Montag, 07. Dezember 2020Der Börsen-Tag

17:36 Uhr

Nasdaq in Rekordlaune, Dax hält den Ball flach

Der deutsche Aktienmarkt startet mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Der Dax gibt 0,2 Prozent auf 13.271 Punkte ab, er präsentierte sich damit aber relativ stabil, die Handelsspanne beträgt rund 120 Zähler. Negativen Vorgaben aus Asien folgten überraschend positive Konjunkturdaten aus Deutschland und am Nachmittag leichte Abschläge bei den großen US-Indizes. Allerdings präsentiert sich die Nasdaq in Rekordlaune.

"Der Dax verliert leicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die 13.220er Marke - eine wichtige charttechnische Unterstützung - wurde aber zurückerobert und gehalten", unterstreicht sie. "Nachdenklich stimmen allerdings die wachsenden Corona-Infektionszahlen sowie ein immer näher rückender harter Brexit", so Dofel. "Andererseits: Jeder Rücksetzer wird zum Einstieg genutzt, weil viele Anleger noch immer an der Seitenlinie stehen und die Jahresend-Rally nicht verpassen wollen."

Bei den Einzelwerten präsentieren sich Linde, Covestro und Adidas auf der Gewinnerseite. Auch Infineon ziehen an. Dagegen büßen Deutsche Bank sowie Zykliker wie die Auto- und Zulieferwerte wie BMW oder Conti deutlich ein.

Dax
Dax 13.815,06

17:24 Uhr

BDI: Einzelne Unternehmen profitieren von Euro-Aufwertung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht im jüngsten Höhenflug des Euro keine Gefahr für die Exportwirtschaft. "Für einzelne Unternehmen kann die derzeitige Wechselkursentwicklung auch von Vorteil sein", sagt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. "Wenn Einkäufe im Nicht-Euroraum erfolgen, werden diese durch den gestiegenen Euro günstiger." Das treffe etwa auf die chemische Industrie zu. "Da diese Branche vor allem Öl als Rohstoff einkauft, der in Dollar fakturiert wird, ist der starke Euro hier eher von Vorteil." Die deutschen Autobauer wiederum produzierten häufig in den lokalen Märkten, "sodass sich das Devisenproblem auch bei ihnen nicht stellt".

Der Eurokurs hat in diesem Jahr um mehr als acht Prozent zum Dollar aufgewertet, was Waren "Made in Germany" in anderen Währungsräumen verteuert. Mit knapp 1,2150 Dollar notierte die Gemeinschaftswährung zum Wochenauftakt nahe dem erst am Freitag markierten Zweieinhalb-Jahreshoch von 1,2175 Dollar. "Kurssprünge wie zuletzt hat es auch schon in den Jahren 2001 bis 2003 sowie in den Jahren 2010 und 2017 gegeben", sagte Lang. Für einen großen Teil der deutschen Exporte spiele der US-Dollar nur eine geringe Rolle. Sofern Unternehmen international gut aufgestellt seien, könne notfalls mit konzerninterner Produktionsverlagerung auf starke Wechselkursschwankungen reagiert werden.

16:36 Uhr

Countrywide meldet Rekord-Kursgewinn

Eine nachgebesserte Übernahmeofferte des Rivalen Connells beschert Countrywide einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des Immobilienmaklers und -verwalters steigen in London um gut 23 Prozent auf 314 Pence. Connells bietet nun 325 statt 250 Pence je Aktie oder insgesamt umgerechnet 180 Millionen Euro.

16:12 Uhr

US-Anleger machen nach Dow-Rekord Kasse

In den USA nutzen die Anleger Rekordstände an den Börsen für Gewinnmitnahmen. Der Dow-Jones-Index gibt in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent nach auf 30.099 Punkte, nachdem er mit 30.233,03 Zählern einen Höchststand markiert hatte. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,2 Prozent auf 3.692 Zähler. Der Nasdaq Composite legt dagegen 0,1 Prozent zu auf ein Rekordhoch bei 12.482,76 Punkten.

"Goldman Sachs und JP Morgan bleiben mittel- und langfristig optimistisch: Der Bullenmarkt werde weiter laufen - bis auf einen kleinen Rücksetzer aktuell", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch.

Die Märkte warteten auf Klarheit zu einem weiteren Corona-Hilfspaket, sagt Thomas Hayes vom Vermögensverwalter Great Hill Capital. "Ich denke, das Paket wird verabschiedet werden, aber es wird kleiner als 908 Milliarden Dollar." Zuletzt war nach schwachen Arbeitsmarktdaten der Druck auf Demokraten und Republikaner gestiegen, Hilfen für die von der Pandemie gebeutelte Wirtschaft auf den Weg zu bringen.

15:54 Uhr

Corona-Impfstoff pusht Astrazeneca

Die Hoffnung auf eine rasche Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca in Indien gibt den Aktien des Pharmakonzerns Auftrieb. Sie steigen in London um zeitweise knapp drei Prozent. Die indische Regierung prüft nach eigenen Angaben eine Notfall-Genehmigung für die Wirkstoffe von Astrazeneca sowie von Biontech und Pfizer. Deren Aktien klettern im vorbörslichen US-Geschäft um jeweils etwa ein halbes Prozent.

AstraZeneca
AstraZeneca 86,94

14:42 Uhr

Übertreibungen an den Börsen? Zentralbanken warnen

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt angesichts der Börsenhoffnungen auf einen baldigen Einsatz von Corona-Impfstoffen vor Übertreibungen an den Finanzmärkten. Die Märkte bewegten sich aufgrund der Impfstoff-Euphorie zwar in die richtige Richtung, sagte der Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der BIZ, Claudio Borio.

"Die Bewertungen liegen jedoch wieder über oder nahe den vor der Pandemie verzeichneten Niveaus, als überzogene Bewertungen bereits ein Thema waren", warnt er. Es bestehe ein Missverhältnis zwischen den Kursen riskanter Wertpapiere und dem Wirtschaftsausblick.

Notenbanken haben aus Sicht der BIZ mit ihrer konjunkturstützenden Geldpolitik weltweit die Renditen der Staatsanleihen niedrig gehalten. Titel im Volumen von 17,5 Billionen Dollar wiesen nach BIZ-Berechnungen sogar inzwischen negative Renditen aus. Auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten seien Investoren dadurch gedrängt worden, auf riskantere Wertpapiere zu setzen.

14:16 Uhr

Bundesliga sucht Investoren für Medienrechte

Die Fußball-Bundesliga will im nächsten Jahr einen Einstieg von Finanzinvestoren in die Vermarktung ihrer Übertragungsrechte im Ausland prüfen. Der Verkaufsprozess werde im Februar beginnen, heißt es in Kreisen der Teilnehmer einer Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dort wollte Geschäftsführer Christian Seifert die 36 Erst- und Zweitligisten über die Pläne informieren. Die Bundesliga hofft, mit dem Verkauf eines Minderheitsanteils von zehn bis 25 Prozent zumindest die Löcher zu stopfen, die die Coronakrise in ihren Bilanzen angerichtet hatte.

Der Teilverkauf könnte einen dreistelligen Millionenbetrag einbringen. Zahlreiche Fernsehrechteinhaber im Ausland waren in Schieflage geraten oder wollen die Verträge kündigen. Statt mit 300 Millionen Euro Einnahmen im Jahr können die Vereine vorerst allenfalls noch mit 200 Millionen rechnen.

13:54 Uhr

Corona-Sorgen belasten Wall Street

In den USA berichten Händler von wachsenden Sorgen wegen der Corona-Pandemie. Die USA haben am dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert - auch die Zahl der Corona-Toten steigt unaufhaltsam. Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

Dazu werden positive Wirtschaftsdaten aus China kritisch beäugt. Denn die chinesischen Exporte sind im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Handelsbilanz weist damit einen Exportüberschuss klar über den Prognosen aus. Dieser Umstand ist Wasser auf die Mühlen der China-Kritiker in den USA, die es auch unter den Demokraten des designierten US-Präsidenten Joe Biden zahlreich gibt. Die US-Politik könnte die Schrauben in den Handelsbeziehungen weiter anziehen, so die Befürchtungen des Marktes. Hinzu kommen Meldungen, dass die USA aus politischen Gründen Sanktionen gegen einige Repräsentanten Chinas vorbereiten.

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13:05 Uhr

BMW-Chef wird Acea-Präsident

BMW-Chef Oliver Zipse wird 2021 Präsident des europäischen Autoindustrieverbands Acea. Der deutsche Manager übernimmt die Position von Fiat-Chrysler-Chef Michael Manley, wie der Verband mitteilt. Zipse will sich demnach in Brüssel unter anderem für den EU-weiten Bau von Ladestationen für Elektroautos einsetzen. Die turnusmäßige Amtszeit ist ein Jahr, eine Verlängerung auf zwei Jahre möglich. In dem Verband sind neben den großen einheimischen Autokonzernen auch die europäischen Ableger von Ford, Honda, Hyundai und Toyota Mitglied organisiert.

12:49 Uhr

Steigende Verluste setzen Modefirma zu

Wachsende Verluste bei Ted Baker verschrecken die Anleger. Die Aktien der Modefirma fallen in London um neun Prozent. Wegen der Coronavirus-Krise vervielfachte sich der Vorsteuerverlust den Angaben zufolge in der ersten Hälfte des Geschäftjahres 2020/2021 auf umgerechnet 43 Millionen Euro von drei Millionen im Vorjahreszeitraum. Dank strenger Kostenkontrolle habe das Unternehmen beim freien Cash Flow aber positiv überrascht, kommentiert Analyst Wayne Brown von der Investmentbank Liberum.

12:23 Uhr

Beginn der Korrektur? Dax notiert schwächer

Am deutschen Aktienmarkt dominieren am Montagmittag die Minuszeichen. Die Verluste halten sich aber in Grenzen, von einer Korrektur, auf die viele Anleger für einen Einstieg hoffen, kann keine Rede sein. Der Dax notiert 0,5 Prozent im Minus bei 13.235 Punkten. "Der Dax hat es schwer", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Allerdings: Die Aktienmärkte sind enorm gut gelaufen, also sind Gewinnmitnahmen nachvollziehbar", erläutert sie. "Zudem bremst der nach wie vor starke Euro die Kursentwicklung." Die Gemeinschaftswährung kostet aktuell 1,2110 Dollar.

11:52 Uhr

Covestro unter Dax-Topgewinnern

Covestro notieren gegen den allgemeinen Markttrend fest. Der Kurs der Aktien steigt um 0,8 Prozent. Covestro gehören damit zu den größten Gewinnern im Börsenleitindex Dax. Ein Händler verweist auf eine Note von Morgan Stanley, in der den zyklischen Chemieunternehmen weiteres Potenzial zugemessen werde. Der Subindex der Chemiewerte in Europa kann sich behaupten und ist damit aktuell der zweitbeste hinter dem Pharmaindex.

Covestro
Covestro 55,06

11:12 Uhr

Kupfer-Rally am Ende?

Enttäuschende chinesische Konjunkturdaten bereiten der Kupfer-Rally ein vorläufiges Ende. Das Industriemetall verbilligt sich 0,4 Prozent auf 7732 Dollar je Tonne, nachdem es zuvor mit 7800 Dollar den höchsten Stand seit fast acht Jahren erreicht hatte. Die Kupfer-Importe des weltgrößten Abnehmers China wuchsen im November den Angaben zufolge nur um 4,5 Prozent. Analysten hatten mit einem Plus von 6,1 Prozent gerechnet.

10:38 Uhr

Airbnb erhöht Preisspanne für Börsengang: Marktwert steigt deutlich

Die Zimmervermittlungs-Plattform Airbnb stößt bei ihrem Börsengang einem Insider zufolge auf eine große Nachfrage. Die Preisspanne für die angebotenen Aktien solle deshalb auf 56 bis 60 Dollar je Anteilsschein von 44 bis 50 Dollar angehoben werden, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Am oberen Ende der Preisspanne würde Airbnb damit 3,1 Milliarden Dollar einsammeln und der Konzern mit 41,8 Milliarden Dollar bewertet. Das sind umgerechnet etwa 34,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Deutsche Post ist etwa 40 Milliarden Euro wert, Infineon knapp 30 Milliarden Euro und RWE 34,2 Milliarden Euro.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die Bewertung der Zimmervermittlungs-Plattform bei der letzen Finanzierungsrunde im April auf 18 Milliarden Dollar eingebrochen, nachdem sie 2017 noch bei 31 Milliarden Dollar lag. Doch hat sich Airbnb in der Corona-Pandemie besser geschlagen als zunächst befürchtet, zudem profitieren die Aktienmärkte von den weit geöffneten Geldschleusen der Zentralbanken. Airbnb will am Donnerstag sein Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq feiern.

10:16 Uhr

Hunderte Filialen vor dem Aus: Societe Generale forciert Online-Banking

Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) streicht ihr Filialnetz in Frankreich zusammen und nimmt Geld für den Ausbau ihrer Online-Bank in die Hand. Bis 2025 sollen 600 Filialen geschlossen und das Zweigstellennetz auf 1500 schrumpfen, wie die Bank mitteilt. Dazu legt SocGen das Filialnetz von SocGen und der Tochter Credit du Nord zusammen. Bis 2025 sollen durch die Filialschließungen fast 450 Millionen Euro eingespart werden.

Dagegen will SocGen ihre Online-Bank Boursorama ausbauen. Ihre Kundenzahl soll bis 2025 auf 4,5 Millionen von 2,5 Millionen steigen. Doch die Kundengewinnung kostet erst einmal Geld, so dass Boursorama bis 2023 insgesamt Verluste von 230 Millionen Euro schreiben werde. 2024 soll die Online-Bank dann einen Gewinn von rund 100 Millionen Euro abwerfen, 2025 soll der Überschuss auf etwa 200 Millionen klettern.

SocGen-Chef Fredic Oudea versucht seit längerem, die Ertragskraft der Bank zu steigern. So haben sich die Franzosen aus Bereichen zurückgezogen, in denen sie nicht die nötige Größe hatten. SocGen hat unter anderem Töchter in Polen, Bulgarien und Albanien verkauft und Teile des Investmentbankings eingedampft.

Societe Generale
Societe Generale 16,99

09:50 Uhr

Deutsche Produktion steigt zwar, aber ...

Die deutsche Industrieproduktion hat sich im Oktober deutlich besser als erwartet entwickelt. Laut Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sie sich gegenüber dem Vormonat um 3,2 Prozent. Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von nur 1,5 Prozent prognostiziert. Allerdings hatten Daten zum Industrieumsatz schon auf einen etwas stärkeren Anstieg der Produktion hingedeutet. Der für September gemeldete Produktionsanstieg von 1,6 Prozent wurde zudem auf 2,3 Prozent revidiert.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion noch 4,9 Prozent niedriger. In der größten Branche des verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg die Produktion im Oktober um 9,9 Prozent zum Vormonat. Sie liegt noch gut 6 Prozent unter dem Wert vom Februar 2020.

09:26 Uhr

Co-Chef tritt zurück: Zalando-Aktienkurs gerät unter Druck

Der geplante Rückzug des Co-Chefs Rubin Ritter drückt Zalando fast ans MDax-Ende. Die Aktien des Online-Modehändlers fallen 1,4 Prozent. "Das ist zweifelsohne ein Rückschlag", sagt ein Marktteilnehmer. Ritter habe das Unternehmen vorangebracht, scheine nun aber amtsmüde.

Zalando
Zalando 93,70

09:05 Uhr

Abwärts geht es für den Dax

Mit einer positiven Tendenz hat sich der Dax am vergangenen Freitag ins Wochenende verabschiedet. Doch bereits am Montag meldet der deutsche Aktienmarkt wieder Verluste. Der Dax startet 0,3 Prozent schwächer mit 13.255 Punkten. Die positiven Vorgaben von der Wall Street am Freitag werden dabei von negativen Vorzeichen in Asien konterkariert. "Den asiatischen Handel belasten Ängste vor einer erneuten Verschärfung der Handelsauseinandersetzungen zwischen China und den USA", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Auch die Corona-Zahlen in Japan drücken auf die Stimmung der Anleger."

08:49 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sinken zunächst etwas. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 49,13 Dollar. Das sind zwölf Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 18 Cent auf 46,08 Dollar.

Marktbeobachter sprechen von einer leichten Gegenbewegung. Ende der vergangenen Woche hatte noch eine Einigung der in der Opec+ organisierten Förderstaaten auf eine gemeinsame Förderpolitik den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Der Preis für US-Öl war am Freitag zeitweise bis auf 46,68 Dollar je Fass gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Krise im März. Der Ölverbund Opec+ hatte die Fördermenge ab Januar zwar um 500 000 Barrel pro Tag erhöht. Am Markt war aber eine stärkere Anhebung erwartet worden.

Außerdem stütze die Hoffnung auf ein neues Hilfspaket in den USA gegen die Folgen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise die Ölpreise, heißt es weiter. Nach einem monatelangen politischen Streit in Washington deuten jüngste Aussagen auf eine Einigung auf weitere Milliardenhilfen hin.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,93
Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,40

 

08:31 Uhr

Britisches Pfund unter Druck - Euro kaum verändert

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,37

Der Euro bewegt sich nur wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2130 US-Dollar gehandelt und damit geringfügig höher als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,2159 (Donnerstag: 1,2151) Dollar festgesetzt. Damit konnte der Euro seine starken Kursgewinne der vergangenen Woche halten. Zuletzt hatte eine Dollar-Schwäche dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen. Die Gemeinschaftswährung hatte am Freitag den höchsten Stand seit April 2018 erreicht. Im weiteren Handelsverlauf stehen nur vergleichsweise wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen könnten. Für etwas Bewegung könnten allerdings Kennzahlen zu deutschen Industrieproduktion sorgen.

Kursverluste zeigten sich hingegen beim britischen Pfund, das am Morgen im Handel mit allen wichtigen Währungen unter Druck stand. Unter massivem Zeitdruck versuchen derzeit Großbritannien und die Europäische Union, sich doch noch auf einen Handelspakt zu einigen. Er soll nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel dramatische wirtschaftliche Verwerfungen auf beiden Seiten verhindern.

08:05 Uhr

Bayer steigt in neues Gebiet der Krebstherapie ein

Bayer
Bayer 53,40

Bayer verstärkt sich im Pharmageschäft durch eine Partnerschaft mit dem kalifornischen Biotechunternehmen Atara Biotherapeutics. "Diese Transaktion ist ein grundlegendes Element der neuen Zell- und Gentherapie-Strategie von Bayer", sagte Wolfram Carius, Leiter der neuen Zell- und Gentherapie-Plattform bei Bayer. Durch die Zusammenarbeit steigt der Konzern in das Gebiet der sogenannten CAR-T-Zelltherapien ein und sichert sich unter anderem den Zugriff auf eine vielversprechende Krebs-Immuntherapie von Atara. Dem kalifornischen Unternehmen winken im Gegenzug Zahlungen von bis zu 670 Millionen Dollar von Bayer.

Bayer hatte zuletzt eine Reihe von Deals zur dringend benötigten Stärkung seines Pharmageschäfts eingefädelt. Ende Oktober hatte der Konzern die bis zu vier Milliarden Dollar schwere Übernahme der US-Biotechfirma Askbio im vielversprechenden Geschäft mit Gentherapien angekündigt. Dieser Deal ergänzt den Zukauf des US-Biotechunternehmens Blue Rock Therapeutics aus dem vergangenen Jahr. Im August hatte sich Bayer zudem ein neues Medikament mit Milliarden-Umsatzpotenzial gesichert, einen Wirkstoff der britischen Biotechfirma Kandy Therapeutics zur Linderung menopausaler Probleme.

07:32 Uhr

Brexit-Drama im Blick: Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.815,06

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag hatte die Rekordrally an den US-Börsen den Leitindex 0,4 Prozent ins Plus auf 13.298 Punkte geschoben. Im Fokus stehen zum Wochenanfang die Brexit-Gespräche zwischen der Europäischen Union und Großbritannien. Ohne ein Handelsabkommen drohen zum Jahreswechsel gegenseitige Zölle mit Belastungen für die Wirtschaft beiderseits des Ärmelkanals.

Zudem stehen die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion an. Die anhaltende Erholung im verarbeitenden Gewerbe werde die Einbußen im Dienstleistungssektor kaum wettmachen, sagen Börsianer.

07:12 Uhr

Chinas Exporte steigen sprunghaft um 21,1 Prozent

Die chinesischen Exporte sind sprunghaft gestiegen. Die Ausfuhren legten im November unerwartet stark um 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie der chinesische Zoll in Peking berichtete. Die Importe blieben hingegen hinter den Erwartungen zurück und kletterten nur um 4,5 Prozent - etwas weniger noch als im Vormonat mit 4,7 Prozent. Der Handelsüberschuss stieg damit sogar um 102,9 Prozent auf 75 Milliarden US-Dollar.

Mit einem Zuwachs um 13,6 Prozent trägt der Außenhandel stark zur Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft bei. Da das bevölkerungsreichste Land das Coronavirus weitestgehend im Griff hat und nur noch vereinzelt Infektionen zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten auch wieder normalisieren können. Während der Rest der Welt eine Rezession erlebt, wird China als einzige große Volkswirtschaft in diesem Jahr auch wieder ein Wachstum verzeichnen. Es wird mit einem Plus von rund zwei Prozent gerechnet.

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06:39 Uhr

Angst vor Trumps Vergeltung: Asiens Märkte im Minus

Die asiatischen Aktien ziehen sich wegen verstärkten bilateralen Spannungen zwischen den USA und China von ihrem Rekordhoch zurück. Der Ausverkauf begann, nachdem Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet hatte, dass die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen mindestens ein Dutzend chinesische Beamte wegen ihres Vorgehens beim Ausschluss demokratiefreundlicher Volksvertreter in Hongkong erlassen werde.

Nikkei
Nikkei 28.523,26

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 26.516 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 1764 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,8 Prozent und ignorierte weitgehend starke Exportdaten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent. "Eine Sache, über die sich der Markt Sorgen gemacht hat, ist, dass Trump bei seinem Abtreten nach Vergeltung für China suchen würde. Diese Nachricht spricht also für diese Angst", sagte Kyle Rodda, Marktstratege bei IG Markets in Melbourne. Letztendlich sei aber den Anlegern bewusst, dass Trump nur noch sechs Wochen Zeit hat. Der breitere Fokus liege daher immer noch auf der Einführung von Impfstoffen und den steuerlichen Anreizen in den USA.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 103,99 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,5342 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8906 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2132 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0806 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3423 Dollar.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht