobilwerte darunter leiden könnte. Bereits im Vorjahr war Osram eines der ersten Unternehmen aus dem Sektor, das eine Gewinnwarnung geliefert hatte - viele andere folgten.

"Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück", sagte Osram-Chef Olaf Berlien der "Augsburger Allgemeinen". Das vierte Quartal sei noch schwächer ausgefallen als dies manche Finanzexperten und Osram selbst noch vor einigen Monaten erwartet hätten. Vor allem die rückläufige Autokonjunktur bereite Sorgen.

Diese gehe nur zum Teil auf den Dieselskandal zurück. Auch der Einbruch der Autoverkäufe in China im Schlussquartal 2018 und die jüngsten Einbrüche im Geschäft von Apple und Samsung seien für Osram schmerzlich. "Firmen aus der Auto- und Smartphone-Branche sind extrem wichtige Kunden für uns", sagte Berlien der Zeitung.

14:53 Uhr

Bernecker: "Angst ist immer ein schlechter Ratgeber"

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Brexit oder auch die US-Strafzölle auf Auto-Importe: Die Talfahrt an den Börsen hinterlässt Spuren. Laut einer Umfrage sind Aktien unter Anlegern so unbeliebt wie nie zuvor. Kein Wunder, dass Experten für 2019 ein verhaltenes Börsenjahr erwarten. Doch sollten Anleger nun die Finger von Aktien lassen?

 

09:30 Uhr

Erholung am Aktienmarkt gerät ins Stocken

Dax
Dax 12.486,56

Die Dax-Anleger lassen lieber die Finger von Aktien. Der deutsche Leitindex verliert in den ersten Handelsminuten ein Prozent auf 10.789 Zähler.

"Die Investoren warten immer noch auf konkrete Details zu den Handelsgesprächen in Peking", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Solange hier keine Ergebnisse verkündet werden, bestimmt Zurückhaltung das Geschehen an den Börsen der Welt."

Unter den Einzelwerten im Dax ragen die Aktien von Continental mit einem Abschlag von 3,5 Prozent heraus. Händlern zufolge hat die UBS die Titel auf "Neutral" von "Buy" heruntergenommen.

 

08:45 Uhr

Nikkei fürchtet den Fed-Effekt beim Yen

5383c4877012a8404f1c729410038356.jpg

Der Yen steigt, und der japanische Export spürt sofort die drohenden Folgen.

(Foto: imago/UPI Photo)

Minuszeichen in Asien: Die Hängepartie im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit und die Aufwertung des Yen bereiten den Investoren an der Tokioter Börse schlechte Laune.

  • Der Nikkei-Index mit den 225 führenden Werten schließt 1,3 Prozent im Minus bei 20.163 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix gibt um knapp 0,9 Prozent nach auf 1522 Punkte.
  • Die Kursausschläge nach Veröffentlichung der Fed-Minutes treffen auch die japanische Landeswährung: Der Dollar fällt in der Spitze um 0,4 Prozent auf 107,77 Yen.

Ein stärkerer Yen belastet die Aussichten der exportabhängigen japanischen Wirtschaft, deren Waren dadurch im Ausland deutlich teurer werden. Experten machten für die Yen-Aufwertung den wachsenden Druck auf die US-Notenbank Fed verantwortlich. Die Währungshüter in Washington wollen offenbar eine Pause in ihrem Zinsanhebungszyklus einlegen.

Nikkei
Nikkei 21.798,87

 

08:27 Uhr

Flugchaos trifft auf Wintereinbruch

Verkehrsbehinderungen in Deutschland: Das Winterwetter und die ganztägigen Warnstreiks an drei deutschen Flughäfen sorgen im Reiseverkehr auf der Schiene, der Straße und in der Luft für ausfallende Verbindungen und teils erhebliche Verspätungen.

Mehr zum Warnstreik des Sicherheitspersonals in Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart finden Sie hier.

07:45 Uhr

Dax schaltet um auf Vorsicht

Schwache Vorgaben, schwelende Risiken: Am deutschen Aktienmarkt steht Anlegern ein unterkühlter Start in den Donnerstagshandel bevor. Der Leitindex Dax dürfte angesichts der offenen Fragen zum chinesisch-amerikanischen Handelsstreit im Minus eröffnen.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zum Auftakt bei 10.843,00 Punkten gesehen, was einem Abschlag von 0,5 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer vor der Kursschwelle bei 11.000 Punkten zurückgezuckt und hatte 0,8 Prozent im Plus bei 10.893,32 Zählern geschlossen.
  • Die Gesprächsthemen am Markt kreisen am Morgen um den noch immer ungelösten Konflikt zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten USA und China, um die Zinsaussichten der Fed nach Vorlage des jüngsten Sitzungsprotokolls sowie um den ganztägigen Warnstreik an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart mit rund 110.000 betroffenen Passagieren.
Dax
Dax 12.486,56

 

07:26 Uhr

Europas Börsen dürften unsicher starten

An den europäischen Börsen stellen sich Beobachter auf einen schwachen Auftakt ein: Nach Ermüdungserscheinungen an Wall Street und negativen Vorgaben aus Asien dürften die Anleger auch in Europa vorsichtig werden.

Die Gründe liegen auf der Hand: Nach wie vor sind keine konkreten Details zu den Ergebnissen der Handelsgespräche zwischen den USA und China bekannt - trotz der Ankündigungen aus Peking, Details würden "in Kürze" bekannt gegeben.

Bei den wenigen Aussagen, die von beiden Seiten bisher vorliegen, handelt es sich um nicht viel mehr als vage Phrasen: China spricht davon, dass die Verhandlungen dazu beigetragen hätten, eine Basis für die Lösung der Probleme zu schaffen. Ähnliche Töne waren aus Washington zu hören.

Mehr dazu lesen Sie hier.

EuroStoxx50
EuroStoxx50 3.556,26

 

07:02 Uhr

Fed-Protokoll treibt Euro über 1,15 Dollar

##asdf### Symbol Euro 85639332.jpg

Zinspause in den USA? Der Euro gewinnt deutlich an Wert.

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Im Devisenhandel beginnt der Tag mit den Nachwirkungen des Fed-Protokolls. Die Veröffentlichung der Mitschriften zur zurückliegenden Dezembersitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte am Vorabend größere Bewegungen an den Märkten ausgelöst. Der Dollar wertete scharf ab, der Euro sprang über die 1,15er-Marke.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro deutlich gefestigt bei 1,1556 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zur Wochenmitte auf 1,1455 (Dienstag: 1,1440) Dollar festgesetzt.
  • Wie aus den sogenannten Minutes zur Fed-Sitzung hervorgeht, halten US-Notenbanker mittlerweile einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs für angebracht. Weitere Zinsanhebungen sind damit nicht mehr im bisher signalisierten Tempo und Ausmaß zu erwarten.

Nach Einschätzung vieler Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) sollte die Fed künftig "geduldiger" hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen sein. Einzelne Währungshüter verwiesen auf den verhaltenen Inflationsdruck - und auf die "in den vergangenen Monaten stärker ausgeprägten Risiken".

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

(Korrekturhinweis: In einer ersten Fassung hieß es irrtümlicherweise, der Euro sei über die Marke von 1,50 Dollar gestiegen. Wir haben diesen bedauerlichen Fehler umgehend korrigiert.)