Montag, 21. Dezember 2020Der Börsen-Tag

mit Jan Gänger
Jan Gänger
17:43 Uhr

Dax fällt kräftig

Der Dax schließt 2,8 Prozent schwächer bei 13.246 Punkten. Der MDax gibt 1,8 Prozent auf 29.866 Zähler ab, der SDax 1,8 Prozent auf 14.257 Punkte.

Die Virusmutation aus Großbritannien weckt bei Anlegern die Furcht, dass die Corona-Krise schwerer zu überwinden sein könnte als erwartet. Robeco-Portfoliomanager Jeroen Blokland spricht von einer "Covid-Klemme": "Einige der Kursbewegungen des heutigen Tages spiegeln das wider, was wir im März und April gesehen haben." Die Volatilität schnellt hoch, der entsprechende Index steigt um bis zu einem Drittel auf den höchsten Stand seit anderthalb Monaten

16:51 Uhr

US-Banken brennen Kursfeuerwerk ab

Der Bankensektor liegt an den US-Börsen als einziger im Plus, während der übrige Markt von der Nachricht über eine hochansteckende Mutation des Coronavirus tief ins Minus gedrückt wird. Auftrieb erhält der Sektor von der Entscheidung der US-Notenbank, den Banken wieder Aktienrückkäufe zu gestatten, nachdem sich die Geldhäuser im jüngsten Stresstest wacker geschlagen haben. Die großen US-Banken sind demnach finanziell gut aufgestellt, trotz der Rezession.

Im Dow gewinnen Goldman Sachs 5,5 Prozent und JP Morgan 3 Prozent. Die Aktien der Citigroup verbessern sich um 2,3 Prozent, die von Wells Fargo um 0,3 Prozent. Der Bankensektor liegt derweil 1,5 Prozent im Plus, während der S&P-500 um 1,8 Prozent absackt.

16:26 Uhr

Furcht vor mutiertem Virus an der Wall Street

Die Furcht vor der in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation verdirbt den Anlegern in den USA die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index fällt 1 Prozent auf 29.872 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gibt 1,2 Prozent nach auf 3665 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 1,2 Prozent auf 12.607 Punkte.

Viele Investoren machen nach den jüngsten Rekordständen Kasse: "Gewinnmitnahmen spielen dabei eine Rolle", sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager bei Dakota Wealth, und ergänzt: "Die Menschen werden wegen der neuen Variante nervös." Die Einigung zwischen den Republikanern und den Demokraten auf ein neues Corona-Hilfspaket rückte in dem Zusammenhang in den Hintergrund.

kor

16:03 Uhr

Heftige Kursverluste in London

Die Aktien britischer Einzelhändler notieren an der Londoner Börse sehr schwach. Hintergrund sind Aussagen verschiedener Unternehmen aus dem Sektor, die vor möglichen Engpässen warnen, sollte es zu logistischen Versorgungsschwierigkeiten mit Kontinentaleuropa kommen. Mit dem Auftauchen einer neuen, aggressiveren Covid-19-Variante haben zahlreiche Länder am Wochenende Verkehrs-Beschränkungen mit Großbritannien erlassen. Sainsbury fallen 2,5 Prozent, Marks & Spencer 5,2 Prozent und Associated British Foods 4,7 Prozent.

15:24 Uhr

Ölpreise fallen weiter

Die gestiegene Unsicherheit angesichts einer neuen Variante des Coronavirus belastet die Ölpreise - sie setzen die Talfahrt fort, die sie am Morgen begonnen hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 49,37 US-Dollar. Das sind 2,89 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 2,88 Dollar auf 46,22 Dollar. Am Freitag hatten die Ölpreise noch den höchsten Stand seit März erreicht.

14:45 Uhr

Tesla-Aktie tief im Minus

Am Tag der Aufnahme in den S&P 500 steuern die Tesla-Aktien auf einen schwächeren Handelsauftakt zu. Die Papiere geben im vorbörslichen Handel 5,6 Prozent nach. Nach Berechnungen des S&P Dow Jones Indizes-Analysten Howard Silverblatt kommt Tesla künftig auf einen Anteil von 1,69 Prozent am S&P.

Der Elektroautobauer ist das wertvollste Unternehmen, das jemals in einen der großen Indizes aufgenommen wird, und löst die Immobilienfirma Apartment Investment and Management ab. Seine Aktien haben gut zwei Drittel an Wert gewonnen, seitdem S&P angekündigt hatte, die Papiere in den wichtigsten US-Index aufzunehmen.

Tesla
Tesla 683,30

14:12 Uhr

Stahl wird knapp

Ein Arbeiter geht im Werk der Lech-Stahlwerke an einem glühenden Schmelzofen vorbei. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Ein Arbeiter geht im Werk der Lech-Stahlwerke an einem glühenden Schmelzofen vorbei. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Die deutschen Stahlverarbeiter klagen über Nachschubprobleme. Nicht nur bei zusätzlich bestellten Stahlmengen gebe es Lieferzeiten von mehreren Monaten, berichtete der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Auch bei schon geschlossenen Verträgen komme es zu Verzögerungen und verringerten Zuteilungen. Die Beschaffungskosten seien deshalb zuletzt stark gestiegen. Während zunächst vor allem Flachstahl betroffen gewesen sei, breite sich das Problem nun auch auf Produkte wie Walzdraht und auf Spezialstähle aus.

"Mittlerweile machen sich Verarbeiter in allen Segmenten große Sorgen um ihre Lieferfähigkeit in den kommenden Monaten", sagte WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. Während die Produktion vieler Stahlverarbeiter seit dem Sommer unerwartet kräftig zugelegt habe, ziehe die Stahlerzeugung nur zögerlich nach.

Die deutsche Stahlindustrie fährt ihre Produktion nach einem starken Rückgang im Frühjahr und den Sommermonaten wieder hoch. Im Oktober und November lag die Produktion über der im Vorjahreszeitraum, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitgeteilt hatte.

Aus Sicht der Stahlverarbeiter wird die Lage für sie dadurch erschwert, dass die Einfuhr von Stahl aus Drittländern begrenzt beziehungsweise mit Einfuhrzöllen belegt wurde. Das heize die Situation zusätzlich an. "Stahl ist weltweit in kürzester Zeit zum knappen Gut geworden", sagte Vietmeyer. Einen so starken Umschwung habe es zuletzt nach der Finanzkrise 2009 gegeben.

13:39 Uhr

Autobauer bangen um Bauteile aus Großbritannien

Zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland müssen aus Sicht der Autobauer in Deutschland möglichst bald wieder Waren ausgetauscht werden. "Bauteile sind nicht ansteckend und werden gebraucht, damit die Produktion und Versorgung nicht zum Erliegen kommt", so der Verband der Automobilindustrie (VDA). "Die Unternehmen in der Industrie haben meist nur einen Lagerbestand von wenigen Tagen, danach ist Stopp. Das gefährdet Jobs und die Versorgung."

Der Hafen Dover und der Eurotunnel sind seit dem Wochenende geschlossen. Grund für die Reisebeschränkungen ist eine kürzlich entdeckte Mutation des Coronavirus in Großbritannien.

"Die Einreisebeschränkungen von und nach Großbritannien haben enorme wirtschaftliche Auswirkungen", hieß es beim VDA. Großbritannien ist der wichtigste Exportmarkt für deutsche Autos, viele Branchenunternehmen produzieren auch dort. "Viele Bauteile aus der deutschen Zulieferindustrie passieren mehrfach den Ärmelkanal, bevor das Fahrzeug fertig ist", so der Verband.

13:16 Uhr

Ölriese schreibt Milliarden ab

Shell schreibt im kommenden Jahr weitere 4,5 Milliarden Dollar auf seine Öl- und Gasaktivitäten ab. Das Unternehmen teilte mit, die Förderung werde durch den milden Winter in Europa und Stürme im Golf von Mexiko belastet, die Auslastung der Raffinerien leide unter der durch die Corona-Pandemie schwachen Nachfrage.

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 15,55

12:22 Uhr

Dax rauscht in die Tiefe - Daimler dunkelrot

Die Virusangst ist an die Börsen zurückgekehrt - auch der deutsche Aktienmarkt verzeichnet starke Verluste. Der Dax sackt um 3,7 Prozent auf 13.119 Punkte ab. In der vergangenen Woche noch hatte der deutsche Leitindex angesichts weltweit startender Impfaktionen sein Rekordhoch von fast 13.800 Punkten vom Februar knapp verfehlt. Doch nun ist eine neue Variante des Coronavirus in Großbritannien in der breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden, die deutlich ansteckender sein soll als die bisherige.

Dax
Dax 13.551,63

Der MDax der mittelgroßen Werte büßt 3 Prozent auf 29.467 Zähler ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fällt um 3,5 Prozent.

Vor dem Hintergrund der neuen Sorgen geben alle 30 Aktien im Dax nach. Vor allem Autowerte, die zuletzt in Vorfreude auf ein baldiges Ende der Krise zugelegt hatten, hatten große Kursverluste. Schlusslicht sind die Daimler mit minus 5,6 Prozent.

Corona-Krisengewinner halten sich dagegen vergleichsweise gut. Die Anteilsscheine des Essenslieferanten Delivery Hero geben um 0,6 Prozent nach.

11:43 Uhr

Lockheed Martin setzt auf Raketentriebwerke

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin baut sein Geschäft mit der milliardenschweren Übernahme des Zulieferers Aerojet Rocketdyne aus. Die Transaktion habe inklusive liquider Mittel und Schulden einen Gesamtwert von 4,4 Milliarden US-Dollar), wie Lockheed Martin mitteilte. Das entspreche 51 Dollar je Aktie. Zudem erhielten die Aerojet-Anteilseigner vor dem Abschluss des Deals eine Sonderdividende von 5 Dollar je Aktie. Insgesamt entspricht der Preis damit einem Aufschlag von einem Drittel auf den Schlusskurs vom Freitag.

Lockheed Martin
Lockheed Martin 273,00

Lockheed-Chef James Taiclet hatte bereits gesagt, dass er den Konzern mit Zukäufen stärken wolle. Mit Aerojet setzt er auf einen wichtigen US-Zulieferer für Antriebe für Raketen und andere Rüstungs- und Weltraumanwendungen. Der Zulieferer hatte 2019 den Angaben zufolge mit knapp 5000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2 Milliarden Dollar erzielt. Die Transaktion soll in der zweiten Hälfte 2021 abgeschlossen werden.

11:01 Uhr

Tourismus-Aktien stürzen ab

Der Stopp des Flugverkehrs aus Großbritannien lastet auf den europäischen Reisewerten. Die Aktien der British-Airways-Mutter IAG und von Easyjet geben um gut 20 beziehungsweise 17,7 Prozent nach, die Aktien von Air France verlieren 11,5 Prozent. Die Titel des Eurotunnel-Betreibers Getlink und des Flughafenbetreibers ADP büßen 6,9 beziehungsweise 5,7 Prozent ein.

10:38 Uhr

Bitcoin durchbricht nächste Schallmauer

Bitcoin steigt über die Schwelle von 24.000 Dollar und notiert mit 24.299,75 Dollar zeitweise 6,1 Prozent höher, bevor die Cyber-Währung einen Teil der Gewinne wieder abgibt. Bitcoin steuere damit auf die nächste Marke bei 25.000 Dollar zu, sagt Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. "Der Risikoappetit der Spekulanten ist derzeit nur schwer zu bändigen." Es seien vor allem kurzfristig orientierte Anleger am Markt. Befeuert werde der Anstieg von der Angst, etwas zu verpassen.

10:07 Uhr

Tele-Columbus-Aktie geht durch die Decke

Ein Infrastruktur-Fonds der US-Investmentbank Morgan Stanley will den drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Tele Columbus übernehmen. Für die Übernahme bietet die zu Morgan Stanley Infrastructure Partners gehörende Kublai GmbH 3,25 Euro je Aktie und damit insgesamt 415 Millionen Euro. Der Erfolg der Offerte ist an das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent geknüpft. An der Börse schießen die Tele-Columbus-Aktien um zwölf Prozent auf 3,22 Euro in die Höhe.

Tele Columbus
Tele Columbus 3,23

Sofern die Übernahme gelingt, garantiert Kublai eine 475 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung mit der die hoch verschuldete Tele Columbus einen Teil ihrer Verbindlichkeiten abtragen will. Eine außerordentliche Hauptversammlung am 20. Januar soll den Weg für die Kapitalerhöhung frei machen. Weitere 75 Millionen Euro will der künftige Eigentümer in den Ausbau des Glasfasernetzes von Tele Columbus stecken.

Der Tele-Columbus-Großaktionär Rocket Internet hat den Angaben zufolge bereits zugesagt, seinen Anteil von 13,36 Prozent anzudienen. Der Großaktionär United Internet kündigte an, seinen Anteil von 29,9 Prozent an Tele Columbus bei einem Erfolg des Übernahmeangebots in die Bietergesellschaft einzubringen und als Breitband-Partner mit im Boot bleiben.

09:43 Uhr

Virus-Mutation verdirbt Anlegern die Laune 

Die neue und möglicherweise ansteckendere Coronavirus-Variante sorgt für Kursverluste an der Frankfurter Börse. Der Dax geht 2 Prozent schwächer bei 13.366 Punkten in den Handel. Um die Ausbreitung der Mutation zu bremsen, haben Deutschland und viele andere europäische Länder den Flugverkehr aus Großbritannien eingestellt, auch Häfen und der Eurotunnel wurden geschlossen. "Eine noch ansteckendere Variante macht noch härtere und noch längere Lockdowns deutlich wahrscheinlicher", sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. "Damit hat diese Mutation das Potenzial, den ohnehin schon großen wirtschaftlichen Schaden noch weiter zu vergrößern."

Dax
Dax 13.551,63

09:04 Uhr

Lufthansa-Aktien brechen ein

Die neue Coronavirus-Variante und das Einstellen des Flugverkehrs nach Großbritannien lasten auf den Aktien der Lufthansa und des Flughafenbetreibers Fraport. Die Papiere geben jeweils rund 9 Prozent nach. Die Bundesregierung hatte aus Sorge vor einer neuen und ansteckenderen Variante des Virus wie viele andere europäische Länder ein Verbot von Flügen aus Großbritannien nach Deutschland verhängt.

Lufthansa
Lufthansa 10,50

08:51 Uhr

Virussorgen machen Öl billiger

Angesichts wieder gestiegener wirtschaftlicher Unsicherheiten geraten die Ölpreise unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 50,82 US-Dollar, das sind 1,44 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,35 Dollar auf 47,75 Dollar. Am Freitag hatten die Ölpreise noch den höchsten Stand seit März erreicht.

Börsianer verweisen vor allem auf die neue Variante des Coronavirus, die sich derzeit rasch im Südosten Englands ausbreitet. Das Land stehe vor einer enormen Herausforderung, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist die kürzlich entdeckte Variante um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. Vor diesem Hintergrund steigt den Händlern zufolge die Gefahr, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder verstärkt eingeschränkt werden könnten und damit die Nachfrage nach Rohöl sinkt.

08:32 Uhr

Brexit-Sackgasse setzt Euro und Pfund unter Druck

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Euro bleibt unter Druck und fällt unter die Marke von 1,22 US-Dollar. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2188 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Eurokurs am Freitag auf 1,2259 Dollar festgesetzt. Erst in der vergangenen Woche hatte der Euro allerdings mit rund 1,2273 Dollar einen Höchststand seit April 2018 erreicht. Als Belastung erweisen sich zu Wochenbeginn weiterhin die anhaltenden Verhandlungen über einen Handelsvertrag zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien. Die Gespräche würden scheitern, wenn die EU ihre Position vor allem beim Knackpunkt Fischereirechte nicht "wesentlich" verändere, zitierten britische Medien Regierungskreise in London. Es werde wahrscheinlicher, dass kein Abkommen gelinge.

Dennoch sollen die Verhandlungen auch am heutigen Montag weitergehen. Vor diesem Hintergrund gab zudem das britische Pfund gegenüber vielen wichtigen Währungen weiter nach. Hier wirkte sich auch die neue Variante des Coronavirus negativ aus, die sich derzeit rasch im Südosten Englands ausbreitet und die wirtschaftlichen Aktivitäten noch weiter zu lähmen droht.

08:05 Uhr

RWE reduziert Kraftwerkskapazität um ein Drittel

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RWE stellte am vergangenen Freitag die Stromproduktion im Block D seines Braunkohlekraftwerks Niederaußem ein.

(Foto: dpa)

Der größte deutsche Kraftwerksbetreiber RWE verringert seine Stromerzeugung im Inland bis Ende 2022 um rund 36 Prozent. "So schnell können Sie gar nicht zubauen, um diesen Schwund auszugleichen", sagte Rolf Martin Schmitz, der Vorstandsvorsitzende der RWE der Zeitung "Welt". "Unser Marktanteil wird damit natürlich deutlich kleiner."

RWE
RWE 35,32

"Wir haben uns klar zum Kohleausstieg bekannt und den vollziehen wir dann auch", sagte Schmitz weiter. RWE habe 2019 in Deutschland noch Kraftwerke mit einer Leistung von 20,8 Gigawatt betrieben, Ende 2022 seien es nur noch 13,3 Gigawatt - "und da ist der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien um 50 Prozent schon eingerechnet", sagte Schmitz: "Ein Drittel unserer Braunkohle-Kapazitäten werden dann raus sein, alle Steinkohle-Anlagen und alle Kernkraftwerke."

Für Investitionen in Windkraftanlagen an Land und auf See seien die Bedingungen in anderen Ländern besser, sagte Schmitz. Auch für den Bau von Gaskraftwerken zur Absicherung der Stromversorgung gebe es derzeit kein Geschäftsmodell. "Wir bauen in Deutschland kein Kraftwerk, wenn ich nicht weiß, ob ich damit Geld verdienen kann und für wie lang", sagte Schmitz. "Diese Sicherheit besteht im Augenblick nicht."

07:51 Uhr

Börsianer lauern auf Impfstoff-Zulassung - Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.551,63

Der Dax wird zu Wochenbeginn Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag war er 0,3 Prozent schwächer bei 13.630,51 Punkten aus dem Handel gegangen, nachdem er im Verlauf bis auf 20 Punkte an sein Rekordhoch aus dem Februar herangerückt war. Wieder einmal wird das Thema Corona-Impfstoff im Mittelpunkt stehen. Die europäische Pharmaaufsicht EMA wird voraussichtlich heute eine Entscheidung über die Zulassung des Mittels von Biontech und Pfizer treffen, das bereits in Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern zum Einsatz kommt. Sollte die EMA grünes Licht geben, ist der Weg zu Impfungen auch in Europa ab dem 27. Dezember frei - und damit ein entscheidender Schritt hin zur Überwindung der Pandemie getan.

Unterdessen teilte das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac mit, seinen Covid-19-Impfstoffkandidaten ab Dienstag in einer klinischen Phase-3-Studie an Mitarbeitern im Gesundheitswesen der Universitätsmedizin Mainz testen zu wollen. Mehr als 2500 Probanden ab 18 Jahren sollen teilnehmen. Der neue Test ergänze eine kürzlich gestartete globale Zulassungsstudie der Phase 2b/3 mit mehr als 35.000 Teilnehmern für den Impfstoffkandidaten auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA).

07:02 Uhr

Elon Musk erwägt offenbar Firmenvermögen in Bitcoin umzuwandeln

Tesla
Tesla 683,30

Der Elektroauto-Pionier und Unternehmenschef Elon Musk feuert den derzeitigen Hype um die Kryptowährung Bitcoin an. Musk erkundigte sich nach der Möglichkeit, das Firmenvermögen des Elektroautobauers von Dollar in Bitcoin umzuwandeln, wie ein Austausch zwischen Musk und Michael Saylor, Konzernchef des Softwareherstellers Microstrategy, auf Twitter ergab.

"Wenn Sie Ihren Aktionären einen Gefallen in Höhe von 100 Milliarden Dollar tun wollen, konvertieren Sie die Tesla-Bilanz von Dollar in Bitcoin", schlug Saylor in einem Tweet dem Unternehmer vor. Musk würde damit ein starkes Signal an Firmen im S&P 500 senden, die dann seinem Beispiel folgen würden. Auf Musks Nachfrage, ob Transaktionen in dieser Größenordnung überhaupt möglich seien, antwortete Saylor, dass er in den vergangenen Monaten über 1,3 Milliarden Dollar in Bitcoin gekauft habe und bot Musk an, ihm seine Investitionsstrategie für die Digitalwährung zu verraten. Weder Tesla noch Musk konnten für eine Stellungnahme erreicht werden.

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06:24 Uhr

Virus-Mutation schreckt Anleger in Asien ab

Nikkei
Nikkei 28.197,42

Die asiatischen Aktien sind zu Wochenbeginn infolge des Ausbruchs einer womöglich ansteckenderen Variante des Coronavirus in Großbritannien gefallen. Auch eine Einigung über ein milliardenschweres Konjunkturpaket in den USA konnte die Stimmung der Anleger nicht heben. Der republikanische Mehrheitsführer des US-Senats, Mitch McConnell, sagte, dass Republikaner und Demokraten sich über ein Corona-Hilfspaket in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar verständigt hätten, das noch am heutigen Montag verabschiedet werden soll.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 26.649 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1783 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,5 Prozent. "Die Devisenmärkte warten auf die endgültigen Ergebnisse eines möglichen Brexit-Deals und eines US-Fiskalpakets", sagte Ned Rumpeltin, europäischer Leiter der Devisenstrategie bei TD Securities. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,38 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,5497 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent höher bei 0,8866 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,6 Prozent auf 1,2187 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0806 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 1,2 Prozent auf 1,3361 Dollar.

06:10 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht