Mittwoch, 13. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:44 Uhr

Dax verliert kräftig

Am deutschen Aktienmarkt haben die Corona-Sorgen wieder die Oberhand gewonnen. Der Leitindex Dax schließt 2,6 Prozent im Minus bei 10.542 Punkten, der MDax gibt 1,2 Prozent auf 23.546 Zähler nach. Der TecDax büßt 0,5 Prozent auf 2987 Punkte ein.

Dax
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16:52 Uhr

Öl wird teurer

Der überraschende Rückgang der US-Rohölbestände gibt der US-Sorte WTI Auftrieb. Der Preis dafür dreht ins Plus und steigt um 1,3 Prozent auf 26,12 Dollar je Fass. Auch die Sorte Brent aus der Nordsee legt zu und verteuert sich um ein Prozent auf 30,29 Dollar.

16:19 Uhr

Trotz Corona - eine Börse setzt zum Rekordsprung an

Auch wenn es heute mit einem Minus von 0,6 Prozent eher schlecht läuft an der US-Technologiebörse, hat sich die Nasdaq in den letzten Wochen sehr gut geschlagen.

Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Heß von der Citigroup über Highflyer-Aktien der Nasdaq.


15:55 Uhr

US-Notenbankchef drückt die Kurse

Die Anleger an der Wall Street zeigen sich vorsichtig. Ursprüngliche vorbörsliche Aufschläge schmelzen mit Aussagen vom Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, ab. Der Zentralbanker rechnet mit einer längeren Phase wirtschaftlicher Schwierigkeiten wegen der Coronakrise - und fordert von der Regierung zusätzliche Maßnahmen zur Rezessionsbekämpfung.

Der Dow-Jones-Index verliert 1,2 Prozent auf 23.637 Punkte, der S&P-500 gibt 1 Prozent ab und der Nasdaq-Composite 0,6 Prozent.

Bereits gestern hatten verschiedene Fed-Vertreter gewarnt, dass es mit der wirtschaftlichen Erholung nicht so glattgehen dürfte.

14:33 Uhr

Aston Martin hat ein Problem

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picture alliance / dpa

Die Corona-Krise verschärft die Probleme beim britischen Luxusautobauer Aston Martin. Wegen des Stillstands der Produktion und rapide schrumpfenden Verkaufszahlen weitete sich der Vorsteuerverlust im Auftaktquartal auf 119 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 135 Millionen Euro) aus, wie der Hersteller des legendären James-Bond-Autos mitteilte.

Aston Martin
Aston Martin ,83

Vor einem Jahr hatte ein Verlust von gut 17 Millionen Pfund zu Buche gestanden. "Wir waren offensichtlich ziemlich stark von Covid-19 betroffen, beginnend mit China im Januar, aber noch deutlicher als es sich auf Europa und die Vereinigten Staaten ausbreitete", sagte Vorstandschef Andy Palmer. Das Virus und der daraus resultierende weltweite Abschwung hätten die Geschäfte im ersten Quartal wesentlich beeinflusst.

14:02 Uhr

Vereinte Nationen veröffentlichen düstere Handelsprognose

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REUTERS

Der weltweite Handel dürfte wegen der Corona-Pandemie nach Berechnungen der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um knapp 27 Prozent einbrechen.

Im ersten Quartal ging der Wert der gehandelten Waren um etwa drei Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück.

13:30 Uhr

Mega-Staatsfonds trennt sich von RWE wegen Kohleförderung

Der größte Staatsfonds der Welt, der norwegische Ölfonds, hat seine Anteile am deutschen Energieversorger RWE veräußert. Nach einer Überprüfung der produktbasierten Kohlekriterien schließe man RWE ebenso wie die Konzerne Sasol, Glencore, AGL Energy und Anglo American wegen des Gebrauchs und der Produktion von Kohle vom Fonds aus, teilte die norwegische Zentralbank mit. Über die Höhe des nun veräußerten Anteils an RWE machte die Zentralbank keine Angaben.

RWE
RWE 30,40

Vier weitere Unternehmen, darunter der hinter dem umstrittenen Steinkohlekraftwerk Datteln 4 stehende deutsche Versorger Uniper, stünden aufgrund derselben im September 2019 in Kraft getretenen Richtlinien von nun an unter Beobachtung.

Norwegens Ölfonds fungiert als Versicherung für künftige Generationen, wenn nicht mehr nach Öl gebohrt werden kann. Sein Vermögen beläuft sich auf knapp eine Billion US-Dollar. Das norwegische Parlament hatte im Juni 2019 dafür gestimmt, dass der Fonds seine Richtlinien etwa bei Kohleinvestitionen verschärfen und seine Veräußerungen von klimaschädlichen Anlagen ausweiten solle. Zugleich sollen Milliarden in erneuerbare Energien investiert werden.

12:59 Uhr

EU: Maskenpflicht in Flugzeugen, kein leerer Mittelsitz

Die EU-Kommission rät für Passagierflüge in Zeiten der Corona-Pandemie zu einer Schutzmaskenpflicht. Auf eine von den Airlines abgelehnte Pflicht zum Freilassen von Sitzplätzen verzichtet die EU-Behörde jedoch, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument hervorgeht.

Bei der Lufthansa ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes schon seit Anfang Mai vorgeschrieben. Auch der größte europäische Billigflieger Ryanair kündigte das an. Überlegungen zu einer Pflicht, einen Platz zwischen zwei Sitzen freizulassen, kritisierte die mit am schwersten von der Corona-Krise betroffene Branche aber.

Zum erhofften Neustart regulärer Flüge im Juni werden die Flugzeuge zwar ohnehin noch leer genug sein und viel Abstand zwischen den Passagieren ermöglichen. Obligatorisch Zwischenplätze freizuhalten würde aber die Kapazität bei steigender Flugnachfrage begrenzen, sodass die mit hohen Verlusten kämpfenden Airlines noch mehr Mühe hätten, Geld zu verdienen.

12:35 Uhr

Bank-Aktien unter Druck

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picture alliance/dpa

Aus Furcht vor neuen Ansteckungswellen nach der Lockerung von Corona-Restriktionen haben Anleger an Europas Aktienmärkten den Rückzug angetreten. "Der Weg aus dem Lockdown dies- und jenseits des Atlantiks bleibt ein Risiko", sagt Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Umso länger aber die Einschränkungen bleiben, desto weiter nach hinten dürfte sich ein potenzieller wirtschaftlicher Aufschwung verschieben, der dann auch von einem noch niedrigeren Niveau starten dürfte." Der Dax büßt 1,5 Prozent auf 10.660 Punkte ein, der EuroStoxx50 1,4 Prozent auf 2844 Zähler.

Nach roten Zahlen von der Commerzbank und ABN Amro kommen vor allem Finanzwerte unter die Räder. Coba-Aktien sacken rund fünf Prozent ab, die Papiere des niederländischen Geldhauses geben mehr als sieben Prozent nach. Die Titel der Deutschen Bank verlieren in der Spitze um bis zu 5,1 Prozent.

12:02 Uhr

Europas Industrie erleidet Rekordeinbruch

Die Industrie im Euroraum ist im März eingebrochen, da viele Fabriken wegen der Pandemie stillgelegt wurden. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, fiel die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber Februar saisonbereinigt um 11,3 Prozent.

Das ist der größte monatliche Rückgang seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1991 und viel größer als der vorherige Rekordrückgang, der im Januar 2009 mit 4,1 Prozent verzeichnet wurde.

Italien erlitt den größten Produktionsrückgang - ein Einbruch um 28,4 Prozent.

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11:33 Uhr

Wirecard-Aktie stürzt ab

Die Aktien von Wirecard geben bis zu sechs Prozent nach und liegen damit am Dax-Ende. Gegen den Zahlungsabwickler ist in Deutschland eine Anlegerklage wegen fehlerhafter Kapitalmarktinformationen eingereicht worden. Wirecard weist die von der Kanzlei erhobenen Vorwürfe und Schadensersatzansprüche zurück.

Wirecard
Wirecard 95,88

11:14 Uhr

VW streicht offenbar Bonus-Versprechen für Manager

Die rund 18.000 Managerinnen und Manager des Volkswagen-Konzerns müssen in der Coronakrise mit geringeren Boni rechnen. Das berichtet der "Spiegel". Um den drohenden Gewinneinbruch im laufenden Jahr abzufedern, werde der Autohersteller eine großzügige Garantieregelung aus dem vergangenen Jahr 2019 kippen. Die Konzernführung werde das den Mitarbeitern des mittleren und gehobenen Managements heute mitteilen, heißt es.

10:47 Uhr

Corona erwischt Salzgitter

Ein Unternehmen nach dem anderen legt derzeit Quartalszahlen vor, in der Regel fallen sie wegen der Corona-Pandemie unerfreulich aus. Der Stahlkonzern Salzgitter geht davon aus, dass das Schlimmste noch bevorsteht.

Salzgitter
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Der schwache Stahlmarkt hat das Unternehmen im ersten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 43,7 Millionen Euro an, wie die Konzernführung mitteilte. Zur Einordnung: Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von fast 97 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Die Corona-Pandemie hatte dabei nur begrenzte Auswirkungen, wird sich jedoch in den kommenden Quartalen niederschlagen. Das Unternehmen rechne daher für 2020 mit einem "beträchtlichen, sehr wahrscheinlich dreistelligen" Millionen-Euro-Verlust, so Salzgitter. Zudem dürfte sich der Umsatz "merklich" reduzieren. Die Stabilisierungstendenzen auf dem europäischen Stahlmarkt hätten mit den Wirtschaftseinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ein jähes Ende gefunden.

10:13 Uhr

Tui sieht Chance auf Mallorca-Urlaub

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imago images/ThomasReiner.pro

Der Reisekonzern Tui sieht von Juli an die Chance auf einen vorsichtigen Neuanlauf von Urlaubsangeboten auf den Balearen und in Griechenland. Sofern die Corona-Infektionszahlen relativ gering blieben, gebe es "keinen Grund, dass man dort nicht hinreisen könnte", sagte Vorstandschef Fritz Joussen. Lokale Betriebe müssten aber die Möglichkeit erhalten, ihr Geschäft aufzunehmen: "Wenn auf Mallorca noch kein Hotel offen hat, fliegt da auch keiner hin. Wenn die aufmachen, fliegen wir die Menschen hin." Natürlich müsse dabei der Gesundheitsschutz Priorität haben. "Der Urlaub in Europa, wenn er denn sicher ist, sollte möglich sein."

Tui
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Tui nimmt an, dass Ferienorte in Griechenland und auf Mallorca, aber auch auf Zypern ab Juli bereit für Gäste sein könnten. In Spanien, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, gab es zuletzt jedoch auch viele kritische Stimmen. Die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, sprach von einer bestenfalls schrittweisen Öffnung Mallorcas in den Sommermonaten - und dabei sollten zunächst Festland-Spanier Vorrang haben. Die Zentralregierung in Madrid hatte Mitte April geschätzt, dass erst gegen Ende des Jahres mit einem größeren Neustart zu rechnen sei.

09:51 Uhr

Öl wird billiger 

Die Ölpreise geben nach. Am Markt überwiegt die Sorge, dass zu frühe Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen eine neue Corona-Infektionswelle zur Folge haben könnten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent liegt bei 29,51 US-Dollar. Das sind 47 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sinkt um 19 Cent auf 25,59 Dollar. Eine neue Infektionswelle könnte die langsame Erholung der Weltwirtschaft bedrohen.

09:28 Uhr

Dax verliert kräftig

Die Corona-Krise hat den deutschen Aktienmarkt wieder etwas stärker im Griff. Der Leitindex Dax fällt um 1,5 Prozent auf 10.654 Punkte und entfernt sich damit weiter von der bereits erfolglos getesteten Marke von 11.000 Punkten.

Dax
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Für den MDax der mittelgroßen Werte geht es um 0,7 Prozent auf 23.644 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßt 1,4 Prozent ein.

Gestern Abend hatte der prominente US-Immunologe und Regierungsberater Anthony Fauci vor einer übertrieben schnellen Rückkehr zur Normalität gewarnt. "Das könnte wirklich ernste Konsequenzen haben", sagte Fauci in einer Video-Anhörung des Senats. Die Aussagen des Experten hatten gestern bereits der Wall Street einen gehörigen Dämpfer verpasst.

Angesichts der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treibt US-Präsident Donald Trump derweil Lockerungen voran. Obendrein ist der Handelsstreit zwischen den USA und China wieder präsent.

09:09 Uhr

Eon-Chef Teyssen: "Leute, wir kriegen das hin"

Der Vorstandsvorsitzende des Energieversorgers Eon, Johannes Teyssen, sieht in der Corona-Krise mangelndes Vertrauen der Bevölkerung als große Gefahr für die Wirtschaft. "Wie immer bei Wirtschaft kommt es auf Psychologie an. Wir müssen den Menschen Mut machen und sagen: 'Leute, wir kriegen das hin'", sagte Teyssen in einem Gespräch mit ntv. "Meine Mitarbeiter in den Betrieben leben jeden Tag einen Schritt entfernt vom Tod, wenn sie in den elektrischen Netzen arbeiten. Ein Fehler - und schlimmste Unfälle passieren. Da ist der Mut, sich auch Risiken zu stellen. Diesen Mut muss jeder jetzt lernen."

08:56 Uhr

Corona sorgt bei Sixt für heftige Verluste 

Das Erlahmen des öffentlichen Lebens in der Coronakrise hat Deutschlands größten Autovermieter Sixt im ersten Quartal tief in die roten Zahlen getrieben. Der Konzern, der sein Leasinggeschäft verkauft hat, schrieb in dem verbliebenen Vermietgeschäft 9,6 Millionen Euro Verlust. Ein Jahr zuvor hatte Sixt hier noch einen Gewinn von 27,7 Millionen Euro erwirtschaftet.

Vorstandschef Erich Sixt hofft auf das Sommerquartal, um im Gesamtjahr den Geschäftseinbruch in Grenzen zu halten und einen Vorsteuergewinn zu schreiben. Voraussetzung sei eine Lockerung der Reisebeschränkungen, so Sixt.

08:31 Uhr

Britische Wirtschaft bricht ein

Großbritanniens Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,0 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in London mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem noch größeren Minus von 2,5 Prozent gerechnet.

Im Monat März allein brach das Bruttoinlandsprodukt mit 5,8 Prozent zum Vormonat so stark ein wie noch nie. Großbritannien schneidet damit besser ab als andere große europäische Länder: Die französische Wirtschaft stürzte im ersten Quartal um 5,8 Prozent ab, die italienische Wirtschaft um 4,7 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Freitag eine erste Schätzung für Deutschland: Hier erwarten Ökonomen ein Minus von 2,1 Prozent.

08:11 Uhr

Deutsche Wohnen hält an Prognose fest - keine Mieterhöhungen

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 42,12

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat nach einem Ergebnisrückgang im ersten Quartal seine Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. "Das Unternehmen ist und bleibt stabil aufgestellt", sagte Firmenchef Michael Zahn. "Insoweit können wir auch unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigen." Von Januar bis März ging der FFO - die maßgebliche Ergebniskennziffer für Immobilienunternehmen - um vier Prozent auf 141 Millionen Euro zurück.

2020 erwartet der Konzern ein stagnierendes operatives Ergebnis (FFO) von rund 540 Millionen Euro. Deutsche Wohnen verzichtet wegen der Corona-Krise auf Kündigungen infolge von Zahlungsschwierigkeiten der Mieter und pausiert derzeit mit Mieterhöhungen. Rund 1100 Mieter hätten bereits um Hilfen gefragt.

07:45 Uhr

Dax startet wohl niedriger

Belastet von der Furcht vor einer zweiten Infektionswelle in der Coronavirus-Pandemie wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute niedriger starten. Am Dienstag hatte er im Spannungsfeld zwischen Hoffnung auf eine rasche Überwindung der Pandemie und der Furcht vor einer neuen Infektionswelle 0,1 Prozent im Minus bei 10.819,50 Punkten geschlossen.

Kopfzerbrechen bereiten Börsianern auch die wieder wachsenden Spannungen zwischen den USA und China. Die Regierung in Peking denkt offenbar über eine Nachverhandlung des Handelsabkommens mit den USA nach. US-Präsident Donald Trump hatte China zuletzt wegen der Coronavirus-Krise schwere Vorwürfe gemacht und auch Konsequenzen im Handelsstreit angedroht. Bei den Konjunkturdaten richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Industrieproduktion in der Euro-Zone und in Großbritannien. Dem Königreich droht Schätzungen zufolge die schlimmste Rezession seit 300 Jahren.

07:42 Uhr

Tui streicht 8000 Stellen

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Tui 5,64

Der Tui-Konzern steht nach den üblichen Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere Tausend Jobs abbauen. Wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Krise müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover. "Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen."

Von Oktober bis März war das bereinigte Ergebnis von Tui vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 175 Prozent auf minus 828,7 Millionen Euro abgerutscht. Verluste in dieser Zeit sind in der Branche an sich typisch, die Unternehmen verdienen das meiste Geld im Sommer. Dieser bringt im laufenden Jahr aber besondere Probleme: Im März musste Tui sein Programm zunächst einstellen, weltweit gibt es weiter Reisebeschränkungen, das Sommerprogramm ist nur zu 35 Prozent ausgebucht.

07:30 Uhr

Commerzbank rutscht in die roten Zahlen

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Commerzbank 4,38

Die Commerzbank ist wegen der Furcht vor vielen Kreditausfällen infolge der Corona-Krise im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. In den ersten drei Monaten stand ein Minus von 295 Millionen Euro in den Büchern, wie der Frankfurter MDax-Konzern heute mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 240 Millionen Euro gerechnet. Die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle musste auf 326 (Vorjahreszeitraum: 78) Millionen Euro vervierfacht werden.

Der Vorstand um Konzernchef Martin Zielke hatte bereits bei der Bilanzvorlage Mitte Februar angekündigt, dass das Management "weitere Einsparpotenziale" auslotet. Spekuliert wurde zuletzt in Presseberichten über eine deutliche Ausdünnung des Filialnetzes von 1000 Standorten auf 400 bis 500 Geschäftsstellen. Heute Mittag wird der Vorstand den Aktionären des seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Instituts unter anderem erklären, warum selbst die zunächst angekündigte magere Dividende für das vergangene Geschäftsjahr nicht gezahlt wird. Die Hauptversammlung wird wegen der Coronavirus-Pandemie komplett als Online-Veranstaltung ausgerichtet.

07:03 Uhr

E-Autos in Deutschland trotz Corona gefragt

Trotz der Corona-Krise ist die Nachfrage nach E-Autos einer Studie zufolge in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich gestiegen. Die Zahl der Elektrofahrzeuge habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland auf 63.000 verdoppelt, heißt es in der Untersuchung des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach. "Die Elektromobilität profitiere bereits von der Ende Februar angehobenen E-Auto-Förderung und den günstigen Konditionen für ihre E-Modelle, schrieben die Experten um Studienleiter Stefan Bratzel zur Begründung. Deutsche Hersteller wie Audi, BMW und Daimler hätten ihr Angebot in dieser Hinsicht deutlich erweitert.

"In Deutschland profitiert die Elektromobilität bereits von der Ende Februar angehobenen E-Auto-Förderung", so die Experten um Studienleiter Stefan Bratzel. Ein weiterer Grund seien die CO2-Ziele für 2020 - einige Hersteller böten sehr günstige Konditionen für ihre E-Modelle. "Treiber der positiven Entwicklung der Elektromobilität sind in Deutschland aktuell die Plug-In-Hybride", heißt es weiter.

06:34 Uhr

Asiens Anleger fürchten zweite Infektionswelle

Nikkei
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Die Sorgen um eine zweite mögliche Infektionswelle lassen sie asiatischen Börsen auch am Mittwoch nicht los. Die Anleger blickten auch zunehmend sorgenvoll auf die erneuten Handelsspannungen zwischen den USA und China. Die Börse in Tokio hat sich heute zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 20.211 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1473 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1 Prozent.

Der führende US-Immunologe Anthony Fauci warnte die US-Regierung, dass eine vorzeitige Aufhebung der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie zu zusätzlichen Ausbrüchen des Coronavirus führen könnte. In den USA sind bislang rund 80.000 Amerikaner an den Folgen der von dem Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 gestorben. Eine Impfung oder ein Medikament sei bis Ende August nicht zu erwaten, erklärte Fauci. Seine Ausführungen drückten die Kurse an der Wall Street. Das unterstreicht die fragile Stimmung der Anleger, die zwischen Optimismus über erste Lockerungen zur Ankurbelung der Weltwirtschaft und der Angst vor einem erneuten Anstieg der Virusfälle schwanken.