Montag, 02. Dezember 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:55 Uhr

Trump-Tweet sorgt im Dax für schwere Verluste

Dax
Dax 13.166,58

Viel schlechter hätte der Dezember am deutschen Aktienmarkt nicht beginnen können. US-Präsident Donald Trump gab mit der Ankündigung von Strafzöllen wieder mal den Partyschreck. Die Kurse bröckeln am Nachmittag immer weiter ab, der Dax büßt am Ende 2,05 Prozent auf 12.964,68 Punkte ein. Er fällt erstmals seit Anfang November wieder unter die Marke von 13.000 Punkten.

Die USA werden laut Trump wieder Zölle auf Stahl und Aluminium aus Argentinien und Brasilien verhängen. Er begründete den Schritt mit der "massiven" Abwertung der Landeswährungen der beiden südamerikanischen Länder, die die Wettbewerbsfähigkeit von US-Landwirten beeinträchtige. Erschwerend hinzu kommen am Nachmittag schwache Daten aus der US-Industrie und vom Baugewerbe.

RWE
RWE 26,19

Tagesverlierer im Dax sind RWE mit Abgaben von 5,4 Prozent. Hier machte sich auch die Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an die SPD-Spitze negativ bemerkbar. Großer Gewinner bei einem Auseinanderbrechen der Großen Koalition wären die Grünen. Wie ein Händler mit Verweis auf eine Analysten-Studie anmerkte, dürften RWE und Rheinmetall (minus 1,2 Prozent) unter einem stärkeren grünen Gewicht leiden, während VW (minus 0,4 Prozent) wegen des Ausbaus der Elektromobilität profitieren sollten.

Lufthansa halten sich mit einem Minus von 1,2 Prozent vergleichsweise gut, kommen allerdings von ihrem Tageshoch klar zurück. Zum einen verzichtet die Gewerkschaft Verdi auf einen Streik bei LSG. Zum anderen könnte Fantasie auf eine Anteilsaufstockung durch Qatar Airways aufkommen. Der Chef der Airline Akbar Al Baker sagte vor Journalisten in Doha laut Handelsblatt: "Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gerne machen." Die Lufthansa reagierte allerdings abweisend auf die Aussagen.

17:11 Uhr

Euro legt kräftig zu

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Der Euro legt zu Wochenbeginn deutlich zu. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1075 US-Dollar und damit gut einen halben Cent mehr als im Tagestief. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1023 (Freitag: 1,0982) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9071 (0,9105) Euro.

Auftrieb erhielt der Euro durch solide Konjunkturdaten aus China und der Eurozone. Sowohl in China als auch im europäischen Währungsraum stiegen die Einkaufsmanagerindizes an. Analysten hoben hervor, dass es sich um die Indikatoren für die Industrie handelte. Der Sektor hat bis zuletzt besonders stark unter der schwachen Weltwirtschaft und dem Handelsstreit zwischen den USA und China gelitten. Zusätzlichen Rückenwind bekam der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus den USA.

16:54 Uhr

Einbruch im Dax geht auch an Lufthansa nicht spurlos vorbei

Lufthansa drehen ins Minus und notieren in der Zwischenzeit mit Abgaben von 1,2 Prozent. Die Kehrtwende ist primär dem Einbruch im Dax geschuldet, allerdings dürften auch Aussagen der Lufthansa nicht hilfreich sein. Lufthansa sei nicht privatisiert worden, um in Katar wieder verstaatlicht zu werden, so die Airline - eine recht deutliche Absage an mögliche Investitionspläne durch Qatar Airways.

16:28 Uhr

Dax dreht deutlich ins Minus

Der Dax baut die Verluste nach Veröffentlichung eines schwachen US-ISM-Index weiter aus und liegt nun 1,5 Prozent hinten. Entgegen der Erwartung hat sich der Index für das verarbeitende Gewerbe im November auf 48,1 von 48,3 abgeschwächt. Erwartet wurde ein Anstieg auf 49,4. Auch die US-Bauausgaben für Oktober fielen schwach aus. Der schwache ISM-Index dürfte die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt haben angesichts zuletzt anziehender Wirtschaftsdaten weltweit.

15:57 Uhr

Konjunkturdaten stützen Wall Street nur leicht

Trotz ermutigender und zudem wieder auf ein Wirtschaftswachstum hindeutender Signale aus der chinesischen Konjunktur vom Wochenende zeigen sich die Kurse an der Wall Street mit einer kaum veränderten Tendenz. Für Zurückhaltung sorgt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle auf Stahlimporte aus Brasilien und Argentinien mit sofortiger Wirkung einzuführen. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 28.091 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich kaum verändert. Dagegen verliert der Nasdaq-Composite 0,1 Prozent.

15:29 Uhr

Bei Varta nährt die Hausse die Hausse

Varta AG
Varta AG 120,60

Varta setzen die Rekordjagd fort und markieren bei 123,80 Euro ein neues Allzeithoch. "Die Hausse nährt die Hausse", merkt ein Teilnehmer an und schließt nicht aus, dass die Käufe auch im Zusammenhang mit dem sich nähernden Jahreswechsel im Zusammenhang stehen.

Die Unternehmensstory ist derweil weiter intakt. Die Commerzbank hat erst jüngst das Kursziel für die Aktie auf 135 Euro erhöht. Mit der Konsolidierung des Consumer Business dürfte das Wachstum in den ersten drei Quartalen 2020 bei mehr als 100 Prozent liegen. Varta gewinnen 3,1 Prozent auf 119,60 Euro.

15:24 Uhr

Renditebringer Rohstoffaktien

Der Rohstoffmarkt reagiert besonders empfindlich auf geopolitische Meldungen. Warum ist das so? Wer jetzt Rendite und gleichzeitig eine gewisse Sicherheit sucht, der landet schnell bei Discountzertifikaten, da diese einen Puffer beinhalten. Aber Discountzertifikat ist nicht gleich Discountzertifikat. Über die Möglichkeiten für Anleger spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

 

15:10 Uhr

Dax befürchtet ins Fadenkreuz von Trump zu geraten

Dax
Dax 13.166,58

Der Dax baut die Verluste aus und liegt in der Zwischenzeit 0,7 Prozent hinten. Auslöser der Abwärtsbewegung sei der Trump-Tweet zu US-Strafzöllen auf Stahl-Importe aus Argentinien und Brasilien, heißt es im Handel.

Dabei belaste weniger der realwirtschaftliche Schaden einer solchen Maßnahme, sondern die Befürchtung, dass sich der internationale Handelskonflikt wieder zu verschärfen drohe. Vielleicht gerate ja schon bald wieder die EU ins Fadenkreuz von Trump, so ein Teilnehmer.

14:43 Uhr

US-Stahlhersteller reagieren reflexartig positiv auf Trump-Tweet

Die Kurse von US-Stahlherstellern reagieren auf den trumpschen Strafzoll-Tweet reflexartig zunächst positiv. US Steel liegen in der Vorbörse auf Nasdaq.com gut 1,5 Prozent im Plus, AK Steel über 2,9 Prozent und Nucor 0,7 Prozent.

14:00 Uhr

Trumps Zölle verunsichern Börsianer

Mexikanischer Peso / US-Dollar
Mexikanischer Peso / US-Dollar ,05

Die mexikanische Währung gibt nach der Bekanntmachung, dass US-Präsident Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Argentinien und Brasilien wieder in Kraft setzt, nach. Ein Dollar kostet 19,6 Peso nach zuvor 19,5 Peso. Die Börsen in Argentinien und Brasilien sind noch geschlossen.

12:58 Uhr

Mit sofortiger Wirkung: Trump führt Strafzölle wieder ein

Der Dax kommt am Mittag deutlich über 60 Punkte vom Tageshoch zurück. US-Präsident Donald Trump beschuldigt Brasilien und Argentinien, Profiteure des starken Dollars zu sein. Daher werden gegen beide Länder Importzölle für Stahl und Aluminium wieder eingeführt. "Wegen dieser Neigung, seine Befindlichkeiten in Zölle umzusetzen, steigt natürlich auch die Sorge vor einer Eskalation mit China", sagt ein Händler. Vor allem in Richtung der US-Wahlen nächsten Herbst werde dieses Risiko latent über den Märkten schweben.

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12:29 Uhr

Neue SPD-Spitze macht RWE-Anleger nervös

RWE
RWE 26,19

Mit einem Minus von 2,6 Prozent stehen Aktien von RWE am Dax-Ende. Händler sehen dabei einen Zusammenhang mit der Kür von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zur neuen SPD-Spitze: Diese hatten unter anderem angekündigt, das Klimapaket nachbessern zu wollen.

Sollte die Große Koalition zerbrechen und sollte die Union dann ein Bündnis mit den Grünen eingehen, dürfte das den Kohleausstieg beschleunigen, sagt ein Börsianer.

12:00 Uhr

Pfund-Anleger fürchten sich vor Patt im Parlament

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,19

Wieder aufkeimende Furcht vor einem erneuten Patt im britischen Parlament setzt dem Pfund Sterling zu. Die Währung verbilligt sich um jeweils 0,2 Prozent auf 1,2907 Dollar und 1,1717 Euro. Auslöser der Verkäufe war eine Umfrage für den Sender ITV, wonach der Vorsprung der Konservativen von Premierminister Boris Johnson auf die oppositionelle Labour Party auf neun Prozentpunkte geschrumpft ist.

Die Entwicklung gleiche derjenigen vor der Wahl von 2017, sagte Anlagestratege Jeremy Stretch von der Bank CIBC. Damals konnte Theresa May nur mithilfe der nordirischen Regionalpartei DUP eine Regierung bilden.

Sollte Johnson bei der Wahl am 12. Dezember die absolute Mehrheit verfehlen, ist Experten zufolge fraglich, ob der von ihm ausgehandelte Brexit-Deal durch das Unterhaus komme. Damit drohe ein ungeordneter EU-Ausstieg Großbritanniens zum 31. Januar 2020.

10:42 Uhr

Ted Baker rutscht wegen möglicher Bilanzfehler ab

Ted Baker
Ted Baker 4,50

In London brechen die Titel von Ted Baker zeitweise um knapp 15 Prozent ein und waren mit 338,8 Pence zeitweise so billig wie zuletzt vor etwa elf Jahren. Der britische Modehändler hat nach eigenen Angaben möglicherweise seinen Warenbestand in der Bilanz für das vergangene Jahr zu hoch angesetzt.

Das sei "alles andere als ideal", schrieb Analyst Adam Tomlinson von der Investmentbank Liberum. Er werte die Bekanntmachung als Hinweis auf erste Aufräumarbeiten der neuen Finanzchefin Rachel Osborne.

10:14 Uhr

Fusion mit Mediaset kommt für ProSieben nicht in Frage

Prosiebensat1
Prosiebensat1 13,97

Bei Prosieben-Aktien steht eine mögliche Anteilsaufstockung durch Mediaset im Raum. Mediaset hatte zuletzt in zwei Schritten gut 15 Prozent der Aktien an dem deutschen Fernseh- und Internetunternehmen erworben. Prosieben-Vorstandschef Max Conze sagte am Wochenende im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, ihn würde es nicht überraschen, wenn Mediaset den Anteil noch weiter aufstocken würde.

Allerdings ist er selber gegen eine Fusion, da sie kaum Synergien bringe. Darüber hinaus bestätigte er die Gesamtjahresprognose. Prosieben legen um 1,5 Prozent zu, Mediaset geben dagegen um 0,6 Prozent nach.

10:14 Uhr

Die Gewinner der ZertifikateAwards 2019

Die besten Zertifikatehäuser Deutschlands sind jetzt in Berlin mit den ZertifikateAwards ausgezeichnet worden. Neben einer Jury konnte dabei auch jeder Interessierte über das Internet mitentscheiden. Wie die Gewinner es auf das Treppchen geschafft haben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Marcus Landau von der DZ Bank, Anouch Wilhelms von der Commerzbank sowie Tobias Kramer von der Zeitschrift "Der Zertifikateberater".

 

10:02 Uhr

Hoffnung auf Förderbremse verteuern Rohöl

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Ermutigende Konjunkturdaten des weltgrößten Abnehmers China und Hoffnungen auf eine Verschärfung der Förderbremse verteuern Rohöl.

Die Sorte Brent kostet mit 61,16 Dollar je Aktie 1,1 Prozent mehr als am Freitag. Dem irakischen Ölminister zufolge will die Opec mit ihren Verbündeten bei ihrem Treffen Ende der Woche über weitere Kürzungen der Ölfördermengen beraten.

09:19 Uhr

Lufthansa nach Qatar-Interesse im Aufwind

Lufthansa
Lufthansa 17,02

Bei den Unternehmen rückt die Lufthansa ins Rampenlicht. Einem Medienbericht zufolge ist Qatar Airways an einem Einstieg bei der deutschen Fluggesellschaft interessiert.

"Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gerne machen", sagte Akbar Al-Baker, der Chef der nationalen Fluggesellschaft des Emirats Katar, vor Journalisten in Doha, wie das Handelsblatt und das Magazin Focus berichten. Qatar Airways habe dies bereit bei anderen Airlines weltweit getan.

Al-Baker äußerte sich dazu am Rande eines Besuchs von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Laut dem Magazin Focus könnte sich der Manager in einem ersten Schritt auch eine "Partnerschaft" vorstellen. Eine Möglichkeit wäre etwa eine Codeshare-Vereinbarung, bei der die Partner bestimmte Verbindungen teilen, oder eine Kooperation in der Vermarktung.

Lufthansa-Titel steigen um 1,5 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:15 Uhr

China-Daten stützen Dax

Dax
Dax 13.166,58

Ermutigende Konjunkturdaten aus China geben dem Dax Auftrieb. Der deutsche Leitindex legt zur Eröffnung am Montag um 0,2 Prozent auf 13.266 Punkte zu.

Das Barometer für die Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager aus der Industrie stieg überraschend auf 51,8 Punkte von 51,7 Zählern. Die anstehenden vergleichbaren Indikatoren aus Europa würden voraussichtlich ebenfalls auf eine Verbesserung hindeuten, prognostizierte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Da wäre eine willkommene Verschnaufpause in einem ansonsten schlimmen Jahr für das verarbeitende Gewerbe."

09:01 Uhr

BMW investiert kräftig für Elektro-SUV

BMW
BMW 73,79

BMW investiert 400 Millionen Euro in sein Werk im niederbayerischen Dingolfing. Damit soll der Standort für die Produktion des vollelektrisch und hochautonom fahrenden Luxus-SUVs iNext vorbereitet werden, wie der Autohersteller mitteilte. Die Fertigung soll 2021 anlaufen. Der vollelektrische iNext werde in Dingolfing vom selben Band laufen wie schon jetzt Hybride und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. "Mit den flexiblen Fertigungsstrukturen sind wir in unseren Werken bestmöglich für die unterschiedlichsten Marktanforderungen gerüstet", betonte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic. Dingolfing ist das größte BMW-Werk in Europa. 18 000 Mitarbeiter und 800 Auszubildende produzieren dort dem Hersteller zufolge rund 1500 Autos am Tag.

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Das BMW-Areal in Dingolfing.

(Foto: imago images / Westend61)

 

08:37 Uhr

Deutscher Bank droht Ärger mit US-Ermittlern

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,53

Die Deutsche Bank soll wegen des Geldwäsche-Skandals bei der Danske Bank ins Visier der US-Ermittler geraten sein. Die Justizbehörde untersuche die Rolle der Frankfurter bei den verdächtigen Transaktionen des größten dänischen Finanzinstituts, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Unter anderem gehe es darum, ob die Deutsche Bank der Danske Bank geholfen habe, Zahlungen in die USA zu leiten, fügte eine Person hinzu. Dies könnte zu hohen Strafen führen. Die US-Ermittler baten den Insidern zufolge um Amtshilfe ihrer deutschen Kollegen. Auch die Staatsanwaltschaft in Estland arbeitete mit den Amerikanern zusammen.

Die Deutsche Bank war jahrelang als Korrespondenzbank für Danske tätig. Über deren Filiale in Estland wurden von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen im Volumen von 200 Milliarden Euro abgewickelt. 2015 beendete die Deutsche Bank ihre Beziehungen zu dem dänischen Geldhaus. Von der Deutschen Bank hieß es nun, das Institut stehe mit den Behörden in einem guten und konstruktiven Dialog.

08:21 Uhr

Dax dürfte höher einsteigen

Dax
Dax 13.166,58

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag war er 0,1 Prozent niedriger bei 13.236,38 Punkten aus dem Handel gegangen. Gesprächsthema Nummer eins bleibt der Zollstreit zwischen den USA und China. Die USA könnten die für Mitte des Monats geplante Verschärfung der Strafzölle aufschieben, um mehr Zeit für Verhandlungen zu gewinnen.

Unterstützung erhalten die Aktienmärkte Analysten zufolge von der positiven Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager aus der Industrie. Ähnliche Indikatoren werden im Tagesverlauf auch aus Deutschland und der Euro-Zone erwartet. Zudem steht die neue EZB-Chefin Christine Lagarde erstmals Abgeordneten des Europäischen Parlaments Rede und Antwort. Experten gehen davon aus, dass sie den künftigen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank umreißen wird.

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EZB-Chefin Lagarde steht später im Europäischen Parlament den Abgeordneten Rede und Antwort.

(Foto: REUTERS)

07:50 Uhr

Katarische Aufsichtsrätin: Abgaskrise hat VW geholfen

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Niedersachsens Ministerpräsident Weil und seine katarische VW-Aufsichtsratskollegin Hessa al-Dschabir sprechen in Doha miteinander.

(Foto: dpa)

Die katarische Aufsichtsrätin bei Volkswagen, Hessa al-Dschabir, sieht den Konzern durch die schwere Krise des Abgasskandals langfristig gestärkt. Die Manipulationen am Schadstoffausstoß von Dieselantrieben, seien für die Wolfsburger schmerzlich gewesen. Aber inzwischen sehe man: "VW ist heute stärker als vor drei Jahren. Die Krise hat geholfen bei der Neuausrichtung des Unternehmens."

Al-Dschabir sitzt seit Juni 2016 im Kontrollgremium des größten Autoherstellers der Welt. Sie führte am Sonntag in Doha Gespräche mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der ebenfalls VW-Aufseher ist. Die frühere Ministerin für Informationstechnologie in ihrem Land vertritt bei Volkswagen die Interessen des Staatsfonds QIA. Dieser hält 17 Prozent der Stimmrechte an dem Unternehmen und ist damit nach den Familien Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen drittgrößter Anteilseigner.

07:45 Uhr

Konjunkturdaten könnten Euro anschieben

Der Kurs des Euro hat sich wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1018 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Nach dem Thanksgiving-Feiertag und einem verlängerten Wochenende vieler Anleger werden die US-Märkte ab dem Nachmittag wieder neue Impulse liefern können. Außerdem könnten im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten aus der Eurozone für mehr Kursbewegung am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager in den Industriebetrieben.

07:29 Uhr

Wachstumsschub beflügelt Asiens Börsen

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Die Aktienanleger in Asien haben nach den positiven Industriedaten aus China Mut geschöpft und klammern sich weiterhin an die Hoffnung, dass die Regierungen in Peking und Washington bei den Handelsgesprächen einen Kompromiss erzielen können. Die Börse in Tokio hat sich zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent höher bei 23.548 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1717 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,2 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass der Caixin/Markit Index (PMI) im November überraschend schnell zugelegt hat.

07:05 Uhr

Chinas Industrie wächst unerwartet schnell

Das Wachstum der Industrie in China ist inmitten des Handelsstreits mit den USA im November unerwartet stark gestiegen. Der Caixin/Markit-Index kletterte im vergangenen Monat auf 51,8 Punkte von 51,7 im Oktober. Er blieb damit über der Schwelle von 50, die Wachstum signalisiert. Es war die schnellste Expansion seit Dezember 2016.

Chinas offizieller Einkaufmanagerindex (PMI) überraschte am vergangenen Wochenende ebenfalls und ist zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder gewachsen. Der Anstieg wurde auf eine anziehende Binnennachfrage zurückgeführt. Allerdings wurde die Wachstumsschwelle nur knapp übersprungen.