Donnerstag, 06. Dezember 2018Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Wolfram Neidhard
17:41 Uhr

Kursmassaker in Frankfurt: Dax verliert fast 400 Punkte

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Es war der Tag des Bären in Frankfurt.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Es war ein turbulenter Tag an den europäischen Märkten. Dicke Minuszeichen beherrschten den Handel am Nikolaustag. Der Dax befand sich infolge des Kursmassakers zwischenzeitlich im freien Fall. Schlussendlich verlor der Frankfurter Leitindex 3,5 Prozent oder 389 Punkte auf 10.811 Zähler.

Ein Belastungsfaktor ist unverändert der Handelsstreit zwischen den USA und China. Neu ist hier die Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzvorständin von Huawei und Tochter des Firmengründers des seit kurzem zweitgrößten Smartphone-Herstellers der Welt. Aber auch die Unsicherheit über den anstehenden Brexit, der italienische Haushalt und die massiven Proteste und Ausschreitungen in Frankreich halten die Anleger momentan davon zurück, ihr Geld an den Börsen in Europa zu investieren.

Außer Vonovia gaben alle Dax-Werte nach. Wirecard verloren 4,0 Prozent, Infineon gaben 2,9 Prozent ab. Die Aktie von Daimler fiel um 6,2 Prozent. Mit 7,70 Euro (minus 4,4 Prozent) notierte die Aktie der Deutschen Bank auf einem neuen Rekordtief.

17:14 Uhr

Euro notiert bei über 1,14 US-Dollar

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Eurokurs ist es am Nachmittag nach oben gegangen. Nachdem er sich bis zum Mittag kaum verändert bei 1,1340 US-Dollar gehalten hatte, legte er danach deutlich zu und erreichte zuletzt ein Tageshoch bei 1,1413 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1351 (Mittwoch: 1,1354) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8810 (0,8807) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einer Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen habe. Am Nachmittag waren die Renditen für amerikanische Staatsanleihen deutlich gefallen. Am Markt wird zwar weiter fest damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins auf ihrer Dezember-Sitzung um weitere 0,25 Prozentpunkte anheben wird. Für das kommende Jahr gehen aber immer mehr Anleger davon aus, dass der US-Leitzins nicht weiter steigen könnte. Die fallenden Renditen für Staatspapiere haben den Dollar belastet.

Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählten hingegen der japanische Yen und der Schweizer Franken. Beide Währungen gelten traditionell als sichere Anlagehäfen, die im Tagesverlauf wegen starker Kursverluste an wichtigen Aktienmärkten gefragt waren.

16:42 Uhr

Harter Brexit? RBS transferiert vorsorglich Vermögenswerte

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REUTERS

Es gibt nicht nur Trump, Huawei und Italien - auch der Ausstieg Großbritanniens aus der EU belastet die internationalen Märkte. Im Vereinigten Königreich bereitet man sich auf einen möglicherweise harten Brexit vor. So bereitet die Royal Bank of Scotland (RBS) den Transfer von 13 Milliarden Pfund Sterling an Vermögenswerten und Verpflichtungen an die eigene Tochter in den Niederlanden vor. Die Transaktion soll Anfang März 2019 geschehen, teilte das Geldinstitut mit.

Rund 30 Prozent der Kunden der Investmentbankingsparte NatWest sollen der niederländischen Tochter übergeben werden. Bestehende Transaktionen sollen ab dem 4. März übertragen werden, falls der plötzliche Verlust des Marktzugangs zur Europäischen Union drohe. RBS will bei dem Transfer flexibel bleiben, so dass die Bank auf politische Entwicklungen rund um das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU Ende März reagieren kann. Die RBS hat allerdings ein stark Inland-bezogenes Geschäft und wäre weit weniger von einem Brexit betroffen als Wettbewerber.

Vergangene Woche hatte der Branchenverband Frankfurt Main Finance die Prognose ausgegeben, dass London bis zu 800 Milliarden Pfund an Vermögenswerten bis März verlieren könnte. 30 Banken und Finanzunternehmen hätten ihren neuen EU-Hauptsitz in der Mainmetropole gewählt.

16:20 Uhr

Schwarzer Nikolaustag: Dax bekommt die Rute

Dax
Dax 10.865,77

Nach der negativen Handelseröffnung der US-Börsen ist es mit den deutschen Indizes weiter bergab gegangen. Der Dax brach am Nachmittag um 3,1 Prozent auf 10.838 Punkte ein. Anschließend erholten sich die Kurse nur unwesentlich. Außer Vonovia wiesen alle Dax-Werte Verluste auf.

Die Gefahr einer Verschärfung desd amerikanisch-chinesischen Handelskrieges ist das bestimmende Thema auf dem Frankfurter Parkett. Grund ist die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei in Kanada auf Betreiben der USA.

  • "Mit dem Sturz unter 11.000 Punkte hat sich wirklich auch die letzte Hoffnung für eine Jahresendrally erledigt. Man muss es als Fazit wohl ziehen - das Jahr 2018 ist ein desaströses für Aktienanleger und das vierte Quartal eine Bankrotterklärung für den Dax", sagte Daniel Saurenz von Feingold Research n-tv.de.
  • "Die Weltwirtschaft ist von einer Rezession noch weit entfernt, doch die Anleger preisen schon einmal eine hohe Wahrscheinlichkeit ein. Dazu läuft der Dax den Amerikanern in Sachen negative Stimmung vorweg. Trumps Querschüsse, der Handelskrieg, die Probleme des Autosektors plus eine wirtschaftliche Abschwächung sind einfach zu viel für die Investoren. Sie verabschieden sich."

Laut Saurenz hat der Nikolaus hat für den Dax nur die Rute parat. Geschenke gebe es 2018 keine.

Der MDax verlor 2,9 Prozent auf 22.504 Zähler. Der TecDax sackte um 2,6 Prozent auf 2507 Stellen ab.

15:58 Uhr

"Alles etwas außer Kontrolle": Dickes Minus an Wall Street

Dow Jones
Dow Jones 24.090,00

Erneut abwärts geht es an der Wall Street. Die zunehmenden Sorgen um eine weitere Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China drücken weiter auf die Kurse.

Der Dow-Jones-Index verlor 1,7 Prozent auf 24.605 Punkte. Der S&P-500 gab um 1,6 Prozent nach und für den Nasdaq-Composite ging es um 1,9 Prozent nach unten. Am Mittwoch fand wegen des Gedenkens an den verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush kein Handel statt.

  • Damit droht eine Fortsetzung der massiven Kursverluste vom Dienstag, als Dow & Co mehr als 3 Prozent eingebüßt hatten, zusätzlich stark belastet von Konjunktursorgen. Hintergrund dieser Sorgen war eine zunehmend inverse Zinsstruktur in den USA, bei der die Zinsen am kurzen Ende höher sind als die am langen Ende.
  •  "Im Moment ist alles etwas außer Kontrolle", sagt Analyst Michael Antonelli von R.W. Baird & Co. Dass Peking bekräftigt hat, die mit den USA vereinbarten Handelserleichterungen "sofort" umzusetzen, entfaltet keine stützende Wirkung.

Für Verunsicherung sorgen auch die weiter stark schwankenden Ölpreise vor dem Hintergrund des gerade stattfindenden Opec-Treffens in Wien. Brent-Öl verbilligt sich um 2,3 Prozent auf 60,17 Dollar, im Verlauf betrug das Minus auch schon 5 Prozent.

Vom Treffen der Opec-Staaten heißt es, dass man sich prinzipiell auf eine Förderkürzung geeinigt hat. Das Ausmaß der Maßnahme dürfte allerdings erst am Freitag festgelegt werden. Der WTI-Preis fällt um 2,6 Prozent auf 51,51 Dollar je Barrel.

Der ADP-Arbeitsmarktbericht blieb mit einer Zunahme von 179.000 Stellen im privaten Sektor im November leicht unter der Prognose eines Plus von 190.000. "Das Jobwachstum ist stark, hat aber wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht", sagt Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics.

15:37 Uhr

Deutsche Bank hat wohl im Danske-Skandal mehr abgewickelt

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,85

Die Deutsche Bank hat einem Zeitungsbericht zufolge im Geldwäscheskandal der Danske Bank eine größere Rolle gespielt als bislang bekannt. Das Geldhaus habe weitere 31 Milliarden Euro an Zahlungen abgewickelt, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf ein internes Dokument. Damit seien vier Fünftel der verdächtigen Gelder über die Deutsche Bank geflossen.

Bislang war bekannt, dass die Deutsche Bank als sogenannte Korrespondenzbank 150 Milliarden Dollar an verdächtigen Geldern abgewickelt hat. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Er bekräftigte die Ansicht der Bank, dass für die Überprüfung der Kunden die Danske Bank und nicht die Deutsche Bank zuständig gewesen sei.

Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke sagte dem Sender CNBC in einem Interview, nach der Razzia in der vergangenen Woche wegen der "Panama Papers" hätten Kunden kaum Gelder abgezogen. Der Aktienkurs, der am Donnerstag erneut auf ein Rekordtief fiel, bereite ihm aber schon etwas Sorge.

Am Nachmittag sackte der Börsenkurs der Deutschen Bank um 3,3 Prozent auf 7,79 Euro ab.

15:22 Uhr

Dax taucht noch tiefer ab

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Es geht in Frankfurt weiter abwärts – nun ist auch noch die 10900-Punkte-Marke futsch. Kurz vor Öffnung der US-Börsen rutschte der Dax weiter ab. Er notierte 3,0 Prozent tiefer bei 10.864 Punkten.

Unterstützung aus den USA ist nicht zu erwarten, weil die dortigen Vorzeichen auch rot sind.

15:08 Uhr

Lkw-Fahrer fehlen - Wirtschaft warnt vor "Versorgungskollaps"

Eigentlich ist diese Meldung keine klassische Börsennachricht. Dennoch können börsennotierte Unternehmen von folgenden Fakten betroffen sein.

Die deutsche Wirtschaft warnt nämlich wegen fehlender Lkw-Fahrer vor einem "Versorgungskollaps". Jedes Jahr scheiden in Deutschland etwa 67.000 Berufskraftfahrer aus dem Berufsleben aus - es können jedoch nur knapp 27.000 neue Fahrer hinzugewonnen werden, wie eine Allianz zahlreicher Wirtschaftsverbände mitteilte. "Damit fehlen jährlich etwa 40.000 Fahrer, was inzwischen zu akuten Engpässen in der gesamten Logistikbranche führt."

Dies habe gravierende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft und die Gesellschaft, warnte das Bündnis, das nach eigenen Angaben rund 60 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung repräsentiert.

Die Allianz forderte in einem Fünf-Punkte-Plan gemeinsame Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegen den befürchteten Kollaps. Dazu gehören mehr Wertschätzung für Lkw-Fahrer und eine bessere Ausbildung, eine bessere Infrastruktur und eine "umfassende Digitalisierungsstrategie" sowie eine höhere Attraktivität des Fahrerberufs.

14:53 Uhr

Etatstreit: Italiens Regierung zickt weiter rum

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Als seien heute der Hiobsbotschaften nicht genug, da kommen noch schlechte Nachrichten aus Rom. Die Fronten im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission bleiben verhärtet. Die Regierungsparteien in Rom wollen laut Insidern von ihren aus Brüssel kritisierten Defizitzahlen kaum abweichen.

  • Demnach sind die rechte Lega und die populistische Fünf-Sterne-Bewegung nur zu minimalen Korrekturen der Nachkommastellen bei dem avisierten Fehlbetrag von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bereit.
  • Die Lega-Partei von Innenminister Matteo Salvini könnte sich den Insidern zufolge eine Absenkung auf 2,2 Prozent vorstellen. Darunter solle nichts akzeptiert werden, vor allem da sich die Konjunkturaussichten verdüsterten. "Und nur, wenn die Kommission sich bereiterklärt, alle Disziplinarverfahren gegen uns einzustellen", hieß es.
  • Für die Fünf-Sterne-Bewegung sei eine Absenkung auf 2,1 Prozent vorstellbar: "Aber nicht niedriger."
14:26 Uhr

Dax auf Zweijahrestief - 11.000 sind erstmal weg

Aus Frankfurt gibt's weiter kaum etwas Positives zu vermelden: Nach Lage der Dinge gibt es auch aus New York Gegenwind, denn aus der Wall Street werden rote Signale gesendet.

Der Dax hat sich nun mittlerweile unterhalb der 11.000-Punkte-Marke etabliert, er hält sich aber seit geraumer Zeit oberhalb 10.900 Punkten. Gute eine Stunde vor Handelsbeginn in New York notierte der Leitindex 2,4 Prozent tiefer bei 10.927 Zählern. Damit summiert sich der Dax-Verlust seit vergangenem Montag auf rund 5,5 Prozent und im laufenden Jahr auf rund 15 Prozent. Der MDax büßte 2,5 Prozent auf 22.587 Stellen ein, der TecDax 2,4 Prozent auf 2512 Punkte. Der EuroStoxx 50 sank um 2,2 Prozent.

Die Ängste vor einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China sind nach wie vor bestimmend. Nach der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada drängen die USA ihr nördliches Nachbarland zur sofortigen Auslieferung der Managerin.

13:54 Uhr

Hartes Ringen bei der Opec - Ölpreise bleiben unter Druck

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Khalid al-Falih erklärt den Stand der Verhandlungen bei der Wiener Opec-Tagung.

dpa

Für Verunsicherung sorgen die weiter stark schwankenden Ölpreise vor dem Hintergrund des gerade stattfindenden Opec-Treffens in Wien. Brent-Öl verbilligte sich am frühen Nachmittag um 2,4 Prozent auf 60,10 US-Dollar, kurz zuvor betrug das Minus auch schon 5 Prozent. Der Preis für WTI-Öl sank um 2,7 Prozent auf 51,69 Dollar.

Vom Treffen der Opec-Staaten heißt es seitens des einflussreichen saudischen Ölministers Khalid al-Falih, dass die großen Ölförderer sich noch auf Fördersenkungen einigen müssten. Im Vorfeld hatten sich Saudi-Arabien und Russland bereits grundsätzlich auf eine Kürzung der Ölförderung zur Stabilisierung der Preise geeinigt.

  • "Stand jetzt haben wir noch keine Vereinbarung", so Al-Falih am Rande des Wiener Treffens. Am Freitag trifft sich die Opec mit ihren Erdöl-Verbündeten außerhalb des Kartells, darunter Russland.
  • "Wir wollen die Ansichten der Opec-Mitglieder hören, aber vor allem müssen wir am Freitag die Nicht-Opec-Länder (dazu gehört Russland - d.R.) an Bord holen", sagte Al-Falih weiter. Eine Drosselung um 1 Million Barrel würde den Markt nach seiner Ansicht wieder ins Gleichgewicht bringen.

Die Opec steht unter Druck, da das Kartell aufgrund der stark gestiegenen US-Schieferölproduktion weiterhin Weltmarktanteile verliert. Die Rohölproduktion der USA übertraf in diesem Jahr die von Saudi-Arabien, was die globale Hierarchie in der Ölwirtschaft erschüttert hat und die Fähigkeit der Opec, das Ölpreisniveau zu bestimmen, erschwert.

13:27 Uhr

Rote Vorzeichen auch an der Wall Street

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 2.599,86

Die Verhaftung von Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada auf Betreiben der USA dürfte auch den US-Börsen den Stempel aufdrücken. Denn die Maßnahme bedeutet aus Sicht der Marktteilnehmer einen Dämpfer für die erhoffte Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China.

Der Future auf den S&P-500 gab nach der Handelspause am Mittwoch zum Gedenken an den verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush um 1,6 Prozent nach. Damit droht eine Fortsetzung der massiven Kursverluste vom Dienstag, als Dow & Co über 3 Prozent eingebüßt hatten, zusätzlich stark belastet von Konjunktursorgen.

Hintergrund dieser Sorgen war eine zunehmend inverse Zinsstruktur in den USA, bei der die Zinsen am kurzen Ende höher sind als die am langen Ende.

n-tv Börsenexperte Raimund Brichta hat sich über die US-Geldpolitik so seine Gedanken gemacht.   

Geld ist wie Zahnpasta

Versuchen Sie mal, ausgedrückte Zahnpasta zurück in die Tube zu bekommen. Sie werden vermutlich kläglich scheitern. Ähnliches versucht gerade der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell, und auch ihm wird es nicht gelingen.

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Raimund Brichta

(Foto: n-tv)

Powells Zahnpasta ist das Geld, das die Notenbank seit der Finanzkrise in die Märkte gepumpt hat, indem sie Anleihen kaufte. Seit etwa einem Jahr holt sie dieses Geld wieder zurück. Pro Monat sind es rund 50 Milliarden Dollar. Angesichts der Billionen, die zuvor hineingepumpt wurden, wirkt das zwar vergleichsweise bescheiden. Aber es läppert sich. Und das ist das Problem.

Dazu muss man wissen, dass die Geldmenge grundsätzlich steigen muss, um das System am Leben zu erhalten. Das gilt selbst für die Zeit nach einer Übertreibung, wenn die Geldmenge gerade exorbitant zugelegt hat. Auch dann muss sie weiter steigen. Schrumpft sie, führt das zu Chaos und Pleiten und zum Einbruch der Wirtschaft. Das war zum Beispiel in der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre so. Damals ist die Geldmenge nach einer Übertreibungsphase geschrumpft. Die Folgen waren fatal.

Für die Notenbanken in aller Welt heißt das: Sie werden das Geld, das sie in den letzten Jahren in die Märkte gepumpt haben, niemals wieder einsammeln können. Es sei denn, sie wollten den wirtschaftlichen Zusammenbruch herbeiführen.

Bis auf die japanische Notenbank scheint das aber noch niemand zu verstehen. Die Japaner haben mit dem Geldpumpen schon vor einem Vierteljahrhundert begonnen, und sie haben bis heute keinen Yen davon zurückgeholt. Im Gegenteil: Sie pumpen weiter. Einen Zusammenbruch hat es deshalb bis heute nicht gegeben.

Die Amerikaner probieren das Einsammeln trotzdem, und selbst die EZB will irgendwann damit beginnen. Aber auch diese Notenbanker werden früher oder später realisieren, dass es nicht funktioniert.

Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten bereits eine Art Warnhinweis an Powell sein. Ob er beim Zähneputzen mal darüber nachdenkt?

Fragt sich Ihr

Raimund Brichta

P.S. Probieren Sie das mit der Zahnpasta doch mal und berichten mir hier darüber.

13:07 Uhr

Vossloh erhält Großauftrag aus China

Vossloh
Vossloh 41,41

Ein guter Tag für Vossloh: Der Bahntechnikkonzern hat einen weiteren Großauftrag aus China an Land gezogen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird es Schienenbefestigungssysteme zum Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes liefern. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 20 Millionen Euro. Nach Konzernangaben ist dies nach den Aufträgen im April und im November die dritte gewonnene große Ausschreibung in China in diesem Jahr.

  • Die Befestigungssysteme aus dem neuen Auftrag sind für die Strecke bestimmt, die die Städte Weifang und Laixi in der Provinz Shandong im Nordosten Chinas verbinden soll.
  • Die Auslieferungen werden nahezu vollständig im kommenden Jahr erfolgen.
  • Sie stützen die Annahme des Konzerns, dass der für 2019 erwartete Umsatz in China auf dem Niveau von 2018 liegen wird. 2020 soll der Umsatz in dem Land dann deutlich steigen.
12:44 Uhr

Es ist nicht alles schlecht: Vonovia hält sich wacker

Vonovia SE
Vonovia SE 42,02

Unter den Dax-Einzelwerten standen die Aktien von Vonovia nach der Vorlage von Zahlen im Anlegerfokus. Sie entzogen sich dem deutlich negativen Markttrend weitgehend und lagen mit einem Mini-Minus von 0,1 Prozent an der Spitze im Leitindex. Kurzzeitig hatte es das Papier sogar in die Gewinnzone geschafft.

Für Deutschlands größten Immobilienkonzern laufen die Geschäfte dank steigender Mieten in den Metropolen und seiner jüngsten Zukäufe weiter gut.

Mehr dazu lesen Sie hier.

12:28 Uhr

Conti versucht sich an Kautschuk aus Löwenzahnwurzeln

Der Reifenhersteller Continental will einheimischen Naturkautschuk gewinnen und in ihren Autoreifen verarbeiten. Noch steckt die Technologie, Kautschuk aus Löwenzahnwurzeln zu extrahieren, in den Kinderschuhen. Versuche dazu gab es schon in den 1930er-Jahren unter anderem in der Sowjetunion sowie während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

  • Doch es haperte an geeigneten Pflanzen und einer vernünftigen Extraktionstechnik, wie Professor Dirk Prüfer von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sagt. Er ist Leiter eines Teams, das gemeinsam mit dem Reifenproduzenten nach Möglichkeiten suchte, den Kautschuk aus Löwenzahnwurzeln zu extrahieren.
  • Am Donnerstag will Continental im vorpommerschen Anklam ein Forschungs- und Versuchslabor zur Kautschukgewinnung eröffnen. Naturkautschuk ist heute noch für Lkw-Reifen sowie Winterreifen für Pkw unerlässlich.

Als Rohstoff dient Russischer Löwenzahn, der kleiner ist, aber einen viel höheren Kautschukgehalt besitzt als die einheimische Pflanze, wie Prüfer erläutert. Die Wurzel bestehe zu etwa 15 Prozent aus Kautschuk. "Schon bei den ersten Experimenten zeigte sich, dass der Kautschuk so gut ist wie vom Kautschukbaum", sagt der Wissenschaftler. Inzwischen sei der Löwenzahn züchterisch so optimiert worden, dass der Gehalt an Inhaltsstoffen stabil ist.

12:11 Uhr

Daimler-Aktie auf tiefstem Stand seit Juni 2013

Der heutige Tag ist auch ein schlechter für die Autoaktien. So fielen Daimler auf den tiefsten Stand seit Juni 2013. In der Spitze verloren sie 4,2 Prozent auf 47,91 Euro, gegen Mittag notierten die Papiere der Stuttgarter 3,3 Prozent im Minus bei 48,37 Euro. BMW und Volkswagen gaben 1,3 beziehungsweise 2,2 Prozent nach.

An der Börse in Paris rutschten die Titel von Peugeot und Renault sowie die der Zulieferer Valeo und Faurecia rund zweieinhalb Prozent ab.

Die Autobauer hatten schon in den vergangenen Wochen besonders empfindlich auf die Handelsstreitigkeiten reagiert, da für sie der Export nach China und in die USA sehr wichtig ist.

11:47 Uhr

Untersuchung: Viele Mittelständler werden ausgespäht

Dass in der Wirtschaft mit harten Bandagen gekämpft wird, ist bekannt. Dennoch ist folgender Fakt doch bemerkenswert.

Ungefähr jeder zweite Mittelständler in Deutschland wurde schon von Konkurrenten oder fremden Geheimdiensten bespitzelt - oder vermutet das zumindest. Das geht aus einer Befragung von 583 Unternehmen hervor. Sie ist Teil einer Untersuchung, die das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung und der Polizei erstellt hat. Am Donnerstag sollte der Bericht in Berlin vorgestellt werden.

  • Die Angriffe ziehen sich quer durch Branchen und Unternehmensgrößen. "Die Ergebnisse dieser, wie auch anderer Befragungen zeigen, dass sich kein Unternehmen sicher fühlen kann", warnen die Autoren. Sie gehen von einer hohen Dunkelziffer aus: Viele Attacken würden auch gar nicht bemerkt und nur rund jedes fünfte betroffene Unternehmen erstatte Anzeige.
  • Dennoch hat fast jedes fünfte Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigen der Studie zufolge keine Strategie gegen Schnüffler vor Ort oder gegen Cyberspionage. Und Firmen, die es schon einmal erwischt hat oder die Bespitzelung vermuten, zeigten "keinerlei Lerneffekte bei der systematischen Beobachtung von Verdachtsmerkmalen".
11:27 Uhr

Dax schmiert ab - "Angstbarometer" steigt

Dax
Dax 10.865,77

Die 11.000-Punkte-Barriere ist für den Dax nach unten durchbrochen - und es geht weiter bergab. Kurz vor dem Mittag sackte der Frankfurter Leitindex um 2,3 Prozent auf 10.941 Punkte ab. Er notierte zuvor sogar unter der 10.900er-Marke - bei 10.884 Zählern.

Mehr dazu lesen Sie hier.

  • "Der Traum von einer Jahresendrallye könnte geplatzt sein", sagte Marktanalyst Salah Bouhmidi vom Brokerhaus DailyFX. "Die Risiken nehmen nicht ab, ganz im Gegenteil kommen immer mehr dazu. Die Angst im Markt ist wieder groß."

Als Grund für die neue Verunsicherung sehen Experten nach wie vor die Festnahme von Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada. Der Managerin des chinesischen Netzwerkausrüsters und Smartphone-Herstellers wird einem Medienbericht zufolge vorgeworfen, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, die die USA gegen den Iran verhängt hatten. Sie muss mit einer Auslieferung in die USA rechnen.

  • Dies könne von der Führung in Peking falsch verstanden werden und alle Vereinbarungen von Buenos Aires wieder hinfällig machen, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Der als "Angstbarometer" bezeichnete VDax, der die Nervosität der Anleger misst, stieg um knapp zehn Prozent auf 21,89 Punkte an. Das war der höchste Stand seit drei Wochen. Der europäische Volatilitätsindex VStoxx legte um 13,5 Prozent zu auf 21,67 Zähler.

11:09 Uhr

Ölpreise vor Opec-Treffen auf Sinkflug

Brent Rohöl
Brent Rohöl 60,11

Nicht nur an den Aktienmärkten geht es abwärts, die Minuszeichen dominieren auch den die Ölmärkte. Die Ölpreise haben vor dem mit Spannung erwarteten Opec-Treffen in Wien nachgegeben. Am späten Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 59,91 US-Dollar. Das waren 1,65 Dollar weniger als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,36 Dollar auf 51,76 Dollar.

Dort Energieminister der Opec beraten über ihre Förderung im kommenden Jahr. Angesichts des Einbruchs der Erdölpreise wäre alles andere als eine spürbare Förderkürzung eine Überraschung. Seit Anfang Oktober sind die Ölpreise um bis zu 30 Prozent gefallen.

WTI Oil
WTI Oil 51,31

Die Opec-Staaten und die mit ihnen verbündeten Länder außerhalb der Opec, darunter Russland, scheinen sich bereits auf die Notwendigkeit einer Produktionsverringerung verständigt zu haben. Dies hatte der Energieminister Omans, Mohammed al-Rumhi, am Mittwochabend in Wien gesagt. Allerdings bestehe noch keine Einigkeit über das Ausmaß der Kürzung. Laut Al-Rumhi könnte die Opec eine Verringerung ihrer Tagesproduktion um etwa eine Million Barrel beschließen. Dies entspräche in etwa den Markterwartungen.

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10:50 Uhr

Bären vertreiben die Bullen aus dem Dax

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imago/Michael Kneffel

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte deutlich eingetrübt. Das zeigt die neue Umfrage der Deutsche Börse zum Dax-Sentiment. Verglichen mit der Umfrage zur Mitte vergangener Woche nahm der Anteil der Bullen um 24 Prozentpunkte ab auf 41 Prozent. Das Bären-Lager wuchs dagegen um 25 Punkte auf 40 Prozent. Das neutrale Lager veränderte sich mit einem Minus von einem Punkt auf 19 Prozent kaum.

  • "Mit einem Sentiment-Index knapp an der neutralen Nulllinie - in der relativen sechs Monatsbetrachtung können wir sogar von Pessimismus sprechen - ist der Markt unter dem Strich als weitgehend 'sauber' zu bezeichnen", so Joachim Goldberg, der die Stimmungsumfrage durchführt und analysiert.

Gegensätzlich hat sich die Stimmung der Privatanleger an der Wall Street entwickelt. Laut der neuen AAII-Umfrage nahm der Bären-Anteil hier um 9 Prozentpunkte ab auf 30,5 Prozent. Der Anteil der Bullen stieg um 4,1 Punkte auf 37,9 Prozent, der Anteil der Neutralen noch stärker um 4,9 Punkte auf 31,6 Prozent.

10:31 Uhr

Aktie von Juventus Turin künftig in Italiens Leitindex

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(Foto: imago/Insidefoto)

Die Aktie des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin wird künftig an der Mailänder Börse im nationalen Leitindex FTSE-MIB gelistet. Die Aufnahme des Juve-Papiers in den Kreis der 40 wichtigsten börsennotierten Unternehmen bestätigte die Börse zum 27. Dezember.

Juventus-Anteilscheine hatten im Jahresverlauf auf dem Parkett durch die Verpflichtung des portugiesischen Superstars Cristiano Ronaldo vom spanischen Champions-League-Sieger Real Madrid für Aufsehen gesorgt. Der Kurs stieg von 64 Cent zur Jahresmitte bis auf 1,80 Euro im September, bevor die Papiere wieder fielen.

Beflügelt von den schon kursierenden Spekulationen um Turins FTSE-MIB-Aufnahme zog die Juve-Aktie am Mittwoch um rund 10 Prozent an und schloss bei 1,20 Euro. Die Marktkapitalisierung des Klubs mit den deutschen Nationalspielern Sami Khedira und Emre Can betrug damit rund 1,1 Milliarden Euro.

10:20 Uhr

Marke Volkswagen von China und WLTP belastet

VW Vorzüge
VW Vorzüge 147,18

In Frankfurt dominieren die roten Zahlen, davon ausgenommen sind auch nicht Volkswagen, die Aktie verbilligt sich um 1,9 Prozent.

  • Der Wolfsburger Autoriese hat, belastet von der Marktabschwächung in China, bei der Kernmarke auch im November einen Absatzrückgang verzeichnet.
  • Mit 564.500 Fahrzeugen lieferte die Marke im vergangenen Monat 5 Prozent weniger aus als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November wurden 5,70 Millionen Autos der Marke Volkswagen an Kunden übergeben, ein Plus von 1,2 Prozent.
  • Gegenwind spürte der Dax-Konzern weiter von der Umstellung auf den neuen Abgastest WLTP, allerdings schwächten sich die Negativeffekte ab.
  • Im Heimatmarkt sank der Absatz der Marke Volkswagen im November um 4,7 Prozent, in Europa erzielte VW ein Plus von 1,2 Prozent.
  • In China wurden 8 Prozent weniger Fahrzeuge der Marke Volkswagen verkauft. Grund sei der Handelskonflikt mit den USA. Es gebe eine starke Kaufzurückhaltung der Kunden, so VW.
10:05 Uhr

Trading Masters 2019 - spielerisch Börse lernen

Achterbahnfahrt an den Börsen: Da benötigen Trader starke Nerven, die richtige Taktik und jede Menge Know-how. Wer Erfahrung sammeln und seine Tradingfähigkeiten verbessern möchte, kann beim Börsenspiel "Trading Masters" von Profis lernen. Über den Spielaufbau und die Strategien der Teilnehmer spricht Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS.  

09:55 Uhr

Dax auf tiefstem Stand seit zwei Jahren

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imago/Sven Simon

Katerstimmung am Nikolaus-Tag: An den europäischen Märkten geht es heute deutlich abwärts. Der Dax verlor  in der ersten Handelsstunde  1,9 Prozent auf 10.984 Punkte, das ist der tiefste Stand seit Dezember 2016. Sollte der Leitindex mit neuen Jahrestiefs die 11.000er-Marke auch signifikant und nachhaltig brechen, würde er das nächste Verkaufssignal erzeugen, warnen Marktanalysten. Dann wären zunächst Stände um 10.700 Punkte ein erstes Ziel. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,5 Prozent auf 3104 Punkte nach.

Der Anleihemarkt profitierte von seinem Ruf als sicherer Hafen, dort stiegen die Kurse etwas. Die deutsche Zehnjahresrendite lag mit knapp 0,26 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Juli.

Getrübt wird die Stimmung von der Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzvorstand von Huawei und Tochter des Firmengründers des seit kurzem zweitgrößten Smartphone-Herstellers der Welt. "Die Chinesen werden diese Verhaftung als neue Provokation werten", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Auch andere Marktteilnehmer fürchten nun wieder eine Eskalation des Handelskonflikts.

Keine stützende Wirkung entfaltet bislang die Nachricht, dass China die mit den USA auf dem G20-Gipfel vereinbarten Handelserleichterungen "sofort" umsetzen will. Dies betreffe landwirtschaftliche Produkte, Energie, Autos und andere Waren, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch gute Auftragseingänge von der deutschen Industrie können die Stimmung nicht stützen. Weitere Impulse werden im Tagesverlauf noch vom US-ISM-Index für den Dienstleistungsbereich und dem ADP-Index für den US-Arbeitsmarkt erwartet.

09:35 Uhr

Dax ganz kurz unter 11.000

Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn durchbrach der Dax für kurze Zeit die 11.000er-Marke nach unten - auf 10.997 Punkte. Dann bewegte sich der Leitindex wieder leicht nach oben. Er notierte zuletzt 1,5 Prozent tiefer bei 11.029 Zählern. Mit der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin stünden neue Fragezeichen hinter den Handelsgesprächen zwischen den USA und China, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Belastet wurde der deutsche Markt ebenfalls von Konjunktursorgen. Zuletzt warfen einige Anleihen mit kurzen Laufzeiten in den USA mehr Rendite ab, als solche mit langen Laufzeiten, was als Rezessionssignal gilt. Im aktuellen "Beige Book" berichtet die US-Notenbank Fed von einer gering bis moderat wachsenden US-Wirtschaft und einem zunehmenden Lohnwachstum.

Die schwächelnden Chipwerte an den asiatischen Märkten hinterließen auch bei den deutschen Tech-Werten ihre Spuren. Wirecard und Infineon verloren im Dax 2,8 beziehungsweise 3,3 Prozent.

Vonovia legten nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen dagegen 0,9 Prozent zu. Beim größten deutschen Wohnungsvermieter klingeln wegen des Immobilienbooms und steigender Mieten vor allem in den Ballungszentren die Kassen.

09:14 Uhr

Dax hält zu Handelsbeginn mit Mühe die 11.000

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(Foto: dpa)

Wie erwartet startet der Frankfurter Aktienmarkt im Zuge der Turbulenzen um die festgenommene Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou mit einem dicken Minus in den Handel. Der Dax verlor 1,6 Prozent auf 11.026 Punkte. Damit bleibt er noch über die charttechnisch wichtige 11.000-Punkte-Marke.

Auch mit dem MDax geht es abwärts - er verlor 1,8 Prozent auf 22.755 Zähler. Der TecDax sank um 1,9 Prozent auf 2526 Punkte.

09:04 Uhr

Asien-Märkte taumeln nach Festnahme von Huawei-Managerin

Nikkei
Nikkei 21.374,83

Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei hat den asiatischen Aktienmärkten stark zugesetzt. In Tokio verlor der Nikkei-Index verlor 1,9 Prozent und schloss bei 21.501 Zählern. Der Shanghai-Composite gab 1,7 Prozent nach.

Börsianer befürchten, dass der Fall die Spannungen zwischen China und den USA weiter erhöht. Die Managerin wurde in Kanada festgenommen und soll in die USA ausgeliefert werden. Der Fall steht Insidern zufolge in Zusammenhang mit Verstößen gegen die Iran-Sanktionen der USA. "Nach dem Gipfeltreffen vom Wochenende gab es einen kurzen Moment des Optimismus, aber die Realität ist, dass es nicht so leicht ist", sagte Norihiro Fujito, Chefstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

An der Tokioter Börse gerieten vor allem die Chipwerte ins Straucheln - Sumco Corp, Tokyo Electron und Shin-Etsu Chemical rutschten zwischen 6,6 und 3,4 Prozent ab. Die Titel des japanischen Technologieinvestors und Telekomkonzerns Softbank verloren 4,9 Prozent. Belastet wurden die Aktien - neben Huawei - auch durch eine Störung im Mobilfunknetz.

08:35 Uhr

Dax dürfte tiefrot im Minus starten

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Das sieht nicht gut aus: Wird die 11.000er-Linie im Dax halten?

picture alliance / Christoph Sch

Dax
Dax 10.865,77

An deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf ausgedehnte Kursverluste zum Auftakt einstellen. An der Frankfurter Börse rechnen Beobachter mit einer dunkelroten Abwärtsbewegung.

  • In den Indikationen auf Teleboerse.de wird der Dax zum Xetra-Start bei 11.061,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 1,2 Prozent erwartet.
  • Der Dax kommt damit der Linie von 11.000 Punkten gefährlich nahe. Am Vortag war das Frankfurter Börsenbarometer bereits mit einem Abschlag von ebenfalls 1,2 Prozent bei 11.200,24 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Händler sprachen mit Blick auf den Börsen-Tag am Mittwoch von einer ausgeprägten Verunsicherung - vor allem mit Blick auf die zahlreichen politischen Dauerbaustellen und die sich eintrübenden Konjunkturaussichten.
06:43 Uhr

Huawei-Affäre schockt Börsianer in Tokio

Nikkei
Nikkei 21.374,83

An den asiatischen Aktienmärkten löst die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei großes Aufsehen aus. Börsianer befürchten, dass der Fall Meng Wanzhou die Spannungen zwischen China und den USA weiter anheizen dürfte. Eine weitere Eskalation in den Beziehungen zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten verdüstert die Aussichten auf eine gütliche Einigung im Zoll- und Handelsstreit.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt nach Ende der ersten Handelshälfte 1,8 Prozent im Minus bei 21.515 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 1,9 Prozent ab auf 1610 Zähler.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert 1,7 Prozent.
  • Der Composite-Index an der Börse Shanghai gibt 1,2 Prozent nach.

Schwer belastet werde die Stimmung an den Börsen auch von Konjunktursorgen, heißt es aus Fernost. Die inverse Zinskurve bei den US-Staatsanleihen seien das Symptom einer schwächelnden US-Wirtschaft, sagte Bryan Whalen von TWC. Derzeit befänden sich die USA in einem späten Stadium des Konjunkturzyklus. "Man kann sich kaum ein Szenario vorstellen, in dem die US-Wirtschaft nicht nachlässt, wenn sie nicht sogar in eine Rezession gleitet."

Die spektakuläre Festnahme der Huawei-Managerin Meng Wanzhou wirkt vor diesem Hintergrund wie der Startschuss in eine Ära des verschärften Konkurrenzkampfes zwischen den USA und China. Die prominente Führungskraft des chinesischen Apple-Konkurrenten wurde in Kanada festgenommen. Sie muss mit einer Auslieferung in die USA rechnen.

Der Fall steht Insidern zufolge in Zusammenhang mit Verstößen gegen US-Sanktionen. "Nach dem Gipfeltreffen vom Wochenende gab es einen kurzen Moment des Optimismus, aber die Realität ist, dass es nicht so leicht ist", sagte Norihiro Fujito, Chefstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

06:26 Uhr

Euro schüttelt das EZB-Fieber ab

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Wie könnte diie EZB den Ausstieg aus der Nullzinspolitik gestalten? Schon die Überlegungen aus der Zentralbank bringen den Euro in Bewegung.

picture alliance / Jens Büttner/

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Nikolaustag beginnt an den Devisenmärkten nach den starken Kursausschlägen nach oben zunächst mit einem weitgehend stabilen Euro: Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung notiert am frühen Morgen nah am Vorabendniveau.

  • Zum Übergang in den europäisch geprägten Devisenhandel liegt der Euro prozentual fast unverändert bei 1,1351 Dollar.
  • In Tokio wurde der Euro in der Nacht etwas schwächer mit 1,1343 Dollar gehandelt. Der Dollar gab im japanischen Handel nach und kostete 112,78 Yen. Der Schweizer Franken lag bei 0,9963 Franken je Dollar und 1,1306 Franken je Euro gehandelt.
  • Bei der Festlegung ihrer Referenzkurse hatte die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euro zur Wochenmitte einen Wechselkurs von 1,1354 Dollar errechnet.

Im Verlauf des Mittwochshandels hatte die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich Auftrieb bekommen, der Anstieg blieb aber nicht nachhaltig. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge die EZB-Notenbanker darüber nachdenken, Geschäftsbanken permanent Langfristfinanzierungen anzubieten.

Dies werde im Zusammenhang mit der Frage diskutiert, wie der anstehende Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik bewältigt werden könne, ohne dabei die Refinanzierung von Banken vor allem in Südeuropa zu gefährden. Die Diskussionen befänden sich aber in einem frühen Stadium und würden bei der Ratssitzung Mitte Dezember keine Rolle spielen. Bereits Anfang November hatte es ähnliche Berichte gegeben.