Montag, 12. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Optimistisch in die Berichtssaison: Dax legt zu

Mit Aufschlägen beendet der Dax den ersten Handelstag der Woche. Der Leitindex geht mit einem Schlusskurs von 13.138 Punkten und damit 0,7 Prozent fester aus dem Handel. "In Frankfurt herrscht so etwas wie Konjunkturoptimismus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Die Anleger blenden einiges aus."

In den Blick rückt bereits die anstehende Berichtssaison, die auch die Wall Street am Montag antreibt. "Die Anleger schauen auf das dritte Quartal", so Althoff weiter. Am Dienstag öffneten in den USA beispielsweise die Großbanken Citigroup und JP Morgan ihre Bücher. "Es ist eine Art Realitätscheck. Die Anleger sind optimistisch."

Zu den Topgewinnern zählen Daimler und Volkswagen. Hier verweisen Marktteilnehmer auf positive Zahlen des US-Konkurrenten General Motors in China, die der Autobranche Auftrieb geben. Auch Infineon zählen zu den Topwerten am Montag. Auf der Verliererseite stehen dagegen MTU, Henkel, Bayer und BASF.

Dax
Dax 12.654,34

17:32 Uhr

Prost! Bitburger verkauft Wernesgrüner

Der dänische Brauereiriese Carlsberg kauft der Privatbrauerei Bitburger die ostdeutsche Traditionsmarke "Wernesgrüner" und den zugehörigen Braustandort im sächsischen Vogtland ab. Grund für den Verkauf zum 1. Januar sei die strategische Neuausrichtung von Bitburger, teilen die beiden Unternehmen mit. Bitburger wolle sich in Ostdeutschland auf die Schwarzbier-Marke Köstritzer konzentrieren. Wernesgrüner erwirtschaftete 2019 mit einem Ausstoß von einer halben Million Hektoliter einen Umsatz von 31 Millionen Euro. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es. Zu Carlsberg gehören in Deutschland Biermarken wie Holsten, Astra und Lübzer.

Carlsberg
Carlsberg 113,15

16:53 Uhr

US-Autowerte gefragt: China hilft GM auf die Sprünge

An der Wall Street sind zum Wochenstart die Autowerte gesucht. Aktien von General Motors steigen rund 0,8 Prozent. Ford-Titel verbessern sich sogar um mehr als fünf Prozent. Ford treiben eine Analystenstimme an: Michael Ward von Benchmark hat die Papiere auf "Buy" von "Hold" hochgestuft. Sein Kursziel: 10 Dollar. Aktuell notieren die Aktien um 7,65 Dollar.

General Motors wiederum helfen Verkaufszahlen aus China auf die Sprünge: Der US-Autobauer hat dort erstmals seit zwei Jahren ein Absatzplus auf Quartalsbasis erreicht. Im Zeitraum Juli bis September stieg die Zahl der von GM verkauften Fahrzeuge um zwölf Prozent auf 771.400 nach einem Rückgang um fünf Prozent im zweiten Quartal infolge der Coronavirus-Pandemie.

16:29 Uhr

"Fortnite" und neue iPhones: Anleger greifen bereits bei Apple zu

Die Apple-Aktien stehen an der Wall Street im Blick. Zum einen hat der Konzern in seinem Streit mit Epic Games vor Gericht einen Erfolg eingefahren: Eine kalifornische Bezirksrichterin wies einen Eilantrag von Epic Games zurück, mit dem der Spieleentwickler die Wiederaufnahme seines beliebten "Fortnite"-Spiels in den App Store von Apple erzwingen wollte. Zum anderen will Apple am Dienstag eine neue iPhone-Reihe präsentieren. Der Aktienkurs zieht 2,5 Prozent auf rund 120 Dollar an.

16:04 Uhr

Wall Street startet mit Aufschlägen

Dow Jones
Dow Jones 28.363,66

Nach dem stärksten Wochengewinn seit August klettern die Kurse an der Wall Street zunächst weiter. Der Dow Jones verbessert sich um 0,4 Prozent auf 28.707 Punkte. Vor der anstehenden Berichtssaison, am Dienstag lassen etwa die Citigroup und JP Morgan in ihre Bücher blicken, rechnen Marktexperten auch nicht mit größeren Gewinnmitnahmen.

Anleger hofften vielmehr darauf, dass die Ergebnisse sich gegenüber dem Vorquartal verbessert hätten. Der Grund: Die coronabedingten Schließungen der Wirtschaft wurden teilweise aufgehoben. Gegenüber dem Vorjahr rechnen Experten mit einem Gewinnrückgang von nur noch 20 Prozent nach 25 Prozent im zweiten Quartal. Es gebe viele Zeichen, "dass die Konjunktur an Dynamik gewinnt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch.

15:39 Uhr

Wann kommt der nächste große Impuls? Das Rezept gegen den Seitwärtsmarkt

Trotz Corona, Brexit und US-Wahlkampf: Die Stimmung an den Börsen ist gut. Allerdings warten Anleger auf größere Marktbewegungen, die den Dax in Richtung Allzeithoch treiben könnten. Welche Impulse dem Leitindex auf die Sprünge helfen würden und wie Anleger auch bei kleinen Bewegungen Gewinne erzielen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Patrick Kesselgut von der Société Générale.

15:24 Uhr

EZB prüft digitalen Euro "sehr ernsthaft"

Die Europäische Zentralbank (EZB) geht nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde "sehr ernsthaft" an das Projekt eines digitalen Euro heran, auch wenn offiziell noch nichts entschieden sei. "Die EZB prüft den digitalen Euro sehr ernsthaft", sagt Lagarde. Sie versichert, dass ein digitaler Euro "niemals ein Ersatz für Bargeld" sein werde. Die Maßnahmen der EZB würden von den Präferenzen der Konsumenten abhängen. Der digitale Euro sei ein langfristiges Projekt, das zu billigeren, sichereren und schnelleren Zahlungen führen könne.

15:02 Uhr

Corona-Krise setzt Stahlindustrie noch länger zu

Die deutsche Stahlindustrie wird sich nach Einschätzung des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung nur langsam von der Corona-Krise erholen. Im kommenden Jahr sei deshalb noch einmal mit dem Abbau von rund 3000 Arbeitsplätzen in der Branche zu rechnen, prognostizieren die Konjunkturexperten in ihrem "Stahlbericht".

Nach Einschätzung der Branchenkenner wird die Rohstahlerzeugung in Deutschland in diesem Jahr wegen der Corona-Krise und dem damit verbundenen Einbruch der deutschen Industrieproduktion um 15 Prozent sinken. Im nächsten Jahr werde die Produktion zwar wieder um 10,9 Prozent auf 37,5 Millionen Tonnen steigen. Damit werde das Vorkrisenniveau aber auch 2021 noch deutlich verfehlt. Insgesamt dürften die Erzeugungskapazitäten im kommenden Jahr laut RWI lediglich zu gut 75 Prozent ausgelastet sein. Das ist ein im längerfristigen Vergleich niedriger Wert.

14:34 Uhr

Renditen italienischer Anleihen rutschen auf Rekordtief

Investoren greifen bei italienischen Staatsanleihen zu. Das drückt die Rendite der zehn- und 30-jährigen Titel jeweils auf ein Rekordtief von 0,697 und 1,557 Prozent. "Der Hauptgrund hierfür ist die wachsende Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung der EZB-Wertpapierkäufe", sagt Anlagestratege Antoine Bouvet von der ING Bank. Darauf deuteten die jüngsten Aussagen aus der Führungsetage der Europäischen Zentralbank (EZB) hin. EZB-Chefökonom Philip Lane hatte jüngst die Konjunkturrisiken durch das Wiederaufflammen der Pandemie betont.

13:24 Uhr

Staatsbeteiligung? Für Thyssenkrupp ist das eine Option

Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz hält eine Beteiligung des Staates an der schwächelnden Stahlsparte für eine Möglichkeit. "Eine Staatsbeteiligung ist eine Option", sagt Merz am Rande eines Spitzengesprächs mehrerer Konzerne zum Thema Wasserstoff bei der NRW-Landesregierung. "Aber eine Staatsbeteiligung kann auch einhergehen mit anderen Optionen. Man kann sich auch eine Kombination vorstellen." Der Staat könne einsteigen, und später könne das jemand anders übernehmen. "Was ich möchte, ist eine langfristige Lösung für Thyssenkrupp."

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,66

13:05 Uhr

Brent-Preis sinkt deutlich

Investoren ziehen sich zu Wochenbeginn aus dem Rohölmarkt zurück. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich 1,6 Prozent auf 42,16 Dollar je Barrel - was 159 Liter entspricht. Als Grund nennen Börsianer die wieder anlaufende Förderung im Golf von Mexiko, nachdem sie zuvor wegen des Hurrkan "Delta" vorübergehend gestoppt worden war. Außerdem endete der Streik norwegischer Ölarbeiter.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,44

12:51 Uhr

Ausblick auf Wall-Street-Wetterlage: verhalten freundlich

Dow Jones
Dow Jones 28.363,66

Marktexperten erarten an der Wall Street zum Start kleine Aufschläge. Nach dem stärksten Wochengewinn seit August wird die Luft für weitere Zugewinne allmählich dünn. Andererseits sehen die Teilnehmer offenbar auch noch nicht den Zeitpunkt für größere Gewinnmitnahmen.

In der Vorwoche stützten vor allem die Umfragen zu den Präsidentschaftswahlen, die einen klaren Vorsprung von Herausforderer Joe Biden sehen. Damit scheint die Sorge gebannt, dass es nur zu einem knappen Ergebnis mit anschließenden Turbulenzen kommt. Eine schlechte Nachricht ist dagegen, dass die Parteien sich weiterhin nicht auf ein Hilfspaket einigen können.

In dieser Woche dürfte neben der Politik vor allem die Berichtsaison zum dritten Quartal in den Blick rücken. Anleger hoffen, dass die Ergebnisse sich gegenüber dem Vorquartal verbessert haben, da die corona-bedingten Schließungen der Wirtschaft teilweise aufgehoben wurden. Gegenüber dem Vorjahr rechnen Experten mit einem Gewinnrückgang von nur noch 20 Prozent nach 25 Prozent im zweiten Quartal. "Es gibt eine Stimmung, dass das dritte Quartal ein großes Quartal für das Wachstum in den USA anzeigt", sagt Konjunkturstratege Kit Juckes von Société Générale. "Es ist wirtschaftlich nicht so schlimm wie in unseren schlimmsten Albträumen."

12:30 Uhr

Stabilus-Kurs zieht 13 Prozent an

Am deutschen Aktienmarkt ragten Stabilus zum Wochenstart heraus - mit einem Kursplus von mehr als 13 Prozent. Die Titel des Autozulieferers steuerten damit auf den größten Tagesgewinn seit einem halben Jahr zu. Das Unternehmen hatte am Freitag bekannt gegeben, der Umsatz habe mit 822 Millionen Euro und die operative Gewinnmarge mit 11,7 Prozent die eigenen Ziele im Geschäftsjahr 2019/2020 übertroffen. Dies untermauere seine positive Einschätzung, lobt Analyst Christian Glowa vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Stabilus profitiere vom Trend zum verstärkten Einsatz von Gasdruck-Dämpfern und Elektromotoren, um den Bedien-Komfort in Fahrzeugen und anderen Einsatzbereichen zu erhöhen.

Stabilus
Stabilus 51,65

11:29 Uhr

Corona, Brexit, Trump: Was treibt den Dax am Mittag an?

Am Mittag präsentiert sich der Dax weiterhin freundlich. Der Leitindex notiert 0,2 Prozent im Plus bei 13.076 Punkten. " Ob US-Wahlen, Brexit, Corona oder Konjunktur: Es ist schon erstaunlich, wie der Dax die ganzen Problemzonen ignoriert", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Es kann schon sein, dass es die finanzielle Generalversicherung der Zentralbanken ist, die die Kurse derzeit oben hält."

11:03 Uhr

Daimler und Swiss Re kooperieren

Daimler und Swiss Re arbeiten künftig bei der Entwicklung von Versicherungen für die Automobilbranche zusammen. Über das Gemeinschaftsunternehmen Movinx, das beiden Konzernen zu jeweils 50 Prozent gehört, sollen neue digitale Versicherungsangebote entwickelt werden, wie der Autobauer und der Rückversicherer erklären. Movinx werde seinen Sitz in Berlin haben. Ab 2021 sollen die Angebote in Frankreich verfügbar sein, in den kommenden Jahren werde das Unternehmen in weitere Märkte außerhalb Europas expandieren. Darüber hinaus seien Kooperationen mit anderen Firmen möglich. "Durch die Kooperation mit Swiss Re können wir die Transformation in einem sich verändernden Marktumfeld aktiv gestalten und das Versicherungsgeschäft voranbringen", sagt Daimler Insurance Services-Chef, Ingo Telschow.


10:37 Uhr

50 Prozent Kursplus: Online-Händler legt starkes Börsendebüt hin

Beim Börsenstart von Allegro greifen Anleger beherzt zu. Die Aktien des polnischen Online-Händlers steigen in Warschau um mehr als 50 Prozent auf 65,60 Zloty. Damit wird der Ebay-Konkurrent an der Börse mit umgerechnet gut 15 Milliarden Euro bewertet und steigt zum wertvollsten Unternehmen Polens auf. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf etwa zwei Milliarden Euro.

10:04 Uhr

Trump oder Biden: Wen favorisieren die Anleger?

Am 3. Novemver wählen die US-Bürger ihren Präsidenten. In Umfragen liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden vorn. Aber Amtsinhaber Donald Trump steigt nun wieder in den Wahlkampf ein. Investoren und Anleger fragen sich, welcher Wahlausgang für die Börsen wohl der bessere wäre. Dabei scheint diese Frage wohl gar nicht mehr die entscheidende zu sein.

09:32 Uhr

Tesla- und VW-Lieferant erwartet 159-Prozent-Gewinnsprung

Der südkoreanische Batterielieferant für Elektrofahrzeuge von Tesla und Volkswagen rechnet für das dritte Quartal mit einem sprunghaften Anstieg des Betriebsgewinns um 159 Prozent. LG Chem erwarte einen Betriebsgewinn von 665 Millionen Euro, teilt der Petrochemiehersteller mit. Analysten prognostizierten bislang einen erwirtschafteten Gewinn von umgerechnet 550 Millionen Euro.


09:10 Uhr

Dax springt über 13.100 Zähler

Der Dax startet zunächst fester in die neue Woche. Zu Beginn des Handels am Montag klettert er 0,3 Prozent auf 13.106 Punkte. "Momentan ist alles im grünen Bereich", kommentiert Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation. Er rechnet mit einer spannenden Handelswoche und verweist auf die Fahrt aufnehmende Berichtssaison: Mehrere US-Banken öffnen ihre Bücher.

Der Dax war am Freitag mit 13.051 Punkten oberhalb der psychologisch wichtigen 13.000er Marke aus dem Handel gegangen. Die Dow wiederum hatte im Anschluss noch zugelegt.

09:01 Uhr

Steigende Kurse in China, fallende in Japan

Die Lockerung der Geldpolitik durch die chinesische Zentralbank versetzt die dortigen Anleger in Kauflaune. Die Börse Shanghai stieg am Montag um bis zu 2,7 Prozent auf 3358,94 Punkte und steuerte auf den größten Tagesgewinn seit drei Monaten zu. In Tokio drückten Gewinnmitnahmen den Nikkei-Index dagegen 0,3 Prozent ins Minus auf 23.545,24 Zähler.Die People's Bank of China (PBoC) strich am Wochenende die Mindestanforderung für bestimmte Währungsterminkontrakte. Damit mache sie es für Investoren günstiger, auf eine Abwertung des Yuan zu wetten, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Anleger werten dies als Zeichen, dass die Notenbank es begrüßt, wenn der Kurs der Währung abbröckelt." Die chinesische Valuta hatte dank ermutigender Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen kontinuierlich aufgewertet. Am Freitag markierte der Dollar daraufhin mit 6,7155 Yuan ein Eineinhalb-Jahres-Tief.In Japan drückte Börsianern zufolge die Furcht vor Enttäuschungen bei der anstehenden Bilanzsaison und die Verunsicherung wegen der nahenden US-Präsidentschaftswahlen auf die Stimmung.

Zu den größten Verlierern zählte hier Yaskawa Electric mit einem Minus von fünf Prozent. Der Industrieroboterbauer stimmte Investoren auf eine Dividendenkürzung um die Hälfte ein.

08:07 Uhr

Dax-Anleger hoffen auf US-Konjunkturpaket

Dax
Dax 12.654,34

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Freitag war er etwas fester bei 13.051,23 Zählern aus dem Handel gegangen. Für Gesprächsstoff sorgen dürften die Diskussionen über ein Hilfspaket für die unter der Corona-Pandemie leidende US-Wirtschaft. Das zeige, dass es wichtigere Themen geben könnte als die Präsidentenwahl, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. Zugleich freundeten sich die Investoren langsam, aber sicher mit einem Machtwechsel im Weißen Haus an.

"Im Falle eines Wahlsieges könnte der Demokrat Joe Biden die Strafzölle gegen China und Europa fallenlassen und wieder mehr auf eine internationale Zusammenarbeit setzen, was Europas Wirtschaftswachstum helfen würde. Das könnte dann auch dem Deutschen Aktienindex ermöglichen, an die Stärke der Wall Street anzuknüpfen." Daneben wirft die Berichtssaison ihre Schatten voraus. Im Laufe der Woche legen die großen US-Banken ihre Zahlen vor. Analysten erwarten Gewinneinbrüche von bis zu 60 Prozent.

07:40 Uhr

Bayer und BASF kämpfen um Erlaubnis für umstrittenen Unkrautvernichter

Die Chemiekonzerne Bayer AG und BASF SE drängen darauf, das umstrittene Unkrautbekämpfungsmittel Dicamba weiterhin in den USA verkaufen zu dürfen, nachdem ein US-Bundesgericht im Juni dessen Einsatz auf Soja- und Baumwollfeldern in den USA blockiert hat. Die Unternehmen bemühen sich bei der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency um Genehmigungen, die es Farmern erlauben würden, weiterhin Dicamba zu sprühen, ein Herbizid, das widerstandsfähige Unkräuter abtöten kann, aber dafür verantwortlich gemacht wird, dass es von den Feldern abdriftet und Millionen Hektar benachbarter Nutzpflanzen schädigt. Bayer und BASF schlagen vor, dass die Landwirte das Unkrautvernichtungsmittel mit neuen chemischen Mitteln mischen, die nach Angaben von Konzernmanagern dazu beitragen sollen, dass Dicamba dort bleibt, wo es gesprüht wird.

06:35 Uhr

Massentests verunsichern Asiens Märkte

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Die asiatischen Anleger haben heute zunächst auf die Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gesetzt. China hat die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle gebracht, weshalb sich die Wirtschaft spürbar erholt. "Wenn sich das Kapital mit relativen Wachstumsraten bewegt, sieht China ziemlich attraktiv aus", sagte Chris Weston von Pepperstone in Melbourne. Die Aktien seien billig, Renditen vorteilhaft und die Aussichten solide. Bislang gelte China als "sicherer Hafen". Verunsichert waren die Anleger daher von Nachrichten aus der Millionenmetropole Qingdao, in der alle neun Millionen Einwohner infolge von Ansteckungen in Zusammenhang mit einem Krankenhaus der Stadt auf das Virus getestet werden sollen.

Die Börse in Tokio hat sich heute zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 23.526 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1640 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 2,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 2,4 Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 105,51 Yen und legte 0,4 Prozent auf 6,7192 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9107 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1814 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0758 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3030 Dollar.