Deutliche Kursgewinne: Dax beendet Osterschlaf
Nach einem zögerlichen Beginn hat der Dax zur Wochenmitte deutlich fester geschlossen. Der deutsche Börsenleitindex verabschiedet sich mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent und einem Stand von 14.362 Zählern aus dem Handel. Im Dienstagsgeschäft war er noch kurzzeitig unter die 14.000er-Marke abgerutscht. Stützend wirkt wie bereits am Vortag ein zunächst positiver Handel an der Wall Street.
"Die Anleger sind aus dem Osterschlaf erwacht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Der Dax hat einen ordentlichen Sprung gemacht. Die nächste Marke, die nun in den Blick rückt, wäre die 14.500", erläutert sie. "Gute Zahlen von Lanxess etwa hätten den Fokus auf die Berichtssaison gelenkt, auch wenn der russische Krieg in der Ukraine und die sich durch den Schanghai-Lockdown abzeichnenden Lieferkettenprobleme weiterhin mitbestimmende Themen am Markt bleiben."
Lanxess-Papiere gewinnen mehr als fünf Prozent. Im Dax führen Daimler-Truck-Aktien mit einem Aufschlag von mehr als vier Prozent die Gewinnerliste an. Deutlich zulegen können auch die Anteilsscheine von Delivery Hero mit mehr als drei Prozent. Der Konkurrent Just Eat hatte Zahlen präsentiert. Auf der Verliererseite geht es für Bayer-Titel mit einem Minus von rund 2,5 Prozent am deutlichsten abwärts. Das Thema Russland-Geschäft bremst hier.
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Corona-Thema treibt US-Pharmakonzern
Die anhaltend starke Nachfrage nach Corona-Tests und ein Erstarken der Medizintechnik-Sparte lassen beim US-Pharmakonzern Abbott Laboratories die Kassen klingeln. Der Umsatz des Diagnostikgeschäfts kletterte im Auftaktquartal um fast ein Drittel, getrieben durch 3,3 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Covid-Testkits, wie Abbott mitteilte. Die Testnachfrage wuchs Anfang des Jahres vor allem wegen der raschen Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante in den USA. Zudem brummte das Geschäft mit medizinischen Geräten in der zweiten Hälfte des Quartals, da sich mehr Patienten angesichts der abnehmenden Corona-Fälle für elektive medizinische Eingriffe entschieden. Abbott rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar mit Corona-Tests, der größtenteils in der ersten Jahreshälfte erzielt werden soll. Der in Illinois ansässige Konzern bekräftigte seine bisherige Prognose für 2022 und geht weiterhin von einem bereinigten Gewinn von mindestens 4,70 Dollar je Aktie aus.
Wetten auf US-Zinserhöhungen: Yen dürfte weiter abwerten
Wetten auf aggressive Fed-Zinserhöhungen dürften den Yen zum US-Dollar weiter abwerten lassen, erwartet MUFG Bank. Wenn unter den Marktteilnehmern die Überzeugung wachse, dass die Fed die Zinsen auf 3,00 Prozent oder noch deutlich darüber hinaus erhöhen müsse, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, steige die Wahrscheinlichkeit, dass der Dollar-Yen-Kurs das Hoch aus dem Jahr 2002 bei 135,15 Yen je Dollar erreiche und als nächstes das Hoch aus dem Jahr 1998 bei 147,66. Die Analysten erinnern daran, dass Japan 1997 und 1998 am Devisenmarkt intervenierte, als der Yen die genannten Marken erreichte. Aktuell kommt der Dollar um 0,2 Prozent zurück auf 128,63 Yen, nachdem er in der Nacht bei 129,40 Yen den höchsten Stand seit 20 Jahren markiert hatte.
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Kursfantasie treibt Dax-Kandidaten
Optimistische Aussagen zum Geschäftsverlauf ermuntern weitere Anleger zum Einstieg bei Jenoptik. Die Aktien des Technologiekonzerns bauen ihre Gewinne aus und gewinnen drei Prozent. Firmenchef Stefan Traeger sagte in einem Reuters-Interview, das erste Quartal sei stark gelaufen. Außerdem wolle man sich stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren und sei offen für einen Verkauf der Sparte für den Anlagenbau für die Automobilindustrie.
P&G ist bei Gewinnentwicklung skeptisch
Die hohe Nachfrage nach Reinigungs- und Körperpflegeprodukten hat den Vorstand des US-Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble (P&G) bei seiner Umsatzentwicklung optimistischer gestimmt. Er warnte jedoch vor höheren Rohstoff- und Frachtkosten, die den Gewinn schmälern würden. Der Konsumgüterriese mit Marken wie Ariel, Oral-B oder Pampers rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von vier bis fünf Prozent statt wie bislang mit drei bis vier Prozent. Der Kerngewinn je Aktie wird derweil am unteren Ende der Prognosespanne von drei bis sechs Prozent erwartet.
Dow-Jones-Index setzt Aufwärtstrend fort
Nach der jüngsten Rally haben die Blue Chips an den US-Börsen am Mittwoch weiter zugelegt. Der Leitindex Dow Jones steigt im frühen Handel 0,5 Prozent auf 35.095 Punkte. Der S&P-500 notiert ebenfalls ein halbes Prozent fester, die Nasdaq gibt in dieser Größenordnung nach. Am Dienstag hatten die Kurse angesichts von Optimismus für die laufende Bilanz-Saison um bis zu 2,2 Prozent zugelegt.
Ein Bremsklotz war Börsianern zufolge weiter die Aussicht auf eine Serie von Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Dies trieb die Renditen der US-Staatsanleihen. "Die Real-Renditen müssen aber deutlich positiver werden, bevor der Aktienmarkt weniger attraktiv wird", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Die größere Frage ist, ob die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat." Sei dies der Fall, wäre es ein guter Zeitpunkt für den Einstieg in den Anleihemarkt.
Mit einem Kurssturz von knapp 30 Prozent gehörte Netflix zu den größten Verlierern am Markt. Der weltgrößte Streaming-Dienst hatte einen überraschenden Abonnenten-Rückgang bekannt gegeben und sagte dies auch für das laufende Quartal voraus. "Verbraucher spüren schmerzhaft die Inflation, und alle versuchen, unnötige Ausgaben zu reduzieren", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.
Im Sog von Netflix rutschten Rivalen wie Walt Disney, Warner Bros Discovery und Paramount Global um bis zu sechs Prozent ab.
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US-Baukredite so teuer wie seit zwölf Jahren nicht
Baudarlehen sind in den USA so teuer wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Der durchschnittliche Zinssatz für eine 30-jährige Hypothek mit einem festen Zins stieg in der Woche zum 15. April auf 5,20 Prozent, wie aus den veröffentlichten Daten des Branchenverbandes Mortgage Bankers Association (MBA) hervorgeht. Damit stieg er für das beliebteste US-Wohnungsbaudarlehen binnen eines Jahres um zwei Prozentpunkte. Dies gilt als ein Zeichen dafür, dass die US-Notenbank Fed ihrem Ziel näher kommt, den heiß gelaufenen Immobilienmarkt abzukühlen.
Seit Jahresbeginn seien die Finanzierungskosten für Häuslebauer damit so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Hauptgrund dafür ist das Vorgehen der Fed, die im März wegen der sehr hohen Inflation erstmals seit Jahren ihren Leitzins angehoben hat. Zudem wird erwartet, dass sie im Mai mit dem Abbau ihres Portfolios an US-Wertpapieren im Wert von 8,5 Billionen Dollar beginnen wird. Deren Käufe haben die Kreditkosten für Verbraucher - insbesondere die für Hypotheken - während der Corona-Pandemie niedrig gehalten.
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Danone-Zahlen schmecken Anlegern
Dank eines Quartalsumsatzes über Markterwartungen winkt den Aktien von Danone der größte Tagesgewinn seit mehr als 13 Jahren. Die Titel des Lebensmittel-Konzerns steigen in Paris um 8,1 Prozent. Die Analysten von Vermögensverwalter Alliance Bernstein sprachen von einem starken Jahresauftakt und hoben positiv hervor, dass neben den Erlösen auch der Absatz zugelegt habe.
Stabilitätswächter nehmen Rohstoffmärkte ins Visier
Die jüngsten Preisturbulenzen an den Rohstoffmärkten infolge des Krieges in der Ukraine rufen die globalen Stabilitätswächter auf den Plan. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) werde seine Überwachung der aktuellen Marktentwicklungen mit einem besonderen Fokus auf die Rohstoffmärkte sowie auf Sicherheitsvereinbarungen und die Verschuldung intensivieren, kündigt der FSB am Mittwoch an. Es gehe um die Widerstandsfähigkeit von kritischen Knotenpunkten im globalen Finanzsystem. Potenzielle Schwachstellen müssten analysiert werden. Der FSB überwacht im Auftrag der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) die Risiken für das weltweite Finanzsystem.
"Russlands Einmarsch in die Ukraine erzeugt Gegenwind für die globale Konjunkturerholung durch hochgradig schwankungsreiche Rohstoffpreise", hieß es in dem Brief des niederländischen Notenbankchefs Klaas Knot, der derzeit Vorsitzender des FSB ist. Dazu komme zusätzlicher Aufwärtsdruck für Inflation und Zinsen. Die Stabilitätswächter wiesen zudem darauf hin, dass der Krieg bestehende Bedenken hinsichtlich des Wachstums und der potenziell illegalen Nutzung von Krypto-Währungen verstärkt habe. Zusammen mit den internationalen Finanzgremien will der FSB die Arbeiten an einer Regulierung und Überwachung von Kryptowährungen vorantreiben.
Namaste: Ausblick gibt Yogabekleidungsanbieter Auftrieb
Mit seinen Wachstumszielen lockt Lululemon Anleger an. Die Aktien des Anbieters von Yogabekleidung steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,2 Prozent. Das Unternehmen will seinen Jahresumsatz bis 2026 auf 12,5 Milliarden Dollar verdoppeln. Bei den Zielen für 2023 sei man schon weiter als gedacht.
Schaeffler sichert sich Seltene Erden aus Europa
Der Autozulieferer Schaeffler bezieht Seltene Erden für Elektromotoren künftig auch aus Europa. Das Unternehmen habe dazu eine Vereinbarung mit der norwegischen Firma REEtec unterzeichnet, die Lieferungen ab 2024 vorsehe, sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Andreas Schick. Schaeffler dürfte damit das erste europäische Unternehmen sein, das auf heimische Seltene Erden setzt; im Dezember hatte der US-Autobauer General Motors sich Seltene Erden aus US-Produktion gesichert. Bislang stammen etwa 98 Prozent der für die Elektromobilität nötigen Mineralien aus China.
Nordex verschreckt Anleger
Ein Rückgang der Auftragseingänge schickt Nordex auf Talfahrt. Die Aktien des Windkraftanlagen-Bauers fallen am Mittwoch um 4,5 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf werde die Nachfrage wieder anziehen, prognostiziert Analyst Constantin Hesse von der Investmentbank Jefferies. Vor allem in Europa könne dank der erwarteten Vereinfachung der Genehmigungsverfahren mit höheren Bestellungen gerechnet werden.
Welche Unternehmen weiterhin in Russland tätig sind
Kauflaune steigt europaweit langsam aber stetig
Der Kaufüberhang nimmt europaweit am Mittwochmittag immer deutlicher zu. "Man merkt, wie auf ganzer Breite immer häppchenweise zugekauft wird", sagt ein Händler. Die Anzahl der Minuszeichen nehme immer weiter ab. Vor allem in den Verlierern des Morgens wie Windkraft-Titeln und Aktien von Lieferdiensten zeige sich dies, selbst Siemens Gamesa und Just Eat seien im Plus. Die leicht freundliche Grundhaltung dürfte an Eindeckungen nach den Feiertagen und den ersten Ausblicken aus der Berichtssaison liegen, die entgegen der Erwartung zumeist gar nicht negativ ausgefallen seien. Der DAX legt 0,9 Prozent auf 14.280 Punkte zu.
US-Anleger bleiben wohl zurückhaltend
An der Wall Street zeichnet sich zur Wochenmitte ein zurückhaltender Start in den Handel ab, nachdem die US-Börsen am Vortag deutliche Aufschläge verzeichnet hatten. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 notiert aktuell nahezu unverändert.
An dem übergeordnet unruhigen Marktumfeld hat sich indessen wenig geändert. Neben dem Ukrainekrieg sind die hohe Inflation und die steigenden Marktzinsen die bestimmenden Faktoren.
Konjunkturseitig ist die Agenda übersichtlich. Kurz nach Handelsbeginn werden Daten zu den Hausverkäufen für März erwartet. Zudem werden die offiziellen Daten zu den Rohöllagerbeständen veröffentlicht. Die Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hatten einen Rückgang in der zurückliegenden Woche um 4,5 Millionen Barrel verzeichnet. Die Benzinbestände erhöhten sich indessen um 2,9 Millionen Barrel. Im späteren Verlauf wird die Federal Reserve überdies ihren Wirtschaftsbericht "Beige Book" vorlegen.
Der Fokus der Anleger richtet sich zudem auf die auf vollen Touren laufende Berichtssaison. Hier steht die Frage im Raum, ob die Unternehmen ihre gestiegenen Kosten an die Endabnehmer weitergeben konnten. Noch vor Handelsbeginn legen Procter & Gamble und Abbott Laboratories Geschäftszahlen vor. Erst nach Handelsschluss folgen Tesla, Alcoa und United Airlines.
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Chipanlagenbauer ASML mit Kapazitätsproblem
Gut kommen die Zahlen von ASML im Handel an. Der Umsatz sei zwar im Vergleich zu dem saisonbedingt extrem starken Vorquartal wie erwartet zurückgegangen, für ein erstes Quartal aber sehr stark. Mit rund 3,5 Milliarden Euro wurde das obere Ende der eigenen Erwartung erreicht. "Es zeigt mal wieder, dass die Schwäche von Tech-Werten auf fallende Multiples durch den Renditeanstieg zurückgeht", sagt ein Händler.
Die Realwirtschaft brumme dagegen im Technologiebereich, vor allem bei Chips. "Denn ASML unterstreicht, dass die Nachfrage weiter die Produktionskapazität übersteigt - damit sind Umsatz und Margen für die Zukunft gesichert." ASML erwartet, dass die Bruttomarge im zweiten Quartal wieder auf 49 bis 50 Prozent steigt. ASML-Aktien notieren rund fünf Prozent im Plus.
Rendite inflationsindizierter US-Bonds wieder positiv
Die Aussicht auf eine Serie von Zinserhöhungen durch die Notenbank Fed treibt die Rendite inflationsgeschützter US-Anleihen. Die entsprechenden zehnjährigen Bonds rentieren mit 0,035 Prozent erstmals seit zwei Jahren wieder im Plus.
Netflix droht Rekord-Kursverlust
Nach einem überraschenden Abonnenten-Rückgang droht den in Frankfurt notierten Aktien von Netflix der größte Tagesverlust seit mehr als zehn Jahren. Die Papiere des Streamingdienstes brechen um zeitweise 27 Prozent ein. "Verbraucher spüren schmerzhaft die Inflation und alle versuchen, unnötige Ausgaben zu reduzieren", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Die Netflix-Aktien waren bereits am Vorabend an der Wall Steet nachbörslich nach Vorlage der Quartalsbilanz um mehr als ein Viertel eingebrochen.
Heineken überzeugt beim Nettogewinn
Für die Aktie von Heineken geht es um knapp drei Prozent nach oben, nachdem der niederländische Brauereikonzern im ersten Quartal 2022 spürbar mehr verdient und umgesetzt hat. So stieg der Nettogewinn auf 417 Millionen von 168 Millionen Euro vor Jahresfrist. Die Analysten von Jefferies verweisen auf die durchsetzungsfähige Preisgestaltung wie die gute Nachfrage nach Heineken, dem Premium-Bier. Auch wenn das Preis-Mix-Verhältnis nicht auf das Jahr hochgerechnet werden könne, sei das erste Quartal eine gute Voraussetzung für höhere Umsätze und absolute Gewinne, die die Ertragsdynamik steigern dürften.
Stimmung dreht bei Essenslieferdiensten
Nach deutlichen Kursverlusten zum Handelsbeginn haben Europas Lieferdienste zumeist ins Plus gedreht. Bei Just Eat Takeaway geht es nun sogar 3,3 Prozent nach oben, auch Delivery Hero und Hellofresh zeigen sich nahe der Nullinie. Die gesenkte Wachstumserwartung bei Just Eat belastet wie erwartet weniger als die Ankündigung, die Verluste 2022 zu reduzieren und dann 2023 die Gewinnschwelle zu erreichen. "Seit den Delivery-Hero-Zahlen letztes Quartal wollte der Markt endlich hören, dass Wachstum nicht mehr auf Kosten der Profitabilität geht", sagt ein Händler. Die Just-Eat-Planung sei nun ein erster Hoffnungsschimmer für die Branche. "Dieselbe Überlegung steht auch hinter dem Kursplus bei Zur Rose", so der Händler weiter. Die Titel legen 3,4 Prozent zu, da auch die Online-Apotheke profitabler werden will.
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Fondshaus verliert erneut Kundengelder
Das Schweizer Fondshaus GAM hat im Kerngeschäft erneut Abflüsse von Kundengeldern verbucht. Im ersten Quartal zogen die Kunden insgesamt 270 Millionen Franken ab. Dazu kamen tiefere Marktbewertungen der Anlagen und eine negative Entwicklung der Wechselkurse, so dass die verwalteten Vermögen bis Ende März auf 30 Milliarden von 31,9 Milliarden Franken Ende 2021 sanken. Im deutlich weniger lukrativen Geschäft Fund Management Services sammelte GAM dagegen netto 290 Millionen Franken ein. Die verwalteten Vermögen der Gruppe gingen auf 94,8 Milliarden Franken von 100,0 Milliarden Franken zurück.
"Dax stabilisiert sich über 14.000"
Der Dax kann seine Anfangsgewinne leicht ausbauen. Der deutsche Börsenleitindex notiert 0,4 Prozent im Plus um Kurse um 14.220 Zähler. Am Dienstag hatte er sich kaum bewegt, aber immerhin knapp zehn Zähler fester geschlossen.
"Der Dax stabilisiert sich über der 14.000er-Marke", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Tosca Strassberger. "Rückenwind kommt dabei von der Berichtssaison", erläutert sie. "Zudem haben viele Anleger ihre Depots mittlerweile krisenfester aufgestellt."
Anleger sollten "Nachrichten auch mal aussitzen"
Lieferando-Mutter dampft Ziel ein
Nach leichten Einbußen bei den Bestellungen zum Jahresauftakt hat Europas größter Essens-Lieferdienst Just Eat seine Jahresziele eingedampft. Der Vorstand der Lieferando-Mutter erwartet 2022 nun ein Wachstum des Transaktionsvolumens (GTV) im mittleren einstelligen Prozentbereich statt im mittleren zweistelligen Bereich. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll in einer Spanne zwischen minus 0,5 bis 0,7 Prozent liegen und damit etwas besser als die bislang erwarteten 0,6 bis 0,8 Prozent. Im ersten Quartal lagen die Bestellungen mit 267,1 Millionen Euro ein Prozent unter dem von Lockdowns geprägten starken Vorjahresquartal.
Nordex mit Auftragsrückang
Der Windkraftanlagen-Herstellers Nordex hat im ersten Quartal 2022 etwas weniger Aufträge verbucht als im Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Monaten seien Aufträge mit einer Gesamtleistung von in Summe 1,17 Gigawatt eingegangen, teilt das im SDax notierte Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 1,25 Gigawatt gewesen. Allerdings sei der Anteil der margenstarken Delta4000-Anlagen von 73 Prozent auf 91 Prozent gestiegen. Ein wachsender Anteil dieser Anlagen ist, neben der Weitergabe steigender Kosten an die Kunden, eine wesentliche Voraussetzung für die von Nordex 2022 anges trebte Margenverbesserung.
Pkw-Absatz bricht erneut ein
Die Autohersteller in der Europäischen Union leiden weiterhin unter unterbrochenen Lieferketten und können deshalb weniger Fahrzeuge absetzen. Die Probleme hätten sich durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine noch verschärft und wirkten sich negativ auf die Automobilproduktion aus, teilt der Branchenverband Acea mit.
Die meisten Länder verzeichneten daher im März im Vergleich zum Vorjahresmonat zweistellige Absatzrückgänge, darunter die vier wichtigsten Märkte Spanien (minus 30,2 Prozent), Italien (minus 29,7 Prozent), Frankreich (minus 19,5 Prozent) und Deutschland (minus 17,5 Prozent).
In der gesamten EU gingen die Neuzulassungen im März um 20,5 Prozent auf 844 187 Fahrzeuge zurück. In den ersten drei Monaten summiert sich der Rückgang bei den Pkw-Neuzulassungen damit auf 12,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2021.
Danone bekräftigt Prognose
Der französische Nahrungsmittelkonzern Danone hat im ersten Quartal ein deutliches Umsatzplus verzeichnet und hält trotz der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs an seiner Jahresprognose fest. Die Erlöse des nach eigenen Angaben weltweit größten Joghurt-Produzenten legten im ersten Quartal um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro und damit stärker als von Analysten erwartet zu. Dabei halfen auch höhere Preise. Für 2022 erwartet der französische Konzern nun weiter eine operative Marge von mehr als zwölf Prozent.
KfW fördert ab sofort wieder energieeffizientes Bauen
Dax-Anleger bleiben zurückhaltend
Der Dax startet mit leichten Aufschlägen in das Mittwochsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert um 14.200 Punkte, nachdem er sich aus dem Dienstagshandel mit einem Miniaufschlag von zehn Zählern und einem Stand von 14.153 Stellen in den Feierabend verabschiedet hatte. Bei der aktuellen Themenlage bleiben die Anleger im Vorsichtsmodus, wie es aus dem Handel heißt: Krieg in der Ukraine, Inflation- und Zinserhöhungssorgen treiben die Märkte um. Am Dienstag war der Dax kurzfristig unter die 14.000-Punkte-Marke gefallen.
Öl wird wieder teurer
Die Ölpreise erholen sich etwas von ihrem gestrigen Kursrutsch erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 108,59 US-Dollar. Das sind 1,34 Dollar mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 1,23 Dollar auf 103,79 Dollar. Die Erholung begründen Händler mit der Aussicht darauf, dass die Rohöl-Nachfrage in dem wichtigen Verbrauchsland China wieder anzieht.
Dax hofft auf starke US-Bilanzsaison
Neuer Ärger um N26 - Kunden sind sauer
N26, das wertvollste deutsche Fintech, hat erneut Ärger. Kunden sind empört, weil ihnen abrupt das N26-Konto gekündigt wurde. Keine Überweisungen, kein Geld abheben - dem "Handelsblatt" sind Dutzende Fälle bekannt, in denen Kunden seit dem vergangenen Donnerstag keinen Zugang mehr zu ihrem Konto haben. Dabei handelt es sich um Kunden in Deutschland, aber auch im Ausland. Die Berliner Smartphone-Bank begründet dies mit verletzten Geschäftsbedingungen, ohne ins Detail zu gehen.
Dax vor freundlichem Start
In Erwartung weiterer Hinweise zur US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Lang & Schwarz indiziert den Dax zum Start 0,5 Prozent im Plus bei 14.226 Punkten.
Euro legt etwas zu
Der Kurs des Euro steigt wieder über 1,08 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,0816 Dollar und damit etwas mehr als gestern Abend. Trotz der leichten Erholung steht die Gemeinschaftswährung seit Ende März gegenüber dem Dollar unter Druck. Ein wichtiger Grund ist die Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen in den USA zur Bekämpfung der hohen Inflation, während die EZB weiterhin abwartet.
Netflix-Aktie bricht ein, 40 Milliarden Dollar lösen sich in Luft auf
Die gestern vorgelegten Quartalszahlen kommen überhaupt nicht gut an: Die Netflix-Aktien geben nachbörslich 26 Prozent nach, was den Börsenwert des Unternehmens um rund 40 Milliarden Dollar verringert.
Chinas Zentralbank rührt die Zinsen doch nicht an
Die chinesische Zentralbank lässt trotz der erhöhten konjunkturellen Unsicherheit die Leitzinsen unverändert. Der Zins für einjährige Kredite liegt bei 3,7 Prozent, der für fünfjährige Darlehen bei 4,6 Prozent. Viele Experten hatten wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zuge des Ukraine-Kriegs und des Wiederaufflammens der Corona-Pandemie in China mit einer Zinssenkung gerechnet. Die chinesische Wirtschaft war im ersten Quartal zwar mit 4,8 Prozent überraschend stark gewachsen, hatte zuletzt aber deutliche Schwächeanzeichen gezeigt.
Asiens Börsen im Plus - China hinkt hinterher
Wie schon gestern zählen die chinesischen Festlandbörsen unter den asiatischen Aktienmärkten zu den Schlusslichtern. Insgesamt setzt sich in Asien aber eine leicht positive Tendenz durch. Der Shanghai Composite zeigt sich knapp behauptet. Der HSI in Hongkong tendiert zwar freundlich, vollzieht damit aber nur eine kraftlose Erholung vom Vortagesabsturz. In Schanghai zählen Energiewerte zu den größten Verlierern.
In Tokio tendiert der Nikkei-225 freundlich - angeführt von Aufschlägen im Automobilsektor. Toyota steigen um 2,3 und Nissan um 3 Prozent.
Credit Suisse warnt vor Quartalsverlust
Die Credit Suisse stellt für das erste Quartal einen Verlust in Aussicht. Die Schweizer Großbank erhöhe die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit einer Reihe von Rechtsangelegenheiten um rund 600 Millionen Franken, wie es in einer Firmenmitteilung heißt. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die Kreditrisiken drückten das Ergebnis durch negative Erträge und Rückstellungen für Kreditverluste um rund 200 Millionen Franken.
Probleme bei Siemens Gamesa
Siemens Energy stellt seine Gesamtjahresziele auf den Prüfstand. Zuvor hatte die Windturbinensparte Siemens Gamesa unerwartet große operative Probleme und steigende Kosten gemeldet, die zu einem hohen Quartalsverlust führten. Zudem heißt es von Siemens Energy, wegen des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland seien die Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit "herausfordernder" geworden.
Lanxess erfreut mit starken Zahlen
Starke Zahlen hat Chemiekonzern Lanxess vorgelegt, heißt es im Handel. Die vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal sind deutlich besser ausgefallen als vom Markt erwartet. "Wahrscheinlich hat man zu sehr die Probleme der Autoindustrie auf Lanxess hochgerechnet", sagt ein Händler.
Das Ebidta vor Sondereinflüssen werde wohl 320 Millionen Euro betragen und die durchschnittliche Markterwartung um etwa sieben Prozent übertreffen, so Lanxess es. Der Umsatz werde voraussichtlich bei rund 2,4 Milliarden Euro und damit um 8,5 Prozent über der durchschnittlichen Markterwartung liegen.
Das wird für den Dax heute wichtig
Der deutsche Aktienmarkt ist zunächst nicht so gut aus den Osterfeiertagen gekommen. Die Themen an der Frankfurter Börse waren nach dem langen Wochenende die gleichen wie in der Vorwoche: Die vom Angriffskrieg Russlands in der Ukraine ausgehende Verunsicherung, die Lieferkettenprobleme, steigende Energiekosten, eine galoppierende Inflation sowie steigende Zinsen. Einige Börsianer wundern sich derweil, dass sich die Aktien bei dieser Gemengelage überhaupt noch so gut halten.
Der Dax unterschritt am Dienstag zeitweise die Marke von 14.000 Punkten. Die positive Handelseröffnung an der Wall Street sorgte für einen Abbau der Verluste. Auch die Dividendensaison kommt nun auf Fahrt. Gestern schütteten zum Beispiel Airbus, Beiersdorf, Stellantis oder Unicredit ihre Dividende an die Aktionäre aus.
Wie geht es heute weiter? Relevante Konjunkturdaten gibt es nur wenige. Das Thema Inflation tritt wieder in den Vordergrund, denn eine Stunde vor Handelsbeginn gibt es die deutschen Erzeugerpreise für den März. Ansonsten ist noch die Handelsbilanz des Euroraums für den Februar interessant. Am Abend gibt es dann das Beige Book der US-Notenbank Fed.
In den USA läuft die Berichtssaison auf vollen Touren. Ihre Bücher öffnen vor Handelsbeginn Procter & Gamble sowie First Horizon. Nachbörslich legen dann Alcoa und Tesla nach. Zudem kommen auch United Airlines mit Zahlen um die Ecke.