Donnerstag, 13. Juni 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
18:19 Uhr

Zinssenkungsfantasie hilft Dax - 5G-Auktion beflügelt Telekom-Firmen

In der Hoffnung auf einen Schub für die Weltwirtschaft durch US-Zinssenkungen haben sich die Anleger am Donnerstag mit Aktien eingedeckt. Dax und EuroStoxx50 legten jeweils ein knappes halbes Prozent auf 12.169,05 und 3390,50 Punkte zu.

DAX
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Parallel dazu schürte ein mutmaßlicher Angriff auf zwei Öltanker Ängste vor Liefer-Ausfällen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 4,5 Prozent auf 62,64 Dollar je Barrel (159 Liter) - so stark wie zuletzt vor einem halben Jahr.

Am deutschen Aktienmarkt stand 1&1 Drillisch im Rampenlicht. Das Unternehmen habe bei der Auktion des Bundes ausreichend Mobilfunk-Frequenzen erworben, um zu einem Netzbetreiber aufzusteigen, schrieb Analyst Simon Bentlage vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser.

Neben dem Kaufpreis von einer Milliarde Euro müsse das Unternehmen für den Aufbau der Infrastruktur aber mindestens noch einmal die gleiche Summe aufbringen. Drillisch-Titel schlossen nach einem anfänglichen Kurssprung von 16,5 Prozent 0,4 Prozent im Plus bei 28,08 Punkten. Die Titel der Drillisch-Mutter United Internet gewannen 1,4 Prozent.

16:54 Uhr

Veggie-Hype? Beyond Meat verlieren, Tyson Foods gewinnen

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An der Börse geht's für die Fleischersatz-Hersteller immer um die Wurst.

REUTERS

Der Einstieg in den wachsenden Markt für vegetarische Produkte beflügelt die Aktien von Tyson Foods. Die Papiere des größten US-Fleischverarbeiters klettern um bis zu 2,9 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 84,25 Dollar.

Tyson Foods
Tyson Foods 70,08

Die Titel des Rivalen und Börsen-Neulings Beyond Meat verlieren dagegen 2,9 Prozent.

Tyson will unter anderem vegetarische Nuggets und Burger aus tierischen und pflanzlichen Eiweißen verkaufen. Sein Unternehmen wolle sowohl das traditionelle Fleisch-Geschäft ausbauen als auch das Angebot vegetarischer Produkte vergrößern, sagte Konzernchef Noel White.

Tyson stieg im April - wenige Tage vor dem Börsengang - bei Beyond Meat aus, um sich auf die Entwicklung eigener pflanzlicher Produkte zu konzentrieren.

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16:27 Uhr

Eigener Leitzins: Schweizer Notenbank setzt Maßstäbe

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picture alliance / dpa

Die Schweizer Notenbank (SNB) hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest, stellt aber ihren Referenzzins um. Künftig werden die geldpolitischen Entscheidungen durch die Festlegung der Höhe des sogenannten SNB-Leitzinses getroffen und kommuniziert, wie Notenbankchef Thomas Jordan in Bern erklärte.

Franken / Euro
Franken / Euro ,89

Der Hintergrund: Bei ihrer Geldpolitik orientiert sich die Notenbank nicht nur an der Entwicklung der Konsumentenpreise, sondern auch am Zins, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.

Dabei schielten die Notenbanker bislang auf den sogenannten Dreimonats-Libor. Das ist der Zinssatz, zu dem Banken bereit sind, sich am Geldmarkt untereinander für drei Monate Geld zu borgen. Der Libor gilt jedoch nach diversen Skandalen als Auslaufmodell. Die britische Finanzmarktaufsicht will ihre Berechnung nur noch bis zum Ende des Jahres 2021 sicherstellen.

Deshalb wollen sich die Notenbanker fortan statt am Drei-Monats-Libor am neuen SNB-Leitzins orientieren. An der Geldpolitik der SNB soll sich durch die Umstellung jedoch nichts ändern: "Unsere aktuelle Geldpolitik und insbesondere deren Expansionsgrad bleiben durch diese Anpassung unverändert", sagte Notenbankchef Jordan.

16:11 Uhr

Zinsfantasien und Ölwerte beflügeln Wall Street

Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed machen Anleger kauffreudiger. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legen im frühen Handel um 0,1 Prozent zu.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 2.917,73

Auftrieb erhalte die Wall Street außerdem von Kursgewinnen der Ölkonzerne, die von einem Preissprung bei Rohöl profitierten, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Der ungelöste Zollkonflikt mit China verhindere allerdings größere Kursgewinne.

Die Aktien von Index-Schwergewichten wie Exxon Mobil oder Chevron gewinnen jeweils rund ein Prozent. Nach einem mutmaßlichen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman stieg der Preis für die US-Rohölsorte WTI um bis zu 3,9 Prozent auf 53,11 Dollar je Barrel (159 Liter).

15:32 Uhr

Italienische Schulden: Euro-Finanzminister fordern Lösung

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Italiens Innenminister Matteo Salvini

dpa

Die Euro-Finanzminister haben Italien wegen seiner zunehmenden Verschuldung erneut ermahnt. Es sei von äußerster Bedeutung für das Wirtschaftswachstum und die Stabilität der Eurozone, dass Italien den Stabilitäts- und Wachstumspakt einhalte, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno in Luxemburg. 

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sagte, es liege nun an der italienischen Regierung, die ausgestreckte Hand der EU-Kommission zu ergreifen und Maßnahmen zu treffen. Es sei nötig, eine Lösung zu finden, meinte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). 

Die EU-Kommission hatte unlängst ein Strafverfahren gegen Italien empfohlen und dafür am Dienstag bereits die Rückendeckung der EU-Staaten bekommen.

14:15 Uhr

BMW setzt wieder mehr Autos ab

BMW
BMW 63,61

BMW steigert den Absatz im Mai dank kräftiger Zuwächse in China und Deutschland. Angeschoben durch die neuen und überarbeiteten Geländewagen-Modelle klettern die Auslieferungen der Kernmarke BMW weltweit im vergangenen Monat um 4,6 Prozent auf 181.888 Fahrzeuge, wie die Münchner mitteilen.

"Im Mai konnten wir den Absatz erneut deutlicher als der Markttrend steigern und weitere Marktanteile hinzugewinnen", sagt Vertriebsvorstand Pieter Nota. BMW bekräftigte das Ziel, den Absatz im laufenden Jahr trotz der weltweit schwächelnden Konjunktur und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China zu steigern.

In der Volksrepublik steigerten die Marken BMW und Mini den Absatz um ein Drittel auf knapp 61.000 Wagen. Grund war vor allem der Erfolg des X3, der dort erst seit dem vergangenen Sommer vom Band läuft. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland sprangen die Verkäufe um rund 30 Prozent auf gut 30.000 Fahrzeuge.

13:12 Uhr

Lululemon liefert Steilvorlage für Adidas und Puma

Lululemon
Lululemon 166,35

Die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung in den USA dürfte für steigende Kurse an der Wall Street sorgen. Genährt werden die Hoffnungen durch die jüngsten schwächeren US-Inflationsdaten. Doch scheint es eher unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank bereits bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche an der Zinsschraube drehen wird. Die Anleger gehen eher von einem solchen Schritt im Juli aus.

Bei den Einzelwerten klettert die Aktie von Lululemon um 6,3 Prozent nach oben. Der Fitnessausrüster übertraf im ersten Quartal mit Gewinn und Umsatz die Analystenschätzungen und sprach zudem von einem weiter zu sehenden "Momentum" in der Branche. Von einer Steilvorlage für Adidas und Puma spricht ein Marktteilnehmer.

"Allerdings ist es fraglich, ob die Aktien der deutschen Konkurrenten die Steilvorlage umsetzen können", sagt der Marktteilnehmer. Denn sowohl Adidas als auch Puma seien zuletzt auf Konsolidierungskurs eingeschwenkt.

12:45 Uhr

Zusammenarbeit bei Roboterautos: VW und Ford stehen kurz vor Abschluss

VW Vorzüge
VW Vorzüge 143,32

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess sieht die Gespräche mit dem US-Autobauer Ford zu einer Zusammenarbeit bei Zukunftstechnologien auf der Zielgeraden. "Die Kooperationsgespräche mit Ford zum MEB und zum autonomen Fahren laufen gut und stehen kurz vor dem Abschluss", sagte Diess auf einer Führungskräfteveranstaltung. Verabredet haben die beiden Autoriesen bereits im Januar eine Zusammenarbeit bei kleineren Nutzfahrzeugen, sprechen aber seit längerem auch über weitergehende Projekte.

Der MEB ist der sogenannte Elektrobaukasten von Volkswagen und damit die technische Basis für Elektroautomodelle, was deren Architektur und Teile angeht. VW strebt an, dass auch andere Hersteller die Plattform nutzen, um die hohen Entwicklungskosten zu teilen. Erst vor einigen Tagen hatte VW die Zusammenarbeit mit dem US-Technologie-Startup Aurora bei autonomem Fahren beendet. Seit geraumer Zeit sprechen VW und Ford darüber, ob sie sich auch bei der Entwicklung von Roboterautos zusammentun.

12:15 Uhr

Angriff auf zwei Tanker im Golf treibt Ölpreis

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 62,33

Seit Wochen wachsen am Golf die Spannungen mit dem Iran. Schon vor vier Wochen wurden von dort Sabotageakte gegen Tanker gemeldet. Im Golf von Oman geriet jetzt der Öltanker "Front Altair" der norwegischen Reederei Frontline am Morgen nach einem Angriff in Brand, wie die norwegische Seefahrtsbehörde erklärt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag daraufhin 62,05 US-Dollar. Das waren 2,05 Dollar mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,49 Dollar auf 52,63 Dollar. Zeitweise waren die Ölpreise noch stärker gestiegen.

Die Hintergründe der Vorfälle waren zunächst unklar. Die US-Marine erklärt, sie haben zwei Notrufe erhalten. US-Schiffe seien in der Region unterwegs und leisteten Hilfe, teilte die 5. Flotte der US-Marine in Bahrain mit.

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11:37 Uhr

Nicht bei allen Mobilfunk-Aktien fallen Gewinne hoch aus

Das Ergebnis der Mobilfunkauktion lässt Feierlaune an der Börse aufkommen. Die Aktien von 1&1 Drillisch schnellen zeitweise mehr als 16 Prozent nach oben und  sind mit Abstand Spitzenreiter im MDax.

Die Titel der Muttergesellschaft United Internet schaffen ein Plus von bis zu 9,2 Prozent. "Die Auktion ist zu Ende gegangen, das feiern alle", sagte ein Händler. Allerdings seien gerade die Drillisch-Papiere zuletzt stark unter Druck gewesen. Bei den anderen erfolgreichen Bietern fallen die Gewinne geringer aus: Die Papiere von Telefonica Deutschland legen bis zu 4,2 Prozent zu, die Aktien der Deutschen Telekom ein Prozent, die Vodafone-Titel in London 1,8 Prozent.

11:18 Uhr

Aurubis-Aktie ist nach CEO-Abgang im Sinkflug

Aurubis
Aurubis 39,52

Der Kupferkonzern Aurubis sackt um mehr als 10 Prozent auf den tiefsten Stand seit Herbst 2014 ab. Der Metallkonzern hat seinen Chef kurz vor dem geplanten Weggang freigestellt. Die Personalie ist allerdings vor allem symbolischer Natur: Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden endet ohnehin Ende des Monats. Vize-Chef Roland Harings ist schon seit einiger Zeit zum 1. Juli als Nachfolger an der Spitze berufen worden.

Außerdem hat das MDax-Unternehmen ein großes Investitionsprojekt abgeblasen. Dafür nimmt der Hamburger Konzern im laufenden dritten Geschäftsquartal Zusatzbelastungen in Höhe von rund 30 Millionen Euro in Kauf.

10:30 Uhr

Alibaba könnte schon bald Ernst machen

Der chinesische Internethändler Alibaba plant einem Insider zufolge eine Zweitnotierung an der Hongkonger Börse. Der Amazon-Rivale habe einen Antrag für den Gang aufs Parkett der Finanzmetropole gestellt, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person.

  • Die Notierung könnte demnach ab dem dritten Quartal über die Bühne gehen. Die chinesische Investmentbank CICC und die Schweizer Credit Suisse begleiten demnach den Börsengang.
  • Alibaba wollte sich dazu nicht äußern. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuerst darüber berichtet.
  • Ende Mai hatten Insider berichtet, Alibaba plane nach dem größten Börsengang aller Zeiten an der Wall Street nun eine milliardenschwere Zweitnotierung in Hongkong. Damit könnte der Konzern seine Kriegskasse um bis zu 20 Milliarden Dollar Auffüllen.
10:16 Uhr

Varta ziehen um fünf Prozent an

Varta AG
Varta AG 53,00

Das Interesse an der Kapitalerhöhung von Varta war extrem gut. Die vor Handelsbeginn abgeschlossene Kapitalerhöhung soll dabei helfen, die Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Batterien zu erweitern. Positiv wird an der Börse gewertet, dass es beim Platzierungspreis von 46,70 Euro keinen Abschlag gegenüber dem Schlusskurs gegeben habe. Sollten nicht alle Interessenten bedient worden sein, könnte dies die Aktie zudem stützen. Der Erlös dient der Finanzierung einer Ausweitung der Produktionskapazitäten im stark wachsenden Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen. Varta ziehen um 5 Prozent an.

Varta-Vorstandschef Herbert Schein sieht die jüngste Aktienplatzierung als Bestätigung, den "profitablen Wachstumskurs des Unternehmens fortzusetzen". Die Titel seien auf starkes Interesse internationaler Investoren gestoßen, ergänzte Finanzvorstand Steffen Munz.

09:22 Uhr

1&1 Drillisch schnellen nach oben

Dax
Dax 12.331,75

Anleger in Deutschland halten sich mit Käufen zurück. Der Dax geht 0,2 Prozent tiefer bei 12.096 Zählern in den Handel. Auf die Stimmung drücken Handelssorgen, nachdem US-Präsident Donald Trump China erneut mit Strafzöllen auf Importwaren im Wert von 325 Milliarden Dollar gedroht hatte.

Mit Erleichterung nehmen Anleger das Ergebnis der 5G-Mobilfunkauktion auf. Die Aktien von 1&1 Drillisch schnellen um mehr als 16 Prozent nach oben, die Papiere der Muttergesellschaft United Internet gewinnen gut sieben Prozent. Am Mittwoch endete die 5G-Auktion nach 52 Tagen. Letztlich gaben die vier Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland und Drillisch mit mehr als 6,5 Milliarden Euro deutlich mehr aus als erwartet.

08:55 Uhr

"Gegenbewegung" treibt Ölpreis leicht hoch

Die Ölpreise haben sich etwas von den Verlusten der ersten Wochenhälfte erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,35 US-Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg geringfügig um 7 Cent auf 51,21 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 62,33

 

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Zuletzt hatte ein Anstieg der Ölreserven in den USA die Preise noch belastet. Nach Angaben der US-Regierung vom Vortag waren die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 2,2 Millionen auf 485,5 Millionen Barrel gestiegen. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang um 1,0 Millionen Barrel gerechnet.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 53,68

 

Analysten rechnen in den kommenden Tagen eher mit fallenden Ölpreisen. Eine Ursache ist die Sorge vor einem weiteren Abflauen der Weltwirtschaft durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. In der Auseinandersetzung der beiden größten Volkswirtschaften der Welt zeichnete sich nach wie vor kein Durchbruch ab.

08:38 Uhr

Inflation: April-Ausreißer wiederholt sich im Mai nicht

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich wieder deutlich verlangsamt. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Die Wiesbadener Behörde bestätigte ihre Ende Mai veröffentlichten vorläufigen Zahlen zur Inflation. Im Ostermonat April hatten vor allem gestiegene Preise für Pauschalreisen die jährliche Teuerungsrate auf 2,0 Prozent getrieben. Volkswirte hatten dies als Ausreißer gewertet. Von April auf Mai des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 0,2 Prozent.

08:16 Uhr

Italien und Zollstreit beeindrucken Börsianer

Dax
Dax 12.331,75

Nach den jüngsten Zolldrohungen der USA wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch war er 0,3 Prozent schwächer bei 12.115 Zählern aus dem Handel gegangen.

US-Präsident Donald Trump erklärte, falls die USA keine Handelsvereinbarung mit China abschließen könnten, würden chinesische Waren im Wert von 325 Milliarden Dollar mit Zöllen belegt. Er sei aber zuversichtlich, dass es eine Einigung gebe. Einen Zeitplan für die neuen Zölle habe er nicht. Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He rief zudem dazu auf, die Wirtschaft zu stützen.

Ihr Augenmerk dürften die Anleger auch auf die Entwicklungen in Italien legen. Die Euro-Finanzminister beraten in Luxemburg über ein Euro-Zonen-Budget. Dabei dürfte aber auch der Schuldenstreit mit Italien eine Rolle spielen. Dem Land droht eine Milliardenstrafe.

07:49 Uhr

Euro muss sich noch von Verlusten erholen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1298 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1323 Dollar festgesetzt. Damit konnte sich der Euro etwas von den Kursverlusten zur Wochenmitte erholen. Nach kräftigen Kursgewinnen in den vergangenen Handelstagen wurde die Gemeinschaftswährung am Mittwochabend durch eine Gegenbewegung wieder unter die Marke von 1,13 Dollar gedrückt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern bleibt die Spekulation auf eine Zinssenkung in den USA weiter das bestimmende Thema am Devisenmarkt. Zuletzt war die Inflation in den Vereinigten Staaten schwächer als erwartet ausgefallen. Eine Teuerungsrate von 1,8 Prozent im Mai liegt unter der Zielmarke der US-Notenbank Fed von zwei Prozent und untermauerte an den Finanzmärkten die Erwartung sinkender Leitzinsen.

07:24 Uhr

Maschinenbau beklagt negative Folgen durch internationale Konflikte

Der deutsche Maschinenbau warnt vor zunehmend negativen Folgen für die Branche angesichts internationaler Konflikte. "Embargos gegen bestimmte Länder kosten auch bei deutschen Firmen Arbeitsplätze", sagte Carl Martin Welcker, Präsident des Maschinenbauverbandes VDMA, der "Augsburger Allgemeinen". "Mir macht es generell große Sorgen, dass die Wirtschaft zunehmend in Haftung genommen wird, um politische Ziele durchzusetzen, ob es um Russland oder den Iran geht." Die betroffenen Mitarbeiter und Unternehmer könnten sich dann zu Recht fragen, wie sie dafür entschädigt werden.

Von der Inlandspolitik von US-Präsident Donald Trump profitiere der deutsche Maschinenbau indes. Trump habe die US-Wirtschaft dereguliert und Unternehmen deutlich steuerlich entlastet. Auch deswegen kauften US-Unternehmen mehr Maschinen aus Deutschland. "Ich habe jedoch große Zweifel, dass das auf Dauer so bleibt", sagte Welcker.

06:52 Uhr

Chipwerte unter Druck - Tokioter Börse gibt nach

Nikkei
Nikkei 20.972,71

Die Sorge vor einer Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China belasten auch die Börse in Hongkong. Schon an der Wall Street hatten sich die Investoren am Mittwoch angesichts des Konflikts zurückgehalten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Vormittagshandel mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 20.958 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 1,2 Prozent auf 1536 Stellen nach.

Unter den Einzelwerten gaben Tokyo Electron und Advantest mehr als vier Prozent nach. An der Wall Street hatten zuvor Micron Technology und Applied Materials mehr als fünf Prozent verloren. Chip-Werte gelten als besonders anfällig für die Auswirkungen eines ausgewachsenen Handelsstreits zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.