Mittwoch, 17. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Max Borowski
17:59 Uhr

VW zieht Dax mit sagenhafter Rally zu neuem Schlussrekord

Dank seines neuen Schwergewichts Volkswagen hat der Dax den Handel mit dem höchsten Schlusskurs seiner Geschichte beendet.

Dax
Dax 15.320,52

In einem insgesamt abwartenden Geschäft reichte dem Dax für den neuen Schlussrekord ein kleines Plus von 0,3 Prozent auf 14.597 Punkte ganz knapp unter dem im gestrigen Verlauf aufgestellten Allzeithoch. Der Tag stand ganz im Zeichen der US-Notenbank, auch wenn diese ihre Beschlüsse erst nach dem Handelsende in Europa mitteilen wird. Weiter für Verunsicherung sorgte das Impfdesaster in der EU, wegen dem Lockerungshoffnungen nach hinten verschoben werden, mit entsprechenden Folgen für die Wirtschaft.

Gestützt wurde der Markt vor allem von den anhaltenden Rally der Autoaktien, allen voran mit einem erneuten, sagenhaften Kurssprung bei VW. Die Vorzüge im Dax stiegen um 11 Prozent auf 230,80 Euro, ihre am Vortag haussierenden Stammaktien um weitere 15,8 Prozent. VW ist damit nun vor SAP der wertvollste Dax-Konzern. BMW legten nach einem gut aufgenommenen Ausblick auf 2021 um 6,2 Prozent zu. VW und BMW werden immer mehr als "Tesla-Jäger" gesehen.

17:44 Uhr

Doppelt soviel wie Frankfurter Börse: Kryptoplattform ist 68 Milliarden wert

Unmittelbar vor dem Börsendebüt wird Coinbase nach eigenen Angaben mit 68 Milliarden Dollar bewertet. Einer Pflichtmitteilung der Kryptowährungsbörse zufolge lag der Durchschnittspreis für die Aktien im ersten Quartal 2021 im außerbörslichen Handel bei 343,58 Dollar.

Im dritten Quartal hätten sie noch 28,83 Dollar gekostet. Mit 68 Milliarden Dollar ist Coinbase mehr als doppelt so hoch bewertet wie die Deutsche Börse und rund vier Milliarden Dollar teurer als die ICE, zu der die New York Stock Exchange gehört. Coinbase will im Rahmen einer Notierungsaufnahme an die US-Technologiebörse Nasdaq gehen.

17:19 Uhr

Amazon rollt US-Gesundheitsmarkt auf

Der Online-Handelskonzern Amazon will seinen Gesundheitsdienst landesweit anbieten. Das könnte potenziell tiefgreifende Auswirkungen für Telemedizinanbieter, Apotheken, Notfalldienste und Arbeitgeber haben. In einem Blog-Eintrag am Mittwoch kündigte der Konzern für den Sommer die Einführung des "Amazon Care Service" in den USA an, der Zugang zu medizinischer Versorgung und Beratung rund um die Uhr in allen 50 Bundesstaaten bieten werde - sowohl für Amazon-Mitarbeiter als auch für Arbeitgeber im ganzen Land.

Amazon hatte den Service vor 18 Monaten für seine eigenen Mitarbeiter und deren Familien im Raum Seattle eingeführt. Ab dem heutigen Mittwoch werde der Service auch anderen Unternehmen im US-Bundesstaat Washington angeboten, teilte Amazon mit.

Der Service ermöglicht Nutzern, über die Amazon Care-App per Chat oder Videokonferenz mit einer Krankenschwester oder einem Arzt sprechen. In einigen Märkten umfasst der Service auch die persönliche Betreuung durch Krankenschwestern, die für Dienstleistungen wie beispielsweise Bluttests ins Haus kommen, sowie die Lieferung von Medikamente, die über Amazon Care verschrieben wurden.

Nach der Ankündigung gaben die Aktien des Telemedizinanbieter Teladoc und von Pharmaziehändlern wie CVS Health und Walgreens Boots Alliance nach.

17:15 Uhr

Wenig Bewegung am Devisenmarkt

Der Kurs des Euro hat sich vor geldpolitischen Einscheidungen der US-Notenbank wenig bewegt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1908 US-Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20

Sie notierte damit etwas höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1907 (Dienstag: 1,1926) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8398 (0,8385) Euro. Die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar fielen gering aus.

Die US-Notenbank Fed will am Abend neue Entscheidungen bekannt geben und die Lage kommentieren. An der Geldpolitik wird sich nach einhelliger Einschätzung von Volkswirten zunächst nichts ändern. Allerdings könnte Notenbankchef Jerome Powell den jüngsten Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten kommentieren. Als Auslöser des Renditeanstiegs, der sich auch in Europa bemerkbar macht, gilt das billionenschwere Corona-Hilfspaket der US-Regierung. Zusammen mit der zügig fortschreitenden Impfkampagne in den USA hat dies die Wachstums- und Inflationserwartungen angeschoben. Steigende Marktzinsen verschlechtern aber in der Regel die Finanzierungsbedingungen von Verbrauchern, Unternehmen und Staaten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85668 (0,85945) britische Pfund, 130,02 (129,88) japanische Yen und 1,1047 (1,1033) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1728 Dollar gehandelt. Das waren drei Dollar weniger als am Vortag.

16:28 Uhr

VW steigt zum wertvollsten Unternehmen Deutschland auf

Die jüngste Kursrally hat Volkswagen innerhalb von zwei Tagen an die Spitze des Leitindex Dax katapultiert. Mit einem Börsenwert von rund 135 Milliarden Euro überrundete der Wolfsburger Autobauer jetzt den Softwarekonzern SAP (121 Milliarden), dessen Status als wertvollstes Unternehmen in Deutschland seit Jahren unangefochten war. Schon im Herbst hatte SAP seine Position als Europas teuerster Technologiekonzern an ASML verloren, als Vorstandschef Christian Klein die Ertragsziele kassieren musste.

VW St.
VW St. 279,20

Hinter SAP rangieren in der Liste der teuersten Dax-Unternehmen der deutsch-amerikanische Industriegasekonzern Linde mit 119 Milliarden Euro und der Münchner Technologiekonzern Siemens mit 108 Milliarden

Volkswagen-Stammaktien steigen um bis zu 16,3 Prozent und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit gut zwölf Jahren zu. Mit 310 Euro waren sie so teuer wie zuletzt im Oktober 2008, als die Übernahme durch Porsche den damals noch im Dax notierten Papieren zeitweise dreistellige prozentuale Kursgewinne beschert hatte. VW-Vorzüge gewannen in der Spitze zwölf Prozent und markierten mit 232,70 Euro ein Sechs-Jahres-Hoch. Das ist der größte Kurssprung seit rund einem Jahr.

16:14 Uhr

Waffenschmiede Heckler & Koch vervielfacht Gewinn

Anhaltend gute Geschäfte in den USA und Europa und mehr Effizienz in der Produktion zahlen sich für Heckler & Koch immer deutlicher aus und treiben den Gewinn nach oben. Für 2020 verbuchte der Waffenhersteller aus Oberndorf am Neckar nach Steuern 13,5 Millionen Euro, wie er am Mittwoch mitteilte. Das war mehr als achtmal so viel wie im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um etwa 15 Prozent auf 275 Millionen Euro.

Die Entwicklung bestätige den vom Vorstand eingeschlagenen Kurs der Neuausrichtung und Modernisierung, hieß es. "Die Rückkehr in die Gewinnzone 2019 und das Ergebnis 2020 bestätigen, dass Heckler & Koch nach schwierigen Jahren wieder auf Kurs ist", sagte Finanzvorstand Björn Krönert. Der Schuldenberg des Unternehmens mit seinen rund 1000 Mitarbeitern ist allerdings weiter hoch.

15:41 Uhr

Impfdebakel drückt auch auf den Ölpreis

Mit dem Ölpreis geht es erneut abwärts.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25

Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um ein Prozent auf 67,70 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Serum von Astrazeneca wegen möglicher Nebenwirkungen in mehreren europäischen Staaten sei für eine Erholung der dortigen Wirtschaft und der Ölnachfrage nicht hilfreich, kommentiert Analyst Stephen Brennock vom Brokerhaus PVM Oil Associates.

Auf die Stimmung drücke außerdem der zurückhaltende Ausblick der Internationalen Energieagentur (IEA), sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. Trotz der erwarteten Normalisierung der Weltwirtschaft nach Überwindung der Pandemie bezweifelt die IEA, dass es zu einem weiteren größeren Preisanstieg kommen wird. Die Lagerbestände seien immer noch überdurchschnittlich hoch.

15:10 Uhr

Anleihe-Renditen steigen - Aktienkurse an der Wall Street unter Druck

Ein erneuter Anstieg der Renditen sorgt zur Wochenmitte an der Wall Street für eine uneinheitliche Tendenz.

So liegt die Rendite zehnjähriger US-Anleihen bei 1,67 Prozent und damit auf einem neuen Jahreshoch. Am Vorabend waren es noch 1,62 Prozent gewesen. Vor allem der Technologiesektor zeigt sich mit Abgaben. Dieser reagiert besonders sensibel auf steigende Kapitalkosten. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,3 Prozent auf 32.907 Punkte. Der S&P-500 reduziert sich um 0,5 Prozent und der technologielastige Nasdaq-Composite verzeichnet ein Minus von 1,5 Prozent.

14:59 Uhr

IT-Konzern gibt Gratisaktien aus

Geschenkt bekommen auch natürlich auch die Aktionäre von Bechtle nicht wirklich etwas, aber sie profitieren durch die Ausgabe von Gratisaktien davon, dass ihre Papiere leichter handelbar werden. Zudem erhöhte der IT-Dienstleister die Dividende, weil die Geschäft im Corona-Jahr 2020 gut gelaufen sind.

Bechtle
Bechtle 170,85

Für das vergangene Geschäftsjahr will der MDax-Konzern 1,35 Euro als Dividende ausschütten, wie Bechtle mitteilte. Das sind 15 Cent mehr als im vergangenen Jahr. Zugleich plant das Unternehmen, für jede bestehende Aktie zwei weitere Gratisaktien an die Anteilseigner auszugeben. Damit werde sowohl das Grundkapital als auch die Zahl der ausgegebenen Aktien verdreifacht. Der Kurs drittelt sich rechnerisch dementsprechend. Entscheiden darüber muss noch die Hauptversammlung Mitte Juni.

Mit dem Schritt will Bechtle den Handel der Aktien für Kleinanleger attraktiver machen. Die Gründerfamilie Schick besitzt 35 Prozent der Anteile, nach den vier größten Kapitalanlagegesellschaften liegt der übrige Streubesitz der Papiere nur bei gut 42 Prozent. Der Bechtle-Aktienkurs legte nach der Mitteilung rund ein Prozent zu. Mit rund 160 Euro liegt der Kurs deutlich über dem Niveau von rund 125 Euro Ende 2019.

14:01 Uhr

Wall Street vor Powell-PK mit Minus erwartet

Mit einem leichten Minus dürfte die Wall Street in den Tag der Fed-Entscheidung starten. Belastend wirkt der erneute Anstieg der Renditen, der vor allem auf den Technologie-Sektor drückt.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 4.135,36

Bis zum Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank gegen 19 Uhr MEZ dürfte allerdings Zurückhaltung dominieren. Mit Spannung wird vor allem erwartet, ob und wie die Fed auf die zuletzt stark gestiegenen Anleiherenditen reagieren wird. Diese waren zwischenzeitlich Auslöser für kräftige Abgaben an den globalen Aktienmärkten. Es wird mehrheitlich erwartet, dass die Fed an ihrer lockeren Geldpolitik und den Anleihekäufen festhalten wird.

Der Future auf den S&P-500 verliert aktuell 0,3 Prozent. Für den Nasdaq-Future geht es mit den steigenden Anleihen-Renditen um 1,1 Prozent nach unten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen klettert auf 1,67 Prozent, nach 1,62 Prozent am Vorabend. Der Technologiesektor reagiert besonders sensibel auf steigende Kapitalkosten.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist übersichtlich. Es wurden vorbörslich lediglich für den Februar die Baubeginne und -genehmigungen veröffentlicht. Diese fielen jeweils stärker als erwartet aus.

13:26 Uhr

Rubel fällt nach Bidens Drohung gegen Putin

Rubel / US-Dollar
Rubel / US-Dollar ,01

Der Rubel gerät angesichts der Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die US-Wahlen unter Druck. Der Dollar gewinnt rund 1,3 Prozent auf 73,72 Rubel. Auch die Renditen russischer Staatspapiere ziehen an. Laut US-Geheimdienstinformationen war Präsident Wladimir Putin in Versuche verstrickt, den US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen. US-Präsident Joe Biden sagte, Putin werde dafür zur Rechenschaft gezogen. Zudem nannte er seinen Amtskollegen einen "Mörder".

13:09 Uhr

Bremer Raumfahrtkonzern meldet Rekordaufträge

Dem Bremer Raumfahrtkonzern OHB haben 2020 die Verzögerungen bei der europäischen Trägerrakete Ariane 6 zu schaffen gemacht. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr von rund einer Milliarde Euro auf 880 Millionen Euro zurück; der Konzernjahresüberschuss nach Fremdanteilen lag bei 20,9 Millionen nach 25,5 Millionen Euro im Jahr 2019, wie das Unternehmen mitteilte. Zum Rückgang hätten zum kleineren Teil auch Verzögerungen und Produktivitätsverluste durch die Corona-Pandemie beigetragen.

OHB
OHB 35,95

Zugleich meldete OHB aber einen Rekord beim Auftragsbestand. Dieser lag zum Stichtag 31. Dezember 2020 bei rund 2,6 Milliarden Euro, und damit um etwa 800 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres. Dies sei ein historischer Höchstwert, der für die Zukunft eine gute Planungssicherheit gewährleiste. Die OHB SE ist nach eigenen Angaben der drittgrößte europäische Raumfahrtkonzern hinter Airbus Defence and Space und Thales Alenia.

12:24 Uhr

Vodafone-Masten sollen 12 Milliarden wert sein

Die Vodafone-Funkmasten-Tochter Vantage Towers wird bei ihrem Börsengang mit 12,1 Milliarden Euro bewertet. Die Aktien würden voraussichtlich zu 24 Euro zugeteilt, erklärte eine der beteiligten Investmentbanken am Mittwoch kurz vor Ablauf der Zeichnungsfrist. Auf diesem Niveau sei die Emission vielfach überzeichnet. Der Ausgabepreis liegt in der unteren Häfte der Preisspanne, die von 22,50 bis 29 Euro reichte.

Vantage Towers soll morgen sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone will mit dem Teilverkauf bis zu 2,8 Milliarden Euro erlösen. Damit wäre Vantage Towers der bisher größte Börsengang in Europa in diesem Jahr.

12:09 Uhr

Dax im Bann der Fed

Wie das Kaninchen vor der Schlange warten Europas Anleger auf Signale der US-Notenbank Fed. Dax und EuroStoxx50E treten am späten Vormittag bei 14.551 und 3845 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Inflationssorgen werde die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell am Abend zu einem kommunikativen Drahtseilakt, prognostizierte Olivier de Berranger, Stratege des Vermögensverwalters La Financiere de l’Echiquier. Getrieben von den billionenschweren Corona-Staatshilfen müsse in den kommenden Monaten mit steigenden Verbraucherpreisen gerechnet werden. Angesichts eines weiter angeschlagenen Arbeitsmarktes sei es für die Fed aber schwierig, ihre Unterstützung für die Wirtschaft zu verringern.

Sollte die Notenbank keine Interventionen für den Fall weiter steigender Zinsen in Aussicht stellen, wäre das für die Renditen so etwas wie die Lizenz zum Steigen, merkte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners an. Experten halten dann einen Sprung der Renditen bei den richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von zwei Prozent für möglich. Steigende Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen, was die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen umgetrieben hatte. Am Mittwoch rentierten die T-Bonds bei 1,632 Prozent. Damit zogen sie im Vergleich zum Dienstag leicht an und blieben in der Nähe ihres Dreizehn-Monats-Hochs.

In Europa ging es bei den Renditen ebenfalls leicht nach oben, die zehnjährigen Bundespapiere rentierten bei minus 0,330 Prozent. Der slowakischen Notenbank-Chef Peter Kazimir sieht im jüngsten Anstieg indes keine dramatische Entwicklung. "Die Renditen steigen, aber sie steigen von sehr niedrigen Niveaus aus", teilte das EZB-Ratsmitglied auf Twitter mit.

12:04 Uhr

Euro-Inflation bleibt niedrig

Deutschland mit seinen zuletzt deutlich angestiegen Verbraucherpreisen bleibt ein Sonderfall in der Eurozone. Die Inflation in der Eurozone ist im Februar stabil niedrig geblieben. Die Lebenshaltungskosten lagen unter dem Strich 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Anstieg fällt damit so stark aus wie im Januar. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Vorläufige Zahlen wurden bestätigt.

Gedämpft wurde die Teuerung durch die Preise von Lebens- und Genussmitteln, die schwächer stiegen als im Vormonat. Auch die Preise von industriell gefertigten Waren und Dienstleistungen stiegen schwächer. Dagegen bremste der Preisrückgang bei Energie deutlich ab. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent wird nach wie vor klar verfehlt. Allerdings rechnen Analysten mit deutlich steigenden Inflationsraten im Jahresverlauf. Da dafür aber teils Einmaleffekte verantwortlich sind, dürfte die Inflation wohl nur übergangsweise anziehen. Die EZB hat bereits angekündigt, zunächst nicht auf steigende Inflationsraten zu reagieren.

11:37 Uhr

Autoexperte: "Apple-Car ist ähnlich wie Nessie"

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Wird irgendwann ein Apple-Auto auf den Straßen unterwegs sein? Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält das für sehr unwahrscheinlich. "Ich glaube nicht an dieses Apple-Car", sagt der Direktor des CAR Centers Automotive Research in Duisburg gegenüber ntv. Darüber werde schon seit zehn Jahren gesprochen. "Und wenn man seit zehn Jahren über etwas spricht, und es taucht nie auf, dann ist es so ähnlich wie Nessie in Loch Ness. Also einige Leute sehen es immer wieder - und dann verschwindet es."

11:13 Uhr

Wirtschaftsweise setzen Konjunkturprognose herab

Die Corona-Pandemie hat Deutschland "weiterhin fest im Griff". Die Erholung nach der heftigen Rezession des vergangenen Jahres wird daher langsamer vonstattengehen als erhofft. Das haben nun auch die Wirtschaftsweisen feststellen müssen und ihre Wachstumsprognose für 2020 auf 3,1 Prozent heruntergeschraubt.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung korrigierte damit seine Prognose vom Herbst nach unten, als die Expertinnen und Experten noch mit 3,7 Prozent gerechnet hatten.

Hier lesen Sie mehr zu neuen Prognose der Wirtschaftsweisen.

10:53 Uhr

Deutsche Autobauer setzen Teslas Geschäftsmodell unter Druck

Mit BMW und VW haben diese Woche zwei deutsche Autobauer neue Pläne für eine - wenn auch ganz unterschiedliche - erheblich beschleunigte E-Auto-Strategie vorgestellt. Das könnte den Markt- und Technologieführer in dem Bereich, Tesla, Probleme bereiten - und zwar nicht beim Absatz von Pkw, sondern einer anderen tragenden Säule des Geschäftsmodells.

"VW und BMW setzen nun Tesla zunehmend unter Druck", so ein Marktteilnehmer in Frankfurt. So wolle BMW den "i4" nun drei Monate früher auf den Markt bringen als bisher geplant. "Tesla hat zuletzt viel Geld mit CO2-Zertifikaten verdient", so der Marktteilnehmer. Jeder Fortschritt der Konkurrenten bei Elektro-Autos nage an diesem Geschäftsmodell.

BMW gewinnen 4 Prozent, VW 2,2 Prozent. Tesla hatten am Dienstag im US-Handel rund 4,5 Prozent eingebüßt.

10:41 Uhr

Deutsches Flugtaxi-Startup will per Spac an die Börse

Spacs - leere Firmenhüllen, die vor allem von Tech-Startups für Börsengänge durch die Hintertür genutzt werden - sind derzeit eines der heißesten Themen am Finanzmarkt und Flugtaxis eines der heißesten Themen der Mobilitäts-Branche.

Nun plant Flugtaxi-Startp Volocopter laut Wirtschaftsmagazin "Capital" einen Börsengang per Spac. Bei der Transaktion übernimmt eine leere Firmenhülle, die sich bereits am Aktienmarkt befindet, die deutsche ­Firma. Die sogenannte Special Purpose Acquisition Company (Spac) und Volocopter verschmelzen - für das Startup ist es ein schneller Weg an die Börse.

Erst vor wenigen Tagen hat die Bruchsaler Firma 200 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem sind der Industriekonzern Continental, der Vermögensverwalter Blackrock und der Wagniskapitalgeber Avala Capital eingestiegen. Volocopter will mit dem Geld die Entwicklung des "VoloCity" vorantreiben - ein elektrisches Flugtaxi für größere Städte. In den "nächsten Jahren" plant das Startup, die ersten Strecken zu eröffnen, sagte CEO Florian Reuter. Zeitnah solle nun ein Spac-Börsengang folgen, heißt es aus dem Firmenumfeld.

10:26 Uhr

Kältekatastrophe in Texas kostet Münchener Rück Hunderte Millionen

Die Kältewelle im US-Bundesstaat Texas wird ihre Spuren in der Bilanz des weltgrößten Rückversicherers hinterlassen. Im Geschäftsbericht heißt es, die Münchener Rück erwarte nach derzeitigem Stand einen mittleren dreistelligen Millionenschaden. Der überraschende Kälteeinbruch im Februar hatte in und um Texas massive Schäden an der Strom- und Wasserversorgung angerichtet.

09:55 Uhr

Europas Automarkt ungebremst auf Talfahrt

Die Pkw-Neuzulassungen in Europa sind im Februar weiter abgestürzt. Der Herstellerverband Acea meldete für die Europäische Union, die Freihandelszone Nafta und Großbritannien ein Minus von 20,3 Prozent auf 850.170 Fahrzeuge im Februar. Für die ersten beiden Monate des Jahres summierte sich der Rückgang auf 23,1 Prozent.

Während Deutschland sich im Februar mit minus 19 Prozent im Mittelfeld hielt, stand Großbritannien mit minus 35,5 Prozent deutlich schlechter da. Als einzige Länder verzeichneten Norwegen und Irland leichte Zuwächse.

Bei den einzelnen Herstellern waren die Einbrüche mit Ausnahme von Volvo überall zweistellig. Marktführer Volkswagen schaffte mit einem Rückgang von 19 Prozent konzernweit noch eine leicht bessere Absatzentwicklung als der Durchschnitt. Bei Renault lag das Minus schon bei 28,6 Prozent, Honda und Mitsubishi brachen um knapp die Hälfte beziehungsweise 57 Prozent ein.

09:35 Uhr

Sogar Samsung schlägt Chip-Mangel-Alarm

Samsung, der weltgrößte Handyhersteller, hat vor Schwierigkeiten durch die Knappheit an Halbleitern gewarnt. Samsung ist selbst einer der größten Chipproduzenten der Welt und wichtiger Lieferant für die gesamte Branche. Doch nun kann der Konzern seinen eigenen Bedarf kaum decken.

Das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Computerchips und deren Komponenten sei "sehr ernst" und stelle im zweiten Quartal ein "leichtes Problem" dar, sagte Firmen-Vizechef Koh Dong Jin, der für das Smartphonegeschäft zuständig ist, auf der Hauptversammlung des südkoreanischen Konzerns. Der Konzern könnte sogar einen Modelljahrgang seines Beststellers Galaxy Note eventuell ganz ausfallen lassen, berichtet unter anderem Bloomberg.

Wegen der zunehmenden Digitalisierung und der starken Nachfrage nach Technologie in der Corona-Krise ist der Bedarf an Halbleitern unerwartet stark in die Höhe geschnellt. Gleichzeitig standen Fabriken von Samsung selbst und von Intel in Texas wegen des dortigen Wintereinbruchs zeitweise still.

09:24 Uhr

Dax-Anleger warten auf die Fed

Vor der heute anstehenden US-Notenbanksitzung halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zunächst mit größeren Engagements zurück.

Dax
Dax 15.320,52

Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,08 Prozent auf 14.569,64 Punkte, nachdem er tags zuvor mit 14.601 ein weiteres Rekordhoch erklommen hatte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sinkt um 0,09 Prozent auf 32.068,82 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es zunächst um rund 0,1 Prozent abwärts.

"Das Motto des Börsentages heißt: Warten auf die Fed", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners mit Blick auf die Signale der US-Notenbank am Abend. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Renditen für US-Staatsanleihen komme den Aussagen der Währungshüter US-Notenbank besondere Bedeutung zu. Altmann rechnet aber damit, dass die Fed vage bleibt und keine Zahl nennt, bis zu der sie einen weiteren Anstieg duldet.

09:09 Uhr

Fußballmeister gibt Startschuss für Börsengang

Die Eigentümer des belgischen Fußballmeisters FC Brügge wollen mit dem Börsengang rund 75 Millionen Euro erlösen. Club Brügge werde in der Mitte der Preisspanne, die von 17,50 bis 22,50 Euro reicht, mit 229 Millionen Euro bewertet, teilte der Club mit.

Die Investoren-Gruppe um den Unternehmer Bart Verhaeghe, die 94 Prozent an dem Traditionsverein hält, will ihren Anteil damit auf 66 Prozent verringern. Durch eine Aufstockungsoption könnte der Anteil bis auf 54 Prozent sinken. Dem Club selbst fließt kein Geld zu. Die Aktien können bis zum 25. März gezeichnet werden, einen Tag später ist die Erstnotiz geplant. Begleitet wird die Emission von Credit Suisse, JP Morgan und Berenberg.

09:02 Uhr

BMW-Chef verspricht deutlich besseres Ergebnis

BMW erwartet nach dem Umsatz- und Gewinnrückgang des vergangenen Jahres eine deutliche Erholung. "Wir sind mit hoher Dynamik in das neue Jahr gestartet und wollen schnellstmöglich wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen - und darüber hinausgehen", sagte Vorstandschef Oliver Zipse.

Nach zwei Jahren mit Gewinnrückgängen strebt das Unternehmen für 2021 "einen deutlichen Anstieg beim Konzernergebnis vor Steuern an". Die Autoverkäufe sollen nach dem Rückgang auf 2,3 Millionen im vergangenen Jahr solide wachsen. Vor allem in China war die Nachfrage zuletzt stark gestiegen.

Der Stellenabbau werde vorangetrieben, so Zipse. Nachdem BMW bereits im vergangenen Jahr rund 5000 Stellen abgebaut hat, soll die Mitarbeiterzahl Ende 2021 "leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen".

BMW
BMW 86,18

08:44 Uhr

Öl wird teurer

Die Ölpreise haben sich etwas von ihren Verlusten an den Vortagen erholt. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostet 68,77 US-Dollar. Das sind 38 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) steigt um 43 Cent auf 65,23 Dollar.

Am Markt wird der leichte Preisanstieg zum einen mit einer typischen Gegenbewegung nach einer Verlustserie erklärt. Hinzu kommt der etwas schwächere Dollar, der Erdöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums rechnerisch günstiger macht und damit deren Nachfrage belebt.

08:27 Uhr

Leoni verbrennt weniger Geld

Leoni hat zwar auch 2020 tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust ging aber um knapp ein Viertel auf 330 Millionen Euro zurück, wie der Nürnberger Autozulieferer mitteilte. Hier machten sich der laufende Konzernumbau und Einsparungen positiv bemerkbar.

Der Kabel- und Bordnetzspezialist blickt nach dem Corona-Jahr 2020 wieder zuversichtlicher nach vorne. Das Unternehmen rechnet 2021mit einer Erholung der Nachfrage sowie einem deutlichen Anstieg des Umsatzes im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Unternehmenschef Aldo Kamper sieht den Zulieferer auf einem guten Weg aus der Krise. "Wir werden weiter unsere Hausaufgaben machen, um Leoni Schritt für Schritt zurück auf Kurs zu bringen", so der Manager.

Leoni
Leoni 11,16

08:01 Uhr

Anleger blicken nervös in Richtung Fed

In Erwartung von Aussagen zur US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern heute etwas schwächer starten. Bei der Pressekonferenz von US-Notenbankchef Jerome Powell werde jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, sagt ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte.

Im Vorfeld tut sich am Devisenmarkt und auf der Anleihenseite wenig. In Asien sind die Anleger vorsichtig und sichern sich tendenziell eher ein paar Gewinne.

Auch wenn geldpolitische Veränderungen kaum zu erwarten sind: Die Fed-Sitzung ist hochspannend, wie Michael Heise, Chefvolkswirt des HQ Trust, sagt. "Powell wird sich mit der Frage konfrontiert sehen, bis zu welchem Wert die Notenbank Preissteigerungen als temporär ansehen und tolerieren wird". Vermutlich werde die Fed wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der geringen Wahrscheinlichkeit beschleunigter Lohnsteigerungen die Geldpolitik sehr expansiv ausrichten, meint er. "Eine solche expansive Politikausrichtung dürfte allerdings dazu führen, dass die Inflationserwartungen auf dem zuletzt erhöhten Niveau bleiben und sogar noch etwas steigen", erwartet er. Er ergänzt allerdings, dass auch Hinweise auf eine straffere Geldpolitik die Anleiherenditen weiter nach oben treiben würden.

07:40 Uhr

Kryptowährungen mit Rekord-Zuflüssen

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REUTERS

Investoren haben zum Jahresauftakt einer Erhebung zufolge so viel Geld in Kryptowährungen gesteckt wie noch nie. Dank des wachsenden Interesses institutioneller Anleger sei der Mittelzufluss im ersten Quartal 2021 auf 4,2 Milliarden Dollar gestiegen von 3,9 Milliarden im vorangegangenen Vierteljahr, teilte der Vermögensverwalter CoinShares mit. Im gesamten Jahr 2020 seien 6,7 Milliarden Dollar in Cyber-Devisen geflossen.

Den Löwenanteil des Geldes - 3,3 Milliarden Dollar - steckten Investoren im ersten Quartal in Bitcoin, hieß es weiter. Auf Platz zwei landete zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum mit 731 Millionen Dollar. Das verwaltete Vermögen von Kryptowährungsfonds summiere sich inzwischen auf 55,8 Milliarden Dollar. Nur ein Bruchteil davon stecke in aktiv gemanagten Fonds.

Mit dem wachsenden Interesse der Investoren wachse auch das Interesse der Behörden an Kryptowährungen, sagte Analyst Jesse Cohen der Anleger-Webseite Investing.com. "Die potenzielle genauere Prüfung und strengere Regulierung bleibt der größte Bremsklotz für Bitcoin." Die Internet-Devise kostete zuletzt 55.360 Dollar, nachdem sie am Wochenende kurz die Hürde von 60.000 Dollar übersprungen hatte.


07:16 Uhr

Honda muss Produktion in Nordamerika stoppen

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REUTERS

Honda stoppt vorübergehend die Fertigung an den meisten Werken in den USA und Kanada unter anderem wegen Lieferengpässen. Kommende Woche werde die Produktion wegen einer Vielzahl an Problemen angehalten, teilte der japanische Autokonzern mit. Betroffen seien die meisten der fünf Werke in den USA und Kanada. Grund seien die Überlastung von Häfen, der Mangel an Halbleitern, die Folgen der Pandemie und auch das strenge Winterwetter.

Der Produktionsstopp soll den derzeitigen Planungen zufolge eine Woche dauern. Je nach Lieferung von Autoteilen könnte die Unterbrechung der Fertigung aber auch länger sein.

Honda Motor
Honda Motor 24,79

06:51 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der Dax ist im Dienstagshandel wieder auf seinen Rekordkurs zurückgekehrt: Im Handelsverlauf nahm er die 14.600er Marke, ging am Ende 0,7 Prozent fester bei 14.558 Punkten aus dem Handel. Vor allem VW, die deutlich zulegen konnten, hatten den Leitindex getrieben. Aber auch die positiven Vorzeichen an der Wall Street. Die Rekordjagd sollte auch zur Wochenmitte anhalten, ein weiteres Dax-Allzeithoch damit folgen.

Die Anleger dürften vor allem in Richtung US-Notenbank Federal Reserve (Fed) schauen, die die Ergebnisse ihrer zweitägigen Sitzung vorstellen wird. Die Fed dürfte dabei trotz des verabschiedeten Hilfspakets und der steigenden Renditen auf Kurs bleiben und ihre lockere Geldpolitik bestätigen. Fed-Präsident Jerome Powell hatte wiederholt betont, dass die Notenbank fest entschlossen sei, geduldig zu sein. Es wird daher erwartet, dass die Fed ihre Botschaft wiederholt, dass sie noch weit von ihren Zielen entfernt sei. Es werde dennoch auf mögliche Aussagen hinsichtlich des jüngsten Anstiegs der Renditen geschaut, heißt es am Markt. Zuvor geben frische Daten zu den Baugenehmigungen aus Deutschland und den USA Aufschluss über eine mögliche Entwicklung der Konjunktur.

Auf der Unternehmensseite könne BMW mit seinen Zahlen den Autowerten weiter Auftrieb geben. Auch Leoni und Munich Re liefern Einblicke.

Was den deutschen Aktienmarkt am Dienstag gebremst und gestützt hat, lesen Sie hier.

06:13 Uhr

Asien-Börsen warten auf Fed-Signale

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Die asiatischen Börsen sind heute zunächst in Wartestellung gegangen. Im Laufe des Tages geht die zweitätige Sitzung der US-Notenbank Fed zu Ende, von der sich die Anleger Signale auf eine schnellere Normalisierung der Geldpolitik erhoffen. "Wir erwarten, dass (Vorsitzender Jerome) Powell darauf hinweist, dass die Fed die Instrumente hat, um zu intervenieren, wenn der Anleihemarkt ungeordnet wird oder die wirtschaftliche Erholung bremst", schrieben die Analysten der Commonwealth Bank of Australia.

"Aber wir erwarten, dass Powell sich gegen das Gerede über eine Straffung der Politik sperrt, weil es auf dem Arbeitsmarkt eine große Flaute gibt." Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 29.861 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1980 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 109,07 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,5022 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9254 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1901 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1017 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3895 Dollar.

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