Freitag, 12. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
17:41 Uhr

Autowerte bremsen: Dax zollt Rekordserie Tribut

Mit der perfekten Woche für den Dax ist es nichts geworden: Nach vier Handelstagen mit Rekorden endet die Serie am Freitag. Statt sein in dieser Woche erreichtes Allzeithoch von 14.595 Punkten weiter auszubauen, gerät der deutsche Börsenleitindex bereits zum Start unter Abgabedruck. Er fällt bis auf ein Tagestief von 14.451 Zählern, kann sich davon aber im weiteren Verlauf etwas erholen und verabschiedet sich mit einem Minus von 0,5 Prozent und einem Stand von 14.502 Stellen ins Wochenende. Der Wochengewinn von mehr als vier Prozent kann sich dennoch sehen lassen.

Dax
Dax 15.320,52

"Alles in allem hält sich der Dax vergleichsweise stabil heute", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Im Wochenverlauf hat es gleich mehrere Kursturbos gegeben", erläutert sie und verweist auf das 1,9 Billionen Dollar schwere US-Konjunkturpaket, gute Unternehmenszahlen oder auch die "Beruhigungspille der EZB". Dofel unterstreicht: "Die Woche endet zwar mit kleinen Verlusten, mit knapp vier Prozent ist es aber der stärkste Wochengewinn seit mehreren Monaten. Daran ändert auch der Abgabedruck bei den Autowerten vor dem Wochenende nichts mehr."


Im Dax finden sich die Autowerte auf der Verliererseite wieder: Während VW-Papiere knapp ein Prozent abgeben, sind es bei BMW bereits mehr als zwei Prozent. Daimler-Titel büßen rund 2,5 Prozent ein. Topverlierer sind aber die Anteilsscheine von Delivery Hero mit einem Minus von etwa vier Prozent.


Auf der Gewinnerliste präsentieren sich Deutsche Telekom und Deutsche Bank an der Spitze mit Aufschlägen von fast zwei und etwa 1,5 Prozent.

Delivery Hero
Delivery Hero 128,15
Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 16,12

 

17:30 Uhr

Tencent-Großaktionär gerät unter Druck

Eine Strafe der chinesischen Regierung gegen den Internet-Konzern Tencent wegen monopolartigen Verhaltens setzt dem Großaktionär Prosus zu. Die Aktien des Technologie-Investors fallen in Amsterdam rund sechs Prozent.

Tencent Holdings
Tencent Holdings 67,50

16:46 Uhr

Nachfrage-Boom: Lufthansa verdoppelt Flüge zur Osterzeit

Die Lufthansa hat die Anzahl der zur Osterreisezeit angebotenen Flüge nahezu verdoppelt. Die Fluggesellschaft trägt damit einem sprunghaften Anstieg der Buchungen Rechnung: In den vergangenen zwei Wochen gingen bis zu 80 Prozent mehr Buchungen für Mallorca, 20 Prozent mehr Buchungen für die Kanarischen Inseln sowie 50 Prozent mehr für Mexiko ein, wie die die im MDax notierte Airline mitteilt. Die Aufhebung der Reisebeschränkungen für Mallorca durch die Bundesregierung werde diesen Trend weiter verstärken.

Insgesamt bietet Lufthansa ab dem Monatswechsel März/April rund 1.200 europäische Verbindungen an. Das sind den Angaben zufolge rund 200 Prozent mehr Verbindungen ab München und rund 50 Prozent mehr ab Frankfurt im Vergleich zur aktuellen Woche. Besonders nachgefragt sind vor allem Flugziele in Spanien. Der Aktienkurs kann sich dennoch nicht gegen das negative Marktumfeld stellen und verliert rund 2,5 Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 10,59

 

16:17 Uhr

US-Anleger machen Kasse

Wieder anziehende Anleihezinsen haben den Risikoappetit der US-Aktienanleger gezügelt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt entsprechend 1,7 Prozent auf 13.174 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,6 Prozent auf 3917 Zähler, der Dow-Jones-Index steht bei 32.539 Punkten 0,2 Prozent im Plus. Damit steuern die Indizes immer noch auf den größten Wochengewinn seit sechs Jahren zu.

S&P 500
S&P 500 4.137,75

Wegen wachsender Inflationsängste, angefacht durch die billionenschweren Corona-Staatshilfen, rentierten die zehnjährigen T-Bonds am Freitag mit 1,614 Prozent nur knapp unter ihrem 13-Monats-Hoch der vergangenen Woche. "Das Risiko einer Belebung der Inflation hat aufgrund eines Anstiegs der Geldmenge durch Konjunkturhilfen und die zu erwartende Nachfrage, wenn sich die Wirtschaft langsam wieder öffnet, erheblich zugenommen", sagt Stratege Jonathan Bell vom Vermögensverwalter Stanhope Capital.

Nasdaq 100
Nasdaq 100 13.748,26

Die höheren Zinsen schieben die Aktien der großen US-Banken wie JP Morgan, Bank of America und Citigroup an, während Technologiekonzerne wie Facebook, Apple, Amazon.com oder Netflix aus den Depots fliegen.

JP Morgan Chase
JP Morgan Chase 123,80
Apple
Apple 110,00

 

16:03 Uhr

Verluste auf breiter Front: Kurse von BMW, Daimler und VW fallen

Die Autotitel im Dax standen nach ihrem zuletzt guten Lauf unter Abgabedruck. Nach Einschätzung des japanischen Chip-Herstellers Renesas muss die Branche zudem noch länger mit einem weltweit knappen Halbleiterangebot kämpfen. Der Autobranchenindex zählte mit einem Minus von 1,2 Prozent zu den größten Verlierern im marktbreiten Stoxx Europe 600.

BMW büßen knapp zwei Prozent ein. Die Titel werden auch von einer Abstufung der britischen Investmentbank Barclays belastet. Der neu für europäische Autowerte zuständige Analyst Kai Mueller glaubt zwar, dass die traditionellen Hersteller bereits im laufenden Jahr erste Früchte ihrer bisherigen Investitionen ernten und sich gegen Neuankömmlinge zur Wehr setzen sollten. BMW sei aber schon fair bewertet, heißt es.

BMW
BMW 86,18

Die Papiere des Konkurrenten Daimler stuft Mueller zwar hoch und nennt sie neben VW als seinen Favoriten im Sektor. Stärker wog aber eine Aktienplatzierung, so dass die Titel der Stuttgarter fast drei Prozent verlieren. Der kriselnde Autobauer Renault nutzte den zuletzt guten Lauf der Daimler-Aktie für einen Verkauf seiner restlichen Beteiligung. Die Erlöse wollen die Franzosen zum Schuldenabbau nutzen. Die industrielle Partnerschaft sei von dem Verkauf nicht betroffen, heißt es.

Daimler
Daimler 73,59

Volkswagen-Vorzugsaktien verbilligen sich ungeachtet einer Barclays-Kurszielanhebung etwa 1,5 Prozent. Die Wolfsburger legten zudem Absatzzahlen für den Februar vor. Die weltweiten Verkäufe des Konzerns stiegen zwar wieder deutlich - auf dem Heimatmarkt Westeuropa sieht es nach den Corona-Einbrüchen aber nach wie vor düster aus.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

15:23 Uhr

Gericht bewertet "Cum-Ex"-Skandal auch als Bandenbetrug

Im größten deutschen Steuerskandal hält das Oberlandesgericht Frankfurt eine Verurteilung der Angeklagten wegen Bandenbetrugs für möglich. Das OLG bewertet die "Cum-Ex"-Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag, deretwegen unter anderem der Rechtsanwalt Hanno Berger angeklagt ist, auch als gewerbsmäßigen Bandenbetrug und nicht nur als Steuerhinterziehung, wie es mitteilte. Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft. Für die "Cum-Ex"-Transaktionen seien Absprachen unter zahlreichen Beteiligten notwendig gewesen, um die Geschäfte aufeinander abstimmen zu können, begründete das Gericht die Entscheidung. Zudem seien die Gewinne von 113 Millionen Euro innerhalb der aus sieben Mitgliedern bestehenden Gruppe nach einer festen, vorher vereinbarten Quote aufgeteilt worden.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Wiesbaden steht Berger als Schlüsselfigur im Fokus. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sieht ihn als "spiritus rector" des Betrugssystems. Er wird per Haftbefehl gesucht. Seit einer Durchsuchung seiner Frankfurter Kanzlei und Wohnung vor mehr als acht Jahren lebt Berger in der Schweiz. Sein Anwalt bezeichnete die Entscheidung als "sehr befremdlich". In nahezu jedem Kommentar lasse sich nachlesen, dass Steuerhinterziehung nicht auch zugleich Betrug sei. Anlass für den Beschluss war eine Beschwerde Bergers gegen den Haftbefehl. Das OLG sieht seinen Umzug in die Schweiz als Flucht, weil das Land wegen Steuerdelikten nicht nach Deutschland ausliefert.

Bei Cum-Ex-Geschäften ließen sich Anleger eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe von Banken mehrfach erstatten. Dazu verschoben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Dividendenanspruch. Die Fälle zogen weite Kreise, bei Banken und Anwaltskanzleien kam es deswegen immer wieder zu Durchsuchungen. In der bundesweit ersten Cum-Ex-Verhandlung hatte das Landgericht Bonn zwei britische Aktienhändler vor einem Jahr zu Bewährungsstrafen wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

15:06 Uhr

Goldman-Rückstufung setzt Credit Suisse-Kurs weiter zu

Die Credit-Suisse-Aktien setzen ihre Talfahrt fort. Die Titel der Schweizer Großbank büßen weitere rund drei Prozent ein, nachdem die Analysten von Goldman Sachs Credit Suisse erstmals seit fast sieben Jahren auf "Neutral" von "Kaufen" zurückgestuft hatten. Die US-Investmentbank machte dafür vor allem Bewertungs-Überlegungen verantwortlich. Die operative Entwicklung des Zürcher Instituts habe die Erwartungen zuletzt zwar erfüllt oder übertroffen, aber die nicht-operative Entwicklung stelle ein mögliches Risiko dar.

Credit Suisse ist seit Anfang März in den Schlagzeilen, als das Institut Lieferketten-Finanzierungsfonds im Umfang von rund zehn Milliarden Dollar einfror, weil Versicherer ihre Deckung für das Umschuldungsgeschäft des Partners Greensill Capital zurückgezogen hatten. Marktexperten zufolge dürfte der Fall zumindest dem Ruf der Credit Suisse schaden. Im Verlauf des Monats verlor die CS-Aktie bisher rund zehn Prozent an Wert, während der europäische Branchenindex im selben Zeitraum fünf Prozent gewann. 

Credit Suisse
Credit Suisse 8,40

14:41 Uhr

T-Aktie bricht Widerstand: Allzeithoch aber weit entfernt

Nach der Verschnaufpause am Donnerstag ziehen Deutsche Telekom wieder an. Der Kurs steigt rund ein Prozent auf 16,38 Euro. Gestützt wird die Stimmung unter anderem vom 60 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkaufprogramm von T-Mobile US. Die US-Tochter erwartet jährliche Synergien von 7,5 Milliarden Dollar aus der Fusion mit Sprint statt der 6 Milliarden Dollar, die vor dem Abschluss des Deals erwartet wurden.

Mit dem jüngsten Kursschub hat der Kurs der T-Aktie endlich den Widerstand bei 15,50 Euro überwunden, nachdem er seit vergangenem Juni sechsmal daran abgeprallt war. Nächstes Ziel ist das 2020er Hoch bei 16,75 Euro, darüber der Widerstand bei 18,15 Euro, wie Thomas Bopp vom Magazin Traders' sagt. Bei 18,15 Euro liege der höchste Kurs seit über 19 Jahren. Sollte die Aktie auch diesen Widerstand überwinden, gebe es Perspektiven auf Kurse deutlich oberhalb der 20er Marke. Auch dann wären die Höchstkurse allerdings noch weit weg. Ihr Allzeithoch hat die T-Aktie am 6. März 2000 gesehen, es liegt bei 104,90 Euro.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 16,12

14:25 Uhr

EuroStoxx 50 stoppt an Mega-Widerstand

Der Dax verschnauft nach vier Rekordtagen in Folge. Das gleiche Bild zeigt auch der EuroStoxx 50. Hier führen Marktteilnehmer aber auch charttechnische Begleitumstände als belastend zum Wochenschluss an. So hat der Index zuletzt den starken Widerstandsbereich um 3850 Punkte angelaufen. Hier war er bereits 2015 und im vergangenen Jahr nach unten abgeprallt. Darüber bestünde aus technischer Sicht über die 4.000er Marke Luft bis zu den 2007er Hochs bei mehr als 4.500 Punkten. EuroStoxx 50 minus 0,6 Prozent auf 3.824 Punkte. "Jetzt steht erst einmal das weitgehende Verteidigen der Rally-Gewinne ganz oben auf der Agenda", so ein Marktteilnehmer.

EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.014,80

14:06 Uhr

Burberry-Aktien winkt größter Tagesgewinn seit einem Jahr

Ermutigende Geschäftszahlen beflügeln die Burberry-Aktien. Die Anteilsscheine des Luxusgüter-Herstellers stiegen in London zeitweise zehn Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 2185 und steuern auf den größten Tagesgewinn seit einem Jahr zu. Vorläufigen Berechnungen zufolge steigt der Umsatz im laufenden Abschluss-Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 um 28 bis 32 Prozent. Damit belaufe sich der Erlös-Rückgang im Gesamtjahr auf zehn bis elf Prozent. Analysten hatten mit einem Minus von 13 Prozent gerechnet. Die aktuelle starke Erholung sei angesichts der vielerorts noch geschlossenen Läden ermutigend und ein gutes Omen für die gesamte Branche, so Analyst Flavio Cereda von der Investmentbank Jefferies.

Burberry
Burberry 23,00

13:46 Uhr

Luxusmodekonzern überzeugt Anleger mit Ausblick

Ein optimistischer Ausblick beschert dem Luxusmodekonzern Brunello Cucinelli den größten Kurssprung seit neun Jahren. Die Aktien des Spezialisten für Kaschmir-Kleidung steigen in Mailand um gut zwölf Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 40,30 Euro. Das Unternehmen hob sein Ziel für das Umsatzwachstum 2021 auf 15 bis 20 von 15 Prozent an. Für 2022 erwartet es ein Plus von neun bis zehn Prozent.

13:18 Uhr

Corona-Deal beflügelt Altimmune

Der Vertrag mit dem Auftragsfertiger Lonza zum Bau einer Anlage zur Produktion von Corona-Impfstoffen beschert Altimmune einen Kurssprung. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 20 Prozent. Das Unternehmen entwickelt ein Vakzin in Form eines Nasensprays.

12:55 Uhr

Impfstoff-Fortschritte: Novavax-Kurs explodiert

Fortschritte bei der Entwicklung von Coronavirus-Impfstoffen ermuntern Anleger zum Einstieg bei Novavax und Translate Bio. Die Aktien der beiden Pharmafirmen steigen im vorbörslichen US-Geschäft gut 20 beziehungsweise etwa 2,5 Prozent. Novavax zufolge hat sein Vakzin eine Effektivität von 96 Prozent beim ursprünglichen Erreger und 86 Prozent bei der ansteckenderen Großbritannien-Mutation. Translate Bio startet erste klinische Test für seinen gemeinsam mit Sanofi entwickelten Wirkstoff.

Novavax
Novavax 175,12

 

12:34 Uhr

Steigende Bond-Renditen drücken Nasdaq-Future

Der anhaltende Anstieg der Anleihe-Renditen macht Anleger nervös. Sie trennen sich vor allem von US-Technologiewerten, die in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich gelaufen sind. Der Nasdaq-Future fällt zwei Prozent. Wegen wachsender Inflationsängste, angefacht durch die billionenschweren Corona-Staatshilfen, rentieren die zehnjährigen T-Bonds mit 1,614 Prozent nur knapp unter ihrem 13-Monats-Hoch der vergangenen Woche.

12:20 Uhr

Für 60 Milliarden Dollar: T-Mobile US plant Rekord-Aktienrückkauf

Ein Jahr nach der Fusion mit Sprint stellt die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom für die nächsten Jahre milliardenschwere Aktienrückkäufe in Aussicht. T-Mobile US will von 2023 bis 2025 trotz umfangreicher Investitionen in das 5G-Netz für 60 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Damit sollen die unerwartet hohen Kostensynergien aus der Großfusion mit Sprint den Anteilseignern zugutekommen, wie es auf dem Kapitalmarkttag heißt.

So rechnet der zweitgrößte Mobilfunker der USA inzwischen damit, die vor der Sprint-Übernahme in Aussicht gestellten Finanzziele deutlich zu übertreffen. Zum einen werden die Einnahmen höher ausfallen, zum anderen statt der angekündigten 6 Milliarden Dollar Kostensynergien wohl 7,5 Milliarden herauskommen.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 16,12
T-Mobile US
T-Mobile US 109,92

 

11:51 Uhr

Bitcoin flirtet mit neuem Rekordhoch

Bitcoin-Anleger laufen sich für den Sprung auf ein neues Rekordhoch und den Test der psychologisch wichtigen 60.000er Marke warm. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise notiert mit 57.060 Dollar nur etwa 1400 Dollar unter ihrer bisherigen Bestmarke.

10:41 Uhr

Daimler ruft 2,6 Millionen Autos zurück

Daimler ruft wegen möglicher Softwareprobleme 2,6 Millionen Mercedes-Benz-Fahrzeuge in China zurück. Bei einem Unfall könne es vorkommen, dass die Software nicht den korrekten Standort des Fahrzeugs übermittle, teilt die zuständige Aufsicht mit. Daimler lehnte eine Stellungnahme ab. Erst im Februar hatte Daimler knapp 1,3 Millionen Autos in den USA aus einem ähnlichen Grund zurückgerufen. Das Problem mit der Software solle durch ein Update behoben werden, hieß es damals.

10:24 Uhr

Analystenkommentar beflügelt Freenet-Kurs

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Freenet. Die Aktien des Mobilfunkers steigen um knapp drei Prozent auf ein 13-Monatshoch von 20,50 Euro. Die Experten der Barclays Bank haben die Papiere auf "Overweight" hochgestuft.

Freenet
Freenet 20,33

10:01 Uhr

Deutsche Bank schüttet Milliarden-Boni aus 

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REUTERS

Die Deutsche Bank zahlt für das vergangene Jahr 1,9 Milliarden Euro an Boni. Das sind 29 Prozent mehr als Deutschlands größtes Geldhaus seinen Mitarbeitern für 2019 ausgeschüttet hatte, wie aus dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. 2020 hatte die Deutsche Bank erstmals seit 2014 einen Gewinn erwirtschaftet.

Die Gesamtvergütung für den zehnköpfigen Vorstand belief sich für das Geschäftsjahr 2020 auf 50 Millionen Euro im Vergleich zu 36 Millionen Euro im Vorjahr. Damals waren aber zwei Personen weniger im Top-Management.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79

09:44 Uhr

RTL Gruppe prüft Verkauf von Sender

Der europäische Fernsehkonzern RTL muss wegen der Corona-Krise einen Gewinneinbruch wegstecken. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebita) sank 2020 um rund 26 Prozent auf 853 Millionen Euro, wie die RTL Group mitteilt. Der Umsatz fiel 9,5 Prozent auf 6,02 Milliarden Euro. Nach dem Einbruch wegen des Lockdowns im Frühjahr profitierte die Bertelsmann-Tochter im zweiten Halbjahr und im Schlussquartal wieder von einem besseren TV-Werbemarkt. RTL-Chef Thomas Rabe bekräftigt, dass es gute Gründe für eine "Konsolidierung im europäischen TV-Geschäft" gebe. "Wir prüfen derzeit solche Optionen für unseren Kontrollanteil an der französischen Groupe M6 – mit dem Ziel, Werte für unsere Aktionäre zu schaffen." Er fügt hinzu: "Derzeit kann es keine Gewissheit geben, dass dies zu einer Vereinbarung oder Transaktion führen wird."

Der 48-Prozent-Anteil an M6 hat - nach dem Schlusskurs der Aktie vom Donnerstag - einen Marktwert von rund 1,1 Milliarden Euro. Interesse bekundet haben Insidern zufolge bereits der französische Medienkonzern Vivendi, der französische Mischkonzern Bouygues, der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky und der französische Telekomunternehmer Xavier Niel. Auch Italiens Medienhaus Mediaset schaue sich M6 genau an, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Sache vertrauten Person.

Die RTL-Anteilseigner sollen eine Dividende von 3,00 Euro pro Aktie erhalten. Für das laufende Jahr erwartet das Management einen operativen Gewinn von rund 975 Millionen Euro. Dazu gehören auch Anlaufverluste der Streaming-Dienste von rund 150 Millionen Euro. Der Umsatz soll 2021 auf 6,2 Milliarden Euro klettern.

Die im MDax notierten RTL-Aktien präsentieren sich kaum verändert und notieren um 49,20 Euro. M6-Titel dagegen gewinnen knapp sechs Prozent und sind mit 19,04 Euro so teuer wie zuletzt vor rund drei Jahren.

RTL Group
RTL Group 49,36

09:08 Uhr

Rally ausgebremst: Dax rutscht unter die 14.500

Vier Handelstage, vier Allzeithochs beim Dax, das Plus bisher: mehr als 4,5 Prozent oder über 650 Punkte. Doch trotz der starken Vorgaben von Seiten der Wall Street startet der deutsche Börsenleitindex mit leichten Verlusten in den Freitagshandel. Er notiert 0,6 Prozent schwächer bei 14.481 Zählern. Er kann die 14.500er Marke nicht halten und entfernt sich auch etwas von seinem erst am Donnerstag erzielten Rekordstand von 14.595 Punkten.

ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf spricht von einer "kleinen Verschnaufpause" zum Handelsstart. "Der Dax hat aber auch richtig Gas gegeben in dieser Woche", kommentiert sie. "Das Umfeld ist nach wie vor positiv. Das US-Konjunkturpaket, das jetzt ins Laufen kommt, stützt ebenso wie weiterhin niedrig bleibenden Zinsen im Euroraum."

08:42 Uhr

Inflation gewinnt an Fahrt 

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Februar wegen teurerer Kraftstoffe so stark gestiegen wie seit Beginn der Corona-Krise vor rund einem Jahr nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte.

Höher lag die Teuerungsrate zuletzt im März 2020 mit 1,4 Prozent. "Damit hat die Inflationsrate nach dem Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze zum Jahreswechsel im zweiten Monat in Folge fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht", so das Statistikamt. Im Januar betrug die Teuerungsrate noch 1,0 Prozent.

Experten zufolge könnte die Teuerungsrate ab Jahresmitte die Zwei-Prozent-Marke überspringen, denn ab Juli 2021 dürfte sich die Senkung der Mehrwertsteuer in der Statistik niederschlagen. Diese war in der zweiten Jahreshälfte 2020 von 19 auf 16 beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt worden, um die Konjunktur im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie anzukurbeln. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet im Gesamtjahr mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent. 2020 lag sie bei 0,5 Prozent.

08:14 Uhr

Daimler-Aktien verlieren kräftig

Der Verkauf eines milliardenschweren Aktienpakets durch Renault setzt Daimler zu. Die Titel des deutschen Autoherstellers fallen vorbörslich um 1,4 Prozent - sie sind damit Schlusslicht im Dax.

Daimler
Daimler 73,59

Renault trennt sich von seinem gesamten Anteil an Daimler in Höhe von 1,54 Prozent des Aktienkapitals, was einem Gegenwert von rund 1,18 Milliarden Euro auf Basis des Schlusskurses von gestern. Nun bleibt abzuwarten, wie schnell und zu welchem Preis dieses vom Volumen her große Paket untergebracht wird.

Der Zeitpunkt ist sicherlich gut gewählt, handelte die Daimler-Aktie diese Woche mit Kursen um 72 Euro auf dem höchsten Niveau seit sechs Jahren. Die Franzosen wollen mit dem Erlös den Abbau der Schulden beschleunigen.

08:01 Uhr

Der Euro verliert an Kraft

Der Euro ist heute nach drei Tagen mit Kursgewinnen wieder etwas gesunken. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1955 US-Dollar gehandelt, nachdem sie in der vergangenen Nacht bis knapp an die Marke von 1,20 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1969 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

Der US-Dollar legt zu allen anderen wichtigen Währungen zu und belastet im Gegenzug den Euro. Nachdem die Gemeinschaftswährung in der ersten März-Woche bereits kräftig gefallen war, hatte es in den vergangenen Handelstagen eine Kurserholung gegeben.

Am Markt wird die aktuelle Dollar-Stärke mit einem Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen erklärt. Dies locke verstärkt Kapital in die USA. Derzeit wird eine zehnjährige US-Staatsanleihe mit einer Rendite von 1,58 Prozent gehandelt und damit deutlich höher als gestern. Zum Vergleich: Deutsche Bundesanleihen mit der gleichen Laufzeit rentieren derzeit mit minus 0,33 Prozent.

07:40 Uhr

Dax holt nach Rekordserie Luft

Die europäischen Aktienmärkte werden heute wohl einen kleinen Tick tiefer in den Tag starten. So stellt IG den Dax bei 14.550 Punkten nach dem gestrigen Schluss bei 14.569 Zählern. Spannend bleibt, ob der Dax seine Serie von vier Tagen mit Allzeithochs fortsetzen kann.

Die Nachrichtenlage ist am Morgen extrem dünn. Die Bundesanleihen starten derweil kaum verändert in den Tag, nachdem sich die EZB gestern die Option eingeräumt hatte, demnächst über das PEPP-Programm zeitweise mehr Anleihen zu erwerben.

"Die Ausweitung der PEPP-Anleihekäufe kann wohl als direkte Reaktion auf den jüngsten Anstieg der Renditen und als Signal an den Markt gedeutet werden, weitere Renditeanstiege so geordnet wie möglich zu halten", so Paul Brain, Manager des BNY Mellon Global Dynamic Bond Fund. Mit ihren potenziellen zusätzlichen Anleihekäufen setze sich die EZB von anderen Zentralbanken wie der Fed ab, die sich auf verbale Interventionen beschränkt.

Dax
Dax 15.320,52

07:23 Uhr

Japans Börsen feiern Joe Biden - Chinas nicht

Nachdem US-Präsident Joe Biden das Gesetz über ein Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar unterzeichnet hat, haben die Aktienmärkte in Ostasien zugelegt - die chinesischen Börsen bleiben jedoch auffällig zurück.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Die Börsen folgen damit den guten Vorgaben der Wall Street. Hier hatten Technologiewerte ihre jüngste Rally fortgesetzt.

Zusätzlich hat ein Rückgang der Anleiherenditen über Nacht die globalen Sorgen über eine steigende Inflation gelindert und die Börsen damit beflügelt. Und als ob das nicht schon genug gute Nachrichten wären, hat auch noch die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt, sie sei bereit, das Gelddrucken zu beschleunigen, um die Kreditkosten in Zaum zu halten und ihr 1,85 Billionen Euro schweres Pandemic Emergency Purchase Program (PEPP) in den kommenden Monaten großzügiger einzusetzen.

All das und eine besser als erwartete Auktion von US-Staatsanleihen könnte eine Rallye bei Tech-Aktien und eine Rotation zwischen Wachstums- und Value-Aktien in den nächsten Wochen unterstützen, meint Cliff Zhao, Chefstratege bei der China Construction Bank International in Hongkong: "Aber im zweiten Quartal (wird) der Markt immer noch sehr volatil sein, vor allem wenn wir uns den US-Dollar ansehen. Der ist viel stärker als wir das gegen Ende des vergangenen Jahres erwartet haben."

Am stärksten geht es an der Börse in Tokio (+1,4%) nach oben, gestützt von Elektronikwerten. So steigen Omron um 3,8 Prozent, für die Aktie des Lampen-Herstellers Koito geht es um 4,9 Prozent nach vorne. Advantest gewinnen 4,4 Prozent. Rakuten machen einen Sprung um 7,6 Prozent, nach Medienberichten, wonach der E-Commerce-Riese mit Japan Post eine Partnerschaft eingeht.

Der Kospi in Südkorea rückt ebenfalls 1,4 Prozent nach vorne. Auch hier stehen Technologie- und Internetwerte oben auf den Kauflisten der Anleger. Das Index-Schwergewicht Samsung gewinnt 0,9 Prozent. Für die Aktie des Chip-Herstellers SK Hynix geht es um 2,9 Prozent hoch. LG Electronics steigen um 3,7 Prozent.

Die chinesischen Börsen bleiben dagegen merklich zurück. Hier drücken wohl politische Spannungen um Hongkong zwischen Washington und Peking auf die Kurse, nachdem die USA die geplante Wahlrechtsänderung für die chinesische Sonderverwaltungszone erneut scharf kritisiert haben. Der Shanghai-Composite (+0,4%) erholt sich von einem schwachen Handelsstart jedoch wieder etwas. Der Hang-Seng in Hongkong büßt indessen 0,3 Prozent ein.

06:50 Uhr

Tesla-Werk in Kalifornien fängt Feuer

Im Tesla-Werk in Kalifornien hat sich ein Zwischenfall ereignet. Hydraulikflüssigkeit in einer Presse, der sogenannten "Giga Press", habe Feuer gefangen, teilte die Feuerwehr von Fremont mit und sprach von einem kleinen Feuer. Hydraulikflüssigkeit sei als Quelle des Feuers identifiziert worden. Es sei niemand verletzt worden.

Ein von einem Hubschrauber aufgenommenes Video zeigte, dass das Feuer gelöscht wurde. Tesla reagierte nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme oder mehr Details. In dem Werk in Fremont arbeiten rund 10.000 Mitarbeiter, dort werden die Baureihen Model S, Model 3, Model X und Model Y produziert

06:07 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der Dax hat in dieser Handelswoche bislang nur Gewinne verbucht. Insgesamt belaufen sich die Aufschläge bis inklusive Donnerstag auf rund 4,7 Prozent. Sein Allzeithoch schraubte der deutsche Börsenleitindex in den vergangenen Tagen bis auf mittlerweile 14.595 Zähler nach oben, getrieben auch von neuen Rekordständen an der Wall Street, wo auch die Technologiewerte wieder in den Rally-Modus geschaltet haben. Legt der Dax auch am Freitag zu, könnte ihm eine perfekte Handelswoche glücken. Mögliche Impulsgeber sind allerdings rar gesät.

Auf der Konjunkturseite stehen etwa am Morgen die endgültigen deutschen Verbraucherpreise auf der Agenda. Am Nachmittag folgen noch die US-Erzeugerpreise. Beide Kennzahlen haben Anleger im Blick vor dem Hintergrund steigender Preise und Inflationssorgen. Frische Daten zur Entwicklung der EU-Industrieproduktion werden auch veröffentlicht.

Von Unternehmensseite liefern die RTL Gruppe, zu der auch ntv gehört, und Atoss Software Einblicke in ihre Geschäftsentwicklungen.

Mehr zum bisherigen Verlauf der Handelswoche lesen Sie: hier.

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