Mittwoch, 02. Mai 2018Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel
17:38 Uhr

Dax straft Börsenweisheit Lügen

Dax
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Von wegen "Sell in May and go away" - Anleger, die dieser Börsenweisheit gefolgt sind und ihre Aktien bereits verkauft haben, lassen sich heute ein sattes Kursplus entgehen. Der Dax steigt um 1,5 Prozent auf 12.802 Punkte und markiert zwischenzeitlich sogar ein neues Dreimonats-Hoch.

Der schwache Euro treibt den exportlastigen deutschen Leitindex in die Höhe. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung rutscht in kurzer Zeit deutlich ab und erreichte bei 1,1953 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte Januar.

Händler sprechen allerdings von einer Dollar-Stärke. Denn die amerikanische Währung kann zu fast allen wichtigen Devisen an Wert gewinnen. Unter anderem wird dies mit dem robusten Aufschwung in den USA begründet.

Im Dax beenden Infineon den Handelstag an der Spitze und weisen ein Plus von 4,5 Prozent auf. Auch Deutsche Börse legen mit 4,3 Prozent munter zu, Volkswagen steigen um 3,5 Prozent. Verlierer gibt es nur zwei: Es sind die viel zitierten "defensiven Aktien" aus der Konsumgüterindustrie - Beiersdorf und Henkel -, die zwischen 0,2 und 1,1 Prozent nachlassen.

17:24 Uhr

Mastercard-Aktie steigt auf Rekordhoch

Mastercard
Mastercard 214,30

Für Staunen an der Börse sorgt der Kreditkartenanbieter Mastercard mit einem unerwartet hohen Quartalsgewinn. Die Aktien steigen um 4,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 188,13 Dollar. Der Wert der abgewickelten Transaktionen in den USA - dem größten Markt des Visa-Rivalen - stieg um 10,5 Prozent auf 419 Milliarden Dollar.

Der Gewinn je Aktie fällt bereinigt mit 1,50 Dollar höher als von Analysten mit 1,25 Dollar erwartet aus. Die Papiere des im Dow Jones gelisteten Konkurrenten Visa geben leicht nach.

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Auch international setzten die Kunden Mastercard häufiger ein.

(Foto: REUTERS)

 

16:47 Uhr

Türkische Lira trudelt neuem Rekordtief entgegen

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,81

Mit etwas Verspätung reagiert die türkische Lira darauf, dass die Ratingagentur Standard & Poor's der Türkei eine niedrigere Bonitätseinstufung zugewiesen hat. Die Bonitätswächter führen zur Begründung vor allem makroökonomische Ungleichgewichte an, insbesondere eine Verschlechterung von Leistungsbilanz und Staatsdefizit, daneben auch die hohe Inflation.

Die Lira fällt darauf auf das niedrigste Niveau seit drei Wochen. Der Dollar kostet daher 4,152 Lira, verglichen mit 4,1012 am Vorabend in den USA. Das Rekordtief von 4,192 Lira für einen Dollar vom 11. April rückt damit wieder bedrohlich nahe.

16:19 Uhr

Dax fliegt davon - die 13.000 ist nah

Dax
Dax 12.222,39

Wie im Rausch steigt der Dax heute unaufhaltsam nach oben. Am Nachmittag legt der deutsche Leitindex rund 1,7 Prozent zu und steigt auf ein neues Dreimonats-Hoch bei 12.827 Punkten. Damit steigt er viel stärker als der Euro-Stoxx-50, für den es lediglich 0,5 Prozent auf 3554 Zähler nach oben geht.

Der exportlastige Dax profitiert von der Schwäche des Euro, der unter die Marke von 1,2000 Dollar gerutscht ist. Positiv gerade für den Dax ist auch die Entspannung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA.

16:01 Uhr

Schock-Verlust lässt Nixdorf-Aktie abstürzen

An der New Yorker Börse brechen die Aktien des deutsch-amerikanischen Geldautomatenherstellers Diebold Nixdorf um mehr als 17 Prozent ein, im Xetra sind es fast 12 Prozent. Ursache ist die überraschend starken Ausweitung des Verlustes. Die Aktien haben in Frankfurt und New York in den vergangenen zwölf Monaten fast 50 Prozent verloren.

Das Minus je Aktie war im ersten Quartal mit 0,94 Dollar höher als erwartet ausgefallen. Die 2016 eingeleitete Übernahme von Wincor Nixdorf durch den US-Rivalen Diebold verlief holprig. Die beiden Unternehmen hatten mit der Fusion auf den Umbruch in ihrer Branche reagiert.

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In Ländern wie den USA oder Schweden spielt Bargeld eine immer geringere Rolle, so dass sich die Hersteller nach anderen Erlösquellen, etwa als Software- und Dienstleistungs-Anbieter, umsehen müssen.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

15:48 Uhr

Fed hält Anleger in New York in Schach

Dow Jones
Dow Jones 26.572,00

Vor der Entscheidung der US-Notenbank Fed wagen sich die Anleger in New York kaum aus der Deckung. Der Dow Jones pendelt im Anfangsgeschäft um seinen Dienstagsschluss von 24.099 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite kommen ebenfalls kaum vom Fleck.

Zwar wird keine Zinserhöhungen erwartet. Doch schließen Börsianer nicht aus, dass die Fed häufiger als bislang erwartet an der Zinsschraube drehen könnte. In der weltgrößten Volkswirtschaft läuft die Wirtschaft in diesem Jahr rund. Der Arbeitsmarkt brummt entsprechend. Dies zeigten laut Händlern auch die Daten vom privaten Arbeitsvermittler ADP, der für April mit 204.000 Stellen mehr zusätzliche Jobs auswies als erwartet.

 

15:06 Uhr

Opel-Mitarbeiter dürfen Firma nicht verlassen

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 24,12

Beim Autobauer Opel werden derzeit abwanderungswillige Beschäftigte derzeit daran gehindert, das Unternehmen zu verlassen. Der Betriebsrat der PSA-Tochter hat wie angekündigt rund 70 Aufhebungsverträgen nicht zugestimmt, die zum 1. Mai greifen sollten.

Hintergrund: Der Betriebsrat kritisiert die Abfindungen für jüngere Betriebsangehörige, mit denen Opel eine ungenannte Zahl Beschäftigter loswerden will. Das Unternehmen möchte das Programm weiterhin anbieten, während die Arbeitnehmer es stoppen wollen.

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Rüsselsheim: Opel-Mitarbeiter vor der Opel-Zentrale.

(Foto: dpa)

 

14:48 Uhr

Neuer Trend lässt Satelliten-Aktien hoch fliegen

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Nicht das Büro eines 007-Bösewichts: So sieht es tatsächlich in der Inmarsat-Zentrale in London aus.

(Foto: REUTERS)

Bisher hieß es vor Beginn der Flugreise immer: "Alle Smartphones offline stellen bitte!" Doch das ändert sich derzeit: Der Trend geht zum Internet im Flieger. Die wachsende Nachfrage beschert dem britischen Satelliten-Betreiber Inmarsat zuletzt ein ordentliches Umsatzplus von fünf Prozent auf 345,4 Millionen Dollar. Das Unternehmen bietet Satelliten-Kommunikation für Schiffe, Flugzeuge und Regierungen an.

Die Anleger sind entzückt: Die Aktien des Satelliten-Betreibers steigen zeitweise um mehr als elf Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn seit fast zehn Jahren zu. In ihrem Windschatten legen die Papiere der Konkurrenten Eutelsat und SES bis zu 4,7 Prozent zu.

14:05 Uhr

Chinas neue Umweltliebe treibt Stahlpreise hoch

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(Foto: dpa)

An den Märkten sind es oft unerwartete Zusammenhänge, die Einfluss auf Preise und Kurse haben. So auch aktuell beim Rohstoff Stahl, der gerade den größten Preisanstieg binnen eines Tages seit einem dreiviertel Jahr erlebt. Der Shanghaier Terminkontrakt  verteuert sich um 4,3 Prozent auf 3727 Yuan (586 Dollar) je Tonne.

Und nun der Auslöser: Im Kampf gegen Umweltverschmutzung haben chinesische Behörden in einigen Regionen die Schließung von Stahlhütten angeordnet. In der vergangenen Woche schrumpften daher die chinesischen Stahl-Lagerbestände deutlich zusammen. "Die Nachfrage nach Stahlprodukten bleibt hoch, während das Angebot durch Umweltauflagen geschmälert wird", schrieben die Analysten des Brokerhauses Orient Futures in einem Kommentar.

13:52 Uhr

Amazon fordert Walmart in Indien heraus

Im Kampf um die Vorherrschaft im indischen Onlinehandels-Markt bahnt sich ein Showdown zwischen Amazon und Walmart an. Beide schielen auf den indischen Händler Flipkart, Amazon hat nun einem TV-Bericht zufolge ebenfalls ein Kaufangebot für Flipkart vorgelegt. Das berichtete CNBC-TV18 unter Berufung auf Insider. Das Gebot liege vermutlich in etwa bei dem, was Walmart zahlen wolle.

Flipkart kommt in Indien nach Angaben des Forschungsinstituts Forrester auf einen Marktanteil von 40 Prozent und liegt damit knapp vor Amazon. Im April hatte Reuters berichtet, dass Walmart bis Ende Juni die milliardenschwere Übernahme eines Mehrheitsanteils an Flipkart vereinbaren könnte.

13:10 Uhr

Start-up verklagt Tesla auf 2 Milliarden Dollar

Tesla
Tesla 243,00

Autobauer Tesla sorgt zuletzt vor allem mit Negativschlagzeilen rund um seine kriselnde Autoproduktion für Schlagzeilen - jetzt kommt eine weitere hinzu: Ein Start-up für Wasserstoff-Elektro-Lastwagen mit dem Namen Nikola Motor Co. verklagt Tesla auf die deftige Summe von 2 Milliarden Dollar, berichtet "Bloomberg".

Der Vorwurf: Tesla soll das Design für den im vergangenen November vorgestellten E-Lastwagen von der kleineren Firma schlicht geklaut haben. Deren Modell Nikola One, das bereits im Jahr 2016 vorgestellt wurde, soll in vielerlei Hinsicht Ähnlichkeit mit Teslas Truck haben.

Fun Fact: Die Namen beider Unternehmen erinnern an Nikola Tesla, den genialen serbischen Erfinder und Pionier der Elektrotechnik.

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Hier das "Original" - der mit Wasserstoff angetriebene "Nikola One".

(Foto: Nikola Motor Co.)

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Und hier die angebliche Fälschung von Tesla.

(Foto: REUTERS)

 

12:28 Uhr

Experten warnen Trump vor neuer "Great Depression"

Sie begann mit dem "Schwarzen Donnerstag" an den US-Börsen im Jahr 1929 und war eine der schwersten Wirtschaftskrisen in der Geschichte der USA: Die "Great Depression" dauerte mehr als zehn Jahre an. Und Ökonomen fürchten, dass die aktuelle Politik von US-Präsident Donald Trump das gleiche Ergebnis haben könnte.

In einem Brief an Trump warnen mehr als 1100 Ökonomen vor seiner von Strafzöllen gekennzeichneten Handelspolitik, wie "Bloomberg" berichtet. In dem Brief wird direkt Bezug genommen auf einem ähnlichen Brandbrief zu Beginn der Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren: "Der Kongress nahm keinen Rat der Ökonomen im Jahr 1930 an, und Amerikaner im ganzen Land zahlten die Rechnung."

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Alles im Griff oder führt seine Handelspolitik aus Drohungen und Forderungen in den Abgrund? Donald Trump.

(Foto: AP)

 

11:45 Uhr

Qantas will letzte Jumbo-Jets schneller einmotten

Qantas
Qantas 3,61

Die australische Fluglinie Qantas will ihre letzten sechs Exemplare der Boeing 747, auch bekannt als Jumbo-Jet, bis zum Jahr 2020 stilllegen. Sie sollen durch eine neue Lieferung von Boeing 787 Dreamliner ersetzt werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Ein Grund: Wenngleich der Dreamliner nur zwei Drittel der Passagierzahl der 747 transportieren könne, habe er eine höhere Reichweite und sei beim Spritverbrauch effizienter, teilte Qantas mit. Ursprünglich sollten die Jumbos erst 2022 oder 2023 stillgelegt werden.

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Seine Zeit ist bei Qantas bald abgelaufen - der Jumbo-Jet, eigentlich Boeing 747. Womöglich das bekannteste Verkehrsflugzeug der Welt.

(Foto: imago/ZUMA Press)

 

11:13 Uhr

TecDax-Aktie schießt nach Apple-Zahlen nach oben

Dialog Semiconductor
Dialog Semiconductor 32,96

Die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von Apple geben auf dem deutschen Tech-Aktienmarkt ordentlich Rückenwind. Die Papiere von Zulieferer Dialog Semiconductor springen mit einem Plus von mehr als 8 Prozent im TecDax an die Spitze. Aber auch Chipwerte sind gefragt. Die Aktien von Infineon rücken um vier Prozent vor.

Positiv an den Apple-Zahlen sei vor allem der erneute Anstieg der Umsätze in der Service-Sparte, zu der der App-Store und der Musikstreaming-Dienst gehören, betont Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Schließlich reduziere es die Abhängigkeit des Elektronik-Anbieters vom iPhone-Absatz.

10:47 Uhr

Plattenlabel der Beatles kurz vor Börsengang?

Vivendi
Vivendi 25,90

In der Hoffnung auf milliardenschwere Erlöse aus dem Börsengang der Musiktochter steigen Anleger bei Vivendi ein. Die Aktien des französischen Medienkonzerns legten um bis zu 3,2 Prozent zu. Der Aufsichtsrat des Unternehmens will den Angaben zufolge am 17. Mai über die Zukunft der Universal Music Group (UMG) beraten.

UMG ist das weltgrößte Plattenlabel. Dort stehen Künstler wie die Beatles, Taylor Swift oder Rihanna unter Vertrag. Durch den Boom der Musikstreaming-Dienste ist der Wert von UMG in den vergangenen Jahren gestiegen und hat den Vivendi-Kurs in die Höhe getrieben. Vor diesem Hintergrund spekulieren Börsianer seit längeren auf einen Börsengang von UMG.

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Die erfolgreichste Band aller Zeiten: die Beatles.

(Foto: Beatles Story/jwa)

 

10:16 Uhr

Disney kündigt kostenlose Video-App an

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Disney 118,00

"Oh My Disney" - Das ist der Name einer neuen kostenlose Video-App, die US-Unterhaltungskonzern Disney im Sommer auf den Markt bringt. soll sich vor allem an junge Erwachsene richten. Wie auf der gleichnamigen Webseite sollen mit ihr kurze Videos aus dem Disney-Imperium und Textinhalte abrufbar sein.

Disney entwickelt damit sein Angebot auf mobilen Endgeräten weiter, nachdem es sich lange Zeit auf das traditionelle Fernsehen konzentriert hatte. Erst vor wenigen Wochen hatte der Konzern seine App ESPN+ für Sportfans auf den Weg gebracht.

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Auf der bereits existierenden Webseite "Oh My Disney" geht es um Themen wie Süßigkeiten im Disney-Gewand.

(Foto: Screenshot Webseite Oh My Disney)

 

09:45 Uhr

Goldman Sachs muss für Devisen-Trickserei blechen

Goldman Sachs
Goldman Sachs 183,46

Seine eigenen Kunden durch Tricksereien am Devisenmarkt um ihr Geld zu bringen, ist nicht die feine englische Art. Das hat wohl auch die US-Bank Goldman Sachs eingesehen und sich im Streit um mutmaßliche Manipulationen mit den Behörden in den USA auf einen Vergleich geeinigt.

Die amerikanische Großbank verständigte sich auf eine Zahlung von 110 Millionen Dollar, wie die US-Notenbank Federal Reserve und die Regulierungsbehörde New York Department of Financial Services mitteilten. Die Aufseher werfen dem Geldhaus vor, zwischen 2008 und 2013 am Devisenmarkt Geschäfte zu seinen Gunsten und zum Nachteil von Kunden beeinflusst zu haben.

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(Foto: dpa)

 

09:27 Uhr

Dax schleicht auf höchsten Stand seit Februar

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Mit Trippelschritten geht es nach dem Feiertag weiter nach oben für den Dax: Am Morgen legt der deutsche Leitindex 0,4 Prozent zu auf 12.666 Punkte. Das ist der höchste Stand seit fast drei Monaten. Richtig Boden gut machen deutsche Technologie-Werte: Der TecDax legt um satte 1,3 Prozent zu. Im Dax liegen Infineon mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent an der Spitze.

Mit Spannung warten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend. Eine Anhebung gilt an der Börse zwar als ausgeschlossen. Allerdings könnten die Notenbanker für die kommenden Monate drei statt bislang zwei weitere Schritte signalisieren, betont Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:32 Uhr

Facebook prügelt Dating-Aktien in den Keller

Mitten im größten Datenschutzskandal der Firmengeschichte bleibt Facebook ein mächtiges Unternehmen. Ein Beispiel: Kaum kündigt Facebook-Chef Mark Zuckerberg an, das soziale Netzwerk werde eine eigene Online-Partnervermittlung einführen, gehen die Aktien etablierter Anbieter auf Talfahrt.

Der Konzern hinter der Dating-App Tinder, Match, büßte 22 Prozent an Börsenwert ein. Die Anteilsscheine der Match-Muttergesellschaft IAC verbilligten sich um knapp 18 Prozent. Der Kurs des Unternehmens Sparks Networks, das hinter religiös orientierten Angeboten wie JDate und ChristianMingle steht, gab mehr als 7 Prozent nach. Und Facebook-Papiere? Legten 1,1 Prozent zu.

Match Group
Match Group 59,10

 

08:23 Uhr

Nikkei schließt mit leichtem Minus

Kursverluste der Autobauer machen der Börse in Tokio zu schaffen. Die Abwertung des Yen, die japanische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht, verhinderte allerdings größere Kursverluste. Der Nikkei-Index verlor 0,2 Prozent auf 22.473 Punkte. Der US-Dollar war mit 109,91 Yen zeitweise so teuer wie zuletzt vor drei Monaten.

Wegen eines schwächelnden US-Absatzes verloren die Aktien der Autobauer Honda, Nissan und Toyota bis zu 2,4 Prozent. Unter Druck standen auch die Papiere von Fujifilm, die sich um 5,5 Prozent verbilligten. Auslöser des Ausverkaufs war der Rücktritt des Chefs des US-Druckerherstellers Xerox wegen eines Streits mit Aktionären über die geplante Übernahme durch Fujifilm.

An der Börse Shanghai wuchs vor den Gesprächen zwischen China und den USA zur Beilegung des Handelsstreits die Nervosität. Der Leitindex büßte 0,5 Prozent ein. Staatlichen chinesischen Medien zufolge trifft sich Vize-Ministerpräsident Liu He mit einer US-Delegation um Handelsminister Wilbur Ross zu einem "Meinungsaustausch".

08:16 Uhr

Ölpreise stabilisieren sich auf niedrigerem Niveau

Brent Rohöl
Brent Rohöl 71,98

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel nach dem deutlichen Preisrückgang vom Vortag nur schwach erholt gezeigt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 73,22 Dollar. Das ist ein Plus von 0,08 Dollar zum Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 30 US-Cent auf 67,55 Dollar.

Am Dienstag hatte der US-Dollar zu allen anderen wichtigen Währungen zugelegt. Ein stärkerer Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer. Dies verringert die Nachfrage. Schwache Industriedaten aus den USA und Großbritannien signalisierten zudem eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Auch dies würde die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

08:05 Uhr

Hugo Boss bestätigt Prognose nach solidem Jahresauftakt

Hugo Boss
Hugo Boss 62,50

Gute Nachrichten von Hugo Boss: Der Modekonzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal dank des eigenen Einzelhandels gesteigert. Das operative Ergebnis legte aufgrund geringerer Aufwendungen zu. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte der MDax-Konzern.

  • Der Umsatz lag im Zeitraum von Januar bis März bei 650 Millionen Euro nach 651 Millionen im Vorjahr. Wechselkursbereinigt ergab sich ein Anstieg um 5 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereffekten stieg geringfügig auf 99 von 97 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 8 Prozent auf 70 Millionen Euro zu.
  • Das Konzernergebnis steigerte Hugo Boss um 3 Prozent auf 50 Millionen Euro. Während der Umsatz leicht unter den Markterwartungen der Analysten lag, übertraf Hugo Boss die Prognosen der Analysten bei den Ergebniskennziffern leicht.
  • Für 2018 stellt Hugo Boss nach wie vor ein im Vergleich zum Vorjahr beschleunigtes Umsatzwachstum eines währungsbereinigten Anstiegs im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:49 Uhr

Händler erwarten festere Kurse bei Autoaktien

Europas Autoaktien werden am heute als Outperformer erwartet. "Der Euro auf 1,19 und starke US-Absatzzahlen sollten heute treiben", sagt ein Händler. Dazu habe sich an der Wall Street bereits eine Rückkehr der Risk-On-Stimmung gezeigt mit defensiven Branchen als Tagesverlierern.

Auch der US-Absatz der europäischen Automobilhersteller sei überraschend gut ausgefallen, vor allem das Plus von VW mit 4,5 Prozent gegen Vorjahr überrasche. Bei BMW ging es 4,2 Prozent nach oben, bei Fiat Chrysler 5,0 Prozent.

Als überraschend schwach wird hingegen das Plus von 2,1 Prozent bei Daimler gewertet. Dies sei insgesamt bemerkenswert, da die Daten von Ford, Toyota und anderer japanischer Hersteller um rund 5 Prozent und mehr zurückgefallen seien, heißt es.

07:44 Uhr

Euro kämpft mit 1,20-Dollar-Marke

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Kurs des Euro hat sich im frühen Handel nur leicht von dem deutlichen Rückschlag am Dienstag erholt. Im frühen Handel notierte die europäische Gemeinschaftswährung knapp über der Marke von 1,20 US-Dollar. Zuletzt kostete ein Euro 1,2004 US-Dollar.

Am Dienstag war der Euro bis auf 1,1982 US-Dollar gefallen und damit erstmals seit Mitte Januar unter die 1,20 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,2079 Dollar festgesetzt. Am Dienstag wurde wegen des Feiertages kein Referenzkurs ermittelt.

Der Dollar hatte am Dienstag zu allen wichtigen Währungen zugelegt. US-Präsident Donald Trump hatte die Schonfrist bei den US-Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium für die EU-Staaten, Mexiko und Kanada bis zum ersten Juni verlängert.

07:30 Uhr

S&P geht mit Türkei-Rating runter

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) weist der Türkei eine niedrigere Bonitätseinstufung zu. Wie die Agentur mitteilte, hat sie das langfristige Rating auf BB- von BB abgestuft. Der Ausblick ist stabil.

Die Agentur verweist zur Begründung auf das Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizit sowie auf die hohe Inflation. Die Abwertung der Währung und die Volatilität stellten ein Risiko für die Finanzstabilität der Türkei dar, so S&P. Zudem gebe es im privaten Sektor Anzeichen für Probleme, die sich durch Kapitalabflüsse und die Abwertung der Landeswährung noch verschlimmern könnte.

07:20 Uhr

Dax arbeitet sich weiter an 12.600er-Marke ab

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(Foto: imago/Sven Simon)

Mit einem etwas festeren Start an Europas Börsen rechnen Händler am heutigen Handelstag. Kurstreiber sei der schwache Euro, der am Morgen um die 1,20er-Marke zum Dollar pendelt. In der Nacht wurde er bereits mit einer 1,19 als "Big Figure" gehandelt. Die Stärke der US-Devise ist gut für den Export aus Europa. Beim Dax wird mit einem erneuten Angriff auf die 12.600er-Marke gerechnet. Vorbörslich notierte der Frankfurter Leitindex allerdings 0,3 Prozent tiefer bei 12.576 Punkten.

Für Erleichterung sorgen könnte auch die Verlängerung der Gespräche im Streit um US-Strafzölle. Allerdings klärt dies die Situation auch nicht und lässt die Hängepartie weitergehen.

Im Fokus steht am Abend vor allem die Entscheidung der US-Notenbank Fed und ihr weiterer Zinsausblick. Die Karten könnten dann neu gemischt werden, heißt es im Handel. Bis dahin dürfte das Geschäft eher abwartend verlaufen. Die ADP-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag werden dabei als Indikator gewertet: Ein zu starker US-Arbeitsmarkt könnte stärkere Zinsmaßnahmen der Fed provozieren.

Belastend wirkt der Caixin-Einkaufsmanagerindex der Industrie in China. Der Index selbst notierte mit 51,1 im April nach 51,0 fast unverändert. Allerdings brachen die wichtigen Exportaufträge ein und das zum ersten Mal seit 17 Monaten. Ein genauer Blick dürfte auch auf die Veröffentlichung des europäischen BIP zum ersten Quartal und die Revisionen der europäischen Einkaufsmanager-Indizes geworfen werden.

07:04 Uhr

Autoaktien lasten auf Japans Nikkei

Nikkei
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Die US-Absatzzahlen japanischer Autobauer haben die Stimmung an der Tokioter Börse eingetrübt. Der Nikkei mit den 225 Standardwerten verlor 0,3 Prozent auf 22.445 Punkte, während der breiter aufgestellte Topix um 0,3 Prozent auf 1769 Zähler nachgab.

Mehrere Autokonzerne mussten im April in den USA ein Absatzminus verbuchen. Dies betraf etwa Toyota. Die Aktie verbilligte sich um 0,7 Prozent. Bei Honda betrug das Minus 2,5 Prozent.

Die Elektronikteilehersteller Murata Manufacuring und TDK legten um 1,7 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent zu, weil der iPhone-Hersteller Apple mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten übertroffen hatte.

Auf dem Devisenmarkt kostete der US-Dollar im Vergleich zur japanischen Währung 109,67 Yen. Für einen Euro waren 1,2003 Dollar fällig. Der Schweizer Franken wurde im Vergleich zum Greenback mit 0,9958 und zum Euro mit 1,1954 bewertet.