Montag, 18. Juni 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel

17:41 Uhr

Dax holt sich blutige Nase

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Der Dax kommt zum Wochenbeginn unter die Räder. Einerseits dämpft die weitere Eskalation im US-chinesischen Handelsstreit die Stimmung unter Anlegern. Andererseits führt die Regierungskrise in Deutschland zu Zurückhaltung. Am schließt der Dax 1,4 Prozent im Minus auf 12.834 Punkten.

"Insgesamt steigt die Nervosität angesichts eines US-Präsidenten, der gewillt zu sein scheint, eine Eskalation des derzeit schwelenden Handelskonflikts notfalls mit der Brechstange herbeizuführen", kommentiert Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer das Marktgeschehen. Panik komme am Markt allerdings noch nicht auf. Jedoch bleibe abzuwarten, ob bei einer Eskalation des Handelsstreits "das Nervenkostüm der Marktteilnehmer" belastbar bleibt.

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Unter den Einzelwerten im Dax gibt es keine Gewinner. Am besten halten sich noch die Bankwerte: Deutsche Bank stehen mit einem Verlust von nur 0,1 Prozent an der Spitze, dahinter folgen Commerzbank, die "nur" 0,3 Prozent einbüßen.

Größter Verlierer sind die Aktien von Volkswagen, die 3,1 Prozent abgeben. Grund ist die Festnahme von Audi-Chef Rupert Stadler. Die Staatsanwaltschaft wirft Stadler unter anderem Betrug im Zusammenhang mit dem Verkauf von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Abgasreinigung vor.

17:01 Uhr
16:32 Uhr

Handelskrieg setzt Wall Street unter Druck

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Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit belastet zum Auftakt die Wall Street. Der Dow Jones verliert im Anfangsgeschäft ein Prozent auf 24.846 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite verlieren je 0,8 Prozent.

"Der Handelskrieg brennt den Leuten derzeit sicher am meisten auf den Nägeln", sagt Marktstratege Art Hogan von der Investmentbank Broker B. Riley FBR in New York. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag neue Zölle von 25 Prozent auf über 800 chinesische Waren verkündet - darunter Autos sowie Industrie- und High-Tech-Güter. China reagierte mit Zöllen von 25 Prozent auf 659 US-Produkte wie Fleisch, Gemüse, Soja, Whiskey, Tabak und Autos.

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15:59 Uhr

Rückschlag für Haut-Medikament - Aktie bricht ein

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Aktien des kanadischen Pharmaunternehmens Valeant Pharmaceuticals reagieren mit einem Kurssturz von 6,3 Prozent auf 25,17 US-Dollar auf die Verweigerung der US-Gesundheitsbehörde FDA zur Zulassung eines Medikaments gegen trockene Haut.

Die Behörde habe noch Fragen über die Art, mit der der Wirkstoff den Körper durchdringt, teilte Valeant mit. Die FDA, heißt es weiter, habe keinen Zweifel an der Sicherheit des Mittels namens Duobrii. Das Problem solle nun schnell gelöst werden.

15:18 Uhr

Dieser Deal schiebt Evotec an TecDax-Spitze

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Das Biotechunternehmen Evotec weitet seine Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Sanofi aus. Evotec wird eine Einheit der Franzosen mit 100 Mitarbeitern in Lyon übernehmen, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Die beiden Firmen hatten darüber bereits seit März verhandelt. Anleger sind begeistert: Evotec-Aktien sind mit einem Plus von 3,6 Prozent größter Gewinner im Technologieindex TecDax.

Beide Unternehmen arbeiten bereits bei der Erforschung neuer Krebsmedikamente und im Bereich Diabetes zusammen. Evotec will zudem Kooperationen mit weiteren Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Stiftungen, akademischen Einrichtungen und staatlichen Stellen eingehen.

Das bereinigte Betriebsergebnis von Evotec soll durch den Deal in den nächsten fünf Jahren "positiv beeinflusst" werden.
Das bereinigte Betriebsergebnis von Evotec soll durch den Deal in den nächsten fünf Jahren "positiv beeinflusst" werden.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

 

14:27 Uhr

EU findet neuen Partner für freien Handel

Die USA unter Trump setzen beim Handel auf Abschottung, die EU sucht sich unterdessen neue Partner für Freihandelsabkommen: einer davon ist Australien. Eine erste formelle Gesprächsrunde solle vom 2. bis zum 6. Juli in Brüssel stattfinden, teilte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in der australischen Hauptstadt Canberra mit.

Der bilaterale Warenhandel zwischen der EU und Australien betrug im vergangenen Jahr knapp 48 Milliarden Euro. "Freier Handel und offene Märkte bedeuten Jobs - mehr Jobs für Australien und mehr Chancen für die Europäer", sagte Australiens Premierminister Malcolm Turnbull.

Die EU exportiert vor allem Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien, Lebensmittel und Dienstleistungen nach Australien.
Die EU exportiert vor allem Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien, Lebensmittel und Dienstleistungen nach Australien.(Foto: picture alliance / dpa)

13:35 Uhr

Dax rutscht immer tiefer in Verlustzone

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Im Laufe des Tages gerät der Dax immer weiter unter Druck: Gegen Mittag weitet sich das Minus bereits auf mehr als ein Prozent aus. Zuletzt verliert der Dax 1,3 Prozent auf 12.842 Punkte. Damit ist er in Europa jedoch nicht allein: Auch die Börsen in Frankreich und Italien verlieren jeweils 1,3 Prozent. Der Leitindex FTSE 100 in Großbritannien hingegen hält sich mit einem Verlust von nur 0,3 Prozent besser.

Einerseits dämpft die weitere Eskalation im Handelsstreit die Stimmung, nachdem die USA und China Einfuhren aus dem jeweils anderen Land mit neuen Zöllen belegt haben. Daneben führt aber auch die Regierungskrise in Deutschland zu Zurückhaltung unter den Anlegern. "Sollte die Regierung platzen, wäre das klar negativ", sagt ein Marktteilnehmer.

12:53 Uhr

TecDax-Neuling steigt auf neues Rekordhoch

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Gleich an ihrem ersten Tag im Technologie-Index TecDax steigen die Aktien von Siemens Healthineers auf ein Rekordhoch. Die Papiere der Medizintechnik-Firma verteueren um bis zu 0,5 Prozent auf 36,40 Euro. Die Titel des SDax-Aufsteigers DWS legten bis zu 0,8 Prozent zu. Die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank war im März an die Börse gegangen.

Aus dem Kleinwerte-Index steigen zudem der Online-Immobilienmakler Scout24, der Essenslieferdienst Delivery Hero und der Sportartikel-Hersteller Puma in den MDax auf. Diese drei Werte verbuchen Kursgewinne von bis zu 0,5 Prozent. Die Aktien von Delivery Hero sind mit 42 Euro ebenfalls so teuer wie noch nie.

Der Maschinenbauer Aumann, der Abfüllanlagen-Hersteller Krones und die Immobilienfirma Alstria verbuchten dagegen Kursverluste von bis zu 0,9 Prozent. Alle drei Firmen steigen in den SDax ab. Die Stada-Aktien verabschiedet sich komplett aus den deutschen Auswahlindizes.

Mit Hightech für den OP mischt Siemens Healthineers derzeit die Börse auf.
Mit Hightech für den OP mischt Siemens Healthineers derzeit die Börse auf.(Foto: picture alliance / -/Siemens Hea)

 

12:07 Uhr

Britischer Milliardär fordert Großbanken heraus

Richard Branson: Britischer Milliardär mit Hang zur Exzentrik.
Richard Branson: Britischer Milliardär mit Hang zur Exzentrik.(Foto: Michael Brochstein/ZUMA Wire/dpa)

Die Bank des Milliardärs Richard Branson, Virgin Money, will es zusammen mit einem britischen Konkurrenten mit den vier Großbanken des Königreichs aufnehmen. In der geplanten Allianz der beiden mittelgroßen Geldhäuser wird Virgin Money für umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro (1,7 Milliarden Pfund) von dem Institut CYBG übernommen, wie CYBG mitteilte. Damit handelt es sich um die größte Bankfusion in Großbritannien seit der Finanzkrise.

Von dem Zusammenschluss versprechen sich Virgin Money und CYBG eine höhere Schlagkraft gegen die Branchengrößen Lloyds, HSBC, Barclays und RBS. Das neue Institut soll den bekannten Namen Virgin gegen eine Zahlung von Tantiemen beibehalten und von CYBG-Chef David Duffy geleitet werden. Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass das neue Geldhaus genügend Schlagkraft habe, um den vier britischen Großbanken erstmals ernsthafte Konkurrenz machen zu können.

11:38 Uhr

Verhaftung Stadlers drückt auf VW-Kurs

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Nach der Festnahme von Audi-Chef Rupert Stadler geben VW-Aktien deutlich nach. Mit einem Abschlag von 1,93 Prozent auf 157,93 Euro sind sie der größte Verlierer im Dax. VW-Papiere geben damit wesentlich stärker nach als die Papiere von BMW (minus 0,9 Prozent) und Daimler (minus 1 Prozent).

Mit Stadler sei in der Aufarbeitung der Dieselaffäre der bislang ranghöchste Manager des VW-Konzerns festgenommen worden, sagt ein Händler. Anleger reagierten folglich mit Vorsicht und lösten VW-Positionen auf.

Audi-Chef Rupert Stadler sitzt in Haft.
Audi-Chef Rupert Stadler sitzt in Haft.(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:43 Uhr

BIZ warnt vor Totalverlust bei Bitcoin und Co.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), hat sich erneut kritisch zu Kryptowährungen geäußert. Ein kompletter Wertverlust sei möglich, warnt die BIZ in ihrem aktuellen Jahresbericht. Transaktionen mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin seien langsam und teuer.

Zudem würden durch Kryptowährungen große Mengen an Energie verbraucht. Die Politik müsse Missbrauch verhindern, aber weitere Experimente ermöglichen. Die BIZ-Experten hatten zuvor bereits Kryptowährungen als eine Bedrohung für die Finanzstabilität genannt.

10:11 Uhr

Trend zur Mini-Wohnung - Corestate mischt mit

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Was macht man, wenn der Wohungsmarkt eng wird? Na klar: Man macht die Wohnungen noch enger. An diesem "Micro Living" genannten Trend will auch der im SDax notierte Investmentmanager Corestate verdienen.

Bis Ende 2019 wollen die Luxemburger 2,4 Milliarden Euro in entsprechende Immobilien investieren. Corestate habe bereits 26 Grundstücke zur Entwicklung und Objekte mit mehr als 7600 Apartments für Studenten, Pendler, Existenzgründer, Projektmitarbeiter und junge Berufstätige erworben, teilte das Unternehmen mit.

(Foto: imago/epd)

 

09:28 Uhr

Dax muss Rückschlag verdauen

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Nicht nur, dass die deutsche Nationalmannschaft ihr Auftaktspiel verliert - auch der deutsche Leitindex Dax muss zum Wochenstart einen Rückschlag einstecken. Im frühen Handel geht es um 0,5 Prozent nach unten auf 12.944 Punkte. Damit wird nach einem kleinen Zwischenhoch Ende vergangener Woche die 13.000-Punkte-Marke wieder unterschritten.

Auf die Stimmung am Markt drückt der Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der Asyl-Streit zwischen CDU und CSU in Berlin. "Neben dem globalen Handelskonflikt verfolgen die Anleger auch die Situation in Deutschland sehr genau", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Größere politische Unsicherheiten wären Gift für die Börsen.

Schützenhilfe für den Aktienmarkt kommt hingegen vom Euro, der sich um 0,3 Prozent auf 1,1574 Dollar verbilligte. Eine schwächere Gemeinschaftswährung macht Waren aus der Eurozone im Welthandel günstiger und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

07:46 Uhr
Enttäuschte Gesichter beim Public Viewing: Das erste Spiel der DFB-Elf bei der Fußball-WM in Russland verheißt nichts Gutes für Bierbrauer, Gastromen und die Stimmung im Land.
Enttäuschte Gesichter beim Public Viewing: Das erste Spiel der DFB-Elf bei der Fußball-WM in Russland verheißt nichts Gutes für Bierbrauer, Gastromen und die Stimmung im Land.(Foto: imago/Hartenfelser)

Dax steuert verkatert in die neue Woche

Die Niederlage gegen Mexiko wirkt wie ein düsteres Omen: Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Börsianer auf einen unsicheren Wochenauftakt einstellen. Die vorbörslichen Indikationen deuten einen Handelsstart nahe des Ausgangsniveaus von Ende vergangener Woche an.

  • Auf Teleboerse.de wird der deutsche Leitindex Dax am Morgen bei 13.015,50 Punkten gesehen, was einer prozentual unverändert Eröffnung entspricht.
  • Vor dem Wochenende hatte das Frankfurter Kursbarometer 0,7 Prozent im Minus bei 13.010,55 Punkten geschlossen.
  • Nennenswerte Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht zur Veröffentlichung an. Auf den Terminkalender tauchen ebenfalls keine größeren Impulse auf. Zu erwarten ist, dass sich die Gespräche am Parkett - abgesehen von der Fußball-WM und dem laufenden Asylstreit der Union - vor allem um die Lage bei den Autobauern und um die Auswirkungen des Handelsstreits auf die deutsche Wirtschaft drehen wird.
07:06 Uhr
Zeitenwende in der Geldpolitik: Die EZB will ihre Anleihenkäufe zum Jahresende beenden.
Zeitenwende in der Geldpolitik: Die EZB will ihre Anleihenkäufe zum Jahresende beenden.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro schleicht in die neue Woche

Am Devisenmarkt beginnt die neue Woche mit anhaltenden Nachwirkungen der Geldpolitik: Die europäische Gemeinschaftswährung kann sich auch am Tag zwei nach den Ankündigungen der Euro-Währungshüter noch nicht von ihren jüngsten Kursrückgängen erholen.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro weitgehend stabil bei 1,1591 Dollar. Am Vorabend in New York hatte sich der Euro minimal fest bei 1,1607 Dollar gehalten.
  • In Tokio wurde der Euro in der Nacht mit 1,1581 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 110,52 Yen gehandelt nach 110,66 Yen.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro zuletzt am Freitagnachmittag mit 1,1596 (Donnerstag: 1,1730) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8624 (0,8525) Euro.
07:29 Uhr

EZB hält den Euro-Leitzins bei Null

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06:45 Uhr
Minuszeichen in Tokio: Der japanische Aktienhandel startet schwach in die neue Woche.
Minuszeichen in Tokio: Der japanische Aktienhandel startet schwach in die neue Woche.(Foto: AP)

Nikkei taucht ins Minus

Der Zollstreit zwischen den USA und China lastet zum Wochenauftakt schwer auf den Börsen in Tokio. Investoren zeigen sich besorgt, dass der Handelskonflikt weiter eskalieren könnte.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 22.708 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,8 Prozent auf 1774 Punkten. Das schwere Erdbeben im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu beeinträchtigte den Börsenhandel kaum.
  • In China und Hongkong findet feiertagsbedingt kein Handel statt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gibt um 0,3 Prozent nach.
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    Konjunkturdaten blieben am Markt ohne sichtbare Wirkung: Die stärker als erwartet ausgefallenen Exporte im Mai reichten nicht aus, hieß es aus dem Handel, um den Stimmungstrend am Markt umzukehren.

"Beim Handel gibt es nicht nur Spannungen zwischen den USA und China, sondern auch zwischen den USA und ihren Verbündeten", fasste Yoshinori Shigemi von JPMorgan Asset Management die politische Großlage aus der Sicht japanischer Anleger zusammen. US-Präsident Donald Trump könne "den Druck auf andere Länder wie Japan und die Nato-Staaten erhöhen".

06:00 Uhr