Montag, 06. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax grenzt Verlust noch ein und hält die 13.000

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(Foto: imago/Sven Simon)

Ein ereignisreicher Tag liegt hinter den europäischen Börsen. Der sich weiter verschärfende Konflikt zwischen den USA und dem Iran war heute das bestimmende Thema. In Frankfurt rutschte der Dax am Vormittag um mehr als 2 Prozent ab und erreichte ein Tagestief von 12.948 Punkten. Doch am Nachmittag baute der Frankfurter Leitindex seine Verluste wieder ab und schloss dann am Abend nur noch 0,7 Prozent tiefer bei 13.127 Punkten. Der MDax, der sich zwischenzeitlich unterhalb der 28.000er-Marke bewegte, verlor schlussendlich 0,9 Prozent auf 28.193 Zähler. Der TecDax sackte um 1,1 Prozent auf 3001 Stellen ab. Der EuroStoxx50 bewegte sich um 0,6 Prozent auf 3753 Punkte nach unten.

Es waren defensive Titel, die dem Dax zum Handelsende hin Entlastung brachten. So notierten Merck 1,1 Prozent höher nach positiven Aussagen zu den Wachstumsaussichten am globalen Halbleitermarkt am Wochenende. Gering zulegen konnten Beiersdorf, Henkel und MTU. Am Dax-Ende notierten Covestro mit minus 4,8 Prozent.

17:11 Uhr

Juwelier Pandora erreicht Ziele - Aktienkurs schnellt hoch

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(Foto: imago/Dean Pictures)

Der angeschlagene dänische Juwelier Pandora schafft nach eigenen Angaben seine selbstgesteckten Ziele und erfreut damit seine Aktionäre. Die Papiere schnellten heute um fast 13 Prozent in die Höhe. Analysten verwiesen vor allem auf ein besseres Abschneiden des Unternehmens im vierten Quartal.

Erst im November hatte das Unternehmen die Investoren auf einen stärkeren Rückgang der Erlöse vorbereitet und damit Sorgen geschürt, dass auch die Gewinnprognose gesenkt wird. Der Juwelier hat unter anderem mit den Unruhen in Hongkong zu kämpfen.

16:56 Uhr

Lage bei US-Dienstleistern hellt sich weiter auf

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im Dezember lebhafter als im Vormonat gezeigt und dabei die Prognosen übertroffen. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 52,8 von 51,6 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 52,2 vorhergesagt, der auch dem vorläufigen Wert für Dezember von 52,2 entsprach.

Auch insgesamt hat sich das Wachstum in der US-Wirtschaft im Dezember beschleunigt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 52,7 von 52,0 Punkten im Vormonat.

16:38 Uhr

Minus an der Wall Street - Rüstungsaktien gehen gut

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(Foto: dpa)

Die Furcht vor einem Krieg am Persischen Golf hat zum Wochenauftakt US-Anleger verschreckt. Die Kurse an der Wall Street gaben den zweiten Tag in Folge nach. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent im Minus bei 28.510 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,6 Prozent auf 3214 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte 0,8 Prozent ab auf 8948 Stellen.

Aufwärts ging es für Aktien von Rüstungsunternehmen: Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon gewannen bis zu zwei Prozent. Um 1,3 Prozent abwärts ging es dagegen für Boeing. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge erwägt das Unternehmen nach dem Flugverbot für den Unglücksflieger 737 Max, neue Schulden aufzunehmen.

16:28 Uhr

Louis-Dreyfus-Eignerin verpfändet ihre Mehrheit für Kredit

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Margarita Louis-Dreyfus

(Foto: imago/PanoramiC)

Die Credit Suisse hat der Unternehmerin Margarita Louis-Dreyfus den Ausbau ihrer Beteiligung am Rohstoffhändler Louis Dreyfus Company (LDC) finanziert. Die Schweizer Großbank gewährte ihr im Januar 2019 einen Kredit von 1,03 Milliarden US-Dollar, wie einer Meldung ihres Familien-Trusts zu entnehmen war.

Mit dem Geld kaufte sie anderen Familienmitgliedern für 824,7 Millionen Dollar ein 16,6-Prozent-Paket ab und stockte ihre eigene Beteiligung auf rund 96 Prozent auf. Als Sicherheit verpfändete Louis-Dreyfus ihre Mehrheitsbeteiligung an der 169 Jahre alten Gesellschaft.

16:06 Uhr

SUV-Boom schiebt deutschen Automarkt an

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Eine höhere Nachfrage nach klimaschonenden Antrieben und der Boom bei Stadtgeländewagen (SUV) hat der Autobranche in Deutschland ein Rekordjahr beschert. Die Zahl der neu zugelassenen Pkw kletterte im abgelaufenen Jahr um fünf Prozent auf 3,6 Millionen Fahrzeuge, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt mit.

Allein im Dezember sprang der Absatz gar um rund 20 Prozent auf 283.400 Pkw zu. Branchenexperten vermuten dahinter Rabattaktionen, mit denen die Hersteller ihre Jahresbilanz aufpoliert haben, bevor mit den schärferen CO2-Grenzwerten vom neuen Jahr an eine Durststrecke droht. Die deutlichsten Zuwächse verbuchten SUV mit 21 Prozent und Geländewagen mit plus 20,3 Prozent.

15:42 Uhr

ntv Zertifikate: Kann der Börsenboom 2020 einfach so weitergehen?

Was hält das neue Börsenjahr bereit? Nachdem der Dax 2019 um 25 Prozent gestiegen ist, fragen sich Anleger nun, wie weit nach oben es überhaupt noch gehen kann. Friedhelm Tilgen spricht mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank darüber, wann dabei Discount- und Bonuszertifikate Sinn machen und welche Unterschiede es zwischen beiden Varianten gibt.

15:23 Uhr

Britischer Autoabsatz fällt und fällt

Auch 2019 war hinsichtlich des Autoabsatzes in Großbritannien kein gutes Jahr - er schrumpfte bereits das dritte Jahr in Folge. Die Angst vor dem geplanten Ausstieg des Landes aus der EU ließ die Nachfrage nun auf ein Sechsjahrestief fallen. Die Zulassungen gingen im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 2.311.140 Einheiten zurück.

Laut Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) belasteten das schwachen Geschäfts- und Verbrauchervertrauen, der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Instabilität des Landes sowie der Verwirrung über die Luftreinhaltungszonen. Zudem gebe es die Sorge um Handelsschranken nach dem Brexit-Abkommen.

14:38 Uhr

Dax verringert Verlust

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos: Der deutsche Aktienmarkt hat am Nachmittag seine Verluste etwas abbauen können. Der Dax notierte 1,4 Prozent tiefer bei 13.036 Punkten. Der MDax schwang sich wieder über die 28.000er-Marke und verlor "nur" noch 1,5 Prozent auf 28.016 Zähler. Der TecDax sackte um 1,9 Prozent auf 2979 Stellen ab. Der EuroStoxx50 gab um 1,1 Prozent auf 3734 Punkte nach.

14:29 Uhr

Goldpreis auf Kurs 1600 US-Dollar

Angesichts der Spannungen im Nahen Osten ist der Goldpreis auf den höchsten Stand seit fast sieben Jahren gestiegen. Der Wert einer Unze Gold stieg an der Londoner Börse zwischenzeitlich auf 1588,13 US-Dollar, den höchsten Stand seit April 2013.

Anleger sehen in dem Edelmetall in Zeiten niedriger Zinsen und wirtschaftlichen wie politischen Unwägbarkeiten eine sichere Bank für ihr Geld. Bereits am Freitag war der Goldpreis um 1,5 Prozent gestiegen.

Goldpreis
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14:10 Uhr

Investoren optimistischer - Sentix-Index geht hoch

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(Foto: picture alliance / Stefan Puchne)

Der Optimismus der Investoren für die Konjunkturentwicklung in Deutschland und im Euroraum hat zu Jahresbeginn zum dritten Mal in Folge zugenommen. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene deutsche Konjunkturindex für Januar stieg auf plus 6,9 (Dezember: minus 1,4) Punkte. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf plus 6,0 (minus 3,3) Prozent und der Index der Geschäftserwartungen auf plus 7,8 (plus 0,5) Punkte.

Nach Aussage von Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner wird Deutschland gegenwärtig "im Gegensatz zu der konjunkturellen Phase 2015 bis 2018" ohne eigenes Zutun von den anderen Regionen mitgezogen. "Nach wie vor mangelt es der deutschen Politik an Problembewusstsein, der eigenen Wirtschaft positive Impulse zu vermitteln", bemängelt Hübner. Der Konjunkturindex des Euroraums legt auf plus 7,6 (plus 0,7) Punkte zu, den höchsten Wert seit Februar 2018.

13:56 Uhr

Manipulierte Fragebögen bei Mitarbeiter-Befragung der Post

Das Logo der Deutschen Post ist an dem gelben Tower der Post AG zu sehen. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild)

Bei einer Mitarbeiter-Befragung der Deutschen Post sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. Bei der Befragung im vergangenen Jahr seien erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten, wie ein Konzernsprecher bestätigte.

Einem Bericht des Portals "Business Insider" zufolge sollen mehrere leitende Angestellte in Bremen und Nordhessen die Bögen länger krankgeschriebener Mitarbeiter ausgefüllt und damit die Ergebnisse verfälscht haben. Diese Details zu den Geschehnissen wollte der Postsprecher allerdings nicht bestätigen. "Fakt ist: Es sind Führungskräfte involviert gewesen", sagte er. Diese hätten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen - auch die Entbindung von Aufgaben sei möglich.

13:41 Uhr

US-Dollar profitiert gegenüber Euro vom Nahostkonflikt

Einen Nutznießer hat der Nahostkonflikt: der US-Dollar. Devisenanalystin Antje Praefcke sieht in der Zuspitzung des Nahostkonflikts zwischen den USA und dem Iran eine steigende Risikoaversion. US-Präsident Donald Trump dürfte auch 2020 gehörig für Unruhe an den Märkten sorgen. Damit träten Anleger immer mal wieder die Flucht in sichere Häfen an, womit immer wieder auch der Dollar zum Euro zulegen könne.

In der vergangenen Woche sei der Euro allerdings bis auf 1,1240 US-Dollar geklettert. Zum einen dürften spekulative Anleger, die schon seit Herbst 2018 Euro-Leerverkaufspositionen gehalten hätten, sich zum Jahresende teilweise eingedeckt haben. Aktuell geht der Euro bei 1,1196 Dollar um.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

13:19 Uhr

Boeing erwägt höhere Verschuldung wegen 737-Max-Krise

Boeing
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Der US-Flugzeugbauer Boeing erwägt laut Insidern, mehr Schulden aufzunehmen, um die Finanzsituation zu verbessern, die durch das weltweite Flugverbot der 737-Max-Maschinen gelitten hat. Zwar ist der Flugzeughersteller liquide genug. Laut Finanzbericht standen Boeing Ende September etwa 20 Milliarden US-Dollar an Liquidität zur Verfügung. Aber die Kosten im Zusammenhang mit dem weltweiten Flugverbot der 737 Max nach zwei Flugzeugabstürzen mit Todesfolge steigen.

Unter anderem wird Boeing mit Schadenersatzforderungen von Fluggesellschaften und von den Familien der 346 Passagiere konfrontiert, die bei den beiden Flugzeugabstürzen innerhalb der vergangenen 15 Monate ums Leben kamen. Analysten rechnen damit, dass Boeing bis zu 5 Milliarden Dollar zusätzlich an Schulden aufnehmen könnte. Insgesamt könnten sich die Aufwendungen für die 737-Max-Flugzeuge im ersten Halbjahr auf mehr als 15 Milliarden Dollar belaufen.

13:04 Uhr

Wall Street leidet unter Iran-Turbulenzen

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(Foto: REUTERS)

Nach den deutlichen Verlusten am Freitag aufgrund der Eskalation des amerikanisch-iranischen Konflikts dürfte die Wall Street auch heute mit Abschlägen starten. Der Future auf den S&P-500 gab vorbörslich 0,6 Prozent nach.

Die Situation in Nahen Osten dürfte sich "kurzfristig nicht erheblich verbessern", so Robert Horrocks, Chef-Investment-Analyst bei Matthews Asia mit Sitz in San Francisco. Der Analyst zeigt sich besorgt, dass ein andauernder Anstieg der Ölpreise wegen des Konflikts die US-Verbraucher veranlassen könnte, ihre Ausgaben zu senken.

  • "Dies könnte ausreichen, um die USA in eine leichte Rezession zu drücken", so Horrocks.
12:42 Uhr

Interventionen halten türkische Lira stabil

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Lira zeigt sich während der politischen Wirren in der Nahostregion stabil. Händler machten allerdings Interventionen staatlicher Banken dafür verantwortlich. Ein US-Dollar wurde mit 5,9735 Lira gehandelt.

Im vergangenen Jahr hat die türkische Währung nach der Militärintervention in Syrien und angesichts von US-Sanktionsdrohungen 11 Prozent an Wert verloren. Seit März verweisen Händler immer wieder auf Interventionen staatlicher Geldhäuser, die so den Kurs der Währung stabilisieren. Öffentlich geäußert haben sich die Geldinstitute dazu aber nicht.

12:21 Uhr

Indiens Börse mit größtem Tagesverlust seit 4 Monaten

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(Foto: dpa)

Die aktuelle Ölpreisrally hat auch setzt der indischen Aktienbörse kräftig zugesetzt. Die dortigen Leitindizes Nifty 50 und BSE verbuchen mit einem Minus von jeweils etwa zwei Prozent den größten Tagesverlust seit vier Monaten.

Indien ist stark von Energie-Importen abhängig. Ein steigender Ölpreis vergrößert das Haushalts- und das Leistungsbilanzdefizit.

12:05 Uhr

Leichte Entspannung bei Öl - Dax wieder bei 13.000

Der Rückzug der Ölpreise von ihren Tageshochs hat am Mittag auch an den Aktienmärkten für etwas Entspannung gesorgt. Der Fall zurück unter die 70-Dollar-Marke bremse die Kursverluste, hieß es. Nach einem Tageshoch von 70,74 US-Dollar am Morgen wurde Brent-Öl mit 69,37 Dollar gehandelt. Auch andere Risikobarometer zeigten sich leicht entspannt.

Der Dax reduzierte sein Minus auf 1,7 Prozent und lag bei genau 13.000 Punkten. Der MDax gab um 1,7 Prozent auf 27.961 Zähler nach. Der TecDax sank um 2,0 Prozent auf 2976 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,3 Prozent auf 3725 Punkte runter.  

11:33 Uhr

Europäischer Ölindustrie-Index auf höchstem Stand seit Juli

In der Hoffnung auf sprudelnde Gewinne durch den steigenden Ölpreis legen sich Anleger Ölfirmen ins Depot. Dies treibt den europäischen Branchenindex auf ein Fünfeinhalb-Monats-Hoch von 328,84 Punkten.

11:07 Uhr

IfW sieht durch Golfeskalation Gefahr für deutsche Konjunktur

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran bereiten dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) Sorge. Ihm zufolge könnten diese zur Gefahr für die deutsche Konjunktur auswachsen.

  • "Die Möglichkeit, dass der Konflikt eskalieren könnte, belastet die Weltwirtschaft und gefährdet dadurch auch die Konjunktur in Deutschland", sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr Reuters.
  • "Ein verheerender Terroranschlag in einer westlichen Großstadt hätte massive wirtschaftliche Auswirkungen weltweit."
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(Foto: dpa)

Laut Felbermayr sind "die Börsen sind zu Recht verunsichert". Die direkte Betroffenheit Deutschlands im Iran ist dem IfW zufolge gering. Ein neuer Golfkrieg würde aber die ganze Region destabilisieren.

10:45 Uhr

Dax vergrößert Verlust - minus 2 Prozent

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An den europäischen Börsen hat im Verlauf des Vormittags steigender Abgabedruck geherrscht. Auch in Frankfurt purzelten die Kurse. Der Dax verlor 2,0 Prozent auf 12.950 Punkte. MDax und TecDax gaben um 2,1 beziehungsweise 2,7 Prozent nach. Der EuroStoxx50 sackte um 1,6 Prozent auf 3713 Stellen ab.

Wie befürchtet zögen die Spannungen zwischen den USA und Iran weiter Kreise und sorgten für Abgabebereitschaft, hieß es im Handel. Als Risiko für die Börsen wird auch der schnelle Anstieg des Ölpreises vor dem Hintergrund der Spannungen im Nahen Osten gesehen. Dies könnte das zarte Pflänzchen einer Konjunkturerholung zertreten und damit Hoffnungen einer wirtschaftlichen Trendwende 2020 Makulatur werden lassen.

Größte Verlierer bei den Branchen sind neben dem ölpreissensiblen Reise- und Freizeitsektor die konjunkturempfindlichen Bereiche Banken, Auto und Chemie. Covestro verloren im Dax 6,2 Prozent, Infineon 4,2 Prozent. Daimler verbilligen sich um 2,2 und Continental um 2,6 Prozent. Verkauft wurden auch Aktien von Fluggesellschaften. Sie werden vom steigenden Ölpreis sowie der Sorge vor einer geringeren Reiselust zweifach in die Mangel genommen. Lufthansa verloren 2,7, Air France 4,3 Prozent oder IAG 2,9 Prozent.

10:34 Uhr

Rabatte beleben wohl deutschen Pkw-Absatz

Hier wieder eine gute Nachricht: Der Pkw-Absatz in Deutschland ist nämlich einem Brancheninsider zufolge auch im Dezember stark gestiegen. Im letzten Monat des abgelaufenen Jahres seien mehr als 283.300 Fahrzeuge neu registriert worden, fast 20 Prozent mehr als vor Jahresfrist, hieß es.

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Branchenexperten vermuten, dass viele Hersteller zum Jahresende noch zahlreiche Fahrzeuge mit Rabatten in den Markt gedrückt haben, um ihre Absatzzahlen aufzupolieren. Im Gesamtjahr 2019 seien die Neuzulassungen um fünf Prozent auf 3,6 Millionen Fahrzeuge geklettert, sagte der Insider.

10:15 Uhr

FAA erwägt Simulatorentraining für 737-Max-Piloten

Die Maschinen des Typs Boeing 737 Max befinden sich immer noch auf dem Boden. Die US-Luftfahrtbehörde FAA will möglicherweise nun doch Piloten zum Flugsimulatoren-Training verpflichten, bevor sie die derzeit mit Flugverbot belegten Maschinen wieder fliegen dürfen. In den vergangenen Wochen habe dieser Vorschlag bei Sicherheitsexperten der FAA und der Branche an Dynamik gewonnen, sagten mehrere Insider aus Regierungs- und Industriekreisen.

Dies wäre ein Richtungswechsel, denn noch vor einigen Monaten hatte die FAA zusätzliches Flugsimulatoren-Training bei der Boeing 737 Max als unnötig abgelehnt und auf die damit verbundenen zusätzlichen Kosten und Verzögerungen für die Fluggesellschaften verwiesen. Boeing selbst hält zusätzliches Simulatorentraining für unnötig.

09:50 Uhr

Dax rauscht unter 13.000

Im Zuge der sich zuspitzenden Krise im Nahen Osten hat der deutsche Aktienmarkt seine Verluste weiter ausgebaut. Der Dax sank um 1,8 Prozent auf 12.981 Punkte. Alle Werte im Leitindex verbilligten sich am Vormittag. Ganz hinten rangierten Covestro mit minus 5,0 Prozent. Kräftig abwärts ging es auch mit MDax und TecDax. Der EuroStoxx50 verlor 1,3 Prozent auf 3722 Stellen.

Zu der politischen Belastung durch den US-iranischen Konflikt kommen auch wirtschaftliche Sorgen von schwächeren Konjunkturbarometern. So ist der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Servicebereich in China im Dezember deutlicher zurückgekommen als erwartet und schloss sich damit dem offiziellen Index von vergangener Woche an. Zuvor war am Freitag auch der ISM-Index der US-Industrie überraschend deutlich zurückgefallen auf 47,2. Das war der tiefste Stand seit über 10 Jahren.

09:41 Uhr

Deutsche Einzelhändler 2019 sehr erfolgreich

Passanten gehen mit Einkaufstüten über den Weihnachtsmarkt. Foto: Tom Weller/dpa

(Foto: Tom Weller/dpa)

Die deutschen Einzelhändler haben sich im vergangenen Jahr von der Flaute in vielen anderen Branchen abkoppeln können. Ihr Umsatz wuchs preisbereinigt (real) um "gut 2,9 Prozent" und damit bereits das zehnte Jahr in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das wäre zugleich der kräftigste Anstieg seit 2015. Zum Vergleich: 2018 hatte es nur zu einem Plus von 1,8 Prozent gereicht.

Die Einzelhändler profitieren von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen. Zudem ist Sparen wegen der extrem niedrigen Zinsen unattraktiv.

09:14 Uhr

Defekt am Schiebedach: Daimler ruft Autos in den USA zurück

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(Foto: picture alliance/dpa)

Daimler ruft in den USA Hunderttausende Autos wegen möglicherweise defekter Schiebedächer in die Werkstätten. Von dem Rückruf seien bis zu 744.852 Fahrzeuge betroffen, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA in Washington mit. Demnach geht es um bestimmte Wagen der C- und E-Klasse sowie der Modelle CLK und CLS der Baujahre 2001 bis 2011.

Die Glasplatte könne sich unter Umständen vom Schieberahmen lösen und so zu einer Gefahr für den Verkehr werden, hieß es. Mercedes-Händler würden das Schiebedach betroffener Autos untersuchen und gegebenenfalls kostenlos ersetzen, der Rückruf soll Mitte Februar beginnen.

09:08 Uhr

Dax geht auf Tauchstation

Die amerikanisch-iranischen Spannungen ziehen auch den deutschen Aktienmarkt in Mitleidenschaft. Der Dax verzeichnete zum Handelsstart einen kräftigen Verlust von 1,0 Prozent auf 13.077 Punkte. Der MDax verlor ebenfalls 1,0 Prozent auf 28.177 Zähler. Der TecDax sackte um 1,1 Prozent auf 3001 Stellen ab. Im Dax war nur die Aktie von Vonovia im positiven Bereich.

Dax
Dax 13.286,57

08:52 Uhr

Grottiger Nikkei-Einstieg ins neue Jahr

Nikkei
Nikkei 26.537,31

Die Furcht vor einer militärischen Eskalation der Spannungen am Persischen Golf hat den asiatischen Börsen kräftig zugesetzt. In Tokio brach der Nikkei am ersten dortigen Handelstag dieses Jahres um 1,9 Prozent auf 23.205 Punkte ein. Das ist einer der schwärzesten Jahresauftakte seiner Geschichte. Ein Teil dieser Verkäufe seien aber Gewinnmitnahmen, da die japanische Börse zuvor zu stark gestiegen sei, sagte Nobuhiko Kuramochi, Chef-Anlagestratege der Investmentbank Mizhuo.

Der Hongkonger HSI verlor 1,1 Prozent. Die Börse Shanghai stabilisierte sich dagegen nach den jüngsten Kursverlusten bei 3083 Zählern.

08:46 Uhr

Euro folgt dem Währungstrend und stabilisiert sich

Der Euro hat sich nach den Kursturbulenzen zu Beginn des Jahres vorerst stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1160 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1147 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Die jüngste Zuspitzung der Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Devisenmarkt. Der Schweizer Franken kann im Handel zusammen mit allen wichtigen Währungen zulegen. Auch der japanische Yen zählte zu den Gewinnern. Beide Währungen werden von Investoren als sichere Anlagehäfen geschätzt.

"Die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran lässt die Risikoaversion an den Finanzmärkten schon wieder ansteigen", kommentierte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Ihrer Einschätzung nach dürfte sich US-Präsident Donald Trump im Wahljahr gegenüber seiner Wählerschaft gut verkaufen wollen. "Leider spricht das für weiterhin unruhige Zeiten und erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten, die immer mal wieder die Flucht in sichere Häfen schüren können."

08:22 Uhr

Dax duckt sich - Goldpreis auf höchstem Stand seit 2013

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge weiter nachgeben. Am Freitag hatte er wegen der wachsenden Spannungen in der Golf-Region 1,3 Prozent auf 13.219,14 Punkte verloren.

Dax
Dax 13.286,57

Das Thema Iran-Krise treibt Investoren weiter um, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Warnungen an Iran bekräftigt und dem Irak mit Sanktionen gedroht hatte, sollte dieser die im Land stationierten US-Truppen zum Abzug zwingen. Auslöser der aktuellen Spannungen war der Tod eines iranischen Generals durch einen Luftangriff im Irak vergangene Woche.

Vor diesem Hintergrund verteuerte sich die "Antikrisen-Währung" Gold um 1,8 Prozent und notierte mit 1579,72 Dollar je Feinunze auf dem höchsten Stand seit fast sieben Jahren.

Die politischen Spannungen drängen die anstehenden deutschen Einzelhandelsumsätze sowie die europäischen Erzeugerpreise in den Hintergrund.

08:04 Uhr

Iran-Krise treibt Ölpreise weiter nach oben

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 44,97

Die Ölpreise sind wegen der Eskalation der Lage im Nahen Osten weiter auf einem Höhenflug. Bereits am frühen Morgen erreichte der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zeitweise einen Wert von 64,72 US-Dollar je Barrel (159 Liter) - und damit den höchsten Stand seit vergangenem April.

Seit Beginn des Jahres sind die Preise für WTI und das Nordsee-Rohöl Brent bereits um jeweils etwa sechs Prozent gestiegen. Zuletzt wurde US-Öl bei 64,36 Dollar gehandelt. Das waren aber immer noch 1,31 Dollar mehr als am Freitag.

Kräftig nach oben ging es auch mit dem Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee, der für deutsche Verbraucher wichtig ist. Hier stieg die Notierung für ein Fass um 1,63 Dollar auf 70,23 Dollar. Allerdings verharrte der Brent-Preis unter dem Stand, der im September bei 71,95 Dollar erreicht worden war.

Seit der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Raketenangriff sind die Ölpreise im Aufwind. Die Krise in der Region verstärkt die Sorge der Anleger am Ölmarkt vor Lieferengpässen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 47,77