Freitag, 30. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:44 Uhr

Dax sucht "klare Richtung"

Der Dax beendet eine Woche ohne klare Richtung mit einem geringen Abschlag von 0,1 Prozent und 15.136 Punkten. Im Freitagshandel bewegt sich der deutsche Börsenleitindex zwischen 15.146 Zählern im Tagestief und 15.244 Punkten im Hoch. Der Donnerstagsabrutscher auf 15.085 Stellen bleibt damit das Wochentief. Gute Quartalsergebnisse nutzen Anleger zu Gewinnmitnahmen - wie auch an der Wall Street.

Dax
Dax 15.385,59

"In dieser Woche gab es kein neues Allzeithoch beim Dax", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Es gab in dieser Woche aber auch keine Korrektur", erläutert sie und spricht von einem "insgesamt verhaltenen Handel". "Die große Frage lautet nun: Geht es in der kommenden Woche in eine klare Richtung?"

Bei den Einzelwerten gibt es die klare Richtung: An der Spitze der Dax-Gewinner finden sich die Titel von MTU nach einem überzeugenden Ergebnisausweis. Die Titel verteuern sich mehr als vier Prozent. BASF büßen zwar mehr als vier Prozent ein, werden aber mit Dividendenabschlag gehandelt. Delivery Hero geben mehr als ein Prozent ab.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 211,70
BASF
BASF 69,05

 

17:03 Uhr

Dermapharm produziert Millionen Corona-Impfdosen: Biontech-Kurs springt an

Dermapharm hat in einem Werk in Reinbek bei Hamburg offiziell mit der Produktion des Impfstoffs von Biontech begonnen. Nach Angaben des Unternehmens betragen die monatlichen Produktionskapazitäten bei der Tochtergesellschaft Allergopharma in dem schleswig-holsteinischen Ort 40 bis 50 Millionen Impfdosen. "Unser besonderes Know-how bei der Arzneimittelherstellung, insbesondere im Umgang mit Lipidnanopartikeln, ist die Grundlage unserer Kooperationsvereinbarung mit BioNTech SE", sagt Dermapharm-Chef Hans-Georg Feldmeier. Dermapharm-Aktien legen leicht zu, Biontech deutliche 4,6 Prozent.

Dermapharm
Dermapharm 70,90
Biontech
Biontech 160,15

16:50 Uhr

Exxon ist zurück in schwarzen Zahlen

Der größte US-Ölmulti Exxonmobil hat nach einer Verlustserie in der Corona-Krise zu Jahresbeginn erstmals seit Ende 2019 wieder Gewinn gemacht. In den drei Monaten bis Ende März verdiente Exxon unterm Strich 2,7 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilt. Vor einem Jahr hatte die Bilanz ein Minus von 610 Millionen Dollar ausgewiesen. Insgesamt war 2020 ein Verlust von über 20 Milliarden Dollar angefallen.

Der Start ins neue Jahr verlief dank kräftig gestiegener Ölpreise weitaus besser. Exxon erhöhte den Umsatz um rund fünf Prozent auf 59,1 Milliarden Dollar und steigerte die Ölproduktion zum Vorquartal um drei Prozent auf 3,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Dennoch reagierte die Aktie vorbörslich zunächst mit leichten Verlusten. Der Kurs hatte seit Jahresbeginn aber auch schon um 43 Prozent zugelegt.

ExxonMobil
ExxonMobil 49,95

16:23 Uhr

Wall Street schwächelt - trotz Amazon-Rekord

Am Ende einer starken Börsenwoche ziehen sich die Anleger an der Wall Street zurück. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 verlieren zunächst 0,4 Prozent auf 33.937 und 4193 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt 0,5 Prozent auf 14.027 Punkte. Dank starker Quartalszahlen großer Tech-Konzerne steuerten die nicht weit von ihren Rekordständen entfernten Indizes trotzdem auf einen Wochengewinn zu.

S&P 500
S&P 500 4.161,75

"Ein Großteil der Firmenbilanzen liegt bereits vor, und so ist der Markt in träges Fahrwasser geraten und die Anleger richten nun den Blick auf das wirtschaftliche Bild", sagt Peter Cardillo, Chef-Marktökonom beim Vermögensverwalter Spartan Capital in New York. Die US-Verbraucher haben ihren Konsum zuletzt kräftig erhöht. Ihre Ausgaben im März stiegen um 4,2 Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium mitteilt. Ökonomen hatten mit plus 4,1 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar noch ein Minus von 1,0 Prozent gegeben hatte.

Bei den Einzelwerten stechen Twitter mit einem Minus von zwölf Prozent heraus. Damit steuerten die Aktien auf den größten Kursrutsch seit sechs Monaten zu. Anleger verschreckte die Warnung des Kurznachrichtendienstes vor einem verlangsamten Wachstum der Nutzerzahlen. Der für das laufende Quartal angepeilte operative Verlust von 120 bis 170 Millionen Dollar falle zudem größer aus als erwartet, sagte Analyst John Blackledge vom Vermögensverwalter Cowen.

Twitter
Twitter 42,34

Ein Rekord-Quartalsgewinn treibt hingegen den Kurs von Amazon um mehr als ein Prozent an. "Zwar dürfte sich die Erlösdynamik mit dem Erfolg der Impfkampagnen etwas abmildern, jedoch dürfte dies auf der Gewinnseite durch die hervorragenden Perspektiven der lukrativen Geschäftsfelder Cloud Computing und Onlinewerbung mehr als ausgeglichen werden", kommentierte DZ Bank-Analyst Ingo Wermann.

Amazon
Amazon 2.656,00

16:01 Uhr

Intel strebt Milliarden-Hilfe für Chipfabrik an: Standort in Deutschland?

Der US-Chipkonzern Intel strebt einem Bericht zufolge staatliche Hilfen in Höhe von acht Milliarden Euro für den Bau einer Chipfabrik in Europa an. Intel-Chef Pat Gelsinger sagte der Zeitschrift "Politico", sein Unternehmen habe sowohl die USA als auch die europäischen Regierungen aufgefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Chipproduktion dort im Wettbewerb mit Asien bestehen könne. Gelsinger sollte am Freitag in Brüssel EU-Kommissar Thierry Breton zu Gesprächen über eine europäische Halbleiterstrategie treffen.

Als möglichen Standort für eine Chipfabrik brachte Gelsinger Deutschland ins Gespräch: "Geopolitisch, wenn man in Europa sein will, will man in Kontinentaleuropa sein", sagte er. "Wir denken, dass Deutschland ein guter Kandidat ist - nicht der einzige, aber ein guter Kandidat." Am Donnerstag hatte er mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier gesprochen. Einem Intel-Sprecher zufolge kam er auch mit Managern von BMW und der Deutschen Telekom zusammen. Insidern zufolge soll er auch den Hauptsitz von Volkswagen besucht haben.

Insidern zufolge hegt die Europäische Union Pläne für eine Chip-Allianz mit den heimischen Branchengrößen STMicroelectronics, NXP, Infineon und ASML, um die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern zu reduzieren. Die Chip-Industrie ist aus Kostengründen fast vollständig nach Asien abgewandert. Autobauer und andere Industriekonzerne ächzen derzeit unter der Halbleiter-Knappheit, die den erhofften Aufschwung nach der Corona-Pandemie zu bremsen droht. Mit einer europäischen Chip-Allianz ließe sich das künftig nach Ansicht der EU verhindern. 

Intel
Intel 45,65

15:20 Uhr

Nach Corona-Krisenjahr: Anleger glauben an MTU

Als "angesichts der Luftfahrtkrise in Ordnung" werden die Zahlen von MTU Aero zum ersten Quartal bezeichnet. "Man darf sich nichts vormachen, das Unternehmen ist einfach geschrumpft", sagt ein Händler. Dies spiegele sich in sämtlichen Kennzahlen von Umsatz über Gewinn bis hin zur Verschuldung. Dies sei aber "das" Problem der Luftfahrtbranche schlechthin und längst eingepreist. Daher werde eher auf das Management dieser Krise geachtet, und hier sehe MTU recht gut aus.

Im Vergleich zum corona-freien Vorjahresquartal brach der Umsatz zwar um 22 Prozent und der Nachsteuergewinn um 55 Prozent ein, allerdings konnte auch die Verschuldung um 14 Prozent gesenkt und der Cashflow sogar um 54 Prozent gesteigert werden. Da MTU den Ausblick bestätigt hat, sollte das die Aktien stützen. "Dazu hat die Société Générale die Aktien von der Verkaufsliste genommen", so der Händler. MTU-Papiere ziehen mehr als fünf Prozent an.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 211,70

14:52 Uhr

Volkswagen will Computerchips selbst entwickeln

Volkswagen will neben der Software für selbstfahrende Autos auch die dafür nötigen Hochleistungschips selbst entwickeln. "Um bei den hohen Anforderungen im Auto die optimale Leistung zu erzielen, müssen Software und Hardware aus einem Guss kommen", sagt Konzernchef Herbert Diess dem "Handelsblatt". Die Fähigkeit dazu solle die konzerneigene Softwaretochter Cariad entwickeln. Apple und Tesla hätten mehr Kompetenz bei Halbleitern, sagte Diess. Um mit denen auf Augenhöhe zu kommen, wolle der Autokonzern das Wissen der Tech-Konzerne Mobileye und Nvidia nutzen, berichtete die Zeitung. Selbst fertigen wolle der Konzern Halbleiter nicht, aber deren Design und technische Auslegung bestimmen und nach Möglichkeit die Patente besitzen.

Mit der auf Kamerasysteme für Roboterautos spezialisierten Intel-Tochter Mobileye arbeitet Volkswagen bereits zusammen. Die Partnerschaft könnte ausgeweitet werden, vermuten Experten. Dazu passt die Nachricht, dass sich Intel-Chef Pat Gelsinger einem Insider zufolge am Donnerstag in Wolfsburg aufgehalten hat. Wen er bei VW getroffen hat und worüber gesprochen wurde, ist nicht bekannt. Volkswagen äußerte sich nicht. Intel bestätigte lediglich, dass Gelsinger BMW und die Deutsche Telekom besucht habe. Der Münchner Autobauer kooperiert im Rahmen einer Allianz mit Mobileye und anderen Partnern. Nvidia ist einer der wichtigsten Hersteller von Chips für die Autoindustrie. Auch Volkswagen bezieht Halbleiter-Bauteile von dem US-Unternehmen.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,35
Intel
Intel 45,65

 

14:25 Uhr

Chip-Zulieferer Aixtron bei Analysten und Anlegern gefragt

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Aixtron. Die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers steigen mehr als fünf Prozent auf etwa 17,35 Euro. Die Experten der Berenberg Bank haben die Titel auf "Buy" von "Hold" hochgesetzt und das Kursziel auf 20 von 18 Euro angehoben.

Aixtron
Aixtron 15,46

13:59 Uhr

Euro-Inflation zieht kräftig an

Die Inflation in der Eurozone kommt immer stärker in Gang. Im April stiegen die Lebenshaltungskosten binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat nach einer Schnellschätzung mitteilt. Das ist das stärkste Plus seit zwei Jahren. Volkswirte hatten mit einer Rate in dieser Höhe gerechnet. Bereits im März waren die Verbraucherpreise um 1,3 Prozent gestiegen. Vor allem die Energiepreise kletterten im April kräftig, nachdem sie sich schon im Vormonat erhöht hatten.

Das Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp unter zwei Prozent Inflation für den Währungsraum rückt damit wieder ein Stück näher. Diese Marke verfehlen die Währungshüter bereits seit Jahren. Die Notenbank rechnet allerdings damit, dass der aktuelle Preisschub nur vorübergehend und nicht nachhaltig ist und sich 2022 wieder abschwächt. EZB-Vize Luis de Guindos hält es aber für möglich, dass die Teuerung zum Ende des laufenden Jahres zeitweise bei über zwei Prozent liegt.

Energie verteuerte sich im April besonders stark um 10,3 Prozent. Im März hatten die Energiepreise noch um 4,3 Prozent angezogen. Die Preise für Industriegüter ohne Energie erhöhten sich im April um 0,5 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen stiegen um 0,9 Prozent.

12:41 Uhr

Ethereum steigt vierten Tag in Folge

Ethereum setzt erneut zum Sprung über die psychologisch wichtige 3000er Marke an. Die zweitwichtigste Cyber-Devise steigt um 3,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 2805,95 Dollar. Ethereum stehle dem Platzhirschen Bitcoin die Show, sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Es profitiere unter anderem der Aussicht auf Änderungen an seiner Blockchain-Datenbank im Juli, die Transaktionen beschleunigen und die Kosten dafür senken soll. Der Ethereum-Kurs ist seit Jahresbeginn um rund 280 Prozent gestiegen, etwa drei Mal so stark wie Bitcoin.

11:54 Uhr

Test von 70 Dollar verfrüht: Indiens Corona-Entwicklung bremst Öl aus

Die explodierenden Coronavirus-Infektionen in Indien veranlassen Rohöl-Anleger zu Gewinnmitnahmen. Brent verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 68,19 Dollar je Barrel. Die Erholung der Nachfrage verläuft ungleichmäßig und der Anstieg der Fälle in Indien eine Mahnung, dass ein Test der Marke von 70 Dollar verfrüht wäre, schreiben die Analysten des Research-Hauses Energy Aspects.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,73
Rohöl WTI
Rohöl WTI 65,53

 

13:15 Uhr

Wall Street: Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende?

Der Wall Street steht am Freitag eine leichtere Handelseröffnung bevor. Nach den abermaligen Rekordhochs des Vortages machten Anleger vor dem Wochenende Kasse, heißt es. Trotz der sich anbahnenden Abgaben dürfte der April dennoch den besten Börsenmonat seit November stellen. Begünstigt wird die absehbare Abgabebereitschaft durch schwache Konjunkturdaten in China, wo die Einkaufsmanagerindizes für verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor im April gesunken sind und die Erwartung verfehlt haben.

Zudem machen die Corona-Schlagzeilen Sorgen. Die aktuelle Infektionswelle wütet vor allem in Japan, Brasilien und am schlimmsten in Indien. Die Entwicklung könnte globale Lieferketten empfindlich stören, wodurch die Preise steigen könnten. Dadurch könnte die ohnehin hohe Inflation in den USA zusätzlich befeuert werden, heißt es im Handel. "Das ist es, wo der Markt steht: Ein Ringen zwischen diesen beiden Entwicklungen", sagt Chefinvestmentstratege Edward Park von Brooks Macdonald mit Blick auf anziehendes Wachstum einer- und steigende Inflation andererseits.

11:10 Uhr

Spaniens Wirtschaft schrumpft

Die Corona-Krise hat die spanische Wirtschaft Anfang 2021 wieder gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zwischen Januar und März um 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt mitteilt. Ökonomen hatten genau mit diesem Minus gerechnet. Ende 2020 stagnierte Spaniens Wirtschaft noch. Strenge Einschränkungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie und ein massiver Schneesturm im Januar dämpften die Konjunktur dann erneut. Im Vergleich zum Vorjahresquartal fiel das BIP sogar um 4,3 Prozent.

10:58 Uhr

Dax ignoriert schwächeres deutsches BIP

Mit 0,5 Prozent im Plus hält sich der Dax "erstaunlich gut", heißt es im Handel mit Blick auf das noch schwächer als befürchtet ausgefallene BIP in Deutschland. Es ging gegenüber dem Vorquartal um 1,7 Prozent statt erwarteter 1,5 Prozent zurück. In den USA schoss es im gleichen Zeitraum dagegen um 6,4 Prozent nach oben. Analysten versuchen nun, schnell das deutsche Impfdebakel zu vergessen, und hoffen auf ein besseres zweites Quartal. Zudem fiel es besser aus in Spanien und Frankreich.

Dax
Dax 15.385,59

10:41 Uhr

Synlab stolpert an die Börse

Eher enttäuschend verläuft der Börsengang des Münchener Labordienstleisters Synlab. Der erste Kurs der Aktie im Xetra-Handel lag bei 18,00 Euro und entsprach damit exakt dem Ausgabepreis, der schon am unteren Ende der zunächst genannten Spanne von 18 bis 23 Euro gelegen hatte. Ihr bisheriges Tageshoch erreichte die Aktie bei 18,37 Euro, aktuell notiert sie bei 18,15 Euro.

Bei Bekanntgabe des Ausgabepreises hatte Synlab mitgeteilt, dass sich das Gesamtvolumen des Angebots auf 772 Millionen Euro belaufe, unter der Annahme der vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option.

10:17 Uhr

Für Corona-Impfstoff: Astrazeneca nimmt weniger Gewinn in Kauf - Kurs steigt

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat für seinen Corona-Impfstoff einen geringeren Gewinn in Kauf genommen. Im ersten Quartal sei der Ertrag je Aktie deswegen drei Cent geringer ausgefallen, teilt das Unternehmen mit. Weltweit nahm der Konzern 275 Millionen Dollar mit seinem Impfstoff ein, den größten Teil davon in Europa. Der Pharmakonzern hatte angekündigt, während der Pandemie keinen Gewinn mit seinem Impfstoff erwirtschaften zu wollen. In den drei Monaten bis Ende März seien 68 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

Insgesamt stieg der Umsatz um elf Prozent währungsbereinigt auf 7,32 Milliarden Dollar, der Kerngewinn je Aktie lag bei 1,63 Dollar. Die Zahlen fielen besser aus als Analysten erwartet hatten. Für die zweite Jahreshälfte sagte Astrazeneca-Chef Pascal Soirot eine Geschäftsbelebung voraus, wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückgingen. Für die Aktien geht es mehr als drei Prozent nach oben.

AstraZeneca
AstraZeneca 91,25

 

09:52 Uhr

Kanadischer Dollar steigt auf Dreijahreshoch

Die geplante Straffung der kanadischen Geldpolitik gibt der Währung des Landes erneut Auftrieb. Im Gegenzug fällt der US-Dollar auf ein Drei-Jahres-Tief von 1,2264 kanadischen Dollar. Die Bank of Canada hatte vor knapp zwei Wochen eine Drosselung ihrer Wertpapierkäufe angekündigt und die Tür für eine Zinserhöhung aufgestoßen.

09:10 Uhr

Dax startet Gegenreaktion

Korrigiert der Dax? Das Tagestief vom Donnerstag mit 15.085 Punkten und ein Abschlag von am Ende 0,9 Prozent auf 15.154 Stellen könnten Hinweise darauf sein. Doch die Wall Street liefert Rekorde - und damit auch positive Vorgaben. Diese stützen die Kurse am deutschen Aktienmarkt zum Start in den Wochenschluss zunächst: Der Dax legt 0,3 Prozent auf 15.203 Zähler zu.

"Der Dax ist heute relativ müde unterwegs. Die positiven Vorgaben von der Wall Street und dort vor allem von den Techwerten helfen bislang nur leicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Allerdings lag der Dax vorbörslich auch schon im Minus."

08:48 Uhr

Synlab quält sich aufs Parkett

Der Labordienstleister Synlab ist trotz Corona-Pandemie nur mit großer Anstrengung auf die Zielgerade zu seinem Börsengang eingebogen. Der endgültige Angebotspreis für die angebotenen Aktien sei auf 18 Euro je Stück festgelegt worden, teilte das Unternehmen in München mit. Damit wird nur das untere Ende der Preisspanne von 18 bis 23 Euro realisiert.

Zudem müssen die Aktionäre, darunter Finanzinvestoren und der Gründer Bartl Wimmer, kleinere Brötchen backen. Statt der angepeilten 27,5 Millionen Aktien bieten sie nur 20,7 Millionen Stücke an. Hinzu kommen 22,2 Millionen Anteilscheine aus einer Kapitalerhöhung. Insgesamt hat der Börsengang ein Volumen von 772 Millionen Euro.

Dem Unternehmen selbst fließen brutto 400 Millionen Euro zu. Synlab will früheren Angaben zufolge mit dem Geld aus dem Börsengang die Schulden senken.

08:41 Uhr

Vor Inflationsdaten: Anleger dürften Nerven zeigen

Zum Monatsende wird der Dax laut Berechnungen von Banken und Brokerhäusern mit leichten Verlusten starten. Am Vortag hatte er 0,9 Prozent auf 15.154,20 Punkte verloren.

Börsianer richten ihr Augenmerk unter anderem auf die anstehenden europäischen Inflationsdaten, nachdem die Teuerung in Deutschland auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert war.

Experten erwarten für April einen Preisanstieg von 1,6 Prozent im Jahresvergleich, nach 1,3 Prozent im Vorjahresmonat. Exklusive der stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel werde die Teuerung dagegen bei einem Prozent und damit deutlich unter der EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent verharren.

Daneben rollt eine erneute Welle von Firmenbilanzen auf die Anleger zu. Aus dem Dax legt der Triebwerks-Hersteller MTU Geschäftszahlen vor. Im Ausland öffnen unter anderem der Konsumgüter-Hersteller Colgate-Palmolive und Berkshire Hathaway ihre Bücher. Letztere ist die Investment-Gesellschaft des Börsengurus Warren Buffett.

Dax
Dax 15.385,59

08:23 Uhr

Trotz höherer Prognosen: Wacker Chemie drehen ins Minus

Wacker Chemie kann seine vorbörslichen Kursgewinne nicht halten. Die Aktien des Spezialchemie-Konzerns fallen im Frankfurter Frühhandel um gut zwei Prozent. Die Zahlen für das erste Quartal seien auf den ersten Blick besser ausgefallen als erwartet, sagt ein Börsianer. Die angehobenen Gesamtjahresziele blieben aber hinter den Markterwartungen zurück.

Wacker Chemie
Wacker Chemie 126,90

08:09 Uhr

Xing-Betreiber New Work will Headhuntermarkt erobern

Die Betreiberfirma des Karriere-Netzwerks Xing, New Work, will nach der Corona-Krise wieder durchstarten. "Wir sehen uns in einer guten Ausgangslage, um direkt wieder loszulegen, wenn die Pandemie vorbei ist. Danach peilen wir ein zweistelliges Wachstum an", sagte Firmenchefin Petra von Strombeck.

New Work
New Work 240,50

Im vergangenen Jahr kam das Unternehmen unter anderem angesichts coronabedingter Rückgänge im Veranstaltungsbereich auf ein Erlösplus von zwei Prozent auf 276 Millionen Euro. Um das Wachstum anzukurbeln, will Strombeck auch das Produktportfolio erweitern und sich als "Hauptpartner von Personalabteilungen" platzieren. Das im SDax gelistete Unternehmen werde auch ein Stück weit in den "Headhuntermarkt" gehen.

07:59 Uhr

Wacker Chemie hängt Jahresziele höher

Der Chemiekonzern blickt nach einem Umsatzplus von 14 Prozent zu Jahresauftakt optimistischer auf das Gesamtjahr. Das Unternehmen hob seine Prognose an und rechnet nun mit einem Anstieg der Erlöse um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz (bisher: mittlerer einstelliger Prozentbereich).

Der Betriebsgewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um 15 bis 25 Prozent zulegen, die Spanne liegt damit jeweils fünf Prozentpunkte höher. Der Chemiekonzern profitiere unter anderem von der starken Nachfrage nach Vorprodukten für Solar- und Halbleiterhersteller, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl.

Wacker Chemie
Wacker Chemie 126,90

07:48 Uhr

Hier greifen Anleger schon vor Börsenstart zu

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Aixtron. Die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers steigen vorbörslich um 2,3 Prozent auf etwa 17,35 Euro. Die Experten der Berenberg Bank haben die Titel auf "Buy" von "Hold" hochgesetzt und das Kursziel auf 20 von 18 Euro angehoben.

Aixtron
Aixtron 15,46

07:43 Uhr

Chinas Einkaufsmanager-Indizes wachsen langsamer

Auf ein zweigeteiltes Wachstum weisen die neuen Einkaufsmanager-Indizes (PMIs) aus China hin. In der Nacht wurden sowohl die privaten Daten von Caixin als auch die offiziellen des Nationalen Büros für Statistik veröffentlicht. Während die Industrie weiter auf dem Vormarsch ist, stagniert das Wachstum im Dienstleistungssektor.

Der Caixin-Index legte für die Industrie noch leicht zu auf 51,9 nach 50,6. Relativ deutlich nach unten ging dagegen der offizielle Index für den Service-Bereich auf 54,9 nach 56,3.

Das langsamere Wachstum könnte ein Zeichen sein, dass sich China langsam dem Höhepunkt der Nach-Corona-Erholung nähert. Versorgungsengpässe und steigende Kosten belasteten die Produktion, außerdem verlor die Nachfrage aus dem Ausland an Schwung. Der Index wäre noch deutlich schwächer ausgefallen, hätten nicht reisenahe Sektoren wie Bahn, Luftverkehr und Unterbringung eine sehr starke Erholung mit Werten über 65 gezeigt.


07:31 Uhr

Twitter-Aktie verliert nachbörslich 11 Prozent

Twitter blickt trotz eines Umsatzsprungs zum Jahresstart skeptisch in die Zukunft. Der coronabedingte Boom könne sich in den nächsten Quartalen abschwächen und das Nutzerwachstum verlangsamen, teilte der Konzern mit. Zudem stiegen Kosten und Ausgaben unter anderem wegen Neueinstellungen.

Die Twitter-Aktien brach nachbörslich mehr als elf Prozent ein.

Twitter
Twitter 42,34

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07:22 Uhr

Amazon setzt seine Rekordjagd fort

Amazon schreibt in der Corona-Krise weiteren Rekord. Der Gewinn verdreifachte sich auf bisher nie erreichte 8,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Onlinehändler nach Börsenschluss mitteilte. Es ist das vierte Quartal in Folge mit einem Rekord.

Amazon
Amazon 2.656,00

Angesichts geschlossener Läden rund um den Globus kaufen immer mehr Menschen bei Amazon ein, nutzten mehr Firmen die Lager des US-Konzerns oder warben auf der Plattform. Die Amazon-Aktie legte nachbörslich vier Prozent zu.

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07:09 Uhr

GM will Elektroautos in Mexiko produzieren

Der Autobauer General Motors will ab 2023 in Mexiko Elektroautos herstellen. Wie das Unternehmen mitteilt, sei dies Teil einer großen Investition von einer Milliarde US-Dollar in sein Werk im nördlichen Grenzstaat Coahuila.

General Motors (GM)
General Motors (GM) 56,00

"Ich bin mir sicher, dass diese Investition dazu beitragen wird, die mexikanische Produktion weiter anzukurbeln und gleichzeitig die Entwicklung der Region, der Industrie und des Landes voranzutreiben", sagte Francisco Garza, Präsident der mexikanischen GM-Einheit. Der Autohersteller stellt bereits an vier Standorten in den Vereinigten Staaten und Kanada Elektrofahrzeuge her.

Hier ein Überblick über die 20 meistverkauften E-Auto-Modelle im vergangenen Jahr:

06:58 Uhr

Starke US-Daten drücken Asien-Börsen ins Minus

Die asiatischen Aktien haben sich im frühen Freitagshandel trotz der anhaltenden starken US-Konjunkturdaten und der Zusage der US-Notenbank Fed, die Wirtschaft weiter zu unterstützen, schwächer gezeigt. "Für den Moment werden wir wahrscheinlich starke Wirtschaftsdaten aus den USA sehen und das bedeutet, dass wir uns vor einem weiteren Anstieg der US-Anleiherenditen und des Dollar/Yen in Acht nehmen müssen", sagte Toshiya Nakamura, Chefmanager des Devisenhandels bei der Mitsubishi Trust Bank.

Nikkei
Nikkei 27.824,83

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 28.908 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1906 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.

06:18 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Hoch, runter, hoch, runter - die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich in den vergangenen Handelstagen nicht für eine Richtung entscheiden können. Am Donnerstag gab der Leitindex Dax 0,9 Prozent auf 15.154 Zähler nach. Die Hoffnung auf konjunkturelle Erholung auf der einen Seite, Sorgen vor steigenden Preisen und Zinsen auf der anderen hielten sich in etwa die Waage. Derweil kam die Berichtssaison auch hierzulande immer stärker in Schwung. Das bleibt auch zum Wochenschluss so.

Konjunkturelle Schubgeber könnten frische Zahlen zu den Verbraucherpreisen in Deutschland, Frankreich oder der EU sein. Gleichzeitig werden etwa in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und der EU Daten zur Wirtschaftsleistung veröffentlicht. In Deutschland stehen zudem die Import-, Exportpreise auf der Agenda. Aus den USA gibt es Neues zur Verbraucherstimmung. Arbeitskostenindex und Einkaufsmanagerindex Chicago stehen ebenso auf dem Programm.

Und auch von Unternehmensseite steht einiges an: So gibt es etwa Zahlen aus dem Bankensektor von BNP Paribas, Credit Suisse, Barclays und KPN. Aus dem Ölbereich von Chevron und Exxonmobil. Ergebnisse liefern auch MTU aus dem Dax, Swiss Re, Eni und Astrazeneca. Der Wochenschluss könnte sich als versöhnlich erweisen.

Die kursbewegenden Themen vom Donnerstag finden Sie hier.

Und hier noch der Überblick, wie die Wall Street am Vorabend geschlossen hat:

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