DAX mit kleinem Pfingstminus - Horrortag für BVB-Aktie
Nichts Überraschendes vom deutschen Aktienmarkt: Bei einem insgesamt dünnen Handelsvolumen haben sich die deutschen Aktienindizes am Pfingstmontag wenig bewegt. Der DAX machte sich am Vormittag zwar nach oben auf und ging bis auf 16.080 Punkte hoch, kam dann aber wieder zurück und bewegte sich überwiegend in der Nähe des Freitagsniveaus.
US-Präsident Joe Biden und der republikanische Sprecher Kevin McCarthy haben eine grundsätzliche Einigung über die Anhebung der US-Schuldengrenze erzielt. Dieser müssen aber noch beide Kammern des Kongresses zustimmen. "Für ein finales Aufatmen ist es noch zu früh. Aber es darf einmal kräftig durchgeatmet werden", so QC Partners. Das Geschäft war heute ruhig. Durch das Zusammenfallen von Pfingstmontag, dem US-amerikanischen Memorial Day und dem britischen Frühlingsfeiertag blieben wichtige Aktienmärkte geschlossen.
Der DAX ging mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 15.953 Punkte aus dem Handel. Der EUROSTOXX50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 3419 Stellen.
Das böse Erwachen aus den Meisterschaftsträumen brachte den Kurs des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund zum Absturz. Er brach um 26,8 Prozent ein.
Nach dem jüngsten spekulationsgetriebenen Anstieg gaben Suse mit Gewinnmitnahmen um 6,4 Prozent nach. Zuletzt gab es vermehrt Übernahme-Spekulationen, die sich allerdings zumindest bislang nicht bewahrheitet haben.
Talanx stiegen um 2,1 Prozent. Ein Marktteilnehmer beurteilt den Zukauf des Versicherers in Lateinamerika positiv. "Mit der Übernahme des dortigen Geschäfts von Liberty Mutual Insurance wird Talanx dort einer der Top-Versicherer", sagt er. Daneben sollte auch die Aufnahme in die MSCI-Indizes am Mittwochabend den Kurs stützen. Talanx hat durch die Tochtergesellschaft HDI International einen Kaufvertrag zum Erwerb des Lateinamerikageschäfts von Liberty Mutual Insurance abgeschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich unter dem Vorbehalt marktüblicher Anpassungsklauseln auf rund 1,38 Milliarden Euro.
Analystin: Erdogan-Wahlsieg birgt Risiko einer Währungskrise
Der Wahlsieg des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan birgt das Risiko einer "akuten Währungskrise" - diese Meinung vertritt Minna Kuuisto, Analystin bei der Danske Bank. Wenn der Türkei die Devisen ausgingen, würde die Lira wahrscheinlich "kollabieren", die Inflation "explodieren" und Güter knapp werden, so Kuuisto.
Riskant würde es für türkische Unternehmen mit hohen Auslandsschulden. Eine "künstlich" starke Währung, ein rekordhohes Leistungsbilanzdefizit und eine Zentralbank ohne jede Glaubwürdigkeit legten nahe, dass "letztlich etwas zusammenbrechen wird". Der US-Dollar notierte bei 20,089 Lira in der Nähe seines Rekordhochs von 20,4684 Lira, das er Anfang vergangener Woche erreicht hatte.
Euro macht schlapp
Der Euro-Kurs ist am Nachmittag wieder gefallen. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,0706 US-Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0715 (Freitag: 1,0751) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9333 (0,9302) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86805 (0,86813) britische Pfund, 150,29 (150,24) japanische Yen und 0,9683 (0,9707) Schweizer Franken fest.
Euro / Dollar
Nvidia: Chatbot-Technik soll Unterhaltungen in Videospielen verbessern
Der Chipkonzern Nvidia will mit Hilfe von Chatbot-Technologie Unterhaltungen mit Computer-Figuren in Videospielen natürlicher machen. Wenn Spieler aktuell solche sogenannten Non-Playable Characters (NPC) in Games ansprechen, müssen sie meist auf eine Auswahl aus wenigen Sätzen zurückgreifen, da die Antworten fest eingespeichert sind. Dagegen demonstrierte Nvidia nun in einem Video, wie eine Software-Figur im Dialog auf frei gesprochene Sätze eines Spielers reagierte.
Nvidia-Chef Jensen Huang stellte auf der Computermesse Computex in Taiwans Hauptstadt Taipei auch einen neuen Supercomputer für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz vor.
DAX gibt nach und rutscht wieder unter die 16.000
Handel mit Handbremse an der Frankfurter Börse: Der DAX hat seine anfänglichen Gewinne mittlerweile vollständig abgebaut und ist in den Minusbereich zurückgefallen. Der deutsche Leitindex verlor am Nachmittag 0,3 Prozent auf 15.933 Punkte. Der EUROSTOXX50 sackte um 0,5 Prozent ab. Die US-Börsen bleiben heute geschlossen.
Charttechnisch ist für den DAX derzeit nichts Spannendes in Sicht. Es gelte, nicht unter die wichtigen Unterstützungen bei 15.706 sowie 15.658 zu fallen, so Charttechniker Marcel Mußler.
Immobilienwerte drehen in den Minusbereich
Die Immobilienaktien können die Gewinne aus dem frühen Handel nicht halten und drehen ins Minus. Der Sektor hatte kurzfristig von der Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck profitiert, nach der das Gebäudeenergiegesetz (GEG) nachgebessert werden soll. Allerdings fehlen noch konkrete Details, um beurteilen zu können, ob die Änderungen eine wesentliche Erleichterung für den Sektor darstellen.
Vonovia verbilligten sich um 0,6 Prozent, LEG Immobilien gaben um 3,1 Prozent nach. TAG Immobilien sackten um 2,5 Prozent ab.
Aktie von Softwarefirma tiefrot
Nach dem jüngsten spekulationsgetriebenen Anstieg haben Suse mit Gewinnmitnahmen um 6,4 Prozent nachgegeben. Die Papiere haussierten am Freitag mit Berichten, laut denen Private-Equity-Firmen weiterhin ein Gebot für das Softwareunternehmen in Erwägung zögen. Interesse wird etwa EQT nachgesagt.
Zuletzt gab es vermehrt Übernahme-Spekulationen, die sich allerdings zumindest bislang nicht bewahrheitet haben. Das jüngste Gebot von Silverlake für Software AG hat zu einem gestiegenen Interesse der Anleger für den Sektor geführt.
Euro stabilisiert sich nach Zweimonatstief weiter
Euro / DollarDer Kurs des Euro hat kaum auf die sich abzeichnende Einigung im US-Schuldenstreit reagiert. Damit setzte sich die Stabilisierung der Gemeinschaftswährung nach ihrem am Freitag erreichten Zweimonatstief fort. Zuletzt kostete ein Euro 1,0715 US-Dollar.
Der Euro hatte sich am Freitagabend im US-Handel etwas von den zuvor erlittenen Verlusten erholt. Der Kurs war bis auf 1,0702 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen.
"Irgendwann kommt das Gewitter" - Warum steigen die Märkte immer noch?
Es ist kaum zu glauben: steigende Zinsen, hohe Inflation und eine wachsende Rezessionsgefahr lasten auf den Märkten - und trotzdem steigen die Kurse einfach weiter. Dem Dax gelang unlängst sogar ein neues Allzeithoch. Über mögliche Entwicklungen und passende Strategien für Anleger diskutiert Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Société Générale und Benjamin Feingold von Feingold Research.
Neuwahlen in Spanien - IBEX bleibt dennoch cool
Die Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen in Spanien hat die Anleger an der Madrider Börse relativ unbeeindruckt gelassen. Der spanische Leitindex IBEX gab um 0,2 Prozent nach. Nach einer Schlappe bei Regionalwahlen hat Ministerpräsident Pedro Sanchez für den 23. Juli die Neuwahl des Parlaments angesetzt. Die Hoffnung auf das Ende der Konflikte in der Regierungskoalition, nachdem die konservative Volkspartei (PP) bei den Kommunalwahlen am Sonntag Sanchez' Sozialisten verdrängt hatte, hatte den IBEX zuvor leicht ins Plus gehievt.
Institut: Zahl der Autohändler sinkt in Deutschland kräftig
Die Zahl der deutschen Autohändler wird sich bis 2030 auf dann rund 3800 Unternehmen annähernd halbieren. Das berichtet die Zeitschrift "Automobilwoche" unter Berufung auf das Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Ein Grund dafür ist demnach der Trend zu Online- und Direktverkäufen.
"Die Bestrebungen von Herstellern und Importeuren, Direkt- und Onlinevertriebsmodelle umzusetzen, werden zu einer weiteren Straffung der Händler- und Servicenetze führen - und damit die Konsolidierung weiter dynamisch vorantreiben", zitierte das Blatt IfA-Direktor Stefan Reindl.
Bund-Future zieht an - Rendite der Zehnjährigen sinkt
Der Bund-Future ist im Verlauf des Feiertaghandels angezogen. Er stieg um 70 Ticks auf 134,04 Prozent. Im Gegenzug kam die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen um acht Basispunkte zurück auf 2,46 Prozent. Händler sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem sich der Fall des Bund-Future unter 133,10 nun als so genannte Bärenfalle herausgestellt habe.
Dickes Plus an Istanbuler Börse nach Erdogans Wahlerfolg
Die Anleger in der Türkei haben die Gewissheit über die künftige Regierung begrüßt. Nachdem der amtierende Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag die Stichwahl gegen Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu für sich entschieden hatte, ging es heute an der Istanbuler Börse nach oben.
Der Leitindex BIST 30 stieg um 4,4 Prozent auf 5270 Punkte - und damit auf das höchste Niveau seit den Tagen vor der ersten Wahlrunde. Herausforderer Kilicdaroglu habe vieles anders machen wollen, hieß es. Er habe es aber nicht geschafft, einer Mehrheit zu vermitteln, dass er die bessere Alternative ist.
Daten zu den Sätzen am Geldmarkt - 12-Monats-Euribor mit neuem Jahreshoch
Der Aufwärtstrend bei den Sätzen am europäischen Geldmarkt hält auch zu Wochenbeginn an. Der 12-Monats-Euribor wurde mit 3,9820 sogar auf einem neuen Jahreshoch gefixt. Die Marke von vier Prozent ist damit in greifbare Marke gerückt. An den Märkten wird erwartet, dass die EZB noch mehrmals in diesem Jahr die Leitzinsen erhöhen wird. Verschiedene EZB-Sprecher hatten in den vergangenen Tagen immer wieder die Entschlossenheit der Notenbank betont, die Inflation im Euroraum wieder auf ihren Zielwert von zwei Prozent zu senken. Hier die Daten vom Mittag:
Tagesgeld: 3,08 - 3,43 (3,08 - 3,43), Wochengeld: 3,11 - 3,37 (3,08 - 3,43), 1-Monats-Geld: 3,08 - 3,50 (3,08 - 3,50), 2-Monats-Geld: 3,25 - 3,55 (3,22 - 3,62), 3-Monats-Geld: 3,31 - 3,66 (3,31 - 3,71), 6-Monats-Geld: 3,59 - 3,94 (3,58 - 3,98), 12-Monats-Geld: 3,78 - 4,13 (3,70 - 4,10) / Euribors: 3 Monate: 3,4830 (3,4620), 6 Monate: 3,7810 (3,7690), 12 Monate: 3,9820 (3,9550)
Russland und Iran rücken ökonomisch immer enger zusammen
Der Iran hat inmitten politischer Isolation vom Westen seine Exporte nach Russland ausbauen können. Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtete, stiegen die Exporte im vergangenen persischen Kalenderjahr (bis Ende März) um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Laut ISNA betrug das Handelsvolumen umgerechnet rund 693 Millionen Euro.
Russland sei damit zehntgrößter Abnehmer iranischer Produkte. Angesichts internationaler Sanktionen haben der Iran und Russland ihre Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und militärischem Gebiet ausgebaut.
Ist das Auto ein Luxusgut?
Nach dem Ende der Corona-Krise warten die Autokonzerne mit Rekordgewinnen auf. Das erfreut vor allem die Aktionäre von VW, BMW und Co. Autokäufer sind dagegen arm dran - egal ob bei Neu- oder Gebrauchtwagen.
DAX-Vormarsch stockt - dünne Umsätze am Pfingstmontag
Der DAX hat einen Teil seiner anfänglichen Gewinne abgegeben und hängt knapp oberhalb der 16.000er-Marke seitwärts fest. Zwar habe der Index den jüngsten Rücksetzer nun zur guten Hälfte ausgebügelt, durch den Rücksetzer sei aber die Aufwärtsdynamik verloren gegangen, sagte ein Frankfurter Börsianer. Zudem seien am Pfingstmontag die Umsätze wie erwartet sehr dünn.
Kurz vor Mittag gewann der DAX 0,2 Prozent auf 16.009 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,2 Prozent höher bei 4344 Zählern.
Türkische Lira nach Erdogans Wahlsieg noch weicher
Leichte Verluste hat die türkische Lira nach dem zweiten und entscheidenden Wahlgang der Präsidentschaftswahlen verzeichnet. Mit dem Sieg von Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogans dürfte sich die unorthodoxe und als türkisches Wirtschaftsmodell bezeichnete Politik fortsetzen. Zu diesem Modell gehört die Politik sinkender Leitzinsen, da Erdogan der Auffassung ist, dass damit Inflation bekämpft werden könne.
Da aber mit einem Sieg Erdogans gerechnet worden war, hat die Lira bereits vor dem Wahlgang kräftig abgewertet. Der US-Dollar gewann 0,6 Prozent auf 20,07 Lira.
Deutsche Mai-Inflationsdaten kommen am Mittwoch - Es gibt bereits Prognosen
Leichte Entspannung für die inflationsgeplagten deutschen Verbraucher: Die Teuerungsrate dürfte Ökonomen zufolge im Mai auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr fallen - auch wegen der Einführung des 49-Euro-Tickets im Öffentlichen Personennahverkehr. Volkswirte von 15 Banken rechnen mit einem durchschnittlich Anstieg der Verbraucherpreise von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 7,2 Prozent im April. Das wäre die niedrigste Teuerungsrate seit April 2022. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Mittwoch seine erste Schätzung dazu.
"Im Mai fällt der starke Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise vom Mai 2022 aus dem Vorjahresvergleich heraus", sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, zu diesem sogenannten Basiseffekt, der zum erwarteten Rückgang beitragen dürfte.
Habeck sorgt für kurzzeitigen Aufschwung der Immobilienaktien
Vonovia haben sich im DAX um 1,1 Prozent erholt. In der zweiten Reihe lagen Aroundtown, LEG und TAG zunächst zwischen ein und zwei Prozent im Plus, kamen dann aber wieder zurück.
Damit profitierten die Papiere kurzzeitig von der Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, nach der das Gebäudeenergiegesetzt nachgebessert wird. Die mit dem bisherigen Entwurf verbundenen Kosten-Perspektiven waren zuletzt einer der Gründe für die anhaltende Baisse der Branchenwerte.
Ölpreise gehen hoch
Die Ölpreise haben wegen der sich abzeichnenden Lösung im US-Schuldenstreit weiter zugelegt. Am Vormittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 77,45 US-Dollar und damit 0,5 Prozent mehr als am Freitagabend. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,4 Prozent auf 73,19 Dollar.
Brent Rohöl
Nikkei so hoch wie seit Juli 1990 nicht mehr
Die Erleichterung über ein Ende der Pattsituation im US-Schuldenstreit hat die Börsen in Japan beflügelt. Der Nikkei kletterte um ein Prozent auf 31.234 Punkte - den höchsten Stand seit Juli 1990. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,7 Prozent und lag bei 2161 Zählern.
In China drückten neu entflammte Konjunktursorgen auf die Stimmung. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor ein halbes Prozent. Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen sind nach Daten des Statistikamtes in Peking in den ersten vier Monaten des Jahres 2023 um jeweils gut 20 Prozent eingebrochen.
Meisterschaft verdaddelt - BVB-Aktienkurs stürzt ab
Der verpasste Meistertitel durch die Fußballer von Borussia Dortmund hat nicht nur die Fans in tiefe Trauer gestürzt. Auch bei den Anlegern des Bundesligisten herrschte Ernüchterung: Die BVB-Aktien brachen um rund 30 Prozent auf 4,12 Euro ein. Sie drohen damit mehr zu verlieren, als die Hoffnungsrally der Vorwoche an Kursgewinn brachte.
Die Anleger hatten vor dem entscheidenden Spiel der Westfalen gegen den FSV Mainz 05 (2:2) bereits vorgefeiert und den Kurs des BVB-Papiers binnen einer Woche um 32 Prozent nach oben getrieben. Mit 5,93 Euro wurde das höchste Niveau seit Herbst 2021 erreicht.
DAX hüpft nach Einigung im US-Schuldenstreit über die 16.000er-Marke
Die deutschen Aktienindizes sind mit ordentlichen Aufschlägen in den Feiertagshandel gestartet. Der DAX gewann in den ersten Minuten 0,5 Prozent auf 16.062 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX stiegen zwischen 0,4 Und 0,5 Prozent. Es gibt eine Einigung im Streit um die US-Schuldenobergrenze, der die globalen Aktienmärkte in der vergangenen Woche auf eine Achterbahnfahrt geschickt hatte. US-Präsident Joe Biden und der führende Republikaner im US-Kongress, Kevin McCarthy, haben sich am Wochenende geeinigt, die Schuldenobergrenze von 31,4 Billionen Dollar bis 2025 auszusetzen.
Heute stehen keine wichtigen Termine auf dem Plan. Durch das Zusammenfallen von Pfingstmontag, dem US-amerikanischen Memorial Day und dem britischen Frühlingsfeiertag haben die meisten Börsen geschlossen.
Talanx-Position in Lateinamerika kommt an der Börse positiv an
Positiv hat ein Frankfurter Börsianer den Zukauf von Talanx in Lateinamerika beurteilt. "Mit der Übernahme des dortigen Geschäfts von Liberty Mutual Insurance wird Talanx dort einer der Top-Versicherer", sagte er. Daneben sollte auch die Aufnahme in die MSCI-Indizes am Mittwochabend den Kurs stützen.
Allerdings gilt die Aktie auch als überkauft, nachdem sie zuletzt stark gestiegen ist und ein neues Allzeithoch bei 50,45 Euro markiert hat. Dieses gilt nun als erster technischer Widerstand.
Studie: Tesla ist nicht mehr der profitabelste Autobauer
Die weltweit größten Autobauer haben zuletzt laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY Abstriche bei der Profitabilität hinnehmen müssen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen der Analyse zufolge zwar die Umsätze im ersten Quartal des Jahres um rund 19 Prozent, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hinkte mit einem Wachstum von 6,1 Prozent jedoch hinterher. Der Absatz legte lediglich um vier Prozent zu. Die Profitabilität - gemessen an der EBIT-Marge, welche das operative Ergebnis ins Verhältnis zum Umsatz setzt - ging von neun Prozent auf acht Prozent zurück.
Neuer Margen-Spitzenreiter unter den 16 analysierten Autoherstellern war das Stuttgarter Unternehmen Mercedes-Benz mit einer EBIT-Marge von 14,7 Prozent, dann folgten BMW (14,6 Prozent) und Kia (12,1 Prozent). Der frühere Spitzenreiter, der Elektroautobauer Tesla, landete mit 11,4 Prozent auf dem vierten Rang.
Erste DAX-Hürde knapp über 16.000 - Leitindex tendiert etwas höher
Bei 16.011 Punkten liegt nun wieder die erste Hürde für den DAX. "Darüber gibt es auf der kurzen Frist wieder ein Kaufsignal", hieß es in den Mußler-Briefen. Von anderer Seite heißt es, möglicherweise steige der DAX nun bei sehr niedrigen Umsätzen wieder Richtung Allzeithoch. Derzeit wird er zum heutigen Handelsbeginn etwas höher erwartet. Am Freitag war der DAX um 1,2 Prozent auf 15.984 Punkte gestiegen.
Ein nachhaltiger Ausbruch mit Anschlusspotenzial sei aber weiterhin unwahrscheinlich. Auch in den Mußler-Briefen heißt es, ein neues Hoch werde sich wahrscheinlich als Ausstiegsgelegenheit herausstellen.