Montag, 29. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax gibt sich defensiv - große Ereignisse kommen erst

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(Foto: imago/Sven Simon)

Die Anleger haben sich heute vor ereignisreichen Tagen kaum aus der Deckung gewagt. Immerhin schafft es der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag ins Plus. Der Dax schloss kaum verändert bei 12.417 Punkten. Der MDax legte um 0,1 Prozent zu auf 26.256 Zähler zu. Der TecDax ging mit 2946 Stellen auf Freitagniveau aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls kaum verändert bei 3526 Punkten.

Die erste US-Zinssenkung seit mehr als zehn Jahren gilt am Mittwoch angesichts von Konjunktursorgen als ausgemachte Sache, fraglich ist aber das Ausmaß. Der Zahlenreigen im Dax setzt sich morgen mit Daten von Fresenius, HeidelbergCement, Lufthansa und Bayer fort.

Deutsche Börse waren heute im Dax mit minus 2,4 Prozent die größten Verlierer. Besser erging es den Aktionären der Deutschen Telekom, deren Aktien 2,0 Prozent an Wert gewannen.

16:56 Uhr

Aston-Martin-Aktie im Tiefflug

Aston Martin
Aston Martin 5,55

Aston Martin hat ein Problem: Seit der Gewinnwarnung in der Vorwoche hat die Aktie des traditionsreichen Autobauers bereits 40 Prozent an Wert verloren. Geht es nach den Analysten von Jefferies, sieht die Bilanz nicht gesund aus. Sie rechnen daher mit einer möglichen Kapitalerhöhung.

Die neuen Aktien könnten bei einem Verhältnis von 2 zu 1 oder 3 zu 1 in einer Spanne von 4,60 zu 5,20 Pfund kommen. Die Aktie notiert knapp behauptet bei 599,60 Pence.

16:36 Uhr

n-tv Zertifikate: Dax im Vor-und-Zurück-Modus

Der Brexit und der Handelsstreit sorgen weiterhin für Unsicherheiten. Ist jetzt damit zu rechnen, dass der Dax für längere Zeit nur noch seitwärts geht? Wie Anleger einen Seitwärtsmarkt mit Discount- und Bonuszertifikaten nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Robert Halver von der Baader Bank.

16:12 Uhr

Trump attackiert Fed vor Zinssitzung

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(Foto: dpa)

Donald Trump gibt keine Ruhe: Vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung in den USA hat der US-Präsident eine erneute Attacke gegen die Notenbank Fed gestartet. Er warf den Währungshütern in einem Tweet Untätigkeit vor, während die EU und China ihre Zinsen weiter drückten und Geld in das Finanzsystem pumpten.

  • "Und bei sehr niedriger Inflation tut unsere Fed nichts - und wird wahrscheinlich vergleichsweise wenig tun. Was für ein Jammer."

An den Finanzmärkten wird für Mittwoch mit der ersten Zinssenkung in den USA seit über zehn Jahren gerechnet: Der geldpolitische Schlüsselsatz dürfte um mindestens einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent fallen.

15:56 Uhr

US-Anleger halten vor Fed-Zinsentscheid ihr Pulver trocken

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Zwei Tage vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bleiben die Anleger an der Wall Street in Deckung. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Börsianer warteten zudem gespannt auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. An der Börse gilt als sicher, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch um mindestens einen Viertel Prozentpunkt herabsetzt.

Bei den Aktienwerten sorgten Fusionspläne in der Pharmabranche für Gesprächsstoff: Der "Viagra"-Anbieter Pfizer will sein Geschäft mit Arzneien, deren Patentschutz abgelaufen ist, und Generika mit dem Konkurrenten Mylan verschmelzen. Analysten waren sich uneins über den Nutzen dieses Zusammenschlusses. Mylan-Aktien stiegen dennoch um rund 18 Prozent. Pfizer-Titel verloren dagegen etwa ein Prozent.

Parallel dazu will der Krebstest-Anbieter Exact Sciences den Rivalen Genomic Health für 2,8 Milliarden Dollar übernehmen. Genomic-Papiere verteuerten sich um etwa zwei Prozent, während die Exact-Titel rund elf Prozent einbüßten.

15:43 Uhr

Nur kleine Subvention für BMW-Werk Leipzig

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(Foto: picture alliance/dpa)

BMW erhält für den Bau von Elektroautos im Werk Leipzig weniger Subventionen als beantragt. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies eine Klage des Münchner Autobauers und des Freistaats Sachsen gegen die EU-Kommission endgültig ab. Die Bundesrepublik wollte BMW 45 Millionen Euro Beihilfe zahlen, die EU-Kommission genehmigte jedoch nur 17 Millionen. Diese Summe könne dem Autobauer nach dem Urteil der Luxemburger Richter jetzt ausgezahlt werden, sagte ein BMW-Sprecher.

Deutschland hatte die geplante Investitionszulage schon 2010 in Brüssel angemeldet. BMW wollte damals 392 Millionen Euro in Produktionsanlagen zum Bau des Elektroautos i3 und des Hybrid-Sportwagens i8 mit Elektro- und Benzinmotor investieren.

15:08 Uhr

Devisenkartell: Fünf Banken bekommen Ärger

In Großbritannien haben Investoren gegen Barclays und vier weitere Großbanken eine Sammelklage wegen des Verdachts auf Manipulationen des Devisenhandels eingereicht. Die zuständige US-Anwaltskanzlei Scott & Scott bezifferte den dadurch entstandenen Schaden auf mehr als eine Milliarde Pfund (umgerechnet 1,1 Milliarden Euro).

Die Klage, die sich an den US-typischen Sammelklagen ausrichtet, zielt neben Barclays auf die ebenfalls in Großbritannien ansässige Royal Bank of Scotland, die US-Institute JP Morgan und Citigroup sowie das Schweizer Geldhaus UBS ab.

14:38 Uhr

Angst vor hartem Brexit - Pfund fällt unter 1,23 US-Dollar

Das Pfund Sterling ist am Nachmittag nochmals unter Druck geraten. Investoren seien aus der britischen Währung geflohen wegen der erhöhten Unsicherheit, dass der neue Premierminister Boris Johnson die EU ohne ein Abkommen verlässt, sagte ein Devisenhändler. Der zur Stärke neigende US-Dollar unterstütze diese Bewegung noch.

Das Pfund notiert bei 1,2294 Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit März 2017.

14:24 Uhr

Pfizer und Mylan planen gemeinsame Generika-Firma

Die beiden Pharmakonzerne Mylan und Pfizer wollen ein gemeinsames Unternehmen für Nachahmermedikamente schmieden. Dazu sollten Mylan und die Sparte für patentfreie Produkte und Generika von Pfizer zusammengeführt werden, teilte Mylan mit.

Nach der Vereinbarung sollten Pfizer künftig 57 Prozent und Mylan 43 Prozent der neuen Firma halten.

13:39 Uhr

Überhitzt Europas Immobilienmarkt?

Blick auf Altbauwohnungen in der Hartungstraße in Hamburg. Foto: Markus Scholz/Archivbild

Blick auf Altbauwohnungen in der Hartungstraße in Hamburg.

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Ein Expertengremium unter der Leitung von EZB-Chef Mario Draghi warnt vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes in Europa. In vielen EU-Ländern gehe der Anstieg der Wohnimmobilienpreise mit Anzeichen einer Überbewertung einher, teilte der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) in seinem Jahresbericht mit.

Zudem hätten sich in manchen Ländern die Haushalte zur Finanzierung ihrer Immobilienkäufe zunehmend verschuldet. Der Wohnungsmarkt sei dadurch anfällig, sollte sich das wirtschaftliche Umfeld verschlechtern. Ein deutlicher Abschwung am Immobilienmarkt könnte Banken und anderen Immobilienfinanzierern Verluste bescheren. Auch bei Gewerbe-Immobilien sind laut ESRB in den meisten Ländern Anzeichen für eine Überbewertung zu beobachten.

13:20 Uhr

Coba: Trump könnte Dollarkurs drücken

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,90

Der US-Dollar bewegt sich vor der Fed-Zinsentscheidung nur wenig. Dass er nach starken US-BIP-Zahlen am Freitag nicht zugelegt habe, ergibt nach Meinung der Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen Sinn. Denn die erwartete Zinssenkung der Fed werde dadurch nicht abgeblasen. Zugleich sehe es nicht danach aus, als könnte irgendetwas den Dollar nennenswert unter Abwärtsdruck setzen. Auch nicht die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, nach denen er Interventionen zur Schwächung der US-Währung noch nicht ausgeschlossen habe. Die andauernde Dollar-Stärke zeige, dass der Markt diese Drohungen nicht allzu ernst nimmt.

Möglicherweise preise er hier zu wenig ein, vermutet die Commerzbank. Denn es stelle sich die Frage, wie weit Trump gehen würde, um die Fed gefügig zu machen. Er könnte mit Blick auf das nach wie vor hohe US-Handelsbilanzdefizit nichts unversucht lassen, um dieses zu verringern.

13:02 Uhr

Vodafone-Kurs schnellt hoch

Vodafone
Vodafone 1,86

Sehr gut hat sich zu Wochenbeginn die Aktie von Vodafone präsentiert - für sie ging es um 4,5 Prozent nach oben. Nach Einschätzung eines Händlers hält der positive Nachrichtenfluss an. Der Telekomkonzern hatte in der Vorwoche eine Ausgliederung des Mastengeschäfts angekündigt. Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass Vodafone den 5G-Netzaufbau in Italien gemeinsam mit TIM durchführen wird.

Analysten sehen die Chance für eine Neubewertung der Vodafone-Aktie. Das Papier war Monate lang gemieden worden wegen des sich verschlechternden Umsatzmomentums und der hohen Verschuldung.

12:34 Uhr

Opel-Mutter PSA droht mit Aus für Astra-Produktion in UK

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 23,95

Ein möglicher harter Brexit wirft seine Schatten voraus: Mit Blick darauf hat die französische Opel-Mutter PSA mit der Schließung ihres Werks im britischen Ellesmere Port gedroht. Konzernchef Carlos Tavares sagte der "Financial Times", sein Unternehmen habe Alternativen zu Ellesmere Port.

  • "Wenn die Bedingungen schlecht sind und ich es nicht profitabel machen kann, dann muss ich den Rest der Gruppe schützen."

In dem Werk arbeiten rund 1000 Menschen, sie produzieren dort den Opel Astra. PSA hatte bereits Ende Juni klargestellt, das Modell werde nur weiter in Ellesmere Port vom Band laufen, wenn es ein Abkommen Großbritanniens mit der EU über den Austritt gibt.

12:12 Uhr

Wall Street schaut auf Fed und Handelsgespräche

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(Foto: REUTERS)

Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street in die Handelswoche starten. Im Vorfeld einiger wichtiger Termine dürfte zunächst einmal Zurückhaltung dominieren. So wird mit Spannung auf die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch geschaut - eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gilt als sicher, eine Senkung um gleich 50 Basispunkte als eher unwahrscheinlich. Zudem gehen die zuletzt festgefahrenen Handelsgepräche zwischen den USA und China weiter. Die US-Berichtssaison kommt dagegen erst morgen wieder in Fahrt, wenn unter anderem Merck & Co, Pfizer und Procter & Gamble sowie nachbörslich AMD und Apple ihre Quartalszahlen vorlegen werden. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich aktuell um 0,1 Prozent.

Bei den Einzelwerten bleibt die am Freitag vom US-Justizministerium unter Auflagen genehmigte Fusion von T-Mobile US mit Sprint weiter Thema. So wollen einige US-Bundesstaaten gegen den Zusammenschluss klagen. Zudem müssen beide Unternehmen umfangreiche Aktiva an den Satellitenfernsehanbieter Dish abgeben, der in den US-Mobilfunkmarkt einsteigt.

11:56 Uhr

Heineken-Gewinn sprudelt nicht so stark

Der weltweit zweitgrößte Brauereikonzern Heineken hat im ersten Halbjahr seinen operativen Gewinn nur leicht gesteigert und die Schätzungen der Analysten verfehlt. Das operative Ergebnis stieg um 0,3 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, Analysten hatten jedoch 1,92 Milliarden Euro prognostiziert. Steigende Rohstoffkosten hätten den erhöhten Bierabsatz leider aufgezehrt, teilte der Konzern mit.

Dennoch halten die Niederländer an ihrer Prognose für 2019 fest. Das Betriebsergebnis vor Einmaleffekten solle um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen. Heineken geht davon aus, im Gesamtjahr von höheren Umsätzen, höheren Preisen und einer Verschiebung des Verbraucherverhaltens hin zu teureren Bieren zu profitieren. Allerdings rechnet das Unternehmen auch mit erhöhten Rohstoff- und Logistikkosten.

11:36 Uhr

Bericht: Gekündigte Deutschbanker hatten Zugang zu Firmenmails

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ungereimtheiten bei der Deutschen Bank: Das Geldinstitut prüft einem Bericht der "Financial Times" zufolge den Umgang mit sensiblen Daten durch gekündigte Aktienhändler, die zeitweise noch Zugriff auf ihre Firmen-E-Mails hatten.

  • "Wir haben fast alle gesendeten E-Mails bereits überprüft und konnten keinen Beleg dafür finden, dass preissensible Informationen kommuniziert wurden oder sonstiges Fehlverhalten stattgefunden hat", betonte der Dax-Konzern. Der Zugriff auf die beruflichen E-Mails sei mittlerweile vollständig abgeschaltet worden.

Die Deutsche Bank will im Zuge ihres Konzernumbaus weltweit rund 18.000 Vollzeitstellen streichen. Aus dem weltweiten Aktienhandel steigt das Institut komplett aus. Eine geringe Anzahl der entlassenen Mitarbeiter hatte laut Bericht über mobile Geräte für einen begrenzten Zeitraum aber weiterhin Zugriff auf ihre Firmen-E-Mails gehabt. Es habe sich um etwa 50 Händler gehandelt.

11:15 Uhr

Ifo: Konjunkturabkühlung schlägt auf Jobmarkt durch

Ein Arbeiter montiert an einem Kran. Foto: Alexander Heinl/Archivbild

Ein Arbeiter montiert an einem Kran.

(Foto: Alexander Heinl/dpa)

Die deutschen Unternehmen planen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts seltener Neueinstellungen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer sank im Juli auf 99,6 (Juni: 100,0) Punkte. Die sich abkühlende Konjunktur schlägt immer mehr auf den Arbeitsmarkt durch. Die Boomzeiten sind erst einmal vorbei. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Arbeitsmarkt laut Ifo weiter schwach. Erneut berichteten mehr Industrieunternehmen, dass sie ihren Personalbestand tendenziell verkleinern wollen.

Im Handel halten sich Entlassungen und Neueinstellungen in etwa die Waage. Im Bauhauptgewerbe und dem Dienstleistungssektor sind weiter Neueinstellungen geplant, bei den Dienstleistern jedoch weniger stark als zuletzt.

11:05 Uhr

Dax baut Verlust ab - Telekom-Aktie stark

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,93

Das Zögern der Anleger vor einer ereignisreichen Woche hat den deutschen Aktienmarkt bislang ausgebremst. Nach schwächerem Start schaffte es der Dax am Vormittag aber immerhin kaum verändert auf 12.422 Punkte. Der MDax legte um 0,3 Prozent auf 26.291 Zähler zu, der TecDax um 0,4 Prozent auf 2959 Stellen. Der EuroStoxx50 verharrte mit 3526 Punkten auf Freitagniveau.

In den kommenden Tagen stehen die Quartalsergebnisse etlicher Dax-Schwergewichte auf der Agenda. Morgen wird eine US-Delegation um den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in China zu Gesprächen im Handelsstreit erwartet, und am Mittwoch rückt die US-Notenbank Fed in den Mittelpunkt.

Einsam an der Dax-Spitze notierte die Deutsche Telekom mit einem Plus von 2,9 Prozent.

10:51 Uhr

Essenslieferdienste-Fusion: Delivery-Aktie steigt kräftig

Delivery Hero
Delivery Hero 42,55

Die Aktie von Delivery Hero profitiert nach Einschätzung von der steigenden Konsolidierungsfantasie im Essensliefersektor - sie legt im frühen Geschäft kräftig um 7,1 Prozent zu. Takeaway und Just Eat verhandeln über eine Fusion.

Von der Entwicklung profitiert Delivery Hero auch direkt - das Unternehmen ist an Takeaway mit rund 15 Prozent beteiligt. Takeaway gewinnen 3,5 Prozent und Just Eat 24,8 Prozent.

10:26 Uhr

Risiko eines harten Brexits drückt Pfund-Kurs

Das britische Pfund hat seine Talfahrt zu Beginn der neuen Woche fortgesetzt. Beobachter verweisen auf Aussagen britischer Regierungsvertreter, die Befürchtungen neue Nahrung gaben, dass Großbritannien die EU Ende Oktober ohne Vertrag verlassen könnte. Das Pfund fällt daraufhin auf 1,2343 US-Dollar, den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Der Euro steigt auf 0,9009 Pfund.

Vizepremier Michael Gove hatte am Wochenende gesagt, die Regierung "operiere unter der Annahme" eines No-Deal-Brexits. Außerdem ließen Umfragen, die eine wachsende Zustimmung zu den regierenden Konservativen zeigten, eine vorgezogene Neuwahl wahrscheinlicher werden, merken die Analysten der Royal Bank of Scotland an. Die Frage sei nun, ob (Premierminister Boris) Johnson diese Zustimmungswerte halten könne. Falls ja, dürften die Spekulationen auf eine Neuwahl zunehmen.

10:09 Uhr

Spanische Bankia verzeichnet Gewinneinbruch

Sorgenfalten bei den Verantwortlichen von Bankia: Der Gewinn der staatlichen spanischen Großbank ist im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen. Niedrigere Handelserträge drückten das Ergebnis um 31,6 Prozent auf 195 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem noch niedrigeren Gewinn gerechnet.

09:49 Uhr

Siemens Healthineers macht Atellica-Problem zur Chefsache

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 37,13

Die Probleme mit der Markteinführung der Laborplattform Atellica bei Siemens Healthineers reißen auch nach drei Quartalen nicht ab. Bei den Auslieferungen kommt der Medizintechnikkonzern nicht wie geplant voran, und ein nötiges Software-Update für die Plattform lässt die Kosten dort weiter steigen. Das schlägt bis auf den Konzern durch. Obwohl die beiden anderen Geschäftsbereiche zuletzt profitabler geworden sind, rutscht die Marge des MDax-Unternehmens im dritten Quartal um 80 Basispunkte ab.

Der Mutterkonzern Siemens hat deshalb jetzt die Notbremse gezogen: Ab Oktober soll Healthineers-Vorstandschef Bernd Montag selbst für die Lösung der Probleme geradestehen. Michael Reitermann, bislang Chef der Sparte Diagnostics und Vorstandsmitglied, quittiert Ende September seinen Dienst.

09:29 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: "Short ist Mord"

Die Aktienmärkte sind schon seit einiger Zeit wieder im Aufwind. Und manche Experten erwarten, dass das auch noch so weiter geht. Daniel Saurenz von Feingold Research bringt das auf die Formel „Short ist Mord“ und rät davon ab, jetzt nicht investiert zu sein. Warum er das so sieht, erläutert Daniel Saurenz zusammen mit Metin Simsek von der UBS im Gespräch mit Friedhelm Tilgen.

09:23 Uhr

"Lieferando"-Eigentümer Takeaway schluckt Just Eat

Die Konsolidierung auf dem Markt für Essens-Lieferdienste setzt sich fort. Die niederländische Takeaway.com, die in Deutschland vor allem für die Marke "Lieferando" bekannt ist, will den britischen Konkurrenten Just Eat schlucken. Man sei sich über den Zusammenschluss einig, teilten Takeaway.com und Just Eat mit. Just-Eat-Aktionäre sollen 0,09744 Takeaway-Papiere für ihre Aktien erhalten; sie halten an dem fusionierten Konzern dann rund 52,2 Prozent. Das entspricht einem Börsenwert von fast fünf Milliarden Pfund für Just Eat.

Die Fusionspartner kamen im vergangenen Jahr zusammen auf 360 Millionen Bestellungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro. Sie sehen sich als Marktführer in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Kanada.

09:09 Uhr

Dax startet leichter in die Woche

Dax
Dax 12.633,60

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 12.392 Punkte. MDax und TecDax gaben um je 0,1 Prozent auf 26.210 beziehungsweise 2950 Zähler nach.

Nach dem Zinsentscheid der EZB rückt wieder die laufende Bilanzsaison in den Mittelpunkt. Aber auch die Zinssitzung der US-Notenbank Fed ist auf dem Radar der Börsianer.

08:57 Uhr

Quartalsgewinn von Ryanair bricht ein

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(Foto: REUTERS)

Günstige Tickets und teures Kerosin drücken weiter auf den Gewinn des irischen Billigfliegers Ryanair. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs von April bis Ende Juni brach der Gewinn um 21 Prozent im Vorjahresvergleich auf 243 Millionen Euro ein. Die Airline machte die Senkung der Ticketpreise wegen der starken Konkurrenz, gestiegene Kosten für Treibstoff sowie für Personal geltend. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März war der Gewinn im Vorjahresvergleich um 29 Prozent gesunken; unter dem Strich blieb Ryanair 2018/2019 rund eine Milliarde Euro. Im laufenden Jahr peilt Ryanair nach Angaben vom Mai nur noch einen Gewinn von 750 bis 950 Millionen Euro an.

Die Passagierzahlen hingegen nahmen auch im ersten Quartal weiter zu: Sie stiegen um elf Prozent auf 42 Millionen, wie die Airline mitteilte. Der Umsatz kletterte ebenfalls um elf Prozent auf 2,31 Milliarden Euro.

08:43 Uhr

VW-Nutzfahrzeugtochter wächst kräftig

Traton
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Gute Zahlen von Traton: Die vor einem Monat an die Börse gegangene Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter ist im ersten Halbjahr kräftig gewachsen. Aufgrund guter Geschäfte mit Lastwagen und Bussen in Europa und Brasilien kletterte der Umsatz um sieben Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, wie der Konzern mit den Marken MAN und Scania mitteilte. Den Verkauf eines Firmenteils herausgerechnet, waren es sogar zehn Prozent. Das operative Ergebnis legte um 25 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Damit stieg die Umsatzrendite auf 7,9 Prozent von 6,8 Prozent vor Jahresfrist.

  • "Für den Rest des Jahres bleiben wir trotz der sich weiter eintrübenden Wirtschaftsindikatoren zuversichtlich und bekräftigen unsere gesetzten Jahresziele", erklärte Finanzvorstand Christian Schulz.
08:32 Uhr

Asien-Anleger blicken auf BoJ und Fed

Nikkei
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Die anstehenden Beratungen der Bank of Japan (BoJ) und der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik machen Asien-Anleger vorsichtig. Außerdem hatten die USA am Wochenende Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Zollstreit mit China gedämpft. Der japanische Nikkei-Index verlor zu Wochenbeginn 0,4 Prozent auf 21.578 Punkte, und die Börse Shanghai büßte 0,2 Prozent auf 2938 Zähler ein.

Die BoJ wird morgen voraussichtlich eine Fortsetzung ihres Programms zur Ankurbelung der Konjunktur bekannt geben. Für den darauffolgenden Tag rechnen Börsianer fest mit einer Zinssenkung der Fed um mindestens einen Viertel Prozentpunkt.

08:06 Uhr

Euro startet kaum verändert in die Woche

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dpa

Der Euro hat sich wenig bewegt. Er konnte sich damit nach deutlichen Kursverlusten der Vorwoche vorerst stabilisieren. Die Gemeinschaftswährung wird derzeit bei 1,1127 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1138 Dollar festgesetzt.

In der vergangenen Woche hatten Signale der EZB für eine baldige Zinssenkung den Euro belastet. Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel. Es stehen kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten.

07:24 Uhr

Ölpreise legen zu

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dpa

Die Ölpreise legten leicht zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte zum US-Settlement um 0,3 Prozent auf 56,20 Dollar, für Brent ging es um 0,2 Prozent auf 63,37 Dollar nach oben. Vor allem die Sorgen um einen Nachfragerückgang standen bei der Entwicklung im Fokus. Daneben sind die Blicke auf die weiteren Entwicklungen im Konflikt mit dem Iran gerichtet. Zudem verzeichneten die aktiven Öl-Förderanlagen nach Aussage von Baker Hughes erneut einen leichten Rückgang - den vierten in Folge.

06:48 Uhr

Tokioter Börse im Minus

Die Tokioter Börse hat zum Wochenauftakt schwächer tendiert. Am Markt wurde mit Spannung auf die Sitzung der US-Notenbank Fed in dieser Woche gewartet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 21.566 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1564 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent.