Wirtschaft

Trump rudert zurück Es gibt keine Zoll-Einigung mit China

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Twittert gerne: US-Präsident Donald Trump.

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Nach dem Treffen mit Chinas Staatschef Xi verkündet US-Präsident Trump, dass die Volksrepublik die Zölle auf in den USA produzierte Autos senken wird. Doch das entspricht offenbar nicht der Realität.

Das nennt man wohl Rolle rückwärts: Dem Chef-Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump zufolge gibt es doch noch keine Zusage Chinas, die Zölle auf in den USA produzierte Autos zu senken. "Ich denke, dass die kommen, ok?", sagte Larry Kudlow in einem Fernseh-Interview. "Es ist allerdings noch nicht unter Dach und Fach."

Das ist deshalb bemerkenswert, weil der US-Präsident gestern das Gegenteil behauptet hatte. "China hat zugestimmt, die Zölle (…) zu reduzieren und zu beseitigen", twitterte Trump. Zuvor hatte der Staatschef mit Chinas Präsidenten Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires über den Handelskonflikt zwischen den USA und der Volksrepublik gesprochen. 

Dabei hatten sich die Präsidenten auf einen Burgfrieden geeinigt. Beide Seiten verzichteten vorerst darauf, Zölle weiter zu erhöhen. Trump setzte der chinesischen Seite aber eine 90-tägige Frist, um Konzessionen zu machen. Später verkündete er das Entgegenkommen der Chinesen. Peking ließ das unkommentiert.

In den ersten Runden des Handelskonflikts hatten die USA Zölle auf Importe aus China erhöht. Daraufhin zog die Volksrepublik jeweils nach und schraubte unter anderem die Zölle auf in den USA produzierte Autos auf 40 Prozent.

Trump rudert derweil zurück. "Die Verhandlungen haben begonnen", twitterte er. "Möglicherweise" werde es eine Einigung geben. Die US-Seite sei derzeit dabei, herauszufinden, ob ein "wirklicher Deal" mit China überhaupt machbar sei. Wahrscheinlich werde das gelingen. "Falls nicht: Denkt daran, dass ich ein Mann der Zölle bin", so der US-Präsident.

Quelle: n-tv.de, jga

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