Freitag, 18. Februar 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
17:46 Uhr

Dax bekommt kräftig auf die Mütze - kurz unter 15.000

Am Ende wurde es wieder eine Talfahrt: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben in einem geopolitisch weiter nervösen Umfeld zur Vorsicht tendiert. Die Lage im Osten der Ukraine hat sich weiter zugespitzt, von Kämpfen ist die Rede. Die Regierung in Kiew und die prorussischen Separatisten machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Präsident Wladimir Putin ordnete laut Agentur Interfax an, auf russischem Territorium Unterkünfte für Einwohner des Donbass zu bereitzustellen.

DAX
DAX 14.419,79

Der Dax ging mit einem dicken Minus von 1,5 Prozent oder 300 Stellen auf 15.043 Punkte aus dem Handel. Er sackte am Nachmittag bis auf 14.989 Zähler ab. Auf Wochensicht verlor der Dax rund 400 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent tiefer bei 4075 Stellen.

Bei den Einzelwerten erhielten Allianz mit minus 3,8 Prozent nach einem bisher guten Lauf in diesem Jahr einen herben Dämpfer. Der Versicherungsriese hatte zwar insgesamt erfreuliche Geschäftszahlen für 2021 vorgelegt, musste aber milliardenschwere Rückstellungen zur Beilegung eines Rechtsstreits in den USA verbuchen.

Bayer gewannen 0,2 Prozent. Die Leverkusener hoben nach ermutigenden Daten zum Prostatakrebsmittel Nubeqa ihre Umsatzerwartungen an das Medikament kräftig an.

Von einem starken Schlussquartal des US-Essenslieferanten Doordash konnten Delivery Hero nicht profitieren und verloren 8,1 Prozent. Generell zeigten sich Online-Werte vor dem Wochenende ziemlich schwach. In den Tagen zuvor hatten sich die Aktien von den massiven Verlusten der Vorwoche etwas erholen können.

Im MDax rutschten Auto1 um 5,4 Prozent ab. Seit einem Jahr an der Börse, fällt die Bilanz für den Online-Gebrauchtwagenhändler insgesamt verheerend aus.

17:22 Uhr

Wertpapierhändler muss für Insidergeschäfte in Haft

In einem Prozess um millionenschwere Insidergeschäfte an der Börse hat das Landgericht Frankfurt einen Wertpapierhändler zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin sprach von der bislang höchsten Haftstrafe in einem Insiderverfahren.

Der 35 Jahre alte Angeklagte hatte dem Urteil zufolge mit illegal erworbenen Informationen Kursgewinne von rund 6,7 Millionen Euro erzielt. Diese muss er nun an die Staatskasse abführen. Ein 33 Jahre alter Investmentbanker wurde als Tippgeber zu eineinhalb Jahren Bewährungsstrafe und 240 Arbeitsstunden verurteilt. Die rund 120.000 Euro "Honorar" sind ebenfalls zur Zahlung an den Fiskus fällig.

17:07 Uhr

Schwankungen beim Goldpreis nutzen

Die Sorge vor einer Eskalation im Ukraine-Konflikt hat dem Goldpreis zuletzt neuen Auftrieb verschafft. Für das Edelmetall lief es im vergangenen Jahr trotz seines Rufes als Inflationsschutz nicht besonders gut. Ob sich das jetzt ändern könnte und wie Trader von den Schwankungen am Goldmarkt profitieren, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

16:44 Uhr

Linde-Chef kauft weitere Aktien

Linde plc
Linde plc 330,00

Der scheidende Linde-Vorstandschef Steve Angel hat sein Investment in den Konzern aufgestockt. Aus einer Pflichtmitteilung des Dax-Schwergewichts an die US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass er am 15. Februar 11.477 Aktien erworben hat. Damit hält Angel nun insgesamt direkt 342.901 Aktien von Linde. Weitere 10.480 Aktien hält er indirekt, in einem Trust für seine Kinder beziehungsweise einem weiteren Fonds für seine Nachkommen. Nach Angaben eines Linde-Sprechers hat Angel um die 3,5 Millionen Dollar investiert.

Angel gibt die Führung des aus der Münchner Linde AG und der US-amerikanischen Praxair entstandenen Konzerns zum 1. März an Sanjiv Lamba ab.

16:29 Uhr

Australischer Bundesstaat verdonnert Amazon zu Mindestlohn

Amazon
Amazon 93,41

Der australische Bundesstaat New South Wales hat Unternehmen wie Amazon angeordnet, ihren freiberuflichen Lieferfahrern einen Mindestlohn zu zahlen. Nach der stufenweisen Einführung müsse den Fahrern mit eigenen Autos letztlich ein Stundenlohn von 37,80 Australischen Dollar (umgerechnet fast 24 Euro) überwiesen werden, hieß es.

New South Wales prescht mit der Maßnahme vor. Laut der Gewerkschaft TWU ist es das erste Mal, dass der weltgrößte Onlinehändler gezwungen ist, seinen Auftragnehmern vom Gesetz vorgegebene Löhne zu zahlen. Allein in dem Bundesstaat lieferten Tausende sogenannte "Flex"-Fahrer für Amazon Waren aus.

16:05 Uhr

US-Börsen suchen Richtung

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(Foto: picture alliance / newscom)

Vor einem langen Handelswochenende haben sich die US-Anleger zurückhaltend gezeigt. Dabei lastete die Ukraine-Krise auf die Kurse, nachdem die Rebellen im Osten des Landes ankündigten, Bewohner aus den abtrünnigen Gebieten nach Russland zu evakuieren. Beruhigend auf den Markt wirkte dagegen die US-Ankündigung eines Gesprächs Ende kommender Woche zwischen US-Außenminister Antony Blinken und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent tiefer auf 34.224 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg dagegen 0,2 Prozent auf 4386 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte ebenfalls 0,2 Prozent auf 13.740 Punkte zu. Am Montag wird in den USA der Feiertag Washington's Birthday begangen, an dem an der Wall Street nicht gehandelt wird.

Bei den Einzelwerten fielen Roku mit 24,7 Prozent den dritten Tag in Folge. Der Hard- und Software-Hersteller für Video-Streaming-Plattformen hatte nach US-Börsenschluss einen Umsatz unter Expertenerwartungen bekanntgegeben und auf Lieferkettenprobleme verwiesen. Intels Ankündigung einer höheren Marge erst ab 2025 kam wiederum nicht gut an. Die Aktien des Chipkonzerns lagen zunächst 3,9 Prozent im Minus.

15:54 Uhr

Dunkle Wolken für Adidas in China

Adidas
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Der Sportartikelhersteller Adidas rechnet dem "Manager Magazin" zufolge in China im laufenden Jahr nun mit bis zu 400 Millionen Euro Umsatz weniger als intern prognostiziert. Der Ausfall würde fast einem Zehntel des auf Basis der ersten drei Quartale kalkulierten China-Umsatzes 2021 entsprechen.

Dem Blatt zufolge, demgegenüber Adidas die Zahl auf Anfrage nicht kommentiert haben soll, erhöhen sich damit die Risiken für den Strategieplan des Konzerns bis 2025, die Vorstandschef Kasper Rorsted im März 2021 vorgestellt hat.

15:30 Uhr

Goldpreis springt über wichtige Marke

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(Foto: imago images / blickwinkel)

Gold profitiert aktuell von seinem Nimbus als sicherer Hafen, seit Tagen ist in dem gelben Edelmetall eine gute Nachfrage zu sehen. Während sich die Lage an der ukrainisch-russischen Grenze zuspitzte, notierte die Feinunze bei knapp 1900 US-Dollar, im frühen Handel notierte sie bereits bei 1902 Dollar.

Nach Aussage der Marktstrategen der Commerzbank gab es am Vortag weitere ETF-Zuflüsse von knapp fünf Tonnen, die die gute Nachfrage unterstreichen. Seit Wochenbeginn summierten sich die Zuflüsse damit auf rund sechs Tonnen. Neben den ETF-Käufen dürften auch die spekulativen Finanzinvestoren weiter Gold gekauft haben.

Gold in USD
Gold in USD 1.759,47

15:07 Uhr

Ölpreise unter Druck - WTI unter 90 Dollar

Die Aussicht auf möglicherweise wieder steigende iranische Ölexporte haben die Ölpreise weiter gedrückt. Die Nordseesorte Brent verlor am Nachmittag 1,9 Prozent auf 91,10 US-Dollar je Fass. Das US-Öl WTI kostet mit 89,73 Dollar je Barrel 2,1 Prozent weniger. Anfang der Woche war der Ölpreis wegen der Furcht vor Sanktionen gegen russisches Öl noch mit 96,78 beziehungsweise 95,82 Dollar auf den höchsten Stand seit siebeneinhalb Jahren geklettert.

14:57 Uhr

Bessere BVB-Zahlen - Kurs fällt nach vergeigtem Euroleague-Spiel

BVB
BVB 3,53

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat zur Halbzeit des Geschäftsjahres 2021/22 ein deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Nach vorläufigen Zahlen kletterte der Konzernumsatz bis Ende Dezember um knapp 20 Prozent auf 212,6 Millionen Euro, wie die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA mitteilte.

Der Konzerngewinn lag bei 37,5 Millionen Euro (Vorjahr minus 26,3 Millionen Euro). Als Grund für das Plus nannte die  börsennotierte Gesellschaft ein "wesentlich verbessertes Ergebnis aus Transfergeschäften". Dies schlug allein mit 60,2 Millionen Euro zu Buche.

Einen Tag nach der 2:4-Heimniederlage in der Euroleague gegen den schottischen Meister Glasgow Rangers sackte die BVB-Aktie um ein Prozent ab.   

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14:47 Uhr

Verschärfte Lage in Ost-Ukraine lässt Dax kräftig sinken

Die Verschärfung der Lage in der Ostukraine setzt dem deutschen Aktienmarkt nun schärfer zu. Der Dax sackte um 1,4 Prozent auf 15.039 Punkte ab. Es wird befürchtet, dass sich die Lage am Wochenende weiter verschlimmern könnte.

Russland ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow "sehr besorgt" wegen des vermehrten Beschusses in der Ostukraine. Die vom Westen mit Waffen und Munition ausgerüsteten ukrainischen Regierungstruppen stehen dort den von Russland unterstützten Separatisten gegenüber. Nach Angaben eines Separatistenführers werden nun Zivilisten von Donezk nach Russland gebracht.

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14:37 Uhr

Das neue Zeitalter der Zinsen: Märkte in der Rotation

Die Zinswende bedeutet einen tiefen Einschnitt für die Märkte. Bisherige Highflyer vor allem aus dem Tech-Bereich geraten unter Druck. Branchen, die unter dem Niedrigzinsumfeld gelitten haben, werden jetzt wieder interessanter. Was Anleger jetzt wissen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Andreas Wosol von der Fondsgesellschaft Amundi.

14:26 Uhr

VW stoppt wegen Orkantiefs Produktion im Werk Emden

Wegen des herannahenden Orkantiefs "Zeynep" setzt Volkswagen die Produktion in seinem Werk in Emden vorerst aus. Eine VW-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Emder Zeitung".

Demnach fielen die Spät- und die Nachtschicht heute aus. Die Beschäftigten wurden aufgerufen, zuhause zu bleiben. Dies passiere aus Vorsicht, sagte die Sprecherin. Es gehe darum, die Beschäftigten von ihrem Weg von und zum Werk vor dem Unwetter zu schützen. Am Samstag sollte zudem die Frühschicht mit der Arbeit etwas später beginnen. Bei VW in Emden arbeiten insgesamt rund 9000 Menschen.

Ein Logo von Volkswagen dreht sich auf dem Werk. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

14:04 Uhr

Lufthansa nimmt von Pilotenkündigungen Abstand

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(Foto: RPA)

Die Lufthansa hat nach fast zwei Jahren Corona-Krise Entwarnung gegeben: Betriebsbedingte Kündigungen von Piloten sind vom Tisch. Ein Personalüberhang im Cockpit soll durch weitere Programme zum freiwilligen Ausscheiden und Teilzeitlösungen sozialverträglich abgebaut werden. "Im Ausblick darauf verzichtet Lufthansa Airlines auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen für das Cockpitpersonal", erklärte das MDax-Unternehmen.

Wie viele der einst 1100 Piloten der Kernmarke die Airline verlassen haben oder noch ausscheiden werden, konnte die Lufthansa nicht beziffern. Neue Jobs müssen zum Beispiel noch für Beschäftigte der Lufthansa-Tochter Germanwings gefunden werden, die in der Krise geschlossen worden war.

13:42 Uhr

Aktie von Restaurantkette unter Druck

Für die Aktie von Shake Shack ist es vorbörslich um über zwölf Prozent steil nach unten gegangen. Die US-Restaurantkette hat den Markt auf schwächer als erwartet ausfallende Umsätze im laufenden Quartal eingestellt und sah von einem Umsatzausblick für das Gesamtjahr wegen noch bestehender Pandemie-Unsicherheiten ganz ab. Das Ergebnis im zurückliegenden Quartal ist derweil besser als erwartet ausgefallen, gleichwohl war es noch negativ.

13:16 Uhr

Allianz-Vorstände bluten auch für US-Milliardenvergleich

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender des Versicherungskonzerns Allianz SE. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Oliver Bäte

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild)

Nach milliardenteuren Rechtsstreitigkeiten der Allianz mit US-Anlegern müssen die Vorstände des größten deutschen Versicherers Gehaltsabschläge hinnehmen. "Das Management wird einen angemessenen Teil der Last tragen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte bei der Jahrespressekonferenz.

Der Manager sprach den Investoren sein Bedauern über die Verluste aus. Wie hoch die Gehaltseinbußen des Vorstands sein werden, sagte Bäte nicht. Dies soll am 4. März im Geschäftsbericht veröffentlicht werden. Der Münchner Dax-Konzern hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass er wegen der Rechtsstreitigkeiten mit Großanlegern der Tochter Allianz Global Investors (AGI) 3,7 Milliarden Euro zurücklegt, die Nettobelastung in der Jahresbilanz beläuft sich demnach auf 2,8 Milliarden Euro. Die Allianz-Aktie verbilligte sich um 1,6 Prozent.

Allianz
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13:00 Uhr

Leichte Erholung an der Wall Street erwartet

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(Foto: REUTERS)

Nach kräftigen Vortagesverlusten dürfte sich die Wall Street etwas erholen. Themen sind weiter die Ukraine-Krise und die Zinswende. Für etwas Entspannung sorgt, dass es ein Treffen zwischen US-Außenminister Antony Blinken und seinem russischen Amtskollege Sergei Lawrow Ende kommender Woche geben soll.

Die Intel-Aktie reagiert verhalten auf Aussagen des Chipriesen von einem Treffen mit Investoren. Der Kurs notiert nahezu unverändert, weil den Anlegern gut offenbar nicht gut genug war. Intel-Finanzchef David Zinsner hatte einen Gewinn und Umsatz für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt, die beide etwas über den bislang kursierenden Analystenschätzungen liegen. Zudem kündigte er eine "leicht "negative Entwicklung beim Cashflow an.

Der Multimedia-Spielehersteller Roku übertraf zwar mit den Zahlen im Berichtsquartal die Erwartungen und auch mit dem Neukundenwachstum, sorgt aber mit dem Umsatzausblick für eine herbe Enttäuschung. Roku begründet dies mit anhaltenden Problemen in der Lieferkette. Der Kurs knickt knapp um 26 Prozent ein.

12:37 Uhr

Chinesische Techwerte gehen baden

Neue staatliche Vorschriften haben heute die Aktien einer Reihe chinesischer Technologieunternehmen auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Lebensmittellieferdienstes Meituan rutschten um mehr als 14 Prozent ab, die Aktien der Videostreaming-Anbieter Kuaishou und Bilbili sowie die Titel der auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Firma SenseTime fielen um mehr als vier Prozent.

Zuvor hatten die chinesischen Behörden eine Reihe neuer Regularien bekanntgegeben. So sollen etwa Online-Lieferdienstplattformen wie Meituan die Servicegebühren für die liefernden Caterer senken, um deren Betriebskosten zu reduzieren und den Sektor anzukurbeln. Gleichzeitig warnte die Bankenregulierungsbehörde davor, das Metaverse als Instrument zur illegalen Geldbeschaffung zu nutzen.

12:08 Uhr

Volksbanken dünnen Filialnetz weiter aus

Das Logo der Volks- und Raiffeisenbanken hängt über einer Geschäftsstelle. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

(Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild)

Weniger Banken, weniger Filialen: Die Schrumpfkur bei Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken geht weiter. Nach 15 Zusammenschlüssen im vergangenen Jahr liegen dem Genossenschaftsverband für das laufende Jahr bereits 15 angemeldete Absichten zur Verschmelzung vor.

"Mit Blick auf die unveränderten Herausforderungen durch Negativzinsen, Regulatorik und Digitalisierung, aber auch angesichts der Transformationsbestrebungen zu einer nachhaltigen Wirtschaft, wird sich dieser Prozess weiter fortsetzen", prognostizierte der Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes, Ingmar Rega.

Im vergangenen Jahr schrumpfte die Zahl der Kreditgenossenschaften im Verbandsgebiet, das außer Bayern und Baden-Württemberg alle Bundesländer umfasst, entsprechend weiter von 349 auf 335. Weiter ausgedünnt haben die Institute ihr Filialnetz. Die Zahl der mit Personal besetzten Zweigstellen ging um 223 auf 3866 zurück. Bei den Selbstbedienungsstellen fielen 68 weg, dort sind es noch 2400.

11:57 Uhr

Wenig Bewegung beim Dax

Wie ist die Lage an der Frankfurter Börse? Kaum verändert. Der Dax notierte fast auf Vortagesniveau bei 15.256 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,1 Prozent auf 4117 Stellen.

11:30 Uhr

Finnische Pharma-Aktie geht durch die Decke

Der Studienerfolg bei einem Mittel gegen Prostatakrebs lässt Anleger bei der finnischen Pharmafirma Orion zugreifen. Die Aktien schnellten in der Spitze um 26,1 Prozent in die Höhe. Sie stiegen auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Bayer hat das Mittel zusammen mit Orion entwickelt. Bayer-Aktien waren mit einem Plus von 2,2 Prozent im Dax-Vorderfeld.

11:12 Uhr

Frankreichs Arbeitslosenquote sinkt stärker als erwartet

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gefallen und dürfte Präsident Emmanuel Macron zwei Monate vor den Wahlen im Frühjahr Rückenwind geben. Die Quote sank im Schlussquartal 2021 auf 7,4 Prozent, nach acht Prozent im Sommer-Vierteljahr, wie das nationale Statistikamt Insee mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 7,8 Prozent gerechnet.

Dies ist der niedrigste Stand seit dem dritten Quartal 2008 - mit der Ausnahme eines statistischen Ausreißers zu Anfang der Corona-Pandemie. Denn damals konnten Jobsuchende während des landesweiten Lockdowns keine Arbeit finden.

10:41 Uhr

Ölpreise gehen kräftig runter

Die Ölpreise sind am Vormittag weiter nach unten gegangen. Sie entfernten sich damit weiter von ihren unlängst markierten Höchstständen seit dem Jahr 2014. Am Vormittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 91,16 US-Dollar. Das waren 1,8 Prozent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwei Prozent auf 89,82 Dollar.

Am Rohölmarkt stehen derzeit zwei Themen im Mittelpunkt: die Ukraine-Krise und das iranische Atomabkommen. Mit Blick auf den Iran spekulieren Marktteilnehmer auf zusätzliches Erdöl aus dem Opec-Land. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen über die Wiederbelebung des Atomabkommens.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 74,05

Brent Rohöl
Brent Rohöl 80,74

10:14 Uhr

Leoni-Aktienkurs rauscht in die Tiefe

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Leoni 6,53

Für die Aktie von Leoni ist es im frühen Handel um zehn Prozent nach unten gegangen. Dann berappelte sich das Papier wieder und notierte 5,6 Prozent tiefer.

Im Handel macht man zwei Gründe für die Kursreaktion aus: Zum einen ein zurückhaltender Ausblick, der nahelege, dass das Umfeld für den Zulieferer weiter schwierig bleibe. Zum anderen die Unsicherheiten aufgrund des laufenden Kartellverfahrens wegen Preisabsprachen. Die Aktie sei für Anleger nur "schwer investierbar", heißt es.

09:54 Uhr

Kurssturz bei Hermès

Der französische Luxuskonzern Hermès muss sich nach einem erfolgreichen Jahr auf Gegenwind für seinen wichtigstes Bereich einstellen. Der Erlös mit Lederwaren sei im Schlussquartal zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro gefallen, teilte der Konzern mit. Experten hatten einen deutlich geringeren Umsatzrückgang mit Birkin- und Kelly-Taschen erwartet. Die Entwicklung gilt als problematisch, da Hermès nahezu die Hälfte seines Erlöses mit Lederwaren macht. Die Aktie büßte zum Handelsstart 7,5 Prozent ein.

Im Gesamtjahr 2021 übertraf Hermès das Vor-Corona-Niveau. Der Erlös stieg gegenüber 2019 um 15,4 Prozent auf fast neun Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte gegenüber dem Wert von vor zwei Jahren um rund ein Drittel auf 3,5 Milliarden Euro zu.

Hermes International
Hermes International 1.489,50

09:40 Uhr

Metallindustrie kämpft noch immer mit Corona-Folgen

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(Foto: dpa)

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie haben trotz guter Auftragslage zu kämpfen. Lieferengpässe und steigende Preise für Energie, Material und Vorleistungen bremsten die Erholung nach zwei Rezessionsjahren immer stärker aus, sagte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Lars Kroemer. Das Niveau des Vorkrisenjahres 2018 werde auch in diesem Jahr nicht erreicht.

Im vergangenen Jahr steigerte die Branche ihre Produktion zwar um 4,5 Prozent, wie der Verband unter Bezug auf das Statistische Bundesamt mitteilte. Um den Einbruch der vorherigen beiden Jahre auszugleichen, seien jedoch 20 Prozent notwendig gewesen.

09:17 Uhr

Riesiger personeller Aderlass im Gastgewerbe

Im Schlussquartal des Jahres 2021 gab es fast wieder so viele Erwerbstätige wie vor der Krise. Erstmals seit zwei Jahren konnte der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe wieder mehr Beschäftigte vorweisen.

(Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbil)

Eine wichtige Meldung etwas fern vom eigentlichen Börsengeschehen: Das Gastgewerbe hat im Zuge der Corona-Krise rund 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren. Diese Zahl nannte die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbands Dehoga, Ingrid Hartges, der "Passauer Neuen Presse". Fakt sei aber auch, "dass die Branche schon vor der Pandemie einen Personalmangel hatte", sagte sie. "Wir müssen daher alles dransetzen, diese Lücken zu füllen, damit unsere Gäste nicht nach der Pandemie mancherorts vor verschlossenen Türen stehen."

Ab dem 4. März wird der Zugang zur Gastronomie nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch für ungeimpfte Menschen mit tagesaktuellem Test ermöglicht. Auch für Übernachtungsangebote gilt dann diese Regel. Ab dem 20. März sollen nahezu alle Beschränkungen enden.

09:09 Uhr

Dax startet mit Minigewinn

Unentschlossenheit an der Frankfurter Börse: Der Dax ist mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent auf 15.280 Punkte in den Handel gestartet. Während der MDax auf Vortagesniveau notierte, sackten SDax und TecDax leicht ab.

Themen des Tages auf dem Parkett bleiben auch heute die Ukraine-Krise sowie die die Inflations- und Zinsproblematik.

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09:03 Uhr

Nikkei grenzt Verlust noch stark ein

Nikkei
Nikkei 28.162,83

An den asiatischen Aktienmärkten ist zum Wochenschluss wieder etwas mehr Hoffnung auf eine diplomatische Lösung der Ukraine-Krise aufgekeimt. Anleger bewerteten es positiv, dass US-Außenminister Antony Blinken einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow Ende nächster Woche zugestimmt hat. "Es sieht so aus, als ob sich der Markt jetzt erst einmal ein wenig beruhigt hat", sagte ein Händler.   

Der Nikkei holte einen Großteil seiner Verluste von bis zu 1,6 Prozent auf und schloss mit 27.122 Zählern 0,4 Prozent schwächer. Der breiter gefasste Topix gab ebenfalls 0,4 Prozent nach. Die Börse in Shanghai rückte um 0,7 Prozent vor, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,5 Prozent.

08:55 Uhr

Renault verdient wieder Geld

Renault hat nach Rekordverlusten das vergangene Jahr wieder mit schwarzen Zahlen abgeschlossen und ist weiter auf Erholungskurs. Der Gewinn betrug 967 Millionen Euro, wie der französische Autohersteller mitteilte. 2020 hatte das Unternehmen in der Corona-Krise noch einen Verlust von acht Milliarden Euro eingefahren. Der Konzernumsatz stieg 2021 um 6,3 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro.

Weiter zu schaffen macht Renault der Chipmangel. Nachdem im vergangenen Jahr rund 500.000 Autos wegen Lieferproblemen bei Elektronikbauteilen nicht wie geplant gebaut werden konnten, werden dies im laufenden Jahr rund 300.000 Fahrzeuge sein.

Renault
Renault 33,77

08:34 Uhr

Tesla und Elon Musk fühlen sich schikaniert

Tesla hat sich bei Gericht über angebliche Schikanen der US-Börsenaufsicht SEC gegen seinen Chef Elon Musk beklagt. Dabei geht es um die Einhaltung eines Vergleichs aus dem Jahr 2018, mit dem Musk die Nutzung sozialer Medien eingeschränkt wurde.

Die SEC führe unbegründete Ermittlungen gegen Musk und Tesla, heißt es in einem Schreiben der Unternehmens-Anwälte, das bei der Bundesrichterin eingereicht wurde, die den Vergleich überwacht.

In einer Mitteilung erklärte Tesla jüngst, die Aufsichtsbehörden hätten 2021 den Konzern und seinen CEO aufgefordert darzulegen, wie sie die Bedingungen der Vereinbarung einhielten.

"Die SEC scheint Herrn Musk und Tesla für eine unerbittliche Untersuchung ins Visier zu nehmen, vornehmlich weil Herr Musk ein unverblümter Kritiker der Regierung ist", schrieb Anwalt Alex Spiro in dem Brief an US-Bezirksrichterin Alison Nathan in Manhattan.

Derweil droht Musk neuer Ärger wegen eines Tweets:

08:16 Uhr

Ifo-Chef warnt vor Ölpreisschock nach Angriff auf Ukraine

Ifo-Präsident Clemens Fuest erwartet im Falle eines russischen Einmarsches in der Ukraine einen Preisschock bei Öl und Gas. "Selbst wenn die Gaslieferungen nicht eingeschränkt würden, käme es zu einem Preisschock, jedenfalls vorübergehend", sagte der Chef des Münchner Instituts. "Das träfe private Haushalte und Industrie in Deutschland gleichermaßen."

Bislang rechnet das Ifo Institut mit einer Inflationsrate von vier Prozent im laufenden Jahr - es wäre die höchste seit 1993 und noch einmal deutlich mehr als 2021 mir 3,1 Prozent. "Sollte ein Krieg ausbrechen, könnte sie noch höher ausfallen", sagte Fuest.

07:56 Uhr

Missbrauchsvorwürfe - Ermittlungen bei Activision Blizzard ausgeweitet

Die Regulierungsbehörden schauen wegen der Missbrauchs- und Diskriminierungsvorwürfe gegen Activision Blizzard offenbar nochmals genauer hin. Die Untersuchungen darüber, wie die Führung des Videospieleherstellers mit Vorwürfen des Fehlverhaltens am Arbeitsplatz umgegangen ist, wurden ausgeweitet, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Activision wird derzeit von Microsoft für 75 Milliarden US-Dollar übernommen.

Boardmitglieder von Activision seien von der bundesstaatlichen Aufsichtsbehörde California Department of Fair Employment and Housing vorgeladen worden, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Zudem habe die Behörde Polizeiwachen im Raum Los Angeles dazu verpflichtet, Unterlagen herauszugeben, die im Zusammenhang stehen mit dem langjährigen Activision-CEO Bobby Kotick und 18 anderen aktuellen und früheren Mitarbeitern.

07:34 Uhr

Ukraine-Krise im Fokus

Heute wird der Dax trotz der Ukraine-Krise Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern hatte der Leitindex 0,7 Prozent tiefer bei 15.267 Punkten geschlossen. Auch an der Wall Street war es bergab gegangen.

DAX
DAX 14.419,79

Anleger schwanken offenbar zwischen der Hoffnung auf eine Entspannung der Lage und der Furcht vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine.

Im Blick bleibt außerdem die Frage, wie stark die US-Notenbank ihre bevorstehende Zinswende einleiten wird. Sie wird für März erwartet - ob die Fed jedoch gleich mit einer Erhöhung um einen halben Prozentpunkt startet, ist unklar.

07:01 Uhr

Kriegsangst wird kleiner - Kurse steigen

Die ostasiatischen Aktienmärkte zeigen sich im Handelsverlauf von den Tagestiefs deutlich erholt und verzeichnen überwiegend nur noch leichte Verluste. Nach sehr schwachen Vorgaben der Wall Street war es zunächst deutlicher nach unten gegangen, ehe die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts die Oberhand gewann und wieder vorsichtige Käufe einsetzten.

Nikkei
Nikkei 28.162,83

Auslöser war die Ankündigung, dass sich die Außenminister der USA und Russlands in der kommenden Woche in Europa treffen wollen, sollte es bis dahin zu keiner Invasion der Ukraine durch Russland gekommen sein.

Der Nikkei-Index in Tokio liegt noch 0,3 Prozent im Minus bei 27.165 Punkten, auch der Kospi in Seoul liegt nur noch knapp im Minus, in Hongkong beträgt das Minus ein halbes Prozent.

06:30 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der deutsche Aktienmarkt hat sich gestern über längere Strecken von seiner lethargischen Seite gezeigt. Am Nachmittag holte ihn dann aber wieder die Ukraine-Krise ein und die Kurse gingen nach unten. Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten insgesamt bleibe angeschlagen, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. "Im Moment kehrt an den Börsen einfach keine Ruhe ein", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Der Risiko-Cocktail aus Zinswende und Russland-Konflikt ist weiterhin präsent."

DAX
DAX 14.419,79

Schwierige Vorzeichen auch für den letzten Handelstag der Woche. Schafft es der Dax, mit einem Wochenplus aus dem Handel zu gehen? Übertreffen muss der deutsche Börsenleitindex dafür 15.425 Punkte - unter diesen Bedingungen ein fast unmögliches Unterfangen.

Heute sieht es datenmäßig dünn aus. Im Dax wartet am Morgen der Versicherungsriese Allianz mit Jahreszahlen auf. Erwähnenswert sind auch Unternehmensdaten von Renault SA aus Frankreich.

Bei den Konjunkturdaten ist in Deutschland Schmalhans Küchenmeister. Für die Eurozone werden das Verbrauchervertrauen für Februar sowie die Leistungsbilanz für Dezember aufgerufen. Aus den USA kommen Angaben zum Frühindikatoren-Index für Januar. Zudem gibt es Daten zum Verkauf bestehender Häuser - ebenfalls im Januar.

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