Donnerstag, 30. Juli 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax erlebt nach BIP-Einbrüchen kleines Sommer-Waterloo

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(Foto: REUTERS)

Der heutige Tag hat es in sich gehabt: An der Frankfurter Börse herrschte eine regelrechte Verkaufsstimmung. Grottige BIP-Daten aus Deutschland und den USA führten die Anleger auf den Boden der Tatsachen zurück - nämlich, dass die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise gerissen hat. Und trotz ermutigender Signale ist der Weg raus aus dem Schlamassel äußerst steinig.

Der Dax erlebte heute ein ein kleines Sommer-Waterloo und rauschte um 3,5 Prozent auf 12.380 Punkte nach unten, der Tages-Tiefststand lag bei 12.253 Zählern. Statt der 13.000er-Marke ist für den Leitindex nun wieder das Halten der 12.000er aktuell. Der MDax verlor 2,1 Prozent auf 26.265 Zähler, der TecDax um 2,7 Prozent auf 2993 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 3,0 Prozent auf 3200 Punkte ab.

Alle Dax-Werte schlossen im Minus. Hervorgehoben seien VW, die Fresenius-Familie und Heidelbergcement, die sich nach Zahlen besonders stark verbilligten. Nur Wirecard verloren mehr: 11,5 Prozent auf 1,86 Euro. Aber das Dax-Dasein der Aschheimer ist ohnehin bald Geschichte.

17:18 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern gewährt Nordex Bürgschaft

Staatliche Hilfe naht: Der in der Corona-Krise unter Druck geratene Windkraftanlagen-Hersteller Nordex bekommt eine Kreditbürgschaft über gut 104 Millionen Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Damit soll ein Kredit über 116 Millionen Euro zu 90 Prozent abgesichert werden, wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium in Schwerin mitteilten.

Insgesamt benötige das Unternehmen staatliche Bürgschaften für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 350 Millionen Euro. Für die Hälfte davon - 175 Millionen Euro - soll demnach der Bund bürgen, für 116 Millionen Euro Mecklenburg-Vorpommern und für den Rest Hamburg.

16:56 Uhr

Mastercard vermeldet Gewinneinbruch

Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard hat sich im vergangenen Quartal besser geschlagen als erwartet. Der Gewinn brach zwar um 31 Prozent auf 1,42 Milliarden Dollar ein. Dank gesunkener Kosten fiel er jedoch höher aus als von Analysten vorhergesagt.

In den vergangenen Monaten nutzten weniger Menschen ihre Kreditkarten, weil sie in Folge der Corona-Pandemie das Haus nicht verlassen durften und Geschäfte geschlossen blieben. Das über die Mastercard-Karten abgewickelte Volumen sank um 10 Prozent auf 1,4 Billionen Dollar.

Mastercard
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16:33 Uhr

So investieren Anleger in Blockchain-Profiteure

Sie könnte den Datenverkehr und damit ganze Wirtschaftszweige revolutionieren: Die Blockchain sichert Produkte, Lieferketten oder das eigene Bankkonto. Unternehmen verbessern dank der neuen Technologie ihre Effizienz und Profitabilität. Und davon könnten auch Anleger profitieren. Warum Blockchain mehr als nur Kryptowährungen kann und worauf sich Anleger fokussieren sollten, darüber spricht Bianca Thomas mit Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management.

16:10 Uhr

Dax fällt und fällt - nun mehr als 500 Zähler futsch

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(Foto: imago stock&people)

Ja, ist denn wieder März? Größer werdende Verluste an den US-Börsen lassen die deutschen Aktienindizes noch tiefer fallen. Der Dax verlor am Nachmittag 4,1 Prozent auf 12.300 Punkte, damit gab er mehr als 500 Punkte ab. Der EuroStoxx50 rutschte um 3,2 Prozent auf 3195 Stellen ab.

Zuvor hatte in New York der Dow Jones 2 Prozent verloren. Er läuft in Gefahr, unter die 26.000-Punkte-Marke zu rutschen. Der marktbreite S&P-500 verringerte sich um 1,5 Prozent auf 3210 Zähler.

15:58 Uhr

Ex-Formel-1-Motorenentwickler drückt bei VW auf die Tube

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Markus Duesmann

(Foto: picture alliance/dpa)

Markus Duesmann macht Druck bei Volkswagen. Im Rennen mit dem US-Rivalen Tesla um das Auto der Zukunft treibt der neue Vorstand die Wolfsburger zur schnelleren Entwicklung neuer Fahrzeuge an. Dabei sei Tempo ist "extrem wichtig", sagte der Audi-Chef und Volkswagen-Entwicklungsvorstand gegenüber Reuters.

Statt Pferdestärken rückt der frühere Formel-1-Motorenentwickler Rechenleistung in den Vordergrund: Die Baureihen würden nicht mehr nach Fahrzeuggröße, sondern entlang der elektrischen und elektronischen Bordnetz-Architektur entwickelt, sagte Duesmann. Bei Software und Vernetzung habe Audi seinen Anspruch "Vorsprung durch Technik" bisher nicht eingelöst, räumte Duesmann ein.

15:43 Uhr

Wall Street mit klaren Verlusten - Dax bleibt ein Schluffi

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(Foto: AP)

Minuszeichen in New York: Nach schwachen Konjunkturdaten sind die US-Börsen mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dow Jones verlor 1,1 Prozent auf 26.255 Punkte. Der S&P-500 sackte um 0,8 Prozent auf 3231 Zähler ab. Die US-Wirtschaft hat wegen der Corona-Krise einen historischen Konjunktureinbruch erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 32,9 Prozent zurück.

In Frankfurt blieb der Dax tief im Minus und verlor 3,3 Prozent auf 12.400 Punkte. Der MDax verringerte sich um 2,0 Prozent und der TecDax um 2,8 Prozent.

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15:04 Uhr

US-Daten geben dem Dax für heute den Rest

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(Foto: imago images/STPP)

Aus dem Westen ist nichts Gutes gekommen, der Dax knickt noch mehr ein. Die um fast 33 Prozent einbrechende US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal hat den Frankfurter Leitindex in neue Tiefen gedrückt. Der Dax verlor kurz vor Eröffnung der US-Börsen 3,3 Prozent auf 12.401 Punkte. Der EuroStoxx50 verringerte sich um 2,6 Prozent auf 3213 Stellen.

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lieferten diesmal keine Überraschung gegenüber der Erwartung. "Die Erstanträge deuten darauf hin, dass sich die Erholung am Arbeitsmarkt bereits wieder abflacht", sagte ein Marktteilnehmer. Ein anderer wies darauf hin, dass der stete Anstieg ein höchst Besorgnis erregendes Signal liefere.

14:46 Uhr

US-Jobmarkt verbleibt im Tal der Tränen

Keine Entwarnung für den US-Arbeitsmarkt: Die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe ist nämlich erneut gestiegen. Insgesamt stellten vorige Woche 1,434 Millionen Bürger einen entsprechenden Erstantrag, Ökonomen hatten mit 1,45 Millionen gerechnet, nachdem es in der vorangegangenen Woche 1,422 Millionen waren.

  • "Es wird lange dauern, bis die US-Wirtschaft aus dem tiefen Tal der Tränen herauskommt", sagte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe.
  • "Anhaltend hohe Infektionszahlen und Massenarbeitslosigkeit sorgen für erhebliche Verunsicherung."
14:38 Uhr

US-Wirtschaft verzeichnet historischen Absturz

Die US-Wirtschaft hat wegen der Corona-Pandemie einen historischen Konjunktureinbruch erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 32,9 Prozent zurück, wie die Regierung in Washington mitteilte. Ökonomen hatten allerdings mit einem Minus von 34,7 Prozent gerechnet.

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(Foto: AP)

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14:24 Uhr

Niedrigere Mehrwertsteuer lässt Preise fallen

Ein Einkaufskorb mit Lebensmitteln steht in einem Laden. Das Statistische Bundesamt gibt am 13.02.2020 Zahlen zur Inflationsrate für Januar 2020 bekannt. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Senkung der Mehrwertsteuer hat die deutschen Verbraucherpreise im Juli erstmals seit mehr als vier Jahren fallen lassen. Sie sanken um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Ein negatives Vorzeichen bei der Inflationsrate gab es zuletzt im April 2016.

Die Bundesregierung hat die Mehrwertsteuer im Kampf gegen die Corona-Rezession zurückgenommen, um den Konsum anzuschieben. Der reguläre Steuersatz wurde bis Jahresende von 19 auf 16 Prozent gesenkt, der ermäßigte von 7 auf 5 Prozent.

14:07 Uhr

Procter & Gamble erzielt höchstes Wachstum seit 2006

Procter & Gamble
Procter & Gamble 114,00

Bei Procter & Gamble läuft's gut: Die hohe Nachfrage nach Reinigungs- und Hygieneprodukten während der Corona-Pandemie hat dem Konsumgüterkonzern Aufwind gegeben. Der Konzern meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr das stärkste Wachstum seit 2006. Im Schlussquartal übertraf das Unternehmen, das für Marken wie Pampers, Ariel und Meister Proper bekannt ist, die Erwartungen deutlich.

Im Schlussquartal erzielte der Konzern einen Gewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar nach einem Verlust von 5,2 Milliarden Dollar. Damals schrieb Procter & Gamble 8 Milliarden Dollar auf die Rasurmarke Gillette ab.

13:59 Uhr

Kein Schadenersatz von VW bei Diesel-Kauf nach Herbst 2015

Dieses Urteil hat sich bereits angedeutet: Diesel-Klägern, die ihr Auto nach Bekanntwerden des Abgasskandals im Herbst 2015 gekauft haben, steht kein Schadenersatz von Volkswagen zu. Ab diesem Zeitpunkt habe der Konzern sein Verhalten geändert, eine Täuschung und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung von Käufern sei nicht mehr feststellbar, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

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13:49 Uhr

Sandra Navidi: "Fast zu spät, Tech-Bosse an die Leine zu nehmen"

Amazon, Apple, Facebook und Google müssen dem US-Kongress in einer Anhörung Rede und Antwort stehen, der Vorwurf: Machtmissbrauch. Die Branche soll neu reguliert werden. Warum das den Tech-Schwergewichten sogar nützen könnte, erklärt Sandra Navidi von BeyondGlobal.

13:28 Uhr

Corona tut UPS richtig gut

Liebe Leser, es ist nicht alles schlecht heute. Dem US-Paketriesen UPS geht es wegen der Corona-Krise richtig gut. Er profitiert nämlich davon, dass die Verbraucher immer mehr Waren im Internet bestellen. Der Umsatz sei im zweiten Quartal um 13,4 Prozent auf 20,46 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Konzern in Atlanta/Georgia mit. Auch der bereinigte operative Ertrag habe zugelegt. UPS-Aktien legten im vorbörslichen Handel deutlich zu. Eine Jahresprognose scheut der US-Riese indes ebenso wie der Konkurrent Fedex angesichts der Unsicherheiten um die Pandemie.

Bei UPS lief es vor allem im US-Heimatmarkt rund. Der Umsatz kletterte hier im Quartal um 2 Milliarden Dollar auf 13 Milliarden Dollar.

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(Foto: dapd)

13:03 Uhr

Jetzt wird's langsam böse: Dax verliert massiv an Höhe

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Und es geht noch tiefer: Der Dax hat die deutschen BIP-Daten noch immer nicht verdaut und stürzte nun um 3 Prozent oder rund 400 Punkte auf 12.437 Stellen ab. Schlimmer noch: Am Nachmittag kommen noch die BIP-Zahlen aus den USA, die nach Lage der Dinge ebenfalls dramatisch ausfallen werden.

VW vergrößten das Minus auf 7,3 Prozent. Auch die anderen Autowerte schmierten ab; Continental um 4,4, BMW um 4,0 und Daimler um 4,6 Prozent. Bester Dax-Wert waren Deutsche Wohnen mit minus 0,6 Prozent.

12:50 Uhr

Verluste an der Wall Street erwartet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Rote Vorzeichen in New York: Die Wall Street wird heute zum Start deutlich im Minus erwartet. Vorbörslich wird noch das US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht, dem die Anleger mit großer Spannung entgegensehen. Experten erwarten angesichts des Corona-Lockdowns einen Einbruch von knapp 35 Prozent zum Vorquartal. Das wäre der stärkste Rückschlag für die weltgrößte Volkswirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Daneben werden noch die Verbraucherpreise und die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten mitgeteilt.

Überhaupt können sich die Anleger über fehlende Impulse nicht beklagen. Am Vorabend stützten "taubenhafte" Aussagen der US-Notenbank Fed. Ebenfalls am Abend hatten sich die Chefs der US-Internetriesen Amazon, Apple, Google und Facebook bei einer Kongressanhörung zu ihrer Marktmacht scharfe Kritik anhören müssen. Was aus diesen Anwürfen folgt, ist indes unklar. Drei der Genannten - Amazon, Alphabet und Facebook - werden heute nach Börsenschluss ihre Bücher öffnen. Auch sonst ist in den USA die Berichtssaison in vollem Gang.

12:25 Uhr

Frank Meyer zu Katastrophenzahlen und einem Dax unter Druck

Die deutsche Wirtschaftsleistung bricht im zweiten Quartal in Folge der Corona-Krise drastisch ein. Wie der Dax auf die "katastrophalen Zahlen" reagiert und was am Abend zu erwarten ist, wenn zahlreiche Unternehmen ihre Bilanzen öffnen, kommentiert ntv-Börsenexperte Frank Meyer.

12:05 Uhr

Die Fed und der Sargnagel: Bankenwerte haben schlechten Tag

Auch die Kurse der Banken und Versicherer stehen heute unter Druck.  Der Stoxx-600-Bankenindex fiel um 3,1 Prozent, der Branchenindex der Versicherer um 3,3 Prozent. Für beide seien die Aussagen der US-Notenbank Fed mit weiter niedrigen Zinsen ohne jede Aussicht auf ein Ende "ein weiterer Sargnagel" gewesen, hieß es in Frankfurt.

Deutsche Bank verbilligten sich gegen Mittag um 4,4 Prozent. Commerzbank sackten um 3,7 Prozent ab.

11:39 Uhr

Wer hätte das gedacht? Anleger decken sich mit Airbus-Aktien ein

Trotz des vermeldeten Milliardenverlustes greifen die Anleger bei der Airbus-Aktie zu. Der Boeing-Rivale profitiert Analysten zufolge von einem geringeren Mittelabfluss und niedrigeren Restrukturierungskosten als erwartet.

An der Börse in Paris zogen Airbus-Titel 3,6 Prozent an, die im MDax notierten Titel legten 3,3 Prozent zu.

11:13 Uhr

Giftgemisch lässt Dax einknicken - rund 300 Punkte weg

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Fürchterliche BIP-Zahlen, Tauziehen um das US-Konjunkturprogramm, wachsende Corona-Angst: Dieses ganze Giftgemisch hat den deutschen Aktienmarkt mit aller Wucht runtergedrückt. Der Dax verlor kurz vor Mittag 2,3 Prozent auf 12.521 Punkte, damit büßte der Leitindex rund 300 Punkte ein. Der MDax sackte um 1,5 Prozent auf 26.428 Zähler, der TecDax um 2,1 Prozent auf 3009 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 1,7 Prozent tiefer bei 3245 Punkten.

Alle Dax-Werte verloren mehr als 1 Prozent an Wert. Besonders hart erwischte es VW mit minus 6,4 Prozent. Heidelbergcement verloren nach schlechten Zahlen 4,6 Prozent. Deutsche Bank verbilligten sich um 3,9 Prozent, Deutsche Börse um 4,3 Prozent.

Und nebenbei bemerkt: Das Papier des schwarzen Dax-Schafes Wirecard rutschte um 8,2 Prozent auf 1,94 Euro ab.

10:49 Uhr

Historischer BIP-Einbruch in Österreich

Land unter auch in der Alpenregion: Die österreichische Wirtschaft ist durch die grassierende Corona-Pandemie nach Berechnung von Ökonomen im zweiten Quartal sogar um 12,8 Prozent geschrumpft. Die Rezession habe ein historisches Ausmaß gehabt, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in Wien mit.

Die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung zogen laut Wifo einen massiven Ausfall der Konsumnachfrage mit sich. Das spiegle sich in Wertschöpfungseinbußen in Tourismus, Verkehr, Handel, persönliche Dienstleistungen sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung wider. Im Gleichklang mit dem internationalen Umfeld sei auch die heimische Industrie sowie die Exportnachfrage eingebrochen.

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Schiffsanlegeplatz am Wolfgangsee.

(Foto: dpa)

10:33 Uhr

Analystenstimmen zum Rekordabsturz der deutschen Wirtschaft

Natürlich haben auch Analysten eine Meinung zum massiven BIP-Einbruch in Deutschland. Hier einige Äußerungen:

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(Foto: dpa)

Andreas Scheuerte, Dekabank: "Nun ist sie amtlich - die Jahrhundertrezession. Was bislang weder Börsencrashs noch Ölpreisschocks geschafft haben, vollbrachte ein 160 Nanometer kleiner Winzling namens Corona. Der staatlich verordneten und auch selbst gewählten Isolation gelang es, diesen Virus zu besiegen. Nun liegt die Rechnung auf dem Tisch."

Alexander Krüger, Bankhaus Lampe: "Den fetten Konjunktureinbruch gilt es nun abzuhaken. Die Erholung ist unterwegs, sie wird nennenswerte Teile des Wachstumsverlusts ausgleichen. Angesichts der unbewältigten Corona-Pandemie kann vor allzu großer Konjunkturzuversicht aber nur gewarnt werden. Nach wie vor bestehen hohe Gefahren durch Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste, der USA-China-Konflikt kommt erschwerend hinzu ... Trotz Erholung dürfte die Wirtschaft noch lange nicht in den Vor-Corona-Modus zurückkehren. Rückschläge durch neue Lockdown-Maßnahmen sind einzukalkulieren."

Ralf Umlauf, Helaba: "Die Corona-Krise führte im Frühjahr zu einem historischen Wirtschaftseinbruch. Zwar verbessern sich Stimmungsindikatoren und realwirtschaftliche Daten seit einigen Monaten wieder deutlich, für das Gesamtjahr 2020 wird dennoch mit einem sehr großen Minus beim Bruttoinlandsprodukt zu rechnen sein. Darüber hinaus schwebt das Damoklesschwert der zweiten Infektionswelle vor allem über der Entwicklung der internationalen Konjunktur. Geld- und Fiskalpolitik bleiben vor diesem Hintergrund bis auf weiteres expansiv, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch global."

10:26 Uhr

Deutscher Arbeitsmarkt stabilisiert sich wieder

Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild

Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild)

Hier endlich einmal ein Lichtblick: Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit ist im Juli in Deutschland aufgrund des massiven Einsatzes von Kurzarbeit überraschend gefallen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Juli bereinigt um saisonale Einflüsse 18.000 weniger Arbeitslose gemeldet als im Monat davor. Ohne diese Einflüsse stieg die Arbeitslosigkeit um 57.000 auf 2,91 Millionen. Der coronabedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit habe sich im Juli vorerst nicht fortgesetzt, so die Bundesagentur für Arbeit.

Volkswirte hatten eine Zunahme der saisonbereingten Arbeitslosenzahl um 50.000 Personen erwartet. Die bereinigte Arbeitslosenquote verharrte im Juli auf bei 6,4 Prozent, was unter den Erwartungen der Experten lag. Sie hatten mit einer Zunahme auf 6,5 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 635.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

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10:12 Uhr

Schlimmer deutscher Wirtschaftseinbruch - Dax noch tiefer

Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr in historischem Ausmaß eingebrochen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von April bis Juni um 10,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es war demnach der stärkste Rückgang seit Beginn der BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Experten hatten mit einem Einbruch von 9,0 Prozent gerechnet.

Der Dax vergrößerte seinen Verlust auf minus 1,5 Prozent auf 12.626 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,8 Prozent auf 3273 Stellen.

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10:00 Uhr

Total macht Milliardenverlust wegen Ölpreisverfalls

Ein grottiges zweites Quartal hat auch Total vermeldet. Hohe Abschreibungen infolge der Corona-Pandemie haben dem französischen Ölkonzern im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 8,4 Milliarden US-Dollar nach einem Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Als Grund für die Abschreibungen nannte Total-Chef Patrick Pouyanné den Einbruch der Nachfrage nach Öl und Gas infolge der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Preisverfall. Im zweiten Quartal sei der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent auf im Schnitt 30 Dollar je Fass abgesackt, sagte der Manager weiter. Der Gaspreis habe einen historischen Tiefstand erreicht, und die Margen im Raffinerie-Geschäft seien zusammengebrochen.

09:41 Uhr

TVNOW bringt Finanz-Krimi Wirecard auf den Schirm

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Wirecard 1,69

Der Streamingdienst der Mediengruppe RTL verfilmt den Betrugsskandal rund um den Zahlungsdienstler Wirecard. Das Drama des insolventen Noch-Dax-Konzerns soll Anfang des Jahres 2021 auf TVNOW zu sehen sein.

Die Verfilmung dreht sich um den tiefen Fall des Unternehmens und greift die Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro auf, die im Juni bekannt geworden sind. Im Betrugsfall Wirecard geht die Münchner Staatsanwaltschaft von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug aus" seit 2015 aus. Die Hintergründe des Skandals und die Geschichte des Unternehmens und der Manager zeigt TVNOW in einem 90-minütigen Dokuformat.

Die Filmproduktionsfirma UFA Fiction, die Teil des Bertelsmann-Konzerns ist, steht hinter dem Doku-Drama, Regie führt Raymond Ley. Aus der Verfilmung des Wirecard-Projektes soll auch ein Audio-Podcast mit mehreren Folgen entstehen.

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09:23 Uhr

Dax hustet kräftig und taucht ab

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(Foto: imago images / Design Pics)

Am deutschen Aktienmarkt ist es zu Handelsbeginn kräftig bergab gegangen. Grund sind Konjunktursorgen wegen der Corona-Pandemie. Der Dax fiel um 1,1 Prozent auf 12.686 Punkte. Der MDax verringerte sich um 0,4 Prozent auf 26.731 Zähler. Der TecDax notierte 0,7 Prozent tiefer bei 3054 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es ebenfalls um 0,7 Prozent nach unten auf 3278 Punkte.

VW verloren nach Zahlen 3,4 Prozent. Ganz schwach präsentierten sich Fresenius nach Quartalsdaten mit minus 4,0 Prozent. Insgesamt notierten alle 30 Dax-Werte im negativen Bereich.

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09:04 Uhr

Corona-Krise brockt Airbus Milliardenverlust ein

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Die Corona-Krise hat dem Flugzeugbauer Airbus im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro gestanden.

Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen. Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus.

In der schwierigen Lage will Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem den Geldabfluss im Konzern stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, solle im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr aus dem Konzern abfließen, kündigte der Manager an. Eine neue Prognose für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr wagte er weiterhin nicht.

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08:49 Uhr

Kaum Bewegung bei den Ölpreisen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Ölpreisen hat sich bislang wenig getan. Im frühen Handel konnten sie nicht an die Kursgewinne von Vortag anknüpfen und sind geringfügig gesunken. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,68 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Leichtölsorte WTI fiel um neun Cent auf 41,18 Dollar.

Die Ölpreise konnten damit die Gewinne vom Vortag nahezu halten. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden sie durch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA gestützt. Gestern war bekannt geworden, dass die dortigen Lagerbestände in der vergangenen Woche überraschend gesunken waren - um 10,6 Millionen Barrel.

08:32 Uhr

Corona-Krise macht weltgrößtem Bierbrauer zu schaffen

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(Foto: REUTERS)

Anheuser-Busch Inbev bleibt auf seinem Bier sitzen. Der Umsatz des weltgrößten Bierbrauers ist nämlich im zweiten Quartal massiv eingebrochen. Der Bierabsatz sank bedingt durch die Corona-Beschränkungen um 17 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Der Kerngewinn fiel auf vergleichbarer Basis um 34 Prozent auf 3,41 Millionen US-Dollar.

Nach einem Rückgang des Bierabsatzes in den vergangenen Monaten konnte AB Inbev im Juni den Absatz jedoch mit 0,7 Prozent leicht steigern.

07:56 Uhr

Volkswagen schöpft trotz tiefroter Zahlen Hoffnung

VW Vorzüge
VW Vorzüge 132,66

Volkswagen ist tief in die roten Zahlen gefahren, schöpft aber wieder Hoffnung. Im ersten Halbjahr verbuchte der weltgrößte Autobauer einen Betriebsverlust vor Sondereinflüssen von 0,8 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte ein Gewinn von zehn Milliarden zu Buche gestanden. Der Umsatz schrumpfte wegen des in der Corona-Krise stark gesunkenen Absatzes um fast ein Viertel auf 96,1 Milliarden Euro.

Seit Mai verringere sich der prozentuale Rückstand bei den Auslieferungen kontinuierlich. Die Nettoliquidität im Automobilbereich stieg sogar gegenüber dem Auftaktquartal um fast eine Milliarde auf 18,7 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte VW die Prognose, wonach Auslieferungen und Umsatz deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Beim operativen Ergebnis geht das Management weiter von einem "gravierenden Rückgang" aus, rechnet aber nicht mit einem Verlust.

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07:49 Uhr

Warten auf die Tech-Zahlen

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Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Mittwoch war er etwas schwächer bei 12.822,26 Punkten aus dem Handel gegangen. Die US-Notenbank Fed hält in der Rezession eisern an ihrem Nullzins fest. "Die Fed ist und bleibt im Beobachtungsmodus", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Sie sei sich sehr wohl im Klaren, dass die Wirtschaft nicht auf eine steile Erholung in Form eines "V" zusteuere.

Wie tief der Einbruch im Frühjahr ausgefallen ist, dürften die für den Nachmittag erwarteten Daten zur US-Wirtschaftsleistung zeigen. Hauptthema an der Börse sind aber die Quartalszahlen der Unternehmen: Unter anderem geben Volkswagen, Linde, Fresenius und Fresenius Medical Care Einblick in ihre Bilanz. In den USA stehen nach Börsenschluss mit Apple, Amazon, Facebook und der Google-Mutter Alphabet die Quartalsergebnisse von vier der wertvollsten Unternehmen der Welt an.

07:27 Uhr

Tupperware verschafft sich Luft im Überlebenskampf

Tupperware
Tupperware 12,48

Der Frischhaltedosen-Hersteller Tupperware kommt deutlich besser durch die Corona-Pandemie als erwartet und macht unter neuer Führung Fortschritte bei der Krisenbewältigung. Trotz eines Umsatzrückgangs um 16 Prozent legte der Gewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 63,8 Millionen Dollar (54,2 Mio Euro) zu, wie Tupperware mitteilte.

Grund war vor allem ein strikter Sparkurs des neuen Managements um den seit April amtierenden Chef Miguel Fernandez. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen bei Weitem, die Aktie schoss im US-Handel um 68 Prozent auf 16,15 Dollar nach oben. Das ist ein beeindruckendes Comeback - im April erst hatte der Kurs ein Rekordtief von weniger als anderthalb Dollar markiert. Mittlerweile ergibt sich im Jahresverlauf sogar schon ein leichtes Plus. Damit verschafft sich das Unternehmen, dessen Gründer Earl Tupper 1946 die Küchenwelt mit seinen bunten "Wunderschüsseln" aufmischte, Luft im Überlebenskampf. Denn tatsächlich ist Tupperware stark angeschlagen und warnte bereits, Schulden in Höhe von rund 500 Millionen Dollar möglicherweise nicht bedienen zu können.

07:06 Uhr

Online-Boom lässt Paypals Kassen klingeln

Paypal
Paypal 169,94

Der Boom des Onlinehandels während der Corona-Ausgangssperren lässt die Kassen bei dem Online-Zahlungsdienst Paypal klingeln.

Der Gewinn schnellte im abgelaufenen Quartal um 86 Prozent nach oben auf 1,53 Milliarden Dollar, der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 5,26 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hob daraufhin seine Prognose für das Gesamtjahr an.

06:50 Uhr

Streit im US-Kongress trübt Laune der Anleger

Nikkei
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Die Börse in Tokio hat sich zunächst uneinheitlich gezeigt. Auftrieb erhielten die Kurse von der Entscheidung der Fed, in der Coronavirus-Pandemie an ihrer Nullzins-Politik festzuhalten. Der anhaltende Streit im US-Kongress über ein weiteres Hilfspaket trübte jedoch die Laune der Händler. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 22.408 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank dagegen um 0,2 Prozent und lag bei 1546 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,06 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,9966 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9126 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1775 Dollar und gab auch 0,1 Prozent auf 1,0747 Franken nach. Auch das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2983 Dollar.