Der Börsen-Tag
8. Dezember 2017
imageMit Max Borowski
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17:07 Uhr

Ratiopharm-Mutter Teva streicht bis zu 10.000 Jobs

Der Mutterkonzern des deutschen Pharmaunternehmens Ratiopharm, Teva, steckt in einer schweren Krise. Die will der neue Chef Kare Schultz unter anderem dadurch in den Griff bekommen, dass er bis zu 10.000 der weltweit 57.000 Mitarbeiter entlässt. Die Kosten sollen um zwei Milliarden Dollar reduziert werden. Das berichtet der Finanznachrichtendienst Bloomberg.

Die genau Zahl und die betroffenen Standorte stehen demnach noch nicht fest. Anleger regieren begeistert auf die Nachricht. Teva legen in New York knapp 6 Prozent zu und klettern damit auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten.

Ratiopharm-Mutter Teva streicht bis zu 10.000 Jobs
16:26 Uhr

Investoren wetten auf Boom bei der Seefahrt

Die Hoffnung auf einen Boom bei Frachtgütern hat Aktien der Seeschifffahrt angetrieben. Der von der Baltic Exchange in London veröffentlichte Preisindex für das weltweite Verschiffen von Gütern wie Kohle, Eisenerz und Getreide legte den sechzehnten Tag in Folge zu. Damit nähert sich der Index einem Vier-Jahres-Hoch.

An der Wall Street schossen daraufhin die Papiere von Top Ships um 17 Prozent nach oben. Rand Logistics, Diana Containerships und Seanergy Maritime Holdings gewannen bis zu 14 Prozent. Größter Gewinner in dem Sektor waren die Papiere von Globus Maritime, die 24 Prozent zulegten.

Investoren wetten auf Boom bei der Seefahrt
16:06 Uhr

Spotify verbindet sich mit Chinas Internetriesen

Vor dem bald geplanten Börsengang zündet Spotify noch eine - mögliche - Wachstumsrakete mit einem neuen Engagement in China.

  • Der weltgrößte Musikstreaming-Anbieter und der chinesische Internet-Riese Tencent verbinden sich mit einer Überkreuzbeteiligung.

  • Spotify ist mit über 140 Millionen Nutzern, von denen 60 Millionen zahlende Abo-Kunden sind, in gut 60 Ländern aktiv - aber nicht in China. Und Tencent Music Entertainment ist einer der führenden Anbieter in dem Riesenmarkt.

  • Zu Höhe und Preis der gegenseitigen Minderheits-Beteiligungen machten die Unternehmen am Freitag keine Angaben.

  • Der "Financial Times" zufolge wurde Spotify zuletzt in einer Finanzierungsrunde insgesamt mit 16 Milliarden Dollar bewertet und Tencent Music mit 6 Milliarden Dollar. Beide streben laut Medienberichten einen Börsengang im kommenden Jahr an.

  • Auch Details zu Plänen für eine Zusammenarbeit gab es nicht. Spotifys Gründer und Chef Daniel Ek erklärte lediglich, der Deal werde es beiden Unternehmen erlauben, vom weltweiten Wachstum im Musik-Streaming zu profitieren.

Spotify verbindet sich mit Chinas Internetriesen
15:19 Uhr

Dea-Chef: Deutschland bekommt globalen Ölkonzern

In manchen Fällen kommt es doch auf die Größe an - in der Ölbranche zum Beispiel, ist der Aufsichtsratsvorsitzende und langjährige BP-Chef Lord John Browne überzeugt.

  • Nach dem Zusammenschluss der beiden Öl- und Gasfördergesellschaften Dea und Wintershall erwartet er, dass das neue Unternehmen erfolgreicher gegen die großen Konzerne in der Branche antreten kann als die beiden Einzelgesellschaften bisher.

  • "Größe ist sehr wichtig in der Branche", erläuterte Browne der dpa. "Nur große Spieler prosperieren in diesem Markt, kleine Unternehmen dagegen nicht." Die neue Gesellschaft Wintershall Dea konkurriere mit großen staatlichen und privaten Konzernen. "Es wird die größte unabhängige Öl- und Gasfördergesellschaft in Europa und ein deutscher Champion", sagte der Dea-Aufsichtsratschef. Mit einer Tagesförderung von 600 000 Barrel Öläquivalent spiele Wintershall Dea künftig in der Oberliga mit.

  • Die Wintershall-Muttergesellschaft BASF und die Investmentfirma LetterOne des russischen Milliardärs Mikhail Fridman als Dea-Eigener hatten am Vortag ihre Fusionsabsicht bekundet.

Dea-Chef: Deutschland bekommt globalen Ölkonzern
14:59 Uhr

Aktien von Waffenproduzent Smith & Wesson brechen ein

Die Titel von American Outdoor Brands brechen vorbörslich um 17 Prozent ein. Die Muttergesellschaft des Handfeuerwaffenherstellers Smith & Wesson leidet unter dessen schwachen Zahlen. Smith & Wesson verbuchte einen 90-prozentigen Absturz des Nettoergebnisses im zweiten Quartal 2017/18.

Paradoxerweise ging es den US-Waffenherstellen unter dem "waffenkritischen" Präsidenten Obama erheblich besser als unter Trump, der die Positionen der Waffenlobby nahezu komplett durchwinkt.

Aktien von Waffenproduzent Smith & Wesson brechen ein
14:44 Uhr

Zypries bestellt Siemens-Bosse ein

Die massiven Sparpläne von Siemens kommen bei der Politik nach wie vor nicht gut an. Bundeswirtschaftsministerin Zypries hat die Konzernleitung jetzt zum Gespräch nach Berlin geladen.

  • Bei dem Treffen am Montag sollen auch Vertreter der betroffenen Bundesländer dabei sein, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Die IG Metall will vor Beginn des Gesprächs erneut gegen die Siemens-Pläne protestieren.

  • Der Münchner Konzern will weltweit rund 6900 Stellen im Geschäft mit Turbinen, Generatoren und Elektromotoren streichen, davon die Hälfte in Deutschland. Die Werke in Görlitz und Leipzig sollen geschlossen werden, für den Standort in Erfurt wird ein Käufer gesucht.

Zypries bestellt Siemens-Bosse ein
12:50 Uhr

Bafin untersucht Steinhoff-Crash

Zeitweise 90 Prozent Wertverlust innerhalb weniger Tag. Dann heute wieder zurück in die Gewinnzone: Der Crash bei den Aktien des deutsch-südafrikanischen Möbelhändlers Steinhoff ruft die Finanzmarktaufsicht Bafin auf den Plan.

Es sei eine routinemäßige Überprüfung des Handels mit Steinhoff-Aktien eingeleitet worden, sagte eine Bafin-Sprecherin. Das Unternehmen steht seit zwei Jahren im Visier der Justiz wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung.

Bafin untersucht Steinhoff-Crash
11:25 Uhr

Dax pleilt dickes Wochenplus an

Der Dax steuert auf eine erfreuliche Wochenbilanz zu

  • Am Vormittag steigt der deutsche Leitindex um mehr als ein Prozent auf 13 188 Punkte. Auf Wochensicht winkt ihm ein Plus von gut zweieinhalb Prozent.

  • Als Kursstützen erwiesen sich freundliche Vorgaben aus Übersee - insbesondere infolge hervorragender Konjunkturdaten aus Japan - und der weiter abbröckelnde Eurokurs, der die Exporte deutscher Unternehmen in Länder außerhalb des Währungsraums erleichtert.

  • Später könnte noch der mit Spannung erwartete, monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA für Impulse sorgen.

  • Der MDax zog um 0,4 Prozent auf 26.242 Zähler an, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,5 Prozent auf 2502 Punkte gewann. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,8 Prozent auf 3603 Punkte zu Buche.

Dax pleilt dickes Wochenplus an
11:02 Uhr

VW will "Bauernopfer" Schmidt offenbar rauswerfen

Als "Bauernopfer" wurde VW-Manager Oliver Schmidt in den vergangenen Tagen in Kommentaren oft bezeichnet. Solidarität sieht jedenfalls anders aus. t

  • Der Volkswagenmanager war jahrelang in führender Position in den USA für den Konzern tätig und für Umweltfragen zuständig. Die US-Justiz sieht ihn als einen - aber keineswegs den einzigen - führenden Kopf bei er Vertuschung der von anderen Mitarbeitern konzipierten Diesel-Abgasmanipulation. Dafür soll er nun sieben Jahre ins Gefängnis.

  • Die Reaktion von Volkswagen: Der Konzern will Schmidt, als verurteilten Straftäter, laut einem "Bild"-Bericht hinauswerfen.

  • Gegenüber "Bild" wollte sich VW zu dem Fall nicht äußern. Der Konzern hält ja eisern an seiner Verteidigungsstrategie fest, dass die Konzernleitung bis zuletzt nichts von der Manipulation geahnt habe und das Unternehmen somit nicht Täter, sondern Opfer von Leuten wie Schmidt sei.

VW will "Bauernopfer" Schmidt offenbar rauswerfen
10:05 Uhr

Europas Konjunktur heizt deutsche Exporte an

Deutschlands Exportwirtschaft hat im Oktober von der Nachfrage insbesondere aus Europa profitiert. Insgesamt gingen Waren im Wert von 108,0 Milliarden Euro ins Ausland. Das war ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat von 6,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Einfuhren stiegen um 8,3 Prozent auf 89,1 Milliarden Euro. Besonders gefragt war "Made in Germany" in der Europäischen Union (plus 8,7 Prozent). Die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU legten um 4,1 Prozent zu. Gegenüber dem Vormonat sanken die Exporte allerdings insgesamt um 0,4 Prozent.

Europas Konjunktur heizt deutsche Exporte an
07:37 Uhr

Dax spannt die Muskeln an

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Eine Woche mit größeren Kursbewegungen: Im Dezembereinstieg reicht die Spanne im Dax von knapp 12.800 bis gut 13.150 Zählern. (Foto: dpa)

Am deutschen Aktienmarkt bereiten sich Börsianer auf einen freundlichen Start in den Freitagshandel vor.

  • Der Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zum Auftakt bei 13.130,00 Punkten gesehen, was einem ansehnlichen Aufschlag von 0,7 Prozent entspricht.

  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer 0,4 Prozent fester bei 13.045,15 Zählern aus dem Handel gegangen. Damit hatte es der Dax am Donnerstag wieder über die Marke von 13.000 Punkten geschafft.

  • Mit Spannung warten Investoren auf die Vorlage des US-Arbeitsmarktberichts für November. Der "Job Report" wird wie üblich gegen 14.30 Uhr (MEZ) erwartet. "Dieser dürfte die letzte Hürde auf dem Weg zu einer Zinserhöhung nächste Woche sein", meinte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Analysten gegen im Schnitt davon aus, dass im November außerhalb der US-Landwirtschaft 200.000 neue Stellen geschaffen wurden.

Die Vorgaben aus Übersee liefern am Morgen leichten Rückenwind: In Tokio schloss der Nikkei-225 1,4 Prozent fester bei 22.811 Punkten. An der New Yorker Wall Street hatte Dow-Jones-Index am späten Vorabend deutscher Zeit 0,3 Prozent im Plus bei 24.211 Punkten geschlossen. Der S&P-500 rückte um ebenfalls 0,3 Prozent vor auf 2636 Zähler. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 6812 Punkte.

Dax spannt die Muskeln an
07:20 Uhr

Bitcoin kommt ins Straucheln

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Keine Zentralbank, keine Münzprägeanstalt: Der Kurs des Bitcoin bleibt dem freien Spiel der Marktkräfte voll ausgesetzt. (Foto: imago/wolterfoto)

Der Höhenflug des Bitcoin scheint vor dem Wochenende vorerst gestoppt.

  • Die Digitallwährung verbilligt sich im frühen Freitagshandel zeitweise um rund zwölf Prozent auf rund 14.500 Dollar.

  • Am Vortag war der Kurs noch um fast 3000 Dollar gestiegen. In der Spitze kostete ein Bitcoin mit fast 16.000 Dollar so viel wie noch nie zuvor.

  • Trotz des jüngsten Kursrutsches liegt der Bitcoin auf Wochensicht noch immer mehr als 30 Prozent im Plus.

Warnende Stimmen sprechen bereits seit längerem von einer gefährlichen Preisblase, die bald platzen könnte. Seit Anfang des Jahres hat der Kurs um mehr als 1500 Prozent zugelegt. Das Risiko extremer Kursschwankungen - inklusive eines möglichen Totalverlusts - bleibe bestehen, heißt es.

Hinter Bitcoin stehen weder Regierungen noch Zentralbanken. Über den Preis entscheiden allein Angebot und Nachfrage. Das virtuelle Geld kann anonym transferiert werden und wird deshalb auch mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht.

Bitcoin kommt ins Straucheln
06:59 Uhr

Euro zieht sich weiter zurück

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Leichte Tendenz zur Abschwächung: Der Euro liegt am Morgen deutlich unter dem EZB-Referenzniveau des Vortages. (Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Im Devisenhandel beginnt der letzte Handelstag der Woche aus europäischer Sicht mit einer anhaltenden Abwärtsbewegung.

  • Der Euro notiert am Morgen mit 1,1766 Dollar 0,08 Prozent unter Vortagesniveau und erreicht bei 1,1761 Dollar ein neues Zwei-Wochen-Tief.

  • Zum Yen notiert die US-Währung im asiatischen Handel unterdessen bei 113,27 Yen.

  • Der Schweizer Franken wird in Tokio derweil mit 0,9954 Franken je Dollar und 1,1702 Franken je Euro gehandelt.

Im New Yorker Handel war der Euro am Vorabend sichtlich unter Druck geraten. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel auf 1,1774 US-Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs wenige Stunden zuvor auf 1,1786 (Mittwoch: 1,1817) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8462) Euro.

Euro zieht sich weiter zurück
06:47 Uhr

Nikkei steigt Richtung Wochenende

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Neue Spannungen im Nahen Osten: Was folgt aus Trumps Jerusalem-Entscheidung für den internationalen Aktienhandel? (Foto: REUTERS)

Der japanische Aktienmarkt folgt den US-Vorgaben vor dem Wochenende ins Plus.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert zum Ende des Vormittagshandels 1,1 Prozent höher bei 22.745 Punkten. Auf Wochensicht liegt der Nikkei damit bisher 0,4 Prozent im Minus - bewegt sich aber insgesamt weiterhin auf rekordhohem Niveau.

  • Der breiter gefasste Topix-Index gewinnt im Freitagshandel 0,7 Prozent auf 1798 Zähler.

  • Ein geopolitischer Unsicherheitsfaktor überschattet die Börsenstimmung in Asien: Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, löst anhaltende Sorgen vor neuen Spannungen im Nahen Osten aus.

Nikkei steigt Richtung Wochenende
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

Schlagzeilen aus der Nacht