Mittwoch, 20. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:45 Uhr

Dax feiert kleine Party

Aktienanleger hoffen weiter auf eine rasche Konjunkturerholung und greifen immer beherzter zu. Der Dax steigt 1,3 Prozent auf 11.223 Punkte, während der MDax 1,2 Prozent 24.478 Zähler zulegt. Der TecDax steigt 1,8 Prozent auf 3104 Punkte.

An der Wall Street erklimmt der Nasdaq-Index derweil ein Drei-Monats-Hoch. Auch die Ölpreise weiten ihre Gewinne aus. Die Nordsee-Sorte Brent verteuert sich um fünf Prozent je Barrel.

Dax
Dax 12.063,57

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:25 Uhr

Der Euro wird teurer

Der Kurs des Euro hat weiter zugelegt. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,10 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit etwa drei Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0958 (Dienstag: 1,0950) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9126 (0,9132) Euro.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Marktteilnehmer führten die Kursgewinne des Euro vor allem auf den schwächeren US-Dollar zurück. Die amerikanische Währung gab gegenüber vielen anderen Devisen nach. Ausschlaggebend war die insgesamt gute Stimmung an den Aktienbörsen, die den Dollar als weltweite Reservewährung weniger lukrativ erscheinen ließ. Der Dollar wird in Marktphasen mit erhöhter Unsicherheit oft verstärkt nachgefragt.

16:34 Uhr

Rheinmetall und Partner entwickeln Landkampfsystem

102776944.jpg

Ein Leopard-2-Panzer.

picture alliance / Philipp Schul

Die Arbeitsgemeinschaft aus Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall und der französischen Nexter Systems gibt den Startschuss für ein gemeinsames Rüstungsprojekt Deutschlands und Frankreichs zur Entwicklung eines Hauptkampfsystems.

Rheinmetall
Rheinmetall 65,62

Das unter deutscher politischer Führung umzusetzende Vorhaben "Main Ground Combat System" soll ab 2035 bei der Bundeswehr den Kampfpanzer Leopard 2 und bei den französischen Heeresstreitkräften den Leclerc ablösen, wie die Unternehmen mitteilten. Nun soll eine erste Studie für dieses Landkampfsystem der Zukunft beginnen.

Ein entsprechender Vertrag zwischen den drei Unternehmen und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr, das stellvertretend für Deutschland und Frankreich agiert, sei kürzlich geschlossen worden, hieß es. Die drei Unternehmen sind in der Arbeitsgemeinschaft mit gleichen Teilen vertreten.

16:01 Uhr

Autoindustrie kann auf EU-Milliarden hoffen

Die von der Corona-Krise stark getroffene Autoindustrie kann auf Unterstützung aus dem Haushalt der Europäischen Union hoffen. In einem Arbeitspapier der EU-Kommission wird vorgeschlagen, in den kommenden zwei Jahren 20 Milliarden Euro in ein Programm zu investieren, das Verbraucher zum Kauf sauberer Neuwagen animiert. Zudem könnte es 40 bis 60 Milliarden Euro für Investitionen in emissionsfreie Antriebe sowie weitere Mittel für Elektroladesäulen und Tankstellen für Alternativkraftstoffe geben.

Die EU-Kommission will am kommenden Mittwoch einen neuen Vorschlag für die EU-Finanzen von 2021 bis Ende 2027 vorlegen. Er soll auch einen Wiederaufbau-Plan für die von der Corona-Pandemie schwer gebeutelte Wirtschaft umfassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:15 Uhr

"Dr. Doom" warnt vor Kollaps der Eurozone

US-Ökonom Nouriel Roubini hält die Corona-Krise für eine existientielle Bedrohung für die Eurozone. "Die Gefahr geht von Italien aus", sagte Roubini der "Wirtschaftswoche". Damit die Eurozone überleben könne, sei ein Auffangmechanismus nötig. Falls das jüngste Urteil des deutschen Verfassungsgerichts den Ankauf italienischer Staatsanleihen durch die EZB stoppe, brauche die Eurozone eine Fiskalunion mit Corona-Bonds: "Sonst kollabiert die Eurozone innerhalb eines Jahres."

Roubini warnte, dass Italien bei einer Staatsverschuldung von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2021 "praktisch insolvent" sei. "Auch wenn die EZB hilft, muss Italien die Anleihen restrukturieren. Bedenken Sie: Italien ist ein zehnmal größeres Problem als Griechenland." Das Land sei zu groß um pleite zu gehen und zu groß, um gerettet zu werden.

Zu dem 500-Milliarden-Wiederaufbaufonds von Deutschland und Frankreich sagte Roubini: "Der Fonds fällt kleiner aus als Italien, Spanien und Griechenland gehofft hatten. Vielleicht wird das noch kompensiert, wenn die meisten Auszahlungen doch Beihilfen werden anstelle von Krediten."

Roubini hat den Spitznamen "Dr. Doom", weil er eher pessimistisch in die Zukunft schaut. Sein großer Moment war 2008 mit der Finanzkrise gekommen, als er das Platzen der Immobilienblase richtig voraussah.

14:49 Uhr

Deutsche Bank will Corona trotzen

Die Deutsche Bank will ihren Konzernumbau nicht von der Corona-Krise ausbremsen lassen. "Wir müssen als Deutsche Bank profitabler sein als heute, wenn wir in einer europäischen Konsolidierung eine Rolle spielen wollen", sagte Konzernchef Christian Sewing bei der Online-Hauptversammlung. Er sei überzeugt, dass der 2019 eingeleitete Umbau "der beste Weg ist, die Deutsche Bank im internationalen Wettbewerb nachhaltig profitabel aufzustellen".

Deutschlands größtes Geldhaus hat sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückgezogen und das Investmentbanking geschrumpft. Zudem soll bis Ende 2022 konzernweit die Zahl der Vollzeitstellen um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 sinken. Die wegen der Virus-Pandemie auf Eis gelegten Gespräche zum Stellenabbau werden wieder aufgenommen.

14:07 Uhr

Pharma-Unternehmen macht Impfstoff-Hoffnung

Ermutigende Testergebnisse für einen Impfstoff gegen das Coronavirus bescheren Inovio einen Kurssprung. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fast 21 Prozent. Den Angaben zufolge verliefen Tierversuche erfolgreich. Erste Ergebnisse von Tests an Menschen würden für Juni erwartet.

Inovio
Inovio 8,75

13:23 Uhr

Auf diese Aktien setzt Star-Ökonom El-Erian

Allianz-Chefberater Mohamed El-Erian setzt auch nach der Erholung an den Börsen auf Tech-Konzerne in den USA und auf einen großen Anteil Cash in seinem Depot. Mitte März habe er sich vier Kriterien für weitere Aktienkäufe gesetzt, sagte er im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Das seien starke Bilanzen, ein positiver Cashflow, ein gutes Management und die Aussicht, dass sich die Unternehmen auch nach der Krise gut entwickeln könnten.

"Zu den Firmen, die diese Kriterien erfüllen, gehören Microsoft, Alphabet und Netflix. Sie sind, wenn man in den US-Aktienmarkt investiert, eine gute Chance auf Kursgewinne", so El-Erian. Zwar habe er zwischenzeitlich die Aktien schon wieder verkauft, aber die drei Tech-Konzerne seien "großartige Unternehmen". "Wenn es wieder mal eine Preiskorrektur gibt, kann man sehr selektiv die Firmen kaufen, die sich gut entwickeln werden", so El-Erian weiter. Um genau in diesem Fall einsteigen zu können, bleibe er bis dahin bei Cash.

El-Erian ist Gründer und ehemaliger Chef der Investmentgesellschaft Pimco, die von dem Versicherer übernommen wurde.

12:34 Uhr

China steigt als Großaktionär bei Billigflieger ein 

Der chinesische Staat wird neuer Großaktionär bei der norwegischen Fluggesellschaft Norwegian. Man habe sich mit BOC Aviation im Rahmen der beschlossenen Kapitalerhöhung auf die Umwandlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen in rund 389 Millionen Aktien verständigt, gaben die Norweger bekannt. Damit halte BOC Aviation künftig 12,67 Prozent der Norwegian-Anteile.

Norwegian
Norwegian ,06

Zuvor hatte Norwegian mitgeteilt, seinen geplanten Umschuldungsplan vollzogen und umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro an Schulden in Eigenkapital umgewandelt zu haben. Man habe grünes Licht für staatliche Kreditgarantien in Höhe von insgesamt 275 Millionen Euro erhalten. Die norwegische Regierung bestätigte, dass Norwegian die Anforderungen für die Garantien nun erfülle und diese deshalb gänzlich nutzen könne.

Das staatliche Kreditpaket ist für die Fluggesellschaft immens wichtig, um durch ihre anhaltende Krise zu kommen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat Norwegian wie viele andere Airlines mit einer deutlich sinkenden Nachfrage zu kämpfen. Die Norwegian-Aktie ist seit Beginn der Corona-Krise in den Keller gerauscht, Tausende Mitarbeiter wurden vorübergehend beurlaubt. Bereits vor der Pandemie hatte die Gesellschaft Finanzprobleme.

Das Unternehmen BOC Aviation ging aus der 1993 gegründeten Singapore Aircraft Leasing Enterprise hervor, die nach eigenen Angaben Ende 2006 von der Bank of China übernommen wurde. BOC Aviation gehört über eine lange Kette verschiedener Eigentümer dem chinesischen Staat.

12:09 Uhr

"Wirtschaft wie von Asteroid getroffen"

Mit Investitionen ins Gesundheitssystem und der Schulung von Arbeitskräften sollen die EU-Staaten aus der Corona-Krise wachsen. Die EU-Kommission riet den 27 EU-Staaten in ihren wirtschaftspolitischen Empfehlungen zudem zu strikten Maßnahmen gegen Steuervermeidung und Geldwäsche. Die Brüsseler Behörde selbst will zwar die Defizite in Staatshaushalten im Auge behalten, vorerst aber keine Strafmaßnahmen in die Wege leiten.

"Das Coronavirus hat uns getroffen wie ein Asteroid und hat ein kraterförmiges Loch in der europäischen Wirtschaft hinterlassen", so der für Wirtschaft zuständige Vizepräsident Valdis Dombrovskis.

Die EU-Kommission gibt den einzelnen EU-Ländern regelmäßig wirtschaftspolitische Empfehlungen im Rahmen des sogenannten Europäischen Semesters. Dieses dient zur Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik und zur Überwachung der EU-Regeln.

Die EU-Staaten hatten wegen der Corona-Krise erstmals die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgesetzt, wonach das Haushaltsdefizit nicht über drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht über 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf. Wegen der massiven Finanzspritzen und der Steuerausfälle dürften die Werte in diesem Jahr in allen Ländern drastisch überschritten werden.

11:37 Uhr

Inflation? Welche Inflation?

Ölpreisverfall und Corona-Krise drücken die Inflation im Euro-Raum weit unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verbraucherpreise zogen im April binnen Jahresfrist nur noch um 0,3 Prozent an und damit so wenig wie seit August 2016 nicht mehr, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im März hatte die Teuerung bei 0,7 Prozent gelegen. Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Jahren.

Energie verbilligte sich im April um knapp zehn Prozent zum Vorjahresmonat. Klammert man diesen Bereich aus, läge die gesamte Inflation mit 1,4 Prozent deutlich höher. Für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mussten die Verbraucher hingegen wieder tiefer in die Tasche greifen. Hier gab es einen Preisanstieg von 3,6 Prozent.

In Deutschland lag die Inflationsrate dem Statistischen Bundesamt zufolge im April im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 0,9 Prozent.

10:54 Uhr

Drittel der Karstadt-Kaufhof-Filialen wohl nicht zu retten

Gut ein Drittel der Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof ist nach Einschätzung der Sanierer nicht zu retten. "Von den insgesamt 172 Warenhäusern könnten am Ende im Idealfall vielleicht fast zwei Drittel weitermachen", sagte der vorläufige Sachwalter der Warenhauskette, Frank Kebekus, der "Wirtschaftswoche". Das würde die Schließung von mindestens 58 Häusern bedeuten.

"Wir haben allen Beteiligten klargemacht, dass 80 Häuser "im Feuer" stehen" sagte Kebekus. Doch gebe es für mehr als ein Dutzend dieser Filialen noch Hoffnung. "Wenn es für diese Standorte noch Zugeständnisse von Vermietern und anderen Beteiligten gibt, kann es dort durchaus weitergehen", sagte er. Andere Filialen seien dagegen selbst durch Zugeständnisse der Vermieter und der Beschäftigten nicht zu retten. "Es gibt Warenhäuser, die sich nicht profitabel betreiben lassen, selbst wenn das Unternehmen keinen Cent Miete zahlen müsste."

10:33 Uhr

Facebook baut Online-Handel aus

Facebook setzt stärker auf den Online-Handel. Der US-Konzern, der über sein Netzwerk, Instagram und WhatsApp mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung erreicht, kündigte die Einführung von so genannten Facebook Shops an. In der Corona-Krise sei dies ein wichtiger Schritt, da er es kleinen Unternehmen ermögliche, eine kostenlose Onlinepräsenz einzurichten, so Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Facebook
Facebook 283,29

Firmen in vielen Ländern rund um den Globus - auch Deutschland - können Produkte, die sie anbieten möchten, aus ihrem Katalog auswählen und dann in ihrem Facebook Shop präsentieren. Ist eine Kreditkarte hinterlegt, kann der Kunde umgehend kaufen. Chats wie auch der Zugriff über Instagram sollen möglich sein. Damit baut das Unternehmen seine E-Commerce-Präsenz deutlich aus. Bisher gab es nur begrenzte Optionen bei WhatsApp und Instagram.

Für Facebook, dessen Haupteinnahmequelle Werbung ist, ist das neue Angebot eine Möglichkeit, Nutzer länger auf der Plattform zu halten, was im Wettbewerb mit Google und Apple um Onlineanzeigen entscheidend ist. "Unser Geschäftsmodell sind Anzeigen", so Zuckerberg.

10:10 Uhr

Billigflieger darf gerettet werden 

Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle hat seine Umschuldung abgeschlossen und sich damit für das ersehnte Rettungspaket des norwegischen Staates qualifiziert. Das Unternehmen war infolge der Corona-Krise ins Trudeln geraten, und hofft, sich mit dem umgerechnet rund 280 Millionen Euro schweren staatlichen Hilfspaket in der Luft halten zu können.

Norwegian
Norwegian ,06

Allerdings hatte der norwegische Staat das Rettungspaket im Vorfeld mit diversen Auflagen verknüpft. So mussten sowohl Gläubiger als auch Aktionäre einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Billigfluggesellschaft leisten, die schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Niedergang des internationalen Flugverkehrs finanziell angeschlagen war. So hat Norwegian Air zuletzt unter anderem eine Kapitalerhöhung durchgeführt und Schulden in Eigenkapital umgewandelt.

09:31 Uhr

Aareal-Aktie geht durch die Decke 

Die Aareal Bank stellt ihre IT-Tochter Aareon ins Schaufenster. Das kommt an der Börse gut an, die Aktie legt im MDax rund 12 Prozent zu.

Aareal Bank
Aareal Bank 16,10

Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer will eine "signifikante Minderheitsbeteiligung" an einen langfristig orientierten Finanzinvestor verkaufen. "Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, einen solchen Schritt ernsthaft in Betracht zu ziehen", sagte Aareal-Chef Hermann Merkens. "Das Marktumfeld für Tech-Unternehmen wie die Aareon ist gut." Mit dem Partner solle das Wachstum der IT-Sparte forciert werden. Die Aareal Bank wolle weiterhin eine Mehrheit an der Tochter halten.

09:27 Uhr

Dax startet zurückhaltend 

So richtig viel los ist am Frankfurter Aktienmarkt derzeit nicht. Der Dax verliert kurz nach dem Handelsauftakt 0,2 Prozent auf 11.044 Punkte. Damit hält sich der deutsche Leitindex zwar über der Marke von 11.000 Zählern, neue Kurstreiber aber fehlen.

Am Montag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit einem Kursprung erstmals seit Ende April die Marke zurückerobert - doch bereits gestern war dem Dax die Puste ausgegangen.

Dax
Dax 12.063,57

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:02 Uhr

Asiens Börsen suchen Orientierung

Anleger in Fernost haben sich heute vornehm zurückgehalten. "Der Markt ist ein wenig richtungslos. Ich vermute, dass wir noch viele schwache Wirtschaftsdaten sehen werden", sagte Jun Bei Liu, Portfoliomanagerin bei Tribeca Investment Partners in Australien. Anleger würden nun den Fokus vor allem auf Kommentare zum Ausblick von Unternehmen und Umfragen zum Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung legen.

In China warten Investoren zudem auf Hinweise der Regierung zu Plänen für die Wirtschaft. Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gibt ebenfalls leicht nach. In Japan sorgen abnehmende Infektionszahlen und die Aussicht auf einen Neustart der Wirtschaft für positive Impulse. Der Nikkei-Index steigt 0,9 Prozent auf 20.623 Punkte.

Nikkei
Nikkei 23.387,94

08:45 Uhr

Rolls-Royce kündigt Job-Kahlschlag an

110822729.jpg

picture alliance/dpa

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat wegen der Corona-Krise den Abbau von mindestens 9000 seiner insgesamt rund 52.000 Stellen angekündigt. Das Unternehmen will so die jährlichen Kosten um 1,3 Milliarden Pfund (umgerechnet 1,45 Milliarden Euro) senken. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Abbau hätten begonnen, teilt der Konzern mit.

08:23 Uhr

Ölpreise weiter auf Erholungskurs

Die Ölpreise legen im asiatischen Handel leicht zu. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 34,90 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 21 Cent auf 32,17 Dollar.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 38,76

Am Vortag hatten die Kurse nachgegeben. Händler hatten von einer typischen Gegenbewegung nach einer Erholung gesprochen. Die deutliche Erholung am Ölmarkt im Verlauf des letzten Monats geht im Wesentlichen auf zwei Entwicklungen zurück. Zum einen haben große Produzenten wie das Ölkartell Opec gemeinsam mit verbündeten Förderern ihre Produktion verringert. Zum anderen lässt die abklingende Corona-Pandemie auf ein Anziehen der Nachfrage hoffen. Im März und April waren die Erdölpreise erheblich eingebrochen.

08:04 Uhr

Zweifel an Medikament lassen Fujifilm einbrechen

Die Aktien der japanischen Fujifilm Holdings sind nach einem Medienbericht über Zweifel an der Wirksamkeit des Medikaments Avigan eingebrochen. Die staatliche Nachrichtenagentur Kyodo hatte berichtet, dass nach klinischen Studien bislang keine eindeutigen Beweise für die Wirksamkeit des Anti-Grippe-Mittels bei der Behandlung von Covid-19 vorlägen. Die Daten ließen Zweifel aufkommen, ob das Therapeutikum bis Ende des Monats wie von der Regierung gefordert zugelassen werden könne, hieß es unter Berufung auf nicht näher identifizierte Quellen.

FUJIFILM Holdings
FUJIFILM Holdings 42,80

"Fujifilm ist sich der Ergebnisse nicht bewusst und daher auch nicht in der Lage, sich dazu zu äußern", sagte Unternehmenssprecherin Kana Matsumotound. Sie fügte hinzu, dass der Pharmakonzern das Medikament nach den derzeitigen klinischen Studien in Japan und den USA bewerten würde. Das Interesse an Avigan, allgemein als Favipiravir bekannt, schnellte im März in die Höhe, nachdem ein Regierungsvertreter erklärt hatte, es scheine Covid-19 Patienten bei der Genesung zu helfen.

07:39 Uhr

Erwartungen an die Fed dürften auf den Dax drücken

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger in den Mittwoch starten. Am Dienstag hatte er kaum verändert bei 11.075,29 Punkten geschlossen.

Hauptgesprächsthema auf dem Parkett bleiben die Coronavirus-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen. Um diese abzufedern, stellte US-Notenbankchef Jerome Powell mehrfach zusätzliche Konjunkturhilfen in Aussicht. Wie diese aussehen könnten, werden Investoren aus den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung herauszulesen versuchen. Diese werden am Abend veröffentlicht.

Dax
Dax 12.063,57

In den Stunden davor stehen das Barometer für die Kauflaune der europäischen Verbraucher sowie Firmenbilanzen der US-Baumarktkette Lowe's und des Einzelhändlers Target auf dem Terminplan. Außerdem hat die Deutsche Bank zu ihrer Hauptversammlung geladen.

07:13 Uhr

Lockheed Martin muss F-35-Produktion zurückfahren

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin muss aufgrund unterbrochener Lieferketten als Folge der Coronavirus-Pandemie die Produktion seiner F-35-Tarnkappenkampfjets in seinem Werk in Texas verlangsamen. "Wir werden die Produktionsrate um etwa zwei bis drei Monate verlangsamen", sagt Greg Ulmer, Leiter des Lockheed Martin F-35-Programms, der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Auslieferung von 18 bis 24 Jets könne sich wegen einer Teileknappheit verzögern.

Lockheed Martin
Lockheed Martin 306,65

Unternehmen, die Teile für die Strukturkomponenten des Düsenflugzeugs herstellen, hätten aufgrund der Corona-Beschränkungen die Produktion drosseln müssen, so Ulmer.