Freitag, 03. Dezember 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Westwind und Omikron bremsen Dax am Ende aus

Zum Schluss wurde es doch eine harte Landung auf dem Boden der Tatsachen: Die deutschen Aktienindizes kannten ab Nachmittag nur eine Richtung, nämlich die nach unten. Dabei waren Dax & Co. am Morgen verheißungsvoll in den Handel gestartet.

DAX
DAX 12.114,36

Der Stellenaufbau in den USA im November ist mit 210.000 weit unter der Erwartung von 573.000 geblieben. Die Daten sind nicht leicht zu interpretieren. Während einige Marktteilnehmer nun ein vorsichtigeres Vorgehen der US-Notenbank erwarten, glauben andere, dass die Fed an ihrem zuletzt eingeschlagenen falkenhaften Kurs festhalten wird, und die Reduzierung der Wertpapiere ab Dezember beschleunigen wird. Letztere Sichtweise scheint sich am Markt durchzusetzen. Der IWF rät die Fed-Banker jedenfalls wegen hoher Inflation zu einer strafferen Geldpolitik.

Ebenso beunruhigend für die Märkte war wohl die Äußerung von Biontech-Chef Ugur Sahin. Er geht angesichts der stark mutierten Omikron-Variante von der Notwendigkeit eines neuen Covid-19-Impfstoffs aus. Sahin erwartet, dass sich Omikron als Antikörper-Escape-Variante entwickeln wird. "Das bedeutet, dass diese Variante möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren." Dies gelte auch für Genesene.

Für den Dax blieb am Ende nur der Rückzug um 0,6 Prozent auf 15.170 Punkte. Damit verzeichnete der Leitindex ein Wochenminus von 87 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte ein Prozent leichter bei 4069 Punkten.

Bei den Einzelwerten gewannen Allianz nach der Dividendenankündigung 0,6 Prozent. Der Versicherer strebt an, die Dividende mindestens fünf Prozent über Vorjahr zu heben. Auch die Mittelfristziele zum EPS-Wachstum kommen gut an. Hier will Europas größter Versicherer ein jährliches Wachstum des Ergebnisses je Aktie von fünf bis sieben Prozent erreichen.

Aurubis sprangen um 7,5 Prozent nach oben. Hier trieb vor allem die deutliche Anhebung der Dividende auf 1,60 Euro je Aktie. Analysten hatten im Schnitt nur 1,48 Euro gesehen.

17:22 Uhr

Porsche beteiligt sich mit Wagniskapital bei Energie-Start-Up

Der Sportwagenhersteller Porsche steigt beim Energie-Start-Up 1Komma5grad ein und baut damit sein Engagement außerhalb des Kerngeschäfts aus. Die Wagniskapital-Einheit des Stuttgarter Unternehmens wird Gesellschafter des Hamburger Start-Ups, wie Porsche mitteilte. 1Komma5grad will den Markt für CO2-neutrale Energie- und Klimatechnologie in Privathaushalten dezentral ausbauen.

Porsche Ventures ist die Wagniskapital-Einheit des Autobauers. Angaben zur Beteiligungshöhe oder des finanziellen Investments mache die im Dax notierte Porsche AG nicht.

Das Logo des Autobauers Porsche ist auf einer Felge im Porsche Zentrum Stuttgart zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

16:58 Uhr

Software-Aktienkurs schießt hoch

Sehr gut läuft es heute für die Aktie der Software AG. Der Kurs schnellte um bis zu 11,6 Prozent auf 40,48 Euro hoch. Damit notierte es so hoch wie seit sechseinhalb Wochen nicht mehr. Einem Bericht von Bloomberg zufolge haben die Finanzinvestoren CVC Capital Partners, Silver Lake Management und Thoma Bravo Interesse an dem Unternehmen angemeldet.

Software AG
Software AG 23,52

16:43 Uhr

Facebook mit neuem Namen: Was bedeutet das Metaverse für Anleger?

Wenn sich Unternehmen umbenennen, denken viele an alten Wein in neuen Schläuchen. Bei der Namensänderung von Facebook in Meta geht es aber um mehr: um eine Idee, die ein Billionen-Geschäft verspricht. Mit einem neuen Index können Anleger bereits jetzt an der Entwicklung teilnehmen. Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:18 Uhr

Audi-Chef Duesmann zur Zukunft der Hybrid-Autos

Hybrid-Autos haben laut Audi-Chef Markus Duesmann noch jahrelang ihre Berechtigung. Plug-In-Hybride, die neben einer Batterie auch über einen Verbrennungsmotor verfügten, funktionierten als Brückentechnologie und erleichterten den Einstieg ins vollelektrische Fahren, sagte Duesmann bei einer Diskussionsveranstaltung des "Spiegel". "Damit haben sie auch für die nächsten Jahre ihre Berechtigung. Trotzdem ist das Ziel, auf 100 Prozent E-Autos zu gehen."

Die Volkswagen-Tochter hat angekündigt, 2026 das letzte Auto mit Verbrennungsmotor neu auf den Markt zu bringen und danach nur noch Elektroautos zu entwickeln. Die letzten Verbrenner dürften Anfang der 2030er-Jahre vom Band laufen.

16:09 Uhr

Wall Street stabil - Zinsängste schwinden nach US-Jobdaten

222791795.jpg

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Hoffnung auf eine anhaltende Geldflut der Notenbank Fed hat die US-Börsen zum Wochenschluss gestützt. Nach einem enttäuschenden Stellenaufbau im November setzten die Aktienanleger auf eine weniger schnelle Abkehr der Fed von ihrem Krisenmodus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,1 Prozent höher bei 34.680 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 4583 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor indes 0,3 Prozent auf 15.334 Punkte.

Bei den Einzelwerten stachen Ulta Beauty mit einem Kursplus von fünf Prozent hervor. Der Verkäufer von Schönheits-Produkten hatte sein Jahresumsatz- und Gewinnprognosen angehoben. Höhere Ölpreise halfen Energiewerten auf die Sprünge. Die Papiere von Chevron gewannen 1,4 Prozent.

In Frankfurt ging es für den Dax wieder runter: um 0,4 Prozent auf 15.202 Punkte.

16:00 Uhr

Navidi: Inflation in den USA "eigentlich ein positives Zeichen"

Die Arbeitslosenquote in den USA ist so niedrig wie selten, das Geld sitzt locker. Trotzdem sind viele US-Amerikaner unzufrieden. Denn über allem schwebt "die dunkle Wolke der Inflation", so Sandra Navidi. Im ntv-Gespräch erklärt die Finanzexpertin, warum das eigentlich ein positives Zeichen ist.

15:37 Uhr

Verformtes Bauteil möglich: Tesla-Rückrufaktion in China

Ungemach für Tesla: Der E-Autobauer hat in China 21.599 lokal hergestellte Model Y zurück in die Werkstatt gerufen. Wie aus einer Mitteilung an die oberste Marktaufsichtsbehörde des Landes hervorgeht, könnte sich ein Bauteil an der Vorderachse möglicherweise verformen oder brechen. Der Rückruf betrifft laut Tesla zwischen dem 4. Februar und dem 30. Oktober hergestellte Fahrzeuge.

15:16 Uhr

Schaeffler schließt Werk im Land Brandenburg

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 4,63

Der Autozulieferer Schaeffler schließt sein Werk im brandenburgischen Luckenwalde. In 15-monatigen Verhandlungen mit einem potenziellen Investor und den Belegschaftsvertretern sei kein gangbarer Weg für eine Fortführung des Standortes gefunden worden, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Der Standort Luckenwalde fertige bisher ausschließlich Teile für Verbrenner-Fahrzeuge in der Automobilindustrie. Schaeffler richtet seine Autosparte mehr und mehr auf Elektroantriebe aus.

Für den Standort Luckenwalde müssten nun die Gespräche über einen Interessenausgleich beginnen. "Wir werden so vielen Beschäftigten wie möglich einen Arbeitsplatz an anderen Lokationen innerhalb des Konzerns anbieten", erklärte Rosenfeld.

14:55 Uhr

US-Arbeitsmarkt macht weniger Fortschritte als erwartet

job.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt ist im November weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Es entstanden lediglich 210.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die US-Regierung mitteilte. Experten hatten mit 550.000 gerechnet. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote fiel zugleich auf 4,2 von zuvor 4,6 Prozent und damit deutlicher als von Experten erwartet.

Der Arbeitsmarkt ist damit weiter auf dem Weg der Besserung nach dem massiven personellen Aderlass zu Beginn der Pandemie-Krise in den USA im Frühjahr 2020. Laut US-Notenbankchef Jerome Powell ist die Wirtschaft sehr stark und zugleich der Inflationsdruck hoch. Daher fasst die Notenbank einen schnelleren Abbau ihrer Anleihekäufe auf dem Weg zu einer Zinserhöhung ins Auge.

In Frankfurt war der Dax wieder in den positiven Bereich gedreht und legte um 0,2 Prozent auf 15.300 Punkte zu.

14:33 Uhr

Weiterer chinesischer Immobilienkonzern vor dem Crash

Die Lage auf dem chinesischen Immobilienmarkt bleibt äußerst kritisch. Nun teilte der Immobilienentwickler Kaisa mit, der Versuch, eine kommende Woche fällige Zahlung zu verschieben, sei gescheitert. Es gebe "keine Garantie", dass Kaisa bis dahin seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen könne. Der Kurs des Unternehmens fiel an der Börse von Hongkong bis Handelsschluss um neun Prozent.

Kaisa ist eins von zahlreichen Unternehmen auf dem chinesischen Immobilienmarkt in ernsten Schwierigkeiten. Am Umsatz gemessen ist Kaisa nur die Nummer 27 - die Überschuldung ist aber eine der höchsten in der Branche. Bis Dienstag muss das Unternehmen Zinsen in Höhe von umgerechnet 354 Millionen Euro zahlen.

14:12 Uhr

Waffenhersteller-Aktie schmiert ab

Nach einem Umsatzrückgang werfen Anleger die Aktien des Waffenherstellers Smith & Wesson aus den Depots. Die Papiere verlieren vorbörslich an der Wall Street rund 19 Prozent. Im Quartal machte der Konzern 7,3 Prozent weniger Umsatz.

81687997.jpg

(Foto: picture alliance / zb)

13:57 Uhr

Dassault und Airbus rüsten Emirate-Luftwaffe aus

23663693.jpg

(Foto: picture alliance / abaca)

Dassault und Airbus haben Aufträge für die Lieferung von Militärfluggeräten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten. Wie der französische Flugzeughersteller Dassault Aviation SA mitteilte, wird er den Emiraten 80 Rafale F4-Kampfjets liefern. Die Aktie von Dassault beflügelte dies, sie lagen am späten Vormittag 7,3 Prozent im Plus.

Die Emirate kaufen außerdem zwölf Caracal-Militärhubschrauber, die von Airbus hergestellt werden, wie das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mitteilte. Das Geschäft, einschließlich der Verträge für die Jets und Hubschrauber und die damit verbundenen Elemente, habe einen Wert von mehr als 17 Milliarden Euro.

Dassault Aviation S.A.
Dassault Aviation S.A. 117,18

Airbus
Airbus 21,80

13:35 Uhr

Absatzeinbruch am deutschen Automarkt

222638787.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der deutsche Automarkt hat auch im November einen erheblichen Absatzeinbruch verzeichnet. Die Zahl der Neuzulassungen sank im vergangenen Monat um knapp 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 198.258 Einheiten, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitteilte. In den ersten elf Monaten ist die Bilanz mit einem Minus von gut acht Prozent auf knapp 2,4 Millionen Fahrzeuge mittlerweile ebenfalls deutlich negativ.

Viele Hersteller wurden weiterhin von Lieferengpässen bei Halbleitern belastet. Mit Ausnahme der Marke Mini mussten alle anderen deutschen Marken prozentual zweistellige Zulassungsrückgänge hinnehmen, die bei Ford mit minus 55 Prozent am stärksten ausfielen. Audi (-45 Prozent) und VW (-42 Prozent) büßten ebenfalls deutlich ein, genauso wie Mercedes mit minus 37 Prozent und BMW mit minus 32 Prozent, so das KBA. Mit 14,9 Prozent war VW trotz des Rückgangs erneut die anteilsstärkste deutsche Marke.

13:12 Uhr

Wall Street wartet auf US-Jobdaten

adf53368068328b7700aaeddc5f877e6.jpg

(Foto: AP)

Für die Wall Street zeichnet sich ein etwas leichterer Start zum Ende einer hochvolatilen Woche ab. Der Terminkontrakt auf den S&P 500 gibt 0,3 Prozent nach. Im Fokus steht vor allem der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht für November, der noch vor der Startglocke veröffentlicht wird. Nach 531.000 neuen Stellen im Oktober werden von Ökonomen nun 573.000 Stellen erwartet. Ein deutlicher Anstieg könnte zu der Erwartung führen, dass die US-Notenbank das Zurückfahren ihrer lockeren Geldpolitik beschleunigen könnte.

Geprägt war die zurückliegende Handelswoche vor allem von den Unsicherheiten über die möglichen Auswirkungen der neuen Corona-Virusvariante Omikron auf die globale Wirtschaftsentwicklung. Neue Informationen sorgten für teils kräftige Ausschläge in die eine oder andere Richtung.

12:47 Uhr

Panzerbauer vor Gebot für Leonardo-Teile

Das deutsch-französische Rüstungsunternehmen KNDS steht Insidern zufolge vor einem 650 Millionen Euro schweren Gebot für Teile des italienischen Konkurrenten Leonardo. Die Holding des "Leopard 2"-Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französischen Nexter prüfe die Bücher der Töchter OTO Melara und Wass und könnte bis Jahresende oder Anfang 2022 ein Gebot vorlegen, sagen die mit dem Vorgang vertraute Personen. KNDS trete dabei gegen den italienischen Schiffbauer Fincantieri an, der ein Interesse an den beiden Töchtern gezeigt, aber keine weiteren Schritte eingeleitet habe. Die italienische Regierung, die sowohl Leonardo als auch Fincantieri kontrolliert, hat dabei das letzte Wort. Ein KNDS-Sprecher sagte, sein Unternehmen äußere sich nicht zu Gerüchten.

KNDS habe angeboten, Italien in ein Panzer-Projekt - das auch unter dem Schlagwort "Panzer der Zukunft" bekannte "Main Ground Combat System" (MGCS) einzubeziehen, wenn die Übernahme gelingt, hieß es. Damit erhielte Leonardo die Möglichkeit, seine Sensoren und Elektronik für den neuen Panzer anzubieten.

12:32 Uhr

Dax dreht ins Minus

Der erneute Erholungsversuch des Dax ist erst einmal gescheitert. Der deutsche Leitindex gab seine anfänglichen Gewinne ab und notierte am Mittag 0,1 Prozent im Minus bei 15.252 Punkten. Damit hängt der Dax weiter in der Spanne zwischen rund 15.000 und 15.500 Punkten fest, in die er vor einer Woche infolge erster Nachrichten zur neuen Coronavirus-Variante Omikron abgerutscht war.

Die Anleger schwanken weiter zwischen Corona-Angst und der täglichen Verlockung, gefallene Kurse zum Einstieg zu nutzen.

12:11 Uhr

Türkische Notenbank interveniert zur Lira-Stützung

82110a970caa2db49ba7324cbb5409c3.jpg

(Foto: dpa)

Die türkische Zentralbank hat der taumelnden Landeswährung Lira zum zweiten Mal in dieser Woche unter die Arme gegriffen. Sie habe wegen "ungesunder Preisbildung" bei den Wechselkursen US-Dollar verkauft, wie die Notenbank mitteilte. Der türkischen Währung gab die Intervention zunächst Auftrieb: Der Dollar fiel im Gegenzug auf 13,4906 Lira, nachdem er zuvor auf ein Rekordhoch von 13,8889 Lira gestiegen war.

Solange die Zentralbank ihre Leitzinsen aber nicht anhebe, müsse mit einer fortgesetzten Abwertung der Währung gerechnet werden, warnte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Die türkische Lira hat in diesem Jahr rund 47 Prozent an Wert verloren.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 18,50

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:50 Uhr

Schwäche von Deliveroo zieht Kurs von Delivery Hero runter

Für die Aktie des britischen Essenlieferdienstes Deliveroo ist es um gut vier Prozent nach unten. Als möglichen Grund nannte ein Analyst, dass der Gründer von Kynikos Associates, Jim Chanos, eine Short-Position beim US-Wettbewerber DoorDash veröffentlichte und auf das "mangelhafte" Geschäftsmodell hinwies. Das Argument von Chanos lautet: "Wenn man als Essenslieferant während der Pandemie kein Geld verdienen kann - wann dann?" Diese Aussage könne genauso gut auf Deliveroo zutreffen.

Auch für die Aktie von Delivery Hero ging es um 2,4 Prozent nach unten. Der deutsche Lieferdient ist laut Factset mit gut fünf Prozent am britischen Wettbewerber beteiligt.

Delivery Hero
Delivery Hero 37,94

Deliveroo
Deliveroo ,96

11:29 Uhr

Corona schickt Ölpreise auf Talfahrt

Die neue Virusvariante setzt den Ölmarkt unter Druck, der Ölpreis war am vergangenen Freitag stark eingebrochen und notierte zuletzt so niedrig wie seit Monaten nicht mehr. Wohin sich der Ölpreis jetzt entwickeln könnte und wie Anleger mithilfe von sogenannten ETCs auf Öl setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas.

11:00 Uhr

Audi-Boss erwartet Tempolimit der anderen Art

Audi-Chef Markus Duesmann erwartet durch Elektroautos und autonomes Fahren niedrigere Geschwindigkeiten im Straßenverkehr. Die zunehmenden E-Antriebe wirkten "wie ein natürliches Tempolimit - weil die Reichweite vom Tempo abhängt", sagte der Manager dem "vbw-Unternehmermagazin". Auch beim autonomen Fahren gebe es automatisch Tempobegrenzungen. "Je langsamer das Auto fährt, desto einfacher ist es für die Sensorik", sagte Duesmann.

Ein offizielles Tempolimit beurteilt der Audi-Chef skeptisch - zumindest emotional. "Ich betrachte das nicht vorhandene Tempolimit als großes Zeichen der Freiheit", sagte Duesmann.

222364169.jpg

(Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg)

10:50 Uhr

Dax-Gewinn bröckelt - Aurubis-Aktie gewinnt kräftig

Wie sieht es an der Frankfurter Börse aus? Der Dax hat am späten Vormittag einen großen Teil seines Gewinns wieder abgegeben. Der Leitindex stieg nur noch um 0,3 Prozent auf 15.309 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,4 Prozent auf 4125 Stellen. Den entscheidenden Impuls für den Tag dürfte der US-Arbeitsmarktbericht um 14.30 Uhr liefern.

Die Allianz lag mit einem Kursplus von 2,2 Prozent an der Dax-Spitze. Der Versicherer hatte am Vorabend eine jährliche Dividendensteigerung von mindestens fünf Prozent in Aussicht gestellt. Nach einer Ausschüttung von 9,60 Euro je Aktie in den letzten beiden Jahren dürfen sich die Anteilseigner also auf mindestens 10,08 Euro freuen.

Bei Aurubis gab es ein Kursplus von acht Prozent - die Aktie notierte an der MDax-Spitze. Der Kupferkonzern zeigt sich nach einem Gewinnsprung im vergangenen Geschäftsjahr auch für die Zukunft optimistisch.

Aurubis
Aurubis 53,98

Allianz
Allianz 161,80

10:39 Uhr

EZB-Chefin kündigt Kurs-Klarheit nach Dezember-Sitzung an

ebe30830bff613796fc9c4dff1c1fd16.jpg

(Foto: REUTERS)

Die EZB wird den Finanzmärkten laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde bei der Zinssitzung Mitte des Monats Orientierung über ihren weiteren geldpolitischen Kurs geben. Es gehe darum, etwas mehr Klarheit zu schaffen, sagte sie auf der Konferenz "Reuters Next". Sie sei zuversichtlich, dass das Pandemie-Notprogramm PEPP im März enden könne. Doch würden auslaufende Papiere im Rahmen des Programms  weiter ersetzt.

Zudem habe die Notenbank weitere Werkzeuge in ihrem Instrumentenkasten. Wie Reuters von Insidern erfuhr, scheuen viele Notenbanker offenbar eine frühzeitige Festlegung, wie es nach dem Ende von PEPP mit Anleihekäufen, etwa über das kleinere Programm APP, weitergehen soll.

10:25 Uhr

Deutsche Dienstleister legen im November leicht zu

Die Geschäftstätigkeit im deutschen Dienstleistungssektor ist im November moderat gestiegen, allerdings hat sich das Wachstum seit dem dritten Quartal merklich abgeschwächt. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 52,7 von 52,4 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Volkswirte hatten einen Stand von 53,4 vorhergesagt, den vorläufig ermittelten Wert für November.

Insgesamt hat sich das Wachstum in Deutschlands Wirtschaft im November beschleunigt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 52,2 von 52,0 Punkten im Vormonat.

10:06 Uhr

Kurs von schwedischer Biotech-Aktie bricht massiv ein

Orphan Biovitrum
Orphan Biovitrum 19,47

Für die Aktie von Orphan Biovitrum ist es im frühen Handel um mehr als 22 Prozent auf 173,16 schwedische Kronen (16,82 Euro) nach unten gegangen. Im Handel wurde darauf verwiesen, dass das Konsortium aus dem US-Finanzinvestor Advent und dem Staatsfonds aus Singapur auf Grund der zu geringen Akzeptanz das Gebot zurückgezogen habe.

Die Investoren hatten Anfang September 8,1 Milliarden US-Dollar für das schwedische Biotechunternehmen geboten. Das Unternehmen aus Stockholm ist auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert.

10:00 Uhr

Allianz will profitabler werden

Die Allianz nimmt für die nächsten drei Jahre ein höheres Gewinnwachstum ins Visier. Der Gewinn je Aktie solle in dem Zeitraum um jährlich fünf bis sieben Prozent zulegen, teilte der Versicherer zu seinem Kapitalmarkttag mit. Die Eigenkapitalrendite solle in dem Zeitraum bei mindestens 13 Prozent liegen. Die Grundlage für die Ziele seien ein gesundes Wachstum in allen Geschäftsbereichen und ein ermutigender Fortschritt bei der Transformation.

Allianz
Allianz 161,80

09:37 Uhr

Dividende und Prognose steigen bei Aurubis

Europas größte Kupferhütte Aurubis hebt nach guten Geschäften im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prognosespanne an. Das operative Ergebnis für 2021/22 werde im Bereich zwischen 320 und 380 Millionen Euro liegen, teilt das Unternehmen mit. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 hatte der Konzern den operativen Gewinn um 60 Prozent auf 353 Millionen Euro gesteigert. Damit lag das Ergebnis deutlich über der prognostizierten Spanne von 270 bis 330 Millionen Euro. Die Aktionäre, darunter als größter der Stahlkonzern Salzgitter, sollen von einer um 30 Cent auf 1,60 Euro je Aktie erhöhten Dividende profitieren.

Für das laufende Jahr geht Aurubis von höheren Energiekosten aus. Gleichzeitig ist Kupfer wegen des Booms bei Elektroautos und des Ausbaus der Energieversorgung stark gefragt.

Aurubis
Aurubis 53,98

An der Börse kam der Ausblick von Aurubis an. Im vorbörslichen Geschäft legten die Aktien 2,3 Prozent zu und setzten sich an die Spitze des Nebenwerteindex MDax. Der Konzern halte die Kupferversorgung hoch und profitiere von stark gestiegenen Raffinierlöhne und hohen Metallpreisen, sagte ein Händler. Bereits im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs hatten hohe Raffinierlöhne für Recycling-Materialien, stark gestiegene Metallpreise und die hohe Nachfrage nach Kupferprodukten höhere Energiekosten wettgemacht.

09:14 Uhr

Nikkei geht gestärkt ins Wochenende

Nikkei
Nikkei 25.937,21

An den Börsen in Asien haben Anleger die jüngsten Kursverluste zum Wiedereinstieg genutzt. In Tokio schloss der Nikkei nach anfänglichen Verlusten mit einem Plus von ein Prozent bei 28.030 Punkten. Die Börse Shanghai gewann ähnlich stark auf 3604 Zähler.

In Japan griffen Investoren bevorzugt bei Reisewerten zu, die in den vergangenen Tagen unter die Räder gekommen waren. Dies verhalf den Indizes für die Fluggesellschaften und Eisenbahn-Betreiber zu Kursgewinnen von 5,3 beziehungsweise 3,3 Prozent.

Gegen den Trend bröckelte der Hongkonger Leitindex um 0,1 Prozent ab. Hier drückte der geplante Rückzug des Fahrdienst-Vermittlers Didi von der Wall Street auf die Stimmung. Der chinesische Uber-Rivale will auf Druck der Regierung in Peking seine Börsennotiz nach Hongkong verlegen.

09:08 Uhr

Dax startet mit ordentlichem Gewinn

Der deutsche Aktienmarkt ist deutlich fester in den Handel gestartet. Der Dax gewann ein Prozent auf 15.410 Punkte. Bliebe es so, dann könnte der Leitindex ein Wochenplus verbuchen. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls ein Prozent höher bei 4145 Stellen.

Die anstehenden Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager spielen nur die zweite Geige. Analysten sagen in beiden Fällen unveränderte Ergebnisse voraus. Eine Verbesserung prognostizieren sie dagegen bei den europäischen Einzelhandelsumsätzen. Sie seien im Oktober im Monatsvergleich um 0,2 Prozent gestiegen.

DAX
DAX 12.114,36

08:47 Uhr

Türkische Inflation steigt - Experten erwarten noch Schlimmeres

265633447.jpg

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die Inflationsrate in der Türkei ist im November angesichts der drastischen Abwertung der Landeswährung Lira über die Marke von 20 Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 21,31 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Ankara mitteilte. Das ist der höchste Wert seit drei Jahren. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 20,7 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerungsrate im Oktober noch knapp unter 20 Prozent gelegen hatte.

Die hohe Inflation  schmälert die Einkünfte und Ersparnisse der Türken, was viele Haushalte in Bedrängnis bringt. Experten erwarten, dass das Ende der Fahnenstange damit noch längst nicht erreicht ist. Im kommenden Jahr könnten demnach Inflationsraten von etwa 30 Prozent erreicht werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:31 Uhr

Eurowings-Chef erwartet Pleite-Welle bei Airlines

Eurowings-Chef Jens Bischof erwartet eine Pleite-Welle auf dem Airline-Markt. Trotz der leichten Erholung in den zurückliegenden Monaten könnte für einige Fluggesellschaften noch die Rechnung kommen, sagt Bischof dem "Tagespiegel". Er ist überzeugt, dass Konkurrenten an den Folgen der Pandemie scheitern werden. "Ich gehe davon aus, dass die Konsolidierungswelle eher in beschleunigter Form noch vor uns liegt", so der Chef der Lufthansa-Billigflugtochter.

Seit dem ersten Lockdown 2020, der für Airlines wie Eurowings die Einstellung des kompletten Flugbetriebs zur Folge hatte, sind nur kleine Fluggesellschaften pleite gegangen. Wenn jetzt Hilfskredite zurückgezahlt werden müssen und Zinsen fällig sind, werden "einige Marktteilnehmer nicht mit diesen Herausforderungen zurechtkommen", ist der Eurowingschef überzeugt.

Lufthansa
Lufthansa 5,92

08:15 Uhr

Dax vor US-Jobdaten deutlich fester

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Bei Lang & Schwarz wird der Leitindex 0,8 Prozent fester bei Kursen um 15.390 Punkte gesehen. Am Donnerstag hatte er wegen wieder aufgeflammter Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der neu entdeckten Variante des Corona-Virus 1,4 Prozent auf 15.263,11 Punkte verloren. Die US-Jobdaten drängen die Pandemie zumindest vorübergehend in den Hintergrund. Experten sagen für November den Aufbau von 550.000 neuen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft voraus. Dies wäre etwas mehr als im Vormonat.

"Diese Zahlen würden den eingeschlagenen Straffungs-Kurs von Fed-Präsident Jerome Powell bekräftigen", sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der US-Notenbankchef hatte zuletzt eine raschere Drosselung der Wertpapierkäufe seines Hauses signalisiert. Die ebenfalls anstehenden Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager spielen nur die zweite Geige. Analysten sagen in beiden Fällen unveränderte Ergebnisse voraus. Eine Verbesserung prognostizieren sie dagegen bei den europäischen Einzelhandelsumsätzen. Sie seien im Oktober im Monatsvergleich um 0,2 Prozent gestiegen.

08:03 Uhr

Hongkong hinkt Asien-Börsen hinterher

An den asiatischen Aktienmärkten herrscht eine freundliche Stimmung. Den Ausreißer nach unten stellt der Markt in Hongkong dar, wo regulatorische Hürden für Verstimmung sorgen und die Sorge um eine neue Runde im US-chinesischen Handelsstreit umgeht. Diese Sorgen hatten die Börsen der Region anfänglich insgesamt stärker belastet, doch erholen sich die Kurse vielerorts im Verlauf. Händler verweisen auf das Ausbleiben von neuen Negativschlagzeilen rund um die Omikron-Variante des Coronavirus.

Auch in Hongkong erholen sich die Kurse deutlich von den Tagestiefs. Unter Druck stehen vor allem Technologiewerte. Laut Händlern belasten neue Regeln in den USA, die zu einem Delisting ausländischer Unternehmen an US-Börsen führen könnten, wenn sie nicht bestimmte Rechnungsprüfungen erfüllten. Derweil verstärkt auch Peking den regulatorischen Druck. Der chinesische Fahrdienstleister Didi hat nur fünf Monate nach dem Börsengang seinen sofortigen Rückzug von der New Yorker Börse angekündigt.

Der Börsengang hatte den Unmut der politischen Führung in Peking auf sich gezogen. Peking hatte eine Notierung im Ausland vor dem Hintergrund der starken Spannungen mit Washington nicht befürwortet. Damit beugt sich die Gesellschaft offenbar dem Druck Pekings. Etwas auf die Stimmung drückt auch, dass Apple gewarnt haben soll, die Nachfrage nach dem iPhone 13 liege unter Erwartung. Alibaba verlieren 4,2 Prozent und Meituan 4 Prozent.

Der australische S&P/ASX-200 hat indes 0,2 Prozent höher geschlossen - nach einem Ausflug in negatives Terrain. Gleichwohl steht der vierte Wochenverlust in Folge zu Buche. Gestützt wurde der Markt zum Wochenschluss von Aufschlägen im schwer gewichteten Finanzsektor. Commonwealth, Westpac, ANZ und NAB legten um bis zu 1,3 Prozent zu. Laut Analysten belasten die Kapitalregeln die Gewinnentwicklung kaum. HSBC hat derweil den Wachstumsausblick für Australien deutlich angehoben.

07:55 Uhr

Chinas Dienstleistungssektor expandiert

Das Wachstum des chinesischen Dienstleistungssektors hat sich im November angesichts des zunehmenden Inflationsdrucks und der anhaltenden Coronavirus-Ausbrüche verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex sank auf 52,1 Punkte von 53,8 Punkten im Oktober, wie das Institut Markit und die Caixin-Gruppe unter Berufung auf ihre monatliche Unternehmensumfrage mitteilen. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsbarometer - mit dem vor allem kleinere Unternehmen in den Küstenregionen erfasst werden - signalisiert ab 50 ein Wachstum.

07:43 Uhr

"Gefährlich": Sinn kritisiert Inflationsrate

Der Ex-Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, kritisiert die aktuelle Inflationsrate scharf. "Aus meiner Sicht ist die derzeitige Inflationsrate total überzogen und gefährlich, denn sie bedeutet, dass die Gehälter und Zinsen um 5,2 Prozent kleiner sind als ohne Inflation. Das ist ein erheblicher Missstand. Das ist wie eine Lohnsenkung", sagt er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es spräche alles dafür, früh zu handeln.

"Die Europäische Zentralbank kann nicht sagen, wir warten jetzt erst mal drei Jahre ab und gucken, was passiert. Eine Inflation ist wie ein Feuer, das man sofort austreten muss, wenn es beginnt. Die Vorstellung, dass die Inflation sich normalisiert und unter 2 Prozent geht, ohne etwas zu tun, ist wirklichkeitsfremd. Das haben viele erkannt, aber die EZB behauptet das nach wie vor. "Die grüne Energiewende bedeutet für den Wirtschafts-Experten eine weitere Preissteigerung. "Machen wir uns nichts vor: Dies ist eine Politik, die extreme Verteuerungen bedeuten wird. Und das ist ein weiterer Inflationstreiber für die Zukunft, den ich mit Sorge betrachte."

07:31 Uhr

Börse überprüft Dax-Familie

Die Deutsche Börse überprüft an diesem Freitag die Zusammensetzung ihrer Indexfamilie Dax. Als Basis zieht sie die Ranglisten der Unternehmen per Ende November heran. Die Ergebnisse will sie nach Handelsschluss der US-Börsen bekannt geben. Etwaige Änderungen werden zum 20. Dezember umgesetzt. Im Leitindex Dax dürfte sich diesmal nichts ändern. Im MDax und im SDax für die mittelgroßen und kleineren Unternehmen sind hingegen Platzwechsel zu erwarten.

So gilt die Deutsche Wohnen als Anwärterin auf einen Platz im MDax. Die Immobiliengesellschaft musste erst Ende Oktober den Dax verlassen, dafür rückte der Kosmetikkonzern Beiersdorf auf. Grund dafür war die Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia. Dadurch sank der Streubesitz bei Deutsche Wohnen nach Angaben der Börse deutlich unter zehn Prozent. Das ist ein Kriterium für eine automatische Herausnahme aus den Indizes der Dax-Familie.

Am Tag der Beiersdorf-Aufnahme dann informierte die Deutsche Wohnen in einer Stimmrechtsmitteilung über die vorzeitige Ausübung einer Wandelanleihe in Aktien. Die so wieder deutlich gestiegene Zahl der Aktien brachte den Streubesitz zurück über die Zehn-Prozent-Marke. Somit müsste "Deutsche Wohnen am 20. Dezember in den MDax kommen", erläuterte Index-Experte Luca Thorißen von der Investmentbank Stifel Europe.

Beiersdorf
Beiersdorf 100,95
Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 19,50

07:20 Uhr

Ankündigung von Didi-Delisting verunsichert

Die asiatischen Börsen haben sich uneinheitlich gezeigt, nachdem der chinesische Fahrdienstvermittler Didi ankündigte, sich von der New Yorker Börse verabschieden zu wollen. Die Anleger machen sich Sorgen über weitere Spannungen zwischen den USA und China und eine erneute Regulierung der Technologiebranche. "Die Tatsache, dass es zu Delistings kommt, macht unsicher, wie sich dies auf das breitere US-China-Bild auswirkt", sagte Moh Siong Sim, Analyst der Bank of Singapore.

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 27.692 Punkten. Der breiter gefasste Topix steigt 0,6 Prozent auf 1937 Zähler. Der Shanghai Composite notiert 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,1 Prozent.

Nikkei
Nikkei 25.937,21

07:09 Uhr

Uber-Rivale will weg von der Wall Street

Der chinesische Fahrdienstvermittler Didi will sich von der New Yorker Börse verabschieden und strebt stattdessen einen Börsengang in Hongkong an. Wie das Unternehmen mitteilt, solle mit dem Delisting begonnen werden, sobald der Vorstand zugestimmt hat. "Das Unternehmen wird zu einem geeigneten Zeitpunkt eine Aktionärsversammlung einberufen, um über die Angelegenheit abzustimmen, nachdem die notwendigen Verfahren eingehalten wurden", hieß es in einer Erklärung. Insidern zufolge war Didi mit den chinesischen Behörden in Konflikt geraten, als es im Juli seinen 4,4 Milliarden Dollar schweren Börsengang in New York vorantrieb, obwohl die Regulierungsbehörde darauf drängte, den Plan auf Eis zu legen.

Didi
Didi 1,84
Uber
Uber 27,68

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:56 Uhr

Dollar verliert zu Yen und Yuan

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 113,07 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3734 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9200 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1298 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0396 Franken. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,3288 Dollar.

06:46 Uhr

Fitch senkt Daumen über der Türkei

Die US-Ratingagentur Fitch hat den Bonitäts-Ausblick für die Türkei auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt. Die Einstufung der Kreditwürdigkeit bleibe zunächst bei "BB-" und damit im spekulativen Bereich, teilen die Bonitätswächter mit. Grund für den Schritt sei unter anderem die hohe Inflation in dem Land. Diese dürfte Ende dieses Jahres 25 Prozent betragen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor inmitten einer schwere Währungskrise erneut den Finanzminister ausgetauscht. Die türkische Lira geriet daraufhin weiter unter Druck. Sie hat im November 27 Prozent abgewertet und ist immer weiter auf Rekordtiefs gefallen. Experten geben daran Erdogan die Hauptschuld, auf dessen Betreiben hin die Zentralbank trotz einer Inflationsrate von fast 20 Prozent zuletzt mehrfach die Zinsen gesenkt hatte. In diesem Jahr hat die türkische Währung rund 47 Prozent an Wert verloren.

06:24 Uhr

Alles Omikron, oder was? Das wird für den Dax heute wichtig

Am Mittwoch geht es mehr als 300 Punkte nach oben, im Donnerstagshandel sackt der Dax wieder mehr als 200 Zähler ab: Die Achterbahnfahrt an den Börsen bestimmt diese Handelswoche und dürfte sich zum Wochenschluss fortsetzen. Nachdem der deutsche Börsenleitindex sich mit einem Abschlag von 1,4 Prozent und 15.263 Punkten aus dem Donnerstagshandel verabschiedet hatte, legten die Kurse an der Wall Street zu, schloss der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 1,9 Prozent oder mehr als 600 Zählern. Das sollte für einen positiven Dax-Start in den Freitagshandel sorgen, auch wenn die Verunsicherung der Anleger nach wie vor groß ist.

Im Mittelpunkt dabei steht die neue Coronavirus-Variante Omikron. Ein erster Fall in den USA hatte die Kurse an der Wall Street am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Doch noch ist wenig über die erstmals in Südafrika aufgetauchte Variante bekannt. Noch ist unklar, ob die Politik mit verschärften Einschränkungen auf sie reagieren muss, ob die wirtschaftliche Erholung ausgebremst wird, ob die Impfstoffe wirken. Aussagen von Biontech, dass dies der Fall sei, hatten den Dax zur Wochenmitte in die Höhe gehievt.

Daneben schauen Anleger vor allem auf Konjunkturdaten. So stehen Einkaufsmanagerdaten aus dem nicht-verarbeitenden Gewerbe etwa aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, der EU und den USA an. Zahlen gibt es auch zur französischen Industrieproduktion und zu den US-Auftragseingängen. In der größten Volkswirtschaft der Welt steht auch der ISM-Index zum nicht-verarbeitenden Gewerbe auf der Agenda. Das Hauptaugenmerk der Anleger dürfte aber auf den US-Arbeitsmarktdaten für den November liegen.

Von Unternehmensseite stellt Aurubis sein ausführliches Quartalsergebnis vor. Die Allianz veranstaltet einen Kapitalmarkttag. Zudem gibt es Zahlen zu den Pkw-Neuzulassungen und Überprüfungen der Bonitäten von Italien, Russland, Schweden und Slowenien durch die Ratingagentur Fitch sowie von Russland und der Türkei durch Moody's. Daneben steht zudem eine Entscheidung über mögliche Änderungen in den Indizes der Dax-Familie der Deutschen Börse auf der Agenda.

Allianz
Allianz 161,80
Aurubis
Aurubis 53,98

 

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen