Freitag, 16. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Corona-Sorgen? Impfstoff-Hoffnung! Dax glänzt mit Gegenreaktion

Mit einem versöhnlichen Abschluss verabschiedet sich der deutsche Aktienmarkt ins Wochenende. Nach den deutlichen Verlusten im Dax über 2,5 Prozent am Donnerstag, zeigt der Leitindex am Freitag eine deutliche Gegenreaktion. Der Dax geht mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent bei einem Stand von 12.909 Punkten aus dem Handel. Das Tageshoch markierte er bei 12.960 Zählern.

"Corona-Sorgen gestern, heute Impfstoff-Hoffnungen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation auf dem Parkett. ""Das ist eine Gegenreaktion - mit deutlich Rückenwind aus den USA." Dort sorgten positive Konjunkturdaten ebenso für gute Stimmung, wie neue Hoffnungen auf eine schnellere Impfstoff-Lösung in der Coronavirus-Pandemie. Meyer warnt aber: "Allerdings wackelt der Dax weiterhin und wie schon in den letzten Wochen um die 13.000-Punkte-Marke."

Am Freitag bereitet vor allem der Autosektor im Dax Freude: Daimler überrascht mit positiven vorläufigen Zahlen, dazu steigen die Neuzulassungen in Europa. Daimler führt am Handelsende dann auch die Dax-Gewinnerliste an. Im MDax verteuern sich Thyssenkrupp zeitweise um ein Viertel: Die marode Stahlsparte könnte nun doch bald einen Käufer finden.

Dax
Dax 12.645,46

17:24 Uhr

Das bedeutet das Corona-Comeback für Anleger

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17:13 Uhr

Navistar-Aktien schnellen nach iben VW gefordert

Die Aktien des US-Lkw-Herstellers Navistar schnellen um gut ein Fünftel auf knapp 43 Dollar hoch. Wenige Stunden vor Ablauf einer Übernahmefrist fordern die Navistar-Großaktionäre von der VW-Nutzfahrzeugtochter Traton ein höheres Angebot von 44,50 Dollar je Aktie. Traton hatte die Aktionäre und das Navistar-Management aufgefordert, bis 18.00 Uhr (MESZ) sein Angebot von 43 Dollar je Aktie als Gesprächsgrundlage anzuerkennen. Die Traton-Titel notieren ein Prozent fester.

Navistar
Navistar 36,27

16:49 Uhr

Dax kratzt wieder an der 13.000

Der Dax baut seine Gewinne am Nachmittag auf 1,9 Prozent aus und kratzt mit 12.950 Punkten damit fast schon wieder an der 13.000er Marke. Zu den guten Nachrichten um Corona-Impfstoff, vom Autosektor und zahlreichen Prognoseerhöhungen kommen laufend bessere Nachrichten vom US-Konsumenten. So ist nicht nur das Uni-Michigan-Verbrauchervertrauen stärker als erwartet gestiegen, auch die Erwartungen der Konsumenten haben deutlicher zugelegt. "Die Erwartungen spiegeln einfach die Zuversicht beim Blick in die Zukunft und sind die Grundlage der längerfristigen Investitionsbereitschaft", sagt ein Stratege. Dies sei ein starkes Signal für sämtliche Branchen.

16:35 Uhr

Impfstoff-Hoffnungen schieben Wall Street an

Die US-Börsen warten unter anderem in der Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff noch in diesem Jahr mit Gewinnen auf. Der Dow-Jones-Index legt im frühen Handel 1,2 Prozent auf 28.826 Punkte zu. "Der Wind scheint leicht zu drehen - in Richtung Value und weg vom Tech-Sektor", kommentiert zudem ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch.

Der US-Pharmakonzern Pfizer und das Mainzer Biotechunternehmen Biontech kündigten an, bei positiven Studienergebnissen Ende November einen Notfall-Zulassungsantrag für ihren Corona-Impfstoffkandidaten einzureichen. "Die Märkte handeln auf Hoffnung und Versprechen, und die Pfizer-Nachrichten tragen dazu bei", sagt Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management.

Auch die jüngsten Daten zum Einzelhandel stützen die Stimmung. Die Firmen hatten im September ein dickes Umsatzplus in den Kassen. "Die Erholung der US-Wirtschaft vollzieht sich in wichtigen Bereichen viel schneller als nach der großen Finanzkrise", sagt Jeffrey Schulze, Chefstratege beim Investmenthaus ClearBridge Investments.

15:49 Uhr

US-Industrie drosselt Produktion überraschend

Die US-Industrie hat ihre Produktion im September heruntergefahren. Die Firmen - einschließlich Versorger - stellten im September 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die Notenbank mitteilt. Das war der erste Rückgang nach vier Anstiegen in Folge. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

"Auch die Kapazitätsauslastung ist leicht zurückgegangen. Insgesamt liegt diese bereits auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau", sagt Helaba-Analyst Patrick Boldt. Dementsprechend dürfte es noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis das Vorkrisenniveau erreicht sein werde. "Die Konjunkturzuversicht bleibt damit noch gedämpft, zumal die Pandemie momentan verstärkt für Verunsicherung sorgt."

15:31 Uhr

"Sehr gefährlich": Ringen um US-Corona-Hilfspaket

Die Coronavirus-Pandemie wütet in den USA, belastet Bürger und US-Wirtschaft stark. Derweil streiten Republikaner und Demokraten über ein weiteres Konjunkturprogramm. Eine schnelle Einigung ist dabei nicht in Sicht - und das hält  Kapitalmarktstrategin Sandra Navidi von BeyondGlobal für "sehr gefährlich".

 

15:03 Uhr

Besserer US-Einzelhandel könnte Erholung anschieben

Für freundliche Kurse an der Wall Street könnten die besseren US-Einzelhandelsdaten im September sorgen. Sie sprangen um 1,9 Prozent im September, obwohl nur plus 0,7 Prozent erwartet wurden. "Am US-Retail hängen wegen der Finanzierung dahinter auch die Banken und anderes, daher könnten sie auf ganzer Marktbreite positiv wirken", so ein Händler. Denn untermauert werde dies davon, dass auch die Daten ex-Autoabsatz besser ausgefallen sind.

14:48 Uhr

Schnellere Zulassung von Corona-Impfstoff? Kurse von Biontech und Pfizer ziehen an

In der Hoffnung auf die rasche Zulassung ihres Coronavirus-Impfstoffs steigen Anleger bei den Entwicklern Pfizer und Biontech ein. Pfizer will Ende November eine Notfall-Genehmigung in den USA beantragen. Pfizer-Aktien legen etwa drei Prozent zu, die des deutschen Unternehmens Biontech rund sechs Prozent. Biontech notieren damit um 80 Euro.

 

14:25 Uhr

Wall Street spart Kräfte auf

Die Futures auf die Aktienindizes deuten am Freitag auf einen wenig veränderten Start an der Wall Street hin. Daran könnte sich aber noch etwas ändern, denn vorbörslich werden mit dem Einzelhandelsumsatz und der Industrieproduktion wichtige Konjunkturdaten publiziert. Am Donnerstag waren die Indizes den dritten Tag in Folge gesunken, belastet vor allem von der zweiten Corona-Welle in Europa, aber auch in den USA. Die aktuelle Diskussion um neue Restriktionen in der Wirtschaft schlägt den Anlegern schwer auf den Magen. Zudem macht sich an der Wall Street Enttäuschung breit, dass ein Hilfspaket für die Wirtschaft nach dem aktuellen Stand der Dinge vor den Wahlen nicht mehr zustandekommt.

Es gebe einige ernste Sorgen, dass es zu einem neuerlichen Anstieg der Infektionen in den USA kommt, sagt US-Aktienexperte Ronald Temple von Lazard Asset Management: "Ich habe die Sorge, dass dies dem Markt Gegenwind bis zum Jahresende bringt." Die Verbraucher könnten sich vor allem beim Reisen, Essen gehen, Kino-Besuch und Einkaufen zurückhalten. Sorgen bereitet auch nach wie vor die Ungewissheit, wann ein tauglicher Corona-Impfstoff zur Verfügung steht.

14:14 Uhr

Daimler überrascht Anleger: Autobranche vor Höhenflug?

Es sind bislang nur vorläufige Zahlen, aber sie sind ein positives Zeichen: Daimler schreibt wieder schwarze Zahlen, die Kostensenkungen infolge der Corona-Krise greifen. Profitieren die Aktien des Dax-Konzerns? Und wie laufen die Geschäfte der anderen Autobauer? ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel liefert die Antworten.

13:55 Uhr

Geplatzter Deal mit Google-Rivale drückt TCS

Die geplatzten Gespräche mit dem russischen Google-Rivalen Yandex zum Verkauf der Online-Bank Tinkoff setzen deren Mutter TCS zu. Die in London notierten Aktien des russischen Konzerns fallen um gut sechs Prozent. Yandex verlieren in Moskau rund vier Prozent. Zuvor hatten die beiden Firmen die Verhandlungen über den milliardenschweren Deal für beendet erklärt. Tinkoff ist die weltweit größte reine Online-Bank mit mehr als zehn Millionen Kunden in Russland.

13:30 Uhr

Rückschlag für Remdisivir: Gilead-Kurs unter Druck

Zweifel an der Wirksamkeit von Remdesivir bei der Behandlung von Corona-Patienten setzen den Aktien des Gilead-Konzerns zu. Die Papiere des Pharmaunternehmens fallen im vorbörslichen US-Geschäft gut ein Prozent. Einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge hat das Medikament keinen Einfluss auf die Genesung.

Gilead Sciences
Gilead Sciences 51,32

13:01 Uhr

Corona-Ausbreitung setzt Ölpreis zu

Die erneute rasante Ausbreitung des Coronavirus macht Rohstoffanleger nervös. Die Verschärfung der Pandemie-Restriktionen mit Ausgangsbeschränkungen könnte die Erdölnachfrage dämpfen, warnt Lachlan Shaw, Chef-Rohstoffanalyst der National Australia Bank. Gleichzeitig komme immer mehr libysches Öl auf den Markt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich daher um ein knappes Prozent auf 42,77 Dollar je Barrel.

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12:19 Uhr

"Leichte Erholung": Dax zieht über die 12.800er Marke

"Die Zeichen stehen auf leichte Erholung", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer am Mittag den Handel am deutschen Aktienmarkt. "Der Druck nach unten war gestern dann doch nicht so stark, sodass wir heute eine Erholung sehen." Meyer verweist darauf, dass am Nachmittag US-Konjunkturlagen anstehen und das Thema Brexit nach wie vor auf der Agenda der Investoren stehe. Premierminister Boris Johnson will sich im Lauf des Tages zum Stand der Verhandlungen mit der EU äußern.

Der Dax notiert am Mittag mit einem Stand von 12.818 Punkten oberhalb der 12.800er Marke und etwa 0,9 Prozent im Plus. Am Donnerstag hatte er 2,5 Prozent eingebüßt.

11:52 Uhr

Klimatechnik und Tierfutter gefragt: Kursplus bis zu neun Prozent

Zooplus sind nach einem guten dritten Quartal optimistischer für die Umsatz- und Gewinnentwicklung im Gesamtjahr. Der Online-Händler von Tiernahrung hebt zum dritten Mal die Prognose für das laufende Jahr an. Das kommt bei den Anlegern an: Der Aktienkurs zieht um rund 6,5 Prozent an.

Die Aktien von Centrotec legen noch deutlich zu: rund neun Prozent. Der Heiz- und Klimatechnik-Spezialist hat nach einem guten dritten Quartal dank der robusten Heimatmärkte Deutschland und Niederlande seine Jahresprognose angehoben. Der Ausblick auf das operative Ergebnis (Ebit) wurde deutlich auf 43 Millionen bis 46 Millionen nach 34 Millionen bis 36 Millionen zuvor hoch gesetzt.

11:18 Uhr

Beatmungsgeräte-Anbieter verdreifacht Gewinn

Die Coronavirus-Pandemie beflügelt die Geschäfte des schwedischen Medizintechnikkonzerns Getinge. Der bereinigte operative Gewinn verdreifachte sich im dritten Quartal auf 2,03 Milliarden schwedische Kronen - umgerechnet rund 195 Millionen Euro, wie Getinge mitteilt. Die operative Rendite verbesserte sich auf gut 25 Prozent von knapp elf Prozent, der Umsatz legte um ein Drittel zu.

Getinge profitiert von einer hohen Nachfrage nach Beatmungsgeräten und anderen Produkten zum Einsatz bei Covid-19-Patienten. Das Wachstum bei Beatmungsgeräten war aber nicht mehr so stark wie in der ersten Jahreshälfte, weshalb Getinge seine Produktionskapazitäten entsprechend anpassen will. Am Donnerstag hatte bereits der deutsche Konkurrent Drägerwerk geglänzt.

10:35 Uhr

Anleger lieben Luxus: "Louis Vuitton"-Mutter LVMH überrascht positiv

LVMH
LVMH 426,95

Ermutigende Quartalsergebnisse bescheren LVMH den größten Kurssprung seit fünf Monaten. Die Aktien des Luxusgüter-Herstellers steigen um rund sieben Prozent auf ein Vierwochenhoch im Bereich von 431 Euro. In ihrem Windschatten gewannen Titel von Konkurrenten wie Kering, Hermes und Richemont bis zu vier Prozent.

Dank eines robusten Geschäfts mit Handtaschen fiel der Umsatzrückgang der "Louis Vuitton"-Mutter LVMH im abgelaufenen Quartal mit sieben Prozent nur etwas mehr als halb so hoch aus wie befürchtet. Vor allem die Sparte "Soft", zu der Lederwaren und Accessoires gehören, habe positiv überrascht, kommentiert Analyst Flavio Cereda von der Investmentbank Jefferies. Statt des erwarteten Rückgangs seien die Erlöse hier um zwölf Prozent gestiegen.

09:40 Uhr

Neuer Kaufinteressent: Thyssenkrupp-Aktien im Höhenrausch

Zum Wochenschluss ragen am deutschen Aktienmarkt die Titel von Thyssenkrupp positiv heraus. Sie legen zeitweise um fast ein Viertel zu, pendeln sich dann um ein Plus von etwa 20 Prozent ein. Insidern zufolge hat der britische Konzern Liberty Steel Interesse an der Stahlsparte des Unternehmens. "Das wäre faktisch die Zerschlagung von Thyssenkrupp", kommentiert ein Börsianer. Die anderen Geschäftsbereiche wie das Aufzugsgeschäft seien entweder schon verkauft - oder derartige Veräußerungen stünden davor.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,69

09:24 Uhr

Daimler-Aktie rast ins Plus

Gefragt sind im Dax die Aktien von Daimler. Sie ziehen um rund fünf Prozent an. Vorläufige Zahlen des Autokonzerns zum dritten Quartal beflügeln die Kauflaune der Anleger und stimmen auch Analysten zuversichtlicher, was die Entwicklung der gesamten Autobranche angeht. Daimler habe auf die Corona-Krise reagiert und die Kosten deutlich gesenkt, erklärt ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Einnahmen im dritten Quartal lagen deutlich über den Erwartungen, auch das Ergebnis", unterstreicht sie. Eine Anhebung der Jahresprognose könnte folgen.

Daimler
Daimler 48,49

09:05 Uhr

Verunsicherte Dax-Anleger versuchen die Gegenreaktion

Am deutschen Aktienmarkt bleibt nach den deutlichen Verlusten vom Donnerstag zum Handelsstart am Freitag die erhoffte große Gegenreaktion aus. Der Dax beginnt aber fester, legt 0,7 Prozent auf 12.797 Punkte zu. Am Donnerstag hatte er knapp über der 12.700er Marke mit einem Minus von 2,5 Prozent geschlossen. Die Wall Street hatte nicht auf dem Tagestief geschlossen.

"Der Markt zeigt sich leicht erholt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Aber so richtig zuversichtlich sind die Börsianer nicht. Die Verunsicherung bleibt groß", unterstreicht sie. Die Angst vor erneuten wirtschaftlichen Einschnitten bleibe, so Dofel. Sie verweist auf nach wie vor deutlich steigende Corona-Infektionszahlen. Demgegenüber stünden die Hoffnungen auf positive Berichte der Unternehmen.

08:48 Uhr

Corona-Sorgen belasten Japans Börse - Shanghai behauptet

Nikkei
Nikkei 23.639,46

Steigende Coronavirus-Infektionszahlen in Europa machen auch Asien-Anleger nervös. Spekulationen auf einen Rückschlag für die Konjunkturerholung drückten den japanischen Nikkei-Index am Freitag 0,3 Prozent ins Minus auf 23.433 Punkte. Die Börse Shanghai hielt sich dagegen knapp im Plus bei 3338 Zählern.

Ermutigende Konjunkturdaten stützten hier die Kurse, sagte Analyst Zhen Zichun vom Brokerhaus Avic. Die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen sowie die Spannungen an der chinesisch-indischen Grenze und der Taiwanstraße dämpften die Kauflaune allerdings. Bei den japanischen Unternehmen stiegen Aktien von Fast Retailing gegen den Trend um bis zu 4,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 73.830 Yen. Der Rückgang des operativen Gewinns der Mutter der Modemarke Uniqlo fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr geringer aus als befürchtet.

Außerdem stellte der Textilkonzern für 2020/2021 ein überraschend starkes Plus von 64 Prozent auf umgerechnet zwei Milliarden Euro in Aussicht. Die Konzentration auf das Asien-Geschäft und den Online-Handel zahle sich schneller aus als das Unternehmen oder die Analysten erwartet hätten, kommentierte Analyst Michael Jon Allen von der Investmentbank Jefferies. An ihrem zweiten Handelstag rutschten die Titel von Big Hit Entertainment, dem Plattenlabel der K-Pop-Band BTS, in Seoul um 20 Prozent ab. Mit 206.000 Won notierten sie aber immer noch rund 50 Prozent über ihrem Ausgabepreis.

08:19 Uhr

Dax höher erwartet - Corona-Sorgen bleiben

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern hatten ihn Spekulationen auf einen erneuten Einbruch der Weltwirtschaft wegen steigender Corona-Infektionen 2,5 Prozent ins Minus auf 12.703,75 Punkte gedrückt. Die Entwicklung der Pandemie und möglicher neuer Restriktionen verfolgen Börsianer weiterhin aufmerksam.

Dax
Dax 12.648,62

Gleiches gilt für die festgefahrenen Brexit-Gespräche. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zu Großbritannien weiterzuführen, nachdem Premierminister Boris Johnson ein von ihm gesetztes Ultimatum für einen Deal verstreichen ließ. "Es war von Anfang an zu leicht als Bluff zu erkennen", sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann, "weil Großbritannien so wenig auf einen harten Brexit vorbereitet ist, wie es das vor Jahresfrist war." Johnson will an diesem Freitag entscheiden, ob sein Land weiterverhandelt.

Daneben stehen die US-Einzelhandelsumsätze auf dem Terminplan. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Experten rechnen für September mit einem Anstieg um 0,7 Prozent, nach einem Plus von 0,6 Prozent im Vormonat.

Unabhängig davon verfallen im Tagesverlauf Optionen auf Indizes und einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

07:26 Uhr

Rohstoff-Riese verzeichnet Einbruch der Kupferproduktion

Rio Tinto
Rio Tinto 50,05

Der Rohstoffkonzern Rio Tinto hat im dritten Quartal mit 24.800 Tonnen 18 Prozent weniger Kupfer als im Vorjahreszeitraum raffiniert, nachdem die Mine Kennecott in Utah Probleme mit einem Schmelzofen erlitten hatte. Der Abbau von Kupfer sank um 18 Prozent auf 129.600 Tonnen, wie der Konzern mitteilte.

Rio Tinto hält aber an der Prognose fest, im laufenden Jahr 135.000 bis 175.000 Tonnen raffiniertes Kupfer herzustellen. Auch die Prognose für die Eisenerzproduktion bestätigte Rio Tinto. Im dritten Quartal gab diese Produktion um ein Prozent auf 86,4 Millionen Tonnen nach.

06:45 Uhr

China hui, Corona pfui - Asiens Börsen uneinheitlich

Nikkei
Nikkei 23.639,46

Die Börsen in Asien zeigen sich zunächst uneinheitlich. Einerseits sorgen Aufwärtstrends in China für eine positive Stimmung. Andererseits bleiben Anleger angesichts des Erstarkens der Coronavirus-Pandemie in Europa und den USA vorsichtig. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 23.523 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,3 Prozent und lag bei 1627 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 1,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 105,28 Yen und stagniert bei 6,7215 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9148 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1705 Dollar und zieht um 0,1 Prozent auf 1,0708 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,2 Prozent auf 1,2892 Dollar.